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    Nordstadt | Heerstraße 195-197

    In der Heerstraße entstehen bis Herbst 2022 ein Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohneinheiten als Blockrandbebauung und drei Reihenhäuser im hinteren Grundstücksteil. Auch hier weicht eine gewerbliche Nutzung (Lackiererei und Karosseriebaubetrieb) einer reinen Wohnnutzung.


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    © V+R Immobilien GmbH


    Grundsätzlich eine schöne Nachverdichtung. Die bisherige schlichte Bebauung Heerstraße 195 samt benachbartem Behelfsbau - aus der Nachkriegszeit? - weicht einer geschlossenen Blockrandbebauung. Leider werden wieder zwei Parzellen zusammengefasst. Das tut den Proportionen des Neubaus nicht gut. Auch sonst handelt es sich architektonisch um Stangenware.

    [...] Offensichtlich waren Direktverbindungen nach Berlin den Scheichs in Dubai nicht so wichtig, dass sie dafür z.B. die Beteiligung von EU-Staatsbürgern und -firmen an ihren Airlines zulassen würden oder EU-Standards bei den Passagierrechten, Entschädigungsregeln und weiß nicht was akzeptieren wollten. Auch gut, aber dann gibts eben keine Landerechte in Berlin. [...]


    Emirates möchte gerne nach Berlin (und Stuttgart) fliegen und dürfte es auch, müsste dafür allerdings eines der vier anderen deutschen Ziele (Frankfurt, München, Düsseldorf oder Hamburg) aufgeben. So ist es im Luftverkehrsabkommen zwischen den VAE und Deutschland geregelt (Q). Offensichtlich sieht Emirates in Berlin also nicht so viel Potential wie an den anderen Standorten.

    Hohenzollernring 62

    ^ Im Deal-Magazin ist heute ebenfalls ein entsprechender Bericht.


    Demnach ist eine umfassende Modernisierung des Gebäudes nach Plänen von kadawittfeldarchitektur geplant. Die Planungen entsprechen dem Zeitgeist des ressourcenschonenden Bauens. Ca. 70% der Bestandskonstruktion sollen erhalten bleiben. Die Planungen enthalten auch einen begrünten Innenhof und begrünte Terrassen zur Verbesserung des Mikroklimas. Der Bauantrag wurde im April eingereicht, mit ersten bauvorbereitenden Maßnahmen und Entkernungsarbeiten im Gebäude wird jetzt begonnen. Nach Abschluss der Umgestaltung soll das Gebäude 17.000 m² moderne Büro- und Einzelhandelsflächen bieten.


    Einen Hochhausneubau an dieser Stelle wird es demnach definitiv nicht geben.

    Neubau multifunktionales Laborgebäude für Tierwissenschaften

    Auf dem Nachbargrundstück ein paar Meter weiter nordwestlich geht es weiter mit dem Ersatzneubau eines multifunktionalen Laborgebäudes (MFL) für Tierwissenschaften. Zu diesem Zweck wird derzeit ein Wettbewerbsverfahren vorbereitet.


    Die Ausschreibung ist derzeit noch hier abrufbar. Darin wird das Vorhaben wie folgt beschrieben:



    "Gegenstand des Wettbewerbs ist der Ersatzneubau eines multifunktionalen Laborgebäudes (MFL) für Tierwissenschaften der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn am Campus Poppelsdorf der Stadt Bonn. Das Gebäude dient für verschiedene Teile der Universität, die sowohl von der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät als auch von der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität genutzt werden.


    Alle Institute der beiden Fakultäten, die hier ihre Heimat finden sollen, forschen im weitesten Sinne mit/an Tieren. Die Spannbreite erstreckt sich hierbei von wirbellosen Modellorganismen, über Fische und Amphibien bis hin zu Nutztieren, wie Schweinen und Kühen, die auf einem Versuchsgut im Rhein-Sieg-Kreis gehalten werden und von denen lediglich Proben unterschiedlichster Art im Neubau des MFL untersucht werden.


    Baulich soll im MFL ein Gesamtkonzept entstehen, das die Institute der beiden Fakultäten berücksichtigt und die Laboreinheiten von den zentralen Bereichen, wie Seminarräume und Hörsälen sowie von den Büroräumen trennt. Im Gebäude werden sich zukünftig bis zu ca. 400 Studierende und ca. 250 Mitarbeiter aufhalten. Das Gebäude wird in der Regel an 365 Tagen im Jahr genutzt. Auch in der vorlesungsfreien Zeit findet sowohl Forschungs- wie Lehrbetrieb statt.


    Die Errichtung des Ersatzneubaus ist unter dem besonderen Aspekt der Nachhaltigkeit vorgesehen. Es wird mindestens eine Zertifizierung in "Silber" nach dem Bewertungssystem der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB) angestrebt.


    Für den Ersatzneubau des MFL ist eine nachhaltige Konstruktionsweise gefordert. Denkbar ist eine Gestaltung der Fassaden aus Holz und die Errichtung von massiven Decken z.B. aus Beton, um die Räume im Sommer durch Betonkernaktivierung zu kühlen. Bei der Planung des gesamten Gebäudes ist das Prinzip des "low-tech-Gebäudes" anzustreben.


    Im multifunktionalen Laborgebäude der Tierwissenschaften sollen rund 2.000 qm Büroflächen, rund 3.800 qm Labor und Serviceflächen zur Forschung sowie rund 1.280 qm Lehrflächen für Hörsäle und Praktikumsräume entstehen. Insgesamt ist in diesem Wettbewerbsverfahren eine Nutzungsfläche (NUF) von insgesamt rund 7.082 qm nachzuweisen.


    Für die Baumaßnahmen sind Bauwerkskosten in den Kostengruppen 200 bis 600 von rund 78,8 Mio. Euro (brutto) vorgesehen. Die Nutzung des multifunktionalen Laborgebäudes der Tierwissenschaften ist für 2028 geplant."



    Auftakt des Wettbewerbes bildet ein Rückfragenkolloquium vor Ort am 09.09.2022. Im Nachgang haben die teilnehmenden Büros rund zwei Monate Zeit für die Erarbeitung der Entwürfe. Die Preisgerichtssitzung findet am 28.11.2022 statt (Q Ratsinformationssystem).


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    © Stadt Bonn

    Alt-Godesberg | Friesdorfer Str. 42

    Folgendes Bauvorhaben wurde kürzlich in der Friesdorfer Str. abgeschlossen: auf einem vormals gewerblich genutzten Grundstück wurde eine Wohnbebauung mit 23 ETW realisiert. Ein ganz ähnliches Bauvorhaben ist derzeit an der Bonner Str. 101-105 geplant.


    Der Neubau nimmt leider keinerlei Bezüge zu der noch vorherrschend gründerzeitlich geprägten Umgebung auf. Bei der straßenseitigen Fassade ist zwar der Versuch einer gegliederten Struktur erkennbar, der letztlich wegen der uniformen Gestaltung allerdings verpufft. So leidet dann auch das kleinteilige Gesamtbild der Straße.


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    © Immobilienkontor Lange

    Union Investment sichert sich Premium-Büroturm Eclipse in Düsseldorf

    • Modernes, flexibles „Büro von morgen“

    • Fertigstellung noch in diesem Jahr

    • Für den Bestand des UniImmo: Deutschland


    02.08.2022 I Autorin Astrid Lipsky I Lesedauer: 2 Minuten


    Union Investment hat sich den projektierten Büroturm Eclipse am Düsseldorfer Kennedydamm gesichert. Das Landmark-Gebäude mit hoher Visibilität steht kurz vor der Fertigstellung. Der Ankauf erfolgt für den Bestand des Offenen Immobilien-Publikumsfonds UniImmo: Deutschland. Verkäufer ist ein Joint Venture zwischen der die developer Projektentwicklung GmbH und der Oman Investment Authority. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.


    Vollständige Pressemitteilung hier.

    ^ Dazu ergänzend noch einige Ansichten aus der Sichtfeldstudie zur Rahmenplanung Bundesviertel:


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    © Stadt Bonn/ CITYFÖRSTER a+u


    Damit bekommt man einen ganz guten Eindruck von der Lage dieses Hochhauses in der Skyline. Wie man sieht, ist der Standort ziemlich isoliert, weil er die Einfahrt zum Bundesviertel von Süden markieren soll. Denn die Idee der Rahmenplanung ist u.a., mit Hochhäusern "Tore", "Mitten" sowie "Achsen" und deren Kreuzungspunkte zu markieren. Die Idee erinnert an den Frankfurter Fingerplan und ist m.M.n. ziemlich aus der Zeit gefallen. Der Standort, der irgendwie auch die Dominanz der Godesburg, des Wahrzeichens Bad Godesbergs, im Stadtpanorama bedroht, wird sicher noch zu Diskussionen führen.


    Dennoch, die Verdichtung entlang der B9, die über eine gute Verkehrsanbindung (Straße, Stadtbahn) und auch bereits über großformatige Gebäudestrukturen verfügt, ist im Grundsatz richtig. Das gilt besonders für den Standort an der Hochkreuzallee, wo nach mehrheitlichem Wunsch der Politik später ein S-Bahn-Haltepunkt entstehen soll. Ich hoffe deshalb, dass man das Gebäude auch für eine gewerbliche Nutzung öffnen wird (Bäckerei, Kiosk, Fitness-Studio).


    Übrigens, von den in der Sichtfeldstudie zu sehenden Hochhäusern befinden sich das "Ost-Tor" (auf 65m geschrumpft als Sitz der Europäischen Wetterbehörde EZMW) und das Hochhaus "Mitte Plaza" (KREER Development) bereits in der konkreten Planung.

    Doppelhausneubau Malusiusstraße

    Ein ziemlich außergewöhnliches Neubauvorhaben wird bis kommendes Jahr in der Malusiusstraße 11 in Endenich realisiert: ein Doppelhausneubau im Gründerzeitstil (Quelle: immobilienscout24.de).


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    © Bernd Schulz Immobilien


    Das sieht von einigen Details abgesehen (Gauben) tatsächlich recht "original" aus, zumindest straßenseitig. Mal sehen, ob es auch wirklich so hochwertig umgesetzt wird.


    Dieses Gebäude unbekannter Entstehungszeit muss(te) weichen: Malusiusstraße 11 alt.

    Die Antwort der Verwaltung auf die Kleine Anfrage der FDP-Ratsfraktion:


    "Zu 1) und 2)

    Für das Grundstück Königswinterer Str. 404 /Ecke Rastenweg liegt ein Bauantrag für die Errichtung einer Mehrfamilienwohnhausanlage mit zusätzlicher Büro- und Geschäftsnutzung einschließlich Tiefgarage vor („Wingertshöfe“).

    Im Erdgeschoss ist die Unterbringung von fünf Ladeneinheiten auf insgesamt ca. 434,7 qm Nutzfläche geplant. Die Ladeneinheiten sind aufgeteilt in eine Bäckerei mit ca. 130 qm Nutzfläche, eine Ladeneinheit mit ca. 138 qm Nutzfläche sowie drei weitere Ladeneinheiten mit jeweils 45 qm, 52 qm und 62 qm Nutzfläche. Im Bauantrag wird lediglich die Bäckerei sowie ein weiteres Ladenlokal für den Verkauf von Waren angegeben. Wie die weiteren Ladenlokale genutzt werden sollen ist noch nicht benannt worden.

    Zu 3)

    Da die Ladeneinheiten für sich kleinflächig sind, bestehen aus städtebaulicher Sicht keine Bedenken gegen das Vorhaben. [...]"


    Die Planung für einen Vollsortimenter Im Alten Wingert wird nicht tangiert.

    Der Bonner Unternehmer Friedhelm Tang plant im Bereich Godesberger Allee (B9)/ Hochkreuzallee die Errichtung eines Hochhauses mit ca. 20 Etagen. Konkret geht es um die Grundstücke Hochkreuzallee 1-3 und Godesberger Allee 69. Tang ist Eigentümer der Grundstücke. Das Vorhaben steht im Einklang mit der Rahmenplanung Bundesviertel, die an dieser Stelle ein Hochhaus der Kategorie M mit ca. 80m Höhe vorsieht ("Süd-Tor"). Zur Umsetzung des Vorhabens ist das Planungsrecht zu ändern und ein vorhabenbezogener Bebauungsplan (Nr. 6817-3) aufzustellen (Plangebiet). Dem Bebauungsplanverfahren wird ein Wettbewerb zur städtebaulichen, hochbaulichen und freiraumplanerischen Qualifizierung unter Beteiligung von mindestens sechs Planungsbüros vorgeschaltet.


    Das ehemalige Bürohaus an der Hochkreuzallee (heute von JOHN REED Fitness genutzt) muss für das Vorhaben abgebrochen werden. Das Grundstück an der Godesberger Allee liegt brach. Es wurde bis vor Kurzem vom Theater Malente genutzt, das inzwischen mit seinem Spiegelzelt in die Jahrmarktshalle nach Beuel umgezogen ist.


    Das Hochhaus ist als hybrid genutztes Gebäude mit einer Büronutzung auf ca. acht Etagen und einer Wohnnutzung auf ca. 12 Etagen geplant. Nach dem Bonner Baulandmodell sind 50 % der geplanten Wohnfläche als geförderter Wohnungsbau nachzuweisen.


    Mehr dazu im Ratsinformationssystem.

    ^ Ergänzung: der Kauf der Telekom-Zentrale durch Art-Invest war mit einem Volumen von mehr als 200 Mio. EUR der größte Deal im Bereich der Büroinvestments im ersten Halbjahr 2022 in NRW (Q).

    [...] Das in der Meldung erwähnte Lifestyle-Hotel wird von GHOTEL unter der Marke "Moxy" betrieben werden. Es wird nach dem Moxy-Hotel am Flughafen das zweite Hotel dieser Marke in Köln werden. Die Fertigstellung ist für Sommer 2022 vorgesehen. Neben 222 Hotelzimmern wird das Hotel über einen Bar- und Fitnessbereich verfügen (Quelle: Deal-Magazin).


    Das von GHOTEL unter der Marke "Moxy by Marriott" geführte Hotel öffnet am 1. August (Q).


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    © Art-Invest Real Estate/ OSMAB Holding AG

    Startschuss für das SPURWERK

    Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in der Bremer Neustadt (auf der Karte von Heinzer in #5 das langgezogene, grün umrandete Areal am unteren Bildrand) ist mit dem Beginn der Bauarbeiten am ersten Bürogebäude der Startschuss für das Projekt SPURWERK gefallen. Dort entstehen im ersten Bauabschnitt auf 30.000 m² Büro- und Gewerbeflächen sowie ein Mobilitätshaus mit Stellplätzen für Fahrräder und Pkw. Die ersten Flächen dieses Abschnitts werden nach derzeitiger Planung im 3. Quartal 2023 bezugsfertig sein. Bauherr ist der Bremer Projektentwickler Peper & Söhne (Q).


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    © Peper & Söhne GmbH


    Weitere Infos unter spurwerk.net.

    ^ Passend dazu ist gestern im GA (€) ein Special zum 20. Geburtstag des Bonner Bogens erschienen. Vor 20 Jahren (tatsächlich!) wurde das Grundstück des damals bereits weitgehend abgebrochenen Zementwerks vom Unternehmer und Investor Jörg Haas (BonnVisio) gekauft. Noch im selben Jahr gewann Karl-Heinz Schommer den städtebaulichen Wettbewerb.


    Derzeit hat Haas noch vier Projekte in der Pipeline:


    ■ Neubau Innovation Greenhouse: Geplanter Baubeginn ist das zweite Quartal 2023. Der Bauantrag wurde im Juni bei der Stadt eingereicht. Das Gebäude soll nicht fremdvermietet werden, sondern durch Technologieunternehmen der eigenen Unternehmensgruppe bezogen werden. Betreiber des "marketplace" im Erdgeschoss wird die Invite Group (u.a. Rohmühle, Rolandsbogen, Konrad's). Das Gebäude soll (nomen est omen) die Energieeffizienzklasse 40 erfüllen. Das Investitionsvolumen liegt bei 17 Millionen Euro netto.


    ■ Neubau Rheinpavillon: Das Gastronomieprojekt im südlichen Teil des Bonner Bogens wird die Verwaltung im September in den politischen Gremien vorstellen. Baubeginn hierfür soll 2024 sein. Der Entwurf sieht eine weit auskragende Stahlkonstruktion vor, um den bestmöglichen Ausblick auf Rhein und Siebengebirge zu bieten. Auch hier soll bei der Fassade Holz zur Verwendung kommen. Betreiber der Gastronomie wird ebenfalls die Invite Group. Die kulinarische Ausrichtung steht noch nicht fest, sie soll das Angebot im Bonner Bogen aber erweitern. Im Gebäude wird es etwa 200 Sitzplätze geben, im Außenbereich einschließlich der Dachterrasse sind 300 weitere Sitzplätze geplant.


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    © 2022 BonnVisio


    ■ Sanierung Wasserturm: Die Sanierung des historischen Wasserturmes soll 2023 beginnen und 2024 abgeschlossen werden. Die vorliegende Planung ist noch mit der Förderbehörde abzustimmen. Die veranschlagten Kosten betragen etwa eine Mio. EUR.


    ■ Mobilitätskonzept: BonnVisio plant ein betriebliches Mobilitätskonzept für den Bonner Bogen, das in den kommenden Jahren schrittweise umgesetzt werden soll. In diesem Zusammenhang wird auch die Idee eines Wassertaxis auf dem Rhein wieder aufs Tableau kommen.


    Weitere Infos zu den Planungen gibt es hier.



    Zum Projekt Rheinpalais gibt es wohl wirklich nichts Neues, der GA bringt nur ein Zitat des Bauherrn aus dem vergangenen Jahr, wonach er das Projekt abschließen wolle.

    Überbauung Heckelsbergplatz?

    Die Mehrheit aus Grünen und SPD in der Beueler Bezirksvertretung wünscht sich eine Bebauung eines Teils des Heckelsbergplatzes.


    Dabei geht es v.a. um die Schaffung von Wohnraum anstelle des Parkplatzes, aber auch Gastronomie, Kleingewerbe und Kultureinrichtungen könnten nach diesen Überlegungen dort entstehen. Die derzeit rund 100 oberirdischen Pkw-Stellplätze sollen zumindest teilweise in eine öffentliche Tiefgarage verlagert werden. Die Gebäude sollen begrünt und auf diese Weise die Fläche sogar ökologisch aufgewertet werden. Der vorhandene Spielplatz ist von den Überlegungen nicht betroffen, dieser soll erhalten und aufgewertet werden.


    CDU, FDP und BBB in der BV lehnen eine Bebauung ab und wollen die Pkw-Stellplätze auf dem Heckelsbergplatz einschließlich des tagsüber für zwei Stunden kostenfreien Parkens dauerhaft erhalten.


    Die Stadt prüft derzeit eine Überbauung des Heckelsbergplatzes im Rahmen des Antrags "Wohnen über Parken" und entwickelt dazu ein städtebauliches Konzept. Mit einem Abschluss der Prüfung ist allerdings frühestens Ende des Jahres zu rechnen. Sofern die Politik mehrheitlich an einer Bebauung des Platzes festhält, ist in jedem Fall das bestehende Planungsrecht zu ändern (Q GA+).

    Innovation Greenhouse

    Während beim Rheinpalais wieder Stillstand eingekehrt ist, plant derweil die ImmoVisio Real Estate GmbH (BonnVisio) den Neubau eines Bürogebäudes auf dem spitz zulaufenden "Tortengrundstück" neben dem Parkhaus und dem "Haus der freien Berufe" am Konrad-Zuse-Platz. Der Stadtrat hat im vergangenen Dezember die Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplans beschlossen.


    Die derzeitigen Planungen sehen im Erdgeschoss einen sogenannten "marketplace" als Ort der Begegnung und des Erfahrungsaustausches für die im Quartier arbeitenden Menschen vor. Darüber ist auf fünf Etagen ca. 3.500 m² Bürofläche geplant, die als "shared office" (Coworking) konzipiert ist. Dahinter steht die Idee, das Gebäude als eine Art Gewächshaus z.B. für innovative Start-ups zu positionieren und Synergien zu ermöglichen. Die Büroetagen sollen dementsprechend offen gestaltet werden (die Gestaltung mit abgeschlossenen Mieteinheiten bleibt optional möglich). Als zentrales Element soll ein grünes Atrium mit spindelförmiger Treppenanlage die Arbeitsebenen verbinden und den offenen Charakter des Hauses stärken.


    Das Gebäude wird wegen der direkten Lage an der Bahnstrecke mit einer hochschalldämmenden Doppelfassade aus geschosshohen Holzfenstern geplant, über die auch eine natürliche Belüftung möglich ist. Auf dem Dach ist eine großflächige PV-Anlage vorgesehen, die zusammen mit Luftwärmepumpen ein ökologisch ausgeglichenes Energiekonzept ermöglichen soll.


    Der Entwurf stammt vom Kölner Architekturbüro GPG, das bereits das "Haus der freien Berufe" entworfen hat.


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    © GPG Ulrich Griebel Planungsgesellschaft mbH


    weitere Infos:

    General-Anzeiger

    BonnVisio

    GPG

    Neubau Lehrgebäude Zahnmedizin

    Die Uniklinik plant an der Wachsbleiche (Google Maps) den Neubau eines Lehrgebäudes des Zentrums für Zahnmedizin. Der Neubau ist laut Ausschreibung als Anbau an das unter Denkmalschutz stehende Bestandsgebäude an der Welschnonnenstraße konzipiert. Die nach Fertigstellung des Neubaus im Bestandsgebäude freiwerdenden Flächen sollen umgebaut und als Nachnutzung der Krankenversorgung zur Verfügung gestellt werden.


    Der geplante Neubau wird über eine NUF von ca. 2.450 m² verfügen. Finanziert wird das Bauvorhaben über ein Sonderprogramm für die Verbesserung der Qualität der Lehre des Landes NRW. Der festgesetzte Kostenrahmen beträgt rund 20 Mio. EUR für den Erweiterungsbau sowie 5 Mio. EUR für die Umnutzung im Bestand.


    Der Entwurf für den trapezförmigen Neubau stammt von sgp HACHTEL | BAUER aus Bonn. Mit ersten Arbeiten auf dem Grundstück wurde bereits begonnen.



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    © sgp HACHTEL | BAUER

    Centre for Sustainable Crop Production (CSCP) geplant

    [...] Auf der nördlichen Seite der Friedrich-Hirzebruch-Allee (Google Maps) wird nun der nächste Bau auf dem Campus Poppelsdorf geplant: Das Zentrum für Nachhaltige Pflanzenproduktion / Centre for Sustainable Crop Production (CSCP). [...]


    Der Entwurf von Nickl & Partner aus München hat den Zuschlag erhalten.


    Er sieht ein laut Erläuterungstext "klares, einfaches Volumen" (man könnte auch sagen: Würfel) mit vier OG vor, "dessen Raffinesse in der hochwertigen Materialität und detaillierten Ausgestaltung der Fassade" liegen soll. Die Primärfassade soll ein System aus von Kletterpflanzen bewachsenen vorgelagerten Vertikalstreben und Laubengängen erhalten, das das Gebäude als grünen Schirm umhüllen soll.


    Auch auf dem Dach soll die ökologische Nachhaltigkeit sichtbar werden: die Dachfläche soll mit einer artenreichen und insektenfreundlichen Begrünung gestaltet werden, die durch ihr Potenzial zur Wasserspeicherung und Verdunstung positive Auswirkungen auf das Mikroklima haben soll. Auch Urban Farming und Photovoltaik-Module sind vorgesehen (Q).


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    © Nickl & Partner

    MICHELS ARCHITEKTURBÜRO GEWINNT WETTBEWERB FÜR GRÜNWERK


    Bauwens plant nachhaltiges Wohnquartier in Köln-Bocklemünd


    KÖLN DONNERSTAG, 30.06.2022

    • Quartier mit etwa 160 Wohnungen und Kindertagesstätte soll bis 2026 entstehen
    • Entwurf peilt klimaneutralen Betrieb durch innovatives Energiekonzept an
    • Nachhaltige Holz-Hybrid-Bauweise geplant

    Im Zentrum des Areals zwischen Lerchenweg und Schaffrathsgasse soll ein großer Quartiersplatz mit öffentlichen Spiel- und Aufenthaltsflächen entstehen – eine grüne Mitte.


    BAUWENS / MICHELS ARCHITEKTEN


    Wie könnte ein möglichst emissionsarmes Wohnquartier aussehen? Diese Frage sollten fünf Architekturbüros aus ganz Deutschland in einem von Bauwens ausgelobten Wettbewerb beantworten. Die beste Antwort kam nach Auffassung der Jury aus Stadtverwaltung, Politik, Experten und Bauherrn von Michels Architekturbüro (Köln / Berlin). Der Entwurf sieht das Holz der Gebäude und das Grün der Bepflanzung als die verbindenden Elemente des neuen Quartiers Grünwerk in Köln-Bocklemünd. Im Zentrum des Areals zwischen Lerchenweg und Schaffrathsgasse soll ein großer Quartiersplatz mit öffentlichen Spiel- und Aufenthaltsflächen entstehen – eine grüne Mitte. Um diesen herum gruppieren sich sieben Punkthäuser. Diese sollen in Holz-Hybrid-Bauweise errichtet werden. Ein etwa 125 Meter langer Gebäuderiegel rundet das Wohngebiet in Richtung Militärringstraße.


    Insgesamt könnten so etwa 160 Wohnungen auf dem ehemals gewerblich geprägten Areal geschaffen werden. Davon sollen mindestens 30 Prozent öffentlich gefördert werden. Dazu kommt eine Kindertagesstätte. Das Quartier soll oberirdisch möglichst autofrei werden. An den zwei Tiefgaragenzufahrten an der Schaffrathsgasse und am Lerchenweg ist jeweils ein Mobilitätspunkt vorgesehen. Diese verbinden Angebote zum Carsharing, Fahrradstellplätze und E-Bike-Stationen. Der Entwurf sieht zudem mehr als 300 Stellplätze für Fahrräder vor. Die Umsetzung soll bis zum Jahr 2026 erfolgen.

    Nachwachsende Materialien vorgesehen

    „Der Entwurf verbindet Nachhaltigkeit und ansprechende Architektur auf hervorragende Weise“, lobt Fabian Kunkel, verantwortlicher Projektentwickler für das Quartier Grünwerk bei Bauwens. „Unser Entwurf ist sowohl ökologisch, ökonomisch als auch sozial nachhaltig“, erklärt Andreas Michels, Inhaber von Michels Architekturbüro. Soweit möglich setze man demontierbare Verbindungen ein, um eine Wiederverwendung zu ermöglichen. Entsprechend sieht der Siegerentwurf Außenwände aus Massivholz vor. „Doch Holz allein ist nicht die Lösung“, so Michels. Das sieht man zum Beispiel bei der Innenverkleidung. Hier setzen die Architekten auf gespachtelte Strohbauplatten, deren Rohstoff deutlich schneller nachwächst als Holz. Die Fassaden sollen laut Entwurf begrünt werden. Das dient nicht nur der ökologischen Nachhaltigkeit, sondern soll – durch unterschiedliche Auswahl der Pflanzen – jedem Gebäude eine eigene Identität geben. „Zusammen mit der persönlich geprägten Ausgestaltung der Balkone ergeben sich so Adressen mit hoher Individualität, die sich im Einklang mit der Natur, dem Jahresrhythmus, der Zeit und den Bewohnerinnen und Bewohnern verändern“, so Michels. Die ökonomische Nachhaltigkeit zeige sich vor allem in der Anpassungsfähigkeit und hohen Flächeneffizienz der Grundrisse. Grünflächen, welche das Areal mit der Nachbarschaft verbinden, sorgten zudem für eine soziale Nachhaltigkeit. Die Jury hob insbesondere die gut organisierten Grundrisse sowie die Adressbildung der Gebäudestrukturen und die Orientierung der Außenräume hervor.

    Energiekonzept sieht innovative Wärmegewinnung aus Abwasser vor

    Bei der Energieversorgung setzt der Entwurf auf einen möglichst klimaneutralen Betrieb. Möglich machen soll das unter anderem die innovative Nutzung von Abwärme aus dem Abwasserkanal oder Geothermie. Die Dachflächen sollen zur Stromversorgung mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet werden. Zudem seien die Baukörper auf eine möglichst uneingeschränkte Besonnung ausgerichtet. Im Sommer sorgen die Grünflächen sowie die begrünten Fassaden für ein angenehmes Klima.


    „Der Wettbewerbsbeitrag von Michels Architekten überzeugt aus ökologischer Sicht durch die volle Ausnutzung von erneuerbaren Energien auf den Dachflächen in Kombination mit der Verwendung nachwachsender Baustoffe und Recyclingbaustoffen in der Baukonstruktion. Außerdem werden die Themen Barrierefreiheit, Rückbaubarkeit, Sonnenschutz und hohe Aufenthaltsqualitäten bereits früh und detailliert in der Planung adressiert“, attestiert auch Dr. Samuel Ebert vom Software- und Beratungsunternehmen Caala aus München, das sich auf Nachhaltigkeit in der Bau- und Immobilienbranche spezialisiert hat. Ebert und sein Team hatten alle Entwürfe vor der Jurysitzung ausführlich geprüft.


    Am Wettbewerb haben neben dem Siegerbüro außerdem Astoc (Köln / Karlsruhe / Basel), Kaden+ (Berlin), Partner und Partner Architekten (Berlin / Baiersbronn) und Spine Architects (Hamburg / Köln) teilgenommen. „Wir danken allen Architekten für ihre ebenfalls hervorragenden Entwürfe“, so Fabian Kunkel. Organisiert wurde der Architekturwettbewerb vom Kölner Büro Stadtplanung Zimmermann im Auftrag von Bauwens.


    Quelle: Pressemeldung Bauwens, 30.06.2022



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    © Bauwens/ Michels Architekten



    Weitere Informationen:

    wettbewerbe aktuell

    Caala GmbH

    Noch einige weitere Informationen enthält dieser Bericht bei report-K.de.


    U.a. plant die DEVK jetzt einen reinen Büroturm mit einem öffentlich zugänglichen Sockel (Handel, Gastro, Fitness). Ganz oben soll es eine Rooftop-Bar oder einen Dachgarten geben. Die Idee einer teilweisen Wohnnutzung im Turm hat man fallen lassen, weil man sonst nach den Vorgaben zu einem Drittel geförderten Wohnraum bauen müsste.


    Andererseits plant man bei der DEVK bis 2040 mit 3.700 Mitarbeitern in der Zentrale (derzeit 2.100, davon 1.600 am Standort Riehl), auf die der Turm ausgelegt sein soll. Die vorübergehend nicht benötigten Flächen sollen fremdvermietet werden. Insofern hätten Wohnungen in diesem Konzept ohnehin keinen Platz gehabt...?!


    Nach drei Jahren Verhandlungen mit der Stadt will man nun endlich Ergebnisse. Die steigenden Baukosten (mittlerweile rechnet man bei der DEVK für den Neubau und die Sanierung der alten Zentrale von 1982 mit Kosten von 800 Mio. EUR) und der Platzbedarf durch die steigende Zahl der Mitarbeiter schaffen Handlungsdruck.


    Laut DEVK-Vorstand Zens gibt es eine neue Zusage von Baudezernent Geitemann, dass Anfang September im Rat die Rahmenbedingungen für das Bauprojekt per Grundsatzbeschluss abgesegnet werden sollen. Anschließend könnte das städtebauliche und architektonische Qualifizierungsverfahren starten. Im Anschluss müssten Baurecht geschaffen und die Bauanträge eingereicht (und genehmigt) werden. Laut Zens wäre ein Baubeginn frühestens Mitte 2025 möglich (ich halte das für optimistisch).


    Knackpunkt bleibt, dass sich die Stadt laut DEVK bisher nur auf die erforderliche Nutzfläche im Neubau festlegen will.


    [...] Seit dem Bonn-Berlin-Drama gilt das Rheinland nicht gerade "Boom-Region" - im Gegenteil: Seit den 1990ern ein nicht endender Aderlass v.a. in Richtung Hauptstadt.

    Besonders kontraproduktiv (für die Gesamt-Region) wäre es, wenn jetzt Bonn (!) hier ggf. den Zuschlag für die DEVK bekäme.

    Das könnte dem Bund nur Vorwand geben auch noch die letzten Bundes-Reste von Bonn nach Berlin zu wuppen (O-Ton: "Den Bonnern geht es doch blendend ...")

    Gerade die Stadt Bonn würde sich aus diesem Grunde mMn mit dieser Ansiedlung nicht den geringsten Gefallen tun.


    ? Bonn und die Region (einschließlich Köln) haben seit dem "Hauptstadt-Beschluss" deutlich an Einwohnern und Arbeitsplätzen gewonnen und gelten im bundesweiten Vergleich durchaus als "Boom-Region". Richtig ist, dass mittlerweile nur noch ca. 30% der ministeriellen Arbeitsplätze in Bonn angesiedelt sind. Allerdings ist dieser Verlust durch die Ansiedlung neuer Arbeitsplätze in anderen Bereichen (auch bei Bundesbehörden) mehr als ausgeglichen worden. Auf die Bestrebungen mancher, alle Ministerien bzw. Regierungseinrichtungen vollständig nach Berlin zu verlagern, dürfte eine mögliche Ansiedlung der DEVK in Bonn daher keine Auswirkungen haben. Diejenigen "argumentieren" heute bereits genau so, wie von dir beschrieben.


    Bonn hat allerdings einen Mangel an Gewerbesteuerzahlern. Und leider in jüngerer Vergangenheit den Wegzug von Unternehmen wie der Zurich Versicherung (Deutscher Herold) und Haribo zu beklagen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es gelingt die DEVK in Bonn anzusiedeln, ist m.E. gering. Trotzdem ist es auch - aber nicht nur - in Hinblick auf die chronisch klamme Stadtkasse nicht nur geboten, dass sich die Stadt um die Ansiedlung der DEVK bemüht. Es ist letztlich der Job der Verwaltung (Wirtschaftsförderung) und der OB, sich darum zu kümmern.


    In dem oben verlinkten Bericht steht übrigens, dass sich die Stadt Leverkusen bereits bei der DEVK gemeldet habe. Man habe außerdem die OBs sieben weiterer Städte in der Region angeschrieben (darunter sicher auch Bonn).


    [...] Wir wissen noch nicht einmal wie der DEVK Komplex wirklich aussehen soll (was soll die Geheimniskrämerei seitens der DEVK?) und wie es sich ins nähere wie weitere Umfeld einfügen wird. Oberer Gebäudeteil, Fassadendetails, Rückseite, genaues Volumen, etc., alles unbekannt. Die verschwommenen Visualisierungen können immens täuschen.


    Meiner Meinung nach ist es ganz schlechter Stil dieses Unternehmens, solch einen Druck auf die Stadt Köln auszuüben und gleichzeitig die Bevölkerung, wie die Verantwortlichen im Unklaren zu lassen. [...]


    Die Visualisierungen zeigen doch nicht den Entwurf, der letztlich gebaut werden soll. Vielmehr geht es darum u.a. der Öffentlichkeit zu illustrieren, wie ein Hochhaus an der Stelle aussehen könnte. Der finale Entwurf soll erst in einem Wettbewerbsverfahren ermittelt werden. Genau darum dreht sich der Streit ja gerade, ob die Stadt dem Wunsch der DEVK folgt und ein Hochhaus als Rahmenbedingung für dieses Verfahren anerkennt oder auf einem hinsichtlich der Bauform ergebnisoffenen Verfahren beharrt.


    Laut Aussage der DEVK hat man Vertreter aller Fraktionen im Rat nach Riehl eingeladen, um über das Vorhaben zu informieren. Und man redet ja auch ziemlich offen mit der Presse. Mangelnde Transparenz kann man ihr m.E. nicht vorwerfen.



    Insgesamt verstehe ich die Heftigkeit der Kritik nicht. Klar, man muss Hochhäuser nicht mögen. Aber fairerweise muss man auch sagen, dass der DEVK-Turm selbst mit einer Höhe von 145m knapp hinter dem KölnTurm und dem AXA-Hochhaus nur das dritthöchste Haus der Stadt wäre (evtl. mit Technik mit dem KölnTurm gleichauf). Unter der Höhe der Domtürme bliebe er sowieso. In Bezug auf die Höhe unterwirft man sich also durchaus dem ungeschriebenen Kölner Höhenkonsens.


    Der Standort am Rhein schließt (bislang) ein Hochhaus auch nicht aus: Rheinsternhaus, AXA-Hochhaus und andere bilden vielmehr eine Hochhauskette, in die sich der DEVK-Turm m.E. gut einpassen und die Schnittstelle zwischen Innerer Grüngürtel, Zoobrücke/ B55a und Rhein passend markieren würde. Abstand zu Dom und Altstadt wäre ausreichend gewahrt. Für das Stadtbild schädlicher als ein schlanker Turm wäre m.E. ein niedriges, aber massiges Gebäude.