Beiträge von OllaPeta

    Ich habe auch ein Reel auf Instagram gesehen, wo das ziemlich kritisch beleuchtet wurde. Ich hab es persönlich noch nicht in Augenschein nehmen können, aber ich kann dem Grundton nur zustimmen: Es vermittelt sich dem Bürger nicht, warum 2 Mio für Kunst ausgegeben wird, ohne den Rahmen dazu zu schaffen. Es wurden auch Beispiele gezeigt von Fahrradleichen, kaputten Flaschen, vermüllten und versifften Ecken, kaputtem Pflaster. Da ist der Reflex nachvollziehbar, dass man sagt, hätte das Geld nicht sinnvoller ausgegeben werden können. Soll das so einen morbiden Charme vermitteln, wie eine Gemäldeausstellung im Abbruchhaus?

    BTW: ich bin 3 mal die Woche am Börsenplatz, auch dort ist der Zustand des Platzes immer schlimmer. Schäden des Pflasters, bzw. Bodenbelags, vermüllte Grünflächen, und vor allem bricht man sich an den Drainagen fast die Haxen, weil die Gitter kaputt, reingefallen oder vollständig weg sind. Das ist alles ein Trauerspiel.

    Vielen Dank für die Bilder, wirklich sehr abwechslungsreich und spannend. Ich kann alles nur bestätigen, was Adama sagt, für mich ist das die größte Überraschung in der jüngeren Vergangenheit, vor allem in Bezug auf Erwartung vs. Ergebnis. Es ist allerdings keine Überraschung, dass der Entwurf auch ein paar mehr Meter vertragen hätte und so noch etwas eleganter hätte daher kommen können. Aber wir wollen mal nicht so sein.

    Ich oute mich mal als Fan des Bestands. Ich mag die zeitlose Eleganz und vor allem die "Ecke" mit dem Treppenhaus. Das hat was Bauhaus-mäßiges. Bei der neuen Fassade ist sicher noch ein bisschen 50er-Flair erkennbar, aber mir gefällt vor allem der neue Aufbau oben drauf nicht. Das wird mir optisch zu Kopflastig.

    Puh, das find ich tatsächlich nicht gut. Das Gebäude hat mir durch die dunkle, wertige Erscheinung, die Fassade mit einer gewissen Tiefe und den klar gegliederten Fenstern immer sehr gut gefallen. Das war irgendwie gleichzeitig dezent, aber aussagekräftig - gleichzeitig monumental, aber auch wieder kein Retro-Kitsch. Vielleicht späte Postmoderne im besten Sinne. Auch der Farbkontrast zum Kronenhochhaus fand ich spannend. Der neue Entwurf ist zwar irgendwie gefällig, aber auch austauschbar. Das reißt mich definitiv nicht vom Hocker.

    Ich bin da familiär vorbelastet, da meine Tante seit Anfang der 80er bis zu ihrer Rente 1997 in der Bundesbank gearbeitet hat. Als Kind war ich öfter dort zu Besuch und mit meiner Oma war ich im Sportzentrum auf dem Gelände zum Schwimmen. Für mich hat das ganze Gelände eine wahnsinnig faszinierende Ausstrahlung besessen. Die Sicherheitskontrollen, die gepflegten Grünanlagen, alles war so sauber und vermittelte eine Atmosphäre der Wichtigkeit. Die Bundesbank-Zentrale stand für die D-Mark, für die alte Bundesrepublik, für Stabilität, für Sicherheit. All das hat für mich auch die Architektur transportiert und ich habe diese auch immer als sehr ästhetisch wahrgenommen. Schönheit ist hier sicher ein streitbarer Begriff, aber ich finde sie auch keinesfalls hässlich. Durch den Standort, an dem der Bau weder ein gewachsenes Viertel, noch Natur tangiert, habe ich da keinerlei Reflex von einer Chance zur Stadtreparatur zu sprechen. Ich hoffe deshalb sehr, dass eine passende Nutzung gefunden wird. EZB, wäre in der Tat ein Gedanke, der mir auch kam. Ein bisschen Ironie des Schicksals.

    Also ich bin mehr als positiv überrascht. Die Fassadengestaltung erreicht eine gewisse gestreckte Erscheinung, so dass der Turm höher wirkt. Die Farbe finde ich auch sehr ansprechend. Für die Wirkung im Pulk hätte er allerdings gerne noch höher ausfallen dürfen. Beim kleinen Turm bin ich noch unschlüssig, die Verzerrung macht es etwas schwer zu erkennen, ob er einigermaßen schlank und elegant wirken wird. Die Fassade ist für mich gefällig, was aber auch viel durch die Farbe kommt. Sonst ist die doch auch etwas monoton.

    Ich habe lange überlegt hier was zu schreiben, weil das Thema sehr emotional aufgeladen ist. Ich bin dann oft in einer Position, dass ich beide Seiten absolut verstehen kann und fühle mich da eher bemüßigt zu vermitteln, als konkret eine "Meinung" zu vertreten. Als Kind war die Welt noch einfach: Ich dachte, warum nehmen die Menschen Drogen, das ist doch ungesund und jeder rational denkende Mensch würde das nicht tun. Für mich war das einfach unlogisch und so auch jeder "selbst Schuld", der Drogen nimmt. Aus eigener Erfahrung im Erwachsenenalter mit viel harmloseren Dingen, als Drogen, bin ich mittlerweile da verständnisvoller. Emotionen und psychische Themen können (labile) Menschen sehr irrationale Dinge tun lassen. Natürlich ist es die eigene Verantwortung diese Themen anzugehen, aber mit einem pauschalen "selbst Schuld" kommt man bei Betroffenen nicht sehr weit. GLEICHZEITIG sehe ich es aber auch so, dass es möglich sein muss mit einer gewissen Härte die Gesellschaft, die durch das Verhalten dieser Menschen in ihrer Freiheit eingeschränkt wird, zu schützen. Ich vermisse auch konkrete Ideen, die Ursachen zu bekämpfen. Das fängt bei der Verfügbarkeit der Drogen an und hört bei der mangelnden Verfügbarkeit von Hilfseinrichtungen auf. Und vor allem vermisse ich Ideen, wie man vielleicht auch den Betroffenen Personen Anreize schafft, Hilfsangebote anzunehmen. Solche immer wieder vorgeschlagenen Maßnahmen, wie Fußgängerzone, Wochenmarkt, Trinkbrunnen drehen für mich die Kausalität um. Es muss doch umgekehrt sein: Wenn sich die Situation verbessert, dann haben wir auch eine gern genutzte Fußgängerzone oder einen Markt, der funktioniert. Aber umgekehrt wird das nicht klappen. Das ist wie wenn man unglücklich ist, dass im Garten nichts wächst, auch wenn man immer wieder neue Blumen pflanzt. Man ändert aber nichts daran, dass der Boden trocken ist. Gießen UND pflanzen, sonst bleibt alles wie es ist.

    Ich glaub es passt hier am ehesten hin: Die Offenbach-Post berichtet über das ehemalige MSO-Gelände an der Waldstraße, Ecke Odenwaldring. Demnach überlege die Stadt Offenbach von einer Rückkauf-Option gebrauch zu machen und dort eine neue Feuerwache zu errichten. Der aktuelle Eigentümer, die Caree GmbH, sei allerdings von diesem Vorhaben überrascht worden. Ein größeres Projekt auf dem Grundstück war auch durch Corona gescheitert, man habe aber der Stadt mehrere Vorschläge für eine Nutzung - unter anderem für Wohnbebauung - gemacht, die alle abgelehnt wurden. Man könne sich eine Partnerschaft mit der Stadt in Sachen Feuerwehr allerdings vorstellen.

    Ich kenne das Gelände nur als Brache, das wäre wirklich ein Fortschritt für den Süden Offenbachs. Da in dem Artikel anklingt, dass die Stimmung zwischen Stadt und Investor angespannt ist, bin ich mal gespannt, ob das was wird.

    Ich hatte ja an anderer Stelle schon mal geschrieben, dass mir diese Entwürfe absolut gar nicht gefallen. Klar, eine Reko ist utopisch, aber die Einfallslosigkeit für eine so wichtige Stelle, gerade wenn man sich die Blickbeziehung von der Fressgass her vorstellt, ist schon sehr ernüchternd. Naturstein wäre wünschenswert, die Farbe auf den Bildern erinnert allerdings sehr an Sichtbeton. Die Idee von LSXY ist etwas gefälliger, wobei das Grün irgendwie bei mir leichte 70er-Jahre Vibes auslöst. Das ist irgendwie Random und passt nicht zusammen.

    Niederrad Schwarzwaldstr. 4

    Ich hab es schon befürchtet, das kleine Häuschen in der Schwarzwaldstraße (Streetview) wurde abgerissen. Auch im hinteren Teil des Grundstücks wurden verschiedene Garagen und Werkstattgebäude abgerissen. Die Nummer 6, die wohl identisch mit der Nummer 8 (Apfelweinwirtschaft Gass) ist, steht noch und es macht aktuell den Anschein, als ob es stehen bleibt. Hoffe ich zumindest.