Leipzig: Höfe am Brühl (eröffnet)

  • MEDIA MARKT + EDEKA ziehen ein


    In die "Höfe am Brühl" ziehen laut LVZ unter anderem MediaMarkt, dm, Edeka (2000 m² Fläche, 15.000 Artikel), Denn's (Bio-Supermarkt) und NewYorker ein.


    Quelle: LVZ


    Seit Anfang dieser Woche (...) wurde ein Großteil des Richard-Wagner-Platz' für Baufahrzeuge und Baustoffe der Höfe am Brühl eingezäunt.

  • Danke für den Link. Wenn ich dies jetzt richtg vom OBM Jung herausgehört habe, sollen die "Höfe am Brühl" nun 240 Millionen Euro statt den bisher veranschlagten 200 Millionen Euro kosten.

  • #KiTa: interessant daran ist vor allem, dass bisher, falls ich mich recht entsinne, stets davon gesprochen wurde, dass die KiTa auf jeden Fall kommt.

  • Drei weitere Visualisierungen findet man anlässlich der Grundsteinlegung seit gestern auf der Seite von mfi.


    Brühl/Ecke Hallesches Tor



    Wohl der Drey-Schwanenhof, der künftig als Event und Multimedia-Treffpunkt fungiert.



    Bilder: mfi.eu


    Über das geplante Design der Höfe in den Höfen könnt ihr euch hier informieren.

  • danke cowboy... lässt einen schon schmunzeln, der pressetext: die blechbüchse das symbol der wende, lattermanns hof greift die mode-historie des ortes auf, weil am brühl früher pelzhandel betrieben wurde... hier werden bezüge zusammengeschustert, dass sich die balken biegen. mein favorit: "Die Form folgt heutzutage mehr und mehr der Funktion und steht dabei für das Design und die Architektur." :)
    aber dennoch: ich bin sehr gespannt, wie das stadtgefüge ausschauen wird - und ob die passagen und höfe durchgängig begehbar sein werden...
    und ich bitte diesen ausflug in die journalismuskritik zu entschuldigen.

  • Na bei den Ankermietern kann man ja nur mit der Zunge schnalzen: MediaMarkt, New Yorker, Intersport, Müller, dm, Edeka, SpieleMax...


    Da ist es ihnen ja wirklich gelungen absolute Exoten in ihre Höfe zu locken. Das Wort Alleinstellungsmerkmal scheint mir hier wirklich noch stark untertrieben.

  • Na bei den Ankermietern kann man ja nur mit der Zunge schnalzen: MediaMarkt, New Yorker, Intersport, Müller, dm, Edeka, SpieleMax...


    Da ist es ihnen ja wirklich gelungen absolute Exoten in ihre Höfe zu locken. Das Wort Alleinstellungsmerkmal scheint mir hier wirklich noch stark untertrieben.


    Genau das sehe ich als das Manko. Am Ende werden es doch immer wieder die gleichen Filialisten sein, die hier mieten. ALLE diese Mieter gibt es auch schon an anderen Stellen der Innenstadt. Von hochwertigem privat geführten Einzelhandel keine Spur.

  • Ich werd doch nicht am Ende noch dazuschreiben müssen, dass das Ironie war?;) Wenn ich mit meiner Architekturkritik auch noch warte bis das Ding steht aber wenn diese Mieter der so blumig beschriebene Anspruch sein soll, kann ich echt nur lachen... Das klingt wirklich mehr nach Pösna Park als nach Innenstadt, sorry für die Polemik.

  • ich hege keine allzu hohen erwartungen an den mieterbesatz, allerdings:


    laut mfi werden 110 - 130 shops entstehen. da ist es meines erachtens wenig sinnvoll, anhand der paar genannten anbieter bereits ein fazit bezüglich der künftiger mieterstruktur zu ziehen.

  • ^ Zudem ist, falls ich mcih recht entsinne, dass 60% der Mieter neu in der Innenstadt sein müssen und auch nur ein gewisser Kettenanteil bestehen darf. Und auch wenn Ketten heutzutage durchaus verwechselbar sind, gibt es bisher weder MediaMarkt noch Spielemax oder Edeka in der Innenstadt. Formal genügen die damit den Kriterien.


    Viel ärgerlicher finde ich, dass sich der Denkmalschutz gegen die Vitrinenlösung der Fassade gesperrt hat und diese jetzt wohl nicht kommen wird. Herzallerliebst, wie die Bäume in den Innenhöfen zuerst gekübelt wurden und jetzt augenscheinlich komplett durch Fototapeten ersetzt werden?

  • Gestern habe ich am Brühl/Hainstraße erstmals auf der "Höfe am Brühl"-Baustelle ein Bauschild gesehen. Ein weiteres steht am Tröndlinring/Hallesches Tor.


    Des Weiteren konnte ich heute auf dem Richard-Wagner-Platz und am Goerdelerring magenta-farbige Röhren sehen, welche vermutlich auch für den CityTunnel verwendet wurden. So wie es scheint, wird das Wasser aus dem sumpfigen Boden des Einkaufszentrums via Rohren rausgepumpt. Fragt sich nur noch, wohin. Beim CityTunnel mussten unter anderem die Parthe und der Pleißemühlgraben dran glauben. Aber ein Sumpf ist ja eine andere Substanz.

  • ^ anhand der bereits bekannten Mieter kann man sehr wohl schon ein paar Anmerkungen zum Besatz machen. Denn wie wir alle wissen, brauchen die Ankermieter viel Platz. New Yorker soll bspw. der größte in Leipzig werden. Media Markt braucht viel viel Fläche usw.


    Da bleibt für die anderen wirklich nur "Kleinteiligkeit" und ob die sich dann alle gegen Ketten behaupten können, bleibt abzuwarten. Zumal, wir haben bereits 3 (!) dm in der City. Müller gibt es ebenso schon, wo ich mich frage, ob sich das überhaupt lohnt. New Yorker ist dann der dritte und und und ...


    Auch die Architektur überzeugt mich absolut nicht. PösnaPark in der City trifft es gut, nur mit etwas aufwendigerer Fassade, welche aber weit unter ihren Möglichkeiten bleibt. Beton, Stahl, Glas wie überall.
    Da sind selbst Städte wie Tallinn in Sachen moderne Architektur besser dran.

  • denkmal


    über die funktion von ankermietern nach. wie oft kaufst du dir eine uhr und wie oft eine tube zahnpasta? ankermieter decken die grundbedürfnisse ab und sorgen so für kundenfrequenz - auch für die umliegenden geschäfte. nach deiner logik hätten brühl und hainstrasse aufblühen müssen, nachdem die blechbüchse dicht gemacht hatte. das gegenteil war der fall.


    (und weil hier ab und zu der unsinnige vergleich zum pösna-park gezogen wird: das ding läuft - zum glück - nicht mehr, weil es einerseits irgendwo im nirgendwo liegt und vor allem weil es seine echten ankermieter verloren hat. die folge sind leerstände und keineswegs neueröffnungen von boutiquen, deren inhaberinnen ihren namen tanzen können.)


    selbst wenn sich in den brühlhöfen vornehmlich filialisten einmieten werden, wird dies zu einer belebung der nördlichen innenstadt führen. und damit zu anreizen, zwischen markt und brühl auch ausgefallenere geschäftsideen auszuprobieren.

  • mich stören am meisten die aktuellen visualisierungen. die fassade wirkt auf mich von außen immer monotoner und keines wegs "kleinteilig". und der multimediahof ist richtig richtig langweilig. ich dachte, es wird wenigstens ein bisschen "spacig" .... das erste werbevideo hat da mehr versprochen. mit bewegbarem video-würfel (und nicht einem allerwelts-stink-langweiligen tv-fernseher in der ecke, der eh nur "kauf bei new yorker, und der alpenmax gehört dir" von der wand schreit), ich hätte schon gedacht, dass es mehr nach visionelles 21- jh. aussieht, und nicht nach verkaufsstand von mediamarkt.

  • Bei manchem, was man hier liest, frage ich mich ja, welch romantische Erwartungshaltung geherrscht haben mag. Die jüngste Visualisierung zeigt ein Einkaufszentrum, das genauso gut in Dubai stehen könnte. Aber gut, es ist ein Einkaufszentrum, nicht mehr. Wer die Platten vorher gesehen hat, muss aber zustimmen, dass selbst diese Allweltsarchitektur eine Verbesserung gegenüber einer Architektur darstellt, die in einem Geist gebaut wurde, die den Begriff der Stadt zu negieren versuchte. Der jetzt entstehende Konsumtempel ist zumindest ein realeres und wohl auch langlebigeres Abbild seiner Zeit als die Wohmaschinen, in denen man ein besseres Menschengeschlecht heranziehen wollte.

  • @ RMA


    Ein bisschen weniger Kalter-Krieg-Ideologie würde deinem Beitrag sicher guttun. Mir persönlich wäre es lieber gewesen, die Gebäude wären erhalten und instand gesetzt worden, dann gäbe es in der Innenstadt wenigstens etwas Wohnnutzung.

  • ^ 20%-iger Wohnanteil ist bei Neubauten in der Leipziger Innenstadt Pflicht. Entsprechend entsteht auch in den Obergeschossen der Höfe Wohnraum. Auch wenn die Innenstadt mit ~ 2500 Einwohnern auf knapp 1 km² Fläche keine Wohndichte wie die umliegenden Wohngebiete aufweist, führt deine Aussage, ein Erhalt der Brühlplatten hätte wenigstens etwas Wohnnutzung in der Innenstadt belassen, weitestgehend an der Realität vorbei.


    Nochmal zum Thema Ketten und Ankermieter: willkommen im Zeitalter der Ketten. Wenn selbst in Städten wie Berlin oder New York die H&Ms in Sichtweite zueinander stehen, kann man wohl kaum davon ausgehen, dass dieser Kelch an Leipzig vorbeigeht.

    Einmal editiert, zuletzt von DaseBLN ()