Beiträge von Birte

    Die LVZ erwähnt im Artikel zum Polygraph-Komplex zwei weitere Projekte der GRK in Leipzig - zum Einen das hier bereits bekannte Objekt in der Lippendorfer Straße, zum Anderen ein geplantes Projekt mit 100 WE in der Breslauer Straße. Bei Letzterem frage ich mich allerdings, wo das entstehen soll.

    Neues aus dem Amtsblatt 04/2020: Eine Baugenehmigung gab es für die Errichtung eines Mehrfamilienhauses in der Schlotterbeckstraße 2.

    Das könnte ein Kandidat für die Goldene Augenbinde für die uninspirierteste Fassade werden - zumindest laut diesem Immobilienangebot.


    Sprossen in Aspik, glatte Fassade, totes Erdgeschoss mit einem merkwürdigen Fenster.

    Die Balkongitter sehen etwas besser aus als sonst und die Grundrisse scheinen brauchbar zu sein - aber sonst?

    ^ Bei der Auswahl der Klinker hatte man aber ein sehr glückliches Händchen. Ein schöner, absolut zeitloser Bau, der sich gut einfügt aber trotzdem nicht langweilig wirkt. Die Lichtschächte vom Dach bis unter das vorspringende 1. OG finde ich sehr spannend.

    ^ Das sind die 76 und 78, wenn ich das richtig sehe. Beides müsste zum Fernstraßen-BA-Komplex gehören. Es scheint zwar kein Wohnraum verloren gegangen zu sein, aber trotzdem finde ich es schade. Moderne Bauten müssen schon ordentlich arbeiten, um straßenseitig ein entsprechendes Flair zu erzeugen - und die Friedrich-Ebert-Straße ist ohnehin im Moment sehr stark im Umbruch.

    Offenbar ist das einer der Kompromisse, die man eingehen muss, wenn man ein Bundesamt zentral unterbringen will.

    Ich denke, dass sich vieles mit einer einheitlichen EU-weiten, der Umweltbelastung entsprechenden Kerosinbesteuerung von selbst regeln würde. Natürlich ist der Flugverkehr - egal ob Fracht oder Personen - derzeit nicht umweltfreundlich. Und es schadet auch nicht, darauf hinzuweisen. Daher sehe ich die Logistikansiedlungen durchaus auch mit einem skeptischen Auge, zumal dadurch immer sehr viel Fläche neu versiegelt wird. Leipzig hat aber, wie viele hier schon schrieben, durchaus auch mehr zu bieten. Und wenn die KI erstmal auf die Sachbearbeitungstätigkeiten losgelassen wird, ist es ohnehin wichtiger, eine kulturell und sozial stabile Stadt zu haben.


    Im Rahmen der Maßnahmen zur Verlangsamung des Klimawandels und dem Umgang mit den nicht mehr rückgängig zu machenden Folgen werden wir uns noch mit ganz anderen Umstellungen befassen müssen... **kichert leise**

    ^ Schöner Fund! Gut, dass die Ecke bebaut wird. Zur Delitzscher Straße sieht es jedenfalls nach Kleinwohnungen aus - Studenten, Senioren, Kurzzeitwohnen vielleicht? Architektonisch hätte man vielleicht die Ecke im Dachbereich noch etwas betonen können. Ich frage mich, wann auch bei Bauherren und Maklern ankommt, dass "lichtdurchflutet" in diesen Zeiten kein unbedingtes Verkaufsargument mehr sein muss und die Bodentiefe-Fenster-Orgie wieder etwas zurückgefahren wird. Gleiches gilt für die Dachflächenfenster.



    Neues aus dem Amtsblatt Nr. 13/2021:


    Eine Baugenehmigung zur Errichtung dreier MFH in der Josephstraße 29 wurde erteilt.


    Einen Bauvorbescheid zur Errichtung eines Wohn- und Geschäftshauses in der Delitzscher Straße 54 gab es außerdem

    ^^^ Der Parkplatz ist nahezu komplett versiegelt. Die Neuversiegelung durch den Schwimmhallenbau hätte sich in Grenzen gehalten. Einige der Bäume hätten stehen bleiben können - durch ein Parkhaus mit komplett grünen Wänden hätte man weiterhin etwas fürs Stadtklima tun können. Der Markt hätte um den Otto-Runki-Platz herum stattfinden können.


    Stattdessen wird nun die versiegelte Fläche um den kompletten Runki-Platz minus der paar Baumscheiben erweitert. Und man hat es noch nichtmal geschafft, auf das Bibliotheksgebäude zwei, drei Etagen Wohnungen oder Praxen zu setzen.


    Wie auch immer, dieser Drops ist gelutscht.

    Die Schwimmhalle hätte locker auf dem Parkplatz entlang der Eisenbahnstraße gepasst. Noch besser, wenn man die dort ansässigen Schulen und KiTas etwas anders sortiert und damit auch den Otto-Runki-Platz besser gefasst hätte. Man hätte wohl sogar noch ein bewachsenes Parkhaus mit unterbringen können. Es ist mir unbegreiflich, warum man in diesem Zeiten eine eingewachsene Grünfläche plattmacht, wenn es ein paar Meter weiter Alternativen gibt. Auch die anderen genannten Standorte wären möglich gewesen - bis auf den Torgauer Platz. Auf der Brache sind zwei Schulen geplant.


    Von dem auf der Visu noch zu sehendem Grün wird wohl - abgesehen vom Stadtteilpark und Elsapark - nicht viel übrig bleiben. Das Projekt an der Konstantinstraße läuft bereits. Die Flächen an der Eisenbahnstraße werden irgendwann für Investoren interessant werden.


    Insgesamt ein Rückschritt und ein klares Signal, dass man bezüglich der Ursachen des Klimawandels und Abmilderung derselben herzlich wenig verstanden hat.