Beiträge von rec

    ^Ich bin ehrlich gesagt etwas schockiert, dass dieser repräsentative Altbau abgerissen werden soll. Die Blechverkleidung ist furchtbar, aber vernünftig saniert ließe sich aus dem Gebäude (wieder) ein echter Hingucker machen. Zählt man die Anzahl der Etagen des Neubaus und vergleicht, ist klar, dass seitens des Investors nur die BGF-/ Profitmaximierung eine Rolle spielt. Man fragt sich, wo der Denkmal- bzw. Ensembleschutz bleibt, aber mit dem Argument "Wohnraum zu schaffen" lässt sich solch ein Vorhaben wohl durchbringen. Die teuren Penthousewohnungen, vermutlich mit Blick auf die Abtei, dürften für Durchschnittsverdiener allerdings unerschwinglich sein. An anderer Stelle würde ich den Neubau dagegen durchaus gefällig finden.


    Hier nochmal die Gegenüberstellung:

    Altbau (Istzustand) <> geplanter Neubau

    Neugestaltung Rheinufer

    Neuer Anlauf zur Neugestaltung der Rheinpromenade zwischen Beethovenhalle und Zweite Fährgasse: in einem Wettbewerb aus neun teilnehmenden Landschaftsarchitektur- und Verkehrsplanungsbüros konnten sich Planorama Landschaftsarchitektur, Berlin, zusammen mit VCDB VerkehrsConsult Dresden-Berlin GmbH, Dresden, durchsetzen. Von Planorama stammt z.B. auch der Entwurf für den Rheinboulevard in Köln-Deutz. Die Entscheidung der Jury unter dem Vorsitz des Nürnberger Architekten Gerd Aufmkolk war einstimmig.


    Gelobt wurde, dass der Berliner Entwurf "in der Realität nutzbar ist" (Aufmkolk) und sich durch eine klare Handschrift auszeichne. Die Planung sieht eine "Vielfalt an Vegetation über eine bloße Rasenfläche hinaus" (Planorama) sowie definierte Plätze an bedeutenden Punkten wie vor der Beethovenhalle und viele neue Sitzgelegenheiten vor. Radfahrer sollen künftig auf der Straße fahren, der Autoverkehr stark reduziert werden. Die Stadt hofft, dass der 1,5 Kilometer lange Uferabschnitt zu einem Boulevard zum Verweilen und Flanieren werden kann.


    Der Entwurf soll nun noch überarbeitet und angepasst werden. So ist vorgesehen, die bereits für das Beethoven-Jubiläumsjahr erfolgte Aufwertung überwiegend zu erhalten. Im ersten Halbjahr kommenden Jahres sollen die politischen Beschlüsse gefasst werden und eine erneute Beteiligung der Öffentlichkeit stattfinden.


    Die Umgestaltung des Rheinufers soll 2023 mit dem ersten Bauabschnitt zwischen Kennedybrücke und Alter Zoll begonnen werden. Ab 2025 soll der zweite Bauabschnitt nördlich der Kennedybrücke bis Rosental (Beethovenhalle) folgen. Für die ersten beiden Bauabschnitte hat die Stadt Städtebaufördermittel beantragt. Sie geht davon aus, dass das Land von den veranschlagten Kosten in Höhe von rund 17 Millionen Euro einen Anteil i.H.v. zwölf Millionen Euro übernimmt.


    Der dritte und letzte Bauabschnitt zwischen Alter Zoll und Zweite Fährgasse soll wiederum zwei Jahre später ab 2027 in Angriff genommen werden. Die voraussichtlichen Kosten stehen noch nicht fest.


    Weitere Informationen zur Neugestaltung des Rheinufers und die bestplatzierten Entwürfe kann man sich hier online oder bis zum 29. Oktober 2021 in einer Ausstellung im Haus der Bildung, Mülheimer Platz, anschauen.


    Weitere Links:

    Pressemeldung Stadt Bonn, 11.10.2021

    So soll das Bonner Rheinufer zukünftig aussehen (GA+), 12.10.2021



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    © Planorama Landschaftsarchitektur, Berlin

    Der Standort Mörsenbroich liegt eben sehr günstig zwischen Messe, Flughafen sowie der Innenstadt und ist gut an alle Autobahnen angebunden. Die Art der Nutzung (Business-Hotel, Büro) bietet sich an der Stelle an und wird offenkundig nachgefragt. Wohnnutzung wird durch die hohe Verkehrsbelastung erschwert. Und man muss berücksichtigen, dass die geschlossene Stadtstruktur sich dort auflöst und in suburbane Strukturen (Gewerbe, Industrie, Kleingartenkolonie etc.) übergeht. Solange das so ist, finde ich die Hochhäuser dort gut platziert. Sie geben dem Ort Würze, wo sonst Standardbüroriegel dominieren würden.

    M1 - Magdeburger Tor

    Der Projektentwickler AOC|Die Stadtentwickler aus Magdeburg hat das 9.700 qm große Grundstück zwischen Maxim-Gorki-Straße und Olvenstedter Straße erworben, um dort das Projekt "M1 - Magdeburger Tor" zu realisieren.


    An der Olvenstedter Straße ist ein zweiteiliger Komplex bestehend aus einer Riegelbebauung und einem 16-stöckigen Hochhaus im Kreuzungsbereich zur Maxim-Gorki-Straße geplant. Vorgesehen ist eine gewerbliche Nutzung auf 25.000 qm Fläche mit Einzelhandel im EG und Büros in den Obergeschossen. Im rückwärtigen Bereich an der Werner-Priegnitz-Straße entstehen auf 6.000 qm Gesamtmietfläche Wohnungen.


    Der Baustart ist für das 2. Quartal 2022 avisiert.


    Quelle: IMMOBILIEN AKTUELL


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    © AOC|Die Stadtentwickler


    Hier eine weitere Visualisierung.

    Eine Nachricht, die hier nicht untergehen sollte: Notre-Dame ist sicher und stabil, die Einsturzgefahr endgültig abgewendet. Die Demontage des mehr als 200 Tonnen schweren geschmolzenen Baugerüsts ist abgeschlossen. Nun können die eigentlichen Restaurierungs- und Wiederaufbauarbeiten beginnen. Der Wiederaufbau der Kathedrale soll originalgetreu erfolgen. Für den Wiederaufbau des Vierungsturms wurden bereits vor Monaten 1000 Eichen in ganz Frankreich gefällt, was den nationalen Charakter der Aufgabe unterstreicht. Bis zu den Olympischen Spielen 2024 soll die Kathedrale soweit wieder hergestellt sein, dass sie zumindest teilweise wieder für Besucher geöffnet werden kann.


    Ein sehr ausführlicher Bericht bereits aus dem April auch hier.

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    Erster Großabschluss für MATTES & DÜXX Köln:

    STRABAG Real Estate vermietet an das IQWiG

    • Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen unterschreibt langfristigen Mietvertrag
    • IQWiG bezieht 8.000 m² im ersten Bauabschnitt „MATTES“ auf dem Büro Campus Deutz
    • STRABAG Real Estate führt weitere aussichtsreiche Mietergespräche

    STRABAG Real Estate hat einen langfristigen Büromietvertrag mit dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) abgeschlossen. Das unabhängige Institut, das gemäß Gesetzesauftrag den Nutzen von medizinischen Maßnahmen für Patientinnen und Patienten untersucht, wird 8.000 m² im ersten Bauabschnitt des Büroensembles MATTES & DÜXX in Köln Deutz beziehen. Damit sind knapp Zweidrittel des 12.500 m² großen Gebäudes MATTES vermietet. Der Vertrag wurde durch den Kölner Immobilienmakler Greif & Contzen vermittelt. Generalunternehmen ZÜBLIN nahm im September die Bauarbeiten auf, die Fertigstellung ist für Sommer 2024 geplant.


    Bestes Büro unter vielen Angeboten

    Aus einer Vielzahl von Büroobjekten entschied sich das IQWiG für MATTES. „Die klare Optik und die durchdachte Infrastruktur haben uns überzeugt. Ein weiterer Pluspunkt war die nachhaltige Planung, die hier nicht bloß Worthülse ist“, bedankt sich Petra Liehr, kfm. Geschäftsführerin des IQWiG, beim SRE-Team für die so kompetente wie lösungsorientierte Verhandlung.

    Mit dem Umzug in den Neubau an der Siegburger Straße 237 im aufstrebenden Stadtteil Deutz möchte das IQWiG sein Image als attraktiver Arbeitgeber weiter stärken. Schon heute bietet das Institut Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ein spannendes Aufgabenspektrum und flexible, kinderfreundliche Arbeitszeiten. Künftig kommt ein auf die Gutachtertätigkeit des Instituts abgestimmtes Bürokonzept hinzu – mit viel Tageslicht, stillen Rückzugsräumen und Kommunikationszonen, die den persönlichen Austausch fördern.


    Zurück zu den Anfängen der Institutsarbeit

    Köln war als Standort gesetzt. Nach dann 13 Jahren im MediaPark zieht das IQWiG 2024 wieder zurück auf die rechte Rheinseite, wo es bereits von 2004 bis 2011 seinen Sitz gehabt hatte (damals in Köln Kalk). Nahe des Entwicklungsgebiets Deutzer Hafen gelegen, besitzt der neue Standort hohes Potenzial und liegt verkehrstechnisch günstig. „Es freut mich, dass wir dem IQWiG seinen Standortwunsch erfüllen konnten. Und dann auch noch in „unserem“ Deutz!“, spielt Oliver Quint, SRE-Bereichsleiter Köln, auf die baldige Nachbarschaft an und lobt die stets konstruktive und äußert angenehme Zusammenarbeit mit dem Anmietungsteam.


    Über das Objekt

    MATTES & DÜXX werden nach DGNB-Nachhaltigkeitsstandards in Gold geplant. Zu den positiven Umwelteffekten tragen Geothermie, CO2-reduzierter Beton, Dachbegrünung sowie Regenrückhaltung bei. Mehrere Terrassen und ein begrünter Innenhof bieten den Mietern ansprechende Treffpunkte. Die im Gebäude DÜXX für das Erdgeschoss vorgesehenen quartiersbelebenden Nutzungen wie z.B. ein Bistro runden das Konzept ab.


    Als erstes wird das bis zu sieben Geschosse hohe Blockgebäude MATTES realisiert. Zeitlich versetzt folgt der benachbarte Hochpunkt DÜXX nach Abschluss des Bebauungsplanverfahrens mit etwa 13.000 m² Mietfläche. 60 Meter hoch, bietet er ab dem siebten Stock einen unverbaubaren Blick auf den Dom. Mit dem Ensemble vollendet STRABAG Real Estate das insgesamt fünf Bürogebäude umfassende Geschäftsquartier Büro Campus Deutz, in dem Mieter wie Volvo, STRABAG, Yello Strom oder Bäckerei Mauel ansässig sind. Weitere Zuzüge sind absehbar, vielversprechende Gespräche mit Mietinteressenten für die verbleibenden 4.500 m² im Gebäude MATTES laufen.


    Quelle: Pressemeldung STRABAG Real Estate GmbH, 28.09.2021



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    © STRABAG Real Estate GmbH

    Das Bauvorhaben hat die Bezeichnung "V2 Offices" und eine schön gestaltete Webseite erhalten. Eine Projektinfo im gleichen Design ist auch auf der Webseite der Renum Projektgruppe abrufbar.


    Interessant finde ich den Plan, der die weiteren Bauabschnitte zeigt:

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    © Renum Projektgruppe



    Hier nochmal zwei Visualisierungen des I. BA:

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    © Oezen-Reimer+Partner

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    Und schräg gegenüber wird die Feuer- und Rettungswache 3 im laufenden Betrieb abgerissen und neu gebaut. Das rund 50 Jahre alte Bestandsgebäude wird den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht. Die neue Fahrzeughalle wird größer, dort sollen neben einer Waschhalle zusätzliche Stellplätze für Reservefahrzeuge des Rettungsdienstes und für vom Land NRW in Kürze auszuliefernde Katastrophenschutz-Fahrzeuge entstehen. Auch das neue Wachgebäude soll mehr Platz bieten. Der Neubau der Rettungswache wird nach derzeitigen Planungen voraussichtlich rund 40 Millionen Euro kosten. Die Fertigstellung aller Gebäudeteile und die finale Inbetriebnahme ist für Anfang 2027 vorgesehen.


    Pressemeldung Stadt Bonn, 30.06.2021


    GA, 13.07.2021: Neue Feuer- und Rettungswache für Bad Godesberg


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    © Koenigs Rütter Architekten

    Wie steht es um die Neubauten für das BfJ an der Adenauerallee? Lange war es um dieses Bauvorhaben - zumindest öffentlich - sehr still... die neue Präsidentin des BfJ gibt jetzt in einem aktuellen GA-Interview (GA+) den Hinweis, dass die ersten vorbereitenden Arbeiten im Umfeld des Hauptsitzes an der Adenauerallee bereits begonnen hätten. In den kommenden Jahren solle dort ein Anbau für rund 200 Arbeitsplätze entstehen (vermutlich wird der Siegerentwurf von kadawittfeld aus dem Jahr 2014 realisiert, explizit gesagt wird das in dem Interview allerdings nicht). Die ursprüngliche Planung, das BfJ (mit derzeit fünf Standorten in Bonn) komplett an der Adenauerallee zusammenzuziehen, sei aufgrund des dynamischen Wachstums der Behörde vom Tisch. Man plane eine Lösung mit zwei Standorten.


    Der Siegerentwurf von kadawittfeld sah damals für weiter wachsenden Raumbedarf bereits eine Erweiterungsoption im Süden, im Bereich Adenauerallee/ Parkplatz Tempelstraße, vor. Diese Option scheint man derzeit aber nicht weiterzuverfolgen.


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    Quelle: BBR/ kadawittfeldarchitektur


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    Quelle: Bundesstadt Bonn, Katasteramt

    Campus Endenich

    Auf dem Campus Endenich errichtet der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW derzeit einen Ersatzneubau für die Chemischen Institute. Auf vier Stockwerken entstehen 2.250 m² Nutzfläche für Büros und Labore. Dazu kommt ein Technikgeschoss, das als Staffelgeschoss ausgeführt wird. Der BLB kalkuliert mit einer Bauzeit von rund drei Jahren. Der Neubau soll der Universität eine flexiblere Planung für die anschließende Sanierung des Bestandsgebäudes ermöglichen.


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    © EUROLABORS/ BLB NRW


    Quellen:

    Pressemeldung BLB NRW

    Projektflyer (PDF)



    Der Ersatzneubau für die Chemischen Institute ist der erste Baustein zum Ausbau des Uni-Standorts Endenich zum Campus. Für den Ausbau des Standortes ist ein neuer Bebauungsplan (Nr. 6421-1 "Universitäts-Campus Endenich") aufzustellen. Die Verwaltung hat jetzt eine Beschlussvorlage zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit in die politischen Gremien eingebracht.


    Geltungsbereich des Bebauungsplans:

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    © Stadtplanungsamt Bonn


    Grundlage für das anstehende Bauleitplanverfahren ist das Ergebnis des Planungswettbewerbs aus dem Jahr 2012, aus dem eine Arbeitsgemeinschaft aus HJP Planer (Aachen), BBW Verkehrsplaner (Bochum) und Lützow 7 Landschaftsarchitekten (Berlin) als Sieger hervorging (#13 & #15). Die Ergebnisse des Wettbewerbes wurden zwischenzeitlich weiterentwickelt und präzisiert.


    Das städtebauliche Konzept sieht einen Campus der kurzen Wege vor: entlang eines Campus-Boulevards, ausgehend vom Hermann-Wandersleb-Ring im Süden bis zum Propsthof im Norden, sollen in einer "bandartigen Struktur" verschiedene Gebäudekomplexe mit "hofartigen Vorbereichen" angeordnet werden. Die Idee ist, gleiche Nutzungen in gemeinsamen Gebäuden zusammenzufassen. Zentrales identitätsstiftendes Element und von überall gleich gut erreichbar soll der mittig gelegene Campusplatz werden, an dem das Hörsaal- und Mensagebäude platziert wird. Eine über den Platz verlaufende zweite Achse soll den Campus auch nach Westen und - über eine noch zu bauende Fußgänger-/ Fahrradbrücke über die Autobahn - nach Osten mit den umliegenden Stadtvierteln verknüpfen. Erschlossen werden soll der Campus zudem über eine Haltestelle der Westbahn auf dem Hermann-Wandersleb-Ring.


    Lageplan Campus Endenich: Bestandsbauten sind grau dargestellt, die geplanten Neubauten weiß.

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    © Stadtplanungsamt Bonn

    ^Das Bristol ist inzwischen eingezäunt, der Abriss rückt unweigerlich näher.


    Im August war Vertriebsstart für die Wohnungen des 1. BA. Die Webseite constance-bonn.de wurde überarbeitet und bietet einige neue Visualisierungen:


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    © 2021 Swiss Life Asset Managers


    Noch im Herbst sollen die Rohbauarbeiten starten, die Fertigstellung der Wohnungen des 1. BA ist für Anfang 2024 geplant.


    Unterdessen hat die Universität den ehemaligen Stammsitz der Herold-Versicherung an der Ecke zum Bonner Talweg ab 2023 für 15 Jahre als Ausweichquartier während der Generalsanierung des Hauptgebäudes angemietet (Q).

    Ein Investor aus Rheinbreitbach will an der Ecke Obere Wilhelmstraße/ Gustav-Kessler-Straße einen Neubau errichten. Dafür sollen die beiden Gründerzeithäuser Obere Wilhelmstraße 33 und 35 abgerissen werden. Mit den Arbeiten soll Anfang kommenden Jahres begonnen werden, die Fertigstellung des Neubaus ist für Mitte 2023 geplant. Der Neubau soll laut Bericht vier (lt. Visualisierung fünf) Etagen plus Staffelgeschoss hoch werden. Im Erdgeschoss sind zwei Gewerbeeinheiten geplant, darüber 31 Wohnungen nach dem Bonner Baulandmodell. Der Entwurf stammt von VAP Vöhringer Architekten, die auch das Eckhaus gegenüber entworfen haben (Q GA+).


    Das Eckhaus Nr. 35 (früher Kneipe "Furios" bzw. "Brauhaus Beuel") steht seit längerer Zeit leer und verfällt zusehends. Und wenn man sich nicht drum kümmert, wird jedes Haus irgendwann zum "Schandfleck" (Jürgen Vöhringer). Nichts gegen den Neubau an sich, aber ich finde es schade, dass die für Beuel so typischen kleinteiligen gründerzeitlichen Straßenzüge mehr und mehr aufgebrochen werden und verschwinden. Zumindest im Combahnviertel scheint diese Entwicklung jetzt gestoppt.


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    © VAP Vöhringer Architekten


    Jetzige Situation:

    Obere Wilhelmstr. 31-35

    ...und Gegenrichtung

    Es kommt wieder Bewegung in die Diskussion um die Zukunft des Stadthauses:

    wegen fehlender Abdichtungen haben Streusalze auf den Parkebenen im Untergeschoss des Gebäudes im Lauf der Jahrzehnte Beschädigungen an tragenden Betonstützen verursacht. Das ist das Ergebnis eines Gutachtens, das von der Stadt in Auftrag gegeben worden war, nachdem im Jahr 2019 bei Asphaltarbeiten in der Parkgarage Beschädigungen entdeckt worden waren und das jetzt vorliegt. Dadurch wird die statische Ertüchtigung der betroffenen Bauteile notwendig, die spätestens im Herbst 2023 abgeschlossen sein muss. Die Standsicherheit des Stadthauses ist nach Auskunft der Stadt aber nicht gefährdet.


    Um das genaue Ausmaß der Schäden feststellen zu können, muss die Bewehrung an den betroffenen Bauteilen freigelegt werden. Erwartet werden dabei auch Asbestfunde. Weil im Zuge der Ertüchtigung wahrscheinlich auch Versorgungsleitungen zurückgebaut werden müssen, werden Teile der Stadthaus-Türme A, B und C sowie das Dienstleistungszentrum bis zum Abschluss der Arbeiten nicht nutzbar sein. Rund 1.150 der ingesamt 1.500 Mitarbeiter im Stadthaus müssen deswegen ab Anfang 2023 in andere Liegenschaften ausweichen. Die Stadt muss sich jetzt darum kümmern, die notwendigen Flächen kurzfristig anzumieten (Anm.: viele Flächen in der notwendigen Größenordnung sind nicht am Markt, das ehemalige Telekom-Gebäude am Propsthof könnte passen).


    Neben der sofort notwendigen Ertüchtigung wird die Stadt gleichzeitig die Planung für die Generalsanierung der betroffenen Bauteile ausschreiben, die innerhalb von sechs Jahren abgeschlossen sein muss. Die Politik ist durch die neue Entwicklung also wahrscheinlich gezwungen zu entscheiden, ob sie das Stadthaus umfangreich sanieren lassen und langfristig weiter nutzen oder einen Umzug der Verwaltung in einen Neubau will. In der Diskussion als Standort für einen Neubau ist weiterhin das ehemalige Landesbehördenhaus an der B9 (Anm.: die Stadt könnte vielleicht Hauptmieter des dort in der Rahmenplanung vorgesehenen Hochhauses werden). Verschiedene Gutachten kamen in der Vergangenheit zum Schluss, dass ein Neubau zwar teurer wäre als die Sanierung des Stadthauses, aber auch effizienter im Betrieb und schneller umsetzbar. Vor einer Entscheidung der Politik muss die Verwaltung aber noch Zahlen liefern, z.Z. ist bspw. der künftige Raumbedarf noch unbekannt (Q).

    Neubau Bürohaus THE CORNER (Bornheimer Straße 151a)

    Die Stadt hat kürzlich den Bauantrag für ein neues Bürohaus auf dem spitz zulaufenden Eckgrundstück zwischen Am Propsthof, Bornheimer Straße und Dransdorfer Bach (Bornheimer Str. 151a) genehmigt (Quelle: Ratsinformationssystem). Auf dem Gelände befindet sich z.Z. ein Autohandel.


    Hier die genaue Lage (groß klickbar):

    Bild: https://abload.de/img/flurkarte_bornheimer1q7kma.png

    Flurkarte Bornheimer Str. 151a/ © Stadtplanungsamt Bonn


    Wer als Bauherr hinter dem Vorhaben steckt, geht aus der Verwaltungsvorlage nicht hervor. Das Grundstück gehört offenbar nicht dem Familienunternehmen Nonnen-Büscher ("Forum Bonn Nord"). Es wurde damals bei der Planung und Präsentation des "Forum Bonn Nord" aber mit einbezogen, wie z.B. hier im Vordergrund (4) zu sehen. Die Googlesuche zum jetzt geplanten Neubau fördert eine (nicht mehr aktive) Immobilienanzeige zu Tage. Demnach soll das neue Bürohaus "The Corner" heißen und im 3. Quartal 2023 bezugsfertig sein. Dass die Anzeige nicht mehr aktiv ist, könnte auf Vollvermietung hindeuten (vielleicht hat die BImA wieder zugeschlagen?). Im Erdgeschoss sind Stellflächen für Pkw und Fahrräder sowie eine Einzelhandelsfläche (ca. 260 m²) geplant, darüber Büros.


    Ein gemessen am Standort gefälliges Bauvorhaben, das zeigt, was auf dem nebenan gelegenen Areal (Mr. Wash) möglich gewesen wäre.



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    Ansicht Am Propsthof


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    Ansicht Bornheimer Straße


    Bild: https://abload.de/img/27585-lang3_grundriss3lk9i.jpg

    Grundriss (groß klickbar)/ © Larbig & Mortag Immobilien GmbH

    ^Das Parkhaus in der Quantiusstraße nähert sich offenbar seinem Abriss. Der Eigentümer, die GBI Holding, plant allerdings kein Hotel mehr an dieser Stelle. Stattdessen soll dort ein neues Parkhaus entstehen. Die Entwicklung dürfte dem aktuellen Corona-Thema geschuldet sein (Q GA+).

    Die Wallarkaden sind kurz vor Fertigstellung nach Mitteilung der MOMENI Gruppe nahezu voll vermietet. Zu den Büromietern gehören die Alpha Trains Europa GmbH, COLLECTION und WeWork sowie eine weltweit tätige Schweizer Personalberatung. Dazu kommen gastronomische Angebote (Bäckerei Heinemann, Stadtsalat) und der internationale Anbieter von Elektromobilität, Polestar, im EG (Q).