Beiträge von OllaPeta

    Oh, das ist auf Alle Fälle ein Lichtblick, dass der fürchterliche Flachbau da weg kommt... aber insgesamt bin ich irgendwie nicht so richtig begeistert. Die neu geplanten Gebäude sind schon gefällig und wirken erstmal wertig, auch durch den Stein. Aber ich empfinde das vom ersten Gefühl einfach insgesamt irgendwie monoton und mega langweilig. Weiß nicht, was ich davon halten soll...

    Ach cool, das ist diese Bauruine in der Feuerbachstraße? Ich bin etwas zwiegespalten. Auf der einen Seite wirkt das dunkle mit der Klinkeroptik tatsächlich erstmal wertiger, auf der anderen Seite gefallen mir bei dem helleren Entwurf jetzt die Roten Jalousien mit Klappfunktion. Das wertet es ungemein auf (wirkt sehr mediteran). Und im Übrigen sieht es auf dem letzten Bild schon auch nach einer Fassaden-Struktur aus, die über reines Verputzen hinaus geht. Vielleicht ist es doch (hellerer) Klinker?

    Also mich hat es auch ein klein Wenig an Gaudi erinnert, wenn auch natürlich sehr vereinfacht und abstrahiert. Im Grunde eine gelungene Fassadengestaltung, leicht sakral angehaucht, organische Formen kombiniert mit klassischen Proportionen. Auch die Idee dem Pendant auf der Ecke Goethestraße zu entsprechen und eine Art Turm aufzusetzen, finde ich gut, wenn auch mir hier die Umsetzung nicht ganz so gut gefällt. Sehe es nicht ganz so krass wie Sipaq, aber das wirkt irgendwie "Random", würde die Jugend heute sagen.


    Bin ich aber der Einzige, der dem aktuellen Gebäude nachtrauern würde? Ich finde das ein sehr gelungenes Exemplar seiner Zeit und es wurde ja auch vor kürzerem erst renoviert. Ich hab das immer als im positiven Sinne schlicht und recht edel empfunden. Hatte auch irgendwoher den Floh im Ohr, dass es denkmalgeschützt ist, was aber wohl offenbar nicht der Fall ist.

    ^Dazu schreibt heute die Offenbach Post konkreteres:

    Das Hochhaus soll kommen. Investor Michael Dietrich hat das Projekt dem Gestaltungsbeirat vorgestellt:

    • Das C&A-Gebäude soll erhalten und umgebaut werden, da die Tiefgarage untendrunter dem Eigentümer des City-Towers gehöre und er Eingriffe in die Substanz ablehne (sic!)
    • Das Gebäude an der Ecke Herrnstraße soll abgerissen werden, ebenso wie ein Anbau von C&A (wo genau dann nun der Turm entstehen soll, ist für mich nicht so eindeutig hervorgegangen)
    • Wie viele Wohnungen entstehen, ist noch offen
    • Bis 2026 solle das Projekt durchgeplant sein und alle Genehmigungen vorhanden sein.

    Am Hauptbahnhof 4

    Hatten wir das schon irgendwo, ich glaube nicht... die FR berichtet von Gerüchten, dass das Gebäude "Am Hauptbahnhof 4" momentan entmietet werde. Mieter bekamen Kündigungen mit der Begründung eines Bevorstehenden Abrisses. Die Eigentümergesellschaft spricht von Prüfungen, ob eine Kernsanierung möglich sei, oder ein Abriss notwendig werde. Zitat: "Das in den 1960er Jahren errichtete Gebäude habe trotz regelmäßiger Instandhaltungsmaßnahmen das Ende seiner technisch-wirtschaftlichen Laufzeit erreicht,..."

    Ist hier eigentlich offtopic, aber ich hab den Artikel auch gesehen, den skyliner erwähnt hat. Ich frage mich, wie man allen Ernstes überhaupt nur in Erwägung ziehen kann, für eine Südbahnhof-Erweiterung die komplette Bebauung in diesem Bereich der Nordseite der Mörfelder Landstraße zu opfern, mal ganz zu schweigen von dem Stress, den Enteignung und Entmietung so mit sich bringen würde.

    Also mein erster Gedanke war auch "warum ausgerechnet dort...?" Die Denkmalgeschützten Gebäude sollten so umfangreich wie möglich erhalten werden. Ich kenne die Commerzbank-Filiale (Kaiserstr. 30) ganz gut von innen, da ich dort meine Bankberater hatte. Das Foyer und Treppenhaus sind sehr schön und beeindruckend. Die umliegenden Büros hatten dagegen keinen besonderen Charme. Wenn der Haupteingang zu war, musste ich um nach draußen zu gelangen eine innenliegende Nottreppe nutzen, von der man wiederum an der NMS zwischen der 31 und dem Eckhaus heraus kam. Im Block wirkt das schon sehr verbaut und es erschließt sich nicht wirklich, was alles alte Bausubstanz ist und was mal bei der letzten Sanierung neu dazu kam. Ich könnte mir vorstellen, dass man ein Hochhaus auf der Ecke platzieren könnte, aber die Grundfläche ist dann doch arg klein. Ich halte die Luft an...

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    Das mit "EMAS verified" verstehe ich nicht wirklich. Ich hatte da beruflich mal mit zu tun und meines Wissens ist das eine Zertifizierung, die Unternehmen bzw. Organisationen erwerben können, um ein Ganzheitliches Umweltmanagement nachzuweisen. Das hat zwar auch etwas mit dem Gebäude zu tun, aber dass man ein Gebäude oder (geografischen) Standort als solchen EMAS zertifizieren kann, kenne ich so nicht. Vielleicht ist mir aber auch was entgangen... hab damit 2 Jahre nichts mehr zu tun.

    Das ist in der Tat ein Ding. Auf der einen Seite bin ich erleichtert, dass ein Abriss so vom Tisch ist, aber andererseits gibt es so erstmal keine Perspektive für eine Nutzung. Ein dauerhafter Leerstand ist auch nicht wünschenswert. Und insgeheim ärgere ich mich bei diesem Vorgang auch mal wieder, dass man es nun den o. g. mir auch nicht durchgehend sympathischen "Interessengruppen" verdankt, dass ein Abriss verhindert wird. Solange man als Stadt, Land oder Denkmalschutzbehörde es nicht schafft und mangels Möglichkeiten auch nicht schaffen kann, für einen Investor ein solches Gebäude sinnvoll und auch wirtschaftlich nutzbar zu bekommen, wird es leider immer wieder darauf hinauslaufen, dass ein Abriss angestrebt wird. Im Sinne der reinen Vernunft sicher alles nachvollziehbar, aber im Interesse der Stadt sollte es ja sein einen Kompromiss zu finden.

    Zurück zum Thema ;)

    Es ist jetzt keine 10/10, aber mir gefällt der Entwurf ganz gut. Was ich sehr positiv finde: Die Fassade betont mehr das Vertikale und nicht wie vorher die Horizontale durch diese damals üblichen Fensterbänder. Das hat es irgendwie sehr unförmig wirken lassen. Und auch die helleren Materialien passen besser in die Umgebung. Etwas schade ist, dass die beiden momentan nicht minder hässlichen Nachbarn auf beiden Seiten nicht mit im Boot sind. Aber ggf. strahlt es ab. Und btw. mir gehört dann wahrscheinlich eine Türklinke oder so... hab in Hausinvest investiert. ^.^

    Die Hessenschau online berichtet über die Diskussion über die Zukunft der Binding-Kupferkessel. Bekannt ist ja, dass Binding den Produktionsstandort an der Darmstädter Landstraße aufgeben wird. Was mit dem Gelände passiert ist allerdings noch unklar. Derweil hat sich wohl schon eine Initiative in Stellung gebracht, das Sudhaus mit den Charakteristischen Kupferkesseln zu erhalten, als Zeugnis der Brautradition in Frankfurt und speziell am Sachsenhäuser Berg. Löblicherweise hat das Planungsdezernat einen Erhalt gefordert, der städtische Denkmalschutzbeirat befürwortet das. Irrsinnigerweise hat das Landesamt für Denkmalpflege eine Unterschutzstellung dagegen bereits abgelehnt. Mal wieder ein fragwürdiger Vorgang. Was ins Bild passt: Binding bzw. Radeberger wundert sich nur, dass mit ihnen dazu bisher überhaupt nicht gesprochen wurde.

    Die Hessenschau berichtet (auch mit einem kurzen Video, das viel altes Bildmaterial enthält) von der nun genau 50 Jahre andauernden Sperrung der Zeil für den Autoverkehr. Zum 22.08.1973 wurde es amtlich: Die Zeil wurde Fußgängerzone. Die Diskussionen waren die gleichen wie heute: Schadet es dem Einzelhandel? Gibt es ein Verkehrschaos?

    Ich war am Dienstag auch seit langem mal wieder an der Konsti und mir ist das wirklich sehr positiv aufgefallen. Kann dem Vorbeitrag nur in allem Punkten zustimmen. Durch die Fensterrahmen wirkt das Gebäude nun plötzlich filigran und leicht. Durch den Stein wirkt es wertiger. Dieses Sanierung ist ein riesen Gewinn für die ansonsten weiterhin schäbige Konstablerwache.

    Landwirtschaftliche Rentenbank (zuletzt hier erwähnt)

    Die Rundschau schreibt, dass es da nun los gehen soll. Für mich neu war die Information, dass der Entwurf inkl. des Plans um einige Stockwerke aufzustocken, auf historischen Plänen beruht. Es war wohl damals von Anfang an so geplant, wie es jetzt umgesetzt werden soll. Zusätzlich wird erwähnt, dass so viel Bausubstanz wie möglich, speziell auch der Naturstein der Fassade wiederverwendet werden soll.

    Villa Schott in Dreieich

    Ein Herzensprojekt von mir... die Villa (Bild) ist nun fast fertig renoviert. Die letzten Beträge (#34 f.) sind schon etwas älter. Die Neubauten auf dem Grundstück sind schon seit ich glaube über einem Jahr bezogen und man hat sich erst im Anschluss daran gewagt (vielleicht, als das Geld da war), die alte Villa zu sanieren. In Wikipedia hat das Haus nun sogar eine eigene Seite. Es wird sehr schön, soviel kann man sagen. Einzig erscheint mir der Dachüberstand als recht groß (zumindest größer als vorher), aber ich will nicht jammern, so doch die lange Geschichte des Verfalls nun abgehakt ist.

    Die Hessenschau hat online auch die Ergebnisse des Wettbewerbs veröffentlicht mit weiteren Bildern.


    Aus meiner Sicht ist Platz eins durchaus gelungen. Geschlossener Blockrand nur aufgebrochen durch eine Verbindung, die die Flucht der gegenüberliegenden (ich glaube) Ludwigstraße aufnimmt, dadurch ein geschützter Campus im inneren. Schlichte aber wertige und gut gegliederte Fassade.

    Uuuiiii... das wäre ja mal eine kleine Sensation. Eine "Medizinische Einrichtung" zwischen zwei mehrspurigen Straßen und unter der Einflugschneise find ich zwar gewagt, aber wenn das so möglich ist, warum nicht.


    Die Sanierung für 2 Mio. EUR klingt für mich als Laien fast schon nach wenig, wenn man sich den Zustand des Stalls so anschaut.

    Hm, also das kann ich so gar nicht nachvollziehen. Sorry, wenn ich mir das Bild von Adama anschaue, glaube ich, dass die Fernwirkung der Skyline davon quasi gar nicht tangiert wird. Ich würde sogar wetten, dass wenn man sonst identische Bilder nebeneinanderlegt, die sich nur durch die Dachwiederherstellung der beiden Türmchen unterscheiden, ein Großteil der Menschen den Unterschied nicht wahrnehmen würde. Das hätte was von den dämlichen Fernsehgewinnspielen "Finde die 5 Fehler im rechten Bild". Für die Nahwirkung des Rathauskomplexes wäre die Wiederherstellung hingegen ein großer Gewinn! Im übrigen empfinde ich grade diesen Krassen Kontrast, den man ja jetzt schon hat mit dem Dom und Paulskirche im Vordergrund, als sehr reizvoll.