Beiträge von rec

    Turmbauer, gegen eine nach Form, Höhe usw. der einzelnen Gebäude abwechslungsreich gestaltete Silhouette spricht sich - glaube ich - niemand aus. Ich gebe nur zwei Punkte zu bedenken. 1.) Ein Hochhaus, das seine Nachbarn um mehr als das doppelte (135m <> 50-60m) überragt, wird diese unweigerlich verzwergen. Am Ende wird dann nicht das Ensemble wahrgenommen, sondern nur der einzelne, hohe Turm. 2.) Ich halte es städtebaulich für sinnvoller, Hochhäuser >100m in Clustern zu konzentrieren, um die negativen Auswirkungen von derart hohen Gebäuden auf ihr Umfeld (Verkehrszunahme, Schattenwurf etc.) zu begrenzen und sie miteinander in Interaktion treten zu lassen. Künftige Bewohner sähen das sicher anders, sie würden sicherlich lieber auf die Skyline schauen als ein Teil von ihr zu sein. Sicher ein Grund, weshalb Arsatec den Standort in der Weststadt bevorzugt.


    So oder so, ich drücke die Daumen, dass etwas daraus wird. Die Stadt hätte so einen Impuls verdient.

    GBA 138 - Godesberger Allee 138

    Das Bürohaus Godesberger Allee 138 ("GBA 138") wurde im letzten Jahr fertiggestellt und vom Mieter DLR bezogen. Noch nichts zu sehen ist von der angekündigten Bäckereifiliale im Eckbereich in Richtung Max-Löbner-Straße (erstes Bild vorne). Das mag der gegenwärtigen Situation geschuldet sein, vielleicht kommt da noch was. Insgesamt eine solide Bürohausarchitektur ohne große Aufreger. Ein paar Impressionen:


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    © 2021 Fondara Immobilien GmbH

    Wer sie noch nicht kennt, zur Entwicklung der Weststadt gibt es die Broschüre "Die neue weststadt" (PDF) der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft, in der die verschiedenen Einzelprojekte vorgestellt werden. Zum Grundstück zwischen Frohnhauser Straße und Ottilienstraße heißt es darin:


    Grundstücksentwicklung Ottilienstraße
     Grundstück: ca. 3.680 m²
     Eigentümer: Stadt Essen
     Ziel: Entwicklung eines gemischt genutzten Hochhauses für
    Wohnen, Büro, und Gastronomie
     Planungsrecht: Schaffung von neuem Planungsrecht ist
    erforderlich


    Ein Hochhaus an dieser Stelle ist also Planungsziel der Stadt Essen, die angepeilte Höhe von 135m aber womöglich ein Problem. Eine Höhe von 60-70m scheint dem Standort eher angemessen. Der Standort Hachestraße dagegen wäre m.E. perfekt geeignet in Hinblick auf die Entwicklung der Skyline (sowohl Örtlichkeit wie auch Höhe) und die Parketagen im unteren Bereich wären dort städtebaulich vergleichsweise einfach zu integrieren.

    Umnutzung Pestalozzischule & Neubauten für Stadtarchiv

    Zurückgehend auf einen Ratsbeschluss (Beschlussvorlage | Pressemeldung) vom vergangenen Juni wird das Stadtarchiv künftig auf dem Gelände der Pestalozzischule an der Budapester Straße/ Berliner Platz untergebracht. Dazu sind verschiedene Baumaßnahmen notwendig.


    Das denkmalgeschützte Schulgebäude (Bestandsbau) wird saniert. Es ist vorgesehen, darin Verwaltung, Räume für das Rheinische Archiv für Künstlernachlässe, den Nutzerbereich (Bibliothek) inkl. Vortragsräumen und die Werkstatt des Archivs unterzubringen. Der an den Altbau angrenzende nicht denkmalgeschützte Anbau aus den 1950er Jahren wird abgerissen und durch einen Neubau in gleicher Kubatur, aber mit einem zusätzlichen Geschoss, ersetzt. Hier sind die Anlieferung, Magazinräume und ein Treppenhaus mit Lastenaufzug geplant. Dieser Neubau verbindet den Bestandsbau mit einem viergeschossigen Archivneubau (Magazin) im Innenhof.


    Der Entwurf für die Neubauten stammt von Scheidt Kasprusch Architekten aus Berlin. Die Gesamtkosten der Baumaßnahmen (inkl. eines Risikozuschlages von 30%) sind mit knapp 30 Mio. Euro veranschlagt.


    Die vorhandene Turnhalle ist nicht (mehr) Bestandteil der Entwurfsplanung, ebenso wie ein ursprünglich vorgesehener Neubau am Berliner Platz. Dort war die Unterbringung des Stadtmuseums vorgesehen. Das Museum wird aber wohl nicht an die Pestalozzischule umziehen. Derzeit gibt es Überlegungen, das Stadtmuseum in den oberen Etagen des leerstehenden Karstadt-Hauses unterzubringen.



    Zunächst ein Blick auf den Bestand:


    Straßenansicht. Das Gebäude sah früher - vermutlich bis nach dem 2. Weltkrieg - so aus. Der rechte Flügel wurde dem Straßendurchbruch Thomastraße <> Bornheimer Straße geopfert.

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    © Bundesstadt Bonn


    Der - sich recht gut einfügende - Anbau hinten aus den 1950er Jahren wird abgerissen und durch einen gleich hohen fünfgeschossigen Neubau ersetzt.

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    Blick zurück: die Bäume und die Sandgrube müssen dem viergeschossigen Archivneubau weichen, der im Innenhof entsteht. Links angeschnitten die Turnhalle.

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    Bildquelle: Wikipedia/ © Sir James (eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0]



    In Anbetracht des Entwurfs von SKA für die Neubauten bin ich froh, dass zumindest die Pläne für das Stadtmuseum passé sind. Die metallischen Kuben stehen optisch in einem heftigen Widerspruch zum wirklich schönen (Rest-)Bestandsensemble. Dieser (abermalige) Bruch muss nicht sein, auch wenn ein Archivgebäude bestimmten Anforderungen entsprechen muss. Unverständlich ist mir auch, warum die Neubauten dem Bestand derart eng auf die Pelle rücken (dürfen). Der Archivneubau im Innenhof wird den Altbau komplett verdecken und ihm jedes Sonnenlicht (Südwestseite) rauben.


    Die Visualisierungen stammen aus einer früheren Planungsphase, entsprechen aber bis auf den Verzicht auf das Stadtmuseum im Großen und Ganzen noch dem aktuellen Stand. Bildmaterial © Scheidt Kasprusch Architekten:

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    ^^Kurze Anmerkung noch: Supergeld Architekten heißen tatsächlich Supergelb Architekten, ehemals Gatermann + Schossig.


    Über den Wettbewerb berichtet auch koelnarchitektur.de/. Nach Einschätzung der Jury "setzt [der Entwurf] am bedeutenden Stadteingang ‚Zoobrücke‘ das richtige Zeichen in seiner geschickten Kombination aus Präsenz und Zurückhaltung". Die Struktur der bestehenden Messelandschaft werde fortgesetzt, ohne aufzutrumpfen, und zitiere Gestaltungselemente der zukünftigen Messearchitektur wie des Eingangs Ost, des Terminals, des Confex und der neuen Halle 1 im Westen des Geländes. Die Erkennbarkeit der Zugehörigkeit zur Messe wird betont.


    Die Jury teilt deine Bedenken bezüglich der Fassaden der nächstplatzierten Entwürfe, rob. Beim Kadawittfeld-Entwurf wird die Anordnung der vertikalen Elemente als "zu unruhig und wenig harmonisch" empfunden. Bei KSP Engel stelle sich die gewünschte Offenheit nicht ein.


    Insgesamt halte ich die Begründungen der Jury für nachvollziehbar. Der Siegerentwurf wirkt gut proportioniert und rhythmisiert. Insbesondere den drittplatzierten Entwurf empfinde ich dagegen als zu massig. Hier wurde die Baumasse zugunsten einer großen Platzfläche zusammengeschoben.


    Ein Hochhaus war bereits in den 1990er Jahren zur Markierung der Stadteinfahrt geplant ("Euroforum Süd"). Irgendwo in den Tiefen dieses Forums müsste man noch etwas dazu finden. Gut, dass man diesen Gedanken nicht fallengelassen hat.


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    © COBE A/S

    Weiteres Bildmaterial zum neuen Firmensitz der Koelnmesse findet sich nun auch bei competitionline! Neben dem Siegerentwurf von COBE aus Dänemark sind auch der zweitplatzierte Entwurf von kadawittfeld und der drittplatzierte Entwurf von KSP Engel zu sehen. Alle drei Entwürfe sehen für den Ideenteil (Baufeld B) ein Hochhaus vor. Weitere Teilnehmer am Wettbewerb waren Bolles + Wilson, Münster, caspar.schmitzmorkramer, Köln und Supergeld Architekten, Köln.


    Zuerst nochmal der Siegerentwurf im Modell mit dem Hochhaus als ggfs. später umzusetzende Ergänzung. Im ersten Bild vorne der neue Firmensitz "Koelnmesse Terrassen", etwas abseits das Parkhaus.


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    © COBE A/S



    2. Platz

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    © kadawittfeldarchitektur



    3. Platz

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    © KSP Engel

    ^Schade ist insbesondere, dass das größte Manko des Y-Hochhauses, nämlich dass es wie eine Barriere zwischen Innenstadt und Südviertel liegt, mit dem neuen "Campus" nicht wenigstens aufgehoben, sondern eher noch verstärkt wird.

    Erneuerung Viktoriabrücke

    Ab Ende Januar werden die letzten sieben Träger der neuen Viktoriabrücke mit einem Mobilkran eingehoben. Der Neubau der Brücke kann somit voraussichtlich Ende 2021/ Anfang 2022 abgeschlossen werden (Q).


    Der Bau der Rampe zum Kreisverkehr am Alten Friedhof wird sich allerdings verzögern. Mit dem Bau kann frühestens im Sommer 2022 begonnen werden. Die Bauzeit wird nach Einschätzung des städtischen Tiefbauamtes ein Jahr beanspruchen. Die Fertigstellung der Rampe wird also nicht vor Sommer 2023 erfolgen.


    Als Grund für die Verzögerung wird angegeben, dass die technisch anspruchsvolle Gründung der Rampe mittels Bohrpfählen bis unter die Tunnelsohle des U-Bahn-Tunnels wegen verschiedener im Untergrund vorgefundener Hindernisse angepasst werden musste. Wegen der Verzögerung müssen außerdem für das Planfeststellungsverfahren notwendige Gutachten angepasst werden. Die Ausschreibung der Arbeiten für die neue Rampe soll nach derzeitigem Zeitplan im Anschluss an die Fertigstellung der neuen Viktoriabrücke Anfang 2022 erfolgen (Q GA+).



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    Bildquelle: Bundesstadt Bonn

    ^^Ich denke, es gibt gleich mehrere Gründe, warum man von einer Rheinquerung in Höhe des Gürtels absieht.


    In Bayenthal und v.a. in Marienburg dürfte es einige Anwohner geben, die kein Interesse an einer Bahn haben, die erst jahrelang Lärm, Dreck und Verkehrsbehinderungen ins Viertel bringt und anschließend Publikum, das man dort nicht so gerne sieht. Und die andererseits über genügend Geld und Einfluss verfügen, um sich gegen deren Bau zur Wehr zu setzen. Wie schon geschrieben wurde, ist die Bebauungsdichte in Marienburg und im südlichen Bayenthal zudem nur locker bis mäßig und viele Anwohner sind eher dem eigenen Auto als Fortbewegungsmittel zugeneigt.


    Das dörflich geprägte Poll dürfte ebenfalls nicht genügend Aufkommen generieren, damit sich der Bau eines teuren Rheintunnels lohnt. Da in Verlängerung des Gürtels die Rheinquerung mittels einer Brücke nicht möglich wäre, müsste ein U-Bahn-Tunnel mindestens von der Bonner Straße in Bayenthal bis zur Siegburger Straße in Poll gebohrt werden. Eine mögliche Haltestelle am Rheinufer mit Umstieg zur Rheinuferbahn müsste außerdem sehr tief liegen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man da auf einen postiven KNF kommen könnte.


    Weiter nördlich bestünde zwar teilweise Parallelverkehr zur geplanten S 16, aber die Erschließungswirkung wäre viel höher (Parkstadt Süd, Deutzer Hafen, TH-Campus Deutz, Kalk). Möglicherweise käme man sogar ohne einen Rheintunnel aus. Die Südbrücke soll ja erweitert werden und eine Stadtbahnstrecke könnte dabei mitgeplant werden. Und im Bereich zwischen Deutz bzw. Poll/ Humboldt-Gremberg könnte ggfs. die für die Linie 7 freigehaltene Trasse entlang der Güterbahn bis Kalk genutzt werden, was sich auf den KNF und die Fördermöglichkeiten natürlich extrem positiv auswirken würde.

    ^Das Ergebnis des Gerichtstermins fand wenig medialen Widerhall. Offenbar muss die Stadt mit einem weiteren Gutachten nachweisen, dass die von Hohr gestellten Forderungen der Höhe nach nicht gerechtfertigt sind. Es geht um einen Streitwert von 7,5 Mio. Euro, der am Ende womöglich von der Stadt (den Steuerzahlern) zu tragen ist (Q). Hohr fordert bekanntlich 13 Mio. Euro von der Stadt für die Entsorgung der Deponieabfälle, die Stadt ist bereit, rund fünf Mio. Euro zu zahlen.



    Derweil nähert sich der erste Bauabschnitt des „Rhein-Palais“ nach sieben Jahren Bauzeit – endlich – der Fertigstellung (bei aller bei diesem Projekt gebotenen Zurückhaltung). Pünktlich zum neuen Jahr wurde die Webseite komplett überarbeitet (www.rhein-palais-bonner-bogen.de/). Auch der Facebook-Auftritt wurde reaktiviert und liefert seit Anfang Dezember regelmäßig Fotoupdates. Der Innenausbau und die Arbeiten an den Außenanlagen sind den Bildern zufolge (nahezu) abgeschlossen. Die Gesamtanlage macht tatsächlich einen fertigen Eindruck.


    Rund 11.300 m² Bürofläche stehen, schaut man sich das Mietangebot an, zur Anmietung ab März 2021 zur Verfügung. Angeboten werden auch eine Gastronomieeinheit an der Joseph-Schumpeter-Allee und die „Foren“ Limperich und Oberkassel zur tageweisen Anmietung als Veranstaltungsfläche. Etwa 3.000 m² Bürofläche wären im 1. BA demnach bereits vermietet, was zwar weit weniger als der von Hohr zwischenzeitlich genannten Vorvermietungsquote von 70% entspricht. Nach Fertigstellung sollten sich aber auch die restlichen Flächen füllen lassen.


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    Der Kopfbau zum Konrad-Zuse-Platz: Palais Saphir, Haus 2 (vorne), dahinter Palais Orion, Haus 1/

    4.600 m² Bürofläche sind hier noch zu haben


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    Die freistehende Villa Rosa, Haus 5, im Zentrum des Geschehens/ Blick auf Ennert und Siebengebirge


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    Gesamtübersicht über den 1. BA, vorne die Gründung für den 2. BA/

    alle Bilder © Ewald Hohr Projektentwicklungen mit visionären technischen Konstruktionen im Hochbau GmbH & Co.KG



    Besonders erfreulich ist, dass es auch mit den Arbeiten am zweiten Bauabschnitt weitergeht. Der vor zwei Jahren genannte Zeitplan (Fertigstellung Ende 2020) ist natürlich Makulatur. Alles andere wäre bei diesem Bummel-Bauprojekt auch mehr als überraschend gewesen. Immerhin, nachdem die Gründungsarbeiten (300 Bohrpfähle wurden dafür gesetzt) abgeschlossen sind, gehen die Arbeiten jetzt mit der Bodenplatte (und danach hoffentlich mit dem Hochbau) weiter. Die Fläche des geplanten dritten Bauabschnitts dahinter wird derzeit als Materiallager genutzt.


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    © Ewald Hohr Projektentwicklungen mit visionären technischen Konstruktionen im Hochbau GmbH & Co.KG



    Bei einer weiteren Neverending-Story im Bonner Bogen könnte es bald Bewegung geben: mit der denkmalgerechten Sanierung des seit 2013 eingerüsteten Wasserturms (im letzten Bild im Hintergrund rechts) soll laut GA im laufenden Jahr endlich begonnen werden. Das Land NRW hat im vergangenen März einen Zuschuss in Höhe von 150.000 Euro aus dem Denkmalförderungsprogramm des Landes bewilligt. Die Gesamtkosten der Sanierung sollen 650.000 Euro betragen. Die Differenz trägt die Eigentümerin DevelopVisio Real Estate. Diese will im Turm nach Abschluss der Sanierungsarbeiten ein Café mit Außengastronomie einrichten.


    Der historische Wassertank im Turmkopf bleibt vollständig erhalten. Erneuert wird u.a. die Stahlkonstruktion im Dach. Außerdem wird im Innern ein Treppenturm mit Aufzug eingebaut. (Q). Ob Besucher künftig die Aussicht aus dem Turm genießen können? Aus dem GA-Bericht geht das nicht eindeutig hervor.


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    Der Wasserturm auf einer Aufnahme von 2009/

    Bildquelle: Wikipedia/ © Wolkenkratzer (eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0]

    [...]Genauso könnte ich mir eine Seilbahn für das Oberbergische Land hier in NRW vorstellen, die Wuppertaler oder Remscheider hätten wohl nichts dagegen wenn es dann auch so zur Innenstadt geht.[...]


    In Wuppertal war tatsächlich eine Seilbahn geplant, die ab 2025 vom Hauptbahnhof über die Universität zu den Wuppertaler Südhöhen führen sollte. Das Vorhaben wurde bei einer Bürgerbefragung mehrheitlich abgelehnt (Wikipedia).


    Damit dürfte sich das Thema Seilbahn in Wuppertal für lange Zeit erledigt haben, obwohl dort aufgrund der topographischen Lage der Stadt Seilbahnen ihren echten Vorteil, starke Steigungen auf kurzer Distanz zu überwinden, ausspielen könnten. Bis jetzt ist allerdings noch jedes urbane Seilbahnvorhaben in Deutschland gescheitert, entweder am Widerstand der Bevölkerung oder aus anderen Gründen. Ich denke deshalb auch, man ist in Duisburg besser beraten, auf etablierte Systeme (S-Bahn oder Stadtbahn) zu setzen.

    Marc Asbeck hat das Objekt Baunscheidtstraße 8 (Google Maps), zuletzt von der Postbank Systems AG genutzt, gekauft. Danke für die Info  CPK_Bonn !


    Offenbar soll das Bestandsgebäude mit 8.000 qm Mietfläche ("TH!NK I") um einen Neubau mit 11.000 qm Mietfläche ("TH!NK II") ergänzt werden, eventuell als eine Art Mantelgebäude auf den Außenstellplätzen. Die momentan ziemlich verschwenderische Nutzung des Grundstücks schreit ja auch geradezu nach einer intensiveren Ausnutzung. Städtebaulich kann die Situation nur besser gelöst werden.


    Ich bin gespannt, was Politik und Verwaltung zu den Plänen sagen. Das ausgegebene Ziel ist ja vorrangig die Schaffung von Wohnraum im Bundesviertel. Vielleicht verstehen beide Seiten ja irgendwann, dass man aneinander nicht vorbeikommt.

    ^Der dritte und letzte Bauabschnitt ("Soenneckenstraße") ist in der Vermarktung. Angeboten werden 6.207 m² Bürofläche für einen Mietpreis ab 15,00 €/ m² (Q). Interessanterweise wird unter Lage "Auerberg" angegeben, obwohl das Areal eindeutig in Tannenbusch liegt.

    Zum Jahresende ist es mal wieder Zeit für ein kleines Update.


    Baufortschritt

    Erfreulich: die Arbeiten am "Neuen Kanzlerplatz" laufen augenscheinlich wieder rund. Seit Anfang November ist das Hochhaus um vier Stockwerke gewachsen. Momentan ist der Rohbau elf Stockwerke hoch, an einer weiteren Etage wird gearbeitet. Zwischenzeitlich wurde ein Betonverteilermast installiert, was die Arbeiten erheblich beschleunigt. Man hat nun offenkundig den Bereich der Regelgeschosse erreicht. Zur Fertigstellung des Hochhausrohbaus wird einer der drei verbliebenen Krane demnächst auf eine Höhe von 120m geklettert (Q).


    Da der Wetterschutz mittlerweile über den Sockelbau hinausgewachsen ist, konnte in den letzten Tagen auch der Verbindungsbereich zwischen Hochhaus und Sockel im Rohbau fertiggestellt werden. Dort klaffte bis vor Kurzem noch eine Lücke über mehrere Stockwerke. Mit der Montage der Fassade wurde an Haus 1 (Hochhaus und Sockel) noch nicht begonnen. Anders als Haus 2 und Haus 3, die unter Verwendung von Architekturbeton eine selbsttragende Fassade erhalten, werden an Haus 1 Glasfaserbetonlisenen in der Fassade verbaut, die aber der Optik der Elemente in Haus 2 und Haus 3 gleichen.


    Haus 2 (zum Kanzlerplatz gelegen) ist ja nun schon seit rund zwei Monaten im Rohbau fertiggestellt, die Fensterelemente sind eingesetzt. Aufgrund der Bauweise wirkt das Gebäude äußerlich nahezu komplett. Bei Haus 3 wird derzeit an den beiden obersten Stockwerken gearbeitet. In den unteren Etagen wurden ebenfalls bereits die Fensterelemente eingesetzt. Eine Besonderheit bei Haus 3 ist, dass die Fassade der obersten beiden Stockwerke zusammen "kippt", wie es sonst nur für das Hochhaus geplant ist, wo optisch jeweils zwei Stockwerke zusammengefasst werden. Die Rohbauarbeiten an Haus 3 werden vermutlich im Januar abgeschlossen sein.


    Zur Dokumentation des aktuellen Bautenstands habe ich ein wenig gebastelt:

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    © JSWD/ Art-Invest/ Pure - eigene Bearbeitung



    Mieter

    Zuletzt gab es Irritationen darüber, wie viel Fläche der Hauptmieter Postbank im kommenden Spätsommer tatsächlich beziehen wird. Die Postbank hat 40.000 qm Bürofläche angemietet und wird ihre neun Bonner Standorte definitiv am Kanzlerplatz zusammenziehen. Im Zuge des Zusammenschlusses mit der Deutschen Bank und des damit verbundenen Umstrukturierungsprozesses fallen 175 der gut 3.000 Postbank-Stellen weg. Zudem wird die IT-Tochter Postbank Systems an den indischen Softwaredienstleister Tata Consultancy Services (TCS) verkauft. Von dem Verkauf sind weitere 1.000 Stellen betroffen. Ob die künftigen TCS-Mitarbeiter auch an den Kanzlerplatz ziehen, ist unklar. Es laufen offenbar Gespräche zwischen der Postbank, Art-Invest und TCS (Q GA+).


    Bis Frühjahr 2022 sollte allerdings noch genügend Zeit verbleiben, um die Hütte voll zu machen. Die Nachfrage nach Büroflächen ist weiterhin gegeben. Neben der Postbank stehen Design Offices und Food Affairs als Mieter fest.



    Links

    Weil's so gut ausschaut, zwei Webcam-Bilder von heute Nachmittag:

    Bild: https://abload.de/img/webcam-current-16483_inkcc.jpg


    Bild: https://abload.de/img/webcam-current-16439_r7juk.jpg

    (klicken zum Vergrößern)


    Bewegte Bilder liefert ein aktueller Bericht der WDR-Lokalzeit (via Facebook).

    Zu den dort angesprochenen archäologischen Funden habe ich folgende Links gefunden:

    1) Interview im Kanzlerplatz-Journal mit dem Ausgrabungsleiter des LVR auf der Baustelle.

    2) GA-Bericht vom 24.11. (GA+)

    Büroneubau am Lievelingsweg

    Die KPE Projektentwicklung plant am Lievelingsweg ein neues Bürohaus. Es handelt sich um den zweiten Bauabschnitt der kürzlich realisierten Projektentwicklung im Kreuzungsbereich Brühler Straße/ Soenneckenstraße (hier bereits erwähnt). Der Autohandel auf dem benötigten ehemaligen Tankstellengelände (Lievelingsweg Nr. 157) ist bereits nach Bornheim-Widdig umgezogen, das benachbarte Wohnhaus (Nr. 159) steht vermutlich auch leer. Der Abriss dürfte in Kürze erfolgen.


    Ab April 2021 entsteht ein neues Bürohaus mit drei Etagen plus Staffelgeschoss, knapp 2.500 m² Mietfläche und einer Tiefgarage. Die Fertigstellung ist für Juni 2022 geplant. Das Gebäude ist bereits vollständig an eine Körperschaft des öffentlichen Rechts vermietet. Die äußere Erscheinung des Neubaus orientiert sich am realisierten ersten Bauabschnitt. Die kurze Bauzeit deutet darauf hin, dass wieder zu großen Teilen Betonfertigelemente verbaut werden.


    Bis Ende 2022 soll an der Soenneckenstraße ein dritter Bauabschnitt mit weiteren rund 6.000 m² Mietfläche gebaut werden.


    Quelle: KPE Projektentwicklung



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    Bildquelle: KPE Projektentwicklung GmbH & Co. KG

    ^Der General-Anzeiger hat einen Rundgang über die Hotelbaustelle am Erzbergerufer gemacht. Während der Artikel sich hinter der Bezahlschranke verbirgt, sollte die Bildergalerie frei zugänglich sein. Die Arbeiten liegen im Zeitplan, der Innenausbau ist bereits weit fortgeschritten. Die Eröffnung des Hotels ist im Juni kommenden Jahres geplant. Der Vertrag zwischen der Landmarken AG und prizeotel (dahinter steckt die Radisson-Gruppe) läuft über 25 Jahre. Für den Gastronomiebereich wird noch ein Pächter gesucht.


    Äußerlich soll die Klinkerfassade des Hotels eine Hommage an die benachbarte Stiftsschule sein (eines der wenigen noch existierenden Gebäude der Bonner Altstadt). Die Gestaltung der Zimmer und Innenräume stammt, wie bei allen Hotels der Kette, vom US-amerikanischen Designer Karim Rashid. Auch dabei wird auf lokale Bezüge geachtet. Der Fußboden in den Zimmern bspw. soll an stilisierte Klaviertasten erinnern und somit einen Bezug zu Beethoven herstellen. Hier gibt es einen Vorgeschmack auf die etwas gewöhnungsbedürftige, aber m.E. durchaus ansprechende Designsprache.


    Im vergangenen Jahr konnte der Hotelneubau übrigens beim Award des polis Magazins in der Kategorie "Reaktivierte Zentren" den zweiten Platz belegen.

    Projektentwickler CORPUS SIREO Real Estate kauft Firmwerk-Areal in Köln

    Mit einem ca. 28.000 m² großen Grundstück im TechnologiePark Köln in Braunsfeld-Ehrenfeld sichert sich CORPUS SIREO Real Estate, eine Tochter von Swiss Life Asset Managers in Deutschland, ein vielversprechendes Areal an einem Standort mit hohem Potenzial. Das zwischen der Eupener Straße und der Josef-Lammerting-Allee gelegene Areal umfasst derzeit 12 Bestandsgebäude mit gewerblichen Nutzungen (Büro, Lager, Konferenz, Serviceflächen), deren Mietverträge größtenteils kurz- bis mittelfristig auslaufen.

    Das Areal soll in mehreren Bauabschnitten innerhalb der nächsten 10 Jahre entwickelt werden. Geplant ist ein Mix aus Neubau und Refurbishments. Als künftige Nutzungsart ist überwiegend Büro geplant; es könnten künftig auf knapp 70.000 m² BGF rund 56.000 m² Mietfläche entstehen. Das Projektvolumen beträgt ca. 330 Mio. €.


    Quelle: Pressemeldung CORPUS SIREO

    ^^Der Entwurf des dänischen Büros COBE Architekten wird Grundlage für die Umsetzung des neuen Bürostandorts der Koelnmesse am Messekreisel nahe dem Eingang Nord des Messegeländes (Google Maps). Der beschränkte Wettbewerb mit sechs teilnehmenden Büros wurde am vergangenen Donnerstag entschieden.


    Die geplanten Neubauten ('Messe-Campus') bestehen aus drei Bausteinen, der Firmenzentrale "Koelnmesse Terrassen" (Baufeld A) mit rund 22.000 qm BGF für die etwa 750 Mitarbeiter der Koelnmesse auf der nördlichen Teilfläche, einem Parkhaus sowie einer Bebauung im Baufeld B auf der südlichen Teilfläche. Die südliche Fläche wurde im Wettbewerbsverfahren als Ideenteil zur städtebaulichen Qualifizierung und harmonischen Gesamtordnung inkludiert.


    Schon Mitte 2025 will die Koelnmesse ihre neue Unternehmenszentrale beziehen, pünktlich zum dann auslaufenden Mietvertrag für den aktuellen Sitz der Unternehmenszentrale der Koelnmesse im ehemaligen KHD-Hochhaus.


    Hier geht's zur vollständigen Pressemitteilung der Koelnmesse.

    Weiteres Bildmaterial hier (Faltin+Sattler Wettbewerbsmanagement).



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    Bildquelle: Koelnmesse/ © COBE A/S