Beiträge von GenoX

    ^ Ja, so wie ich es mitbekommen habe bzw. mir erzählt wurde, kommen keine Säulen mehr hinzu. Die Anzahl der Säulen gegenüber dem Ursprungsentwurf wurde reduziert. Wahrscheinlich wegen Kosten-/Praktikabilitätsgründen oder vielleicht auch, weil ja der Hersteller der Säulen mittlerweile Insolvenz angemeldet hat.

    Die Diskussion und die Kritik an dem Projekt geht ja nicht grundsätzlich gegen so eine Anlage im Raum Leipzig, sondern es geht um den spezifischen Standort. Ich glaube keiner in diesem Forum hat bis jetzt dieses Projekt grundsätzlich abgelehnt. Dass der Bornaer Stadtrat aus wirtschaftlicher Sicht ein Interesse hat, ist nachvollziehbar. Darin liegt aber auch das Problem, dass keine Kommune wegen Naturschutz wirtschaftlich "zu kurz kommen" möchte und "dieses eine Projekt bei uns" ja keine so großen negativen Auswirkungen hat.


    Was Cowboy angesprochen hat, ist dann schon die nächste Stufe. Wie viel Tourismus möchte man in der Region überhaupt haben und ist es überhaupt erstrebenswert, Touristenhotspots nachzueifern.


    Ähnliche Diskussionen kann man z.B. auch bezüglich Wassertouristischem Nutzungskonzept (WTNK), Auwald inkl. Flüssen, Alte Elster, Markkleeberger Wasserschlange, etc. führen. Da gibt es auch Ziel- und Nutzungskonflikte zwischen Naturschutz und touristischer Erschließung/Weiterentwicklung. Und so summieren sich dann auch diese "einzelnen" kleinen Projekte, bei denen in der Vergangenheit eher der Naturschutz zurückstecken musste.

    Hier kann man das Schutzgebiet am Bockwitzer See sich anschauen. Wie man sieht ist der gesamte Bereich, außer der nördliche Zipfel, ein FFH- bzw. Vogelschutzgebiet.

    (Edit: Leider scheint der Link mit der Zeit abzulaufen, deswegen hier der Link zum allgemeinen Überblick für das Schutzgebiet. Der oben gesetzte Link war für die interaktive Karte, auf die man von der Seite weitergeleitet werden kann.)


    Soweit ich mich erinnern kann, war der nördliche Bereich mal als kleiner Badestrand gedacht, sobald die Wasserqualität gut genug ist. Wenn dieser L-IZ-Beitrag stimmt, ist der Surfpark am nordwestlichen Rand des Sees geplant. Entsprechend hat lguenth1 zwar Recht, dass dies nicht im Schutzgebiet geplant ist, allerdings dürfte die geplante Anlage dennoch große Auswirkungen auf das Schutzgebiet haben. Zumal neben dem Wellenpool ja noch mehrere Unterkünfte, Campingplätze, Geschäfte u.ä. geplant sind, wie LEonline bereits geschrieben hat. Und wie das dann mit geplanten 230.000 Besuchern im Jahr in Einklang gebracht werden soll, ist mir unverständlich.


    @Ranger:

    Zitat von Ranger

    Ich finde die Idee nicht so verkehrt, um noch etwas mehr Urbanität in die Region zu bringen. Den Freizeitangeboten anderer Meteropolregionen hängen wir schon hinterher.

    Um das klarzustellen: Ich habe gar nicht grundsätzlich etwas gegen so ein Projekt. Aber warum dafür einer der wenigen größeren Seen dafür in Betracht gezogen wird, der bis jetzt nahezu unberührt geblieben ist, finde ich falsch.


    Zitat von Ranger

    Aber ein Teil der Masse an Seen dürfen auch durchaus etwas lautere "störender" Freizeitbeschäftigungen bieten.

    Der Großteil der größeren Seen im Neuseenland ist oder wird doch bereits für Erholungs-, Event-, touristische oder Wohnzwecke erschlossen. Egal ob Cospudener, Markkleeberger, Zwenkauer, Störmthaler, Hainer, Kulkwitzer oder Schladitzer See. Die Ausnahme ist da noch der Werbeliner See, wo es diese Interessen und Absichten aber auch schon gab.

    Außerdem hat man bereits mehrere wassersportliche Nutzungsmöglichkeiten wie Tauchen z.B. am Cospudener See, Rafting/Kanu am Markkleeberger See, Wasserski/Wakeboard am Kulkwitzer See und alle möglichen Eventsachen am Schladitzer See. Da könnte man doch ohne Probleme dieses Projekt an einem dieser Seen realisieren und wassersportlich/touristisch weiter ausbauen/aufwerten anstatt nun einen nahezu unberührten Bereich zuzubauen. Sehe auch nicht den Sinn dahinter, dass diese ganzen Sachen vereinzelt auf die Seen verstreut sind.

    Der Surfpark wird vermutlich/hoffentlich ein Luftschloss bleiben. Wenn die zuständigen Behörden Natur- und Umweltschutz mittlerweile halbwegs ernst nehmen, ist dieses Ding niemals genehmigungsfähig. Spätestens gerichtlich sollte diese Sache gestoppt werden. Wie man auf die Idee kommt, sowas in ein Naturschutz-/FFH-Schutzgebiet zu planen/bauen, keine Ahnung. Sollen die sich einen See raussuchen, der eh schon entsprechend genutzt wird. Oder einen eigenen See fluten.

    Die Fenstereinfassungen scheinen aus Porphyr zu sein. Das würde ja mit St. Trinitatis korrespondieren. Man muss zwar noch auf weitere Visus warten, allerdings frage ich mich, warum die Ecke zur Probsteikirche akzentuiert wurde und die Ecke Dimitroffstraße gegenüber der Polizeidirektion dagegen so gut wie gar nicht. Dennoch erstmal ein ganz guter Entwurf. Wie so oft wird es letztendlich von der Ausführung abhängen.

    Laut Pressemitteilung der Instone Real Estate haben sie das Grundstück Rosa-Luxemburg-Straße/Hans-Poeche-Straße erworben und planen neben der Sanierung des denkmalgeschützten Mehrfamilienhauses auch einen Neubau mit etwa 330 Wohnungen und einer Wohnfläche von ca. 23.500 qm. Es sollen Eigentumswohnungen (2-5 Zimmer), altersgerechtes Wohnen und Apartments für Studenten und Berüfstätige sowie eine begrünte Tiefgarage entstehen. Daneben sind auch kleinere Gewerbeeinheiten geplant. Instone rechnet mit einem Verkaufsvolumen von 110 Millionen Euro. Als möglicher Baustart wird 2021 genannt.


    Mit einer Grundstücksfläche von etwa 13.000 qm würde eine weitere große Brachfläche in dieser Ecke demnächst verschwinden. Mal schauen, was die ersten Entwürfe dann so anbieten werden.

    Naja, dadurch, dass es ja anscheinend noch einige umwelt- und planungsrechtliche Bedenken/Unsicherheiten bzgl. der wassertouristischen Nutzung (Motorbootnutzung, Frequentierung Floßgraben, Wasserschlange Markkleeberg) gibt, sehe ich die Investoren/Betreiber, v.a. für den Stadthafen, noch nicht Schlange stehen.

    Natürlich hat Schmidt mMn. Recht, dass eine verbesserte ÖPNV-Anbindung der ländlichen Räume an die Zentren ein wichtiger Lösungsansatz ist, da die vielfältig notwendigen Infrastrukturen heutzutage nunmal nicht umfassend im ländlichen Raum bereitgestellt werden können.
    Aber warum dies gegen geförderten Wohnraum in den Ballungszentren sprechen soll, kapiere ich nicht. Dies würde ja nur die Attraktivität der Zentren schmälern und damit auch nicht dem ländlichen Raum helfen. Aber wahrscheinlich ist immer noch die Denkweise etabliert, dass das Wachstum der Oberzentren sich nur aus dem Umland speist. Oder es ist bereits ein erster Versuch, die für die CDU so wichtigen ländlichen Regionen für die nächstjährige Landtagswahl von der AfD zurückzugewinnen.

    ^ Was für eine mediale Provinzposse der LVZ mal wieder. Es steht sogar im Artikel:


    "Jedes Jahr befragt das Unternehmen an ihren Standorten Fachkräfte, die von ihren Firmen ins Ausland gesandt wurden, wo es denn für sie am lebenswertesten ist."


    Wenn man sich dann die deutschen Mercer-Standorte anschaut, fehlt nur Karlsruhe in der Liste. Also ist man in Deutschland von den anderen Standorten eher ein ganzes Stück weit weg. Aber für die LVZ ist man halt global fast in der 1. Liga angelangt...


    Ich hoffe ja, dass die positive Entwicklung Leipzigs auch vor der LVZ nicht Halt macht und dort etwas mehr Qualität in die Bude kommt.

    Die Tagesschau hat jetzt zumindest etwas mehr Licht in der Aufgabenverteilung reingebracht:


    https://www.tagesschau.de/inland/autobahn-reform-101.html


    So wird das Bundesamt eben die Aufsichtsbehörde für die Infrastrukturgesellschaft mit Außenstellen in Hannover, Bonn, Gießen und einer weiteren in BaWü oder Bayern. Die tatsächliche Planung, Bau, Bewirtschaftung usw. übernimmt die Infrastrukturgesellschaft. Enstprechend sehe ich da in Leipzig noch nicht unbedingt eine Vernetzung mit der lokalen Wissenschaft/Wirtschaft.

    ^ Naja, in dem MDR-Artikel heißt es ja zu den Aufgaben des Fernstraßenbundesamtes: das "...Fernstraßenamt soll dann für Planung, Bau, Betrieb und Erhalt der Bundesstraßen und Autobahnen zuständig sein."
    Weiter unten im Artikel ist dann aber die Aufgabenbeschreibung für die Infrastrukturgesellschaft mit Sitz in Berlin folgend dargestellt: "Sie soll ab 1. Januar 2021 für Planung, Bau, Betrieb, Erhalt, Finanzierung und vermögensmäßige Verwaltung der Bundesautobahnen verantwortlich sein."


    Und lt. Dulig ist die Aufgabe in Leipzig ja, dass Planungsprozesse und Genehmigungsverfahren verwaltet werden sollen. Entsprechend schätze ich, dass in der Infrastrukturgesellschaft der größere Stellenanteil vorhanden sein wird, da diese ja vmtl. die tatsächlichen Planungen usw. ausführen wird, nur gesteuert/beaufsichtigt von Leipzig aus.

    Also laut Martin Dulig sollen im neuen Fernstraßenbundesamt inkl. der bis zu vier Außenstellen etwa 400 Mitarbeiter beschäftigt werden. Das dürfte für Leipzig vmtl. bedeuten, dass hier zwischen 200 - 300 Leute arbeiten werden.


    Die 1300 Jobs beziehen sich wahrscheinlich auf die Gesamtanzahl für Fernstraßenbundesamt und Infrastrukturgesellschaft (Hauptsitz Berlin), wo die mitteldeutsche Niederlassung in Halle sein wird mit Außenstellen in Dresden, Magdeburg und Erfurt.


    Entsprechend dürfte auch die Suche nach geeigneten Grundstücken (falls man überhaupt selbst bauen möchte) nicht so schwierig werden als bei 1300 Mitarbeitern.

    Es gab ja bereits Überlegungen die HTWK in eine TU umzuwandeln. Allerdings sind Hochschulen ja Landessache und eine Umwandlung müsste demnach wahrscheinlich vom Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst abgesegnet werden.
    Ich kann mir aber vorstellen, wenn Leipzig und HTWK in Dresden vorstellig werden würde, würde vom Ministerium auf die TUs in Dresden, Chemnitz und Freiberg verwiesen werden und das diese ausreichend für Sachsen seien. Entsprechend bezweifle ich, dass Leipzig in absehbare Zeit eine TU bekommen wird (zumindest was eine staatliche TU angeht).

    ^
    GenoX
    Die Idee klingt ganz nett, aber einen so "Umweg"-Tunnel (mit Schwenk Augustusplatz) halte ich für finanziell kaum machbar, v.a. vor dem Hintergrund des schwierigen Baugrundes.
    Und ganz ehrlich, Sachsen hat ganz andere Probleme, als zwei Schienenstränge unter Leipzig zu verlegen. Die Vision, die LVB fit für den Zuwachs zu machen, fehlt ja weiter, was kostengünstiger wäre u. v.a. schneller machbar. Stattdessen denkt man in Milliarden und wieder an Tunnel.
    Und dann fällt einem 2030 ein, dass man noch einen Tunnel irgendwo braucht. Wenn, dann muss man jetzt gleich über ein Netz nachdenken, was die Mehrheit der Menschen erschließt und nicht nur das Stadion (und den Rattenschwanz gen Westen als Nebeneffekt) anbindet.


    Das sollte auch keine Argumentation für einen Tunnel an sich sein, sondern eher eine Lösungsmöglichkeit für die Querung des CTs, falls irgendwann einmal der Beschluss für einen zweiten Tunnel fallen sollte.


    Natürlich kann und sollte man solch große Investitionen hinterfragen, v.a. bzgl. ihres Kosten/Nutzen-Verhältnis und wie sehr dadurch andere Investitionen blockiert würden. Der zweite Tunnel wäre auch nur eine Ergänzung der Tram für den innerstädtischen Verkehr. Der Tunnel könnte aber eine deutliche Verbesserung der Umlandanbindung herstellen, v.a. was Kapazitäten,Taktdichten und zusätzliche Verbindungen angeht.

    ^Leipzig hat aber auch nicht gerade den besten Untergrund für solche Vorhaben, v.a. wenn man die nötigen Anstrengungen beim Hbf beim Bau des CTs bedenkt.


    Mal eine kleine Gedankenspinnerei:


    Was wäre denn, wenn der Tunnel vom Fr.-List-Platz aus nach Süden führt und dann über den Augustusplatz nach Norden schwenkt, in den Hbf führt, und dann nördlich vom Hbf die oberirdische "CT"-Strecke unterfährt, bevor er dann wieder nach Süden und schließlich Westen schwenkt. So könnte man doch die Kreuzung mit dem jetzigen CT vermeiden.


    Die Kurvenradien, gerade nördlich des Hbf, könnten natürlich problematisch werden und der Tunnel würde länger werden und mäandern. Aber finanziell könnte es vllt. dennoch vorteilhafter sein?

    Unser OBM macht sich dicke Freund_innen im Umland, denn er will unter anderem Markkleeberg, Markranstädt, Lützen und Schkeuditz eingemeinden. Vor allem bei Lützen, das bekanntlich in Sachsen-Anhalt liegt, wird es spannend. :D


    Die betroffenen Landkreise und Gemeinden haben bereits darauf reagiert und zeigen sich v.a. darüber verwundert, dass ihnen kurz vorher, bei einer Beratung zum INSEK, Fr. Dubrau und die Geschäftsstelle des OBM versichert haben, dass keine weiteren Eingemeindungen geplant sind.
    Das könnte noch ein amüsantes, mediales Hin-und-Her werden :lach:


    Link zur PM:


    http://www.markkleeberg.de/de/…elles/news/2017_Jung.html

    Die Vicus AG Group hat lt. HP das Ringmessehaus "als Forward Deal [...] in Form eines Share Deals" von der Travel24 gekauft.
    Wenn ich das richtig verstanden habe, tritt die Übernahme dann erst bei Fertigstellung und Erfüllung evtl. weiterer Bedingungen (Restmängelbeseitigung, Einnahmengenerierung o.ä.) in Kraft. Und da es ein Share Deal ist, wird das Hotel wohl der Vicus AG gehören, aber von Travel24 betrieben werden. Ich hoffe, dass war jetzt nicht allzu falsch.


    Laut Artikel soll Mitte 2017 Eröffnung sein.

    Bzgl. der vor ein paar Seiten geführten Diskussion über den Pkw-/ÖPNV- und weiteren Verkehr auf dem Ring gibt es nun einen neuen Vorschlag der Stadtratsfraktion der CDU zur Entschärfung der Situatuion am Hbf. Dabei sollen die Fahrspuren in einen Trog abgesenkt werden, damit sich Fußgänger gefahrlos zwischen Hbf und LVB-Haltestelle bewegen können. Bisher ist es nur eine Idee, die weder verkehrstechnisch noch finanziell ausgeplant wurde und soll nur die Stadtverwaltung zu einer Entscheidung drängen. Der FDP-Kreisvorsitzende Viefeld findet die Idee schonmal gut und kann sich das an weiteren Stellen des Rings vorstellen.


    Artikel LVZ
    Artikel BILD