Beiträge von Der blaue Baron

    ^ (Bezieht sich auf das obere Bild)

    Die eng an den Rathaus Nordbau heranreichende Bebauung links zeigt, dass eine Bebauung an dieser Stelle durchaus auch heute vorstellbar ist. Ob für das Vorhaben Haus der Demokratie oder eines anderen Projekts, z.B. ein Museum. Ich hatte bisher ehrlich gesagt etwas bedenken bezüglich einer Verdichtung, habe meine Meinung nun aber geändert.

    Es handelt sich dabei um das im Beitrag von #214 schwarz gestreiften Bereich (Heute: Parkplatz und Abstandsgrün) zwischen Berliner Straße und Rathaus Nordbau.

    Ferner stimme ich Schmittchen zu, auch ich finde eine Rekonstruktion des Daches geradezu unerlässlich. Auch wenn ich den Reiz der von Miguel gezeichneten Vision, inklusive der Bezugnahme zur Reichstagskuppel, eigentlich durchaus auch etwas abgewinnen kann.

    Was im Wettbewerb anscheinend als erhaltenswert vorgegeben wurde ist schön auf einem der Bilder von C.F. Møller Architects zu sehen (erstes Schema). Anscheinend nur die Außenmauer der Ecke oben links, der Innenhof und die Hofmauer mit ihrem schönen Tor. Meiner bescheidenen Meinung nach ist dies an Lächerlichkeit schwer zu überbieten. Als jemand der unter anderem in einem sehr alten Gebäude aufgewachsen ist, in dem kein Teppich ausgerollt werden durfte ohne Rücksprache mit dem Denkmalamt, ist das Vorgehen in diesem Fall für mich nicht verständlich. Ich hoffe das Thema wird medial aufgegriffen. Zumindest scheinen mit Ausnahme der Architekturbüros keine der beteiligten Akteure besonders stolz auf das vorläufige Ergebnis zu sein. Anders kann ich mir das dröhnende Schweigen (keine Pressemitteilungen, wenig bis keine Berichterstattung) nicht erklären. Vielleicht verschwinden diese Pläne ja auch einfach auf dem Grund einer Schublade. Mein Bedauern würde sich in Grenzen halten.


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    Quelle: C.F. Møller Architects (Link)

    Bethmannhof (Neuentwicklung)

    Der traurige Anblick Bethmannhof sieht besseren Zeiten entgegen. Bin sehr gespannt auf das was sich hier tun wird.


    Dieses Zitat von Golden Age aus dem März 2023 lässt sich nun teilweise beantworten, ob nach der hervorragenden gegenwärtigen Zwischennutzung allerdings wirklich bessere Zeiten für das Gebäude Areal bevorstehen, urteilt selbst.


    Bisher gab es, soweit isch das überblicken konnte, noch keinen Bericht über die Ergebnisse des von Schmittchen hier erwähnten Architekturwettbewerbs zur "Neugestaltung des Bethmannhofs". Auch Medien und Pressemitteilungen war bisher nichts zum Ergebnis zu entnehmen, dafür bin ich allerdings auf den Websites einiger Architekturbüros fündig geworden. Und was soll ich sagen, ich bin latent entsetzt. Denn von der in Schmittchens Beitrag erwähnten "denkmalgeschützter Bausubstanz" die integriert werden soll ist wohl nicht sonderlich viel vorhanden und dementsprechend gestallten sich auch die Entwürfe. Versteht mich nicht falsch, ich mag moderne Architektur und finde gerade einen der Entwürfe hervorragend, doch möchte ich an diesem Ort eigentlich den historischen Bethmannhof sehen oder nur eine Anpassung des Bestands. Zu nah der Römer, zu wenig "historischer" Bestand in der Frankfurter Innenstadt.


    Doch der Reihe nach. Diesem Artikel (Link) der FNP ist zu entnehmen, dass die Bethmann Bank gerne das Gelände selbst nutzen möchte, dazu allerdings mehr Platz benötigt. Dies macht einen Neubau unter Integration von denkmalgeschützter Bausubstanz nötig, auch da sich das Bestandsgebäude nicht an die Anforderungen eines zeitgemäßen Bankbetriebs anpassen lässt. Auch wird mehr Platz gebraucht, was eine höhere Bebauung erfordert.


    Der Architekturwettbewerb hat keinen ersten Platz hervorgebracht und so wird gegenwärtig der zweite Platz auf Wunsch der Stadt Frankfurt modifiziert. Eine abschließende Beurteilung ist daher noch verfrüht, doch ein guter Eindruck des sich anbahnenden zukünftigen Bethmannhof lässt sich trotzdem gewinnen.


    2. Platz (ein erster wurde nicht vergeben): BGF Architekten aus Wiesbaden

    Visu und ausführliche Beschreibung gibt es: hier

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    Quelle: BGF Architekten (Link)




    3. Platz: Max Dudler (Berlin)

    Visus und ausführliche Beschreibung gibt es: hier

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    Quelle: Max Dudler (Link)


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    Quelle: Max Dudler (Link)


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    Quelle: Max Dudler (Link)




    4. Platz: C.F. Møller Architects (Aarhus, Dänemark)

    Visus, Grund- und Querschnitte und eine ausführliche Beschreibung gibt es: hier (dieser Entwurf gefällt mir mit abstand am besten, könnte gerne an anderer Stelle verwirklicht werden)

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    Quelle: C.F. Møller Architects (Link)


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    Quelle: C.F. Møller Architects (Link)


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    Quelle: C.F. Møller Architects (Link)


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    Quelle: C.F. Møller Architects (Link)


    Hoffe die Einbindung der Bilder passt so, ist das erste Mal mit directupload für mich

    Auch ich bin in erster Linie erfreut über den Erhalt des Bestands. Die Argumente der den Erhalt befürwortenden

    "Interessengruppen"

    halte ich auch in vielen Punkten für stimmig. Ob man mit ihnen sympathisiert oder nicht, sie reihen sich mit dem vorerst erfolgreichen "Vorgehen" zumindest in eine gewisse Frankfurter Tradition ein.

    Aber ich schweife ab. Was jetzt unmittelbar (noch vor einer Überlegung zur Nutzung der Dondorf-Druckerei) ansteht, ist einen alternativen Standpunkt für das Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik zu finden. Ich würde hier zwei Standpunkte ins Auge fassen.

    Zum einen ist meiner Meinung nach die Unterbringung in einem Turm neben dem DIPF am Nordende des Campus Westend vorstellbar. So könnte der Masterplan von Ferdinand Heide fortgeführt werden. Hinter dem geplanten Studierendenhaus (dessen Realisierung allerdings anscheinend fraglich ist) sollte genügend Platz verfügbar sein. Die Höhe könnte müsste sich dabei am DIPF orientieren.

    Zum anderen wäre eventuell eine Ansiedlung neben, bzw. südlich des Bockenheimer Depots denkbar, wenn dieser Standpunkt nicht für eine Interimslösung des Schauspiels benötigt wird. Es handelt sich um die Rasenfläche auf diesem Bild. Die Vorteile sind die unmittelbare räumliche Nähe zum ursprünglich geplanten Standort und zum Kulturcampus. Ob ein solch präsenter Ort in der Stadtlandschaft allerdings für diese Nutzung geeignet ist, darüber bin ich mir selbst noch nicht im Klaren.

    Die Neubauten empfinde ich persönlich zwar nicht als besonders schön, aber dennoch als sehr solide Ergänzungen. Die alte Bausubstanz wiederum ist sehenswert und mit Blick für die Details restauriert worden. Was ich aber fast schon als Beleidigung empfinde ist die Gestaltung der Aufstockung. Das sieht meiner Meinung nach einfach nur billig aus. Viel währe schon mit anderen Fenstern und einer sich am wunderschönen Altbestand orientierenden Farbgebung gewonnen (kein rosa oder hellgrau). Wenn schon als Bruch gestaltet, so wäre etwas mehr Orientierung an den Klassikern der Moderne schön gewesen, allerdings nicht dieser 70er Jahre Bungalow.

    Neuentwicklung an der Konstablerwache?


    Betrifft die Liegenschaft "Zeil 58-64", also die Nordseite der Konstablerwache vom Eckhaus in dem Woolworth und McFit untergebracht sind bis zur Hausnummer 64, in der ein H&M und der Eingang zu jenem McFit ist. Eventuell betrifft die potentielle Neuentwicklung allerdings nur die Hausnummer 64. Gut versteckt auf der Website des genannten Fitnessstudio findet sich die Ankündigung eines Umzugs in den 2-5 Stock des Gebäudes Zeil 65-69 (Bienenkorbhaus). Begründet wird dieser für Dezember 2024 angekündigte Umzug mit einem im Jahr 2025 anstehenden Abriss des Gebäudes in welchem sich das Fitnessstudio befindet. Hierbei bin ich allerdings skeptisch ob es sich wirklich um Zeil 58-64 handelt, Woolworth ist immerhin gerade erst eingezogen, oder nur um die Hausnummer 64. Eine Trennung der Liegenschaft könnte möglich sein.


    Vielleicht ist es eher etwas für den Spekulierstrang oder für Leute die im Bereich Bauwesen besser recherchieren können als ich, sollte es aber tatsächlich zu einer größeren Neuentwicklung an der Konstablerwache kommen, wäre dies die Chance für einen großen Wurf. Die Nordseite der Konstablerwache schreit geradezu nach einer Aufwertung. Wenn ich kurz träumen darf: ich wünschte mir für die Eckgebäude an der Nord- und Südseite der Konstablerwache eine Bebauung mit einer kleineren Version der Nora Tornen.



    Mod: Verschoben. Zu diesen Liegenschaften bereits zahlreiche Beiträge weiter oben im Strang.

    In Nürnberg ist die Standortsuche für ein geplantes ICE-Instandhaltungswerk gescheitert (Link). Dabei habe ich mich gefragt ob es für Frankfurt nicht theoretisch möglich wäre die "vielen hundert hochwertigen Industriearbeitsplätze" nicht hier in die Region zu holen. Es ist natürlich nur ein Gedankenspiel, aber hat jemand eine Idee wo sich so ein Werk (laut, auch nachts und sehr groß) ansiedeln ließe? Spontan hatte ich an die Fläche südlich des Industrieparks Höchst gedacht, da dort schon ein Gleisanschluss vorhanden ist (auch wenn ich mich meine zu erinnern, dass die Fläche schon für eine Erweiterung verplant ist).

    Wie bei allen Neubauten / Planungen in der Umgebung. Aber ich stimme Dir zu, gerade hier würden 5 - 10 Stockwerke dem Ensemble gut tun. Was die Wirkung aus der Ferne betrifft bin ich mir da allerdings nicht sicher, da mir die EZB als Monolith tatsächlich sehr gut gefällt. Aber vielleicht hat ja jemand begabteres aus dem Forum lust eine "was wäre wenn" Ansicht der Gegend zu machen. Mit einer Aufstockung der vier Hochhäusern des Hafenpark Quartiers.

    Laut dem Erfurter Dezernenten für Stadtentwicklung Tobias Knoblich ist das Projekt als ganzes wohl nicht geplatzt, allerdings könnte es wohl kleiner ausfallen. Die Bahn spricht diesbezüglich von einem "normalen Prüfverfahren". So steht es in einem Artikel des MDR von gestern Nachmittag.


    Gründe für die Verkleinerung des Projekts laut Herrn Knoblich:

    - gestiegene Kosten

    - Corona-Pandemie

    - geringerer Bedarf an Büroflächen

    - aufwendige / teure Erschließung des Grundstücks und bisher keine keine, von der Stadt erhoffte, Zusage des Landes sich an den Kosten zu beteiligen


    Im kommenden Jahr soll endgültig entschieden werden wie groß das Projekt werden wird (Quelle).


    Anmerkung:

    Zumindest eines der Hochhäuser sollte ja ein Hotel beherbergen und das andere Büros. Da ich die Architektur im Wettbewerb als sehr schön empfunden habe, fände ich es sehr schade wenn dessen erster Platz nicht umgesetzt werden würde. Mindestens einen Turm (vielleicht Büro und Hotel in einem) fände ich gut. Als wahrscheinlicher würde ich jedoch eine reduzierte Umsetzung des im Wettbewerb zweitplatzierten Entwurfes sehen. Dieser ist vermutlich deutlich günstiger umsetzbar.

    Sprach- und Kulturwissenschaften

    Seit gestern ist nun die neuste Bibliothek auf dem Campus Westend der Goethe-Universität geöffnet. Grund genug für mich einen kurzen Rundgang durch das Gebäude zu machen. Leider hatte ich nur wenig Zeit, für kunstvollere Bilder muss die Tage vielleicht mal jemand anderes vorbeischauen.


    Beginnen wir gleich mit dem Detail welches mir persönlich am wenigsten gefällt, den Türen. Zum einen ist mir das Design zu altbacken, zum anderen wirkt das eigentlich sehr schöne Holz bereits etwas verschlissen, was kein gutes Zeichen für den Zustand in den kommenden Jahren ist.

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    Durch die Tür hinein kommt man in eine geräumige Aula in welcher sich links der Eingang zur Bibliothek befindet. Doch wir wenden uns erstmal nach rechts und gehen vorbei an der neuen Mensa mit dem ungewöhnlichen Namen Hoagascht (wohl Österreichisch/Bayrisch für Geselligkeit). Diese war noch nicht geöffnet, daher erstmal keine Bilder von mir.

    Was als erstes ins Auge fällt ist die markante und gelungene Rotunde in welcher sich zwei Hörsäle verbergen, die bei Bedarf auch zusammen genutzt werden können. Wirkt auf mich von außen wie das Gegenteil der transparenten und Lichtdurchfluteten Eisenhower Rotunde im IG-Farben Haus. Alle Materialien wirken sehr hochwertig und dank der Farbgestaltung ist es in der Realität auch deutlich heller und freundlicher als auf meinen Aufnahmen.

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    So sieht der Blick aus der letzten Reihe von Hörsaal B aus:

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    Blick hinauf in ein grünes Treppenhaus...

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    ...welches zum Gebäudeteil mit ebenfalls grünen Innenhof gehört. Der andere Innenhof hat rote Glaselemente, genauso wie die dazugehörenden Treppenhäuser ebenfalls Bordeauxrot gestrichen sind. Dank dieser Farbgestaltung ist es deutlich leichter sich zurechtzufinden als etwa im PEG-Gebäude, in welchem man schnell den Überblick verlieren kann wo man sich befindet. Hübsch geworden wie ich finde, auch wenn ich den roten Innenhof noch schöner finde.

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    Noch ein Blick das Treppenhaus hinunter:

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    Die Aussicht und die Dachlandschaft des Neubaus. Manche Dachflächen sollen wohl noch mit Photovoltaikanlagen bestückt werden.

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    Widmen wir uns der Bibliothek, die sich über drei Stockwerke (EG bis 2. Stock) erstreckt und sehr gut gelungen ist ohne viel Platz zu verschenken. Rund um die Treppe gibt es Arbeitsplätze in den Galerien.

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    Weiter Arbeitsplätze gibt es unter anderem am Fenster...

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    ...an der Rückseite der Hörsäle (links befinden sich Gruppenarbeitsräume die aber alle belegt waren)...

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    ...und mit Blick in den roten Innenhof (2. Stock).

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    Zusätzlich gibt es auch die Möglichkeit im Stehen zu arbeiten (links):

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    Abschließend noch eine Ansicht aus der letzen Ecke der Bibliothek:

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    Center for Humanities

    Hier gibt es zwar nichts neues, dennoch möchte ich dieses Bild einstellen. Es zeigt das Grundstück auf welchem das Center for Humanities errichtet werden wird. Bis vor kurzem war hier das Containerdorf für ein anderes Projekt zu finden, doch dazu später mehr.

    Ich werde mich bemühen sobald die Bauarbeiten starten aus dieser Perspektive ein gelegentliches Update zu geben.


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    ^ vielen Dank für den Veranstaltungshinweis, es hat sich sehr gelohnt nicht nur wegen des Films, der kalten Getränke und leckeren Crêpes, sondern auch wegen der interessanten Perspektive auf den CBD.


    Location mit dem Rücken zur Leinwand:

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    Die Leinwand:

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    Restliche Dachterrasse mit Bar und Crêpestand:

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    Nachtrag zu den Reparaturarbeiten an der DB-Netz-Zentrale, allerdings noch aus dem Mai. Damals war eine Armada an Hebebühnen und Arbeitern damit beschäftigt die Fassadenverkleidung zu demontieren. Insgesamt waren etwa 10 Hebebühnen vor Ort und haben die wohl nicht sonderlich beständigen Fassadenteile abgenommen. Wie der aktuelle Stand ist und ob die Fassade wieder vollständig angebracht wurde weiß ich leider nicht.


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    Gestern bin ich zufällig über den Quartiersplatz gelaufen und war positiv überrascht. Der Außenbereich des Restaurants links war gut gefüllt und mit den Gesprächen und dem klappern der Teller im Zusammenspiel mit der gelungenen Gestaltung und der edlen Beleuchtung am Abend hat sich eine wirklich schöne Atmosphäre ergeben. Besonders der Geruch des großen Lavendelbeet Lavendelfeld war sehr angenehm und hat mich sofort gedanklich in die Provence oder nach Norditalien entführt.

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