Alexanderplatz Blöcke E2 + E3 (Banane)

  • Update von heute:

    Hier Bilder vom Grandaire, bei dem inzwischen der Eingangsbereich großzügig überdacht worden ist:

    Die Arbeiten an den westlichen Außenanlagen sind fast abgeschlossen:

    Nun zum VoltAir:

    Alle Bilder von mir & gemeinfrei.

  • Update von gestern:

    Das "Grandaire" sieht von außen fertiggestellt aus, eingezogen scheint aber noch niemand.

  • Auf dem Bauschild sieht man deutlich die vertane Chance... anstatt eine Flaniermeile mit Geschäften baut Berlin mal wieder eine Straße und Blockrandbebauung... als wäre es die Kernaufgabe die Stadt wieder so herzustellen wie früher mal... ohne Vosionen für die Zukunft...


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  • Sorry, aber gerade diese Ecke hat nicht zu viel, sondern zu wenig Blockrandbebauung....

    Durch die durchgängige Bebauung der Südseite der Alexanderstraße als Blockrand wird nun der Kontrast zur schlimmen, anti-urbanen Nordseite inklusive der völlig willkürlich halb schräg zur Straße stehenden drei bzw. vier Platten noch stärker. Ich kann nur hoffen, dass dieser unschöne Kontrast dazu führt, dass mittelfristig einige der wild in der Gegend stehenden Platten beseitigt werden und der existente Blockrand der Altbausubstanz in der Magazinstraße wieder aufgegriffen und geschlossen wird.

    [mod]Sinnloses Vollzitat des Vorposts gelöscht.[/mod]

  • Das ist sicherlich Geschmacksache... ich bin weder Fan davon Berlin mit Blockrand zu bauen wie vor 100 Jahren noch Sozialistische Platten wie vor 35 Jahten... wie wäre es mit etwas Neuem? .... das Eckwerk am Holzmarkt hat den Ansatz dafür zum Beispiel.

    Schlimm finde ich das 2020 noch völlig überflüssige Straßen erschlossen werden wie die Dircksenstrasse, Voltairestrasse und Schicklerstrasse in den Block... anstatt Grünflächen, Wasser, Bänke, Spielplätze, Sportplätze... und auch hier wieder fast die kompletten Erdgeschosse ohne Geschäfte und Cafés ... 😞

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  • ^Ach Mann, wieviel Geschäfte sollen es denn sein? So mit dem Alexa und den S-Bahnbögen in direkter Nachbarschaft. The Student weist immerhin ein Cafe auf. Also, welche Branche vermisst du, welche nicht innerhalb von 3 Min zu erreichen wäre?

  • Guten Morgen liebe Gemeinde,

    Ich muss Larselino beipflichten,

    in der Umgebung gibt es kaum Nahversorgung und das tausendste Tourigeschäft am Alex helfem keinen Anwohner weil austauschbar. Mit Verlaub aber anscheinend gibtes in Berlin kein Gefühl für "Stadt der kurzen Wege", das stärkt nämlich lokale Wirtschaft und den Kiezcharakter. Die Nachbarschaft hat zwei Supermärkte die völlig überlaufen sind und als Anwohner wenig Spaß machen. Man muss auch leben können, deswegen wäre es schon gut gewesen die Alexanderstr entlang des Alexa's bis zum zukünftigen Centraltower als Nahversorgung mit Cafès zu versorgen und im übrigen das Cafè im Studentenhotel richtet sich eher an Studenten als an Gäste und Anwohner. Bastapolitik sollten wir uns bitte bitte in unsere Stadt doch mal angewöhnen und Empathie füreinander entwickeln.

  • Also dass Berlin keine Stadt der kurzen Wege ist wäre mir neu, ich hab mich noch in keiner Stadt in der ich vorher gelebt habe so wenig von meiner Wohnung entfernen müssen um alles notwendige einzuholen oder zu erledigen wie in Berlin.

    Die Gegend um den Alex mag da eine Ausnahme sein und ich bin auch nicht für den 1000ten Touriladen aber der Alex ist nun mal Touristen Hot Spot, und ja leider zeigt das die Coronakrise: Berlin ist wirtschaftlich gesehen einfach auf Touristen angewiesen.

    Es geht mir aber oft so wie DerBe, weil immer wieder im Forum geschrieben wird dass Blockrand, Geschäfte und Cafes Inbegriffe der Urbanisierung sind. Wer soll denn hier den ganzen Kaffee trinken und noch mehr konsumieren???

    Es gibt Dörfer in Deutschland, da gibts nichtmal mehr nen Bäcker...

  • ^^ Das ist sachlich falsch. Fake News. Im Alexa gibt es alles, was zur Nahversorgung nötig ist. Ich frage dich: Wie nahe soll denn der nächste Supermarkt sein? Sind denn 2 Min. Fußweg wirklich zu weit?

    Ich persönlich würde auch individuellen Einzelhandel und Gewerbe bevorzugen. Das Alexa ist aber nunmal da. Und kann man nicht zum Kaffee trinken auf die andere Seite des S-Bahn Viadukts gehen? - Die letzte Instanz zB. oder The Green in der alten Münze. Sind denn 5 Min. Fußweg unannehmbar?

  • Vielleicht ist das auch das grundsätzliche Problem des Alex: Er soll alle Funktionen gleichzeitig bedienen: kuscheliger Kiez und aber auch Platz einer Weltmetropole sein...und das wirkt sich auch auf die Umgebung aus.

  • Dass die Banane überhaupt wieder bebaut wurde, finde ich im Grunde gut. Dieser riesige Parkplatz, der gelegentlich als Rummel-Weihnachtsmarkt genutzt wurde, hatte seine Daseinsberechtigung meines Erachtens verloren.

    Dass das Ganze mit Blockrandbebauung geschah/geschieht, sehe ich eigentlich positiv. Aber bis auf den kleinen Platz hinterm Alexa zu Füßen des Grandair hat man die Chance verpasst, mehrere solcher kleinen Brüche zu wagen. Und was mir wirklich sauer aufstößt ist die Tatsache, dass immer "ein Block" auch nahezu immer "ein Gebäude" bedeutet (marginale Ausnahme Student-Hotel). Wäre es tatsächlich unwirtschaftlich, solche Blöcke in wenigstens 3 oder 4 Parzellen aufzuteilen, die dann von verschiedenen Investoren bespielt werden?

  • Also nochmal zusammenfassend: Es geht nicht um einzelne Cafés und einen Supermarkt! Es geht um Lebensqualität und Visionen! Ich hab mal ein Foto rausgesucht von der Rückseite des Student Hotel:


    https://ibb.co/6BpbF5C


    Auf der Rückseite sind alles Bürofenster ohne Zugang zur Straße, also ist es wie eine Wand. Links seht ihr kein einziges Geschäft in den sbahnbögen. Dazwischen eine viel zu breite Dircksenstrasse die fast nie befahren ist...


    und als Antwort an DerBe : ich vermisse eine Kita, ich vermisse Grünflächen!, ich vermisse Spielplätze, ich vermisse Bänke, ich vermisse Stadtteilbüros, und Orte für Senioren, Fahrradparkhäuser, Tiefgaragen und Büros mit offenen Flächen... und die Dircksenstrasse als Fußgängerzone 💜


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  • Das alles auf dieser kleinen Fläche? Das gibt es noch nicht mal in meinem vollständig erhaltenen Gründerzeitblock.

    Aber wünschenswert ist sicherlich vieles.

    Ich würde bezüglich des Grüns erstmal abwarten bis zu Fertigstellung. Und wer sich wirklich mal setzen muss, kann das auf den Bänken auf dem kleinen Platz vor dem Alexa-Eingang tun.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Mit Verlaub aber anscheinend gibtes in Berlin kein Gefühl für "Stadt der kurzen Wege", das stärkt nämlich lokale Wirtschaft und den Kiezcharakter.

    Das ist doch kein Berliner Phänomen, sondern Ergebnis der autogerechten Stadt, die man weltweit betrachten kann. In Berlin mit seiner Kiezstruktur ist das noch abgemildert, aber woanders ist die Nahversorgung durch kleine inhabergeführte Kiezläden wie Obst- und Gemüseläden oder Handwerksbetriebe völlig zugrunde gegangen, zugunsten großer Einkaufscenter, angeführt von großen Ketten (Saturn, Kaufland etc.) auf der grünen Wiese, oft etwas außerhalb (Havelpark ist ein schönes Beispiel) und meist nur mit dem Auto erreichbar. Das war ja auch so gewollt, denn wie soll die Autoindustrie Absatz finden, wenn es kaum Gründe für die Nutzung bzw. den Besitz eines Autos gibt? Der Bedarf zum Besitz und zur Nutzung eines Autos wurde größtenteils künstlich geschaffen.

    Die ganzen Schlafstädte, Banlieus oder wie ihr sie nennen wollt, sind ein weiterer Baustein dieser Ideologie. Das Trennen von Wohnen und Arbeit, große Ausfallstraßen in die Siedlungen und wenig Nahversorgung in den Siedlungen mit dem Zwang, das Auto sowohl für den Weg zur Arbeit als auch zum nächsten Einkaufcenter nutzen zu müssen.

    Dass heutige Großstädte in Verkehr ersaufen ist kein Zufall, das wurde alles herbeigeführt, größtenteils bewusst und zugunsten des Großkapitals und Investoren. Zumindest im Westen. In der DDR gab es ja offiziell kein Großkapital. Dass die Zerstörungen in Deutschland nach 1945 eine Blaupause dafür waren, die ganzen alten "unmodernen" Strukturen zu beseitigen, denen man eine Teilschuld am Krieg gab, war noch ein weiterer Aspekt, warum Architektur, Städtebau und Verkehrsplanung bis heute so oft krankt.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Wäre es tatsächlich unwirtschaftlich, solche Blöcke in wenigstens 3 oder 4 Parzellen aufzuteilen, die dann von verschiedenen Investoren bespielt werden?

    Ziel einer solchen Architektur bzw. Stadtplanung ist nun mal, einem großen Investor viel Anlagemöglichkeit und entsprechend viel Rendite zu gewährleisten, statt mehreren kleinen Investoren weniger Rendite, da einzeln betrachtet weniger Anlage. Entsprechend eintönig und monoton sind meist auch die Gebäude. Zur Gründerzeit richtete sich der Grundstückpreis nach der Breite des Grundstücks zur Straße hin. Das Ergebnis war das Prinzip der vielen Hinterhöfe. Denn wenn die Größe des Grundstücks in der Breite begrenzt war, ging es eben nach hinten in die Tiefe, bis Hinterhof 5, 6 oder 7. Negative Begleiterscheinungen waren die Enge und Dunkelheit der Höfe, die mangelnde sanitäre Ausstattung und die soziale Schere von Vorderhaus nach letzter Innenhof. Juwel dieser Architektur bis heute ist die Kleinteiligkeit der Bebauung zur Straße hin, die die heute so beliebten vielfältigen Fassaden ausmachen.

    Das sind zwei fundamental unterschiedliche Prinzipien, die die Stadtbilder noch heute prägen.

  • Weil das Voltair bald die Endhöhe erreicht hat, als Ergänzung zu den Bildern von Beggi (#304) Eindrücke von der anderen, östlichen Seite der Alexanderstraße:

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    Alle Bilder von vorgestern & von mir & gemeinfrei.

  • Ach Leute, könnt ihr nicht einfach mal eine Meinung verstehen? Sorry, dass es Menschen gibt, die Dinge anders sehen und so empfinden. Im Alexa gibt es Edeka und Rossmann, aber beide sind völlig überlaufen, was für eine mangelhafte Versorgung in der Umgebung spricht. Es gibt Städte, wo es anders geht, Stichwort: Köln. Berlin ist eben keine Stadt der kurzen Wege, in manchen Ecken musste lange laufen bis zum nächsten Markt oder Post. Ich kenne viele persönliche Vergleiche und in Berlin gibt es Defizite, dass ist eine sichtbare Tatsache. Lauft bitte fairerweise mal mit offenen Augen durch die Stadt - sehe zum Beispiel Karl-Marx-Allee bis zum S Frankfurter Allee, dort gibt es für tausende Wohnungen zwei Supermärkte. Bisschen wenig und ein Rossmann in 10 Kilometer ist auch nicht "Stadt der kurzen Wege". Ich betrachte Dinge neutral und schau mir alles genau an.

  • Zwei Supermärkte? Nun übertreib mal nicht. Es gibt zwar nicht direkt AN der Karl-Marx-Allee Supermärkte, aber fußläufig im Umkreis (ca. 500-700m) kann ich dir locker 10 Märkte der bekannten Ketten nennen. Und das ist für mich ein kurzer Weg.

  • Dekoratives Anführungszeichen

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    Alle Bilder von vorgestern & von mir & gemeinfrei.

    Allein dieses Foto wurde quasi vor dem "Netto" Supermarkt in der Schillingstr. gemacht...läut man die Schillingstr. hoch Richtung KI stolpert man über "Aldi".

  • ^ Im Umkreis des Alexanderplatzes mangelt es tatsächlich nicht an Geschäften und auch nicht an einer "Nahversorgung".

    Dennoch finde auch ich, dass gerade jetzt, mit der Bebauung der "Banane", wo also deutlich mehr Fußgängerfrequenz zwischen diesem Bereich und dem Alex zu erwarten ist, ein guter Zeitpunkt ist, gemeinsam darüber nachzudenken, wie man dem Alexa seine Shopping-Mall-typische Introvertiertheit, und damit einhergehend, verödende Wirkung auf den Straßenraum, nehmen kann. Kleine günstige Geschäfte auf beiden Seiten des Alexas (Alexanderstraße, Dircksenstraße), und, langfristig, eine Art Naschmark an den anliegenden Stadtbahnbögen (vgl. auch hier #521) würden die Kleinteiligkeit und die in Zukunft wachsende Bedeutung des Klosterviertels und diese Seite der Stadtbahn vermitteln und dieser Gegend überhaupt ein ganz anderes, lebendigeres Gepräge verleihen.