• Homburger Landstraße 285-287 | Bau einer sechszügigen Gesamtschule mit vierzügige Oberstufe

    Die STVV entscheidet diesen Monat im nicht öffentlichen Teil über den Kauf der o.g. Liegenschaft basierend auf dem Magistratsvortrag M_15_2025 "Ankauf der Liegenschaft Homburger Landstraße 285-287 mit Baugenehmigung und Option zum Bau einer sechszügigen Gesamtschule mit vierzügiger Oberstufe".

    Schmittchen hatte hier im Juni 2019 vom Kauf der Liegenschaft, Homburger Landstraße 285-289 mit 16.000 qm Fläche durch den Projektentwickler RealConcept berichtet. Dieser hatte dort "ein Büro- und Verwaltungskomplex mit über 20.000 m² Nutzfläche" geplant. Weiter schrieb Schmittchen "Wünschenswert aus meiner Sicht wäre dabei der Erhalt des großen ehemaligen Kasernengebäudes. Das Grundstück im Übrigen dürfte hinreichende Möglichkeiten für Neubauten bieten."

    Jedenfalls ist der Plan nun soweit gediehen, dass die Stadt einen Teil der Liegenschaft (OSM) für den Bau einer Schule erwerben möchte. Da die Kosten solcher Transaktionen traditionell vertraulich sind, ist es der Magistratsvortrag ebenso.

    Auf Seite 22 der Präsentation "U5 - Verlängerung zum Frankfurter Berg" wird der "angedachte Schulstandort" erwähnt bzw. auf Seite 21 der Status quo des fraglichen Straßenabschnittes der Homburger Landstraße - rechts im Bild - zw. A661 und Einmündung Jean-Monnet-Straße gezeigt.

    Hoffen wir mal das besagtes Kasernengebäude im Kauf mit enthalten ist und beim (Um-)Bau erhalten bleibt und nicht abgerissen wird. Bei manchen Baumaßnahmen mit solch alten Schulgebäude konnte die Stadt Architekturbüros verpflichten, die solchen Bestand angemessen beplant haben. Let‘s see.

  • Die hessenschau berichtet heute, dass das Stadtschulamt die Fa. Hitzler Ingenieure aus München beauftragt hat die Schulbauoffensive voranzutreiben. Die Münchner haben schon bei Schulbauoffensiven der Städte München, Köln, Münster und Berlin mitgewirkt. Ohne Gewähr auf Vollständigkeit, hier und dort wurde im Strang zur Schulbauoffensive schon berichtet.

    Das temporäre Schulgebäude hat für mich unbegreiflicherweise bereits Wasserschäden und das wohl nicht erst seit ein paar Tagen. Bleibt zu hoffen, dass die bauliche Qualität des Neubaues besser ist sonst ist nach Schulbauoffensive vor der Schulbauoffensive.

    Ob der im Bericht avisierte Baubeginn für das Gymnasium Römerhof mit der o.g. Beauftragung im Zusammenhang steht geht aus dem hessenschau Bericht nicht hervor.

    Jedenfalls berichtet die FR am 10.02.2025, dass das ca. 103 Mio. EUR teure Bauvorhaben im Sommer starten soll; der grobe Zeitplan:

    - Juli 2025: Erschließungsarbeiten;

    - April 2026: Beginn der Hochbauarbeiten;

    - Sommer 2027: Fertigstellung des 1. BA und Einzug eines Teiles der Schule

    - Mai 2028: Gesamtfertigstellung.

    Der Gebäudekomplex soll in Holzmodulbauweise errichtet werden plus einer sechsfeldrigen Sporthalle.

    Noch eine Visualisierung des geplanten Gebäudes:

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    Visualisierung: Stadt Frankfurt

    3 Mal editiert, zuletzt von main1a (22. Februar 2025 um 22:42)

  • Und Zack steht der ehemalige Bau der Ludwig-Börne Schule frei, die Anbauten wurden bereits bis auf die Fundamente entfernt. Dem Umbau zur Außenstelle der benachbarten Julius-Leber-Schule nach dem Entwurf der Baufrösche Kassel (Klick führt auf deren Homepage) steht somit im warsten Sinne nichts mehr im Wege.

    Hier ein paar Impressionen des nun komplett frei stehdenden Altbaus mit dem oft erwähnten Treppenturm, welcher demnächst wieder in einem Innenhof (oder gar im Inneren des neuen Anbaus!?) verschwindet. Wir laufen nun gemeinsam einmal um die betreffende Seite des Gebäudes drum herum – vom Friedberger Tor, durch die Friedberger Anlage, bis hin zum Bethmannschen Odeon (heute bekannt als le Panter)...

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    Bilder von mir.

    Und zum Abschluss nochmal eine Totale aus der Frieberger Anlage heraus – aus Richtung des Bethmann Weihers.

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    Bild von mir.

    Einmal editiert, zuletzt von sweet_meat (28. Februar 2025 um 14:21) aus folgendem Grund: Vertipper, wie immer. :p

  • Der Umbau zu Gesamtschulen in der ehemaligen Postbank Eckenheim dauert noch mindestens 7 Jahre ! Wie dem OBR10 mitgeteilt wurde sollen Denkmalschutz und energetische Sanierung den Umbau verlangsamen, das wäre es aber Wert... aktuell ist wohl noch nicht mal das Geld für die Planung bereitgestellt. Im Artikel auch ein Absatz warum das Gebäude unter Denkmalschutz steht. Für mich ist das Gebäude an dieser Stelle vollkommen deplatziert, die Nutzung als Schule immer noch das beste was damit passieren kann.

    Der Artikel aus der FR: Frankfurt: Warten auf zwei Gesamtschulen

  • Umbau Lateral Towers (ehemals Neue Börse) zu zwei neuen Gymnasien

    Der aus acht miteinander verbundenen Baukörpern bestehende Komplex "Lateral Towers" wurde von einem Commerz-Real-Fonds als neuer Hauptsitz der Deutschen Börse errichtet. Der Neubau wurde im Jahr 2000 bezogen. Schon zehn Jahre später zog die Börse erneut um, wieder in einen für sie errichteten Neubau. 2013 folgte die Commerzbank als Nutzer der inzwischen "Lateral Towers" genannten Immobilie.

    Im November 2023 mietete die Stadt die gesamte Liegenschaft mit 46.000 Quadratmetern Bürofläche, um diese nach Auszug der Bank und einem darauf folgenden Umbau für zwei neue Gymnasien nutzen zu können. Insgesamt rund 3.200 Schüler sollen im "Neuen Gymnasium" und im "Stadtgymnasium" einmal unterrichtet werden. Der Mietvertrag über 30 Jahre wurde allerdings entgegen der eindringlichen Warnung des städtischen Revisionsamts abgeschlossen (mehr). Die Prüfer bemängelten unter anderen die sehr hohen Mietkosten von etwa 13 Millionen Euro pro Jahr.

    Die Bauarbeiten haben begonnen. Dazu Bilder aus der vergangenen Woche und weitere Informationen. Haupteingang und Nordseite:

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    Die Südseite.

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    Einer der Höfe zwischen den Baukörpern.

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    Schon seit Sommer 2024 wird auf dem Areal unterrichtet. Vorerst in provisorischen Containerbauten, die sich im Dezernat von Sylvia Weber großer Beliebtheit erfreuen. Der Umzug in das umgebaute Gebäude ist bereits nach den Sommerferien 2025 vorgesehen. Ich denke, Zweifel an dieser Zeitplanung sind erlaubt.

    6378_lateral_towers_werden_gymnasien.jpg

    Nordwestlich des Baukomplexes ist zudem der Neubau einer zweigeschossigen Sporthalle geplant. Die Halle soll sechs Spielfelder erhalten. Auch eine Tribüne für Wettkämpfe ist vorgesehen. Die Sporthalle soll durch Außenanlagen für Leichtathletik, Fußball und Basketball ergänzt werden. Letztere sollen 2026 nutzbar sein, die Fertigstellung der Sporthalle ist Ende 2027 geplant.

    Um Platz für den Bau der Sporthalle zu schaffen, ist der Abbruch des im Hintergrund des letzten Fotos sichtbaren Parkhauses geplant. Erhalten bleibt die Tiefgarage der Lateral Towers, so dass weiterhin Parkmöglichkeiten bestehen. In der vergangenen Woche waren neben dem Parkhaus Bohrungen zu beobachten, wahrscheinlich zur Untersuchung des Baugrunds.

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    Bilder: Schmittchen

  • Die Zweifel mögen erlaubt sein, sollte dies passieren bekommen wir sicher eine neue Schuldezernentin. Am 16. August stehen ca 360 neue Schüler der beiden Gymnasien vor der Tür. Die existierenden Container sind mit der jetzigen Jahrgangsstufe komplett ausgelastet, die Kinder müssen irgendwo unterrichtet werden.

  • Julius-Leber-Schule

    Siehe #317. Ein Blick auf das eingerüstete Hauptgebäude mit dem eleganten Flugdach, an dem offenbar bereits ausgebessert wird:

    Der Eingangsbereich näher:

    Bilder: epizentrum

  • Update zur Julius-Leber-Schule, zuletzt im Vorbeitrag: Kaum begonnen, wird die Sanierung der denkmalgeschützten Berufsschule aus dem Jahr 1956 schon wieder abgebrochen. Angeblich auf Wunsch der Schulgemeinde, die unversehens viereinhalb Jahre Bauarbeiten im laufenden Schulbetrieb sowie per Gutachten festgestellte Schadstoffe fürchtet. Die Schule soll nun doch ausgelagert werden. Ein Interimsstandort steht aber erst 2026 zur Verfügung, schreibt die FR.

    Wer konnte dies alles bloß vor Baubeginn ahnen? Bau- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) und ihre Behörde jedenfalls mal wieder nicht.

  • Die FR berichtet gestern, dass in der IGS Süd, also im Hauptgebäude, kurzfristig die Betondecken mit 500 Baustützen, jedoch nicht in den Klassenräumen, abgestützt wurde. Weiterhin wurden 2 Obergeschosse gesperrt, da bei routinemäßigen Prüfungen die Tragfähigkeit der Betondecken nicht mehr gewährleistet ist.

    Jetzt wird geprüft ob auf dem Schulgelände temporäre Räumlichkeiten für die nächsten Jahre errichtet werden können.

    Die zweite Option: Umzug in eine schon vorhandene Containeranlage im Länderweg. In diese Anlage musste die Anni-Albers-Schule unplanmäßig umziehen, da in deren Schulgebäude die Decken wegen Wasserschäden adhoc saniert werden mussten. Die Containeranlage im Länderweg ist mittlerweile so marode, dass deren Austausch gegen eine Anlage in Holzmodulbauweise geplant ist. In 2028 hätte die IGS Süd dort dann einziehen sollen.

    Nun soll geprüft werden ob die Anni-Albers-Schule schon früher zurück umziehen und der Austausch früher stattfinden kann.

    Zusätzlich sollen weitere Optionen möglichst rasch geprüft werden. Eine Idee, nämlich den Umzug ins Juridicum hatte Frau Weber schon von vornherein abgelehnt. Warum dies keine Option ist steht hier.

    Damit wandelt sich die 'große' Schul-Rochade nun in eine 'sehr große' Schul-Rochade.

    Einmal editiert, zuletzt von main1a (9. August 2025 um 16:35)

  • Neuer Standort für die Europäischen Schule


    Schmittchen hatte im Januar ’25 von einer anstehenden Baugrunderkundung des möglichen Standorts am Festplatz am Ratsweg berichtet, welche mittlerweile durchgeführt und abgeschlossen ist.

    Weiterhin wurden Gutachten zum Thema Umwelt- und Artenschutz sowie Verkehr durchgeführt und abgeschlossen.

    Die Ergebnisse der drei Gutachten wurden am 24.06.2025 im Ausschuss Planen, Wohnen und Städtebau (TOP 5) vorgestellt.

    Fazit (FNP, 26.06.2025) vom

    Bodengutachten: Der Boden besteht metertief aus Sand, Dreck und Trümmerschutt. Empfohlen wird ein großflächiger Bodenaustausch und eine vollständige Unterkellerung des Neubaues. Beides sind keine Indikatoren für günstige Kosten schließen eine Bebauung jedoch nicht aus.

    Fazit vom Umwelt- und Artenschutzgutachten: Das Festplatzareal hat keine große ökologische Bedeutung, jedoch leben auf dem fraglichen Kleingartenareal Gartenrotschwanz, Star, Stieglitz und andere Vögel, die auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten stehen. Darüberhinaus gibt, nicht überraschend, dort Quartiers- und Nistmöglichkeiten für Insekten und Kleinsäugetiere (bspw. Igel).

    Fazit vom Verkehrsgutachten: Eine Verbesserung würde nicht eintreten, aber auch keine maßgeblich Verschlechterung der Leistungsfähigkeit des Verkehrsflusses. Eine veränderte Ampelschaltung könnte dies kompensieren. Das Gutachten beinhaltet noch als Untersuchungsvariante die nicht in Anspruchnahme des Kleingärten. Dorothee Allekotte (Abteilungsleiterin Verkehrsplanung beim Straßenverkehrsamt Frankfurt) sagte bei der Vorstellung: "Die verkehrliche Erschließung stellt keinen Hinderungsgrund für die Ansiedlung der Europäischen Schule dar." Und weiter: "es wird nicht besser, aber auch nicht wesentlich schlechter."

    Sylvia Weber sagte: "Lassen Sie uns die Sommerpause nutzen um einer Entscheidungsfindung näher zu kommen.“ Und: "Aus den Gutachten ergibt sich meiner Meinung nach kein K.o.-Kriterium für eine Bebauung." Sowie: "Am Ende ist es aber eine politische Entscheidung und keine Entscheidung der Gutachtn." Ferner sagte sie das dieser Standort "erledigt ist" wenn für die Dippemess keine Alternative gefunden wird. Weiter sagte sie das eine Bebauung "theoretisch möglich" ist ohne das Kleingärten in Anspruch genommen werden müssten.

    Ein angebotenes Grundstück in einer benachbarten Kommune wurde mit 200 Mio. EUR als zu teuer bewertet und damit als möglicher Standort ausgeschlossen.

    Felix Schwenke (Oberbürgermeister, Stadt Offenbach) scheint unlängst ein Areal Mike Josef und Marcus Gwechenberger vorgeschlagen zu haben, welches in der Nachbarschaft zur ehemals geplanten Multifunktionsarena am Kaiserlei liegt. Dieses Areal wurde bekanntermaßen als ein möglicher Standort für die Europäische Schule diskutiert. Dieses (OSM) ist nun als Ersatzfläche für die zu verlagernden Sportplätze der Sachsenhäuser Vereine vorgesehen (Montagefläche für die neue Deutschherrnbrücke).

    Für Felix Schwenke hat das neue Areal an der Kaiserleipromenade (OSM) die Vorteile, dass einerseits neuen Sportplätze von der Europäischen Schule mitbenutzt werden könnten und anderseits die Stadt Frankfurt schon Eigentümerin eines Grundstücks auf Offenbacher Gemarkung ist welches Teil des von Schwenkes vorgeschlagenen Areals ist. Offenbach würde ein angrenzendes Grundstück zum Frankfurter Grundstück beisteuern, auch beide Grundstücke zusammen wäre noch ausreichend groß, aber Schwenke sieht gute Chancen benachbarte Grundstücke von kooperationswillige Eigentümer zu erlangen (RMZ, 31.07.2025 | RMZ-Kommentar, 02.08.2025)

    In Anlehnung an Sylvia Webers Aussagen hinsichtlich der politischen Entscheidung bleibt der Europäischen Schule zu wünschen, dass Schwenkes Vorschlag nun schnell politischen Konsens erlangt und anschließend Taten folgen.

    Einmal editiert, zuletzt von main1a (2. August 2025 um 13:29) aus folgendem Grund: Link zum Kommentar eingefügt

  • Zwei Beiträge zuvor wurde über die Baufälligkeit der IGS Süd berichtet.

    Basierend auf Ergebnissen aus der routinemäßigen Untersuchung kurz vor den hessischen Sommerferien wurde ein Betretungsverbot für das marode Hauptgebäude an der Textorstraße beschlossen. In der Konsequenz dürfen zum 18.08.2025, also zu Beginn des neuen Schuljahres, die Schüler und Lehrer der Klassen 5 bis 7 in das Hessenkolleg am Biegweg, Bockenheim umziehen.

    'Günstig' in dieser Situation ist, dass seit Jahren ein Umzug des Hessenkolleg zum Abendgymnasium in das Bildungszentrum Ost am Martin-Elsässer-Weg geplant ist. So kann dieser nun früher umgesetzt werden um Platz für die Unterstufe zu schaffen (Q).

    Perspektivisch sollen die Klassen 8 bis 10 auch an den Biegweg umziehen, jedoch muss zuvor eine Containeranlage dort aufgestellt werden. Bis dahin verbleibt die Mittelstufe im Nebengebäude "Villa Süd" an der Textorstraße.

    Ein Shuttlebus-Service zwischen Sachsenhausen und Bockenheim ist bis zum Umzug - und wohl bis auf weiteres - ebenfalls zu etablieren (Q).

    Erinnert sei das für 2019 eine Sanierung des Hauptgebäude geplant war und dieses ist nun Einsturz gefährdet! Der Aufwand für eine Sanierung erhöht sich damit deutlich. Zu befürchten ist, dass diesem architektonischen Schmuckstück, erbaut wurde es im Jahr 1907, möglicherweise wegen Unwirtschaftlichkeit der Abriss droht.

    Das Hauptgebäude mit der zum Blockinneren zugewandten Seite (Hauptgebäude als Pano).

    IMG-5708.jpg

    Am Hauptgebäude zeugen die beiden repräsentativen Hauptportale von der einstigen Unterbringung der Schwanthaler- und Textorschule.

    Das Nebengebäude "Villa-Süd", ehemals Holbeinschule.

    IMG-5715.jpg

    IMG-5732.jpg

    Das Hauptgebäude des Hessenkollegs.

    IMG-5699.jpg

    Bilder: main1a

    Sollte der rückwärtige Park / Campus erhalten bleiben, wäre dies im vergleich zu den fast vollständig versiegelten Pausenhöfen der IGS Süd für die Schüler m.E. ein kleiner Gewinn bei diesem Unbill.

    4 Mal editiert, zuletzt von main1a (14. Januar 2026 um 21:29) aus folgendem Grund: Bilder

  • Umbau Lateral Towers (ehemals Neue Börse) zu Schulen

    Derzeit wird das Parkhaus der Neuen Börse beziehungsweise der Lateral Towers abgerissen (zum Gesamtprojekt zuletzt in #324).

    6501_lateral_towers_werden_gymnasien.jpg

    Chantré macht es.

    6502_lateral_towers_werden_gymnasien.jpg

    Anschließend wird Cells, der Vermieter der Liegenschaft, eine zweigeschossige Schulsporthalle auf dem Areal errichten. So ist es mit der Stadt vereinbart.

    Bild: https://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/6503_lateral_towers_werden_gymnasien.jpg
    Bilder: Schmittchen

  • Frankfurt gründet Bildungsbaugesellschaft

    Einer aktuellen Vorlage zufolge sollen die Stadtverordneten die Gründung einer stadteigenen Gesellschaft beschließen, der die Sanierung und der Betrieb von zunächst 14 Schulen im ganzen Stadtgebiet übertragen wird.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Gegenstand der Gesellschaft (ist) Planung, Sanierung, Errichtung, Instandhaltung und Bewirtschaftung von kommunalen Zwecken dienenden Bauten, insbesondere Bildungseinrichtungen inkl. erforderlicher Interimsbauten und sonstiger damit zusammenhängender baulicher Anlagen wie Sporthallen nach den Maßgaben dieser Vorlage sowie des Gesellschaftsvertrages (Anlage 1)....

    Die o.g. Aufgaben werden zunächst an 14 Bildungsliegenschaften in mehreren Schritten zur Bearbeitung übertragen (Anlage 2), investive Projekte, Sanierungen und Erweiterungen können im Rahmen von Einzelaufträgen durch das ABI an die Bildungsbaugesellschaft Frankfurt mbH übertragen werden. Im Rahmen der zur Beschlussfassung vorzulegenden Planungsmittelfreigabe bzw. Bau- und Finanzierungsvorlagen wird dokumentiert, dass diese im Investitionsprogramm (IPG) veranschlagten Aufgaben von der Bildungsbaugesellschaft Frankfurt mbH durchgeführt werden.

    Wenn sich die Aufgabenwahrnehmung in der Gesellschaft bewährt, ist eine Übernahme weiterer Aufgaben oder die Erweiterung des Gesellschaftszwecks auf Grundlage entsprechender Gremienbeschlüsse (Magistrat, Stadtverordnetenversammlung, Personalvertretung) möglich.

    Die Aufgaben an den 14 benannten Liegenschaften werden zunächst für einen befristeten Zeitraum von derzeit zu erwartenden 15 Jahren übertragen.

    Die BBG kann man sich demnach als eine Art Task-Force für die ganz krassen Fälle vorstellen. Nicht beantwortet wird in der Vorlage die Frage, warum erst jetzt, denn die Zahl der Schulen, ihr Baualter und die Instandhaltungsrückstände, der Neubaubedarf sind schon länger bekannt.

    Dekoratives Anführungszeichen

    2017 wurde das Amt für Bau und Immobilen (ABI) zur Optimierung des Gebäude-, Liegenschafts- und Baumanagements gegründet. Die vielfältigen Aufgaben, die insbesondere im Bereich Schulbau in den nächsten Jahren und Jahrzehnten anstehen, lassen schon jetzt den Schluss zu, dass diese Aufgaben allein vom ABI in der notwendigen Zeit nicht bewältigt werden können.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Auch andere Kommunen wie Hamburg, Köln oder Mannheim haben bereits gute Erfahrungen mit der Bearbeitung besonders drängender Projekte im Bildungsbereich in Eigenbetrieben oder Gesellschaften gemacht. Die Stadt Frankfurt beschreitet daher kein Neuland, sondern folgt hier dem allgemeinen Trend das kommunale Bauen auf breitere Füße zu stellen und Auftragsspitzen in flankierenden Organisationseinheiten zu bearbeiten.


    M_123_2025 vom 15.9.2025

    Liste der Liegenschaften

  • Dekoratives Anführungszeichen
    Zitat von tunnelklick

    Die BBG kann man sich demnach als eine Art Task-Force für die ganz krassen Fälle vorstellen. Nicht beantwortet wird in der Vorlage die Frage, warum erst jetzt, denn die Zahl der Schulen, ihr Baualter und die Instandhaltungsrückstände, der Neubaubedarf sind schon länger bekannt.

    Eine berechtigte Frage. Dieser Spin off der Aufgaben vom ABI zum BBG ist überfällig und richtig.

    Wenn die letzten beiden Schulen im 01.07.2026 von der BBG übernommen sind hat bis Ende 2026 die BBG sich hoffentlich bewährt und ihre Kompetenz gezeigt, sodass die STVV sich entscheidet weitere Schulen in die BBG zu transferieren. Perspektivisch scheint der aktuelle Gesellschaftszweck einen kompletten Transfer aller Schulen bis hin zu den Kitas zu bieten.

    Ich erlaube mir noch die ersten 14 Schulen einschließlich Übernahmedatum zu nennen:

    1. Georg-Büchner-Schule, 01.04.2025

    2. Boehleschule, 01.04.2025

    3. Astrid-Lindgren-Schule, 01.04.2025

    4. Liebigschule, 01.04.2025

    5. Heinrich-Seliger-Schule, 01.07.2025

    6. Viktor-Frankl-Schule, 01.07.2025

    7. Albert-Schweitzer-Schule, 01.07.2025

    8. Niddaschule, 01.10.2025

    9. Engelbert-Humperdinck-Schule, 01.10.2025

    10. Eichendorffschule, 01.01.2026

    11. Steffi-Jones-Schule, 01.01.2026

    12. Riedhofschule, 01.01.2026

    13. Paul-Ehrlich-Schule, 01.07.2026

    14. Ludwig-Erhard-Schule, 01.07.2026

    Ein Bericht im Januar 2026 hinsichtlich Zwischenstand mit SWOT-Analyse für die STVV wäre dann wohl opportun.

    Einmal editiert, zuletzt von main1a (25. September 2025 um 20:04)

  • Umbau Ex-Postgiroamt Eckenheimer Landstraße 242-246 in Schulgebäude (geplant)

    Von diesem geplanten Umbauvorhaben wurde ab Schmittchens Beitrag vom 23. Juli 2023 ff berichtet.

    Nun wird im Magistratsbericht B_391_2025 vom 20.10.2025 der Fragenkatalog kurz und knapp beantwortet.

    Dekoratives Anführungszeichen
    Zitat von B_391_2025

    Die Machbarkeitsstudie ist abgeschlossen, momentan läuft die Planungsvergabe. Als erster Bauabschnitt wird die denkmalgeschützte Außenfassade und das Dach energetisch saniert. Der Baubeginn ist für 2026 geplant. Im zweiten Bauabschnitt wird der Innenausbau vorgenommen. Bis dahin kann entschieden werden, welche Schulen einziehen werden. Das Gebäude hat einen sehr flexiblen Grundriss, der wenige Stützen ausweist und hervorragend für eine Schulnutzung geeignet ist. Dies ermöglicht es, die Fassadenarbeiten zu beginnen, und im darauffolgenden Jahr den Innenausbau durchzuführen.

    Zusätzlich werden im kommenden Jahr auch innen alle Rückbauten und die Schadstoffbeseitigung durchgeführt. Zielvorstellung ist die Fertigstellung zum Schuljahr 2029/30.

    Bleibt zu hoffen, dass der Umbau wie berichtet so reibungslos ausgeführt und nach Zeitplan in Betrieb genommen werden kann, sowie im geplanten Kostenrahmen bleibt und zu guter Letzt die Ästhetik des denkmalgeschützte Gebäude nicht verloren geht.

    Aber drei, äh vier Wünsche auf einmal, da ist wohl mehr Bescheidenheit nötig.

  • "Geduld ist keine ewige Währung" – Europäische Schule

    Mir der treffenden Aussage "Geduld ist keine ewige Währung" schließt ein Artikel (Zum Artikel) in der Frankfurter Neuen Presse. Unter der Überschrift "Vor versammelter Finanz-Elite: EZB-Präsidentin rechnet erneut mit Frankfurter Politik ab" wird darüber berichtet wie EZB-Präsidentin Christine Lagarde auf dem ,Frankfurt Finance & Future Summit', also auf großer Bühne, ihren Unmut über die Situation rund um den Neubau der Europäischen Schule Ausdruck verleiht. Die Rede trug übrigens den Titel "Frankfurt First" – interessante Wahl wie ich finde. Lagarde weißt auf das Versprechen der Stadt hin sich zügig um einen neuen Standort zu kümmern, dass sie allerdings auf großer Bühne einen (berechtigten) Tadel ausspricht ist natürlich eine Blamage für unsere schöne Stadt. Mit Bezug auf unsere Bildungsbauten muss sich wirklich endlich etwas bewegen und zwar schnell! Nicht nur um eine angemessene Lernatmosphäre herzustellen, sondern auch um einen signifikanten Imageschaden und Standortnachteil abzuwenden bzw. glattzubügeln.

    Aber es gibt auch, wie in diesem Thread begleitet (zuletzt #329), vorsichtige Signale die auf eine Verbesserung der Situation hindeuten (Fortgeschrittene Gutachten zum Standort der Europäischen Schule, Gründung einer Bildungsbaugesellschaft). Im Artikel erfahren wird darüberhinaus, dass wohl bald weitere Gespräche zwischen Stadt und EZB zur Thematik anstehen. Hoffen wir dass alle Beteiligte auf Seiten der Stadt (und Stadtgesellschaft) die Dringlichkeit sehen ins Handeln zu kommen, damit wir hier endlich über Architektur-Entwürfe für die Europäische Schule streiten können.

  • Diese "vorsichtigen Signale" bestehen aus Ankündigungen des Magistrats. Hier durch Dezernentin Sylvia Weber, gewohnt vollmundig. Die bleiben dann wieder folgenlos. Gutachten für den Ratsweg haben etliche Jahre gebraucht, die meiste Zeit, um sie überhaupt zu beauftragen. Nun liegen sie seit langer Zeit fertig in der Schublade herum. Ach so, jetzt müssen "fortgeschrittene Gutachten" her. Erinnert sich jemand an den Ankauf des Geländes der früheren FIAT-Niederlassung in Griesheim für Schulbauten? Das war 2020 und seitdem ist dort exakt nichts passiert! Eine Brache. Oder an das Projekt Multifunktionshalle?

  • Das ganze ist ein einziges Armutszeugnis für diese Stadt im Allgemeinen und für Bildungs- und Baudezernentin Weber im Besonderen. Diese Frau ist seit fast 10 Jahren im Amt und bekommt immer wieder nur eine Aneinanderreihung von Pleiten, Pech und Pannen auf die Kette. Wäre Sie keine Parteifreundin von OB Josef wäre Sie schon längst entlassen oder zumindest versetzt worden.

  • Es würde mich irritieren wenn wir vor den Kommunalwahlen noch etwas konkretes hören. Mutmaßlich (!) soll so ein Konflikt mit aufgebrachten Kleingärtnerinnen und Anwohner im Wahlkampf vermiede werden. Aber so oder so muss ich den beiden vorangegangenen Kommentaren zustimmen, es ist wirklich eine Farce.

  • Binding-Gelände als Standort für Europäische Schule?

    Unter dieser Überschrift erschien ein Artikel in der FNP. Demnach hat die Radeberger Gruppe das Areal als Standort für die Europäische Schule ins Spiel gebracht. Seit der Schließung 2023 werden Teil des 56.000 qm großen Geländes nur noch für Logistikzwecke gebraucht. Die Vor- und Nachteile kurz gelistet:

    Vorteile

    • Zentral gelegen mit guten Anschlüssen an Bus, Straßen- und S-Bahn
    • Nähe zur EZB auf der anderen Main Seite
    • Liegt städtebaulich günstiger gegenüber dem Gelände am Ratsweg
    • Ist bereits erschlossene Fläche
    • Keine Opferung von Freiflächen
    • Gelände erfüllt alle Anforderungen
    • Areal wurde der Stadt bereits angeboten
    • Sportflächen, Schule und Mensa wäre auf einem Gelände möglich

    Nachteile

    • Altlasten aus der Brauereizeit
    • Nähe zur Bahnlinie und Darmstädter Landstraße betreffs Lärm
    • Geräuschpegel von über 55 Dezibel müssten bautechnisch gelöst werden
    • Strenge Grenzwerte für Bildungseinrichtungen bei Boden- und Grundwasserbelastungen
    • Jahrelanger Planungsverlauf

    Falls es dazu kommen sollte und man zügig beginnen möchte, wäre ein E-Gebäude Modell hilfreich. Solche Ersatz- und Erweiterungsbauten sind modular und in einem vereinfachten Verfahren zu genehmigen. Grundlage hier wäre die E-Gebäude-Richtlinie des Landes Hessen, die bei akutem Schulmangel schnell behelfsmäßige aber vollwertige Schulgebäude erlaubt. Parallel dazu könnte mit Planung und dem eigentlichen Bau der Schule begonnen werden.

    Das klingt doch eigentlich alles gut. Auf die nicht nur politische Entwicklung darf man gespannt sein.

    Aber die Braukessel im Schaufenster sollten erhalten bleiben :/