Elbtower Baustopp - Diskussionsthread

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    Ansonsten sieht es mit den Projekten über 60m auch eher mau aus.

    ...

    Mit anderen Worten so viele sind das gar nicht. Ganz viel bleibt unter 60m.

    Naja, Du hast die Hafenkrone vergessen, zweimal 70m, zweimal 80-90m. Und den Channel Tower in Harburg (75m)

    Aber auffällig viele Hochhäuser der letzten Jahre liegen bei 55-60m, das spricht dafür, dass ab der 60,1m wohl Bauvorschriften gelten, die den Bau deutlich teurer machen.

    Wenn jetzt bei 200m die nächste harte Grenze liegt, dürfte dies ein Grund sein, ihn dort enden zulassen.

  • Aber wenn ich das richtig interpretiere könnte der Elbtower auch die 200m erreichen, nur ab mehr als 200 gelten die höheren Anforderungen. Damit machen die 199m nicht soviel Sinn, einen Tower mit genau 200m könnte man doch ohne wesentliche Mehrkosten viel besser vermarkten. Mir ist auch aufgefallen dass es z.B. in Frankfurt mindestens 2 Gebäude mit genau 200,0m gibt.

  • Letztendlich geht es nur ums Geld. Wenn sich Investoren finden, die bereit sind die Mehrkosten zu tragen? Dann wieso nicht?

    Abgesehen davon gibt es ja auch in Deutschland Hochhäuser über 200 Meter. Also insofern abwarten wie sich das noch entwickelt

  • Aus wirtschaftlicher Sicht macht die Höhenreduzierung Sinn, da die Bauvorschriften, deren Einhaltung ist beim Genehmigungsprozess zu prüfen, zu erfüllen sind.

    Wie gesagt die ganzen Anforderungen (bspw. für das weite Feld der Statik (u.a. Trag- und Windlasten), Sicherheit (u.a. Brandschutz), Nutzung (u.a. Konformität der Arbeitsplätze), nachbarschaftliche Rechte (u.a. Beeinträchtigungen von Nachbarbauwerken), Nachhaltigkeit (u.a. bei der Energie, Resourcenverbrauch, Um- und Rückbau), TGA usw. geben viele Stellschrauben um kostenoptimiert zu planen, bauen und zu betreiben. Alle Themen stehen in sich beeinflussenden Wechselwirkungen.

    Wenn in Jahrzehnten möglicherweise aufgestockt werden sollte, gibt es in allen Vorschriften Fortentwicklungen dies es dann zu beachten gilt, sodass mögliche Vorleistungen unter zusätzlichen Kosten rückgängig zu machen wären.

    Einen Bestandsschutz des genehmigten Bauwerks gibt es in dem Sinne nicht, da jede (mehr oder weniger tiefgreifende) bauliche (und Nutzungs-)Änderung eine Genehmigungspflicht unter Beachtung der aktuell geltenden Vorschriften auslöst.

    Das ist der Grund warum in Deutschland, also auch in Frankfurt, Investoren sich schwer tun die zweihunderter Marke beim Hochhausbau zu überschreiten.

    Wenn dann noch aktuelle Vorgabem, wie in Frankfurt, hinzukommen, dass Hochhäuser geförderte Wohnflächen von x% im Hochhaus mitzubauen sind, dann schrumpfen die geplanten Hochhäuser.

    Auch wenn die "Krone" optisch den Abschluss bildet, einfach um 50 m nach unten verschieben und 50 m vollflächige Regelgeschosse entfallen zu lassen macht aus wirtschaftlicher wenig Sinn. Dann lieber das klassische Technikgeschoss als Abschluss um die Realisierungschance zu erhöhen.

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    Auch wenn die "Krone" optisch den Abschluss bildet, einfach um 50 m nach unten verschieben und 50 m vollflächige Regelgeschosse entfallen zu lassen macht aus wirtschaftlicher wenig Sinn. Dann lieber das klassische Technikgeschoss als Abschluss um die Realisierungschance zu erhöhen.

    Glaubt man den Renders soll ja die Krone bleiben, heißt es fallen tatsächlich 12 vollwertige Stockwerke weg und der ganze kleinflächige Kram oben inklusive der obersten drei oder vier Stockwerke wo rein nichts oder nur Technik drin ist. Da wäre die "abgehackte" Variante wohl tatsächlich sinnvoller, einmal weil besser zu erhöhen später und weil mehr Nutzfläche. Aber das müssen die ja selber wissen ...

  • ^ Das könnte man aber auch anders lössen, etwa wie beim Maintower in Frankfurt. Also die Technik in ein Vollgeschoss und die Aussichtsplatform ganz nach oben. Letzere würde dann auch einen vollen 360° Ausblick bieten.

  • In der vergangenen Woche, also Dienstag der 14.10.25, hieß es nach der Vorstellung im Rahthaus, als nächsten Schritt, dass der Senat am kommenden Dienstag, also dann ja dem 21.10.25 beschließen würde, dass das Naturkundemuseum in den Elbtoweer gelegt wird.

    Das ist aber anscheinend nicht passiert, oder ?

  • Ließen sich die Staffelgeschosse der Krone nicht später auch noch in Vollgeschosse aufstocken? Das Thema Fahrstuhlschächte und Treppenhäuser mal kurz vernachlässigt…

    Ich habe ebenfalls die Hoffnung, dass, sofern der Bau wieder anläuft, ggf doch weitere Mieter auftauchen, die eine Fertigstellung bis auf 245m sichern.

    Laut der damaligen Pressekonferenz ist das alles im Rahmen der bestehenden Baugenehmigung möglich …🤷🏽‍♂️

    Herr Becken wird, denke ich, schon ein Interesse daran haben, das Maximum herauszuholen.

    Sonst hätte er die Idee einer Kappung sicherlich früher angebracht. Ich denke, das mit den 199m ist jetzt nur ein Versuch der Stadt, den Weiterbau gesichtswahrend zu sichern.

    Das letzte Wort wird da sicherlich in der Bauphase gesprochen.

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    Ließen sich die Staffelgeschosse der Krone nicht später auch noch in Vollgeschosse aufstocken? Das Thema Fahrstuhlschächte und Treppenhäuser mal kurz vernachlässigt …

    Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass das wahrscheinlich wäre. Oben wird dann ja auch zB die Aussichtsterrasse installiert mit all ihren Einrichtungen, in die Geschosse darüber kommt jede Menge Technik die dann wieder ausgebaut werden müsste. Die Fahrstühle werden für diese Höhe dann installiert, das muss dann alles wieder raus und neu.

    Und nicht zuletzt muss dann wieder eine Baustelle eingerichtet werden, ein neuer riesiger Kran aufgebaut werden, das hört sich alles sehr aufwendig und teuer an.

    Ich glaube in dem Moment, wo begonnen wird die Krone zu bauen ist es vorbei und eher unwahrscheinlich, dass es nochmal mehr wird.

  • Das wurde aber glaube ich auch bei der Pressekonferenz so kommuniziert, dass die nächsten Schritte - bzw. endgültige Beschlüsse - Ende Januar/Anfang Februar zu erwarten sind.

    Das einzige schlechte ( aber leider nicht unentscheidene Signal ) ist, dass nach der Verkündung im Rahaus die Reaktion von Becken ziemlich verhalten war.

    ".... geht in die richtige Richtung, glaube das es möglich ist " klingt fast wie eine Absage.

    Anderseits bei einem weit fortgeschrittenen Projekt und an die 600 Mio vom Senat obendrauf, müssten eigentlich andere Bauherrn Schlange stehen.

    Davon ab würde ich es gut finden, wenn es hier einen Thread geben würde, wo man mal in der Runde fragen könnte, wer weiß wie der Zwischenstand bei großen Projekten ist, wo man länger nichts gehört hat. Wir wollen zwar alle lieber Bilder mit vielen Kränen sehen, aber leider geht das ja nunmal häufig nicht so.

  • Unmittelbar nach den NDR-Recherchen über angeblich unkorrekte Flächensuchen des Naturkundemuseums vom Senat, meldet das Abendblatt - wohl glücklicherweise so zeitnah - das Dieter Becken einen Hotelinvestor gefunden hat. Die Wortwahl ist "in trockenen Tüchern", wie trocken das dann auch sein mag. Dazu hat Kühne sich ebenfalls eingebracht und gründet aktuell eine Projektgesellschaft, wozu die Kühne-Holding eiinen "durchaus bedeutsamen Beitrag" leisten wird.

    Bei günstigen Umständen wäre der Weiterbau im Sommer möglich.

  • Den NDR-Artikel finde ich durchaus lesenswert. Demnach ist die Aussage vonseiten der Politik, einer Verwendung des ehemaligen "Gruner & Jahr"-Gebäudes stünde der Denkmalschutz entgegen, nicht erklärlich. Eine Vorprüfung habe im Gegenteil ergeben, dass ein entsprechender Umbau grundsätzlich möglich sei. Die Senatskanzlei wird mit wolkigen Aussagen zitiert, dass die Alternativen zum Elbtower nicht alle Anforderungen erfüllen könnten, ohne dass man benennen kann, welche Anforderungen das seien. Das G+J-Gebäude sei der Stadt für einen Quadratmeterpreis von 8.000 Euro angeboten worden, während für den Elbtower ein Quadratmeterpreis von 13.000 Euro im Raum stehe. Aber was ist der NDR nur so kleinlich, sind doch bloß 227.000.000 Euro Unterschied.

    https://www.ndr.de/fernsehen/send…museum-100.html

  • Man solte aber nicht vergessen, was ein "Nicht-Weiterbau" oder gar ein Rückbau des halben Turms kosten würde. Dürfte eine ähnliche Summe ausmachen, plus extremen Imageschaden für das Projekt Hafencity und die Stadt Hamburg insgesamt. Und es wäre ein schlechtes Omen für den Grasbrook.

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    Man solte aber nicht vergessen, was ein "Nicht-Weiterbau" oder gar ein Rückbau des halben Turms kosten würde.

    Es würde aber nicht den Steuerzahler Geld kosten, oder? Und ob 200 oder gar 230 Millionen Mehrausgaben für eine Stadtentwicklungsmaßnahme, die nur darin besteht, dass dort ein Turm stehen wird, ein positives Image für Hamburg bewirken, ich habe meine Zweifel. Hier im Forum ist das sicherlich so, aber auch bei der breiten Bevölkerung?

  • Wer sollte es den Sonst zahlen? Benko?

    Natürlich würde es der Steuerzahler zahlen, wurde hier ja auch schon reichlich drüber diskutiert.

    Dann sollte man jedenfalls lieber das Geld für etwas ausgeben, was einen Wert hat, statt hinterher eine Brache zu haben, oder?