BER Sonstiges

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    1. schrieb ich bewusst vom "kerosinbasierten" Flugverkehr und habe damit meine Aussage eingeschränkt.

    2. teilen nicht alle Ihren Optimismus bzgl. E-Fuels, zumal der Flugverkehr die mit Abstand energieaufwändigste Bewegungsform bleibt, auch mit e-Fuels. Daher führt an der Reduktion (unnötiger) Flüge bis auf weiteres kein Weg vorbei. Das gilt besonders für Kurzstreckenflüge.

    3. Schließlich bleiben E-Fuels vorerst Zukunftsmusik und entbinden uns nicht von der Aufgabe, schon jetzt sinnvolle Maßnahmen zu treffen.

  • Ich war bei der PK auch ein bisschen irritiert, dass sie jetzt so gar nicht auf der Meta-Ebene "Ressourcen vs Fliegerei" unterwegs war (was mich am meisten interessiert hätte). Mir fehlte da der berühmte Elefant im Raum.


    Die Sache mit innereuropäischen Flügen fand ich ein bisschen befremdlich. Hier sollte man eigentlich fast alle Routen mit Bahnverkehr abdecken können (?).


    Eine Flugbranche, die sich auf Interkontinentalverbindungen beschränkt und nachhaltiger Treibstoffe bedient (oder, um mal sehr in Richtung "Visionen haben" zu gehen, im Zeitalter von ZOOM und Glasfaser Schnelligkeit gegen wirklich nachhaltige Antriebe eintauscht – ich sage mal Luftschiff), würde mich sehr happy machen.

  • Ich würd Richtung CO²-Äquivalent Bepreisung gehen.


    Meine persönliche Meinung: Grad in Deutschland wird gern die Technikskeptische Romantik bedient.


    Wenn man bedenkt, dass der CO² Ausstoß beim Reitsport in etwa dem der Inlandsflüge entspricht.

  • Wer mit einer Billigairline fliegt, wird sich kaum in ein Luxushotel einquartieren oder Edelrestaurants besuchen ;)

    Ich fliege nächste Woche mit Ryanair nach Korfu (weil es die einzige Airline vom BER mit Direktverbindung ist) und zahle für die Unterkunft dort 200 Euro pro Nacht. Eine pauschale Kausalität zwischen Low-Cost Carrier und Billig-Touristen gibt es nicht.

  • Wenn man bedenkt, dass der CO² Ausstoß beim Reitsport in etwa dem der Inlandsflüge entspricht.

    Absolut!

    Das war mir jetzt neu, aber die sonstige Tierhaltung ist ja auch ein Riesenproblem.


    Technikfeindlich finde ich das gezielte Verkleinern des Flugsektors, meine Luftschiff-Vision etc. eigentlich nicht. Es ist ja durchaus sogar mit technischer Umrüstung verbunden.


    Schwer, objektiv zu messen, ob es eine auffällige, spezifisch deutsche Angewohnheit gibt, in solche Richtungen zu denken. Eher schon kann ich einen Unterschied ziwschen Gesamt-Europa und anderen Regionen ausmachen.


    CO2-Bepreisung hat allerdings sicher auch ihren Platz.

  • China Eastern Airlines plant in den kommenden Jahren Flüge nach Berlin ab Shanghai Pudong aufzunehmen.

    Shanghai Pudong ist ein Hub von China Eastern, es würden also auch viele neue zusätzliche Umsteigeverbindungen für den BER dazu kommen.

    Shanghai war auch eines der von Frau Giffey auf der Pressekonferenz genannten Zielen.

    Quelle:

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    Auch für Tesla wäre die Verbindung bestimmt praktisch.

    Tesla hat sowohl in der Nähe vom BER seine Europa Fabrik, als auch in der Nähe von Shanghai Pudong seine China Fabrik.


    Christian Gräff, der Sprecher für Bauen und Stadtentwicklung, Wirtschaft und Energie der CDU-Fraktion in Berlin, fordert die Privatisierung des BERs. Die CDU regiert ja seit einigen Monaten zusammen mit der SPD Berlin.

    Am Ende schreibt er auch noch eine "Geschichte", dass die Geschäftsführung des BER keine Zeit für einen Termin mit einer Airline (wahrscheinlich Easyjet) hatte, als diese überlegt hatte, das Angebot zu reduzieren. (Was Easyjet dann ja getan hat.)

    Also ein Vorwurf an die Geschäftsführung des BERs.

    Auf mich (als Betrachter von außen) wirkt die Geschäftsführung des BERs ziemlich kompetent, Aletta von Massenbach war ja auch lange bei Fraport in hohen Positionen. Und auch Thomas Hoff Andersson war in wichtigen Positionen z.B. beim Flughafen Kopenhagen und Bangalore.

    Ich persönlich sehe das Thema Privatisierung des BERs zwiegespalten.

    Hier der Link:

    https://web.archive.org/web/20…n-ohne-ende-10552501.html

    2 Mal editiert, zuletzt von temp ()

  • Nur kurz zur Einordnung, der 15. Fünf-Jahresplan der hier auf der slide genannt wird, beginnt 2026. Heißt im Umkehrschluss auch, dass vorher nichts geplant ist seitens China Eastern, sonst wäre Berlin ja weiter oben.


    Da fließt also noch einiges Wasser die Spree runter, aber vielleicht klappt es mit einer der anderen chinesischen Airline. Die Geschäftsführung des BER wirkt auf micht auch einigermaßen kompetent. Wohltuend nach der Vorgeschichte.

  • Wobei 3 Jahre jetzt auch nicht so viel sind. Ich würde es anders als Seoul und Hanoi o.ä. als relativ klare Perspektive betrachten. Dann hätte man mit Peking und Shanghai analog zu NYC und Washington D.C. Direktverbindungen zu den beiden wichtigsten Zentren eines DER wichtigsten Staaten. In den USA könnte ich mir zudem vorstellen, dass es auch noch Mal einen neuen Anlauf mit LA gibt (beidseitig attraktives Tourismusziel UND wichtige wirtschaftliche Verflechtungen).

  • Die Frequenz der Summe aller Flüge chinesischer Airlines nach Deutschland ist auf 55 pro Woche begrenzt. Vor Corona war dieses Kontingent ausgeschöpft und deshalb durfte keine chinesische Airline eine weitere Stecke aufnehmen.


    Zur Zeit sind noch acht wöchentliche Flüge für chinesische Airlines nach Deutschland möglich. Schwer vorherzusagen was in China geplant wird. Aber gleichzeitig ist es unwahrscheinlich, dass China Eastern all diese acht wöchentliche Flüge bedienen darf, die zuvor von China Airlines geflogen wurden, und zum anderen auch, dass es noch ein paar Jahre dauert, bis diese Frequenzen abgefragt werden.


    Anm.: Es könnte sein, dass der saudische Lowcoster 'flynas' noch in diesem Jahr (ab 1. Dez.) Flüge zwischen Jeddah und Berlin aufnimmt.

  • Anm.: Es könnte sein, dass der saudische Lowcoster 'flynas' noch in diesem Jahr (ab 1. Dez.) Flüge zwischen Jeddah und Berlin aufnimmt.

    Das hat sich nun bereits bestätigt. Während Washington D.C. zumindest den Winter über aussetzt, kommen für den Winter Miami aber daneben auch (dauerhaft?) Dubai und Jeddah neu hinzu, womit es nunmehr 7 Langstrecken statt zuletzt 5 sind. Außerdem hat die "Luxusairline" Beond laut der gleichen Seite recht konkretes Interesse an Verbindungen auf die Malediven von München (startet bald) sowie auch Düsseldorf, Hamburg und Berlin angekündigt (aktuell jeweils schon in Verhandlungen). Der recht starke Aufwärtstrend der letzten Wochen und Monate mit stetigen zusätzlichen Verbindungen und höheren Frequenzen auf der Langstrecke von bzw. nach Berlin scheint vorerst weiter anzuhalten.

  • Knapp 2,3 Mio Passagiere im September - 23 Mio für 2023 realistisch

    Der Erholungstrend hält weiter an, wobei die Werte weiterhin sehr deutlich unter dem Rekordjahr 2019 zurück bleiben (damals 3,3 Mio im September, 35,6 Mio gesamt). Immerhin: Wenn der seit Monaten stabile Trend mit über 2 Mio Fluggästen pro Monat anhält, dann sollten die geplanten 23 Mio gut zu erreichen sein. Aktuell liegt der BER bei knapp 17,2 Mio. Mit insgesamt 23 Mio käme man etwa auf zwei Drittel der alten Werte.


    So oder so wird man aber weiter unter dem bundesweiten Trend bleiben (im August deutlich über 80 Prozent, auf das Jahr gerechnet bislang zwischen 75 und 80 Prozent), während Deutschland in Europa auch noch hinterherhinkt (bereits 90 Prozent der alten Zahlen). Den größten Rückgang im deutschen Flugmarkt gab es allerdings bei den innerdeutschen Flügen (nur gut 50 Prozent!), während sich die Langstrecken/Interkontinentalverbindungen am besten erholen konnten (fast wieder bei 90 Prozent).

    Quelle BER Statistik

    WiWo zum bundesweiten Trend (noch zu August)

  • Eurowings hat auf einem Presse-Event zu den Ende des Monats startenden Dubai Flügen von BER und STR angedeutet, dass sie eventuell im Zuge der nächsten Lufthansa Airbus Bestellung A321 XLR oder A321 LR bekommen könnten, und angedeutet, dass sie daran Interesse hätten.

    Hier ein News-Artikel mit mehr Infos darüber:

    https://www.aerotelegraph.com/…uf-airbus-a321-lr-und-xlr

    Damit könnten sie mehr Langstrecke ab BER fliegen.


    Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey war im Headquarter von Emirates in Dubai und hat mit Sir Timothy Clark (Präsident von Emirates) über die Berlin Verbindung gesprochen.

    Emirates würde ja bekanntlich gerne nach Berlin fliegen, darf es aber momentan nicht, weil die Bundesregierung Lufthansa und deren Hubs in Frankfurt und München vor zusätzlicher Konkurrenz schützen möchte.

    Hier ist ein Link zu ihrem Instagram Post mit Text und Bildern dazu:

    Klick mich

    Außerdem wurde bekannt gegeben, dass eine große Startup- und Technologiemesse aus Dubai (Name der Messe ist GITEX) einen Europa Ableger in Berlin bekommen soll. Das könnte auch zu der Verbindung zwischen Dubai und Berlin beitragen.


    Hier sind noch die Emirates Pressemitteilungen zu dem Giffey Besuch bei Emirates, es gab eine deutsche Pressemitteilung von Emirates Deutschland, aber auch eine weltweite Pressemitteilung von Emirates auf englisch.

    Deutsche Pressemitteilung:

    https://www.lifepr.de/inaktiv/…verbindungen/boxid/964400

    Weltweite englische Pressemitteilung mit Fotos:

    https://www.emirates.com/media…l-long-haul-connectivity/

  • Auch Korean Air hat nochmal angedeutet, dass sie künftig die Verbindung Seoul - Berlin aufnehmen könnten. Im Zuge einer Fusion müssten sie voraussichtlich Slots in Frankfurt abgeben und München ist ihnen wohl doch zu stark umkämpft. Zudem leben ohnehin mehr Koreaner in Berlin als in München und auch die Politik habe schon um die Airline geworben. Eine klare Zusage gab es noch nicht, es scheint aber durchaus konkreter zu werden.

    Quelle Aerotelegraph.de


    Dagegen haben sich jahrelange Spekulationen um eine Langstrecke nach Hanoi o.ä. wohl endgültig zerschlagen. Die an einer Berlin-Verbindung interessierte Bamboo Airline fährt massive Verluste ein und hat inzwischen alle Langstrecken nach Europa eingestellt sowie sämtliche Expansionspläne auf absehbare Zeit eingestampft.


    Allerdings dürften auch die neuen Nahostverbindungen helfen, da so nun viele Verbindungen mit nur einem einzigen (geographisch passenden) Umstieg möglich werden. Das soll wohl ganz erhebliche Verbesserungen für viele Strecken nach Asien bedeuten.

  • Ich find, dass eine KE in BER viel wichtiger ist als Emirates, sonst fliegt ein großer Teil der Fluggäste Richtung Asien über Dubai.

    Mittelfristig wär ein Wechsel von Scoot zu Singapore Airlines möglich, sowie China Eastern usw.

  • spandauer

    Das ist sehr schade und nach L.A. (Norse) nun zudem schon der zweite deutliche Rückschlag bei der Hoffnung auf mehr Transatlantik-Flüge. Wobei ich L.A. im Vergleich sogar nochmal deutlich relevanter finde. Nur New York scheint nachhaltig zu funktionieren. Darüber hinaus gibt es scheinbar hin und wieder "Experimente", bei denen man aber immer mit einem schnellen Aus rechnen muss. Aber auch vor dem Corona-Knick waren die (US-)Direktflüge aus Berlin, Düsseldorf und Co wohl sehr oft/meist ein Zuschussgeschäft. Die Perspektiven auf Langstrecken in Düsseldorf oder auch Hamburg und Stuttgart sind sogar noch deutlich schwieriger als in Berlin (Giffeys Aussage bzgl. Ost vs. West müsste eigentlich eher Frankfurt+München vs Rest in Bezug setzen aber dann wäre es weniger plakativ).


    In Berlin ging und geht der Trend auf der Langstrecke insgesamt noch immer eher nach oben, wenngleich auf einem insgesamt vergleichsweise niedrigen Niveau. Spannend finde ich ja die bundespolitische Reaktion auf den jüngsten Vorstoß der regionalen Politik und Wirtschaft (leider finde ich die Quelle gerade nicht mehr): Der BER habe für die Größe des Einzugsgebietes bereits eine vernünftige Anbindung inkl. Langstrecken und außerdem sei durch neue Flugzeugtypen mittelfristig ohnehin eher mit einer Zunahme längerer Direktverbindungen zu rechnen. Ansonsten werde man die Interessen der deutschen Flughäfen und auch des BER aber natürlich unterstützen.


    Zu guter Letzt gab es kürzlich auch Mal eine interessante Wasserstandsmeldung von easyJet. Nachdem man am BER eine Achterbahnfahrt aus Expansion und Schrumpfkurs gefahren ist, schreibt man nun erstmals seit einigen Jahren schwarze Zahlen und setzt künftig auf langsameres, gesünderes Wachstum (teils meine Formulierung). Es soll vorerst bei 11 Flugzeugen am BER bleiben. Dennoch habe man in den letzten Jahren viel in Berlin investiert und u.a. einen Wartungshangar in Betrieb genommen. Berlin werde absehbar der einzige feste Deutsche Standort der Marke bleiben, auch wenn man punktuell von ein paar anderen Deutschen Flughäfen aus fliegt.

    Außerdem rollt man nun auch in Berlin seine neue Tochterfirma für (günstige) Pauschalreiseangebote aus, wo neben der Verbindung auch die Unterkunft inkludiert ist und weitere Leistungen dazugebucht werden können. In Großbritannien fährt die Airline damit schon hohe Wachstumsraten und Gewinne ein.

    Aeroflot.de zur Geschäftsentwicklung

    welt.de zu den neuen Pauschalreiseangeboten

  • Wenn man das Langstreckenangebot zB in Dublin oder Manchester anschaut müsst es in Berlin mindestens ebenso viel Potential geben, denk ich.

  • ^Ich halte das auch eher für eine Ausrede. Deutschland und die EU insgesamt haben aufgrund der hohen Gebühren einen enormen Kostennachteil. Es zeichnet sich bereits ab, dass selbst die beiden bestehenden Drehkreuze Frankfurt und München international ins Hintertreffen geraten. Die Flughäfen mit entsprechenden Aufstiegsambitionen wie Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Stuttgart machen insgesamt sogar eher Rückschritte (nur Berlin hatte hier zuletzt einen Aufwärtstrend, aber eben auch im Wechsel mit Rückschlägen).


    Gerade für einen FDP-Mann ist dieser Zustand natürlich schwer zu vertreten, sodass man sich da in Ausflüchten versucht. Trotzdem könnte er Recht haben, dass Berlin durch die neuen Flugzeugtypen eher gewinnt, dann aber wohl primär an internationale Drehkreuze (sowie ggf. attraktive Reiseziele) angebunden wird. Aktuell sieht es also danach aus, dass Berlin etwas aufsteigt, aber Frankfurt und München proportional verlieren. Die innerdeutschen Flüge von Berlin nach Frankfurt und München haben ohnehin schon merklich abgenommen.

  • Die Verbindung Washington Dulles - Berlin hatte eine gute Auslastung und der Grund dafür, dass die Wiederaufnahme der Strecke, wohlgemerkt wenige Tage nach Ankündigung diese Strecke auch nächsten Sommer zu bedienen, abgesagt wurde, ist bei der Lufthansa zu verorten. In München wird die Kapazität auf den Flügen nach Washington Dulles erhöht (Flugzeugwechsel auf A380) und in Zürich nimmt die Lufthansa Tochter Swiss Int. Airlines die Verbindung nach Washington Dulles wieder auf. Um die Flieger an den Hubs in Zürich und München zu füllen opfert man die Verbindung von United nach Berlin.


    Dazu muss man wissen, dass zwischen United und Lufthansa ein Joint Venture besteht, bei dem die Erlöse der Flüge geteilt werden, es also nahezu egal ist welche Airline den Flug durchführt.

  • Danke für den Beitrag.


    Egentlich seltsam, wieso werden die A380er dann mit enormen Aufwand reaktiviert, vor allem mit der Begründung der enormen zusätzlichen Nachfrage, die man bedienen möcht, wo die doch dann eher verschoben wird ?