Steglitzer Kreisel

  • Dass das mit dem Inevstor nichts wird, war ja irgendwie abzusehen...Wär ja nicht das erste Projekt, das erst durch mehrere Investorenhände geht, bis es mal losgeht ;).
    Hm, der Rückbau des Sockels wär mir lieber, als der des Turms. Der ist auch nach der Sanierung noch hässlich. Aus dem Turm könnte man jedoch bestimmt noch was machen. Hellere Farbe, ein edleres Fassadenmaterial...Dann wärs zwar nicht mehr "der" Kreisel, aber trotzdem weiterhin ne Landmarke in Steglitz.

  • Wäre es im Rahmen der aktuell diskutierten Wohnungsbauinitiative nicht möglich den Kreisel zum Wohnturm umzubauen bevor man über einen etwaigen Rückbau nachdenkt?

  • Möglicher Verkauf des Steglitzer Kreisels

    Nach einem Bericht des Tagesspiegel geht der Steglitzer Kreisel möglicherweise in absehbarer Zeit in Privateigentum über. Ein nicht näher benannter Investor habe mit dem Senat und dem Eigentümer des Sockelgebäudes eine entsprechende Absichtserklärung zum Verkauf des verwaisten Turms unterzeichnet. Jener Investor habe nun vier Monate Zeit den Kaufpreis zu prüfen und die Finanzierung für die Entwicklung des Rohbaus (als solcher soll das Gebäude nach den inzwischen weitgehend abgeschlossenen Sanierungsarbeiten verkauft werden) sicherzustellen.

  • Sanierungsverzögerung?

    Einem Bericht der Berliner Zeitung zufolge droht sich die Asbestsanierung des Steglitzer Kreisels, die ja bis Mitte 2015 abgeschlossen sein soll(te), zu verzögern. Der Grund dafür ist der, dass ein Unternehmen, welches bei der Auftragsvergabe für die Sanierung leer ausgegangen ist, hiergegen Beschwerde bei der Vergabekammer eingelegt hat. Dadurch wird der Sanierungsauftrag, der eigentlich im Februar dieses Jahres hätte erteilt werden sollen, bis auf Weiteres blockiert.


    Sollte die bereits verlorene Zeit im Zuge der Sanierungsarbeiten nicht wieder aufgeholt werden können und es tatsächlich zu einer entsprechenden Bauverzögerung kommen, würde sich auch der bereits angeführte, mögliche Verkauf des Objekts (mindestens) verschieben.


    Eine gute Nachricht gibt es indes auch: Die Sanierung des Kreisels wird anscheinend wesentlich billiger als ursprünglich geplant. So werden sich die Kosten hierfür laut der Senatsverwaltung für Finanzen voraussichtlich von 31 auf 20 Millionen Euro verringern, wie im Übrigen auch der Tagesspiegel berichtet.

    Einmal editiert, zuletzt von Mosby87 () aus folgendem Grund: Link zum Artikel des Tagesspiegel ergänzt.

  • ^ Danke für die Info. Auch wenn es wahrscheinlich eh wieder nichts wird...


    Die Visualisierung sieht nicht schlecht aus, sehr transparent und gläsern... Aus dieser horizontelen "Flugzeugperspektive" ist es allerdings nur ein kleiner Ausschnitt, der wenig über die Gesamtwirkung des Gebäudes sagt.
    An die offenen umlaufende Balkone in ca. 100 m Höhe (s. Männeken ganz rechts) will ich auch nicht so recht glauben. Im Text steht was von Loggien. Wahrscheinlich ist es nur eine Dummy-Visualisierung.


    Die Bildunterschrift verbreitet zudem Skepsis "... wenn xy das Projekt tatsächlich realisiert ..."

  • Diese Überschrift/ Bildunterschrift verwundert umso mehr, wenn man den restlichen Artikel gelesen hat . . . sie passt eher zu den vorausgegangenen Flops (Investor aus Katar u.ä.).
    Der Inhalt der Meldung sagt recht sachlich, daß bis Jahresende ein Kaufpreis mit den beiden Kreiselbesitzern ausgehandelt sein muß und das jetzt bereits Bauvoranfrage beim Bezirk gestellt wurde, der sich positiv äußert. Also eher :daumen:

  • Ich finde Wohntürme prinzipiell schon interessant. Aber mir kommt unweigerlich der Gedanke, dass ein Wohnturm an dieser Stelle deplaziert ist. Ich bringe Wohntürme mit hochurbanen Gegenden in Verbindung, wo Wohntürme eine Art gefühlten Rückzugsort bilden, eine Funktion, die das "Haus im Grünen" auch innehält. Aber wer in Steglitz wohnt, hat doch bereits mit Steglitz ("im Grünen") einen Rückzugsort. Will man da wirklich noch in einem hochurban anfühlenden Wohnturm wohnen?


    Dieser Gedankengang ist natürlich sehr subjektiv.

  • ^ Der Turm ist ja schon da, er soll nur zu einem Wohnturm umgebaut werden.


    Ich kann mir schon vorstellen, dass es Leute attraktiv finden, mit so einer Aussicht zu wohnen. Und es ist ja nicht so, dass es sich bei Steglitz um eine Park- und Waldstadt handelt. Die Schloßstraße ist eine quirlige und urbane Geschäftsstraße, die Quartiere nördlich vom Kreisel sind relativ dicht mit Altbauten bebaut, im Süden mit 20er- und 30er Jahre Gebäuden, nur direkt westlich gibt es Villenvierten und den Bot. Garten. Klar, es ist nicht Mitte, Neukölln oder Friedrichshain, aber schon städtisch.

  • Aber mir kommt unweigerlich der Gedanke, dass ein Wohnturm an dieser Stelle deplaziert ist.


    Gerade an dieser Stelle - beste Verkehrsanbindung, beste Einkaufsmöglichkeiten - bietet sich ein Wohnturm an. Denn die möglicherweise fehlende Gartenfläche gleichen die Parks in der Umgebung aus, hast Du ja auch genannt das Argument.


    Für mich wäre es auch denkbar, entlang der Schloßstraße einige Wohn"türme" zu realisieren (natürlich mit entsprechendem Sockelgeschoss und Rücksprung des Turms).
    Der neu einstandene Sportcheck, oder auch das Gebäude in dem Tivola eingezogen ist, wäre so ein Bauplatz gewesen.

  • Steglitzer Kreisel wird wohl Wohnturm!

    Die CG-Gruppe hat einen "letter of intent" vorgelegt. Demnach wollen sie 190 Mio € investieren und auf 24.000m² Nutzfläche insgesamt 182 Wohneinheiten schaffen, die allesamt vermietet werden sollen. Dabei sollen sich die Mietpreise zwischen 9 und 25€ pro m² bewegen. Unten sollen so vor allem kleinere und günstigere Wohnungen entstehen, weiter oben immer größere und teurere. So soll es bis zu 300m² große Penthouse-Wohnungen mit freiem Blick bis auf den Fernsehturm geben. Auch der Sockelbereich soll Teil des Projekts sein, man wolle ein Projekt aus einem Guss. Man hat sich wohl schon mit beiden Eigentümern entsprechend verständigt. Die im Sockelbereich angesiedelten Nutzungen sollen aber offenbar trotzdem bestehen bleiben. Klingt alles nach einer optimalen Lösung. Die entscheidende Frage ist aber zunächst ob es diesmal auch wirklich auch so kommt. Immerhin ist man optimistisch endlich einen ernst zu nehmenden Investor am Verhandlungstisch zu haben. Bevor es baulich losgehen kann, ist aber in jedem Fall noch die Asbest-Sanierung abzuwarten die aktuell auf Kosten des Landes Berlin läuft und mehr als 30 Mio € verschlingen wird. Bis zum kommenden Jahreswechsel wolle man erst einmal die Verträge durch bekommen und nach Abschluss der Sanierung (voraussichtlich Anfang 2015) dann mit dem Umbau des Hochhauses beginnen. Es soll eine helle und freundliche Fassade geben. Der Umbau des Sockels kann wohl schon etwas früher losgehen. Für diesen hat man das Architekturbüro Fuchshuber (Berlin, Leipzig) gewonnen.


    Eine erste Visualisierung des Hochhauses gibt es auch schon:



    [INDENT]Copyright: CG-Gruppe[/INDENT]



    Quelle: http://www.immobilien-zeitung.…ruppe-will-kreisel-kaufen

  • Der "Startpreis" von 9 Euro ist im Vergleich bundesdeutscher Großstädte, und Berlin muss mal aufhören immer nur um eigenen Saft zu schmoren, wirklich günstig für eine außergewöhnliche Wohnung mit Neubaustandard, dazu bei kleinerer Quadratmeterzahl ja auch mit entsprechender darstellbarer Mietsumme. Gut finde ich, auch das obere Ende der Preisskala miteinzubeziehen, es muss endlich in Deutschland etabliert werden dass Wohnhochhäuser keine "Wohnghettos für Arme" sein müssen und dazu braucht es Vorzeigeprojekte. Wir vertun gigantische Chancen, weil seit den Erfahrungen der etwas uninspirierten Wohnburgen und Trabantenstädte der 70er und 80er Wohnhochhäuser ein sehr schlechtes Image haben.


    Durchaus nicht ganz zu unrecht, man hat sich im Detail all zu zweckmäßiger Architektur, Materialien etc. bedient und nicht einmal grundlegendste Gestaltungsprinzipien beachtet, so hat man z.B. unzählige "tote Winkel" in den langen, zumeist gedrungenen und dunklen, schlecht belüfteten und daher immer irgendwie miefigen Korridoren und Gemeinschaftsräumen geschaffen, die geradezu eine Einladung an Vandalen, Müllabladungen etc. waren.


    Die typische Wohnburg der 70er und 80er schaut ja in etwa so aus: triste schmutzig-graue Sichtbetonfassade, bestenfalls mit Farbanstrich in Beigetönen, eintöniges Fensterraster, wenn man das Grundstück betritt ist der Boden mit Kunststein (Betonpflastersteinen) in "Hundeknochenform" gepflastert, zur Linken oder Rechten ist der Mülltonnenabstellplatz in herausgehobener Stelle, stets sichtbar, gern auf drei Seiten eingefasst mit zweckmäßigen mannhohen Stahlbetonmauern, irgendwo stehen Teppichabklopf-Stangen die seit der Erfindung des Staubsaugers von niemand mehr benutzt wurden, vielleicht noch eine Tischtennisplatte aus Zement, die von Jugendlichen nur zum draufsitzen und "abhängen" benutzt werden weil der Ball darauf nicht ordentlich abprallt. Alles natürlich Originalzustand aus der Zeit der Erbauung.


    Dann kommt man zum zugigen Eingang, welcher aus einem riesigen Klingeltableu und einer schmalen Eingangstür, die genauso gut zu einem Mietshaus mit nur 4 Parteien gehören könnte, besteht um sogleich in einen schmalen spärlich beleuchteten Gang zu treten, irgendwo ist dann einer dieser Aufzüge, wo man die Außentür noch selbst öffnen muss, mit einem Fensterchen "Marke Lastenaufzug" mit im Glas eingelassenem Gitter als Splitterschutz, grob lackiert und voller Macken, dann steht man im düster beleuchteten muffigen Aufzug und denkt sich "Gott sei Dank muss ich hier nicht leben und bin nur zu Besuch" ;)


    An sowas denkt man in Deutschland zuerst, wenn man von Wohnhochhäusern hört.


    Wenn ich mir den Entwurf anschaue hat dieser damit rein gar nichts mehr zu tun. Vielversprechend.

  • Auch wenn sich erfahrungsgemäß ein Entwurf bei langer Entwicklungsphase bzw. Planungszeit
    verändern kann und daraus die Wahrscheinlichkeit nicht gering ist,
    ist der zu sehende Entwurf einer, der mir gefällt.


    Was die Mietpreis Staffelung anbelangt, ist es auch völlig normal,
    das man weiter unten weniger Zahlt als da wo man die bessere Aussicht haben kann.
    Die Mietpreise sind für Berliner Verhältnisse durchaus Vermietbar.
    (leider) normaler Entwicklung.

  • Nun berichten auch der Tagesspiegel und die Berliner Zeitung über die geplante Umgestaltung des Kreisels. Demnach kämen die Pläne der CG-Gruppe nicht zuletzt beim Bezirk Steglitz-Zehlendorf gut an, sodass sowohl das Bezirksamt als auch die BVV dem Projekt positiv gegenüber ständen.


    Beide Zeitungen berichten übrigens übereinstimmend, dass die Asbestsanierung das Land Berlin nicht mehr als 30, sondern weniger als 20 Millionen Euro kosten wird. Die Berliner Zeitung zeigt ferner eine weitere Visualisierung, welche den geplanten Wohnturm in Gänze abbildet.

  • ^ bzgl. der zweiten Visualisierung des ganzen Turms in der Berliner Zeitung:


    Sollte der Entwurf so umgesetzt werden, wird die Wirkung des Hochhauses eine ganz andere sein. Das Gebäude wirkt unruhiger durch die Wechsel und Versprünge der Balkone/Loggien und der Turm erscheint niedriger bzw. gestauchter als jetzt, da dann horizontale Elemente dominieren.


    Dennoch ist der Entwurf interessant und stellt eine angenehme Abwechslung dar zu den meist eher monotonen Hochhausgestaltungen, die in Berlin (und anderswo in D) gerne gebaut werden.


    Mal sehen, ob und wie es dann wirklich wird...

  • Es wird konkreter. Die CG-Gruppe weist die Revitalisierung des Kreisels nun als Projekt aus und hat auch einige neue Visualisierungen parat:







    (C) CG Wirtschaftsberatung GmbH & Co. KG


    Man erfährt u.a., dass der Umbau von März 2015 bis November 2017 erfolgen soll. 178 m€ werden investiert.

  • wow, cool! ich bin begeistert. jetzt noch ein paar hängende grünpflanzen von den balkonen. schön auch die vorspringenden einheiten.
    der sockel läßt allerdings fragen offen. besonders der ”wohnen bauteil b” zur stadtautobahn hin.

  • Also mir gefällt's auch. Der Turm ist schick, den Sockelbau empfinde ich zumindest nicht als Verschlechterung. Aber auf der Visualisierung wirkt er auf mich fast schon etwas...ländlich, also jedenfalls weniger urban als der Staus Quo.


    Aber ich bin gespannt, obs dieses Mal was ernstes wird!

  • Der Entwurf für den Turm gefällt mir ausgesprochen gut. Die Fassade ist mE durch die vielen Vor- und Rücksprünge abwechslungsreich und zugleich doch auch harmonisch - weil eben etwas mit der Fassade gespielt aber nicht übertrieben wird. Zumindest auf den Visualisierungen sieht das Ganze auch sehr hell und wertig aus. Wenn der Turm wirklich so umgesetzt wird, wäre das mE ein immens wichtiger Beitrag um in Berlin eine neue Qualität für Wohntürme zu etablieren und somit hoffentlich auch eine höhere Akzeptanz und höhere architektonische Ansprüche für künftige Projekte dieser Art (Accromex an der Spree, Alexanderplatz und wer weiß wo noch) zu schaffen. Gespannt bin ich auch auf den kleineren Turm Living Bauhaus oder wie das Ding noch mal heißt. Wobei der mE bei weitem nicht an den Entwurf für den Kreisel rankommt. Bisher ist der IDEAL-Wohnturm in der Gropiusstadt ja mein liebstes Beispiel in der Stadt dafür wie ein moderner Wohnturm aussehen kann bzw. sollte. Das Baujahr dieses Turmes sagt aber alles darüber wie wenig sich in meinen Augen seither bei der Baukultur solcher Projekte getan hat...


    Was den Sockel angeht bin ich jetzt auch nicht gerade euphorisch, aber damit leben kann ich allemal. Er erscheint im Kontrast zum Turm wirklich sehr nüchtern und schlicht, aber mE auch nicht hässlich oder allzu monoton. Immerhin gibt es verschiedene Farben und Strukturen/ Materialien und auch hier einige Vor- und Rücksprünge. So ordnet er sich mE zwar dennoch optisch klar dem Turm unter ohne starke eigene Akzente zu setzen, aber auch ohne zu stören. Zudem sind hier die Funktionen ja klar vorgegeben und wichtig ist mE auch, dass dort überhaupt einige einfache und erschwingliche Wohnungen geboten werden können. Auch preislich ist er ja sozusagen der Sockel für die grob gesprochen proportional zur Höhe des Turms ansteigenden Mietpreise.