Berliner Stadtverkehr (Straße, Bus, Bahn, Wasserwege, Gebäude)

  • ICE-„Boxenstopp“ Berlin-Schönholz

    Schon seit mehreren Jahren plant die DB eine Abstell- und Serviceanlage für ICE-Züge an der Bezirksgrenze zwischen Reinickendorf und Pankow, auf der Fläche des ehem. Güterbahnhofs Berlin-Schönholz. Lage siehe DAF-Karte.


    Insgesamt sollen acht Gleise gelegt werden, davon zwei Service- bzw. Behandlungsgleise, auf denen kleinere Reparatur-, Wartungs und Versorgungsarbeiten stattfinden können. Die anderen sechs Gleise dienen der Zugabstellung. Bereits 2026 soll das Ganze fertig sein.


    Parallel dazu sollen ab diesem Jahr sukzessive vier Bahnbrücken neu gebaut werden: Über die Wollankstraße, Provinzstraße-, Klemkestraße und Kopenhagener Straße. Der S-Bf. Wollankstraße soll dabei einen weiteren Ausgang bekommen. Zudem soll die Durchfahrtshöhe unterhalb der Bahnbrücke erhöht werden, um hier später eine Straßenbahnstrecke zu ermöglichen, die den Bus M27 ersetzen soll. Lärmschutzwände werden natürlich auch errichtet. Die Brückeneubauten werden vrsl. erst 2028 fertiggestellt werden.


    Da es in Kürze mit den ersten Arbeiten losgehen soll, gibt es nun die üblichen Anwohnerproteste, die Lärm und massive Baumfällungen befürchten.

    Von der DB gibt es auch zwei Visus:


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    © DB AG

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    © DB AG


    Auf dieser Seite können der aktuelle und der künftige Zustand des Areals per Schieberegler verglichen werden.

  • ^ danke für den tollen Beitrag 😃 bzw. auch ein Sehr schöne Nachricht der DB. Wie man auf der Skizze sieht, könnte die zukünftige Verbindung des NEB Bahn von : Wilhelmsruh bis nach Gesundbrunnen Eingleisig sein bzw Werden.

    Durch diesen Projekt, kann man den Betriebsbahnhof Rummelsburg etwas entlasten ( neue Kernanlage des Norden Berlin bzw Fernbahnhof Endhaltestelle Gesundbrunnen nach Schönholz )


    Man könnte fast sagen das dieses Projekt bisschen an : Betriebsbahnhof Rummelsburg erinnert. Es währe auch nicht schlecht, wenn die DB ein Betriebshof bauen würde an der ehemalige Grenze der Berliner Mauer zwischen: Pankow & Reinickendorf . Klar hätte man mehr Platz gebraucht. Aber besser als nix dieses zwischen Stopp bzw "Boxenstopp" .


    Freue mich, wenn es hier Los geht & es fertig wird.

  • ^ & ^^ ICE-„Boxenstopp“ Berlin-Schönholz


    Wie Backstein diese Woche das Projekt hier vorgestellt hat, habe ich mal ein Blick heute gemacht am S-Bahnhof: Schönholz & S-Bhf Wollankstraße


    Am Bhf : Schönholz haben die ersten Baumaßnahmen begonnen. Auch am S Bhf Wollankstraße müssen Bäumen ( leider) weichen für das Projekt. Hier Paar Bilder von heute.


    © Johannes_9065


    Blick von S- Bhf Schönholz ⬇️

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    ⬇️ Blick aus der fahrenden s Bahn

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    &

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    & ( Hier ist das Ende des zukünftigen Boxenstop ⬇️

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    ⬇️ Hier S- Bhf Wollankstraße . Hier müssen Bäumen Platz machen für das Projekt.

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    ⬇️ Das ehemalige ( Mauerstreifen / Pankow/ Wedding)

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    &

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    Hier müssen die Fahrräder weg, sonst ist die DB " gezwungen" die zu entfernen. ( Wollankstraße)

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    ⬇️ Bah Info am Bhf: Wollankstraße

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  • Wiederaufbau Stammstrecke Heidekrautbahn Basdorf - Wilhelmsruh (- Gesundbrunnen)


    Seit den letzen Update hat sich wenig getan bzw. Seit längeren Zeit wird hier nicht mehr weiter gearbeitet oder vlt ehr sehr wenig. Bäumen wurden gefällt für den zukünftigen neuen Regional Bahnstieg - Wilhelmsruh. Hoffentlich geht's dieses Jahr weiter. Baubeginn war Dezember 2020.


    Info über dieses Projekt ( PDF Datei)


    Zuletzt hier.


    © Johannes_9065 ( gestern)


    Info Tafel

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    & Ein / Ausgang ⬇️

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    ⬇️ Von S- Bhf Wilhelmsruh

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    ⬇️ Blick von unten. Hier soll der neue Bahnhof entstehen. ( Hinten)

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  • Rückbau Autobahnbrücke Breitenbachplatz im Sommer 2024

    Zuletzt hier ff.


    Diesen Sommer soll der Rückbau der beiden Brücken über den Breitenbachplatz beginnen und Ende des Jahres abgeschlossen sein. Das berichtet die Berliner Woche. Der Abriss wurde schon vor über drei Jahren beschlossen, bisher gab es aber noch keinen Termin.


    Der Autobahntunnel Schlangenbader Straße hingegen soll bekanntlich saniert und dann wieder geöffnet werden, wofür 32,5 Mio. € bereitstehen. Ob das am Ende reicht, ist aber fraglich. Daher kann auch kein Zeitrahmen genannt werden. Allein die Schadstoffsanierung und Erneuerung der Überbauung wird wohl rund vier Jahre dauern.

  • Verlängerung der Autobahn A100

    Wie die Berliner Zeitung heute berichtet hat, droht es zur einer Verlängerung der Eröffnung des Projekt. Die End / Ausfahrt Zum Treptower Park könnte Erst 2025 eröffnet werden. Für ein Weiterbau des Projekts gebe es eine Idee, ein Tunnel zu bauen unter der Spree.

    Währenddessen befassen sich Planer mit dem 17. Bauabschnitt nach Friedrichshain und Lichtenberg. Sie gilt als Deutschland teuerste Autobahnprojekt. Über 635 Mio Euro wurden schon ausgegeben. Das gesamte Projekt Soll auf 720 Mio Euro werden. Ich glaube, dass es teuerer wird und es noch vlt man länger braucht als sonst. Warten wir ab . Leider gehört er eins zu Berlin " pannen " Baustellen.


    Mehr Info über dieses Projekt/ Ziel bzw auch der Verlängerung das Jahr : 2040-2050


    Zuletzt hier. ( ?)


    A100 in Berlin droht Verzögerung: Warum das gut für die Stadt wäre

  • Mal wieder zu meinem neuen "Lieblingsprojekt" Bhf Schöneweide (zuletzt hier). Inzwischen habe ich noch einige interessante alte und neue Quellen hierzu entdeckt.


    1. Die gute alte Deutsche Bahn selbst:

    Die DB hat auf ihrem YouTube-Kanal "Bauinfo-Portal" einige Zeitraffer-Aufnahmen von den Bauarbeiten hochgeladen. Zumindest in der Form hat es fast schon etwas Befriedigendes, dem Baufortschritt zuzusehen: Part 1: 02/19-12/20, Part 2: 01/21-11/21, Part 3: 1/22-12/22 und Part 4: 01/23-10/23 sowie als Bonus der "Einhub" der einzigartigen, temporären Fahrstühle (im letzten regulären Video sind auch schon die modernen Nachfolger zu sehen).


    Lesenswert mE auch die Prosa zu den Bauzielen: In den ersten Jahren war noch von einer Frischekur und einem verbesserten Ambiente die Rede. Mit der nervraubenden Zeit hat man es dann für die letzten beiden Updates (beide vor 1 Monat hochgeladen) doch noch etwas aufgewertet: Der Bahnhof sei "in seinem letzten baulichen Zustand" über 100 Jahre genutzt worden und werde daher nun für die heutigen Anforderungen modernisiert. Damit wird doch gleich mal ein Jahrhundertprojekt daraus, was sich immerhin mit den gefühlten Eindrücken zu den Bauarbeiten vor Ort deckt.

    An den konkreten Maßnahmen hat sich in den nunmehr bald 5 Jahren aber nichts verändert: Neue Aufzüge und Fahrtreppen für barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen sowie auch erneuerte Treppenanlagen und eine neue Personenunterführung. Zudem neue Bahnsteige mit Dächern und Sitzgelegenheiten.

    Dazu kommt natürlich BVG-seitig noch u.a. die neue Gleisführung bei den Trams und die entsprechende Verlegung sowie Neugestaltung der Halte- und Wartebereiche für Trams und Busse.


    2. Private Bau-Doku:

    Wer Zeit und Leidenschaft für solche Bauprozesse mitbringt und zudem ggf. die Berliner Schnauze liebt, findet übrigens einen weiteren YouTube-Kanal eines privaten Bahnliebhabers. Von 06/22 bis 12/23 gibt es dort stolze 14 Updates mit sehr vielen Details auch in den Videobeschreibungen. Falls jemand Lust hat zum schnellen Durchklicken: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13 und 14. Für mich hatte es auch leicht nostalgischen Wert, da ich mich zuletzt beim Ostkreuz länger und detaillierter mit einem Bahnhofsprojekt beschäftigt hatte (inzwischen ist der Bahnhof ja längst Teil des Alltags) und es zur eigenen Überraschung doch zunehmend spannend finde.


    3. Presse-Update:

    Im Tagesspiegel-Newsletter zu Treptow-Köpenick (bekommt man leider nur im Mail-Abo, daher kein Link) gab es gestern auch eine frische Zusammenfassung der Fortschritte:


    - Im DB-Bereich läuft jetzt wohl alles nach Plan und man will "die Hauptarbeiten" im April 2024 abschließen. Aktuell werde der Zugang auf der Johannisthaler Seite errichtet und bei der Fußgängerunterführung ist man nun mit Wandverkleidung und Beleuchtung beschäftigt. Ansonsten bereitet man die Inbetriebnahme der neuen Aufzüge vor, womit die temporären Aufzüge dann Geschichte wären.

    - Bei der BVG hatte man aufgrund der frostigen Temperaturen erneut Verzögerungen, ist aber auch zunehmend auf der Zielgeraden. Aktuell legt man Gleise an der neuen Gleisschleife und arbeitet an einer barrierefreien Überquerung der Schleife in Richtung Personenunterführung. Damit will man bis Sommer 2024 fertig werden. Die Gleisarbeiten im Bereich Michael-Brückner Straße/Brückenstraße sowie am Sterndamm sollen dann im 3. Quartal 2024 beendet werden.

    - Das Bezirksamt plant indessen weiter die Gestaltung des Vorplatzes. Das neue Freiraumkonzept, das Bürgerbeteiligung und Stadtplanungsbüros erarbeitet wurde, soll übermorgen der Öffentlichkeit vorgestellt werden.


    Ansonsten hatte ich noch irgendwo aufgeschnappt, dass der alte Fußgängertunnel wohl doch zugeschüttet werden solle (verkehrt wäre es sicher nicht, auch wenn man dann eine andere Lösung für die Obdachlosen finden muss).

  • Von mir bisher unbemerkt, scheint es als hätte der traurige Zustand eines der schönsten U-Bahnhöfe in Mitte, seit dem ersten dieses Jahres endlich ein Ende.


    Der Ubahnhof Klosterstrasse aus dem Jahre 1913, wird wohl gegenwärtig restauriert.


    Die Schmuckfliesen sind bereits alle abgenommen und der Gleisabschnitt gleicht momentan eher einem Bergwerkstollen.


    Ich bin gespannt wie lange es dauern wird, die alte intakte Herrlichkeit Grenanders wiederherzustellen - der Anblick der denkmalgeschützten Station war über Jahre äußerst erbärmlich.

    Man kann hier wohl nur mutmaßen was der Grund für das äußerst lange aussitzen des desolaten Zustandes war und wie es so weit kommen konnte.

  • ^

    Da es sich bei der U-Bahn Station Klosterstraße um ein Baudenkmal handelt, wird die Wiederherstellung des Ursprungszustands mit den charakteristischen Fliesen und Leuchten verpflichtend sein. Eine Verunstaltung, wie man sie in anderen Bahnhöfen gesehen hat, die nicht unter Schutz stehen, muss man also nicht befürchten.

  • Ich finde den Bahnhof von der Farbe/ Beleuchtung einzigartig irgendwie.

    Johannes meint möglicherweise die gelbliche Natriumdampfbeleuchtung. Dass die wiederkehrt ist unwahrscheinlich, da auch denkmalgeschützte Bahnhöfe auf LEDs umgerüstet wurden. Vermutlich gab es im Originalzustand auch keine derart gelbstichigen Lichtquellen.

  • BHF Schöneweide bzw. Umbau des Vorplatz der BVG/ Straßenbahn


    Wie die BZ heute berichtet hat, gibt es neue Plänen über den Verlauf der Straßenbahn.

    Seit längeren ist eine große Baustelle auf der Straße sowie Demnächst fertigen Bhf.


    Aktuell verläuft die Straßenbahn Haltestelle/ Verlauf über die Michel- Brückner- Straße ( B96) dann der Kreuzung Sterndamm.


    Bei den neuen Verlauf wird die dann nicht mehr da fahren sondern über / unter der andere Seite/ Straße: Südostallee dann weiter wie beim alten Verlauf über der Sterndamm Richtung: Johannisthal.

    Somit hat man Platz für Gehweg und Autos an der : Michael - Brückner- Straße wo aktuell neben an die Straßenbahn Haltestelle Ist.


    Hier habe ich mal eine Skizze gemacht den Verlauf grün das zukünftige und das Rote fällt dann Weg.⬇️

    Skizze ( rot aktuelle) & der neue Verlauf


    Somit bekommt der Bahnhof ein neues sauberen Vorplatz.

    Neue Bäumen werden gepflanzt . Der dunkle Fußgängertunnel unter der Michael-Brückner-Straße wird schrittweise zurückgebaut.

    Vorbereitungen wurde begonnen aber wann genau das Projekt fertig ist das weiß die DB & Bezirksamt nicht.


    Zuletzt hier ( letztes Bild)


    Wie es Aussehen Soll ⬇️

    Neue Pläne für S-Bahnhof Schöneweide

    4 Mal editiert, zuletzt von Johannes_9065 () aus folgendem Grund: Etwas hinzufügt ( Skizze)

  • Neue Fußgänger & Radweg Brücke an der Adlergestell.


    Zuletzt hier


    Am 27. Januar 2024 wurde die Brücke ( die aus Baden Württemberg hergestellt wurde) gebaut die die 2 Ortsteile: Johannisthal & Adlershof verbindet. Ihre Länge beträgt 74 Meter. Die Fertigstellung soll ca in Herbst dieses Jahres sein.

    Mit der Fertigstellung rechnet die Wista Gmbh im dritten Quartal 2024. Da noch Restarbeiten stattfinden.

    Die Brücke ist ein Teil des überregionalen Fuß-und Radwegenetzes und des Grünzugs zwischen den Naherholungsgebieten Landschaftspark Johannisthal im Süden und Köllnische Heide auf der Adlershofer Seite im Norden. Ihre Besonderheit ist das erste Kreuzungsbauwerk dieser Größenordnung in Berlin, das aus Aluminium besteht.

    Seit 2022 begann man mit der Vorbereitung der Brücke. > Karte


    Hier ein Blick wie die Brücke aussieht. ⬇️ ( Link)

    ( Quelle Berliner Woche) & Bilder von Wista GmbH


    ERSTE GROSSE BRÜCKE AUS ALUMINIU Neuer Fuß- und Radweg verbindet ab Herbst zwei Ortsteile



  • Zentraler Omnibus-Bahnhof (ZOB), neues Abfertigungsgebäude

    Zuletzt hier


    Das neue Abfertigungsgebäude nähert sich der Inbetriebnahme. Die überwiegend verglaste Fassade wurde mittlerweile komplett fertiggestellt. Zur Masurenalle hin werden zurzeit die Außenanlagen und die Vorfahrt angelegt:


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    Der Zugang von der Soorstraße über eine neue Treppe ist nun nutzbar:


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    Das Vorfeld des Terminalgebäudes zu den Bussteigen ist ebenfalls fertiggestellt und freigegeben. Dadurch ist der ganze Bereich wieder übersichtlicher und großzügiger, die baubedingten Sperrungen sind passé:


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    Zwei Eindrücke vom Inneren des Terminalgebäudes. Der Innenausbau muss noch abgeschlossen werden:


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    Nochmal das Vorfeld zu den Bussteigen:


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    In das neue Kontrollgebäude am Messdamm ist ebenfalls fertig. Das kulinarische Highlight wird ein kombinierter Döner-China-Coffeeshop, der aber noch nicht eröffnet hat:


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    Insgesamt gefällt mir das Ganze trotz einiger Mängel ganz gut, vor allem die Großzügigkeit und Übersichtlichkeit der Bussteigbereiche und die Tatsache, dass man zu allen Bussteigen regengeschützt gelangt. Ein kleines Manko sind in der Tat die schlichten Knickbleche der Dachkonstruktion, die nicht besonders hochwertig aussehen und auch nicht optimal verarbeitet wurden. Eine erste Delle habe ich auch schon bemerkt. Dennoch überwiegt für mich der positive Eindruck.

  • Backstein Auch ich finde es überwiegend ansprechend. Jedenfalls kein Vergleich zum früheren Erscheinungsbild. Mich stören nicht einmal die eher schlichten Bleche. Nur beim Farbkonzept hätte man mE deutlich mehr Mut beweisen dürfen. Das spricht mich in der Form überhaupt nicht an (sicher keine Katastrophe aber mE doch mindestens eine verpasste Chance). Selbst noch bei den farblich dezent abgesetzten "Blättern" hat man nur die Seitenkanten grün gestaltet, aber nicht die Unterseiten. Das erschließt sich mir jetzt auch nicht gerade. Und beim Kasten hätte ich die nicht verglasten Fassaden entweder bunter gestrichen/lackiert oder sogar metallisch verkleidet und dann im cleanen Look von matt gebürstetem Alu/Stahl gestaltet. Das hätte was her gemacht (gerade wenn man morgens oder abends bei Sonnenauf- bzw. - untergang ankommt oder abfährt) und thematisch hätte es gut zu einem Busbahnhof gepasst.


    Man darf aber auch nicht vergessen, dass Fernbusse eben kein Premium-Produkt sind. Eine gläserne Kathedrale wie beim Hauptbahnhof oder Flughafen war da nicht zu erwarten. Vielleicht kann man es bei der nächsten Sanierung ja dann noch leicht aufwerten.

  • Man darf keine Premium-Produkte erwarten? Stimmt so leider nicht, da hab ich schon spektakuläre Busbahnhöfe gesehen. So etwas muss nicht aussehen wie in Berlin, schon gar nicht mit Dönerbude. 🤘😂


    Mir gefällt es eher durchschnittlich. Tut's halt - passt auch zur Gestaltung. Die gesamte Ecke ist völlig verkorkst, da hat GOOD-OLD-WESTBERLIN leider einiges verhunzt. Bis heute ist die Achse ZOB - ICC, nun ja. Hätte, könnte man besser.

  • Ich finde den nicht schlecht aber der sieht irgendwie etwas gelangweilt aus auch etwas kühl. Für Berlin Omnibusbahnhof etwas enttäuschend.

    Aber wenigstens wurde der Teils saniert & neu gebaut. Beim ersten Blick ( Fotos) könnte man Denken das es komplett saniert wurde als ein Neubau. ( Das vorletzte Bild)

  • Minimalist Man darf viel erwarten. Faktisch ist das aber ein Produkt mit eher geringen Margen und Berlin dazu eine Stadt mit relativ geringem Budget. Deshalb würde ich nicht so streng sein und im Bereich 3 bis 3- liegen: Aufgabe solide erfüllt und teilweise sieht es ja auch recht nett aus. Nur dann so ein unambitionierter Kasten dran, der nicht nur Johannes_9065 eher an einen sanierten Bestandsbau erinnert und mE auch nicht zu den durchaus ansprechenden Glasabschnitten passt. Kann mir irgendwie schwer vorstellen, dass man so was bspw in Frankreich oder Skandinavien so hinklatschen würde, aber das mag täuschen.


    P.S.: Die Gastro an sich würde ich abgesehen von der etwas schwachen aber doch immerhin gut erkennbaren Gestaltung eher als gelungen für den ZOB ansehen. Döner passt doch auch gut zu Berlin und falls es neben den Klassikern Döner und Nudelpfanne auch noch je paar mehr Gerichte gibt, dürfte die Auswahl die Klientel überwiegend gut zufrieden stellen. Dazu noch der Coffeeshop, das sollte dann schon passen und die meisten Bedürfnisse gut abdecken.

  • Es ist nicht richtig, dass das Projekt günstig war. Es sollte mal günstig sein. De facto ist es aber eine Planungs- und Umsetzungskatastrophe, die mit dem BER vergleichbar ist (Bauzeit verdoppelt, Kosten verzwölffacht). Es ist nur von den absoluten Zahlen her kleiner - also hat es keiner so recht mitbekommen.

    Gerechnet auf "Kosten-pro-gebauter-Bus-Bucht" ist es ein Goldene-Wasserhähne-Projekt - das aber trotzdem aus Blech besteht.

    Ich finde es bedauerlich, dass man sich aus politischen Gründen nicht dazu durchdringen konnte, den Busparkplatz mit hoher und dichter Bebauung (daneben oder oben drauf) zu finanzieren. So macht man es von München bis London, von Tokyo bis Rio. Das wäre für den Steuerzahler billiger gewesen - oder gar profitabel. Diese Pläne gab es in den Nuller-Jahren auch für Berlin. Das Hotel wäre abgerissen worden - und ersetzt. Eine Randbebauung wäre entstanden. Statt dessen entschloss man sich nach jahrelanger politischer Diskussion im Jahr 2013, es selber "besser und billiger" zu machen.

    Immerhin finde ich die Kunst am Bau (den Knoten) ganz gelungen - und recht kostengünstig - für das was da sonst manchmal ausgegeben wird (nur 200.000 Euro).

  • Oranien Also die Idee einer Überbauung der Flächen finde ich ja grundsätzlich gar nicht schlecht, zumal solche Verkehrsprojekte ja ordentlich Flächen fressen und es dann wenigstens zusätzliche Funktionen für die Stadt bringt.


    Die Kostenbilanz wird hier mE aber skandalisiert. Die Kosten haben sich gegenüber der ersten öffentlich vorgelegten Planung aus Anfang 2015 ca. verdreifacht und gegenüber der ersten tiefgehenderen Planung aus Mitte 2016 knapp verdoppelt, es wurde demnach aber auch deutlich mehr abgerissen und neu geschaffen als 2015 zunächst noch geplant. Diesen höheren Gegenwert sollte man schon wahrnehmen. Hier wird für Jahrzehnte und zahlreiche Reisende gebaut. Ein erneutes Provisorium ist da mE nicht automatisch die bessere und günstigere Lösung, zumal wenn so ggf. früher neu investiert werden muss.

    Die noch älteren Zahlen von 3,7 Mio aus 2013 (also dem Jahr, wo der dringende Sanierungsbedarf zunächst endgültig offenbar wurde und man gerade mal anfing zu rechnen und planen) waren nie fundiert durchgerechnet. Das steht ja explizit auch so im Artikel. Entsprechend wurde diese Summe auch nie öffentlich als Planzahl kommuniziert.


    Dass es daneben auch Kostensteigerungen durch Planungspannen und Projektverzögerungen gab, ist ja trotzdem völlig richtig. Man kann das aber mE nicht alles durcheinanderwerfen und sagen, dass allein wegen schlechter Planung am Ende 12 Mal so hohe Kosten herauskamen (selbst beim BER hingen nicht alle Kostensteigerungen mit Planungsfehlern zusammen, auch dort wurde zumindest teilweise auch zusätzlicher Gegenwert geschaffen)!


    Man sollte den Finger schon in die Wunde legen, aber sich zugleich auch ehrlich machen: So einen ZOB hätte man auch bei optimaler Planung und Bauzeit nie für 3,7 Mio bekommen, zumindest nicht in den letzten paar Jahrzehnten. Jedenfalls hat Berlin nun endlich einen modernen Hauptbahnhof, einen modernen Flughafen und einen modernen ZOB. Da steht anderen deutschen Großstädten teilweise noch einiges bevor. In Berlin wird sich der Fokus nun zunehmend auf Projekte aus der zweiten Reihe (inkl. Sanierungen!) sowie den ÖPNV richten...