• Danke für den Hinweis! Der enthaltene Link ist höchst interessant!

    Ich hoffe irgendwie, dass die Gedankenspiele zur "Neuen Paußnitz" Gestalt annehmen mögen.
    Wenn ich es richtig verstanden habe, dann wird einerseits das Höhenniveau des geplanten Grabens für die Realisierbarkeit eine Rolle spielen. Der Abzweig bereits vor dem Bösdorfer Wehr könnte aber eine gute Voraussetzung sein.
    Andererseits wird es natürlich davon abhängen, ob für ein solches Vorhaben finanzielle Mittel gefunden/aufgebracht werden (können). Ich hoffe es sehr.

    Weil wir grade beim Thema sind und ich mich schon längere Zeit damit beschäftigt hatte - der Name "Bösdorfer Luppe" lässt Interessierte aufhorchen.
    "Bösdorfer Luppe"? Wie jetzt? Die Luppe existiert doch erst im nördlichen Bereich von Leipzig?

    Ich wollte schon seit einer Weile wissen, woher die Luppe eigentlich kommt. Wenn schon ein Fluss mit diesem Namen existiert, dann muss er doch auch einen Ursprung haben.
    Schwierig wird die Erforschung auch dadurch gemacht, dass seit Jahrhunderten die Flussläufe Leipzigs von Menschenhand massiv verändert wurden.

    Im Internet etwas zur Luppe-Quelle zu finden, ist beinahe unmöglich. Dennoch habe ich vor einer Weile (mithilfe alter Landkartenausschnitte) herausgefunden, dass die Luppe westlich von Großschkorlopp entsprungen sein muss, durch Knautnaundorf floss und bei Hartmannsdorf in die Elster mündete. Ursprünglich mag sie noch einen ganz anderen Lauf gehabt haben, wer weiss.

    Noch etwas anderes zum Schluss - ich habe Anfang der Neunziger im Zeitungsladen einen Nachdruck eines alten Leipziger Stadtplans gekauft - den "Pharus-Plan".
    Sehr interessant, nur ist es mir nicht gelungen, den Stadtplan zeitlich einzuordnen und er gibt keinen Hinweis her, wann er original gedruckt wurde.
    Ich würde ihn vage zwischen 1920 und 1935 einordnen, bin mir aber nicht sicher.
    Weiss jemand, aus welchem Jahr der Pharus-Plan stammt?

    So, das war jetzt viel Text. Ich hoffe, ich hab Euch nicht gelangweilt.

    P.S. Ich möchte bestimmt keinen Chat hier machen.
    Ich bin wirklich an ernsthaftem Informationsaustausch interessiert.

  • Am kommenden Mittwoch, den 4.3., findet ab 19 Uhr in der Aula des Rudolf-Hildebrand-Gymnasiums in Markkleeberg ein Gespräch mit Oberbürgermeister Bernd Klose und Bürger_innen und Gewerbetreibenden statt zum Thema "Wohin entwickelt sich Markkleeberg? Kann/muss Tourismus für die Stadt eine wirtschaftliche Komponente sein?". Dabei werde auch das Bauprojekt Golf-Resort und Spa-Hotel am Cospudener See vorgestellt, wobei auch Vertreter des Investors Unister teilnehmen sollen.

  • le-west - ...der Name "Bösdorfer Luppe" lässt Interessierte aufhorchen. "Bösdorfer Luppe"? Wie jetzt? Die Luppe existiert doch erst im nördlichen Bereich von Leipzig? > Stimmt, die heutige "Luppe" entspringt am Luppewehr zwischen Nahlewehr (links) und Elsterwehr (rechts) vom Elsterbecken. Dies führt weit durch Leutzsch, Möckern, Wahren, Stahmeln, Lützschena,... Schkeuditz und mündet schließlich wieder in die Weiße Elster. Dazu gibt es noch die "Kleine Luppe" die rechts an der "Brücke der 4 Jahreszeiten" in der Nähe des Palmengartenwehrs entspringt. Sie verläuft südlich und westlich am Palmengarten vorbei, unter der Lützner Straße zur Lindenauer Wehr (Koburger Wasser) zum Straßenbahnhof Angerbrücke und weiter in Richtung Norden durch Lindenau/Leutzsch und mündet schließlich in die Nahle. (Diese entspringt am Nahlewehr links neben dem Luppewehr am Elsterbecken und mündet in Leutzsch/Böhlitz-Ehrenberg in die Luppe). Eine weitere Luppe nannte sich "Große Luppe", diese entsprang fast an selber Stelle wie die Kleine Luppe und floß durch den Palmengarten, links am See vorbei, jedoch durch das Palmengartenhaus. Weiter zur Jahnallee (Frankfurter Straße), vorbei am Kuhturm durch das heutige Kleinmessegelände und müsstete in die Nahle oder im Elsterbecken gemündet sein.

    Man denkt, auch den Elstermühlgraben gibt es nur einmal. Der in Höhe der Marschnerstraße bzw. Friedrich-Ebert-Straße entspringt, durch das Elsterstraßenviertel zum Naturkundemuseum und Rosental fließt und an der Leutzscher Allee wieder in die Weiße Elster mündet. Dieser täuscht, ihn gibt es auch im Süden von Leipzig nocheinmal. Dieser entspringt in Hartmannsdorf Höhe der A38 und fließt auf der westlichen Seite der Weißen Elster in Richtung Norden zu den Stadtteilen Hartmannsdorf, Knauthain, Knautkleeberg, Windorf und mündet schließlich an der Buttergasse in Großzschocher in die Weiße Elster. Er nennt sich "Knauthainer Elstermühlgraben". Dieser ist jedoch kein Graben zum paddeln, nur ein einfache Bachlauf mit mehr Wasser.

    Genauso wie sich viele Gewässer von den beiden großen Gewässern der Elster und Pleiße ableiten. Siehe ELSTER: Elstermühlgraben, Elsterfloßgraben und PLEISSE: Pleißemühlgraben, Mühlpleiße. Sie wurde durch den Antrieb der drei Mühlen in Connewitz, Dölitz und Lößnig angelegt. Heute ist davon noch die Dölitzer Mühle vorhanden und in Betrieb. Der Elsterfloßgraben, auch Floßgraben genannt wurde zum Transport von Hölzern angelegt und hatte seinen Entsprung in der Weißen Elster. Ob es geplant ist, den Floßgraben wieder in seinem Originalverlauf im Leipziger Süden fließen zulassen, kann ich nicht sagen. Im Konzept des Leipziger Neuseenlands ist er jedoch östlich neben dem Cospudener See eingeplant.

  • Im März 2009 will nun die LMBV über Fördermittel zum Elsterstausee abstimmen. Dieser Beschluss stand schon einmal Ende 2008 auf der Tagesordnung. Das Amt für Stadtgrün und Gewässer ermittelt nun in allen Richtungen, den Elsterstausee zuretten. Da käme die "Neue Paußnitz" ins Gespräch.

  • LEgende

    Übrigens waren die gastronomischen Einrichtungen am Markkleeberger See heute extrem überlaufen. Unglaublich, wieviele Leute sich bei dem Wetter da langdrängeln.


    Aber auch die Wege am Cospudener See waren gut besucht.:lach:






    Oder man war auf dem Cospudener See unterwegs.



    Alles eigene Fotos.

  • So ist momentan der Stand beim zweiten zu öffnenden Abschnitt des Elstermühlgrabens (Blick von der Friedrich-Ebert-Straße).

    Foto von mir.

  • Wird Zeit, dass die unsanierten Häuser an der Ebert-Straße, die heutigen Schandflecke und morgigen Stars, im Zuge der Freilegung auch endlich saniert werden.

  • Gemeinsame Pressemitteilung von NABU und Ökolöwe vom 4.3.2009

    Dementi der Unister GmbH verstärkt Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit

    Am 28.02.2009 publizierte die Unister GmbH auf ihrer Homepage eine Pressemitteilung, mit der sie auf die Vorwürfe von NABU-Regionalverband Leipzig e.V. und Ökolöwe - Umweltbund Leipzig e.V. der Täuschung der Öffentlichkeit reagiert. Bereits vorher wurden diesbezüglich gegenüber verschiedenen Medien Aussagen durch die Unister GmbH gemacht.

    So schreibt die Unister GmbH zu dem Planungsentwurf, den wir als Grundlage unserer Kritik benutzten: Das von Unister so betitelte „Planungskonzept“ sei „weder öffentliches Werbekonzept, noch Unister-Pressemeldung und auch kein Bebauungsplan, sondern ein ursprünglich nichtöffentliches Verschlussdokument.“ Wenn dem wirklich so sein sollte, dann hat die Unister GmbH aber der Presse und der Öffentlichkeit noch einiges zu erklären. Der uns von Journalisten zugesandte Planungsentwurf wurde von einem Firmencomputer der Unister GmbH mit einer Firmen-Email-Adresse der Unister GmbH in der zweiten Februarhälfte an namhafte deutsche Presseagenturen versandt. Dies war zu einer Zeit, als die Presse begierig auf der Suche nach Informationen zu den bis dahin weitestgehend noch unbekannten Plänen war. Wir sehen in den uns vorliegenden Email-Schreiben deshalb ein gezieltes Einstreuen der Informationen in die deutsche Medienlandschaft. Die Unister GmbH schreibt weiter: „Die von den Ökolöwen und vom NABU-Regionalverband Leipzig monierten Abweichungen sind entsprechend gegenstandslos“. Ist sich die Unister GmbH da wirklich sicher? Dann sagen sie dies bitte auch den Markkleeberger Stadträten! Denn nach Auskünften einer sicheren und glaubwürdigen Quelle liegt diese Präsentation auch den Markkleeberger Stadträten als Datengrundlage für ihre Entscheidungsfindung vor. Das halten wir dann aber gar nicht mehr für gegenstandslos, wenn Stadträte anhand von fehlerhafter Visualisierung Entscheidungen treffen sollen.
    (Siehe Text im Anhang)

    weiterführendes Dokument - siehe unter der oben genannten URL

    _______________

    Die in dem pdf-Dokument angeführte Kritik an den Plänen allgemein und dem Täuschungsversuch im speziellen halte ich für nachvollziehbar und sehr berechtigt. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Stadträte von Markleeberg ebenfalls intensiv mit dem Dokument und den dort angebrachten Argumenten beschäftigen und nicht auf bunte Werbeflyer und smarte Vertretertypen mit Luftschlösser-Versprechen reinfallen.

    Siehe auch:

    Golfplatz am Cossi: Dementi von Unister kommt bei Naturschutzverbänden schlecht an
    Redaktion
    06.03.2009
    http://www.l-iz.de/Politik/Region…0903052058.html

  • Große Diskussionsrunde zum Golfresort am Cossi >> http://www.l-iz.de/Politik/Region…0903081922.html

    Letztendlich soll man doch froh sein, das einer etwas dort bauen will. Immerhin ist es ja nichts schlimmes, außer das ein zweiter Golfplatz kommt und den könnte man durchaus auch weglassen, so dass nur das Golf- oder Cospudenresort steht. Vielleicht würde man es ja auch Leipziger Flur realisieren können.

  • ^ Und wenn einer ein Hochhaus auf dem Südfriedof oder eine Wohnsiedlung im Auwald bauen will, soll man auch froh sein? Die Südseite des Cospudener Sees ist von jeher naturbelassen vorgesehen worden. Die Aussagen zur Firma Unister (Stundenlohn, etc.) sprechen auch für sich. Und über die Erschliessung hat man sich noch keine Gedanken gemacht. Anderthalb Kilometer weiter am Nordufer des Zwenkauer Sees besteht eine Vorbehaltsfläche für genau diesen Zweck (mehrgeschossiger Hotelbau). Vom Stil, dieses Projekt einzubringen, mal ganz abgesehen. Nein, außer den Allmachtsfantasien eines gewissen Markleeberger OBMs gibt es keinen einzigen Grund für den Bau. Es wäre für den gesamten Gewässerverbund und die Region besser, wenn die Stadt Markleeberg, die stets dadurch auffällt, dass sie gerne nimmt, aber ungern gibt, endlich eingemeindet werden würde.

  • Die Südseite des Cospudener Sees ist von jeher naturbelassen vorgesehen worden. > Soll das Resort nicht auf der Ostseite schräg gegenüber vom Hafen Zöbigker entstehen?

    Rodungen zum Kanaldurchstich


    Aktuelle Lage der Rodungen. Mitte März 2009 soll dies abgeschlossen sein. Dürfte also nächste Woche sein.

    Weitere Bilder auf meiner Webseite, Weg dahin ist sicher bekannt. (Sollte die Seite erneut nicht erreichbar sein, so entschuldigt bitte. Ich denke schon an einem Serverumzug nach).

  • @#313: nein, ich bin nicht froh, dass da einer bauen will, das ist mal wieder ein bemerkenswert unseriöses Projekt mit den üblichen Anflügen von Größenwahn, und unter Irreführung der Öffentlichkeit. Um so peinlicher, dass der Entwickler ein Leipziger Unternehmen ist. OBM Klose schreit natürlich hurra, - wann wird in Markkleeberg eigentlich mal wieder gewählt? Eingemeindung ist übrigend eine gute Idee.

  • ^ Was Bad Homburg für Frankfurt, Starnberg für München und Potsdam für Berlin ist, ist Markkleeberg für Leipzig. Eine wohlhabende und in Zukunft vielleicht, das verspricht die herrliche Lage an den neuen Seen, eine stinkreiche Stadt, ein Rückzugsort für alle besser Betuchten, die der quirligen Großstadt entfliehen wollen, aber ihre Vorzüge zu schätzen wissen und in 10 Minuten mitten in der City sind. Denn Markkleeberg wäre sterbenslangweilig, wenn Leipzig nicht gleich um die Ecke läge.

    Als ich letzten Sommer nach vielen Jahren mal wieder in Markkleeberg war, sprang mir die Sauberkeit gleich ins Auge. Vor den noblen Villen parkten Luxuskarossen, interessanterweise oft mit Kennzeichen aus dem Rhein-Main-Gebiet. Ohne die Zahlen jetzt zu kennen, die AL-Rate und Sozialhilfequote dürfte nicht mal halb so hoch sein wie in Leipzig. Von daher ist es verständlich, dass die Stadt Leipzig 1999 Markkleeberg unbedingt mit eingemeindet haben wollte. Dies scheiterte meines Wissens daran, dass die Stadt südlich von Leipzig bis 2050 Stadtrecht besitzt. Also wird's wohl die nächsten 40 Jahre nix werden mit Eingemeindung...

  • Markkleeberg wäre nicht nur sterbenslangweilig ohne Leipzig in der Nähe, sondern hätte auch die Attraktivität von Prenzlau oder Salzwedel oder ähnlich peripherer Kleinstädte.

  • ^

    Obwohl Städte wie Markkleeberg oder Taucha eingemeindet gehören. Diese liegen so dich an Leipzig mit solchen verknüpfungen, das alles andere sinnlos wäre. Man macht eine Kreisgebietsreform die inhaltlich niemandem was bringt und lässt dafür dringend notwendige Veränderungen wie die Eingeneindung von Taucha, Markkleeberg usw. offen.
    Dieses Behörden-HickHack an der Stadtgrenze gehört beendet!