Beiträge von chemnitz_er

    ... es kann doch ins alte eins-Gebäude Augustusburger Straße gezogen werden. Dann entsteht ein Ämtercampus, was Synergien bringen kann, das Gebäude wird wieder genutzt und das alte Gesundheitsamt kann umgenutzt werden. Vielleicht baut man Wohnungen rein oder endlich ein Hostel in Bestlage... oder Teilabriss und Vergrößerung des Platzes an der Alten Post...

    Für den einen oder anderen vielleicht interessante Randnotiz: Das Pentahotel auf dem Schloßberg, vorher Rennaisance Hotel, heißt neuerdings c|o 56 (care of 56, was wiederum die Hausnr. in der Salzstraße ist) und wird vom Immobilienmanagement direkt betrieben.

    "In Kappel" ist glaube ich nicht richtig, Google Maps zeigt es als Altendorf, an der Grenze zu Schönau, Kappel selbst reicht nur bis zum Kappelbach. Altendorf und Schönau sind gefragt, gute Schulbezirke, gute Infrastruktur... aber ja, 120 höherpreisige Wohnungen sind sportlich. Man sieht an Chopinstraße, Ulmenstraße, Humboldthöhe, wie vergleichsweise lange dann doch derartige Wohnungen inseriert sind.

    Viele interessante Projekte. Nur den Radweg am Chemnitzfluss sähe ich gern nicht an der Eckstraße "zementiert", tatsächlich geht dieser nach der Brücke Lohrstraße ja weiter bis an das VW-Autohaus, dort wiederum könnte/sollte er über die Brache am Fluss bis zu seinem vorhandenen Anschluss über die Müllerstraße und dann zwischen Fluss und Kältespeicher weitergeführt werden. Der aktuelle Zustand ist Flickschusterei.

    Danke für den Link. Herr Stötzer hat immer wieder tolle Gründe für alles. Zwei ganze Läden im eins-Gebäude, da bin ich gespannt. Und mal sehen, ob ins Hotel Gastro einzieht, die auch von extern nutzbar ist. Dass sich die Stadt gefühlt vergrößert, stimmt, meines Wissens wurde aber eben gerade nichts unternommen, um die irrwitzig breite Barriere Bahnhofstraße an dieser Stelle schmaler oder "bewältigbarer" zu machen. Wir werden sehen.

    Auch, wenn es hier etwas in einen Chat ausartet: Eine kleinteilige ein- bis dreitägige Veranstaltung passt gut "ins Zentrum", weit über 10.000 Mann vor eine Bühne oder zwei- oder dreiwöchige Oktober- oder Frühlingsfeste passen eher nicht so gut. Geparkt werden kann allgemein gern weniger und dann wie andernorts üblich in Parkhäusern und Tiefgaragen, gern auch mit 10 Min. Fußweg. Im Veranstaltungsbereich hat Chemnitz schon immer das Problem, dass es überdacht nicht ausreichend vielfältige Möglichkeiten gibt und (auch) deswegen für manche Sachen (z.B. große Konzerte) nicht (mehr) in Frage kommt. Wo wir Konzerte wie Roland Kaiser (12.000) oder das Kosmos Chemnitz (je nach Quelle 50.000 +/-) stattfinden lassen, interessiert mich nach wie vor. Ich persönlich habe Interesse daran, solche Dinge in C zu haben, auch und gerade wegen 2025. Leider wurde für unser Stadion ein Wohngebiet gewählt (war dort überhaupt schonmal was außen Fußball?) und das Sportforum (Bon Jovi '95!) verfallen lassen. Eine Festwiese wie in Leipzig (Stones '95 vor 85.000 Leuten) oder ein Elbufer, ein Rudolf-Harbig-Stadion und hundert andere kleine und große Locations mit guter Infrastruktur und Platz für 10 bis weit über 50.000 Besucher wie in DD, Leipzig und sovielen anderen Städten hamwer nicht. Also?!


    Es ist für mich aber völlig in Ordnung, dass wir unterschiedlicher Meinung sind, dieses "unnütz, braucht keiner, kann weg, weil nicht dauergenutzt" usw. kann ich aber nicht unkommentiert lassen. Zumal das, wie ich - bisher unwidersprochen - schrieb, auch auf viele andere Orte zutrifft.

    Ich will da jetzt nicht dagegen anschrei(b)en, dass ich es anders sehe, wurde sicher klar. Nur zu meinem Verständnis: Rummel, Roland, Oktober- und Frühlingsfest usw. usf. lassen wir dann komplett weg (weil wir es eh doof und niveaulos finden), lassen es in andere Orte abwandern oder verlegen es auf's freie Feld mit wahrscheinlich höheren Kosten und weitaus ungeeigneterer Infrastruktur plus danach platten Wiesen und Feldern?


    Und das mit der zu geringen Nutzung verstehe ich immer noch nicht. Wenn es danach geht, müsste die halbe Hochkultur aber auch das Eisstadion (nur im Winter!), Freibäder (nur im Sommer!) schließen. Nochmal: Der Ort ist nicht "nicht oder wenig genutzt", er ist nur eben nicht durchgängig genutzt aber das haben so Plätze (und viele andere Orte, wie geschrieben) nunmal an sich. Und wenn es um den sensiblen Umgang mit geschichtsträchtigen Orten in Chemnitz geht, haben wir noch viele Jahrzehnte zu tun, ohne den letzten verbleibenden Platz für Großveranstaltungen dieser Art hochwertiger als Parkerweiterung zu gestalten.

    Arnold, sorry aber du verwendest das Wort Brache. Eine Brache ist eine ungenutzte oder in der Landwirschaft (aktuell) unbewirtschaftete Fläche. Das ist der Hartmannplatz beides eben gerade nicht. In Normaljahren hat er sicher eine zweistellige Anzahl Nutzungen, schon einzelne aber erst recht die Summe der Veranstaltungen mit mehr Besuchern als manche Museen oder die Oper.


    Also auch, wenn du nicht darauf eingehen willst... was ist für dich eine "Brache"?

    Ich sehe das Argument nicht. Ich bin großer Fan von Verdichtung und innerstädtischen Festen in den Straßenzügen aber a) gibt es zahlreiche Städte mit innerstädtischen (Fest-/Veranstaltungs-)Plätzen und b) wäre es eher ein Argument dafür, als dagegen, wenn es ein Alleinstellungsmerkmal ist und es sind einfach andere "Anwendungen" als für ein Straßenfest. Und nein, ich persönlich brauche weder Rummel, noch Hexenfeuer oder Roland Kaiser. Gerade für vergleichsweise laute und mehrtägige Veranstaltungen ist es aber doch klasse, dass wir soetwas haben. Da empfinde ich andere Brach- und Quasibrachflächen (Uferpark, Uferstrand, Falkeplatz, Waisenstraße, hinter Parteisäge, Streifen an der Theater- zwischen Brückenstraße und Sporthochhaus,... ,...) als deutlich überflüssiger. Natürlich sollte man aber den Festplatz herausputzen und weiter für noch mehr Anwendungszwecke ertüchtigen und nicht nur einfach so lassen.

    Was ist so schwer daran zu verstehen, dass die vorhandene Hartmann-Sporthalle standortentscheidend war. Chemnitz spart damit ca. 4-5 Mio. € ein.
    Der überbaute Teil des Hartmannplatzes diente außerdem zumeist als Parkplatz.

    Kauz komm mal aus dem Wald!

    Mir gefällt dein Diskussionsstil nicht übermäßig, trotzdem versuche ich mich nochmal an einer Antwort: Der Uferpark ist zu Fuß über Schloß- und Fabrikstraße vier (!) Minuten vom Haupteingang der Hartmannhalle entfernt. Vier. Außerdem ist er zwei Minuten von der Sporthalle am Schloßteich, zwei Minuten vom Schloßteich (Sport draußen), eine Minute vom BSZ für Technik und drei vom neuen F&U-Campus (Synergien - Pausenversorgung, Hausmeister,...) entfernt.


    Um bei deiner Sprache zu bleiben: Was ist daran nicht zu verstehen, dass eine Schule direkt neben dem/fast auf dem zentralen und eigentlich einzigen verbleibenden großen (Fest)Platz nicht die beste Idee ist, besonders auch mit Blick auf die Kulturhauptstadt, bei der man so einen Platz evtl. besonders gebrauchen könnte?

    Zur verbleibenden Größe des Hartmannplatzes: Die großen Feste werden es auf dem Hartmannplatz schwer haben, sie starten in der Regel mittags oder am zeitigen Nachmittag. Dass die Schule es gut findet, im 30-Sekundentakt über Lautsprecher zu hören "WER WILL NOCHMAL, WER HAT NOCH NICHT, GO, GO, GOOOOOO, NÄCHSTE RUNDE RING, RING, RING" bezweifle ich etwas. Und große Konzerte und Festivals werden häufig mindestens ab vormittags, meist mehrtägig aufgebaut. [Vielleicht wäre die Schule im Uferpark mindestens genauso gut aufgehoben gewesen.]


    An der Markthalle hat mich neulich irritiert, dass das nicht mehr nur kein verkehrsberuhigter Bereich mehr ist (wohl schon seit vielen Jahren), sondern dass man wohl durchweg 50 (30?) fahren darf, also auch in dem fußgängerzonenartigen Bereich am Seeberplatz. Das empfinde ich als befremdlich und gefährlich und sehe auch keinerlei Grund.

    ... wenn jemand plant, es ähnlich zu "gestalten", wie den Abschnitt StraNa zwischen Bahnhofstr. und Johannisplatz/Roter Turm, dann finde ich das schrecklich. Spur, Spur, Spur, Poller, hoch, runter, Straßenbahn, Taxi, Lieferverkehr, tausend Materialien, keine wirkliche Barrierefreiheit, Parallelität, statt Miteinander... . Das schafft auch keine Übergänge, sondern ist hässlich und unfunktional.

    Doch, doch, leider ist er das. Das Gras wird mal geschnitten und hier und da wachsen Blumen aber die Wege sind in schlechtem Zustand, die Müllbehälter werden zu wenig geleert, Bänke und sonstige Möblierung sind von Verfall und Vanadlismus gezeichnet und ebenso, wie bei den drei anderen großen Stadtgrünflächen in dem Viertel, fehlt jegliche Spielmöglichkeit für Kinder. Schon der letzte Punkt einzeln betrachtet, ist ein Armutszeugnis.

    Der Busbahnhof ist (vorerst?) gekippt.


    Ich hole nochmal meine (wahnwitzige) Idee hervor, dass er wenn er verlegt wird, das bisherige Parkhaus direkt am Bahnhof ersetzen und in Form eines geschlossenen Busterminals (wie in Leipzig und anderen modernen Städten) daherkommen sollte, siehe auch: Verkehrsprojekte. Ja, dafür muss man abreißen. Ja, es wird noch mehr kosten aber man hätte Chancen gegen die (auch unser weiteres Stadtbild prägende) "Schmuddeligkeit", die offenbar keiner gewillt ist, in den Griff zu bekommen und es hätte neben der Lage viele Vorteile. Zwei Parketagen und ein überdachter Übergang in den Bahnhof könnten ebenso integriert werden, wie die wenigen Bestandsgebäude auf dieser Fläche. Da kommen dann ein Hostel und "reisenahe" Dienstleistungen und Händler rein. Ich sage euch... toll wäre das.


    (Zum jetzigen Standort: Da darf er notfalls auch - erstmal - bleiben, der Abstand zur Bib ist größer, als gedacht. Für Uni-Gebäude finden sich auch innerstädtisch und in der Nähe noch Möglichkeiten. Selbst den Schillerplatz halte ich nicht für die heilige Kuh. Dort eine Randbebauung auf ganzer Länge an StraNa, Georg- oder K.-L.-Str. könnte mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen und 10% weniger Schmuddelpark tun niemandem weh. Auch, wenn das erfahrungsgemäß ganz grundlegend anders gesehen wird.)


    Die (weite) Trennung Regio- und Fernbus, halte ich - offen gesprochen - für eine ziemlich dumme Idee. Da benötigt man dann vom Bus aus Berlin zum Bus nach Oederan wirklich lange und hat ggf. noch große Koffer, ein Fahrrad und Kinder dabei.


    Dazu passt dann noch abschließend: Vergangene Woche war mal wieder der Fahrstuhl des Tunnels zum Sonnenberg mehrere Tage defekt. Allein in den 3 Minuten, die ich es gesehen habe, verzweifelten an der sehr steilen Treppe zwei Hände voll Rollatoromas, Kinderwagenmamas, Fahrradkinder, ... . Rollstuhlfahrer kam gerade keiner, der hätte ganz verloren gehabt, die Bazillenröhe ist aktuell geschlossen. Aus meiner Sicht ist das ein Skandal mit Ansage. Auch der Rest dort erschließt sich mir nicht - ewig lange Holzbänke (für wen an der Stelle, außer zwielichtige Gestalten?), dysfunktionale Fahrradständer, nach Vandalismus und Dreck schreiende Oberflächen... . Beim Projekttag in einer Grundschule wäre etwas schöneres und den Anforderungen besser gewachsenes herausgekommen.

    Meine Rede. Es ist ein Armutszeugnis und gerade mit Blick auf die - neutral formuliert - nicht geschlossen hinter der Kulturhauptstadt stehende Chemnitzer Bevölkerung ziemlich fatal. Infrastrukturell drängt sich das dort auf. Wäre es nicht da, müsste man es an ziemlich genau dieser Stelle fast erdenken. Aber wie geschrieben: Die Stadt hat den überteuerten und in einiger Hinsicht "schlechteren" Stausee und dabei soll es wohl auch bleiben.

    Ich habe eine Weile in der Ecke gewohnt. Es plättet mich, was da gerade passiert inklusive Lückenschluss an der stark (wenn auch langsam) befahrenen Zietenstraße in dieser Ecke. Wahnsinn. Verlangen denn HRE und Hildebrand ähnliche Preise wie sonst in Chemnitz? Wer kauft/mietet das da alles?

    Tag24 schreibt heute auch über die Unterführung, beleuchtet das Thema aber anders: https://www.tag24.de/chemnitz/…der-unterfuehrung-1821717


    Kritisiert wird das Fehlen von Rampen. Ich könnte noch einiges ergänzen. Allgemein empfinde ich den Tunnel funktional wie gestalterisch als unterdurchschnittlich. Er sieht (immernoch) aus, wie ein nicht für die Öffentlichkeit bestimmter Versorgungstrakt oder maximal wie ein mit Minimalanspruch und Minimalfinanzen aufgehübschter Berliner U-Bahn-Zugang. Die Treppe im Inneren oben im Bild hätte - mindestens hälftig - recht problemlos als Rampe ausgeführt werden können. Ich kann nicht verstehen, warum gerade in unserer überalterten Stadt und nebenbei mit den Ambitionen als Fahrradstadt nicht barriereärmer gebaut wird. Da gibt es ja 1.001 Beispiel. Der Tunnel zementiert auf subtile Weise auch den Anspruch unseres Bahnhofs als reiner Regionalbahnhof, sonst wäre jemandem aufgefallen, dass in Fernzügen sehr viele Menschen mit großen Rollkoffern unterwegs sind. Das betrifft ja auch den (falsch) geplanten Fernbusbahnhof am anderen Ende des Tunnels. Der kleine, stinkige Fahrstuhl ist da dann wirklich das Nadelöhr und für den vergleichsweise geringen Höhenunterschied auch einfach unnötig.