Frag das Frankfurter Forum

  • Was hat das zu bedeuten?

    Bei meinem letzten Besuch auf der Deutschherrenbrücke sind mir wieder die beiden roten und blauen Bälle aufgefallen.
    Die ganze Zeit geht ein eigenartiges sonores Summen von ihnen aus und mir stellt sich einmal mehr die Fragen warum, und was haben diese Bälle zu bedeuten?
    In Ermangelung einer wissenschaftlichen oder technischen Erklärung hab ich für mich diese Erscheinung in die Abteilung "Kunst am Bau" eingeordnet. Ganz ähnlich wie den tickenden Wohnwagen am Rossmarkt/Goetheplatz.

  • Das ist ein ehemaliger Postbahnhof. Auch der Teil, in dem sich inzwischen die S-Bahn-Werkstatt befindet, gehörte einmal dazu. Die frühere Bahnposthalle hatte zehn Gleise und wurde in den Sechzigern oder Siebzigern gebaut und Mitte der Neunziger stillgelegt. Am zur Innenstadt weisenden Ende befindet sich wohl ein Rechenzentrum oder dergleichen. Der mittlere Teil steht leer. Allerdings liegen die letzten Umbauten dem äußeren Anschein nach nicht besonders lange zurück. Möglicherweise wurde mit einem Umbauprojekt begonnen, dieses aber nicht abgeschlossen. Angeblich war (auch) einmal ein "Mediapark" einschließlich Kinos geplant. Zu einer aktuellen Planung habe keine Informationen; gut möglich, dass es gar keine gibt. Schade eigentlich, da könnte man etwas Schönes daraus machen.

  • Vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich fahre hier jeden Tag vorbei und habe mich schon des öfteren gefragt ob und wie dieses riesige Gebäude wohl genutzt wird.

  • Unbekanntes Wohngebäude, Nordend od. Westend?

    Hallo zusammen,


    nach längerer Zeit mal wieder ein "Bilderrätsel" von mir, bei dem ich die Antwort selbst nicht weiß und auf Eure Unterstützung hoffe.


    Bin momentan mit meinem eigenen kleinen Bauprojekt beschäftigt, daher finde ich leider nicht so viel Zeit für die Fotos meines Opas. Aber ich kann versprechen, daß noch ein paar kommen werden!


    Aber hier nun das Foto. Wer kennt dieses Gebäude oder erkennt, wo das aufgenommen wurde?



    Es müsste in der Innenstadt, Nordend-West oder im angrenzenden Westend befinden. Hinter dem Rohbau schaut der Eschenheimer Turm hervor:



    Auf der gegenüberliegenden Straßenseite stand ein Gebäude mit einem recht markanten Dach, vielleicht hilft das weiter:



    Auf der rechten Seite scheint ein Park o.ä. gewesen zu sein. Und zwischen beiden Straßen war eine Grünfläche mit einer Mauer drumherum. Damit konnte ich so überhaupt nichts anfangen...



    Kennt das einer von Euch?




    Vielen Dank und Schöne Grüße


    Robert

  • Bin mir ziemlich sicher, dass es sich um ein Gebäude in der Oberlindau handelt. Blick ist durch den Rothschildpark noch ohne Amerika-Haus in Richtung Reuterweg. Eines der Häuser im Hintergrund kann man auf der Bing-Map ganz gut erkennen.

  • Da fällt mir gerade noch ein, dass ich dir nie auf deinen Beitrag #209 geantwortet hatte. Das wollte ich aber, weil ich mich über das Bild lange mit jörg beratschlagt hatte, der die Straßen von Alt-Frankfurt aufgrund seiner jahrelangen Arbeit am virtuellen Altstadtmodell wie kein zweiter kennt.


    Wichtigster Anhaltungspunkt ist natürlich das „scharfe Eck“. Derer gab es nicht allzu viele. Der Zerstörungsgrad lässt ferner auf einen völlig mittelalterlich erhaltenen Teil der Stadt schließen. Hinten im Bild links zweigt eine kleine Gasse mittels abgesenktem Bordstein von der in die Tiefe des Bildes verlaufenden Hauptstraße ab. Auffällig ist, dass der Fotograf etwas erhöht steht, also selber aus einem Gebäude fotografiert haben muss, das neuerer Bauweise war, so dass der Feuersturm zumindest mal das Erdgeschoss hat stehen lassen.


    Diese Indizien deuten auf die Ecke Kleiner Hirschgraben / Kleiner Kornmarkt, heute eine der abartigsten Gegenden der Stadt. Plan Stand 1944:



    In rot die vermutete Position des Großvaters von Harald-Report mit anzunehmenden Blickfeld, das Gebäude dort stand vermutlich noch in Resten und ermöglichte so das Foto. In blau die im Bild im Hintergrund zu sehende, abzweigende Gasse, nur inoffiziell als Rittergässchen bekannt.


    Der Kleine Kornmarkt war im oberen Teil (im Gegensatz zum unteren Teil, dem Großen Kornmarkt) nahezu völlig mittelalterlich erhalten, Blick in selbigen nach Süden, Virtuelles Altstadtmodell Frankfurt am Main:


    http://sightwalk.s3.amazonaws.…91&tilt=14&isFullscreen=1


    Das Haus rechts, wahrscheinlich um 1825 gebaut und gründerzeitlich stark verändert, ist das Eckhaus zum Kleinen Hirschgraben, auf dessen Parzellennordseite wir im Vordergrund des Fotos von Harald-Reports Großvater schauen.


    Bildnachweis: Altfrankfurt.com

    Einmal editiert, zuletzt von RMA () aus folgendem Grund: Bildnachweis nachgetragen

  • Danke für das Nachgrübeln zum Foto mit dem spitzen Eck.


    Was gegen diese Ecke sprechen würde ist, daß die Mündung des Rittergässchens zumindest um 1930 herum noch wie eine normale Straßenmündung ausgeführt war und nicht nur über einen abgesenkten Bürgersteig. Das sieht man noch auf einem Foto aus dem ISG-Archiv (leider lässt sich das ja nicht verklinken):


    Code
    1. Bestand: Stadtbilder
    2. Bestandskürzel: S7A1998
    3. Signatur: 4.530 Bl/S:
    4. Az.:
    5. Bild:
    6. Titel: Kleiner Kornmarkt Nr. 14-2 und 19-15, Blick nach Süden


    Ich bin mir noch nicht sicher, daß das die Ecke am Kleinen Kornmarkt ist! Aber ich werde jetzt auch versuchen Belege für Eure These zu finden.



    Schöne Grüße


    Robert

  • Hm, wenn man genau hinsieht ist der Bürgersteig ohnehin an mehreren Stellen abgesenkt, vermutlich einfach alt und abgenutzt. Es wäre natürlich auch denkbar, dass der Blickwinkel im Bild einfach so weit „nach unten“ gerichtet ist, dass man die Einmündung zum Rittergässchen gar nicht sieht.


    Aber zugegeben, ein gewisser Unsicherheitsfaktor bleibt aufgrund der Austauschbarkeit fast aller Elemente im Bild – südlich der Zeil sah es 1945 fast überall so aus.


    Die Straße links macht allerdings einen recht breiten Eindruck, so dass ich neben dem Kornmarkt am ehesten auf eine der Nord-Süd-Verbindungen tippen würde. Aufgrund der Bebauungsstruktur scheiden im Kontext des Zerstörungsgrades im Bild tendenziell jedoch Liebfrauenstraße / Neue Kräme und Hasengasse / Trierische Gasse / Domstraße aus, da stand noch mehr aufrecht. Somit bliebe am ehesten eine Stelle in der Fahrgasse übrig.

  • Hallo,


    ich habe eine Frage an euch. Ich möchte mich demnächst in eine Bibliothek in Frankfurt zurückziehen die eine ruhige und schöne Atmosphäre hat, um dort zu arbeiten. Am schönsten wäre so eine alt(ehrwürdige), klassische Bibliothek.
    Ich würde mich daher freuen, wenn ihr mit Tipps geben könntet wo ich so eine finden kann.
    Wichtig ist noch zu sagen, dass ich an keiner frankfurter Hochschule immatrikuliert bin, also keinerlei Zugangsprivilegien hätte. Aber es gibt ja sicher noch andere Bibliotheken. Ich weiß allerdings nicht wie es in der Deutschen Bib. aussieht.
    Bitte nur Hinweise wo ich auch als normal sterblicher hineinkomme ;).
    Danke!!

  • In der Deutschen Nationalbiliothek lässt es sich sehr produktiv arbeiten, unglaubliche Bücherauswahl und beinahe jede wissenschaftliche Publikation verfügbar. Dazu gibt es noch Kaffee und Fresschen im hauseigenen Bistro. Nachteil ist allerdings, dass der "Eintritt" nicht gerade günstig ist und dass man(n) öfter mal abgelenkt wird... ;)
    (aber es gibt ja auch Sitzplätze mit Blick auf ein Bücherregal)

  • Ein Euro PRO Stunden in der National Bib., isch glaabs geht lous :nono::).
    Also fällt die und auch Wiesbaden (zu weit weg) aus monetären Gründen weg.
    Was bleibt denn dann noch übrig? Welche Uni Bib. sind denn ganz gut und ruhig eurer Meinung nach?

  • Für die Frankfurter Unibibliotheken muss man nicht immatrikuliert sein, um Zugangsprivlegien zu erhalten. Jeder kann sich eine kostenlose Gastkarte besorgen, damit hat man in den Bibliotheken die gleichen Rechte die „echten“ Student auch.


    „Klassische“ Bibliotheken in dem Sinne gibt es in Frankfurt am Main eigentlich nicht mehr (vor dem Zweiten Weltkrieg hatte die Alte Stadtbibliothek diese Rolle), du kannst aber mal bei den Museumsbibliotheken gucken, die sind ja teilweise in recht urigen Gebäuden, haben aber überwiegend auch recht urige Öffnungszeiten.


    Wer über den 1960er / 1970er Jahre-Muff hinwegsehen kann, findet in der alten Zentrale der Universitätsbibliothek an der Bockenheimer Warte eine hervorragend ausgestattete Bibliothek, die auch sehr viele ruhige Ecken bietet. Ein Tipp ist dort, sich im 3. Stock in den Musik- oder Frankfurt-Lesesaal zu setzen, da ist fast nie was los und man hat einen großen Kopierer für sich allein.


    Ansonsten wäre die Frage, was du bearbeiten möchtest bzw. welche Literatur du brauchst. Absolut top zum Arbeiten und auch architektonisch sehr ansprechend finde auf dem neuen Campus Westend vor allem die neue Bibliothek Recht und Wirtschaft. Da muss man sich sein Zeug natürlich selber mitbringen, wenn man nix mit Recht oder Wirtschaft am Hut hat. Und im Sommer ist man(n) des öfteren mal schwer zum Arbeiten in der Lage. :D

  • Baubeschreibung

    hatte schon jmd gelegenheit die baubeschreibung zu lesen? wie sieht's bzgl. verwendetem material / bausubstanz aus?


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    Mod: Verschoben, bezieht sich auf das geplante Holbeinviertel. Dieses Forum versteht sich grundsätzlich nicht als Beratungsplattform für ETW-Kaufinteressenten, ich bitte dies zu beachten.

  • Frankfurter Architektour?

    Kennt jemand von Euch das Buch "Frankfurter Architektour" aus dem B3 Verlag und kann eine Aussage zur Qualität machen? Ich habs neulich im Städel Museums-Shop gesehen und fand es eigentlich ganz ansprechend. Mich würde aber mal eine "Fach-Meinung" interessieren. ;)

  • Zum Thema Bibliothek / Ec8ors Frage

    Zugegeben, es ist in dieser Hinsicht in Frankfurt nicht mehr viel oder besser gesagt fast nichts mehr vorhanden. Die letzte "klassische"/"altehrwürdige" Bibliothek, die verschwand, war übrigens die der Wirtschaftswissenschaften am Campus Bockenheim und zwar als der Fachbereich an den Campus Westend umzog (das ehemalige Gebäude [Jügel-Bau] steht natürlich noch, allerdings werden deren ehemalige Räume nun nicht mehr als Bibliothek genutzt).


    Im Jügel-Bau gibt es noch eine einzige Bibliothek, die mWn von einem Institut, das sich mit jüdischer Geschichte o.ä. beschäftigt, betrieben wird. So weit ich mich erinnern kann, sind die Öffnungszeiten ziemlich mau und ich weiß gar nicht wie's drinnen ist, wie groß sie ist und ob man als Fachfremder überhaupt rein darf.


    Aber, ec8or, ich kenne noch 2 Locations, die deinem Wunsch ziemlich nahe kommen dürften.


    Hier der erste Möglichkeit: die Unibibliothek im ehemaligen IG-Farben-Haus auf dem Campus Westend (Geisteswissenschaften: Geschichte, Sprachen, Erziehungswissenschaften, Lehramtsstudiengänge etc.). Die befindet sich sowohl im ersten als auch im sechsten Querbau (Q1 und Q6) verteilt auf 7 Geschosse. Die Räume sind weitestgehend nüchtern gehalten ... bis auf das 1. und 2. OG des Querbaus 1 . :D
    In diese Bibliothek bzw. in den Querbau 1 kommst du allerdings nur über das 3.OG des Verbindungsbaus, dort ist der Eingang. In den 3.OG gelangst du am besten mit den PaterNostern. Im Querbau 1 selbst kannst du wieder mit einem Pater Noster runter ins 1.OG fahren und wenn du aussteigst musst du dann links laufen (etwa 10m, an der Info vorbei), Tür öffnen und voilà, du bist angekommen: und so siehts dann drinnen aus









    Arbeitsplätze am Fenster gibt's auch



    Noch ein paar Tips für den Campus Westend:
    - die Mensen haben zwischen 11.30 - 15 Uhr geöffnet (sie bieten essensmäßig/menümäßig fast das gleiche an ... ich empfehle dir die Alte Mensa, weil sie holzverkleidet ist und mehr Atmosphäre besitzt als die Neue Mensa)
    - es gibt auch ein Cafe im IG-Farben-Haus, das Cafe Rotunde (schließt sich dem Foyer/Eingangsbereich an)
    - auf dem Campus gibt es auch noch eine nigelnagelneue Bib der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, falls du literaturmäßig in dieser Richtung was benötigen solltest (diese Bib gefällt mir persönlich aber überhaupt nicht)
    - mach mal ruhig einen Abstecher in die Bibliothek im Querbau 6 (zugänglich über das 1. und 3. OG des Verbindungsbaus) und gehe hoch ins 6. OG. Von dort aus hast du eine herrliche Sicht auf die Frankfurter Skyline! Im Q1 ist sie nicht so gut, weil das Hochhaus am Grüneburgpark die Sicht doch sehr stark beeinträchtigt. In manchen Geschossen (evtl auch im 6.) findest sogar Fenster, die sich öffnen lassen, falls du ein Foto machen willst (am besten kurz nach dem Öffnen, wenn noch niemand in der Bib ist)


    Die zweite Möglichkeit: die Medizinische Hauptbibliothek in Niederrad. Hier gibts zu dieser Bibliothek mehr Infos und hier eine Übersichtskarte (Haus mit der Nummer 10 ist die Bib).
    Schön ist der Hauptraum/-saal dieser Bibliothek. Wenn du es etwas ruhiger haben willst, dann kannst du mal schauen, ob du im Hauptsaal oben in der Empore Platz findest. Dorthin gelangst du, wenn du im Hauptsaal vorne rechts durch die Tür gehst und dann die Treppen hoch.
    Ggü von der Hauptbibliothek gibt es ein Gebäude mit Pizzeria, Kiosk etc. Auf dem Klinikum-Gelände gibt es ansonsten auch noch eine Mischung aus Kantine & Mensa, wo auch Nicht-Studenten/-Beschäftigte essen dürfen.
    Ach ja, hübsche Medizin-Studentinnen gibts inklu ... naja, manchmal :D


    Du kannst in beide Bibliotheken, auch wenn du kein Student o.ä. bist. Für beide Bibliotheken empfehle ich dir ein Vorhängeschloss mitzubringen, falls du was in einem Spind einschließen willst. Du kannst deine Tasche aber auch mit reinnehmen, obwohl es eigentlich nicht erlaubt ist (früher, als ich in den Bibs drin war, hat sich keiner beschwert. Ach ja, und hab' auch acht auf dein Laptop, es gab auch schon Diebstahlfälle :-(


    Ich hoffe, ich konnte dir helfen.


    VGe

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