Leipziger Kaffeeklatsch

  • Leipziger Kaffeeklatsch

    Der Kaffeeklatsch ist tot, es lebe der Kaffeeklatsch.


    In diesem Sinne gibt es nun auch für das Leipzig-Forum ein eigenes Café, worin über übergreifende und nicht auf konkrete Bauvorhaben bezogene Themen dikutiert werden darf - nicht nur hier im Kaffeeklatsch-Strang, sondern der Übersicht halber gern in eigens dafür gewählte Themensträngen. Der alte Kaffeeklatsch-Strang wurde schnell unübersichtlich. Achtet aber auch im Cafè Mephisto bitte darauf, dass nicht jedes Thema einen eigenen Thread rechtfertigt.

  • Danke Cowboy für diese Strukturierung und vor allem den schönen Namen: "Café Mephisto" klingt doch viel eleganter und spannender als "Citylounge" o.ä.


    =)

  • Tag der Architektur und Architektursommer

    LVZ-Online, 11.05.2010, 15:32 Uhr
    http://nachrichten.lvz-online.…n/r-citynews-a-30277.html


    Citynews
    Architektonischer Brückenschlag: Leipzig kann sich in diesem Jahr auf mehrere hochkarätige Veranstaltungen freuen
    Martin Pelzl


    Mit dem Tag der Architektur Ende Juni sowie dem aller zwei Jahre ausgelobten Architektursommer stehen 2010 in Leipzig gleich zwei Höhepunkte an. Olaf Doehler, Geschäftsführer der Architektenkammer Sachsen, verriet auf dem LVZ-Stadtsofa bereits einige Details. ...


    „Mit dem fünfmonatigen Architektursommer wird praktisch ein Bogen vom so genannten ,Anbaden’ am 15. Mai über den deutschlandweiten Tag der Architektur und den Tag des offenen Denkmals bis zum ,Abbaden’ am 15. Oktober gespannt“, blickt Doehler voraus. Es werde in Leipzig und dem Umland Vorträge, Ausstellungen, Lesungen, Filme, Workshops und Exkursionen geben.

  • Renaissance: Großstädte wachsen gegen den Trend

    ReYaCa 11.05.10:
    Renaissance: Großstädte wachsen gegen den Trend
    http://www.reyaca.de/blog/2010…-wachsen-gegen-den-trend/


    Städte werden jünger, akademischer und weiblicher
    ...
    Gegen den gesamtdeutschen Trend wächst auch die Gruppe der 25- bis 30jährigen Stadtbewohner. In dieser Altersgruppe legen besonders Dresden, Leipzig und München zu. Auffällig ist der extreme Zuwachs (40 Prozent) von 25- bis 30jährigen Frauen in diesen drei Städten.

  • Architekturstadtplan Leipzig ist erschienen

    LVZ-Online, 12.05.2010, 16:16 Uhr
    CITYNEWS
    Neuer Stadtplan nimmt Leipziger Gründerzeit-Gebäude in den Fokus
    http://nachrichten.lvz-online.…s/r-citynews-a-30455.html


    Heute wurde von der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH (LTM) der neue Architekturstadtplan für die Jahre zwischen 1871 und 1918 vorgestellt, in dem 82 der über 10.000 eingetragenen Kulturdenkmäler aus der Gründerzeit näher beschrieben werden.. Der im Passage-Verlag erscheinende Plan umfasst dabei innenstädtische Messepaläste wie Specks Hof und die Mädler-Passage genauso wie Plagwitzer Industriebauten und Verlagsgebäude im Leipziger Osten.


    Baubürgermeister Martin zur Nedden: „Er lädt Leipziger und Touristen ein, sich abseits der ausgetretenen Pfade zu bewegen. “ Das lohne sich, denn die Viertel haben unterschiedliche Charaktere: „Vom bürgerlichen Wohnungsbau rund um die Waldstraße über die Arbeiterunterkünfte im Osten bis hin zur Industriearchitektur in Plagwitz“.



    Damit liegt Leipzig mal wieder fast im Trend :D . Um richtig hip zu sein, hätten es nur noch ein paar andere Gründerzeitler sein dürfen, etwa die Trikotagenfabrik an der Lützner Str., die Globuswerke an der Limburger Str. oder die Antonienstraße 46, wie ein Artikel dieser Tage in der Mitteldeutschen Zeitung zeigt:


    http://www.mz-web.de/servlet/C…Artikel&aid=1269291696119


    Urban Explorer
    In die Abgründe der Abrissviertel
    erstellt 07.05.10, 17:30h, aktualisiert 07.05.10, 18:35h


    HALLE/MZ. Städtereisen zu den großen Sehenswürdigkeiten aus den Reiseführern waren gestern, der moderne Städteurlauber ist ein Entdecker und Abenteurer. "Urban Explorer", zu gut deutsch soviel wie Stadtentdecker, nennen sich die Anhänger einer noch recht jungen Bewegung.


    Die im Artikel genannten Websites:


    http://www.nickoftime.eu/
    http://www.urban-travel.org
    http://www.vimudeap.de/

  • Statistischer Quartalsbericht 1/2010

    Der neue statistische Quartalsbericht 1/2010 ist erschienen und kann unter http://www.leipzig.de/imperia/…k-und-wahlen/lz_qb101.pdf heruntergeladen werden. Eine Kurzzusammenfassung in der


    LVZ-Online, 17.05.2010, 14:49 Uhr
    Statistischer Quartalsbericht: Einwohnerzahl steigt - Taxifahrten im Städtevergleich günstig
    mro
    http://nachrichten.lvz-online.…g/r-citynews-a-31036.html

  • Google Earth

    Die meisten von euch werden es bereits bemerkt haben aber ich dachte ich melde es trotzdem... Bei Google Earth hat man jetzt die Möglichkeit eine Luftansicht von 1943 über die Zeitleite (kleien Uhr oben Mitte) anzusehen.
    Viel Spaß!

  • Umbenennung CLARA-ZETKIN-PARK


    Ein Leipziger Bürger schlägt vor, den Clara-Zetkin-Park wieder seine historischen Namen zurückzugeben. Darauf stößt man auf sehr großes Interesse bei den LVZ-Kommentaren >> http://nachrichten.lvz-online.…g/r-topthema-a-32490.html


    und auf Bild.de >> http://www.bild.de/BILD/region…enung-in-albert-park.html


    Dazu wurde auf Facebook auch eine schöne Seite eingerichet >> http://www.facebook.com/group.php?gid=117145128326896


    Bei den Höfen am Brühl kam man wohl nicht auf diese Idee?

  • [
    Ein Leipziger Bürger schlägt vor, den Clara-Zetkin-Park wieder seine historischen Namen zurückzugeben. Darauf stößt man auf sehr großes Interesse bei den LVZ-Kommentaren >>


    :lach: Ein Leipziger Bürger, soso. Du kennst ihn nicht zufällig? :D Mir kam da so eine Idee beim LVZ-Leser_innenkommentar Nr. 39.


    Meine Meinung dazu: Absoluter Humbug! Für eine ausführliche Begründung meiner Ablehnung habe ich im Moment weder Zeit noch Lust, zumal ich nicht einmal die Gründe kenne, die angeblich für eine solche Umbenennung sprechen sollten.

  • Auch mir erschliessen sich weder Beweggründe noch Sinnhaftigkeit einer solchen Umbennung. Dass ebenso eine Namensänderung der Anton-Bruckner-Allee als mögliche Kompensation vorgeschlagen wurde, verleiht der Petition beinahe groteske Züge.


    Nichtsdestotrotz habe ich durchaus Respekt vor diesem ominösen (jugendlichen? ;)) Leipziger Bürger, der sich für die Geschichte seiner Stadt zu interessieren scheint und dafür auch bereit ist sich einzubringen.

  • :
    Meine Meinung dazu: Absoluter Humbug!


    Wieso ist Humbug sein soll, den Namen der Altstalinistin und glühendenden Lenin- und Stalin-Verehrerin, deren Ziel ein Sowjetdeutschland war, so ihre eigenen Worte als Alterspräsidentin des Reichstages, endlich zu streichen, erschliesst sich mir nicht.
    Sicher wird es Proteste bei Linken oder solchen Leuten geben, die Zetkin immer noch ausschließlich für eine "ehrwürdige, alte Damen, die Frauenrechte vertreten hat" halten, aber dem politisch Interessierten sollte klar sein, dass Zetkin eine hasserfüllte Gegnerin der Weimarer Republik war und damit des Staates auf den sich unsere heutige Demokratie beruft.
    Während in den westlichen Bundesländern oder Berlin beckmesserisch die Biografieen von Lettow-Vorbeck oder Goeben "geprüft" werden und selbst eine Mohrenstraße selbsternannten politischen Sittenwächtern ein Dorn im Auge ist, scheinen im Osten Deutschlands teilweise noch Leninstraßen oppurton.

  • ^ Weil diese von der eigenen politischen Einstellung beinflusste verkürzte Wertung der Person ebensowenig gerecht wird, wie Frau Zetkin ausschließlich als Frauenrechtlerin zu betrachten.


    Letztendlich hat der verkürzte Begriff "Clarapark" in den Leipziger Sprachgebrauch Einzug gehalten wie die "Karli" und ist damit selbst bei einer offiziell aufgedrückten Umbenennung nicht mehr auf die Schnelle aus dem Sprachgebrauch zu tilgen. Die Behauptung, in den westlichen Bundesländern würde strenger mit Umbenennungen verfahren als im Osten, ist schlicht falsch. Seit 1990 wurden tausende Straßen und Plätze sowie diverse Städte umbenannt.

  • Die Einschätzung hat einfach mit historischen Fakten zu tun.
    Ihre "Brandrede" im Reichstag in der sie eben jenes Sowjetdeutschland forderte, das 17 Millionen Deutschen Unfreiheit und unserem Volk eine jahrzehnelange Teilung brachte, sprach eine deutliche Sprache.
    Nicht umsonst wurde in Berlin die am Reichstag befindliche Clara-Zetkin-Straße rückbenannt, so wie sicher manch andere Zetkinstraße.
    Doch um die Clara-Zetkin-Straße oder ihr Denkmal in Leipzig geht es ja gar nicht.
    Es ist Ziel des Antrages, die genutzten, aber eigentlich nicht offiziellen Bezeichnungen: Johannapark, Palmengarten, Nonne, Scheibenholzpark und eben Albertpark wieder einzusetzen und den künstlichen und monströsen Überbegriff "Zentraler Kulturpark Clara Zetkin" abzuschaffen.
    (Dessen Diminutiv "Clarapark" ja eigentlich das Pendant zum Johannapark ist!)
    Das sollte eigentlich ohne reflexartige Abwehrhaltungen und hasserfüllten Tiraden von Altkommunisten gehen (siehe LVZ-Forum!).
    Geht es aber leider nicht, da zu viele vergessen haben, dass Leute wie Thälmann, Lenin oder auch Zetkin eben diese Meinungsfreiheit abschaffen wollten, auf die sich ihre Protagonisten heute so gern berufen.


    Und was die Umbenennung in westlichen Bundesländern angeht:
    Mit solchen Maßstäbe, wie bei derzeit bei Lettow-Vorbeck angelegt werden,
    hieße keine Thälmannstraße mehr so.
    In Halle/Saale diskutiert man seit der Wende um eine Straße nach Graf Luckner, dem Retter der Stadt. Leipzig lehnte eine Straße nach dem ersten deutschen Admiral Bromme oder dem Ehrenbürger Münster ab.
    Was soll da ein Zetkinpark?

  • ^ Der Zetkinpark existiert und ist in dieser Form wie ich bereits geschrieben habe im Sprachschatz der Bevölkerung verankert. Wo ist also die Analogie zu neu zu benennenden Straßen?


    In Berlin-Neukölln gibt es übrigens weiterhin eine Karl-Marx-Straße, genauso wie es in Zehlendorf nach SS-Mitgliedern benannte Straßen gibt. Was sollen also deine punktuellen Beispiele? Wieviele Thälmannstraßen von den einst tausenden gibt es denn noch im Osten Deutschlands?


    Dass die DDR eine direkte Folge der Zetkin'schen Brandrede war, glaubst du doch wohl selber nicht. Auf diesem Niveau müssen wir glaube ich nicht diskutieren.

  • 1. Das der Zetkinpark existiert und dadurch im Sprachgebrauch verankert ist, mag ja sein, ist aber kein Grund das zu nicht ändern.
    Die Leninstraße war in Leipzig auch im Sprachgebrauch verankert oder der Friedrich-Engels-Platz. Zweifellos war auch Karl-Marx-Stadt verankert, auch wenn ich es nie gesagt habe. Dieses "Argument" ist also keines.
    Dann könnte man nie etwas rückbenennen.
    2. Die Straßen, die in Zehlendorf nach SS-Mitgliedern benannt wären, hätte ich gern mal aufgezählt. Angesichts der Tatsache, dass in Zehlendorf-Steglitz die Treitschkestraße auf der Abschussliste gewisser Politiker steht, halte ich diese Behauptung bis zum Gegenbeweis für nicht schlüssig.
    3. Laut einer Erhebung (Stiftung Aufarbeitung SED-Diktatur) gibt es noch
    613 Thälmannstraßen und -plätze
    550 Karl-Marx-Str. und -pl.
    596 Karl-Liebknecht- u. R.- Luxemburg-Straßen
    90 Wilhelm-Pieck-Str.
    44 Str. der DSF
    21 Leninstraßen usw.


    und dagegen:
    10 Robert-Havemann-Straßen
    16 Straßen nach Opfern des 17. Juni


    Findest Du das in Ordnung?


    Und die DDR war keine direkte Folge von Zetkins Brandrede. Aber das habe ich auch nicht behauptet. Und das weißt Du auch genau. Nur hat sie mit den ideologischen Boden für eine Diktatur sowjetischer Prägung mit bereitet.
    Und das allein ist nicht ehrenwert im eigentlichen Wortsinn.


    Das König Albert den Park aus seiner Privatschatulle bezahlt und ihn Leipzig geschenkt hat, sollte allein Grund genug sein, seinen Namen im Zusammenhang mit dem Park zu benennen.