Beiträge von OllaPeta

    Puh... also das Hochhaus finde ich top: eigenwillige, elegante und schlanke Form (was neues in Frankfurt). Aber die auch von Adama bemängelte "Graswand" geht gar nicht. Mir war das auf dem Plan nicht aufgefallen, aber dort erkennt man es auch: Im Prinzip wird um die Durchwegung zu erreichen dort einfach eine Lücke im Blockrand gelassen und es bleibt die Brandwand des alten Präsidiums offen stehen... sorry, aber das erinnert mich an üble Nachkriegszeiten, wo man alles überplant hat mit der Perspektive, dass der alte Kasten eh irgendwann noch weichen wird. Diese Lösung finde ich tatsächlich unterirdisch.

    Tolle Bilder. Offensichtlich würden für den Ausgang zur Mörfelder auch noch zwei ansehnliche Gründerzeitler geopfert. Hatte ich schon immer vermutet, aber noch nie auf Bild gesehen. Das Hauptgebäude wurde abgetragen wegen des Tunnelbaus der U-Bahn habe ich verstanden, oder musste es auch versetzt werden wegen der S-Bahn? Aber eigentlich war nordseitig eh nicht genügend Platz, die übrigen Gebäude existieren ja auch heute noch, die westlich davon standen.


    PS: ich steh ja auf die Autos.... :-D

    Hoffe es passt hier:

    U-Bahn Verlängerung zur Sachsenhäuser Warte

    Der Ortsbeirat 5 setzt sich wohl für die Verlängerung der U-Bahn bis hoch zur Sachsenhäuser Warte ein (FR-Bericht). Wie allgemein bekannt enden ja alle Linien im Süden am Südbahnhof. Die Planungen für eine Strecke über den Sachsenhäuser Berg bis sogar Neu-Isenburg gab es ja schon vor Jahrzehnten und wurden leider nie realisiert (irgendwo hier im Forum habe ich dazu auch mal Pläne gesehen, glaube ich). Ich für meinen Teil habe es nie verstanden, warum dort nicht weitergebaut wurde. (Klar irgendwann wurden ja die meisten solchen Infrastrukturprojekte aus Kostengründen nicht mehr weiterverfolgt). Es wäre sicherlich eine sehr sinnvolle Ergänzung. Wenn man mal ganz verwegen denkt, hätten sich die Linien U1,2,3 ja ab "Süd" auch nochmal aufsplitten können und eine Weiterführung südmainisch bis Oberrad im Osten und Niederrad im Westen wäre ein Optimum gewesen. Ich weiß total, utopisch. Heute erscheint mir eine Realisierung bis zur Warte schon fraglich... Aber vielleicht kommt ja dort wieder Schwung hinein.

    ^+^^

    Ich finde das sogar etwas bedauerlich. Ok, der Zustand und die Veränderungen über die Jahre, haben kein Schmuckstück daraus gemacht, aber mir hat die Aufteilung der Baukörper und das ein oder andere Detail immer sehr gut gefallen, weil es für mich ein positives Beispiel für Gestaltungswillen war, denn es in den 50ern ja auch mal gab, wenn man sich Mühe geben wollte. Die Epoche verschwindet in der Innenstadt so langsam ganz oder zumindest hinter modernen Fassadenumbauten. Aber klar ist auch, dass auf dem Grundstück sicher viel mehr "geht", was Ausnutzung und Höhen betrifft.

    Das geht jetzt etwas in eine Off-Topic-Richtung: Xalinai, Du hast vermutlich recht, aber letztlich bleibt es Spekulation, wie es Frankfurt ergangen wäre. Es waren ja viele Gebäude für einen künftigen Hauptstadtsitz schon im Bau, als die Entscheidung für Bonn fiel. Das jetzige Funkhaus am Dornbusch war für den Bundestag vorgesehen und meines Wissens das schon wieder abgerissene AEG-Hochhaus am Mainufer als Ministerium gedacht. Ich spekuliere auch mal, dass diverse Infrastrukturprojekte (Riederwaldtunnel, Lückenschluss A66, etc.) vor dem Mauerfall schon umgesetzt worden wären und auch das U- und S-Bahnnetz dann anders aussehen würde. Aber wie gesagt reine Spekulation... es hätte sicher, wie so vieles, Vor- UND Nachteile gehabt.

    Bin immer wieder überrascht, dass Gebäude, die für mich doch "grade erst" gebaut oder saniert wurden, jetzt schon wieder "dran" sind... aber in diesem Fall sind es tatsächlich fast 25 Jahre... ich werd alt.


    Mir hat die wertige Fassade mit Ihrer gefälligen Gliederung und dem roten Naturstein immer sehr gefallen. Ich hoffe, dass sich das äußere Erscheinungsbild da in Zukunft auch ein Beispiel dran nimmt. Ich schätze mal in der Haustechnik wird es dagegen einigen Handlungsbedarf geben.

    Ehemaliges Dorint/Mercure/Best-Western Hotel in Dreieich-Sprendlingen

    Das Hotel an der Eisenbahnstraße hat schon mehrmals den Betreiber gewechselt in den der Vergangenheit und ist nun seit einiger Zeit geschlossen. Das 6500 m² große Grundstück samt Gebäuden wurde an einen Investor verkauft, der nun Wohnungen errichten möchte. Knackpunkt ist nun eine alte Villa, die auch auf dem Gelände steht und durch das Hotel als Eventlocation genutzt wurde (auch schon von meiner Familie). Es handelt sich um eine Fabrikanten-Villa aus dem Jahr 1926 und gehörte dem Mitbegründer der schon längst abgerissenen Zahnfabrik auf dem Nebengrundstück Heinrich August Wienand. Das Gebäude ist nicht denkmalgeschützt und soll nach Plänen des Investors weichen. Das Landesamt für Denkmalpflege hat wohl im Zuge des Verkaufs eine Besichtigung durchgeführt und die Denkmalwürdigkeit nicht erkennen können. So regt sich nun nur Wiederstand durch die Freunde Sprendlingens und dem Buchschlager Geschichtsverein. Bericht dazu in der Offenbach-Post. Was soll man sagen... Geschichte wiederholt sich. Ständig.

    ^Find ich ja im Prinzip nicht schlecht:

    • Enorme Aufwertung im Vergleich zum Vorzustand
    • Passable Gliederung der Fassade
    • Elegante Ecklösung mit der Abrundung
    • Die Klinkeroptik mag ich ohnehin sehr gern...

    Was mir nicht so zusagt ist die Erhöhung des Baukörpers an der Straßenecke. Da hat der Vorgänger 2 Stockwerke weniger, wenn ich richtig gezählt habe, was im Prinzip ja nicht schlimm ist, aber irgendwie wirkt das unmotiviert und unharmonisch da drauf klatscht um noch mehr Fläche zu erzielen.

    Und der linke Nachbar ist jetzt optisch deutlich zu niedrig. Aber da kann natürlich der Bauherr nix für.

    Hm, die Optik der Neubauten reißt mich jetzt nicht vom Hocker, aber ich find zumindest die Räume und Blickachsen ganz spannend, die da entstehen. Abriss der Blue Towers find ich etwas schade, aber sei´s drum...


    Was mich aber echt sehr wundert, ist dass da ausgerechnet auf der zur A5 nächstgelegenen Seite des Viertels so massiv auf Wohnbebauung gesetzt wird. Der Lärmpegel dürfte da doch durchaus beachtlich sein.

    Dies unendliche Geschichte verleitet mich mittlerweile zum Umdenken. Ich war immer zu 100 % pro Deckel. Aber der in Aussicht gestellte Zeitplan, dass dies vor 2030 nicht mal angefangen werden könnte, hat mich bekehrt. Der in allen Bereichen desolate Zustand (Optik, Sauberkeit, Pflegezustand, Raumwirkung, Materialauswahl) ist einfach nicht mehr hinnehmbar. Ich glaube man kann mit einem guten Konzept, die Situation auch trotz Loch so gestalten, dass die Aufenthaltsqualität sich signifikant verbessert (schlechter kann es kaum werden). Hauptsache es passiert was! Schnell...

    Als sporadischer Radfahrer in der Goethestraße kann ich zumindest bestätigen, dass das alte Pflaster echt mies zu befahren war.


    Mich treibt hier grade wieder ein Phänomen um, das es in Frankfurt immer besonders ausgeprägt zu geben scheint: Wenn etwas neu und "schön" ist, gibt es immer Menschen, die sich daran zu stören scheinen. Welche Honks haben denn den Belag da schon wieder mit den ganzen Bremsstreifen "versaut"?

    Neue Mitte Dreieich-Sprendlingen


    Das weiter oben mehrfach erwähnte Projekt "Neue Mitte" nimmt mittlerweile Gestalt an. Ich muss zugeben, dass ich zumindest etwas positiv überrascht bin. Die Gebäude zur Hauptstraße schaffen es mit der Höhenabstufung und den Fensteröffnungen sich ganz gut einzufügen und auch der erste Eindruck von der Raumwirkung im Inneren des Geländes ist positiver als befürchtet. Die Stadt Dreieich hat Bilderserien (Januar, Baukräne) veröffentlicht von der Baustelle. Der Stand ist nicht aktuell, die angesprochenen vorderen Gebäude fehlen da noch ganz bzw. sind erst bei Bodenniveau.

    ^ #galgenhumor


    Das ist echt ein Jammer. Wenn Ihr demnächst lest, dass ein unbekannter Investor sich dessen nun annehmen wird und eine denkmalgerechte Sanierung anstrebt, dann hab ich den Eurojackpot gewonnen.;)


    Wenn als Sicherungsmaßnahme nun ggf. nur noch der Abriss in Frage kommen sollte, dann war´s das wirklich. ;(

    Ich bin neulich mal seit langem wieder durch den Hafentunnel in Richtung Güterplatz gefahren und war sehr positiv überrascht, wie dicht das Ganze (The Spin & Co.) jetzt im Ensemble mit GrandTower, One und T185 wirkt. Das hatte ich nicht erwartet. Ist wohl die Schokoladenseite. Es kommt im Ganzen nicht ganz ans Bankenviertel/NMS heran, aber macht sich schon ganz gut als Cluster.

    Die Bahn hat ein kurzes Video zum Umbau veröffentlicht. Leider gibt darin es zu den aktuellen Plänen eigentlich nichts, was man nicht auch den schon geteilten Bildern entnehmen konnte. Ich fand allerdings die historischen Bilder ganz spannend.