Das Präsidium - Neuentwicklung Ex-Polizeipräsidium (geplant)

  • Das wäre in der Tat keine schlechte Lösung für das Areal.


    Soweit ich das im Modell sehe, sind alle drei Hochhäuser auf dem Areal des ehemaligen Polizeipräsidiums. Der kleine Hochbau am nächsten zur Matthäus-Kirche, würde auf der Fläche der abzureißenden Anbauten des PPs stehen. Die Kirche selbst steht auf dem Modell ja auch noch unangetastet daneben, oder?

  • Gefällt mir auch sehr gut! Wenn man noch etwas mehr Leben in die Erdgeschosse bringt und den kleinen Turm auf dem historischen Teil rekonstruiert, könnte hier was ganz grosses entstehen.

  • Richtig, der Standort des kleinen Hochhauses gehört zum PP-Areal, genauer: an der Adresse Friedrich-Ebert-Anlage 13-31. Den Beitrag und die Markierung auf der Projektekarte habe ich korrigiert.


    Noch eine Ergänzung, um noch mal an einer Stelle den Vergleich mit dem anderen spannenden Großprojekt zu dokumentieren: Das PP-Areal ist mit 15.300 Quadratmetern Fläche fast so groß wie das 16.159 Quadratmeter große Areal von FOUR Frankfurt (Deutsche-Bank-Dreieck). Für letzteres sollen Groß & Partner Ende 2015 etwa 300 Mio. Euro bezahlt haben.

  • So in etwa hatte ich das im Kopf, als ich meinte, es könnten auch locker zwei Türme untergebracht werden. Jetzt eventuell sogar drei - Respekt. Über die Optik werden ja noch diverse Wettbewerbe und Rotstifte gehen.


    Den kleinen Turm würde ich dabei allerdings eher alleine stellen und diesen Sockel vermeiden. Der Anbau sieht im aktuellen Zustand schon nicht schön aus und im Grund würde man das mit dem Entwurf wieder aufgreifen. Der Durchgang wirkt da irgendwie etwas unglücklich.

  • Ich verstehe bei diesem Durchgang nicht, und auch bei anderen Projekten, wieso man nicht einen schönen Bogen integriert, anstatt eines Kastens als Durchgang. Ich erwarte ja keinen aufwendigen Stuck, aber ein bisschen Eleganz kann man doch voraussetzen. So viel teurer ist die Umsetzung nun auch nicht.

  • Bei den Dimensionen des Objektes müsste auch die Wiederherstellung des historischen Türmchens auf dem Dach drin sein. Zumal das Gebäude ja unter Denkmalschutz steht.

  • Ist ja nur eine Konzeptstudie, von daher müßig sich über Details zu unterhalten. Aber Anzahl, Dimensionen und Anordnung der Hochhäuser macht durchaus Sinn. Luft nach oben sehe ich vor allem noch beim Umgang mit den Altbauten, vor allem auch betreffs der Laterne. Auch der nördliche Anbau sollte nicht so vereinfacht werden wie in dieser Studie. Er könnte nämlich durchaus was her machen, aufgrund seiner bereits bestehenden Fassaden- und Dachgestaltung die sich recht harmonisch am PP selbst orientiert und sich damit ziemlich gut zwischen PP und Kirche einfügt und angenehm den Blockrand schließt. Natürlich nur wenn er nicht mehr so versifft wäre und in Details etwas aufgewertet würde. Ersatz des Satteldachs durch ein ödes Flachdach gehört aber definitiv nicht dazu. Den Turm könnte man sicherlich auch aus einem Sockel mit richtigem Dach aufsteigen lassen, hat Mäckler ein paar Meter weiter nördlich ja auch ganz gut hinbekommen.

  • Das PP-Areal ist mit 15.300 Quadratmetern Fläche fast so groß wie das 16.159 Quadratmeter große Areal von FOUR Frankfurt (Deutsche-Bank-Dreieck).


    Dann könnte man auf dem PP-Areal ja auch eine ähnlich starke Neubau-Fläche ermöglichen als beim "Four". Immerhin hier (beim PP-Areal) sehe ich eine vergleichbare Baumasse sogar wesentlich verträglicher als beim DB-Dreieck.
    Der ganze Bereich um das PP ist deutlich weitläufiger und bislang weniger verdichtet als die City. Was bei letzterer durchgehen soll, könnte mMn also erst recht hier (PP-Areal) ermöglicht werden.
    Sehe ich das falsch, oder wo wäre da jetzt der (Frankfurter) Haken ?

  • Zur Vergabe und zur architektonischen Gestaltung auf dem alten PP-Areal möchte ich mich nicht äußern, aber zur Anordnung der Gebäude etwas sagen. Die Anordnung und die Höhe der Gebäude sind in der Studie so gewählt, dass die Falkschule und deren Schulhof in der unterrichtsrelevanten Zeit fast komplett verschattet sind. Bei mir entsteht das Gefühl, dass man es mit Realschülern und deren Lobby machen kann.

  • Ich möchte nur daran erinnern, dass es sich um eine Konzeptstudie der unterlegenen CG Gruppe handelt.


    Es ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass der tatsächliche Entwurf in Bezug auf den Hochhausstandort ähnlich ausfällt, aber vielleicht sollte man erstmal die Kirche im Dorf lassen.

    Einmal editiert, zuletzt von jnhmsbn () aus folgendem Grund: typo

  • Zur Klarstellung: Der Konzeptentwurf von MOW ist der eines Teilnehmers (CG), der *nicht* zum Zug kam. Das Konzept der Gerch Group ist noch nicht bekannt.


    Noch weniger ist ein städtebaulicher Entwurf bekannt - und noch viel weniger ein architektonischer. Laut Teilnehmern existieren solche nicht einmal, sondern sollen ja in Wettbewerbsverfahren überhaupt erst erarbeitet werden.

  • Hier noch eingeschoben eine Anmerkung zum Bebauungsplan:


    Auf der Seite des Projektentwicklers ist zu lesen:
    "Der derzeit rechtskräftige Bebauungsplan soll geändert werden, um die künftige Nutzung des Areals für ein zeitgemäßes und lebendiges Innenstadtquartier zu definieren.
    Der Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplans wurde seitens der Stadt Frankfurt bereits am 01.02.2018 gefasst.
    Die derzeitig festgelegte Ausnutzung des Grundstücks mit ca. 100.000 m² Geschossfläche soll nach den Vorgaben der Stadt auch im geänderten Bebauungsplan beinhaltet sein."

  • Eben. Durch das laufende B-Plan-Verfahren, in das sicher offiziell oder inoffiziell der neue Eigentümer eingebunden sein wird, dürfte sich da noch eine Menge neu gestalten lassen.

  • Vor einem knappen halben Jahr hat der Magistrat die Änderung des B-Plans Nr. 556 für das Geviert des alten Polizeipräsidiums auf den Weg gebracht (siehe hier). Jetzt will der Magistrat seine Änderungsabsichten durch eine Veränderungssperre absichern:



    Q: M_89_2018 v. 18.5.2018

  • Der Käufer Gerchgroup hat Zaha Hadid Architects mit einer Untersuchung beauftragt, wie die Baumasse auf dem Areal angeordnet werden könnte. Möglich seien mehrere Hochhäuser, wie die FAZ am Dienstag schreibt. Der Investor sei mittlerweile mit der Stadt im Gespräch. Auf die zu erwartende Architektur dürfte der Auftrag für das Londoner Büro kaum Einfluss haben, denn wie gewohnt ist diesbezüglich ein Architektenwettbewerb auszurichten.

  • Interessant! Die Beauftragung dieses Büros, das wohl kaum günstig zu haben sein wird, spricht auf jeden Fall schon mal dafür, dass hier wirklich ein grosser Wurf gewagt werden soll. Die Gerchgroup hatte Zaha Hadid ja schon beim Wettbewerb zum Hamburger Elbtower ins Rennen geschickt. Auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob die Architekten in puncto Städtebau ebenso stark sind wie in puncto Leuchtturmarchitektur.
    Nachtrag: Bei Four Frankfurt hat man ja gesehen wie - mehr oder minder - schnell aus einer guten Studie auch die finale Beauftragung folgen kann...

  • Zaha Hadid hat die Gerchgroup lediglich beim Ankauf beraten. Wie Schmittchen schon geschrieben hat, wird es sowohl städtebauliche wie auch architektonische Wettbewerbe geben.

  • "Das Präsidium"

    Und eben diesen Wettbewerb soll es in den "in den kommenden Monaten" geben. "Der städtebauliche und architektonische Entwurf wird in einem Wettbewerbsverfahren unter Beteiligung der Stadt Frankfurt" ermittelt, heißt es in einer Pressemitteilung von gestern.


    Hauptsächlich geht in der Mitteilung um die mittlerweile gesicherte Projektfinanzierung. Die Gerchgroup hat "die Finanzierung für die Projektentwicklung Das Präsidium in Frankfurt sichergestellt und den Kaufpreis an das Land Hessen in der vereinbarten Frist gezahlt. Die Helaba sowie die HFS stellen der Gerchgroup einen entsprechenden Kredit als Ankaufs- und weitere Projektfinanzierung zur Verfügung". Das Land Hessen hat also die vereinbarten rund 210 Millionen Euro für das Grundstück erhalten.


    Es wurde in der Immobilienbranche durchaus in Frage gestellt, ob es dem Düsseldorfer Entwickler gelingt, das Projekt zu finanzieren. Das geht zumindest aus der heutigen Printausgabe der FAZ hervor. Das Gelingen der Finanzierung sei in der Branche bis zuletzt mit Spannung erwartet worden, heißt es dort.


    Ferner geht aus der Pressemitteilung hervor, dass sich die Gerchgroup für den Projektnamen "Das Präsidium" entschieden hat. Ein nettes Pressebild gibt es auch:



    Bild (Ausschnitt): Gerchgroup