Leipziger Wohnungsbau

  • Da macht man sich dort mit dem Neubau sicher nicht wirklich beliebt. Eine andere Möglichkeit sehe ich aber nicht. Fehler war wohl, die Balkone überhaupt dort und nicht an der Rückseite angebracht zu haben.

  • Sieht man auf dem Luftbild schon gut, dass die Balkone wohl ins benachbarte Eckgrundstück reinragen. Beide Grundstücke gehören dem gleichen Investor, der vermutlich als Ausgleich für den Wegfall der Balkone auf der Rückseite neue anbringen lässt.


    Das Thema hatten wir übrigens schon einmal, als der Neubau hier vor ein paar Jahren vorgestellt worden ist. Scheint so, als würde es nicht so schnell losgehen.

  • ^ wobei erst Ende letzten Jahres die Aufstellung eines Bebauungsplanes (Nr. 450) für den südlichen Johannisplatz incl. eines Workshops zur Klärung der Frage, ob die o. a. Fläche überhaupt bebaut werden sollte, beschlossen wurde. Könnte also noch etwas dauern. Ich trage es daher zunächst einmal nicht in die DAFmap ein.


    Den Entwurf finde ich nicht schlecht. Aber:

    Ebenfalls Ende des letzten Jahres hat der Rat leider bekräftigt, dass die Fläche der ehemaligen Johanniskirche wieder bebaut werden soll. Falls das der Fall sein sollte, würde ich das o. a. Grundstück lieber als öffentlichen Freiraum gestaltet wissen.

  • ^ In der Tat sollte in Ruhe überlegt werden, ob an dieser Stelle eine Bebauung sinnvoll ist. Dort hat außer einer Tankstelle (heute Bratwurstbude) noch nie ein größeres Haus gestanden.


    ^ Dass der Rat (Stadtrat?) letztes Jahr bekräftigt hätte, dass die Fläche der ehm. Johanniskirche wieder bebaut werden soll, ist mir neu.

    Das habe ich ganz anders in Erinnerung. In welchem Beschluss soll denn das stehen?

  • Es wurde ein Antrag auf Aufstellung eines Bebauungsplans zur Sicherung der Fläche abgelehnt. In der Begründung steht ziemlich deutlich, dass zumindest die Verwaltung sich langfristig dort nach wie vor eine Bebauung wünscht. Da der Stadtrat dem Verwaltungsstandpunkt gefolgt ist, nehme ich an, dass das nach wie vor gilt.

  • ^ Die Begündung zur Ablehnung des Antrags war anders:


    "Die Verwaltung empfiehlt eine Ablehnung des Antrags, weil die Fläche im Eigentum der Stadt Leipzig ist, und das genannte Ziel auch ohne Bauleitplanung erreicht werden könnte."

    Und in der Begründung steht:

    "Ob und wie weit die Platzfläche überbaut wird, liegt also allein im Ermessen der Stadt Leipzig und kann durch einen Beschluss des Stadtrates entschieden werden. Das Verfahren zur Erstellung eines Bebauungsplans wäre mit einem hohen Aufwand verbunden und bindet über mehrere Jahre personelle Ressourcen, ist aber für diese Grundsatzentscheidung nicht erforderlich."


    Insofern ist die Zukunft des Platzes völlig offen.

    Es bleibt bei der Grünfläche, bis der Stadtrat irgendwann irgendetwas Anderes entscheidet.



  • ^ Ganz unten bezieht man sich auf den Ratsbeschluss von 2002 und sagt, dass die dort beschlossenen städtebaulichen Maßnahmen (Bebauung des Platzes) weiterhin wünschenswert sind.

  • ^ Ja, Ziel war die Umsetzung bis zur 600-Jahrfeier der Uni 2009.

    Das ist nun auch 11 Jahre her und damit nicht mehr schaffbar. ;))

    Also wird es wohl erstmal Grünfläche bleiben, auch wenn sich die Verwaltung etwas wünscht.

  • Stimmt schon, da tummeln sich zig schlimmere Beispiele in Leipzig. Nur das Dach ist beinahe obligatorisch schlecht. Und eigentlich ist "nur" eine Untertreibung: Ich persönliche finde gerade stimmige (oder wenigstens im einzelnen gute) Dachpartien enorm wichtig für die städtebauliche Wirkung von (Neu)bauten.