• Dann müsste man mittelfristig den vorhandenen "Busbahnhof" am BER aber baulich aufwerten. Im Moment ist das nur ein nicht überdachter Parkplatz.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Hatte mal vernommen, dass Flix, wenn sie denn weiter wachsen, die Busse und Züge mehr verzahnen wollen. Somit ist der Bus teilweise der Zubringer zum Zug.

    Oder, wie am BER, wird der Bus Zubringer zum Flugzeug.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Wenn man bedenkt, dass die DB nicht gewillt ist, wenigstens das ursprüngliche Verkehrskonzept von 2012 (für den Fernverkehr) umzusetzen, sollte es wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis Flixtrain aus Richtung Hannover, über Nord-Süd-Tunnel des HBF's fährt

    Das für 2012 geplante Fernverkehrsangebot der DB zum BER war aber mehr eine Alibiveranstaltung. Keine vertakteten Angebote, lediglich Einzelverbindungen. Ich glaube mich zu erinnern, dass es nicht mehr als 5 tägliche ICE/EC-Verbindungen zum BER waren.

    Flixtrain zum BER scheitert vermutlich am ehesten an freien Trassen. Insbesondere der Nord-Süd-Tunnel ist seit Eröffnung der Dresdner Bahn an der Kapazitätsgrenze. Viel mehr Züge bekommt man dort leider nicht unter.

  • BER als Busdrehkreuz?
    Auch der rbb berichtet zum Thema und setzt die Zahlen dabei in einen interessanten Bezug: BER: bis zu 155 Busse/Tag, ZOB: 210 Busse/Tag. Damit kommt der BER also inzwischen bereits auf fast drei Viertel des ZOB! Ergänzend ist auch noch die Karte interessant, auf der neben den schon genannten Zielen auch noch Hamburg, Hannover, Braunschweig, Lübeck, Rostock sowie auch Prag auftauchen. Auf einem früheren Bild in einem der Artikel hatte ich auch mal Budapest auf der Anzeige eines Fernbusses am BER gelesen. Im Prinzip ist der BER somit wirklich mit weiten Teilen Nord- und Ostdeutschlands sowie dem näheren Osteuropa verknüpft. Flixbus tut also faktisch das, was die DB in der Form und Entschlossenheit nicht anbieten will oder kann (wobei sie aber wiederum für Brandenburg wichtig ist, von wo aus Flixbus wohl mit Ausnahme von Frankfurt/Oder nicht zum BER fahren darf - und für die Anbindung nach Berlin ist ja ohnehin der ÖPNV stark aufgestellt).

    Umgekehrt seien Flughäfen wie der BER laut Artikel auch für das Wachstum von Flixbus immer relevanter. Man spüre eine hohe Nachfrage nach einer tieferen Erschließung des BER. In entsprechenden Foren und Gruppen (wo die Meldung ein größeres Thema ist) wird auch berichtet, dass es für das Unternehmen lukrativer sein kann (Zeitersparnis gegenüber Innenstadt, höhere Grundpreise und mehr teurere spontane Buchungen). Für die Fluggäste sind ein paar Euro mehr oft irrelevant im Verhältnis zu den Flugpreisen und dem Komfortgewinn gegenüber Umsteigelösungen. Sie müssen nur damit leben, dass der BER-Halt längst nicht den Komfort des ZOB bieten kann. Übrigens liefert der BER Flix auch gute Daten zum potentiellen Mobilitätsbedarf der Fluggäste. Insgesamt scheint es also ein klares win-win zu sein.

    Ein Randthema könnte noch sein, ob manche Fahrgäste am BER-Halt gar keine Fluggäste sind, sondern einfach den Straßenverkehr in Richtung Innenstadt umgehen und von der zunehmend starken Schienenanbindung ins Zentrum profitieren. Dann würde es dem ZOB potentiell sogar Fahrgäste abnehmen, was ich jetzt aber auch nicht als großes Drama empfinden würde. Es sollte ja entscheidend sein, dass möglichst viele Menschen ein passendes Mobilitätsangebot finden.

  • ^

    Ich meine mich zu erinnern, dass es bei der Diskussion um die Errichtung eines zweiten Busbahnhofs für Berlin auch immer um den Standort BER ging, neben Hbf., Ostbf. und Südkreuz. Dann kam die Entscheidung zur langwierigen Sanierung und Erweiterung des ZOB. Als Ergänzung zum ZOB macht der Standort BER schon Sinn für Busverkehr in Richtung Osten oder Süden. Ich bin mir auch nicht sicher, ob der derzeit als Busbahnhof genutzte Parkplatz am BER als Dauerlösung gedacht ist. Möglicherweise wird an anderer Stelle am BER neu gebaut werden, wenn das Wachstum anhält.

    Edit: Auch für die östlichen Stadtbezirke ist ein Busbahnhof am BER möglicherweise besser zu erreichen als der ZOB.

  • Die Geste von Emirates ist würde ich sagen Glasklar. Ewig werden sie dem Druck nicht standhalten können oder sich ausreden einfallen lassen, warum es nicht gehen soll, dass Emirates Flüge in die Hauptstadt des Wirtschaft stärksten Landes Europas schickt. Es ist absurd.

  • Emirates möchte auch Stuttgart anfliegen. Soviel zum auch in diesem Forum kolportierten Argument, es sei nur ein Berliner Problem. Anscheinend wird der ADV durch die Leitung von Frau von Massenbach nun deutlicher wahrgenommen und sie vertritt eben die Interessen der Flughäfen, welche wiederum durch die Länder mitfinanziert werden. Die wiederum wollen, dass sich ihr finanzieller Einsatz in Wachstum niederschlägt. Hier verschieben sich die Lobby-Gewichte langsam von der Lufthansa zum ADV und das ist auch gut so. Inwieweit wird die Lufthansa noch als deutsche Marke wahrgenommen, wenn der Kranich außerhalb von FRA und MUC wenig präsent ist und man sich vorwiegend auf Eurowings stützt. Von Eurowings kann es gerne noch viel mehr am BER geben...

  • Passagiertrend dreht im Mai ins Plus - neue Ziele und Airlines für den BER
    Nach einem Jahresstart zum Vergessen hat der BER im vorvergangenen Monat knapp ein Prozent Wachstum geschafft (jedoch bei erneut weniger Flugbewegungen). Insgesamt bleibt es für die ersten 5 Monaten jedoch bei -1,4% gegenüber dem Vorjahr. Demnächst werden die Juni-Zahlen veröffentlicht, wobei größere Sprünge aber überraschend wären. Bezüglich Sommerferien erwartet man etwa das selbe Niveau wie im Vorjahr. Also läuft es bisher am ehesten auf ein kleines Minus oder Stagnation hinaus.

    Immerhin: Auch wenn mit den Nahost-Verbindungen das frühere Powerhouse bei den Langstrecken eingebrochen ist, kommen auch neue Airlines und teils Strecken hinzu:

    Wie so oft: Das Glas ist wahlweise halb leer oder halb voll. Immerhin schmeichelt es den Ohren wenn man bezüglich BER neben Delta, United oder Hainan und Qatar nun auch von Air Canada, Air Transat oder aber neu auch Air India lesen darf - oder eben neben Peking und New York sowie dem Golf auch von Toronto, Montreal oder eben hoffentlich bald Neu-Delhi. Zumindest die Richtung stimmt schon einmal und die meisten anderen deutschen Flughäfen würden vermutlich immer noch direkt tauschen.

    Einmal editiert, zuletzt von jan85 (6. Juli 2026 um 14:17)

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Demnächst werden die Juni-Zahlen veröffentlicht, wobei größere Sprünge aber überraschend wären.

    Jip, hier sind sie: Von Januar bis Juni 2026 verzeichnet der BER mit 11.920.851 Reisenden nur noch -1,2% weniger als im Vorjahr. Das ist der geringste Unterschied seit Januar. Vergleicht man die einzelnen Monate miteinander, so lag das Passagieraufkommen diesen Juni -0,2% unter dem von Juni 2025.

    Ich würde ja sagen, das Glas ist definitiv halb voll und der Hahn nicht ganz zugedreht. Berlin - Delhi / Berlin - Mumbai – beides wunderbare interkontinentale Ergänzungspotentiale mit bequemer Flugzeit für eine Langstrecke. Ich denke, dass Air India durchaus Interesse haben könnte, beide Städte wie aktuell von Frankfurt auch von Berlin aus anzufliegen.

    Ich würde mich auch sehr über eine Verbindung nach Addis Abeba freuen. Dort wird zur Zeit an einem neuen Flughafen gebaut (Bishoftu Intl. Airport, geplant von Zaha Hadid Architects) und Ethiopian Airlines fliegt hierzulande bisher nur nach FFM, aber das bereits 6/7 bzw. 7/7. Das Konzept, die deutsche Hauptstadt mit der von Äthiopien und der Afrikanischen Union zu verbinden, kommt mir grundsätzlich recht sinnvoll vor.

    2 Mal editiert, zuletzt von ulayin (12. Juli 2026 um 17:10)

  • Eurowings legt neue Verbindungen für Winterflugplan 2026/27 auf
    Wie zuletzt hier und hier angesprochen, will Eurowings gezielt in Lücken von Ryanair stoßen. Nun hat man für den Winter neue Verbindungen hinzugefügt: Porto, Bilbao, Lissabon und Sarajevo. Zuvor hatte man eine neue Verbindung nach Bologna sowie höhere Frequenzen für die Kanaren bekannt gegeben.
    Quelle Aero.de

    Gespannt bin ich übrigens auf die weitere Entwicklung bei Wizzair. Die osteuropäische Budget-Airline hat bisher ja auch stark am BER expandiert. Nun habe ich aber gehört, dass sie sich wohl nicht sonderlich gut gegen die steigenden Kerosinpreise abgesichert habe und demnächst in Schwierigkeiten geraten sowie weniger lukrative Verbindungen einstellen/ umlenken könnte. Noch muss man ja nicht groß unken aber ähnlich wie Condor und wohl selbst easyJet zählt sie eher zu den potentiellen Übernahmekandidaten.

  • Wizzair baut zum Winter am BER aus
    Gerade noch hatte ich meine verhaltene Skepsis geäußert - und dabei völlig übersehen, dass Wizzair heute selbst Infos zum Winterflugplan raus gegeben hat. So führt man den Wachstumskurs fort und richtet eine neue Verbindung nach Vilnius ein. Generell setzt Wizzair auf Hauptstadtverbindungen und sieht den BER als unterversorgten Markt an, durch den Rückzug von (namentlich nicht genannten) Mitbewerbern noch umso mehr. Gemeint ist hier natürlich Ryanair, die Vilnius zum Oktober einstellen und somit die entsprechende Lücke für Wizzair lassen. Auch hier also ein leichter, wenngleich im Kontrast zu Eurowings subtilerer Seitenhieb. Der BER zeigt sich natürlich entsprechend begeistert.
    Quelle Airliners.de

  • Bei fehlenden Hauptstadtverbindungen würde ich mir noch Ljubljana (zurück)wünschen. Ansonsten interessante Aussage, dass BER auch für Low-Cost-Airlines interessant ist, weil dort ein Turnaround von 30 Minuten möglich ist.

    Bei den größeren Flughäfen der EU mit mehr als 25 Zielen und geeigneter Entfernung ab BER fehlt in dessen Flugplan noch Iasi, Verona, Krakau, Danzig, Shannon, Cork, Santorin, Mykonos, Brindisi, Lamezia Terme, Alghero, Cagliari, Toulouse, Montpellier, Asturias, Santander, Santiago de Compostela, Menorca, Genua, Turin.

    Wobei nicht alle Ziele damit automatisch attraktiv für den BER sein werden, ist klar.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Gerade Bilbao schließt eine Lücke in Nordspanien bei den europäischen Direktflügen ab BER, schön zu hören:

    Bilbao wird doch schon seit letztem Sommer bedient, hier geht es ja darum, dass das jetzt eine Ganzjahrestrecke wird.

  • Es ist natürlich ebenfalls wichtig, dass relevante Strecken ganzjährig sowie in ausreichender Frequenz bedient werden. Der BER hat mE gar nicht mehr so viele wirklich nennenswerte Lücken in Europa. Diverse Anbindungen sind aber noch recht dünn besetzt.

    Ansonsten freue ich mich wirklich, wie gut die Wettbewerber den Ryanair-Rückzug annehmen. Rein zahlenmäßig wird das die Verluste nicht voll kompensieren. Aber die Konnektivität an sich scheint gar nicht so sehr zu leiden, wenn ich das richtig überblicke. Zudem bedeutet es eben auch umgekehrt, dass Ryanair so immer weniger Hebel für ihre Erpressungsversuche besitzt.

  • Air Algérie plant zum November Direktverbindung Algier-Berlin
    Die Meldung hat in Deutschland bisher keine (größeren) Wellen geschlagen: Tatsächlich habe ich nach einem Eintrag im Airliners-Forum auf Basis der algerischen Quelle (beide schon von letzter Woche) gerade einmal einen Bericht in der deutschen Fachpresse (vom Dienstag) entdecken können. In der Regionalpresse oder den großen deutschen Portalen: nichts.

    Tatsächlich ist das mE aber eine größere Sache für die Beziehung der beiden Länder und vermutlich auch mindestens sehr erfreulich für den BER. Traditionell lässt Algerien nur sehr zögerlich "Fremde" ins Land (auch als Reaktion auf ebenso strenge Visa-Regeln für Algerier sowie potentielle Sicherheitsprobleme in Teilregionen des Landes). Man begrenzt die Beziehungen sowie den Reiseverkehr primär auf wirtschaftlichen Austausch. Bisher flog daher nur eine eher kleine Maschine mehrmals pro Woche nach Frankfurt. Sehr viele Länder haben überhaupt keine Direktverbindungen in die 4 Mio Metropole oder gar das riesige, einwohnerreiche Land.

    Inzwischen öffnet sich Algerien aber immerhin etwas für geführten Tourismus (also keine abenteuerlustigen Backpacker), auch weil man zwar gerade nochmals bei den lukrativen Energieexporten zulegt aber zugleich um die Endlichkeit der Reserven weiß. Zudem haben Deutschland und Algerien gerade eine Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen beschlossen. Auch schafft die Staatsairline gerade dutzende neue Flugzeuge für alle Streckentypen an (mit weiteren Bestellungen in der Pipeline) und macht Algier so auch mehr als bisher zu einem potentiellen Transitflughafen. Für Europa ist neben Berlin übrigens auch Warschau konkret angekündigt.

    Die überraschend zeitnahe Ankündigung der neuen Verbindung zum BER fiel dann übrigens auch auf einen Staatsbesuch, wobei der Präsident Algeriens direkt Vertreter der algerischen Diaspora adressierte, die sich schon lange bessere Verbindungen wünschten. Entsprechend ernteten seine Ausführungen wohl auch einigen spontanen Applaus.

    Auch wenn Algier also (bisher) kein allzu großer bedeutender Flughafen sein mag - und auch mit Expansion nicht mit Kairo, Addis Adeba oder Casablanca mithalten wird: Ich halte es für eine durchaus historische neue Verbindung, die Berlin ein Stück weit enger an Afrika anbindet. Algerien ist nicht nur rohstoffreich, sondern auch das größte Land des Kontinents mit reicher Geschichte, spannenden Landschaften und immerhin fast 50 Mio Einwohnern (Rang 10 in Afrika). Spannend wird natürlich die Wahl des Flugzeugs (z.B. eine eher kleine aber effiziente Boeing 737 Max 8), die Frequenz und dann natürlich der anhaltende Erfolg der Linie. Wobei neben Wirtschaftsverkehr, Diplomaten, Familien- und Bekanntenbesuchen und zaghaftem Tourismus auch der Frachtverkehr eine Rolle für die Wirtschaftlichkeit spielen dürfte. Immerhin gilt Air Algérie aber nicht als sprunghafte Airline. So ist Berlin nicht nur aktuell, sondern offenbar auch historisch erst das zweite deutsche Ziel der Staatsairline!

    Mögliche neue Ziele in Afrika und weltweit
    Da weiter oben über Addis Adeba spekuliert wurde, habe ich mal etwas recherchiert. Tatsächlich wäre das zwar wohl auf dem Papier das spannendste potentielle neue Ziel innerhalb Afrikas, da man dann einen der wichtigsten Hubs im Programm hätte und viele attraktive neue Transitverbindungen anbieten könnte. Allerdings will man sich dort vorerst weiter stark auf Frankfurt konzentrieren und die Länder müssten wohl auch erst ihre Abkommen anpassen (alleine bei dem Punkt kommen bei mir starke Murmeltiervibes auf, sodass ich da nicht so viel Hoffnung für die nähere Zukunft hege - auch, wenn jetzt mal wieder ein neuer Verkehrsminister kommt).

    Tatsächlich dürfte Algier da bald schon vergleichsweise direkt hinter Kairo zu den politisch wie wirtschaftlich bedeutendsten Direktverbindungen zwischen BER und Afrika zählen, während der Rest vor allem touristisch relevant bleibt (neben dem im Vergleich zu Algier etwas kleineren Tunis soll wohl noch am ehesten Marrakesch über reinen Tourismus hinaus relevant sein).

    Das realistischste neuen Ziel wäre wohl Casablanca in Marokko (ein immer relevanterer Transitflughafen und zudem wie Algier das Tor zu einem Wirtschaftszentrum mit je über 4 Mio Einwohnern). Es gilt sogar als sehr wahrscheinlich, dass Royal Air Maroc bei weiterer Expansion auch den BER anknüpfen wird. Umgekehrt könnte Ryanair perspektivisch Rabat mit dem BER verbinden, wenn im Zuge der Jet-Lieferungen Kapazitäten neu verteilt werden müssen (aber eher politisch und teils touristisch relevant, da wirtschaftlich oder als Transitflughafen längst nicht so gewichtig wie Casablanca). Ich kann mir jedenfalls sehr gut vorstellen, dass bis zur WM mindestens Casablanca im Programm sein wird.

    Was weitere Interkontinentalflüge angeht, habe ich nur mal rasch mit KI recherchiert:
    - Dabei lag wieder mal Indien (Neu Delhi/ Mumbai) weit vorne, da dort bereits für 2027 Flüge im Gespräch waren, sich aber erst noch bestätigen müssen.
    - Ansonsten fliegt potentiell noch Seoul sozusagen in Warteschleife, sobald da mal alle verabredeten Fusionsaspekte operativ durch sind.
    - Vietnamesische wie auch japanische Airlines sollen den BER wohl sporadisch mal prüfen und durchspielen, absehbar aber noch keine Perspektive sehen.
    - Ähnlich realistisch wie Indien könnten da schon eher Ziele in den USA werden (vielleicht aber erst nach den nächsten Wahlen): Boston, Chicago, Philadelphia oder Atlanta wären da aus verschiedenen Gründen denkbar, wobei ich persönlich Chicago besonders reizvoll fände. Ähnlich wie bei vielen anderen Verbindungen werden hier mit Lieferung der passenden Jet-Typen (A321 XLR) neue Spielfelder eröffnet.
    - Brasilien wurde zwar genannt. Laut KI ist die Entfernung aber zu weit für die genannten kompakten Jets, sodass direkt Großraumflugzeuge gefüllt werden müssten. Das bleibt zumindest absehbar sehr unwahrscheinlich.
    - Dagegen könnte eher Emirates seine eigene Dubai-Direktverbindung bekommen oder auch Riad ganz neu hinzukommen.
    - Für Afrika wurde neben Casablanca und Rabat vor allem noch Windhoek/ Namibia genannt, da es hier engere Verbindungen und auch einen stabilen Tourismus gibt.

    Fazit: Algier ist eine ebenso überraschende wie erfreuliche neue Direktverbindung, auch wenn es vermutlich eher eine kleine Maschine mit geringer Frequenz wird. Ansonsten wird es weiter Geduld brauchen aber es ist auch nicht (mehr) so aussichtslos, wie man ggf. lange annahm. Und irgendwie macht es mE ja auch fast ein wenig Spaß, wenn immer mal wieder ein spannendes neues Ziel hinzukommt wie zuletzt Toronto und Montreal...

    Einmal editiert, zuletzt von jan85 (25. Juli 2026 um 09:43)

  • Ich dachte, dort ist die Einreise so schwierig?

    Berlin kann im Winter ruhig auch mal USA Verbindungen vertragen; auch nach Japan, Namibia und Sao Paulo sehen wir noch 0.

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    Ich dachte, dort ist die Einreise so schwierig?

    Ja, eben. Bisher wollte man auch lange gar keinen Tourismus. Jetzt öffnet man sich immerhin für geführten Tourismus - und dafür gibt es wohl auch etwas leichter ein Visum. Die Verbindung soll ja aber auch die Bedürfnisse der algerischen Diaspora sowie politische und wirtschaftliche Interessen bedienen. Wie so oft also eine bewusste Mischkalkulation - und vielleicht auch ein gewisses Zuschussgeschäft. Ansonsten kann man durch eine niedrige Frequenz ja auch das Risiko minimieren. Ich hatte zudem gelesen, dass teils gerade bei Fernstrecken das Frachtgeschäft die Bilanz retten kann und das zunehmend genutzt wird. Auch das ist für den BER vielleicht nicht ganz unwichtig, zumal der Frachtverkehr lange deutlich zunahm. Gerade auch, falls doch irgendwann mal auch ein A330 eingesetzt werden sollte, der nicht nur mehr Passagiere fasst, sondern auch deutlich mehr Fracht.

    Zum Rest hatte ich ja einiges geschrieben. Gerade Brasilien dürfte absehbar eher schwierig bleiben. Zu Manila findest Du ansonsten schnell Informationen, weshalb sich das nie rentiert hat und aktuell nicht einmal für Frankfurt im Gespräch ist. Den Rest wird man dann ja sehen.