Leipziger Kaffeeklatsch

  • Ich hatte mich das zuletzt gefragt und möchte es nurmal mitteilen, dass alle in dieser Zeit kommenden Flüchtlinge und Asylbewerber sofort als Einwohner gelten. Damit relativiert sich die Betrachtung mE stark. Die (hier kostenpflichtige) SäZ erwähnte dies für Görlitz beiläufig. Erstmalig seit Langem stieg dort die Bevölkerung um 110 auf 54 932 Einwohner. Allerdings wurden in 2014 450 neue Asylbewerber aufgenommen. Die Kommunen erhalten aber auch 500 Euro Schlüsselzuweisung pro Einwohner. In Görlitz kommt die Durchmischung mit den Polen hinzu (kaum mit Tschechen), die selbst oder als Ehepartner von Görlitzern ein Haus oder eine Wohnung kaufen bzw sich eine neue Existenz in Sachsen aufbauen. Es ist auch ein Rückzug aus den direkt umliegenden Gemeinden gen Stadt zu verzeichnen, was für alle sächs. Mittelstädte gilt. Soweit die SäZ.

    Demnach sind zB in Dresdens +5600 gut 2000 Flüchtlinge oder Asylbewerber enthalten. Die (ich nenns mal wertungsfrei so) "echte Zuwanderung" umfasst also lediglich 3600 Personen für DD, wovon auch noch viele gleichsam die Umländer entleeren. LE sticht einzig heraus. Chemnitz und die Mittelstädte "wachsen" minimal - hauptsächlich durch die Asyl-Migration (oder seh ich da was falsch?). Die sonst mit "Zuwanderung" verbundenen Attribute von Stabilisierung von (sozialen) Infrastrukturen, Wirtschaftsprosperität und Wachstum kommunaler Einnahmen können hierbei nicht angelegt werden, denn auf schrumpfende Kommunen kommen neue Soziallasten hinzu. Vielmehr stehen die Kommunen vor schwierigen Aufgaben - es wirkt mE eher destabilisierend, wie wir die letzten Wochen/Monate schon gesehen haben. Die Asyl-Migration schließt also etwas die innerdeutsche "Sterbelücke" - was Wunder, genau dies wird seit vielen Jahren prophezeit bzw durch Wirtschaft und Politik auch als unumgänglich bzw wünschenswert bezeichnet, um Standards auch künftig halten zu können. Angenommen, die meisten Asylbewerber möchten und können in Sachsen bleiben, ergibt sich daraus eine große Chance - vorausgesetzt eine gute Integration wird von Anfang an betrieben. Den vielen jungen Menschen müssen Wege durch Schulen, Ausbildungen und Hochschulabschlüssen geboten werden, dann kann die sächs. Gesellschaft umfangreich profitieren und auch (naturgemäß) weltoffener werden.

  • ^ In dem Artikel von R. Julke in der L-IZ vom 2. Februar (ist nicht mehr abrufbar) stand schon geschrieben, dass das sächsische Mini-Wachstum derzeit auf den Zuzug von rund 10.000 Ausländern im letzten Jahr beruht. Das dürfte in der Tat auf die gestiegenen Asylbewerberzahlen zurückzuführen sein. Ich will das Thema Asyl hier nicht überstrapazieren, aber in Sachsen muss sich in der Informationspolitik und in der Unterbringung einiges ändern, sonst sehe ich den sozialen Frieden zunehmend in Gefahr. Zuwanderung wurde hier zu lange nur in Bezug auf Fachkräfte propagiert. Ausländische Fachkräfte machen aber um Sachsen meist einen großen Bogen, weil die Arbeitsbedingungen hier alles andere als optimal sind und sie woanders sicher auch willkommener sind. Asylbewerber können sich aber nicht aussuchen, wohin sie gehen, die werden nach dem Königsteiner Schlüssel über das gesamte Bundesgebiet verteilt. Kein Wunder also, dass auf fremdenfeindlichen Hetzseiten in Bezug auf Flüchtlinge, die bekanntlich nicht arbeiten dürfen, zynisch von "Fachkräften" gesprochen wird. Vielleicht bin ich ja einfach nur blauäugig, aber es fällt mir schwer zu glauben, dass sich die Unterbringung von Asylbewerbern in Sachsen bei dem Leerstand so schwierig gestaltet. Ich verstehe nicht, warum Flüchtlinge nicht ausschließlich in den Groß- und Mittelstädten untergebracht werden können und stattdessen sich in dem kleinen Schneeberg inzwischen über 1000 von ihnen aufhalten müssen (weshalb in den Medien ob der untragbaren Zustände schon von der Schneeberger Asylschande gesprochen wird) oder einem 170-Seelen-Dorf quasi über Nacht 52 Tunesier vorgesetzt werden. Damit ist weder den Dorfbewohnern noch den Flüchtlingen geholfen. Hier im Leipziger Westen klappt die Integration viel besser, nicht in erster Linie weil die Bevölkerung aufgeschlossener ist, sondern weil es viele Angebote für Flüchtlinge gibt. Großstadt eben. Wenn nicht über Nacht 18jährige Mädchen aus den Betten gerissen, von ihren Eltern getrennt und dann abgeschoben werden, nur weil sie versäumt haben, mit Eintritt der Volljährigkeit einen entsprechenden Asylantrag zu stellen, ist hier (fast) alles in Butter.

    Wie dem auch sei, die Bevölkerung in Sachsen wird sich in den nächsten Jahren durch weiteren Zuzug aus dem Ausland verändern. Leipzig (sicher auch Dresden oder Chemnitz), wo jeder Sechste unter 18 Jahren schon einen Migrationshintergrund hat, ist ein Indikator dafür, wohin die Reise geht. Da kann der besorgte Sachse mit seinem Deutschlandfähnchen sich noch hundertmal zu Pegida stellen und "mir sei Deitsch" trällern. Das ändert nichts...

  • Das studentische Regionalradio mephisto berichtet über eine neue Studie des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Leipzig ist wieder Armutshauptstadt in Deutschland. 25,1 Prozent der Einwohner Leipzigs leben danach unterhalb der Armutsgrenze. Sonst weiß man nichts Neues zu berichten.

  • ZEIT ONLINE, 19. Februar 2015
    Paritätischer Wohlfahrtsverband
    Armut in Deutschland auf Höchststand
    http://www.zeit.de/wirtschaft/201…hlfahrtsverband

    Als arm gelten nach einer Definition der EU Personen, die über weniger als 60 Prozent des mittleren gesellschaftlichen Einkommens verfügen. Laut Paritätischem Wohlfahrtsverband werden in Deutschland Einpersonenhaushalte mit einem Einkommen von weniger als 892 Euro pro Monat als arm bewertet. Bei einer Familie mit zwei Kindern liegt die Grenze bei 1.872 Euro.

    Armutsforscher Ernst-Ulrich Huster: "Deutschland ist ein reiches Land – im Schnitt werden hier über 30.000 Euro pro Jahr und Einwohner erwirtschaftet. Doch acht Prozent der Bevölkerung sind völlig abgehängt und zwischen 16 und 20 Prozent leben unterhalb der Armutsgrenze." Gleichzeitig würden die Reichen laut den offiziellen Statistiken immer reicher. "Die obersten zehn Prozent verfügen über rund 53 Prozent des Vermögens." Manche Berechnungen gingen von mehr als 60 Prozent aus.

    PM, 19.02.15
    Armut auf Höchststand: Studie belegt sprunghaften Armutsanstieg in Deutschland
    http://www.der-paritaetische.de/startseite/art…in-deutschland/

    http://www.der-paritaetische.de/armutsbericht/…ftete-republik/

  • Arm, aber sexy! Halt, das hat schon eine andere Stadt für sich proklamiert...

    In dieser PDF ist die Armutsstudie des Paritätischen Gesamtverband in allen Einzelheiten und Rankings zusammengefasst.

    Ich weiß nicht, ob man Armut richtig erfassen kann, indem man deutschlandweit den gleichen Wert von 890 Euro für das Einkommen eines Einpersonenhaushalts heranzieht. In München ist man mit 890 Euro sicher ärmer dran als in Vorpommern. Berücksichtigt werden müssten auch Haushalte, die von Studenten und Auszubildenden bewohnt werden. Das sind gerade in Leipzig nicht wenige. Ob ausgerechnet diese Klientel Sinnbild für Armut ist, weiß ich auch nicht, meines Erachtens verwässert sie eher die Armutsstatistik. Kurios auch, dass bis 2012 die Hartz-IV-Quote in Berlin über der Armutsquote lag. Wie das passen soll, ist mir ein Rätsel.

    Als Anhaltspunkt für Armut finde ich nach wie vor die Hartz-IV-Quote am Besten geeignet. Leipzig gilt als Stadt für besonders prekäre Lebensverhältnisse. Das wird sich so schnell auch nicht ändern, auch nicht in Hinblick auf die Landeshauptstadt, die mit einer vergleichsweise niedrigen Armutsquote gesegnet ist. Aber in jüngster Zeit schlägt sich der rasante Jobzuwachs und die stetig sinkende Arbeitslosigkeit in der Messestadt auch auf jene durch, die von Hartz-IV leben (müssen). Die Zahlen, die ihr oben in der PDF abrufen könnt, sinken kontinuierlich und sprechen für sich. Die SGB-II-Quote sank in Leipzig von 21,8 Prozent im Jahr 2007 zuletzt auf 17,0 Prozent im letzten Jahr. Noch deutlicher die SGB-II-Quote der unter 15jährigen. Diese sank in Leipzig von 36,8 Prozent im Jahr 2007 auf 26,4 Prozent im letzten Jahr. Dieser Rückgang erfolgt auch konträr zu den meisten westdeutschen Großstädten, wo die Quote in den letzten Jahren eher gestiegen ist.

    Was mir beim Thema Armut in Leipzig auffällt: Es gibt hier nach meiner Wahrnehmung viele alleinerziehende Mütter, die lt. dieser Studie ja besonders zur Armutsrisikogruppe zählen. In der Kita, in der Schule und in meinem Wohnumfeld fällt das schon sehr auf. Ich kann mich dagegen nicht erinnern, in Frankfurt überhaupt mal einer alleinerziehenden Mutter begegnet zu sein. Hier passiert mir das ständig. Und zum Thema niedriges Lohnniveau ganz aktuell unsere sympathischen Nachbarn aus dem Schwobenländle, die nach anfänglicher Leipzig-Begeisterung vor einem Jahr resigniert in den Stuttgarter Raum zurückziehen werden, weil der Lebenspartner hier zwar einige interessante Jobangebote bekommen hat, aber die Bezahlung nur etwa 50 Prozent von dem entspricht, was er vorher in Stuttgart gewohnt war. Adele *schnüff*!

  • ^ Das sehe ich ganz genau so! Sicher kann bzw. sollte man das Thema in Deutschland aufgreifen. Dennoch muss man eigentlich die Lebenshaltungskosten in den jeweiligen Städten und Landkreisen berücksichtigen. Die einfache Zahl an Personen zu ermitteln, welche 890€/Monat zur Verfügung haben ist dann doch ein wenig irreführend. Es ist halt ein Unterschied ob ich von den 890€, 25% in Leipzig oder 75% in München für die Miete ausgeben muss. Und wie du schon sagst, ist der Arbeitsmarkt in Leipzig seit 2006 in einem starken Aufschwung. Wenn auch öfter auf einem niedrigeren Level so setzt sich eine Entwicklung in Richtung Normalität fort. Mittlerweile müssen Firmen sogar in einem sehr weiten Umfeld nach Fachkräften für den Arbeitsmarkt in Leipzig suchen. Womit dann, unter anderem, die kräftigen Einwohner-Zuwachsraten zu erklären sind.

    Die LIZ hatte zu diesem Thema im Sommer einen Artikel geschrieben. In welchem auch argumentiert wurde, dass die Löhne in Leipzig bei diesem hohen Einwohnerzuwachs gar nicht wirklich steigen können. Denn die neuen Einwohner fangen meistens von Vorne an - ob als Studenten, junge und neue Arbeitskräfte, oder Migranten aus dem Ausland. Das ist in den Großstädten völlig normal. Einen Hinweis darauf, dass der Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt trotzdem nicht komplett an den Durchschnittslöhnen in Leipzig vorbei geht, kann man am Landkreis Leipzig sehen. Im Süden von Leipzig wohnen die Einwohner welche in Sachsen die höchsten Durchschnittslöhne beziehen und der Durchschnitt am nächsten des gesamtdeutschen Schnitts liegt. Und ob man nun in Markkleeberg bei so vielen großen Firmen arbeiten kann, bezweifle ich. Man fährt also morgens zur Arbeit in die Stadt hinein und fährt das Gehalt abends aus der Stadt heraus.

  • Gäbe es sowas bei uns, wäre die neue S-Bahn Mitteldeutschland auch kein Anziehungspunkt für solche Taten.

    Keine Gnade: Leipziger Graffiti-Sprayer bekommen Prügelstrafe in Singapur

    PS zum verlinkten Bild. Hypzig scheint auch in der Graffiti-Szene immer beliebter zu werden. FDJ ist eine Crew aus Dresden, GRS aus Chemnitz und UNO kenne ich gar nicht. CWR aus Weimar und One United Power (1UP) aus Berlin sprühen in der Messestadt inzwischen auch, was das Zeug hält...

  • AfD will Straße oder Platz nach Otto von Bismarck benennen

    Weil wir gerade bei der AfD waren ( http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showthread.php?p=469002 ) - die packen im Stadtrat endlich die ganz heißen Eisen an:

    https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1001581

    Betreff: 200.Geburtstag Otto von Bismarck; Würdigung des maßgeblichen Schöpfers des ersten deutschen Nationalstaates durch Benennung einer geeigneten Straße oder eines geeigneten Platzes in Leipzig
    Status: öffentlich
    Vorlage-Art: Antrag
    Einreicher: AfD-Fraktion

    Dekoratives Anführungszeichen


    Beschluss: Die Stadtverwaltung wird beauftragt, Otto von Bismarck in den diesbezüglichen städtischen Namensvorrat aufzunehmen und die zeitnahe Benennung, einer dem Namensgeber würdigen o.a. Örtlichkeit zu prüfen.

    Begründung:
    Otto von Bismarck wurde am 1.April 1815 geboren. Er leitete als deutscher Reichskanzler politische Maßnahmen ein, aus denen sich wegweisende Modernisierungen Deutschlands entwickelten. So reagierte er z.B. auf die unsichere Lage vieler Arbeiterfamilien und führte erstmals eine gesetzliche Kranken-, Unfall- und Altersversicherung ein.

    Bismarcks diplomatische Beharrlichkeit bezüglich maßvoller Interessenausgleiche in Europa machen ihn zu einem Vorbild auch für heutige Politiker in aktueller Situation.

    Es wird gemunkelt, demnächst solle nach dem Willen der AfD-Fraktion die seit 1947 nach dem Antifaschisten, KPD-Politiker und NS-Opfer Karl Enders benannte Endersstraße in Lindenau wieder in Kaiserstraße oder gleich in Kaiser-Wilhelm-Straße (so 1886-1907) zurückbenannt werden, denn ohne die vorausschauende und vorbildhafte Politik des großen deutschen Kaisers Wilhelms I. wäre das Wirken des Eisernen Kanzlers nicht möglich gewesen. Ein fraktionsloser Stadtratskollege bedauerte unterdessen, dass er im April 2014 noch nicht gewählt worden war, um mit einem ähnlichen Antrag dem 125. Geburtstag eines weiteren begnadeten deutschen Politikers gedenken zu können.

    Den AfD-Stadträten ist leider noch nicht aufgefallen, dass eine größere Anliegerstraße in Großzschocher bereits nach Otto Fürst von Bismarck benannt - warum auch immer: http://www.openstreetmap.org/#map=15/51.3042/12.3246 . Sind die vier Herren noch nicht so lange in der Stadt oder fehlt noch ein Stadtplan im neuen Fraktionsbüro?

    Aber es bieten sich repräsentativere Rückbenennungen an. Bismarckstraße war
    - bis 1905 Name der Helmholtzstraße in Lindenau
    - bis 1906 Name der Fritz-Seger-Straße in Gohlis
    - 1907–1928 Name der Baumgarten-Crusius-Straße in Leutzsch
    - 1873–1945 Name der Ferdinand-Lassalle-Straße im Bachstraßenviertel
    - ehemaliger Name der Entsbergerstraße in Böhlitz-Ehrenberg
    http://www.leipzig-lexikon.de/reg/be.htm

    2 Mal editiert, zuletzt von LE Mon. hist. (7. März 2015 um 07:14)

  • Die Bild heute wieder besonders reißerisch: Dresdner verdienen 900 Euro mehr als Leipziger. Solange Beamte und Politiker in der Saggsenkapitale weiterhin die einzige Einkommenselite im Land bilden, wird sich das auch nicht ändern. Interessanter erscheint mir da der Vergleich zu anderen deutschen Großstädten. Der Abstand der Leipziger Nettoeinkommen zu jenen in Frankfurt am Main ist deutlich geringer als der Abstand von den Frankfurter Einkommen zum Spitzenreiter München.

    Zu #631:
    Die zwei in Malaysia gefassten Leipziger Graffitisprayer, denen in Singapur die Prügelstrafe droht, sollen lt. Tante LVZ der Radicals-Crew angehören. Das sind die, die zuletzt die Fassade der alten Post verschönert haben.

  • Naja "reißerisch", das ist ja nun erstmal nur eine Feststellung im Dresdner Regionalteil der Bild. Aber an irgendwas liegts ja immer, nech? ;)

    Zu den Sprayern, das nennt man dann wohl den langen Arm des Gesetzes, höhö :D

  • Mitunter sind die beiden Städte doch gar nicht so unterschiedlich, wie manchmal gedacht.
    Zumindest kommen sicher einige Touristen derweil auch heute noch durcheinander, wo sie sich denn eigentlich befinden.

    Leipzig 2012 - VEB Feinkost (bzw nahe anbei)


    Dresden 2015 - VEB Äussere Neustadt

  • Rundgang durch die Altstadt Torgau am 11. April 2015

    Für Kurzentschlossene:

    Die Leipziger Denkmalstiftung lädt morgen, 11. April 2015, um 12 Uhr nach Torgau zu einem DENKMAL-Rundgang ein. Besucht werden dabei die Altstadt, der Schlosshof, das Hahnemannhaus und das Seniorenzentrum. Treffpunkt ist am Bahnhof Torgau/Straßenseite.

    Ein ZUG fährt ab Leipzig Hbf., Gleis 6, Abfahrt 11.04 Uhr, Ankunft 11.49 Uhr, Gleis 1, Torgau Bf.

    Und das Programm:
    12.00 Uhr: Start am Bahnhof Torgau - kurze Führung durch die mittelalterliche Residenzstadt und wichtigste Lutherstadt in Sachsen inkl. Besuch des Schlosshofes mit Wendelstein.

    13.00 Uhr: Führung durch das Hahnemannhaus als Höhepunkt des Tages. Dieses Haus ist sowohl denkmalpflegerisch äußerst interessant - es beinhaltet die ältesten erhaltenen Wandmalereien in einem Wohngebäude in Sachsen, als auch von seiner Geschichte her. Hier wirkte lange Zeit der Mitbegründer der Homöopathiebewegung Samuel Hahnemann, dessen 250. Geburtstag just an diesem Tag begangen wird. Auf dem Hof des Hauses findet gleichzeitig ein kleiner Markt statt, auf dem man sich kulinarisch stärken kann.

    Anschließend eine Führung durch das "Seniorenzentrum Torgau". Ein Baudenkmal aus dem Mittelalter, welches durch eine innovative Finanzierungskonstellation saniert und zum Vereinshaus umgenutzt werden konnte.

    Der Rundgang ist kostenlos.

  • Die gerettete Stadt. Architektur und Stadtentwicklung in Leipzig

    Der Lehmstedt-Verlag lädt ein:
    https://www.facebook.com/LehmstedtVerla…?type=1&fref=nf

    Am Dienstag, den 14. April 2015, laden wir Sie recht herzlich zu unserer Buchvorstellung

    "Die gerettete Stadt. Architektur und Stadtentwicklung in Leipzig seit 1989 – Erfolge, Risiken, Verluste" mit Dr. Arnold Bartetzky

    in die Stadtbibliothek Leipzig (Oberlichtsaal), Wilhelm-Leuschner-Platz 10, 04107 Leipzig ein. Die Veranstaltung beginnt 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei.


    Mehr über das Buch:

    Arnold Bartetzky: Die gerettete Stadt. Architektur und Stadtentwicklung in Leipzig seit 1989 – Erfolge, Risiken, Verluste
    320 Seiten mit etwa 70 Abbildungen
    12,5 x 21,5 cm, Festeinband, Schutzumschlag, Fadenheftung
    ISBN 978-3-942473-93-4
    19,90 Euro (D)

    http://www.lehmstedt.de/bartetzky.htm

    L-IZ, 13. April 2015
    Eine Stadt zwischen Ruin und Rettung, Teil 1 der Besprechung
    Die gerettete Stadt (1): Arnold Bartetzky versucht, 25 Jahre Leipziger Stadtbaugeschichte im Schnelldurchlauf zu erzählen
    http://www.l-iz.de/bildung/bueche…durchlauf-84791

  • Fachteil Brachen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes

    Was sich nicht so alles in ALLRIS finden läßt:

    Vorlage - VI-DS-01018
    Fortschreibung 1/2015 des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (INSEK):
    "Fachkonzept Energie und Klimaschutz", "Fachteil Brachen"
    https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1001374

    Dekoratives Anführungszeichen


    Fachteil Brachen

    Das Sächsische Staatsministerium des Innern hatte per Informationsschreiben vom 3. September 2014 die neuen Zuwendungsvoraussetzungen ab 2015 zur Brachenrevitalisierung mitgeteilt. Demnach muss die Brache, deren Entwicklung zu Förderung beantragt wird, in einem Fachteil Brachen des integrierten gesamtstädtischen Entwicklungskonzept enthalten sein. Der Antrag zur Förderung muss sich auf den Fachteil Brachen beziehen und mit den Inhalten im Einklang stehen. Die Beantragung von Brachenrevitalisierungen hat für Leipzig Relevanz im Rahmen der EFRE-Fördermittelakquise zur Nachhaltigen Stadtentwicklung für die Strukturfondsperiode 2014-2020 sowie im Landesbrachenprogramm des Freistaates Sachsen.

    Im integrierten Stadtentwicklungskonzept (INSEK) fehlt bis jetzt eine ganzheitliche Strategie zum Umgang mit Brachflächen. Der Fachteil Brachen soll hierfür die Grundlage legen und zugleich die Fördervoraussetzungen erfüllen.

    Angesichts der sehr kurzen Erarbeitungszeit wurde an Stelle eines Fachkonzeptes ein kürzer gefasster „Fachteil“ erarbeitet. Der Fachteil Brachen enthält als Anlage eine Flächenübersicht für wichtige Brachen in den Schwerpunktgebieten der Stadtentwicklung, aus denen Flächen zur Beantragung von Förderung zur Brachflächenrevitalisierung ausgewählt werden. Die geforderten Angaben für diese Flächen, wie z.B. zum Umsetzungskonzept und zur Finanzierung, werden aus dem INSEK und dem Fachteil Brachen abgeleitet und in gebietsbezogenen integrierten Handlungskonzepten dargelegt. Die Flächenübersicht soll im Rahmen der Gesamtfortschreibung des INSEK (bis 2017) weiter ausgearbeitet und in ein Konzept zum gesamtstädtischen Flächenmanagement integriert werden.

  • Schwerer Arbeitsunfall gestern in der Leipziger Innenstadt. Ihr habt das sicher bereits in den Nachrichten verfolgt. Ein Autokran in der Nikolaistraße kippte gestern aus noch ungeklärter Ursache nach vorn um. Dabei kam der 53-jährige Kranführer ums Leben. Ein Kollege von ihm konnte sich mit einem Sprung retten und erlitt dabei schwere Verletzungen. Ein aus Potsdam angeforderter Spezialkran konnte den Kran schließlich wieder aufrichten. Anschließend konnten Helfer die Leiche nach über 19 Stunden bergen.

    Weitere Informationen: LVZ

    Bilder vom Unglücksort

  • Veranstaltungstipps im Mai 2015

    Anlässlich des ersten bundesweiten "Tag der Städtebauförderung" bieten das Stadtforum Leipzig und die Leipziger Denkmalstiftung eine Führung an:

    Samstag, 9. Mai 2015, 17.30 Uhr, Treffpunkt: Haltestelle Einertstraße/auf dem Otto-Runki-Platz

    Thema: Stadtumbau Ost im Leipziger Osten
    Durch die Eisenbahnstraße, Hermann-Liebmann-Straße und Wurzner Straße geht es mit Themen, weshalb Altbauten abgerissen wurden und was danach auf den Freiflächen entstand, wie das Grüne Rietzschkeband zum Beispiel. Auch mit Fragen, wie hat sich dadurch der Leipziger Osten städtebaulich entwickelt.

    Mit: Laura Torreiter, Geographin und Kunsthistorikerin, schreibt eine Dissertation über Stadtentwicklung und Denkmalpflege im Leipziger Osten; und Dave Tarassow, freier Bildjournalist, Organisator von STADT RAUM. DIALOG und Publizist des BAUSTEIN.

    Teilnahme kostenfrei - keine Anmeldung erforderlich

    Zu erreichen: TRAM 1, 3 und 8 bis Haltestelle Einertstraße - Ende am ehemaligen S-Bf. Sellerhausen, Zustieg zu TRAM 7 und 8 und an der Poritzer Straße am Bf. Sellerhausen zur RB Leipzig-Grimma-Döbeln.

    +++

    Anlässlich des Festjahres zur 1000-jährigen Ersterwähnung von Leipzig mit der ersten von fünf Führungen:

    Samstag, 16. Mai 2015, 11.00 Uhr, Treffpunkt: am Brunnen auf dem Nikolaikirchhof

    Thema: Zwischen Denkmalerhalt und Fassadismus in der Innenstadt
    Wie hat sich der Stadtkern nach 1989 verändert? Welche Gebäude wurden erhalten, welche stehen heute nicht mehr? Wieviel Orginalsubstanz steckt hinter den Fassaden? Und wie passt alles zusammen?
    Mit: Dr. Arnold Bartetzky, Studium der Kunstgeschichte, Germanistik, Philosophie und Geschichte; publizistische Tätigkeiten u. a. für die FAZ; Autor des Buchs „Die gerettete Stadt“.

    Teilnahme kostenfrei - keine Anmeldung erforderlich

    Zu erreichen: TRAM 1, 3, 4, 7, 10, 11, 12, 14, 15 und 16 sowie BUS 72, 73 und 196 bis Haltestelle Hauptbahnhof; TRAM 8 bis Haltestelle Hauptbahnhof/Wintergartenstraße; TRAM 9 bis Haltestelle Hauptbahnhof/Westseite; S-BAHN 1, 2, 3, 4 und 5 bis S-Bf. Hauptbahnhof (tief); sowie TRAM 4, 7, 8, 10, 11, 12, 14, 15 und 16 bis Haltestelle Augustusplatz.

    +++

    Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "STADT RAUM. DIALOG" des Stadtforum Leipzig:

    Mittwoch, 20. Mai 2015, 18.00 Uhr, Treffpunkt: Heiterblickallee/Waldkerbelstraße

    Thema: Grüner Bogen Paunsdorf

    Mit: Uta Walter, Mitarbeiterin im Amt für Stadtgrün und Gewässer der Stadt Leipzig

    Teilnahme kostenfrei - keine Anmeldung erforderlich

    Zu erreichen: TRAM 7 und 8 bis Haltestelle Ahornstraße.

    +++

    Infos und weitere Termine auf http://www.stadtforum-leipzig.de und http://www.leipziger-denkmalstiftung.de

  • Bach kehrt nach Hause

    Das einzige authentische Bildnis von Johann Sebastian Bach kehrt nach über 265 Jahren nach Leipzig zurück. Der amerikanische Musikwissenschaftler und Philanthrop Dr. William Scheide hatte an seinem 100. Geburtstag das Bach-Archiv Leipzig zum Erben bestimmt. Dort zieht das Gemälde in die Schatzkammer im Bach-Museum, wo es ab dem 13. Juni 2015 dauerhaft ausgestellt sein wird. Zuvor wird es am 12. Juni in der Nikolaikirche anlässlich des Bach-Festes zum 1. Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Weitere Infos zum Bach-Gemälde gibt es hier.