Ich hatte mich das zuletzt gefragt und möchte es nurmal mitteilen, dass alle in dieser Zeit kommenden Flüchtlinge und Asylbewerber sofort als Einwohner gelten. Damit relativiert sich die Betrachtung mE stark. Die (hier kostenpflichtige) SäZ erwähnte dies für Görlitz beiläufig. Erstmalig seit Langem stieg dort die Bevölkerung um 110 auf 54 932 Einwohner. Allerdings wurden in 2014 450 neue Asylbewerber aufgenommen. Die Kommunen erhalten aber auch 500 Euro Schlüsselzuweisung pro Einwohner. In Görlitz kommt die Durchmischung mit den Polen hinzu (kaum mit Tschechen), die selbst oder als Ehepartner von Görlitzern ein Haus oder eine Wohnung kaufen bzw sich eine neue Existenz in Sachsen aufbauen. Es ist auch ein Rückzug aus den direkt umliegenden Gemeinden gen Stadt zu verzeichnen, was für alle sächs. Mittelstädte gilt. Soweit die SäZ.
Demnach sind zB in Dresdens +5600 gut 2000 Flüchtlinge oder Asylbewerber enthalten. Die (ich nenns mal wertungsfrei so) "echte Zuwanderung" umfasst also lediglich 3600 Personen für DD, wovon auch noch viele gleichsam die Umländer entleeren. LE sticht einzig heraus. Chemnitz und die Mittelstädte "wachsen" minimal - hauptsächlich durch die Asyl-Migration (oder seh ich da was falsch?). Die sonst mit "Zuwanderung" verbundenen Attribute von Stabilisierung von (sozialen) Infrastrukturen, Wirtschaftsprosperität und Wachstum kommunaler Einnahmen können hierbei nicht angelegt werden, denn auf schrumpfende Kommunen kommen neue Soziallasten hinzu. Vielmehr stehen die Kommunen vor schwierigen Aufgaben - es wirkt mE eher destabilisierend, wie wir die letzten Wochen/Monate schon gesehen haben. Die Asyl-Migration schließt also etwas die innerdeutsche "Sterbelücke" - was Wunder, genau dies wird seit vielen Jahren prophezeit bzw durch Wirtschaft und Politik auch als unumgänglich bzw wünschenswert bezeichnet, um Standards auch künftig halten zu können. Angenommen, die meisten Asylbewerber möchten und können in Sachsen bleiben, ergibt sich daraus eine große Chance - vorausgesetzt eine gute Integration wird von Anfang an betrieben. Den vielen jungen Menschen müssen Wege durch Schulen, Ausbildungen und Hochschulabschlüssen geboten werden, dann kann die sächs. Gesellschaft umfangreich profitieren und auch (naturgemäß) weltoffener werden.

