Leipziger Kaffeeklatsch

  • Das ist, mit Verlaub, wieder mal Schwachsinn. Das Strafrecht ist da doch recht eindeutig. Genauso wie die ständigen Versuche, mir die Verharmlosung rechter Gewalt zu unterstellen. Natürlich finde ich es inakzeptabel, wenn Menschen nur weil sie anders aussehen oder sprechen um ihre Unversertheit bangen müssen. Es will nur nicht in meinen Kopf, warum man bei Linksradikalen immer so tut, als seien das doch eigentlich harmlose Spielereien und Menschen seien nicht das Ziel der Aggressionen. Hier kann es doch kein entweder oder geben.

  • Einige hier scheinen wohl richtig geil drauf zu sein, dass irgendwann mal ein Polizist von einem Pflasterstein tödlich getroffen wird :nono: . Dann kommen wahrscheinlich wieder Kommentare wie, "aber die Rechten töten viel mehr Menschen". Kampf gegen Rechts ist richtig und wichtig, aber man muss sich auch mal im Klaren darüber sein, dass man hier auch zu großen Teilen einen extrem gewaltbereiten schwarzen Block pebbelt und mitunterstützt, ja ihn geradezu ermutigt noch ein paar Schritte weiterzugehen, indem man immer nur beschwichtigt. In Griechenland war man vor ein paar Jahren zutiefst erschrocken als linke Demonstranten eine Bank angezündet haben, und leider 3 Bankangestellte bei lebendigem Leib verbrannt sind – darunter eine schwangere Frau. Ebenfalls in Griechenland wurden auch auf offener Straße vermeintliche Mitglieder rechtsradikaler Gruppen von linken Antifaschisten erschossen. Vermutlich muss es bei uns einfach auch so weit kommen das manch einem mal die Augen aufgehen. Nicht zu vergessen ist das gerade der schwarze Block heute vielleicht noch Nazis, oder das was er als Nazis bezeichnet jagt, es morgen dann aber vielleicht auch auf Besserverdiener oder dergleichen abgesehen hat. Man sollte sich im Klaren sein das man selbst schneller in den Fokus radikaler Linker kommen kann als man denkt. Da reicht vielleicht in ein paar Jahren schon eine Eigentumswohnung im falschen Viertel, oder ein eigenes Auto zu besitzen.

  • ^ stimmt! Brennende Gebäude kennt man in rechtsextremen Kreisen eher nicht. Jetzt wirds langsam albern! Ich empfehle zur Diskussion das googlen "(todes-) Opfer rechter Gewalt" seit 1990. Viel Spaß beim Listen checken - das dauert!


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    Angriffe auf Journalisten? Darüber lacht der Föhrer (heute nach seiner Verurteilung wegen Volksverhetzung).


    Bei diesem Bild wird es nochmal schwer die (nur) Dresdner Schwärmerei für diese schwachsinnige Person zu definieren. Keine Worte! Aber vielleicht wird es uns gleich durch das Kontextualieren mit Linksextremismus in Leipzig erklärt. Oder gar mit der "'68 Generation" in Westdeutschland. Endlich spricht es mal jemand an, die unhaltbaren Zustände. Ich weiß ja gar nicht, ob ich die Matthäuspassion nächste Weihnachten in einer Moschee hören muss....

    Einmal editiert, zuletzt von hedges (5. Mai 2016 um 03:25)

  • ^Echt, weil Rechte Gebäude anzünden sollen das jetzt Linke auch dürfen? Dachte eigentlich Linke und Antifaschisten heben sich von den Rechten dadurch ab das sie eben nicht nach dem Motto "Auge um Auge" leben. Nur weil die einen Mist bauen macht es anderen Mist nicht besser. Eine moralische Überlegenheit drückt sich eben auch an der Wahl der Mittel aus. Bei Brandstiftung und Beschädigung fremden Eigentums Unbeteiligter kann ich weder eine moralische Überlegenheit, noch einen Sinn im Kampf gegen Rechts erkennen.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    ^Echt, weil Rechte Gebäude anzünden sollen das jetzt Linke auch dürfen?

    Gerne nehme ich jeden einen Hinweis bezüglich dieser Aussage in meinen Beträgen entgegen. Keine Ahnung wann welches Mitglied das behauptet. Aber irgendwie geht es ja um das "Missverständnis" seit einigen Seiten dieses Threads.......

  • Eine interessante Reportage über sächsische Zustände, Fremdenfeindlichkeit, Politikverdrossenheit und einem aus meiner Sicht paradoxen Demokratieverständnis gibt es in der ZDF-Mediathek. Ich denke, der Film kommt ganz ohne Sachsen-Bashing aus, weshalb Verweise, woanders würden auch Asylheime brennen und wieso dann immer nur von Sachsen berichtet werde, wir uns hier sparen können.

    Bezeichnend für mich das Gespräch ab Minute 20:00 zwischen der Dresdner Multikulti-Band Banda Internationale und einer sicher nicht unsympathischen Plauener Bürgerin. Sie hat noch keine persönlichen Konflikte mit Ausländern gehabt, aber was sie so höre - Vergewaltigungen, Missbrauch, Einbrüche - mache sie schon nachdenklich. Ob man dies allen Flüchtlingen zuschreiben könne, sei mal dahingestellt, aber die Kriminalität spräche für sich.

    Laut, rechts, sächsisch


    Da die Flüchtlingszahlen in Sachsen stark rückläufig sind, werden bis Ende Juni 14 der 35 Erstaufnahmeeinrichtungen im Freistaat geschlossen. Die Schließungen finden fast alle im ländlichen Bereich statt, so dass man dort bald wieder ungestört unter seinesgleichen wohnt.

  • Kulka ist an Ambivalenz wirklich kaum zu übetreffen. Beteiligt sich federführend am Wiederaufbau von Schlössern in Potsdam und Dresden aber motzt bei jeder Gelegenheit gegen "Barocke Kringel" und dem Bedürfnis nach zu viel Schönheit. Dafür hat er die Stadt ja auch mit seinem tollen Wohnhaus beglückt. Das wäre in Leipzig sicherlich auf genauso viel Gegenliebe gestoßen wie in Dresden.

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    Wahrscheinlich kann er es sich selber dadurch erklären das er das Potsdamer Schloss als ebensolche Ambivalenz gestaltet hat, nämlichen Außen Hui und innen Pfui.:lach:

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    Die Bild legt aber heute nochmal nach.

    So recht verstehen konnte ich noch nie, warum sich erwachsene Menschen mit derartige Rankings befassen. Die Dresdner Neusten Nachrichten (DNN) scheinen sich jetzt verstärkt diesem Thema zu widmen. Den in BILD erwähnten Beitrag der DNN fand man immerhin auf der Titelseite und ausführlichst im Regionalteil. Wenigstens gab es den Hinweis, dass geänderte Rahmenbedingungen die Situation verändern können.

    Nicht ganz so ernst scheint man das Battle in Sachsen-Anhalt zu nehmen. Mal sehen, wie DORT das Umfrageergebnis aussehen wird.

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    Dekoratives Anführungszeichen

    Da die Flüchtlingszahlen in Sachsen stark rückläufig sind, werden bis Ende Juni 14 der 35 Erstaufnahmeeinrichtungen im Freistaat geschlossen. Die Schließungen finden fast alle im ländlichen Bereich statt, so dass man dort bald wieder ungestört unter seinesgleichen wohnt.

    Die Flüchtlinge lösen sich nicht in Luft auf. Erstaufnahmeeinrichtungen sind immer nur Provisorien gewesen, von Anfang an. Man kann von Glück reden, dass die Menschen aus diesen Lagern nun endlich in Wohnungen verteilt werden (durchaus auch im "ländlichen Raum"), da durch einen Rückgang der Anträge bzw. der Zuwanderung die Ämter endlich mit der Bearbeitung vorankommen. Neben all der Bissigkeit deinerseits freut mich das für die Menschen, die teils monatelang in Turnhallen hausen mussten.

  • Führungen zu Leipziger Baudenkmalen

    Die Leipziger Denkmalstiftung bietet auch in diesem Jahr wieder viele interessante Führungen zu unseren schönen Baudenkmalen an, siehe hier.

    Zum Beispiel am kommenden Samstag, 21. Mai 2016, im Rahmen des bundesweiten "Tag der Städtebauförderung": 18 Uhr vor dem Capa-Haus, Luppenstraße 28/Geschäftstelle Leipziger Denkmalstiftung, zum Thema: "Der Leipziger Westen im städtebaulichen Wandel". Es geht über Kuhturmstraße, Lindenauer Markt, Goetz-Haus, Josephstraße, Stadtteilladen Leipziger Westen, Jahrtausendfeld, VDI-Garage, Stadtteilpark Plagwitz, Grüne Gleisfinger und Bürgerbahnhof Plagwitz, wo die Führung ca. 20 Uhr endet. Experten sind Heiko Müller vom Stadtumbaumanagement Leipziger Westen und Dave Tarassow und Toralf Zinner von der Leipziger Denkmalstiftung.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Das wäre in Leipzig sicherlich auf genauso viel Gegenliebe gestoßen wie in Dresden.

    Das glaube ich eher nicht. Das hat weniger damit zu tun, dass es in Leipzig einen besseren Sinn für moderne Architektur gibt. Sondern eher damit, dass solche Dinge in Leipzig einfach anders behandelt werden als in Dresden, bzw. es hier einfach wenig Interesse hervorruft. Anders, who cares? Und statt dem von mir geschätzten Kulka dann Ambivalenz vorzuwerfen, sollte man sicher vielleicht eher mit ihm befassen. Ist seine Kritik nicht am "Barock" festzumachen, sondern an einer speziellen Dresdner Eigenschaft welche heute auch durch diverse andere "Bewegungen" deutlich wird. Wunderbar beschrieben von Jan Bachmann in der FAZ.

    Da will man ein "Abendland retten" in welchem rund 80% der Bevölkerung konfessionslos sind. Da will man "irgendeine Metropole" sein, ohne Begleiterscheinungen einer Großstadt integrieren zu wollen. Und da will man eine "Stadterneuerung" mit den alten vor 70 Jahren zerstörten Fassaden. Da gibt es selten eine Reflektion mit dem Anderen. Da wird eben immer wieder von "schönste Stadt der Welt" philosophiert, ohne die Welt wirklich zu kennen bzw. diese ernst zu nehmen. Das ist dann eine asymmetrische Realität, welche durch die Vergangenheit und das Verlorene am Ende des Zweiten Weltkriegs definiert wird.

    Wenn sich die Dresdner einmal auf ihre wirklich gute Realität einer Kunst-/Kulturstadt im europäischen Mittelfeld anfreunden würden, könnte dort vielleicht auch einmal Ruhe einkehren. Die Leipziger legen ihre Verkrampftheit im Kontext mit der Vergangenheit langsam ab. Weil man bei diesem Hype auch langsam über den Dingen stehen kann und mit derer Begleiterscheinungen für die Zukunft planen muss. Die Dresdner sollten das, nach dem schlimmen und sich lange auswirkenden Gewitter namens "PEGIDA", auch schleunigst machen.

    Da braucht es auch keine sinnlosen Vergleiche, wie viele Millionäre, Koalas in der Stadt leben oder in welcher Liga ein Fußballverein spielt. Da geht es um eine Besinnung auf das Hier und Jetzt.

    2 Mal editiert, zuletzt von hedges (24. Mai 2016 um 15:44)

  • Dekoratives Anführungszeichen
    Zitat von hedges

    Da will man ein "Abendland retten" in welchem rund 80% der Bevölkerung konfessionslos sind...

    …, gegen Muslime, die statistisch weniger als 1 Prozent der sächs. Bevölkerung ausmachen. Da wollen die sächs. Abendlandretter Ausländern vorschreiben, wie sie sich gefälligst zu benehmen haben, wenn sie schon ausgerechnet nach Sachsen kommen müssen, aber gleichzeitig ist es natürlich kein Problem, im Ausland mit Reichskriegsflagge und Hitlergruß zu posieren und randalierend durch Städte zu ziehen. Man kann sich ausmalen, was hier losgeht, wenn jetzt zum Ramadan ein paar durchgeknallte IS-Symphatisanten mit Fahne und geballten Fäusten auf dem Dresdner Neumarkt posieren würden.

    Sächsische Hooligans posieren mit Reichskriegsflagge

    Aber Gottseidank stößt die Sachsen-CDU gerade mal wieder eine Patriotismusdebatte an. Endlich wieder positive Nachrichten aus Sachsen. (Ironie/OFF)

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    ät Cowboy - wie wäre es mal nicht immer mal wieder hier und da "die sächsischen" und "die Sachsen" etc. zu schreiben? Wer sagt, dass diese Leute bei Pegida oder der AfD mitlaufen/zustimmen? Solche Freaks sind mit Sicherheit klassische NPD-Stammwähler und denen ist vermutlich selbst Pegida noch zu harmlos.
    Es ist wirklich anstrengend, wie immer wieder von dir pauschaliserend direkt oder indirekt Sachsen als ganzes angesprochen wird, obwohl der Großteil zum Glück weder dem IS noch der NPD/Pegida oder Antifa hinterher rennt.
    Trotzdem reichen auf allen drei Seiten 1% aus, um ein ganzes Land auf Trab zu halten, wenn es zu so unschönen Ereignissen wie am 12.12. in Leipzig kommt oder zu Anschlägen wie in Paris, Brüssel und Co. oder zu Mordserien wie des NSU. Dabei ist es vollkommen irrelevant, vom wem die Gewalt ausgeht!

    Dass auch Pegida-Anhänger angegriffen und verletzt werden, ist natürlich weniger schlimm, als wenn Gegendemonstranten, Kameramänner/frauen oder Migranten angegriffen werden, weil Pegida-Anhänger sind alles Arschlöcher, gell?
    Mag sein, dass es Arschlöcher sind, rechtfertigt keine Gewalt. Wird aber gern hier verschwiegen.

    Und dass in der Eisenbahnstraße drei Tage am Stück ausschliesslich Personen mit Migrationshintergrund die Polizei einmal sogar mit einem Großaufgebot gefordert haben, wird ebenso mit keinem Wort erwähnt, während bei jeder Kleinigkeit von Pegida Beißreflexe ausgehen, obwohl Pegida in DRESDEN agiert, ergo es dem Unterforum >>>Leipziger<<< Kaffeklatsch vollkommen boogie sein könnte.

    Eins
    Zwei
    Drei


    DIE ZEIT zur Eisenbahnstraße im Februar

    Einseitigkeit ist irgendwie uncool und ich gehe mal von aus, dass ich darauf wieder keinen sachlichen, sondern einen doofen oder abwertenden Kommentar bekomme. Falls ja, hast du mein Posting nicht verstanden und willst es auch nicht verstehen, weil wir schon lange ein angespanntes Verhältnis haben.
    Dann sei dem so und ist mir mittlerweile völlig egal.

    Ich wiederhole die Kernaussage nochmal "kurz zusammengefast", wie es Spiegel-online bei seinen Artikeln neuerdings auch tut:
    Gewalt ist doof. Dabei ist es vollkommen irrelevant, vom wem die Gewalt ausgeht! Es gibt keine gute oder schlechte Gewalt, nur weil sie von Antifa, Flüchtling, Rechtsradikalem oder "neutralem" Bürger ausgeübt wird.

  • Vielleicht organisiert mal jemand eine Free Palestine, Graue Wölfe oder PKK Soli Demo um Dresden etwas an die bundesdeutsche Wirklichkeit ranzuführen? Ansonsten wird man das derzeitige Image wahrscheinlich nicht mehr los.