Beiträge von rec

    Dazu passt dieser Artikel im Deal-Magazin über die "Aufholjagd" des Kölner Hotelmarktes. Hotels mit rund 1.200 Zimmern wurden allein in der Innenstadt kürzlich eröffnet, befinden sich im Bau oder in konkreter Planung. Neben den von Dominik genannten Projekten im Rechtsrheinischen plant auch das Aqualand in Chorweiler ein Hotel mit 144 Zimmern, um Gäste von außerhalb für einen mehrtägigen Besuch zu gewinnen (Q).

    Bornheim-Hersel: Studentenhotel "Campus Bornheim"

    Die bonafide Immobilien GmbH plant im Herseler Gewerbegebiet, unweit des Bahnhofs und der Stadtgrenze zu Bonn (Google Maps), den Bau eines Hotels mit 263 Zimmern. Nach Eigendarstellung des Investors soll sich das Hotel als "Zuhause auf Zeit" und mit einem breit gefächerten Serviceangebot insbesondere an Studenten richten, die in Bonn, Köln und dem Rhein-Sieg-Kreis (St. Augustin) studieren. Das Angebot ist also weniger als klassisches Hotel zu verstehen, sondern richtet sich eher auf den knappen Markt an Studenten- und Mikrowohnungen, z.B. für Pendler. Schaut man sich auf der bonafide-Webseite um, sieht man, dass die Zimmer offenbar auch mit einer Küchenzeile ausgestattet werden sollen, also dem längerfristigen Aufenthalt dienen werden.


    Das Problem: eine Wohnnutzung ist im Gewerbegebiet, entgegen einer Hotelnutzung, untersagt. Die Planung wurde aber offenbar so angepasst, das die Genehmigung des Vorhabens nicht versagt werden kann. Der Bornheimer Stadtentwicklungsausschuss hat in der vergangenen Woche entsprechend seine Zustimmung gegeben. Die Verwaltung soll aber "engmaschig überwachen", ob der Investor die Vorgaben zur Hotelnutzung einhält. Im Einzelfall dürfte es aber schwierig werden zu beurteilen, ob es sich noch um eine Hotel- oder schon um eine Wohnnutzung handelt. Grundsätzlich ist es ja auch okay, wenn Studenten oder wegen eines Jobs neu Zuziehende, die auf dem engen Wohnungsmarkt zunächst nicht fündig werden, auf diese Weise ein vorübergehendes Angebot erhalten.


    Quelle: General-Anzeiger (kostenpflichtig)


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    © bonafide Immobilien GmbH

    Silesia, danke für die bildliche Darstellung der städtebaulichen Situation. Ich verstehe auch deinen Einwand. Aber gerade aus der von dir gezeigten Perspektive wird das neue Hochhaus (fast) vollständig hinter der Toblerone verschwinden. Es wird ja nicht direkt an der Straße, sondern hinter der Sockelbebauung zurückgesetzt errichtet. Die "Wand" wird also gewissermaßen Tiefenwirkung haben, so dass die einzelnen Türme einzeln wahrgenommen werden können. Das und die Verschiedenartigkeit der Architektur wird m.E. das Ensemble aus unterschiedlichen Perspektiven abwechslungsreich wirken lassen, z.B. eben bei frontaler Draufsicht als Kante.

    Neue UN-Einrichtung im Campus

    Das geplante Exzellenzzentrum der Geodäsie (Global Geodetic Centre of Excellence - GGCE) der Vereinten Nationen wird im Bonner UN-Campus angesiedelt. Die Einrichtung soll bis Mitte 2021 mit einem Aufbaustab eröffnen, mittelfristig 20 Mitarbeiter haben und danach weiter wachsen. Die Finanzierung wird zum Teil über das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) erfolgen, das die Arbeit des GGCE auch fachlich unterstützen soll.


    Presse:

    Rheinische Post

    Kölner Stadt-Anzeiger

    Business Center III

    Mit der Stadt als Mieterin der kompletten Bürofläche eine sichere Bank. Der Baubeginn soll noch in diesem Jahr erfolgen (Q).


    Da entsteht ein ansehnliches Ensemble. Die Reihung der Hochhäuser entlang der Straße ("Wand") hat m.E. auch seinen Reiz und gibt dem Viewegs Garten nach Osten eine sichtbare Kante.

    Kurz vor der Kommunalwahl: wie stehen die Parteien zur Idee des "Aire"-Turmes? Ausgerechnet die BIG-Partei befürwortet den Bau des Turms als einzige Partei. Die FDP ist neutral, alle anderen sind dagegen.


    AfD und SPD äußern sich angenehm ausführlich und kompetent...; BBB, Piraten und Linke behaupten, die Stadt müsse 12 Mio. Euro zahlen, sollte der Turm gebaut werden (wegen nachträglicher Wertsteigerung des einst vom Bund an die Stadt übertragenen potentiellen Baugrundstücks) => es ist aber keinesfalls sicher, dass im Falle der Verpachtung des Grundstücks auf die Stadt Kosten zukämen, gleich welcher Höhe. Piraten, Linke (und Grüne) glauben offenbar auch (oder wollen glauben machen), dass der Turm in der Rheinaue gebaut werden soll => nein, der Turm soll nicht in der Rheinaue gebaut werden, sondern auf dem Parkplatz außerhalb davon, dort, wo früher die Stadthalle ("Bierkirche") stand; Volt ist dagegen, dass die Stadt ein Grundstück abgibt => das Grundstück würde verpachtet, nicht verkauft!; und Die Partei versucht (statt der inhaltlichen Auseinandersetzung) krampfhaft lustig zu sein, na ja... was hat ein privates Bauvorhaben mit der Beethovenhalle zu tun, oder... ach, lassen wir das.


    Man kann zu dem Vorhaben ja stehen wie man will. Ich finde das "Kronleuchter"-Design auch weder passend noch schön. M.W. hat aber kaum eine Partei, außer der CDU-Fraktion, das Gespräch mit Burbulla gesucht. Stattdessen findet man viel Unwissenheit und/ oder Populismus, gepaart (bei den linksorientierten Parteien) mit offensichtlichem Sozialneid. Arbeitsplätze, Pacht- und Steuereinnahmen für die Stadt, Tourismus? Spielt alles keine Rolle. Traurig sowas!



    Die Positionen im Einzelnen:


    ◯FDP: [o]: Die Idee des Aire-Turms begrüßen wir. Die architektonische Gestaltung und der Standort müssen jedoch überdacht werden. Die Stadt Bonn darf dafür keine finanziellen Verpflichtungen eingehen.

    ✖CDU: [-]: Grundsätzlich begrüßen wir bürgerschaftliches Engagement, lehnen dieses Projekt aber in der geplanten Form am angestrebtem Standort ab.

    ✔BIG: [+]: Der Aire-Turm steigert die Attraktivität unserer Stadt. Da es privat finanziert wird, entstehen für die Stadt keine Kosten. Natürlich müssen die baurechtlichen Voraussetzungen sowie Erfordernisse für den Naturschutz geprüft werden. Die Ideen der Bonner Bürger sollten bei der Realisierung des Projektes berücksichtigt werden.

    ✖AFD: [-]

    ✖SPD: [-]

    ✖BBB: [-]: Kitschig anmutender Veranstaltungsturm für den die Bonner auch noch 12 Mio. EUR zahlen sollen, ist verzichtbar

    ✖Piraten: [-]: Durch Verträge mit dem Bund zu den betroffenen Grundstücken müsste die Stadt 12 Millionen Euro an den Bund nachzahlen, wenn der Aire-Turm gebaut würde. Diese Ausgabe halten wir nicht für sinnvoll. Zudem ist fraglich, ob der Turm mit dem Denkmalschutz der Rheinaue vereinbar ist. Grundsätzlich soll aber bei so umstrittenen Bauprojekten ein Bürgerentscheid durchgeführt werden, um die Akzeptanz in der Bevölkerung festzustellen.

    ✖Die Linke: [-]: Das Vorhaben kostet die Stadt 12 Mio. EUR. Den geplanten Standort im Naherholungsgebiet lehnen wir ab. Außerdem empfinden wir die Planung schlichtweg als monströse Hässlichkeit.

    ✖Volt: [-]: Dieses exzentrische Bauwerk wäre kein Gewinn für Bonn. Wir sind ausdrücklich dagegen, dass sich die Stadt daran beteiligt, sei es finanziell oder durch Abgabe von Grundstücken.

    ✖Die Grünen: [-]: Wir möchten die Rheinaue in der bisherigen Form erhalten. Für uns sprechen nicht nur gestalterische Elemente gegen die Entwürfe des Turms, sondern auch kulturpolitische.

    ✖Die Partei: [-]: Wer eine gute Erziehung genossen hat weiß: Eins nach dem anderen! Wenn Oper, Beethovenhalle, Godesberger Stadthalle, Urban Soul, Viktoriabrücke, Gleis 1, Bonner Bogen, Rhein Palais...also wenn Bonn fertig ist , können wir nochmal über den Rheinauen-Kronleuchter reden! Und jetzt ab in dein Zimmer!


    Quelle: https://bonn-o-mat.de/

    Entwicklungsbereich "Landwirtschaftskammer Roleber"

    Der städtebauliche Realisierungswettbewerb für die geplante Bebauung des ehemaligen Geländes der Landwirtschaftskammer in Roleber (Karte) könnte noch in dieser Woche entschieden werden. Das Preisgericht kommt morgen zusammen, um aus sechs Entwürfen den Sieger der zweiten Wettbewerbsphase zu küren. Der Siegerentwurf wird dann Grundlage für die Erarbeitung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans. Veröffentlicht werden die Entwürfe aber wohl erst nach der Kommunalwahl am Sonntag.


    Eigentümerin des Areals ist die Sahle Wohnen GmbH aus Greven, die das Kammergebäude aus den 1980er Jahren - obschon in gutem Zustand - abreißen lassen will. Der Umbau der Büros zu Wohnungen wird als unwirtschaftlich erachtet. Stattdessen sollen Neubauten mit bis zu 400 Wohnungen, zur Hälfte als geförderter/ preisgedämpfter Wohnraum, entstehen. Von der Politik werden außerdem ein Nahversorger, KiTa und Gastronomie als wünschenswert erachtet.


    Nun führt die Planung von Sozialwohnungen in "gesetzten" Wohngegenden regelmäßig zu Konflikten mit der Bürgerschaft, so auch hier. Deswegen wird auf politischen Beschluss zunächst nur die Bebauung des sogenannten Baufeldes 1 (Kammergebäude samt angrenzender Freiflächen) weiterverfolgt. Über eine Bebauung der Baufelder 2 und 3 soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden.


    Quelle: General-Anzeiger (kostenpflichtig)

    Weiterführende Infos: Stadt Bonn



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    Flächenaufteilung zum Entwicklungsbereich Landwirtschaftskammer Roleber - © Bundesstadt Bonn

    Karl-Arnold-Platz 1a

    ^^Die MOMENI Gruppe legt jetzt los mit dem Bauvorhaben am Karl-Arnold-Platz. In den kommenden Monaten wird mit dem Rückbau des Bestandsgebäudes begonnen. An dessen Stelle entsteht ein achtgeschossiger Neubau mit insgesamt ca. 46.000 m² BGF und einer zweigeschossigen Tiefgarage. Vorgesehen ist ein Nutzungsmix aus Büros und Gastronomie. Der Entwurf stammt von HPP.


    Quelle: Deal-Magazin



    Hier noch eine andere Visualisierung:

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    © MOMENI Gruppe

    Nachnutzung Karstadt-Gebäude

    Offenbar gibt es Interessenten für eine Nachnutzung des Karstadt-Gebäudes. Der General-Anzeiger zitiert eine Sprecherin der Aachener Grund, wonach man sich "derzeit in Gesprächen mit potenziell an einer Nachmietung interessierten Akteuren" befinde. Die Stadt bestätigt das und spricht von "mehreren Interessenten". Weitere Details sind derzeit öffentlich nicht bekannt.


    Der Einzelhandelsverband befürwortet ein Shop-in-Shop-Konzept. Man ist selbst aktiv geworden und habe, so der Vorsitzende, ganz konkret den Betreiber eines solchen Konzept-Marktes in einer großen deutschen Stadt angesprochen (wer kann das sein?). Dieser habe erstes Interesse bekundet. Ziel sei es, den Interessenten und die Aachener Grund als Vermieterin zusammenzubringen. Das Konzept biete eine Mischung aus hochwertigem Handel, Gastronomie und Kultur, die auch Überraschendes zu bieten habe. Man brauche nicht den zehnten Handyladen, sondern ein ergänzendes Angebot zum bestehenden. Der angesprochene Betreiber achte auf diesen Aspekt und wolle außerdem jungen Start-up-Unternehmen zu günstigerer Miete eine Plattform geben.

    Beethovenhalle

    https://www.express.de/bonn/ze…r-beethovenhalle-29704554


    https://www.express.de/bonn/fa…alle-explodieren-28825618


    Leider wird die Beethovenhalle nicht bis zum Beethovenfest 2020 wie geplant fertig. Schade! Manche Kölner denken ja, sowas passiert nur in der Domstadt. Anbei auch noch ein Artikel zu der Kostensteigerung bei dem Projekt.


    Die Sanierung der Beethovenhalle wird noch teurer: laut Prognose des Städtischen Gebäudemanagements soll sie mindestens 160 Millionen Euro kosten (Stand Juli 2020), wie der General-Anzeiger berichtet. Grund für die weitere Kostensteigerung ist u.a., dass Verträge mit Baufirmen, die auf dem Preisindex von 2016/2017 beruhen, aufgrund des Zeitverzuges nachverhandelt werden müssen. Andere Firmen hatten ihre Verträge gekündigt und müssen mit Preisaufschlägen neu beauftragt werden. Auch bei Brand- und Schallschutz musste nachgebessert werden. Letztlich wollen auch die Projektsteuerer mehr Geld, weil die Sanierung erst im Juni 2024 abgeschlossen sein soll.

    Dieser Bericht aus der NGZ wurde hier bislang nicht verlinkt. Weitere Infos daraus kurz zusammengefasst: Um das Projekt realisieren zu können, muss Centrum/ Reppegather mit den Familien Böhmer (Schuhhaus) und Brenninkmeijer (C&A) einig werden, denen die Grundstücke der Tuchtinsel gehören. Die Eigentümer kamen wohl bislang nicht zusammen, was die Entwicklung ihrer Grundstücke angeht. Aber Reppegather soll "wichtige Fortschritte" erzielt haben. Auch die Stadt müsste Flächen abtreten. Das Hochhaus liege so besser in den Blickachsen von Immermannstraße und Berliner Allee (über die Blickachsen scheint man sich also schon Gedanken gemacht zu haben).


    Der Calatrava-Turm soll "mindestens 20 Geschosse" haben. Die genaue Höhe steht offenkundig noch nicht fest. Aus Kreisen der Planungsexperten der Fraktionen und der Verwaltung, denen Calatrava die Pläne vorgestellt hat, wird die Qualität des Entwurfs betont. Über Dimensionen und Proportionen werde man jetzt sprechen. Der Hochhausbeirat tagt am 15. September.


    Der endgültige Entwurf wird also ziemlich sicher etwas anders aussehen. Die grundsätzliche Unterstützung von Politik und Verwaltung ist aber da.


    Das ist im übrigen auch ein sehr wichtiges Thema für das gesamte Architekturforum, egal ob Düsseldorf oder München: Wohin mit all dem Büroraum, wenn durch Corona auch nur 25 % weniger Büroraum gebraucht würde?


    Nicht mehr zeitgemäße Büroflächen verschwinden durch Abriss oder Umnutzung vom Markt. Es muss daher laufend neu gebaut werden, nur um den Flächenbestand zu halten. Nenn es Kannibalisierung. Letztlich entsteht so Platz für dringend benötigten Wohnraum.


    Wie sich die Büroflächennachfrage mittel- bis langfristig entwickelt, weiß keiner so genau. Die Arbeitswelt war und ist im Wandel, schon vor Covid-19. Aber wer kann und will schon immer nur zu Hause sitzen? Letztlich findet man sich doch wieder in irgendeiner Form von Arbeitsgemeinschaft (Coworking) und damit in einem Büro wieder ein. Und statt klassischen Einzel- und Zweierbüros mit Aktenschrank gibt's eben offene Arbeitsbereiche, Kommunikationsflächen oder Fitnessbereiche. Aber irgendeine Art von Büro wird es auf absehbare Zeit geben.

    Das Projekt heißt jetzt "Constance" (nach Constance de Grousselier, der Geliebten des Kurfürsten Joseph Clemens von Bayern). Für den Vertrieb ist eine neue Webseite geschaltet worden: https://constance-bonn.de/. Man kann sich dort vormerken lassen, der offizielle Vertriebsstart ist wohl im kommenden Frühjahr.


    Interessant: auf der neuen Webseite wird der Realisierungszeitraum des zweiten BA mit 2025-2028 angegeben. Lief der Vertrag mit Günnewig (Bristol) nicht noch bis 2029? Außerdem wird die bekannte Darstellung aus dem Architektenwettbewerb (hier unter #2, ganz oben) als "beispielhaft" bezeichnet. Die bauliche Umsetzung könne abweichen. Kann man jetzt das eine oder andere draus ablesen...

    Neubau für Hotel/ Serviced Apartments am ICE-Bahnhof

    Weiteres Bauprojekt am Siegburger Bahnhof: die SOENT real estate hat einen Kaufvertrag über ein 2.500 m² großes Baugrundstück an der Konrad-Adenauer-Allee geschlossen. Dabei kann es sich eigentlich nur um den Parkplatz östlich der Stadtbahntrasse handeln (Google Maps). Dort können ein Hotel oder Serviced Apartments mit ca. 8.000 m² BGF entstehen (also vielleicht auch beides?). Die Baugenehmigung wird für 2021 angestrebt, die Fertigstellung könnte dann Anfang 2023 erfolgen.


    Quelle: Deal-Magazin




    Betreutes Wohnen + KiTa im "Haufeld"

    Startschuss zur Umsetzung des städtebaulichen Masterplans für das "Haufeld": auf dem rund 9.000 m² großen Gelände der aufgegebenen Hauptschule zwischen der Von-Stephan-Straße und der Straße Haufeld sollen ein Neubau mit 90 altersgerechten Wohnungen (betreutes Wohnen) und eine Kindertagesstätte entstehen. Die Bebauung soll wohl als dreigeschossige Blockrandbebauung mit begrüntem Innenhof ausgeführt werden, so wie es der Siegerentwurf für den Masterplan von "De zwarte Hond" vorsieht. Geplant ist auch eine (teilweise öffentliche) Tiefgarage mit 660 Stellplätzen. Die Gesamtinvestition soll 43 Mio. Euro betragen. Über die Park- und Mieteinnahmen will die Stadt die Investitionskosten vollständig ausgleichen. Der geplante Realisierungszeitraum beträgt fünf Jahre.


    Presse:

    General-Anzeiger

    Rhein-Sieg-TV


    Mehr Infos zum Masterplan hier.

    "Wohnen am Stern" - Wohnhochhäuser am Stern-Center

    Am Stern-Einkaufscenter im Südosten von Potsdam (Google Maps) sollen vier Wohnhochhäuser von jeweils knapp 60m Höhe mit insgesamt 650 Wohnungen entstehen. Jeweils zwei der Hochhäuser sollen neben den Parkspindeln, auf zur Zeit noch als Parkplatz genutzten Flächen, im Westen und Osten des Centers gebaut werden.


    Eine Jury aus Vertretern der Stadtverwaltung, externen Experten sowie Vertretern des Projektentwicklers ECE hat Ende Juni den Entwurf von Baumschlager Eberle Architekten als Sieger eines sog. "Kooperativen Gestaltungsverfahrens" ausgewählt. Jetzt wird zunächst ein vorhabenbezogenes Bebauungsplanverfahren durchgeführt. 2022 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden, 2024 könnte alles fertig sein.


    Die Bauten sollen jeweils leicht gegeneinander verdreht werden, sodass für alle Wohnungen eine gute Belichtung erreicht und durch eine abwechslungsreiche Fassade zugleich ein positives Erscheinungsbild der Gesamtanlage erzielt wird. Vorgesehen sind unterschiedliche Wohnungsgrößen und -zuschnitte sowie Wohnungen im "preisgedämpften Segment", allerdings keine Sozialwohnungen.


    Quellen:

    PNN

    potsdam.de

    Baumschlager Eberle



    P.S.: Ich habe hier zu Thema noch nichts finden können... sonst bitte Bescheid sagen!



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    © Baumschlager Eberle Architekten

    Die Stadt St. Augustin möchte die Fläche an der Rathausallee zwischen Technischem Rathaus und Haus des Handwerks (Google Maps) - gleich gegenüber dem Huma-Center - bebauen lassen. Zu diesem Zweck soll ein Investorenauswahlverfahren gestartet werden. Das Areal gehört zum Geltungsbereich des Masterplans "Urbane Mitte" und wird derzeit als Parkplatz genutzt.


    Die Stadt möchte ein passgenaues Konzept – auch mit Blick auf die Nachbarschaft und die Identität der Stadt. Entstehen soll ein gemischt genutztes Quartier z.B. mit hochschulaffinen Nutzungen, Tagungshotel oder Büroflächen. Ebenfalls möglich sein soll Gastronomie, aber kein Einzelhandel. Gedacht wird auch an eine Wohnnutzung, v.a. Wohnen auf Zeit, Studentenwohnungen oder Apartments für Auszubildende.


    Die Gebäude sollen vier bis fünf Stockwerke hoch werden und damit eine Bruttogeschossfläche von 20.000 qm möglich sein.


    Quelle: General-Anzeiger

    Urban Dot - städtebaulicher Wettbewerb läuft

    Tut sich bald doch mehr auf dem Miesen-Gelände? In der Presse stand m.W. nichts dazu, vielleicht habe ich es auch nur nicht mitbekommen... jedenfalls hat die Cresco Projektentwicklungs GmbH aus Berlin bereits im April gemeinsam mit der Stadt einen städtebaulichen Wettbewerb ausgeschrieben. Das Wettbewerbsgebiet umfasst neben dem früheren Gelände der Fa. Miesen auch mehrere Teilflächen südlich der Dottendorfer Straße im Bereich der Straße In der Raste.



    Folgende Pressemeldung der ulrich hartung gmbh habe ich finden können:

    "24.04.2020 – urban dot – städtebaulicher Wettbewerb ausgelobt


    Gemeinsam mit der Bundesstadt Bonn hat die Cresco Projektentwicklungs GmbH, Berlin, einen städtebaulichen Wettbewerb für ein rd. 9 ha umfassendes Plangebiet in Bonn Dottendorf ausgelobt.


    Die Teilgebiete ehem. Christian-Miesen-Gelände, ehemaliges Lubig Gelände, die Erweiterungsfläche des Südfriedhofs sowie In der Raste stellen heute eines der letzten großen Flächenentwicklungspotentiale in zentraler Lage im Stadtbezirk Bonn dar.


    Insgesamt 13 Arbeitsgemeinschaften, zusammengesetzt aus namhaften Büros aus den Bereichen Stadtplanung, Landschaftsarchitektur und Architektur arbeiten an Entwürfen für ein lebendiges, urbanes Quartier im Herzen des Bundesviertels. Hierfür sollen ein geeigneter Nutzungsmix aus Wohnen und Arbeiten etabliert und innovative Ansätze für alternative Mobilitätsangebote und nachhaltigen Bauens verfolgt werden. Die Auswahl der Preisträger ist für Ende September 2020 terminiert.


    Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden als städtebaulicher Rahmenplan die Grundlage der sich anschließenden verbindlichen Bauleitplanung darstellen."



    Grundlage ist folgender Ratsbeschluss von vergangenem Dezember

    (hier die detaillierte Beschlussvorlage, die hinsichtlich einer höheren Wohnnutzung geändert beschlossen wurde):

    1. Die brachliegenden und für eine bauliche Nutzung zu Verfügung stehenden Flächen des ehemaligen Christian-Miesen-Geländes sowie die Flächen im Bereich „In der Raste“, sollen gemäß der Übersichtspläne Anlage 1 und 2 als gemischt genutztes Quartier städtebaulich entwickelt werden. Für die gesamte Fläche ist eine Wohnnutzung von 50% im Verhältnis zu den Gewerbeflächen anzustreben.
    2. Zur Sicherung einer qualitätvollen und integrierten Gesamtentwicklung ist ein städtebauliches Wettbewerbsverfahren einschließlich Freiraumplanung nach den Vorgaben der RPW (Richtlinie für Planungswettbewerbe) mit den betroffenen Grundstückseigentümern abzustimmen und durchzuführen. Vertreter der politischen Gremien sind in das Verfahren mit einzubeziehen.
    3. Das Verfahren wird aufgrund der hohen Anzahl von Wohneinheiten, des großen Umfangs an Bürofläche sowie der Betroffenheit städtischer Grundstücke mit hoher Priorität versehen.
    4. Mit Beschlussfassung dieser Vorlage werden DS-Nr. 1712126 ff. „Bebauungsplan Nr. 6719-5 'Christian-Miesen-Straße', Beschluss zur Durchführung der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 3 Absatz 1 Baugesetzbuch (BauGB)“ und DS-Nr. 1712234 ff „Zielbeschluss: Wohnbauliche Entwicklung im Bereich 'In der Raste'“ nicht mehr weiterverfolgt.
    5. Der Bericht über die Bürgerinformationsveranstaltung am 21. Juni 2018 (Anlage 3) wird zur Kenntnis genommen.


    Cresco hat 2018 die Terrabon GmbH, deren tolles Konzept einer Wohnsiedlung am Wasser BonVillage - Au Quai wegen des Weiterbetriebs und der Nähe zum Heizkraftwerk Süd leider nicht verwirklicht wurde/ werden konnte, aufgekauft und ist jetzt Eigentümerin des Miesen-Geländes sowie des Grundstücks der Lubig-Großbäckerei. Die weiteren Teilflächen gehören bis auf eine - allerdings sehr zentrale - Fläche in Privateigentum der Stadt. Cresco hat dem Projekt den Namen "Urban Dot" gegeben. Im Wesentlichen ist auf dem Miesen-Gelände nun eine Büro- bzw. gewerbliche Nutzung geplant, südlich der Dottendorfer Straße vorrangig Wohnnutzung. Auf dem Lubig-Grundstück ist auch ein Discounter denkbar.



    Dies sind die einzelnen Teilflächen (aus der Grafik gehen die angedachten Nutzungen hervor):

    • (A) den ehemaligen Produktionsstandort der Firma C. Miesen GmbH & Co. KG (privat, ca. 4,50 ha)
    • (B) aufgegebene Flächen der ehemaligen Großbäckerei der Firma LUBIG (privat, ca. 0,83 ha)
    • (C) ehemalige Friedhoferweiterungsfläche Südfriedhof (städtisch, ca. 1,70 ha)
    • (D) unbebaute Flächen des Gewerbegebietes südlich „In der Raste“ (privat, ca. 0,87 ha)
    • (E) Arrondierungsflächen entlang der Bahntrasse (städtisch, ca. 0,20 ha)
    • (F) einen Hundesportplatz, Brachfläche (städtisch, ca. 0,90 ha)


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    © Bundesstadt Bonn

    Ein größeres Bauprojekt kündigt sich an der Ollenhauerstraße an. Konkret geht es um das Grundstück mit der Nr. 4 auf der Nordseite, an der Straßenecke zur Oscar-Romero-Allee, das komplett neu entwickelt werden soll (Google Maps). Die Verwaltung hat eine entsprechende Beschlussvorlage (s.u.) in die Fachausschüsse eingebracht. Auf dem Grundstück steht derzeit noch ein von der Postbank genutztes Bürogebäude aus den 1960er oder frühen 1970er Jahren, das mit Fertigstellung der neuen Postbank-Zentrale am Kanzlerplatz 2021/2022 leergezogen wird und dann abgerissen werden soll.


    Planerische Grundlage für die Neuentwicklung bildet die kürzlich vom Hauptausschuss beschlossene Rahmenplanung für das Bundesviertel (für die Rahmenplanung werde ich demnächst in der Lounge noch einen eigenen Strang aufmachen). Es ist somit das erste große Bauvorhaben im Bundesviertel nach Beschlussfassung über die Rahmenplanung. Diese sieht dort eine der sogenannten „Mitten“ (Quartiersmittelpunkte) vor, die durch jeweils 40m hohe „Hochpunkte“* markiert werden sollen. Das Grundstück soll also erheblich intensiver genutzt werden dürfen als bisher.


    Als Investor tritt die KREER Development GmbH aus Köln auf, die das Grundstück bereits erworben hat. Laut deren Webseite soll noch im laufenden Jahr ein Architekturwettbewerb ausgelobt werden, dessen Ergebnis später Grundlage für das Verfahren zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans sein wird. Dieses Vorgehen immerhin lässt auf Qualität hoffen, die auf der KREER-Webseite gezeigten bereits realisierten Projekte überzeugen mich nämlich weniger - in Bonn gehören das Studentenwohnheim in der Niddegerstraße und das Wohnhaus gegenüber, an der Straßenecke zur Jonas-Cahn-Straße, dazu. An der Ollenhauerstraße ist dem Konzept der „Mitten“ folgend eine gemischte Nutzung aus Wohnungen, Büros sowie Gastronomie, Dienstleistungen und Handel (Nahversorgung) vorgesehen.


    Das Konzept der „Mitten“ sieht allerdings auch vor, „öffentliche Räume mit Aufenthaltsqualität (Stadtplätze)“ zu schaffen. Ein solcher Stadtplatz soll auf dem benachbarten (derzeit bebauten) Grundstück Ollenhauerstraße 2 an der Kreuzung zur Baunscheidtstraße geschaffen werden. Dieses soll daher in den vorhabenbezogenen Bebauungsplan einbezogen werden. Doch jetzt beginnt das Problem.


    Bei Änderung oder Aufhebung einer zulässigen Nutzung ist der Eigentümer (hier: die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) für den Wertverlust zu entschädigen. Die Stadt hofft nun, KREER dazu bewegen zu können, das Grundstück Ollenhauerstraße 2 ebenfalls zu kaufen und den Platz auf eigene Kosten anzulegen (wird wohl nicht klappen, ein Teil der Kosten verbliebe ohnehin bei der Stadt). Andernfalls hofft man zumindest auf eine Beteiligung an den Abriss- und Entschädigungskosten, wobei man damit noch keinen Zugriff auf das Grundstück erhielte. Der General-Anzeiger will erfahren haben, dass das Stadtplanungsamt dafür intern mit Kosten von bis zu drei Millionen Euro rechnet (wie wir wissen, am Ende wird's immer teurer...). Dort ist auch zu lesen, dass die Stadt mit der Bima laut deren Auskunft noch keine Verhandlungen über einen Verkauf geführt hat. Für den Nutzer der Immobilie, das Bundeswehr-Sozialwerk, ist es wohl auch nicht so leicht, Ersatzflächen zu finden. Als Kompromisslösung wird deshalb erwogen, Flächen für die Bima in die Neubebauung zu integrieren. Dazu soll der anstehende Wettbewerb Lösungen aufzeigen. Auch ist aus der Verwaltung bereits das Wort „Enteignung“ zu hören. Beides käme die Stadt wohl noch deutlich teurer. Dem Umweltausschuss war das alles nicht koscher, die Beschlussvorlage wurde vertagt. Vertagt wurde auch der Änderungsantrag der Allianz für Bonn, der vorsieht, dass vor Beschlussfassung über den Antrag auf Änderung des Bebauungsplans für das Grundstück Ollenhauerstraße 4 geklärt wird, wer die Kosten für die Entschädigung durch Wertminderung, die Platzfreiräumung und Platzgestaltung auf dem Grundstück Ollenhauerstraße 2 übernehmen wird.


    Das Bauvorhaben wird außerdem von der geplanten Absenkung der Ollenhauerstraße und der Oscar-Romero-Allee zur Schaffung einer Straßenunterführung unter der Bahnstrecke tangiert.



    *nicht einen Meter mehr, nicht einen Meter weniger


    Link zur Beschlussvorlage im Ratsinformationssystem.



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    Plangebiet - © Bundesstadt Bonn

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    Ja, was soll man dazu sagen? Das kommt davon, wenn man eine Rahmenplanung nicht als unterstützende Leitlinie bei der Planung von Bauvorhaben definiert, sondern im Stile von Planungsbehörden in autoritären Staaten Grundstücke, unabhängig von den Eigentumsverhältnissen, bis ins Detail beplant. Mit teilweise reichlich fragwürdigen Planungsansätzen nebenbei bemerkt. Doch Obacht liebe Verwaltung, wir sind hier nicht in China. Konflikte und weitere Kosten für die Stadt aufgrund der Wertminderung von privaten Grundstücken (die sozialisiert werden, wobei die Wertsteigerungen natürlich keine Zahlungsverpflichtung gegenüber der Stadt auslösen) deuten sich unweigerlich bereits auch an anderer Stelle an. Wer dermaßen starr und intransparent agiert, wird bei Grundeigentümern und der Bevölkerung wenig Vertrauen aufbauen und den eigenen Planungszielen keinen Gefallen tun.


    Man sollte doch hier auch den Architekten zutrauen, vernünftige Ergebnisse auch ohne starres Korsett und den zwingenden Einbezug des Nachbargrundstücks zu erzielen und ihnen dafür die notwendige Gestaltungsfreiheit lassen. Herrje! ||

    "Bundesbüdchen" wiedereröffnet

    Nach 14 Jahren ist es soweit: das "Bundesbüdchen", eine der Institutionen der Bonner Republik, ist feierlich wiedereröffnet. Nicht mehr als Kiosk zwar, sondern als "Mauel"-Bäckereifiliale, aber immerhin mit Zeitungsverkauf. Der ehemalige Eigentümer wird wohl ab und an im Büdchen stehen und Anekdoten erzählen.


    Presse:

    Tagesschau (Video)

    SWR Aktuell (Video)

    FAZ

    Welt

    GA (mit historischer Bilderserie)