Beiträge von mkwiteaux

    ^^
    Mir geht es ähnlich. Beim Entwurf bin ich hin und hergerissen. Allerdings hoffe ich, dass er als neue Landmarke funktioniert. Alle sonstigen Bauten die in der Umgebung entstanden sind "nehmen Bezug" auf die Bestandsbebauung und die ist ja ziemlich mäßig und vor allem lieblos. Mit dem Hines Turm gibt es eventuell eine neue Bezugnahme, die eine andere Formensprache hervorbringt.


    (Außer das Alexa. Das funktioniert nicht als architektonische Referenz, da viele es als peinlich empfinden und daher nicht Bezug darauf nehmen.)

    Zu den Grundstücken an der Holzmarktstraße ab Jannowitzbrücke bis zum sogenannten Eckwerk gibt es Neuigkeiten:
    https://www.tagesspiegel.de/be…gen-geplant/22646434.html
    Bürogebäude mit großzügiger EG-Benutzung und öffentlicher Bereiche.


    Es gibt auch einen "Testentwurf" von Alvarez&Schepers:
    http://www.gfb-berlin.de/de/pr…ktauswahl/jannowitzcenter


    Hier wird offenbar auch das "Eckwerk" bebaut.


    Turm gefällt mir, auch wenn es nur ein Testentwurf ist. Dennoch finde ich so einzeln und nicht angebundene Türme immer ein bisschen seltsam. Es lässt mich an Gewerbeparks denken.

    Vernünftig. Gerade. Sauber. Ordentlich.



    Irgendwann werden wir an der Lieblosigkeit unserer Umgebung zugrunde gehen. Kein Wunder, dass sich alle nach einem Häuschen im Grünen sehen, wenn man solche Städte baut.

    Toll finde ich die Begründung des zweitplatzierten -> nicht zeitgenössisch genug. :lach::lach::lach::lach:


    Fand das auch etwas seltsam. Für mich ist der zweitplatzierte Entwurf der Zeitgenössischste. Gerade im Hinblick auf das Produktdesign der letzten Jahre (HiFi, Notebooks, Smartphones, etc...) gibt es schon seit längerem eine Entwicklung die sich von sogenannter "Sachlichkeit" wegentwickelt. Wo zB Rundungen auf eine nicht-nostalgische Weise geformt werden und plastische Elemente sehr progressiv designed werden.
    So empfinde ich auch den zweitplatzierten Entwurf sehr elegant und modern. Das Upper West ist auch ein lokales, gutes Beispiel.


    Ich habe schon länger den Eindruck, dass in etablierten Architekturkreisen (die besetzen in der Regel doch Jurys, oder?) noch eine eher konservative Anschauung vorherrscht. Was vielleicht auch an der zwangsweise langsameren Entwicklung von Gebäuden und Bauafträgen liegen kann.
    Gab es für das Upper West eigentlich eine Jury? Oder wurde das vom (privaten) Bauträger entschieden?

    Wirklich toller Entwurf. Aber von _Plan_ kann man hier wohl nicht reden. Wenn ich es richtig interpretiere, ist es schlichtweg eine Idee bzw. wird auf der Seite von einer "competition / book publication" gesprochen. Aber gab es überhaupt schon einen Wettbewerb? Hier im Forum konnte ich dazu nichts finden.

    Ohne politischen Willen ist ein Stadion-Neubau für die Hertha in der Stadt nicht machbar, außerhalb der Stadt in Ludwigsfelde könnten Fans und Investoren (schlechtere Vermarkbarkeit) auf die Barrikaden gehen. Ich sehe hier eher die Hertha in der schlechteren Verhandlungsposition.


    Du meinst nicht, dass der Senat den Wegzug eines 100-Milionen-Umsatz Unternehmes verhindern möchte?
    Sollte sich der Denkmalschutz am Oly nicht bewegen (was gut möglich ist, da politisch unabhängig), kann ich mir schlecht vorstellen, dass der Senat nicht über Alternativen nachdenken will.
    Aber vielleicht bin ich auch zu optimistisch.


    Arsenal-Bsp.: Platztechnisch ist das rund ums Emirates schon sehr eng. Bei Pflichtspielen platzt der öffentliche Raum ums Stadion aus allen Nähten.


    Das betrifft aber so gut wie alle Stadien in England und auch in Spanien. Wenn man es kennt, ist es nicht so schlimm wie man es vorher befürchtet ;)
    Was beim Heraufbeschworen von Angstbildern auch oft vergessen wird: es geht hier um 17 Veranstaltungen pro Jahr.


    Hat sie das? Finanzierungszusagen gibt es auch schon? Abwarten...


    Werner Gegenbauer sagte wörtlich: Wie auch immer die Lösung aussieht, ab 2025 wird Hertha nicht mehr im Olympiastadion spielen.

    Oh, Bato, dein Post vom letzen Jahr ist mir tatsächlich entgangen. Dabei wirft er interessante Fragen auf.



    1. Das Areal ist das Gegenteil von "Grüner Wiese". Für einen Stadionneubau + zugehöriger Infrastruktur müssten bauliche Anlagen und vor allem ein nicht unbeträchtlicher Bestand an Bäumen abgerissen werden.


    Dass es eben _nicht_ grüne Wiese, sondern in einem städtischeren Umfeld liegt (siehe Stadien im Rest Europas) finde ich eher gut.



    2. Der WSS genießt eine hohe Beliebtheit seitens der Bevölkerung. Der Aufschrei wäre groß würde er wegfallen. Außerdem werden die Sportanlagen rege genutzt (u.a. von Tasmania).


    Wenn es politischen Willen gibt, wird dafür Ausgleich geschaffen werden.
    Klar, das ist eine Herausforderung, aber wenn die Politik (Sprich: Senat oder politische Entscheidungsträger) aktiv die Stadt gestalten will und ein attraktives Stadion in einem gemischten Umfeld schaffen will, dann wird es dafür Wege geben. Mit Kompromissen, aber das ist eben Politik.
    Traut sich das die Politik nicht zu und will lieber Zersiedelung und ein Stadion mit Autobahnanschluss auf der grünen Wiese, dann wird das die Lösung sein. Zeugt für mich aber eher von fehlendem politischen Gestaltungswillen.



    3. Das Gelände gehört dem Land Berlin. Dieses hat jedoch ein Interesse an einer hohen Auslastung des Oly. Der Kaufpreis müsste dann schon verlockend hoch ausfallen um einen Verkauf schmackhaft zu machen.


    Das hat sich mittlerweile ein bisschen erübrigt, da sich Hertha jetzt auf den Auszug festgelegt hat.



    4. Die ÖPNV-Anbindung ist suboptimal. Die Fanschaften müssten alle über den S+U-Bahnhof Hermannstraße anreisen und würden dann durch die Emser oder die Siegfriedstraße zum Stadion ziehen. Da sind Anwohnerproteste vorprogrammiert. Und der Sicherheitsaspekt ist hierbei auch nicht zu unterschätzen; Stichwort Fanausschreitungen in enger Wohnbebauung.


    Das ist aus meiner Sicht die größte Herausforderung. Mögliche Lösungen wären ein breiter (neu zu bauender) Weg im (oder am) Sbahngraben. Oder eine neue S-bahnhaltestelle zwischen Tempelhof und Herrmannstraße.
    Beides ist eine Herausforderung weil sich die Stadt (oder eben Dritte) an den Kosten beteiligen müssten bzw es zu Extrakosten kommt, die Hertha vermutlich nicht tragen kann.


    Einen extra Bahnhof könnte man eventuell aber so bauen, dass er genau zwischen den beiden bestehenden Bahnhöfen liegt und somit verkehrstechnisch einigermaßen Sinn macht und im normalen Leben auch als Parkzugangsbahnhof verwendet werden kann. Wie realistisch das ist und ob es funktionieren würde, müsste man natürlich eruieren. Ist nur eine Idee.



    5. Größe - für ein Fußballstadion mit einer Kapazität von mind. 50.000 Zuschauern + Infrastruktur erscheint mir das Areal fast schon zu klein. Ausbaupotentiale wären kaum vorhanden.


    Findest du? Ich stelle mal das Arsenal Stadium (61.000 Zuschauer) und den WSS in direktem Vergleich:
    AS: https://www.google.de/maps/pla…!3d51.5548885!4d-0.108438
    WSS: https://www.google.de/maps/@52…182679,358m/data=!3m1!1e3


    Man könnte sogar noch die Eisporthalle weiter betreiben.

    Es ist allerdings eher eine Frage des politischen Willens und der Mentalität.


    Dass Stadien nicht unbedingt Parkplätze und eine effiziente Verkehrsanbindung brauchen, zeigen die Premium-Stadien in anderen Städten, die sich mitten in der Stadt befinden und meist nur über einen normalen Ubahnhof erschlossen sind. Ich weiß nicht wie sie es lösen, aber es geht. Offenbar so gut, dass Erweiterungen der Kapazitäten geplant sind und nicht Umzüge auf die grüne Wiese. Siehe Luftaufnahmen, in was für einem Gebiet andere Stadien liegen. Wohngebiete, dichte Stadt und keine Parkplätze.
    So wie sich Stadt eben gehört: ein Nebeneinander von Nutzungen.


    Real Madrid, 81.000 Zuschauer: https://www.google.de/maps/pla…3d40.4530541!4d-3.6883445
    Barcelona 99.000 Zuschauer: https://www.google.de/maps/pla…2!3d41.380896!4d2.1228198
    Arsenal (London), 60.000 Zuschauer: https://www.google.de/maps/pla…!3d51.5548885!4d-0.108438
    Chelsea (London), 41.000, wird erweitert auf 70: https://www.google.de/maps/pla…2!3d51.481667!4d-0.190833
    Liverpool, 54.000 Zuschauer: https://www.google.de/maps/pla…2!3d53.430833!4d-2.960833



    Zum Vergleich, meine beiden (Traum-)Favoriten, für Berlin:
    Poststadion: https://www.google.de/maps/pla…0!8m2!3d52.53!4d13.359444
    Jahnstadion: https://www.google.de/maps/pla…2!3d52.543056!4d13.405278

    Holm ist in der Tat eine sehr spannende Personalie.


    Er kann es jetzt richtig gut machen zB wie in seinen Schriften oft gefordert, den kommunalen Wohnungsbau radikal ausbauen (nicht nur den sozialen Wohnungsbau) und ein paar wegweisende Grundlagen legen wie Entmischung fördern (wie auch immer das in der Praxis umgesetzt werden mag).


    Andererseits pflegt Holm auch sehr schwarzweiße Feindbilder, ich hoffe nicht, dass es jetzt mit Eingentümerschikane losgeht.

    Riegel sind meines Erachtens ohnehin der Tod für jegliche Art von Fußgängerleben.


    Das Problem ist hier weniger die Architektur als die Stadtplanung, die die Traufhöhe künstlich begrenzt und damit die BGF in die Breite gezogen werden muss.


    Den Archtitekten kann man natürlich Phantasielosigkeit vorwerfen (sollte man auch), das liegt halt im Architekturduktus, dass man einem Haus, das eine Einheit sein soll, nicht künstlich Kleinteiligkeit hineinmogeln will. Gilt als schlechter Stil.

    Nein, ich glaube nicht, dass es hier um das Image geht.
    Hier geht es darum eine soziale Mischung zu erhalten bzw. zu schaffen.


    Aus meiner Sicht gute Stadtplanung, wenn man Bannmeilen bzw. Sozialghettos verhindern will (und später die Kosten bei Kriminalitätsbekämpfung etc auszugeben).
    Das muss nicht ideologisch sein. Eher schon idealistisch (das ist ein großer Unterschied).
    Und auf die Kosten bezogen auch schlichtweg pragmatisch.

    Auch meine erste Reaktion war: enttäuschend.


    Mittlerweile kann ich dem Bau einige positiven Seiten abgewinnen. Ich fürchtete, dass die Wahl auf "Duckmäuschenarchitektur" entfallen wird, also Architektur die sich "zurückhalten" soll oder "harmonisch einfügen" (siehe Schinkelplatz, etc). Gerade am Kulturforum wo die zwei (ok, drei) Solitäre herumstehen vor denen Fachleute ständig in die Knie gehen.
    Dieser Bau kommt sehr selbstbewusst daher. Zum einen weil er etwas plump wirkt, aber auch weil er in seiner Einfachheit und durch dieses relativ lustige Satteldach-Feature tatsächlich Größe hat.


    Was mich dennoch stört: in dieser seltsamen Senke hinterm Potsdamer Platz, zwischen Tiergarten und den Gründerzeitvierteln wirkt es wie ein Baumarkt. Zum einen optisch, aber auch diese gefühlte Zugigkeit.
    Eine Lösung mit der ich gut hätte leben können, wenn das Haus in dieser Form, aber höher und schmaler wäre. Doppelt so hoch, dafür halb so lang. Also mehr im Stile eines angedeuteten Reihenhäuschens als ein Baumarkt. Was fast schon als parodisierendes Zitat durchgehen könnte.
    Aber ich vermute hier waren die Vorgaben des Stadtplanungswettbewerbes ausschlaggebend.

    Frau Lüscher hat eine seltsame Ausgangslage. Wenn Berlin eine Sache nicht auszeichnet und auch nie ausgezeichnet hat, dann ist es Nüchternheit.
    Berlin ist permanente Aufgeregtheit. Ich verstehe auch nicht auf welche Wohngebäude sie sich bei dieser Argumentation bezieht.


    Ich kann ihrer Argumentation durchaus folgen, dennoch finde ich, dass "laute" Ästhetik auch sichtbar sein soll wenn sie aus Vermarktungsgründen laut sein will. Dies zu unterbinden ist wiederum Geschmackspolizei. Mehr noch als Stimmann (in umgekehrter Form) es je parktiziert hat. Aber der Vorwurf der Geschmackspolizei an ihre Adresse ist ja nicht neu.


    Den letzten Absatz finde ich gut. Wie sie über Verdichtung bei gleichzeitiger Lebbarkeit denkt. Aber alles in allem ist sie sehr konservativ geprägt.