Magdeburg

  • Hochhaeuser am Stadtmarsch

    Bei dieser Gelegenheit moechte ich (als professioneller Stadtplaner mit langjaehriger Berufserfahrung, darunter auch viele Hochhausprojekte) zum Ausdruck bringen, dass ich die Hochhausplanungen am Stadtmarsch strikt ablehne. Das ist definitiv der falsche Standort fuer Hochhaeuser, einerseits wegen der Blickbeziehungen vom und zum Dom, aber auch wegen des fehlenden staedtischen Umfelds an diesem Standort.


    Meiner Meinung nach sollte an diesem Standort nur niedrig gebaut werden (wenn ueberhaupt). Ferner sollten die Nutzungen so gewaehlt werden, dass alle Buerger von Magdeburg davon profitieren - immerhin handelt es sich um einen sehr exponierten Standort. Ich koennte mir hier an der Elbe entlang ein paar Restaurants, Cafes and Kneipen vorstellen, allesamt mit Dom-Blick. Dazu vielleicht kulturelle Nutzungen (Theater, Kabarett, Variete, Kunstgalerie), dazu ein paar Bueros und Laeden. Dahinter, in der zweiten Reihe, dann eventuell niedrige oder mittel-hohe Wohnbebauung. Die Front zur Elbe sollte aber auf alle Faelle gemischt genutzt werden (Gewerbe/ Kultur/ Gastronomie) und nicht nur fuer ein paar Wohnungen fuer reiche Leute!


    Es gibt in Magdeburg ein paar Standorte, wo ich mir Hochhaeuser durchaus vorstellen kann, z.B.:
    - am Uni-Platz oder generell im Umfeld des Uni-Campus
    - am Bahnhofsvorplatz (unbebautes Grundstueck, ehem. Busbahnhof)
    - hinter dem Bahnhof (Damaschkeplatz)

  • Aktuelle Projekte im Wissenschaftshafen


    Heisenberg Campus


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    Neubau am Wittenberger Platz


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    und auch die Sanierung der beiden Reichseinheitsspeicher könnte dieses Jahr starten


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  • Sanierung Diamant-Brauerei

    Lübecker Straße/ Gröperstraße

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    Laut Website ist bereits ein Teil komplett verkauft. Die Umgebung lädt jetzt nicht unbedingt zum "gehobenen Wohnambiente" ein, drumherum befindet sich ein Gewerbegebiet, zahlreiche Brachen, eine völlig unerkennbare Stadtstruktur mit Architektur quer durch fast alle Epochen, kleine und große Häuser und und und ... eine "Neuordnung" des gesamten Gebietes mit straßenbegleitender Blockrandbebauung an der Lübecker Str. hat die Stadt durch die Genehmigung von Flachbauten a la Penny und EInfamilienhäusern (andere Straßenseite) versemmelt.

    Das gesamte Areal ist für mich ein Paradebeispiel verfehlter Stadtentwicklung, da überhaupt keine Stadtstruktur erkennbar ist, sondern ein wirrer Mix verschiedener Epochen, viele Brachen etc. - auch an der Sieverstorstraße nur wenige 100 m entfernt kann man via Google auf einer weiteren Brache ehem. Industriekultur aus dem 19. Jh. (dort ist nur noch ein Gebäude erhalten, alles andere wurde wohl teils illegal abgerissen) sehen, dass auch dort eine klare Struktur durch Blockrandbebauung o.ä. wohl nicht das Ziel ist, Hauptsache es wird irgendwas gebaut.


    Google-Karte https://www.google.de/maps/pla…3d52.1513977!4d11.6405055


    Quelle und weitere Infos:

    https://www.ggh-ag.de/projekt/diamant-brauerei/

  • Danke für diese Informationen. Abgesehen vom Hochhausvorschlag Olvenstedter-/Gorki-Straße, wie konkret sind die anderen Bauvorhaben daneben und in der Guericke-Straße?

    Grundsätzlich fände ich die Bebauung dieser großen Lücken wünschenswert, aber vor allem an der Guericke-Straße sieht es mir wie eine Fortsetzung des City-Carrés aus, was ich nicht zeitgemäß und wenig ansprechend fände.