Verkehrsprojekte

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    "Für die zukünftige Betreibung der Verkehrsstation Haltepunkt Chemnitz Süd auf der Strecke Dresden – Werdau werden die ehemaligen Räume unter den Gleisen nicht mehr benötigt.Die Umbauplanung wurden hinreichend im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens in 2015/18 erörtert. Die Erteilung der Baurechtsgenehmigung erfolgte durch das Eisenbahnbundesamt, einen Widerspruch der Stadt Chemnitz gab es dazu nicht. Die DB Netz AG setzt die Maßnahmen entsprechend dem Planfeststellungsbeschluss vom 1.6.2018 um."


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    Da wurde offenbar so hinreichend informiert, dass vor Schreck kaum einer davon erfahren hat. Irgendwie auch immer wieder traurig, dass die Öffentlichkeit doch so wenig über bestimmte Bauvorhaben informiert ist/wird oder eben erst dann erfährt, wenn es eigentlich schon zu spät ist..

  • Der Entwurf des Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) steht jetzt zur Verfügung und Debatte. Anschauen kann man sich den unter chemnitz.de, ich stelle auch noch einen Direktlink zur pdf zur Verfügung. Ausgangspunkt aller Überlegungen ist dabei der angestrebte Modal Split, also die Verkehrsmittelwahl.


    - Anteil Fußgänger; Unverändert bei ca. 30 %.

    - Anteil Radverkehr: Änderung von aktuell 7 % auf 12 % angestrebt.

    - Anteil ÖPNV: Änderung von aktuell 11 % auf 20 % angestrebt.

    - Anteil PKW: Änderung von aktuell 52 % auf 38 % angestrebt.


    Zusätzlich gibt es noch einen weltfremden (um nicht "verrückten" zu schreiben) Alternativvorschlag der Grünen mit 20 % PKW-Anteil. Welche Zahlen hier ausgewürfelt werden, ist aber letztlich völlig egal, relevant sind die konkreten Maßnahmen, die zu deren Erreichung umgesetzt werden sollen. Da werden zwar jede Menge Punkte genannt, keiner davon würde aber auch nur ansatzweise zu der angestrebten gravierenden Änderungen des Modal Splits führen - das gilt auch für die etlichen vorgesehenen Zwangsmaßnahmen gegen den PKW-Verkehr (siehe die laut Punkt 6.6 geplanten nahezu flächendeckenden Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 30 km/h oder die laut 6.7 geplante Verknappung und Verteuerung von Parkflächen). Man könnte meinen, hier hätten die Grünen allein die Feder geführt.


    Die strittigen Themen (Innerer Stadtring, Südverbund Teil III und V und zweistreifige Befahrbarkeit des Überfliegers) werden übrigens komplett ausgeklammert und separat diskutiert, erst anschließend werden die Ergebnisse in den VEP übernommen.


    Es kann sich jeder selber überlegen, ob er sich in den Beteiligungsprozess für den Plan einbringt, über die Möglichkeiten (speziell das wohl demnächst beginnende Onlineangebot) werde ich wohl noch mal informieren.

  • Ich bin kein großer Freund von Verboten oder Beschränkungen, sondern eher von Verstärkung der Sachen, die man fördern möchte. Vor diesem Hintergrund ist mir beim Lachen heute fast der Autoschlüssel in den Kaffee gefallen, als ein Regionalblatt auf Facebook zusammenfasste, dass Chemnitz so fahrradfreundlich werden soll. Immerhin nimmt man sich 20 Jahre Zeit.


    Mal im Ernst: Ich schrieb hier schon mehrmals meine Gedanken zur Fahrradstadt Chemnitz und versuche es nochmal. In Chemnitz wurden bei quasi allen Straßenbauvorhaben der letzten Jahre die Fahrradfahrer nicht vernünftig bedacht. Die August-Bebel-Straße wurde gefühlt 5× neu gemacht, die Müllerstr. gerade in den letzten Monaten - die beiden Straßen ergeben nördlich des Zentrums die wichtigste Ost-West-Achse. Fahrräder existieren dabei nicht, dafür teils sehr schmale Fahrspuren, fragwürdige Verkehrsinseln und unüberwindbar hohe Bordsteinkanten. Ähnlich ist es auf der Limbacher Straße, auf großen Teilen der Str. der Nationen, der Leipziger, der Dresdner, der Reichenhainer und auch der Zschopauer Straße. Mit Kaßbergauffahrt, Hechlerberg etc. braucht man gar nicht erst anzufangen. Quasi alle Hauptverkehrsstraßen - und die kleineren sowieso - blenden Fahrradfahrer fast völlig aus. Es ist also kein Wunder, dass man in Chemnitz (anders, als bspw. in DD oder L) hauptsächlich fitte Menschen zwischen 15 und 45 Jahren radelnd sieht, andere getrauen sich das einfach nicht. Gleiches gilt für Räder mit Kinder- oder Transportanhängern - in anderen Städten ganz üblich ist man damit in C nicht nur dauerhaft auf Straßen und damit stark gefährdet und behindernd unterwegs, sondern selbst bei den wenigen Radwegen sind die Straßenquerungen über Verkehrsinseln (ohne oder mit nicht abgestimmten Ampeln) nicht vernünftig möglich. Weiter geht es mit nicht barrierefrei gedachten Bordsteinkanten, Treppen (vor Aktienspinnerei vom Brühl, am neuen Bahnsteigtunnel etc.).


    Vor einiger Zeit zählte noch das Argument, dass Straßenbau teuer ist und es nun einmal aktuell "ist, wie es ist". Dass aber nun immer und immer wieder bei neuen und teuren Straßenbauprojekten Fahrräder ausgeklammert werden, ist schwer zu erklären und mit Blick auf eine moderne Stadt eigentlich unentschuldbar.


    Wichtig ist dabei, dass das allen zu Gute kommt - dem in die Schule radelnden Kind, der Oma auf dem Rad, dem Kurierfahrer aber eben auch den Fußgängern und besonders den Autofahrern, für die das selbst beim besten Willen und Fahrgeschick gefährlich und nervig ist, mit teils 40 km/h langsameren Verkehrsteilnehmern auf engen Spuren.


    Am Wochenende wurden nun von TIER - angeblich länger mit der Stadt gemeinsam geplant - die (helmfreien!) Scooter auf Chemnitz losgelassen. Da die ja nicht auf dem Fußweg fahren, sondern auf Radweg und Straße fahren müssen, wirkt das bei unserer aktuellen Verkehrsinfrastruktur fast wie fahrlässige Körperverletzung.


    Dass wir jetzt einen eScooter-Verleih aber kein vernünftiges Fahrradverleihsystem haben und es meines Wissens in keinem der zahlreichen Parkhäuser oder anderswo (gern auch für kleines Geld) die Möglichkeit gibt, ein höherpreisiges Fahrrad wettergeschützt und halbwegs diebstahl- und vandalismussicher unterzubringen (hat jemand "Fahrradgarage am Getridemarkt" gesagt?!), sind nur weitere kleine Puzzlesteinchen.


    Es ist ein Trauerspiel. Aber jetzt wird ja alles besser. Sorry, jetzt geht es mir ein ganz klein Wenig besser.


    P.S. Die Seiten 35 ff im verlinkten Entwurf (Danke lguenth!) klingen wie ein wahr gewordener Traum der Fahrradlobby. Schade, dass bisher teilweise das genaue Gegenteil der Punkte getan wurde. Umso schöner und interessanter, wenn sich das jetzt wirklich wandeln sollte.

  • Muss man schon zugeben, dass Radfahren in Chemnitz mitunter ein bisschen schwierig ist, weil es eben oftmals überhaupt keine zusammenhängenden Radwege gibt. Radwege gibt es zwar aber eben oft flickenteppichweise, sodass man oft in Quasi-"Konflikte" gerät. Zusammen mit Autoverkehr auf stark befahrenen Strassen fahren? Wer macht das eigentlich gern, so gefährlich das ist, auch wenn das die Regel ist, wenn kein Radweg in der Nähe, da auch breite Fußwege (eigentlich) nicht genutzt werden dürfen, sofern nicht freigegeben.


    Dem Radverkehr würde bestimmt weiterhelfen, wenn schonmal entlang der wichtigsten Haupteinfallstraßen durchgängige Radwege entstehen würden. Je nach dem wie "Straßenraumverhältnisse" sind eben auf breiten Straßen mal als Radweg auf der Strasse oder schwach belaufene Fusswege genauso für den Radverkehr freigeben. Nicht schlecht sind vielleicht auch Radwege, die seperat etwas fernab der Hauptstraßen verlaufen, quasi als "Allee" und wohl dann genauso auch als Fußweg nutzbar. Wobei solche Radwege für Leute, die sich in der Stadt nicht so gut auskennen, dann nicht so einfach zu finden sind.


    Zum Tier-Rollerverleih: Interessant, gibt es auch in anderen Städten, mal sehen wie lange das in Chemnitz funktionieren wird. Für meinen Geschmack etwas teuer. Ich bin auch der Ansicht, dass gerade die Hauptinteressenten an solchen Rollern - nämlich Kinder, Jugendliche und junge Leute - eigentlich nicht unbedingt so viel Geld haben, um solche Dienste (19 Cent/Minute) dann online per Kreditkartendaten zahlen zu können. Aber vielleicht lebe ich nur auf einem anderen Planeten. 🙄


    Dagegen würde ein klassischer Fahrrad- und Rollerverleih (pro Stadtteil zum Beispiel) auch schon wieder richtig toll wirken.

  • Nach gefühlt 40 Jahren versucht die Bahn im Hauptbahnhof so etwas wie Gestaltungswillen zu zeigen. Der Bahnsteigtunnel wurde auf seiner Gesamtlänge mit poppigen Paneelen verkleidet, die die durch zahlreiche Umbauten zerstückelte Wandstruktur kaschieren sollen. Naja, immerhin eine Verbesserung.


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    Kommen nur mir da die Pril-Blumen in den Sinn?


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  • Prilblumen musste ich erst mal recherchieren. Da kann ich mich auch mal wieder ein bisschen jung fühlen, wenn ich die „bekannteste Blume der 70er“ nicht kenne :-). Ansonsten hat sich die DB mit diesen einfallslosen Kindergarten-Motiven nicht wirklich mit Ruhm bekleckert (Sonne, Menschen. Blume, Zug). Wenn schon Kulturhauptstadt, dann bitte auch in solchen Details.

  • Tag24 schreibt heute auch über die Unterführung, beleuchtet das Thema aber anders: https://www.tag24.de/chemnitz/…der-unterfuehrung-1821717


    Kritisiert wird das Fehlen von Rampen. Ich könnte noch einiges ergänzen. Allgemein empfinde ich den Tunnel funktional wie gestalterisch als unterdurchschnittlich. Er sieht (immernoch) aus, wie ein nicht für die Öffentlichkeit bestimmter Versorgungstrakt oder maximal wie ein mit Minimalanspruch und Minimalfinanzen aufgehübschter Berliner U-Bahn-Zugang. Die Treppe im Inneren oben im Bild hätte - mindestens hälftig - recht problemlos als Rampe ausgeführt werden können. Ich kann nicht verstehen, warum gerade in unserer überalterten Stadt und nebenbei mit den Ambitionen als Fahrradstadt nicht barriereärmer gebaut wird. Da gibt es ja 1.001 Beispiel. Der Tunnel zementiert auf subtile Weise auch den Anspruch unseres Bahnhofs als reiner Regionalbahnhof, sonst wäre jemandem aufgefallen, dass in Fernzügen sehr viele Menschen mit großen Rollkoffern unterwegs sind. Das betrifft ja auch den (falsch) geplanten Fernbusbahnhof am anderen Ende des Tunnels. Der kleine, stinkige Fahrstuhl ist da dann wirklich das Nadelöhr und für den vergleichsweise geringen Höhenunterschied auch einfach unnötig.

  • Den im Artikel angedeuteten interfraktionellen Beschlussantrag für die Stadratssitzung vom 10.02.2021 kann man hier nachlesen. Ich kann da nicht ganz mitreden, aber die DB wird allerhöchstens sagen, dass die Stadt gerne alle möglichen Umbauten auf eigene Kosten planen und umsetzen darf. Ein Nutzerdialog und Gestaltungswettbewerb kommt mir für einen Bahnsteigtunnel leicht übertrieben vor.

  • Rampen fehlen da wirklich, aber den Umbau stelle ich mir gar nicht so einfach vor. Da die auch in meinem Foto sichtbare kleine Treppe recht steil ist, müsste man die ganze Treppenanlage neu planen, um dort vernünftig eine Rampe integrieren zu können. Ich denke nicht, dass die Bahn da "Hurra" rufen wird. Die aktuelle leicht infantile Wandgestaltung kam mit Sicherheit auch nur wegen des anstehenden Kulturhauptstadtjahres zu Stande. Enttäuscht bin ich immer noch wegen der Gestaltung des schmalen Anschlusstunnels zur Dresdner Straße. Hier ist dringend eine freundlichere Gestaltung angebracht.

  • Neue Fotos von der Citybahn-Strecke nach Aue. Auf dem Gelände des Bahnhofs Chemnitz-Süd haben die eigentlichen Bauarbeiten für die Verknüpfung von Bahn- und Straßenbahntrasse begonnen. Die alten Gleise wurden entfernt, ebenso das bisherige Baustellengleis; es finden umfangreiche Erdarbeiten statt.


    Blick Richtung Südbahnhof. Die Anbindung an die Straßenbahnwendeschleife hinter der TU wird rechterhand erfolgen. Dafür muss die noch sichtbare Trasse des Baustellengleises weiter nach rechts verschwenkt werden.


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    Und der Blick in die Gegenrichtung zur Brückenbaustelle Werner-Seelenbinder-Straße und weiter zum Bahnhof Reichenhain:


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  • Nochmal die Citybahn-Strecke nach Aue: Auch am Bahnhof Dittersdorf auf der Gemarkung der Gemeinde Amtsberg - 200m hinter dem Chemnitzer Stadtrand - befindet man sich auf der Zielgeraden. Abgesehen vom ehem. Bahnhofsgebäude wurde der Bahnhof komplett abgerissen und neu gebaut. Auch zwei Brücken über die Zwönitz werden erneuert.


    Das erste Bild zeigt uns die Brücke, die den Fluss in Richtung Chemnitz überspannt. Der alte Brückentrog wurde saniert und wiederverwendet, Pfeiler und Widerlager hat man neu errichtet.


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    Da der Bahnhof Dittersdorf zum zweigleisigen Kreuzungsbahnhof ausgebaut wird, muss für den bahnrechten Gleiskörper ein weiterer Brückentrog angefertigt werden. Chemnitz haben wir auf diesem Foto im Rücken; der Kran markiert den Haltepunkt.


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    Der Umbau der Bahnsteige am Haltepunkt ist weitgehend abgeschlossen.


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    Beim folgenden blauen Ungetüm handelt es sich scheinbar um die Brücke, die den Fluss in Richtung Aue queren wird. Offenbar wird momentan das Einhängen des Troges mit schwerem Gerät vorbereitet.


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    Hier soll der große Trog verbaut werden. Leider ist die zweite Brückenbaustelle nur sehr schwer einsehbar.


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  • Als kleines Extra heute noch ein Bild vom aktuellen Stand der Bauarbeiten an der Bazillenröhre. Die Sandstein-Werksteine wurden großflächig ausgetauscht und der Treppenaufgang wird erneuert - das wird alles sehr schön werden.


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  • Da ich das schon seit Jahren gefordert habe, bin ich begeistert. Hinter der Bezahlschranke gibt es noch die überraschende Information, dass fast alle Fraktionen außer den Grünen (also FDP, CDU, SPD, Linke und AfD) Änderungsanträge zum Haushalt gestellt haben, um mit den vorgesehenen Mitteln andere Vorhaben zu finanzieren. Allerdings ist es schon ungewöhnlich, dass jahrelang alle Parteien den Umzug des Busbahnhofes unterstützt haben, und jetzt ohne öffentliche Debatte ihren Kurs um 180° ändern. Politik sollte erklärt werden.


    Detlef Müller von der SPD schreibt übrigens in den Kommentaren unter dem FP-Artikel etwas von einer Fördermittelbindung des Bahnhofsvorplatzes, wodurch wegen des neuen Busbahnhofes ca. 7 Millionen Euro zurückgezahlt werden müssten. Das könnte natürlich den Kurswechsel erklären, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass das wirklich stimmt und in den letzten Jahren noch niemandem aufgefallen ist. So einen Fehler kann doch selbst die Chemnitzer Stadtverwaltung nicht machen...

  • Ich halte das für zu kurzsichtig gedacht. Der Busbahnhof kann dort nicht bleiben. Ich war vor ein paar Wochen dort. Die herrliche neue Universitätsbibliothek und davor dieser Busbahnhof, wo im schlimmsten Fall in Minutenabständen die Busse losdonnern - das ist nicht akzeptabel.

  • Der Busbahnhof ist (vorerst?) gekippt.


    Ich hole nochmal meine (wahnwitzige) Idee hervor, dass er wenn er verlegt wird, das bisherige Parkhaus direkt am Bahnhof ersetzen und in Form eines geschlossenen Busterminals (wie in Leipzig und anderen modernen Städten) daherkommen sollte, siehe auch: Verkehrsprojekte. Ja, dafür muss man abreißen. Ja, es wird noch mehr kosten aber man hätte Chancen gegen die (auch unser weiteres Stadtbild prägende) "Schmuddeligkeit", die offenbar keiner gewillt ist, in den Griff zu bekommen und es hätte neben der Lage viele Vorteile. Zwei Parketagen und ein überdachter Übergang in den Bahnhof könnten ebenso integriert werden, wie die wenigen Bestandsgebäude auf dieser Fläche. Da kommen dann ein Hostel und "reisenahe" Dienstleistungen und Händler rein. Ich sage euch... toll wäre das.


    (Zum jetzigen Standort: Da darf er notfalls auch - erstmal - bleiben, der Abstand zur Bib ist größer, als gedacht. Für Uni-Gebäude finden sich auch innerstädtisch und in der Nähe noch Möglichkeiten. Selbst den Schillerplatz halte ich nicht für die heilige Kuh. Dort eine Randbebauung auf ganzer Länge an StraNa, Georg- oder K.-L.-Str. könnte mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen und 10% weniger Schmuddelpark tun niemandem weh. Auch, wenn das erfahrungsgemäß ganz grundlegend anders gesehen wird.)


    Die (weite) Trennung Regio- und Fernbus, halte ich - offen gesprochen - für eine ziemlich dumme Idee. Da benötigt man dann vom Bus aus Berlin zum Bus nach Oederan wirklich lange und hat ggf. noch große Koffer, ein Fahrrad und Kinder dabei.


    Dazu passt dann noch abschließend: Vergangene Woche war mal wieder der Fahrstuhl des Tunnels zum Sonnenberg mehrere Tage defekt. Allein in den 3 Minuten, die ich es gesehen habe, verzweifelten an der sehr steilen Treppe zwei Hände voll Rollatoromas, Kinderwagenmamas, Fahrradkinder, ... . Rollstuhlfahrer kam gerade keiner, der hätte ganz verloren gehabt, die Bazillenröhe ist aktuell geschlossen. Aus meiner Sicht ist das ein Skandal mit Ansage. Auch der Rest dort erschließt sich mir nicht - ewig lange Holzbänke (für wen an der Stelle, außer zwielichtige Gestalten?), dysfunktionale Fahrradständer, nach Vandalismus und Dreck schreiende Oberflächen... . Beim Projekttag in einer Grundschule wäre etwas schöneres und den Anforderungen besser gewachsenes herausgekommen.

  • Provinzpolitik vom Feinsten. Da lässt man sich vom Freistaat ein Leuchtturmprojekt erster Klasse dort hinbauen und schafft es dann nicht, seinen eigenen Beitrag zur Aufwertung des Umfeldes zu leisten bzw. durch Anreize Synergieeffekte zu erzielen. Was soll ein Busbahnhof direkt (!) vor der Tür der neuen Bibliothek? Ich habe die Idee eines großen Schillerplatzes, an dem die neue Bibliothek glänzen kann, immer als große Chance für die ganze Innenstadt gesehen - vor allem für das Brühl-Viertel. Das vergibt man sich damit leider vollkommen. Aber es passt doch letztendlich zum Wahlprogramm des neuen OB - der hatte doch angekündigt, alle Stadtentwicklungsprojekte nochmals genau zu prüfen und ggf. zurückzustellen. Für Chemnitz genau der falsche Weg und einer Kulturhauptstadt auch mehr als unwürdig.