Beiträge von arnold

    Aber es macht ja einen Unterschied, ob - wie bspw. in Dresden - der Fluss samt seiner Auen Teil des Stadtbildes ist, oder ob es sich um einen seit Jahrhunderten kanalisieren Fluss handelt, der schon immer dicht umbaut war. Letzteres würde ich sagen, trifft auf Chemnitz zu. Diesen Bereich freizuhalten, halte ich für nicht sinnvoll. Demnach könnten auch der Hartmannplatz und weite Teile der Innenstadt nicht bebaut werden weil sie innerhalb des möglichen Überflutungsbereiches liegen. Hier müssen außerhalb der Stadt Bereiche geschaffen werden.


    Das grüne Band entlang der Chemnitz, welches Teil der Kulturhauptstadt-Strategie ist, ist ja auch nach wie vor geplant. Aber halt nicht entlang der gesamten Chemnitz.

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    Schön, aber es wäre halt ohne einen kompletten Umbau der gesamten St. Petersburger Straße nicht umsetzbar. Und einen komplettem Umbau der St.Petersburger Straße halte ich ebenfalls für nicht umsetzbar und unrealistisch. Wir sehen doch an dem verhältnismäßig kurzen Stück am Neustädter Markt, wie keine politische Partei in DD Interesse an einer Verengung und Bebauung der breiten Schneise hat - wie auch die Dresdner kaum Interesse an einer Entwicklung des Gebietes haben. Zwar wollen einige Parteien den Straßenquerschnitt der Großen Meißner Straße reduzieren - aber nicht zugunsten einer Verdichtung und Neubebauung. Unter diesen Voraussetzungen sehe ich für dein Szenario am PP keine Chance auf Umsetzung. Auch die sehr dicht stehenden Gebäude zwischen Straße und Ring wären so unter aktuellen Baugesetzen nicht zulässig (Belichtung) und fänden in der Form wohl auch keine Nutzungen.


    Eine Chance auf Bebauung sehe ich nur unter der Bewahrung der aktuellen Straßenführung und Bebauung der als Parkplätze genutzten Randbereiche, unnötiger Freiräume sowie einer Neuordnung im Bereich des noch existierenden Robotron-Gebäudes und des Plattenbauten neben dem Hochhaus.

    Ich gebe dir Recht, dass die Fassung des Platzes auch trotz Hochhaus nicht gelingt. Das Hauptproblem am Zerfliesen des Platzes sind aber schlichtweg fehlende Platzkanten und nicht das Hochhaus per se. Es fehlt hier einfach eine Ranbebauung und die massive Verdichtung auf beiden Seiten der St. Peersburger Straße, die wohl aber mittlerweile auch kaum noch eine Mehrheit in Stadtpolitik und Bevölkerung erhalten würde. Selbst wenn man in ein paar Jahren den Parkplatz vor dem Polizeipräsidium bebaut hat, wird aus dem Pirnaischen Platz noch immer kein Platz werden - selbst dann fehlen noch einige Bausteine.


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    ^ und dann?


    Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Neubeuung an dieser Stelle attraktiver ausfällt als der sanierte Bestand, ist meiner Meinung nach eher gering. Im besten Fall kommt etwas raus wie an der Freiberger Straße - pure Langeweile. Wohnbebauung wäre dann an der Stelle zudem wohl eh nicht mehr zulässig aufgrund der Emissionsschutzgesetze. Und selbst wenn in Zukunft - im unwahrscheinlichen Fall - die St. Petersburger Straße samt ihrer Randbereiche mal angefasst und entwickelt werden soll, lässt sich das sanierte Hochhaus im Kreuzungsbereich gut in eine Neubebauung einbinden.


    Jetzt würde ich gerne hören welche Argumente für einen Abriss sprechen - abgesehen davon, dass das Gebäude einigen offenbar nicht gefällt, was höchst subjektiv ist.

    Ich bin mir gerade gar nicht sicher, ob die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung für den Bereich der Zwickauer Straße zwischen Industriemuseum und A72 hier schon mal gezeigt und besprochen wurden.


    Kurz ein paar Eckpunkte:

    - für den Bereich der Zwickauer Straße soll ein städtebaulicher Rahmenplan erstellt werden, der Entwicklungsmöglichkeiten für das Gebiet zwischen Kappelbach und Gleisanlage sowie Industriemuseum und Autobahn aufzeigt

    - der städtebauliche Rahmenplan gilt als Voraussetzung für Zuwendungen aus der Städtebauförderung

    - dazu hatte die Stadt Chemnitz im Sommer und Herbst 2020 zu einem Bürgerdialog geladen bzw. eine Online-Befragung durchgeführt

    - laut Bürgerbefragung bzw. Online-Umfrage sind den Teilnehmer*innen die Wanderer-Werke, der Kappelbach sowie das ehemalige Braustolz-Areal besonders wichtig

    - Potentiale sehen die Teilnehmer*innen in einer Aufwertung der Freiflächen hin zu Grün- und Aufenthaltsräumen, einer Meile der Industriekultur sowie mehr Freizeit- und Bewegungsorten

    - als Probleme werden neben Leerstand und Verfall auch die überwiegend autoaffine Nutzung des öffentlichen Raumes sowie das diffuse Erscheinungsbild des Gebietes genannt


    Die Planungsbüros Yellow Z und Hoffmann-Leichter haben daraus gemeinsam mit bgmr Landschaftsarchitekten offenbar bereits im Oktober letzten Jahres erste Ergebnisse vorgestellt. Dazu wurden vier Bausteine entwickelt: Gewerbe, Wohnen und Begegnung, Grünraum bzw. öffentlicher Raum und Klima sowie Mobilität und Bewegung.


    1. Gewerbe:

    - hier spielt vor allem die Um- und Neunutzung leerstehender und brachgefallener Standorte eine große Rolle

    - Suche nach Zwischennutzungen

    - Ausschluss von "Negativ-Nutzungen" in der ersten Reihe zur Zwickauer Straße (ich glaube damit sind bspw. Autohändler gemeint)

    - Ansiedlung von innovativen und vielfältigen Arbeitswelten

    --> Klingt am Papier erstmal alles sehr gut, allerdings verrät die Präsentation nicht die Schritte dazu
    --> Wie geht die Stadt mit Eigentümern um, die kein Interesse an einer Sanierung bzw. Neunutzung ihrer Standorte haben oder wo die Eigentümer nicht zu fassen sind?

    --> Wie und womit können die riesigen Industriestandorte eigentlich gefüllt werden? Alleine die Wanderer-Werke haben (grob bemessen) eine Fläche von rund 35.000 m2 - was soll damit passieren?
    --> Inwieweit kann ein gesamtstädtisches Leerstandsmanagement bei der Vermarktung und beim Verkauf leerstehender Industriestandorte helfen?


    Etwas weiter hinten in der Präsentation wird die Möglichkeit eines Stadtteilzentrums in den Wanderer-Werken für den Bereich genannt. Allerdings - bei ungefähr 1.800 Einwohnern im Gebiet - halte ich auch dafür die Fläche für zu groß.


    2. Wohnen und Begegnung:

    - als Vorteil wird das Vorhandensein verschiedener Wohntypologien genannt

    - Abnahme der Bebauungsdichte auf relativ kurzer Distanz, von urban zu ländlich

    - Schaffung von Prioritäten bei der Neubebauung und Nachverdichtung (bspw. Kreuzungsbereiche)

    - Schaffung von Sanierungsanreizen (Städtebauförderung?)

    - Schaffung von Begegnungsorten auf Frei- und Brachflächen

    --> persönlich finde ich die Bebauung entlang der Zwickauer Straße überaus spannend, problematisch sehe ich aber eine Bebauung durch z.B. Einfamilienhäuser im urbanen Teil, die aus meiner Sicht das diffuse Erscheinungsbild des Ortes nur weiter verstärken würden

    --> Nachverdichtung halte ich für überaus wichtig um wieder städtebauliche Kanten zu erhalten, allerdings glaube ich hier noch nicht an gesteigerte Neubauaktivitäten solange es in deutlich "attraktiveren" Lagen (Kassberg, Sonnenberg, Zentrum) noch erhebliche Flächenpotentiale für Neubauten gibt

    --> hinzu kommt noch immer hohe Leerstandsquote

    --> Neubau aus meiner Sicht sehr langwieriger Prozess wenn entweder Bevölkerung wächst oder Gebiet massiv aufgewertet wurde

    --> Idee der Pocket-Parks und Interventionsflächen für 2025 gefällt mir ausgezeichnet (bspw. Parade der Apfelbäume = Neupflanzung von 3000 Apfelbäumen in der Stadt auf Brach- und Freiflächen)


    3. Grün- und Freiflächen:

    - Renaturierung Kappelbach

    - Schaffung von Aufenthaltsmöglichkeiten am Wasser

    - Gestaltung einer grünen Mitte

    - Brachflächen zu Pocket-Parks

    - Idee der Schwammstadt

    - Pflanzung von Straßenbäumen entlang der Zwickauer Straße

    --> Verknüpfung von Altindustrie und Natur sehr spannend und meiner Meinung nach auch einzigartig

    --> Prinzip der durchgrünten Gartenstadt vs. dichte und lebendige Stadt?

    --> Aufwertung des Straßenraumes durch Straßenbäume überfällig

    --> Neuordnung vernachlässigter Grünräume wie beim alten Güterbahnhof als Chance zur Erhöhung der Attraktivität des Wohnstandortes

    --> Umsetzungszeitraum würde ich hier spannend finden; für mich handelt es sich dabei eigentlich - gemeinsam mit einer Verkehrslösung (Punkt 4) um die ersten Schritte: welche Flächen sind potentielle Verdichtungsflächen und welche Flächen sollen zukünftig als Grün- und Freiräume fungieren

    --> erst mit Aufwertung des Umfeldes kommt überhaupt eine Neubebauung in Betracht


    4. Mobilität und Bewegung:

    - autoaffin geprägter Straßenraum mit breiten Verkehrsflächen und schmalen Gehwegen

    - mangelnde (ich würde sagen fehlende) Aufenthaltsqualität

    - Senkung des Verkehrsaufkommens (warum hier die Weiterführung des Südrings bis zur Zwickauer Straße noch eine Rolle spielt, verstehe ich nicht)

    - Einbindung einer Straßenbahn in den Straßenverlauf

    --> Verkehrslösung erster Schritt zu einer Verbesserung der Gesamtsituation
    --> Verbesserung der "Randbedingungen" als Voraussetzungen für private Sanierungen


    Alle Ergebnisse gibt es hier:

    https://chemnitz.de/chemnitz/m…auerstr_praesentation.pdf


    Im Folgenden wird nun ein Maßnahme- und Umsetzungskonzept mit den konkreten Maßnahmen erarbeitet, welches dann in den Rahmenplan mit eingearbeitet wird. Am 21.07.2021 hatte der Stadtrat bereits - vorbehaltlich der Bereitstellung von Fördermitteln - die Ausweisung des Fördergebietes "Zwickauer Straße" beschlossen.

    Naja, wenn man sich die Extremhochwasserlinie anschaut passiert genau das, was ich oben meinte: weite Teile der Stadt sind eigentlich nicht mehr bebaubar... Und das kann und soll ja eigentlich auch nicht der Sinn sein, weil wir sonst ins Umland ausweichen müssen. Das HQ300 in der Karte (die rote Linie) besagt zudem, dass es sich um ein im Mittel 300-jährliches Hochwasser handelt. Aufgrund dessen die Bebauung des Gebietes zu verhindern, fände ich schon arg übertrieben. So lange wird das Gebäude da gar nicht stehen :P

    Aber es gibt auch Beispiele wo man in den vergangenen Jahren neue U-Bahnen errichtet oder bestehende erweitert hat. Das sind z.B. Kopenhagen, Amsterdam, London, Düsseldorf, München, Berlin, Wien, Paris und sogar Leipzig. In Hamburg plant man auch die U-Bahn zu erweitern. Ich glaube das ist keine sehr moderne Infrastruktur, die man in Dresden (Tram) bereitstellt. Wenn man jährlich 6,5 Mrd € an Agrarsubventionen zahlt, dann kann man auch drei oder vier Mrd € in eine U-Bahn investieren, die über Jahrzehnte vielleicht länger Bestand hat.

    Es macht auch einen Unterscheid, ob man ein bereits bestehendes U-Bahn-Netz erweitert, wie es in Wien bspw. der Fall ist. hinzu kommt, dass die Stadt sehr stark wächst und demnächst die 2 Mio. Einwohner-Marke übersteigen wird und hier in den letzten Jahren große Neubauviertel an den Stadträndern entstanden sind, die man nun anbinden muss. Ähnlich verhällt sich das in den anderen von dir genannten Großstädten. Dresden hat noch immer ein unheimlich großes Entwicklugspotential im innerstädtischen Bereich. Der "Stadtkörper" wird also auch in den nächsten Generationen nicht sonderlich ins Umland wachsen müssen. Auch das ist ein großer Unteschied zu den anderen von dir genannten Städten.


    Nochmals: Was die Agrarsubentionen damit zu tun haben, erschließt sich mir nicht. Erstens sind das vollkommen unterschiedliche Töpfe, zweitens zahlt die nicht die Stadt DD alleine, sodass sie nun anrecht auf dieses Geld für eine eigene U-Bahn hätte, die zudem nichtmal notwendig ist.

    Das Hochwasserthema ist natürlich berechtigt, an dieser Stelle jedoch nicht zutreffend: https://www.chemnitz.de/chemni…wuerschnitzzwoenitz_3.pdf


    Außerdem finde ich, dass Hochwasser vor den Städten und Siedlungen durch Überflutungsbereiche und Auengebiete gesammelt und umgeleitet werden sollen und müssen. Ansonsten haben wir das Problem, das zahlreiche Flächen unserer Städte und Siedlungen einfach nicht mehr dem Siedlungsbau dienen können (nicht nur Wohnhäuser sondern auch technische Infrastruktur wie Straßen, Kanäle oder Erdkabel) und wir dementsprechend nach außen wachsen müssen, was wiederrum andere Ressourcen verbraucht und die Siedlungsbereiche nur unnötig aufbläht (Infrastruktur, Verkehr, etc.). Ich sehe - auch in Hochwasserbereichen - die Innenentwicklung einer Stadt übergeordnet. Das angesprochene Gebäude am Falkeplatz zeigt doch, wie so etwas funktionieren kann.


    Das oben gezeigte Neubauobjekt gefällt mir sehr gut - der Klinker passt sich gut in das Altindustriegebiet ein und greift regionale Baumaterialien auf. Auch die Kubatur finde ich an dieser Stelle gelungen.

    Ich finde hier eine Sanierung auf Aufwertung des Gebäudes überaus wichtig. Problamtisch finde ich allerdings den zu niedrigen Flachbau vor dem Hochhaus. Hier wäre die Einbindung in eine höhere Sockelbebauung wichtig um den riesigen Platz besser zu fassen. Vorausuetzung dazu wäre aber eine Veränderung der Verkehrssituation der St. Petersburger Straße bzw. des Pirnaischen Platzes.

    Ich sehe auch keine Notwendigkeit für eine U-Bahn in DD. Zum einen ist der vorhandene Nahverkehr - wie oben beschrieben - in DD sehr gut ausgebaut und gut getaktet. Zum anderen ist (das urbane) DD für ein effizientes U-Bahn-Netz meiner Meinug nach zu klein. In München oder Berlin macht die U-Bahn schon Sinn - einfach von der Größe der Stadt her. Auch ich finde - am Beispiel DDs - das gut ausgebaute Straßenbahnnetz deutlich wichtiger als eine mögliche U-Bahn, die dann auch nur aus zwei bis maximal drei Linien bestehen würde oder wohl eher als Prestigeobjekt herhalten müsste.


    Im Übrigen: Was haben die Agragsubvention oder die EU mit dem Geld für den Ausbau der Öffis zu tun? Wirkt hier die UKIP ;)


    Hier noch ein Artikel zur geplanten U-Bahn in Graz (280.000 Einwohner aber bei einer ähnlichen Fläche, wenn man die unbebauten Gebiete der Stadt DD abzieht) und warum diese für die Stadt nicht besonders sinnvoll ist:

    https://steiermark.orf.at/stories/3091006/

    Wie hoch ist denn der Flächenbedarf?
    Anstatt an den Stadtrand zu ziehen, würde ich eher brachgefallene Flächen in der Stadt entwickelt sehen… War nicht immer die Rede von einer Ansiedlung in „Uni-Nähe“, was für Altchemnitz sprechen würde. Auch hier ist der Bahnanschluss gegeben, die Autobahn ist ebenfalls nicht weit. Und es könnte vielleicht einen Entwicklungsprozess für das ganze Viertel in Gang setzen. Aber: halt abhängig vom Flächenbedarf….

    Sogar in der weltberühmten Barockstadt Dresden müssen sich neu entstehende Stadtquartiere an die Nachkriegsmoderne (Kulturpalast) anpassen. Umgekehrt passt sich aber die egoistische Nachkriegsmoderne niemals an andere Architekturstile an.

    Die Rosmariengasse ist modern, weil es diese Gasse historisch nie gegeben hat. An diesem Fakt kann auch die weltberühmte Barockstadt Dresden nichts daran ändern.

    Die Seite Rosmaringasse vom Schlosseck ist optisch in vier Einzelfassaden unterteilt, warum hat man das beim Nachbarquartier am Jüdenhof nicht hinbekommen…das sieht nun noch trostloser aus

    Ich sehe da nur zwei Einzelfassaden, die je zweimal auftauchen. Die zweite Fassade von links entspricht der des Eckgebäudes, wobei mir diese Fassade deutlich besser gefällt als die des Eckhauses zur Schlossstraße. Hier glänzen die Fließen nicht so stark . Die nächste Fassade entspricht ebenfalls der des anderen Eckbaus an der Schösserstraße- mit größeren Balkonen und gespiegelten Fenstern. Die finde ich beide recht angenehm und zeitlos.

    Auf so nen Kommentar wie deinen weiß man aber auch nicht wirklich adäquat zu antworten, außer dass er nur jemand anderen dumm machen soll, weil er ne Meinung meint und hier hin schreibt.

    Der Meinungsaustauch ist doch der Grund für ein Forum. Wenn ich mit mit meiner Meinung alleine sein möchte, dann gehe ich nicht in ein Forum.


    Für mich ein Grund, das DD-Forum zu meiden ist übrigens eher die Tatsache, dass hier andere Meinungen (wenn sie denn sachlich dargelegt werden und sich mit der Sache beschäftigen) - vor allem aus dem Bereich der Traditionalisten - immer aufs Übelste gebasht werden (liebe Grüße an Eryngium) oder halt einfach diese Pauschalisierungen aneinandergereiht werden - wie oben mit dem Hausmannsturm. Das nervt.

    Was ist das denn für eine Aussage? Der Hausmannsturm sagt dir auch nur, dass du in DD bist, weil der schon paar hundert Jahre dort steht und deshalb zu DD gehört. Die Gebäude am Postplatz sind neu und können diese Aussage noch nicht treffen. Besonders regionaltypisch ist der Hausmannsturm jetzt aber auch nicht. Der könnte so auch in zahlreichen mittelostdeutschen bzw. slawischen Städten stehen.


    Auch mir gefällt der Postplatz nicht besonders gut. Man sollte dann aber über die Sache sprechen und nicht so komische Sätze raushauen, nur weil die hier im Forum gut ankommen.


    Danke für die Bilder pogaxr. Mir gefallen die MaryAnn-Apartments recht gut. Für mich architektonisch das Highlight am Postplatz. Generell muss ich auch sagen, dass der eigentliche Postplatz durch den Lückenschluss und die Dichte der Bebauung enorm gewonnen hat. Aus meiner Sicht ist die Marienstraße der große Reinfall. Hier ist wirklich überhaupt nichts geglückt - weder architektonisch noch städtebaulich aufgrund des Plattenbaus.

    Die Freie Presse berichtete am 12.07. über die möglichen Pläne, das Gesundheitsamt aus dem Gebäude Am Rathaus in einen Neubau zu überführen (https://www.freiepresse.de/che…r-denkbar-artikel11597697). Aus meiner Sicht eine gute Idee, bietet doch ein Rückbau des aktuellen Gesundheitsamtes gute Möglichkeiten für eine Quartiersentwicklung im Bereich An der alten Post. Hier würde sich die Möglichkeit bieten, die beiden Ecken zu schließen und direkt an die alte Post anzubauen. Durch eine qualitätsvolle Architektur mit hohem Wohnanteil und Gastronomie und Gewerbe im Erdgeschoss könnte der recht schöne aber komplett tote Platz nachhaltig belebt werden. Für einen Neubau gibt es außerhalb des Zentrums zahlreiche Flächen. Gut gefallen würde mir die Ecke Theaterstraße/Hartmannstraße. Gemeinsam mit einer Wohnnutzung in Richtung der Schmidt-Bank-Passage sowie Gewerbe im Erdgeschoss würde hier auch eine sehr deutliche Lücke am Ring geschlossen werden.

    Ich sehe nicht, dass sich Investoren finden, um verschwundene Gebäude in der Friedrichstadt zu rekonstruiert. Selbst am Neumarkt - einem bundesweit bekannten Reko-Projekt - tauchen im Grunde immer die gleichen Projektentwickler auf. Außerdem bestand die Friedrichstadt als durch die Gründerzeit überformter Stadtteil - im Gegensatz zum Neumarkt - kaum aus einer derart wertvollen vorgründerzeitlichen Bausubstanz. Schön: Sicher. Aber im Grunde Stangenware der Gründerzeit. Ich hoffe hier eher auf hochwertige Neubauten, die Grundelemente der Gründerzeit-Architektur aufnehmen (Blockrand, Gebäudehöhen, Schrägdächer, Gliederung) und der Friedrichstadt dadurch zu einer positiven Entwicklung verhelfen. Die bisherigen Neubauten im Gebiet - da sind wir uns sicher einig - sind leider eher unterdurchschnittlich.

    Wirklich schade, dass man hier an der unbefriedigenden städtebaulichen Situation festhält und den Denkmalschutz vorschiebt. Dabei hat das gesamte Areal soviel Potential. Ohne jetzt die genauen Flächenanforderungen an die Theaterbauten zu kennen, habe ich mal kurz skizziert, wie ich mir das Gebiet nachverdichtet und mit einer Mischnutzung vorstellen würde.

    rot = Wohnnutzung mit Gewerbe im Erdgeschoss zur Bespielung des Platzes hinter dem Marstall

    grün = Theaterneubauten - je nach Flächenbedarf wären hier die Kubaturen in ihrer Größe und Durchlässigkeit in Richtung Ostre-Allee veränderbar. Wobei gerade die fehlende Durchlässigkeit des aktuellen Gebäudes für mich eine enorme Schwäche darstellt. Auch der Innenhof sollte in irgendeiner Form genutzt werden. Als Parkplatz ist der wirklich zu schade.

    gelb = Erweiterung des Landtages zur Fassung des Platzes hinter dem Marstall

    grau = hier wäre auch immer noch Platz für den Neubau des Bistros sowie der WC-Anlage.


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