Alexanderplatz Blöcke E2 + E3 (Banane)

  • ^^ Unter Coworking Spaces verstehe ich größere offene Räumlichkeiten die sich z. B. Freiberufler, kleine Startups und Firmen, oder auch einzelne Selbständige teilen und so die Möglichkeit haben unabhängig voneinander zu arbeiten aber auch z. B. in gemeinsamen Projekten zusammenzuarbeiten oder Arbeitsmaterialen zu teilen. Und im Gegensatz zu den meisten Gewerbemietverträgen ist die Laufzeit der Nutzung der geteilten Räume für den einzelnen meist flexibler.


    Lieber Architektur-Fan, Du könntest die von Dir gestellte Frage auch versuchen mittels eigener Bemühungen (Ecosia, DuckDuckGo, Google, Yahoo, Wikipedia, ...) zu beantworten, finde ich. Wir sind hier in einem Architekturforum und da ist so ein Begriff wie Coworking Spaces für meinen Begriff nicht außerhalb dessen, was normale Menschen hier teilen, oder?


    Edit: Dase war schneller mit einer Antwort.

  • Ich muss hensi recht geben: Die Visualisierung sieht interessant aus.


    "Erstaunlicherweise" erscheinen auch hier die Glaskuben tagsüber aus jeder Perspektive hell und strahlend. Da eigentlich jeder weiß, dass Glas tagsüber eher schwarz wirkt, bleibt abzuwarten, wie das Gebäude nachher in der Realität aussehen wird. Die Erfahrung lehrt mich, dass wir es hier mal wieder mit einer der üblichen Formen des Renderingbeschisses zu tun haben.


    Siehe hierzu bspw. den Zalando-Campus von Henn-Architekten:


    Visualisierung:
    https://corporate.zalando.com/…itekten.jpg?itok=qDVV2XXi


    traurige Realität:
    https://porr-zalandocampus-ber…e/doku/18-08-15_07-00.jpg

  • ^ Na ja, zur ganzen Visualisierungsrealität gehört aber auch, dass selbst tagsüber das Licht angeschaltet wird. Also wird der Henn-Bau auch nicht mehr so dunkel wie auf den Web-cam Bildern rüberkommen.

  • Ich war gestern beim Grandaire und habe einige Fotos geschossen:


    Zwei von der Magazinstraße:





    Die Magazinstraße kann man leicht übersehen. Dabei stehen hier einige schöne Gebäude. Durch das Voltaire wird die Straße nach Westen hin verlängert, was ihr gut tut. Ich hoffe, dass von der Aufwertung der Umgebung durch Bebauung der trostlosen Brachflächen um den Alexa und die Verdichtung die Chancen steigen, hier in Zukunft einige grundlegende städtebauliche Veränderungen/Verbesserungen vorzunehmen.


    Hier noch zwei Fotos direkt vom Grandaire:




    Das Panoramafoto lässt vielleicht ein wenig erahnen, dass vom Bau schon jetzt eine wohltuende Wirkung ausgeht, die Dircksenstraße wird sich ganz schön mausern.

  • ^^ Mich wunderte schon lange, warum man dort eine so große Fläche als Stadtplatz frei lässt? Also nichts gegen Plätze, aber die Hälfte hätte an der Stelle auch gereicht. Zumal es durch die offene Seite zur Stadtbahn und zur Straßenkreuzung mit Eisenbahnbrücke auch keine besonders schöne Platzanlage wird.
    Da wäre m.E. mehr bebaute Fläche besser gewesen. Sonst scheint es aber gut zu werden.

  • ^ Nein ich meine nicht das Foto, ich war mal da, als der Bau gerade aus der Baugrube rauskam und hatte da schon den Eindruck, dass das Grandaire eine größere Grundfläche hätte haben können. Zumal es ja selbst noch einen weiteren kleinen Platz bzw. Hof zwischen den beiden Flügeln bildet.


    Nun gut, das ist erstmal Geschichte, aber das Eckgrundstück könnte später durchaus noch bebaut werden, wie man gut auf der Visualisierung erkennen kann, ohne dass der Platz vor dem Südausgang des Alexa (hat der schon einen Namen?) komplett verschattet wäre.

  • ^ Naja, das Grundstück, das auf der Visu noch Parkplatz ist, wird halt auch bebaut. Dann relativiert sich die Größe des Platzes, weil er an drei Seiten eine hohe Raumkante bekommt. Im übrigen ist diese Debatte vergebliche Liebesmüh': Der B-Plan steht seit Ewigkeiten; hat halt nur lange gedauert, bis er umgesetzt wird.

  • Die Rückseite zum Alexanderplatz hin wächst hoch und scheint wohl auch eine umlaufende Fensterfassade zu bekommen. Der Turm wird in der Gegend langsam zu Lichtblick (obwohl auch nur üblicher Standard).



  • Der wachsende Block an der Dircksenstraße, Schicklerstraße, Alexanderstraße gibt der bisherigen Ödnis bald Struktur. Ein neues Quartier entsteht. Schade, dass es so wahnsinnig lange und monotone Fassaden werden. Die offensichtliche Vorliebe von Lüscher (im Gegensatz hierzu: https://www.optima-firmengrupp…escher_markt_luftbild.jpg oder hierzu: https://rainergollmer.com/wp-c…loads/2011/09/0410_01.jpg



  • ^ Moment mal, ist das schon die Fassadenverkleidung? Das sieht ja ganz anders aus als auf den Visus, wo es entweder nach Muschelkalk oder Rohbeton aussah, wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Das verwendete Material hat zumindest aus der Ferne keine erkennbare Textur. Kann es sein, dass man jetzt einfach beiges Blech verwendet?


    Naja, ich warte mal mit einem Urteil ab, bis wir mehr Bilder und mit besserem Licht haben.

  • Das verwendete Material hat zumindest aus der Ferne keine erkennbare Textur.


    Neben der hellen, cremigeren Farbe liegt dies wohl vor allem daran, dass die vertikalen Elemente viel weniger Tiefe haben, als es die Visualiserungen erwarten ließen. Was dort nach ausgeprägten Lisenen aussah, die zum Erdgeschoss hin auslaufen, ist nun - vor allem aus der Entfernung - einer völlig flachen Anmutung gewichen:



    © Strategis AG

  • ^Tatsächlich, das ist aber schade. Vielleicht lehne ich mich zu weit aus dem Fenster, aber mir scheint, der Bau wird so, wie er jetzt realisiert wird, deutlich weniger edel werden, als es noch die Visus vermuten ließen. Dadurch, dass die Lisenen jetzt fast nichtexistent sind, verliert der Bau an Gliederung wirkt irgendwie "glattgeleckt".


    Meint ihr, man hat die Fassadenfarbe aus Marketinggründen geändert, weil sandfarben freundlicher wirkt als grau?

  • ^ Die beige Farbgebung finde ich zuerst mal gefälliger als den Grauton der Visualisierung.


    Ansonsten wirkt die Fassade durch die reduzierte Tiefe der Pfosten (es sind doch eher Pfosten einer Pfosten-Riegel-Konstruktion als Lisenen) flach und gerade die Südfassade des westlichen Baukörpers ohne Loggien langweilig.