^^ Die Architektur (ich nehme an das ist mit "Gestaltung" gemeint) war nicht Thema der heutigen Besprechung und die dargestellte "Gestaltung" ist nur Platzhalter. Diese soll erst in einem Fassadenwettbewerb entschieden werden.
Kudamm-Tower auf dem Karstadt-Areal
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Dem Entwurf fehlt es – mal wieder – an jeglicher Originalität. Auch ein Henning Larsen muss mal mit der Zeit gehen und kann nicht für alle Ewigkeit Entwürfe liefern, die vor zwanzig Jahren vielleicht mal „frisch“ aussahen.
Ansonsten bin ich starker Befürworter von mehr Hochhäusern in der Gegend und auch vom Quartier 231 Projekt. Gern demnächst auch mal ein echter Wolkenkratzer in der City West. Aber wenn das Baukollegium jetzt schon bei 130 Metern wegen ca. 10 Metern Überschuss im Vergleich zu den gegenüberstehenden Hochhäusern rummosert, dann ist ein 150 m Gebäude wohl noch ferne Zukunftsmusik. -
^ Mir will es beim besten Willen einfach nicht in den Kopf wieso man bei Hochhäusern die Höhe anderer Hochhäuser in der Nähe zum Maßstab macht. Das ist sowas von bescheuert und bei den Haaren herbeigezogen, mich macht das nur noch fassungslos. Ja, natürlich sollte sich ein Hochhaus in seine Umgebung einfügen, deshalb machen wir ja den ganzen Trara. Aber das heißt doch nicht, dass es exakt genauso hoch sein muss. Sowas wie eine Hochhaustraufhöhe gibt es nicht und macht auch keinen Sinn. Aber vielleicht ist die Sozialisierung mit den immer gleich hohen Plattenbautürmchen bei einigen im Kollegium einfach zu stark, ich kann's mir sonst nicht erklären.
Zum Entwurf selbst: Ja, sowas war zu erwarten. Besser als nichts, aber wieder mal verschenktes Potenzial. Aber vermutlich kann man froh, dass hier nach der ganzen Misere mit dem Voreigentümer überhaupt noch etwas passiert auf dem Grundstück.
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^ Exakt. Vor allem: Wer sagt: DIESER Status Quo jetzt gerade ist das Beste, was dieser Ecke passieren kann!? Genau SO soll es für immer aussehen!
Was ist das für eine Philosophie? Wieso ausgerechnet dieser Zeitpunkt jetzt? Die anderen Hochhäuser wären doch auch nicht gebaut worden, wenn sie sich hätten in die Umgebung anpassen sollen. Der Kölner Dom wäre auch nie gebaut worden.
Es ist völlig willkürlich. -
Ich möchte gern wissen wer genau im Baukollegium sich dafür ausspricht eine Einheitshöhe in der City West festzulegen. Wer ist namentlich Wortführer ? Kahlfeldt ?
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Auch die Weiterentwicklung des Entwurfes stieß auf massive Kritik des Baukollegiums. [...] Man solle sich an der Höhe der anderen beiden Hochpunkte auf der anderen Straßenseite orientieren. Der zweite Hochpunkt am LA-Platz stieß grundsätzlich auf Zustimmung, aber auch nicht in der geplanten Höhe.
Da hat das Baukollegium eine unnötig konservative Haltung.
Sich an der Höhe der Nachbarn zu orientieren ist ja grundsätzlich nichts verkehrtes, aber "orientieren" bedeutet nicht zwangsläufig "gleichen".
Berlin ist eine wunderbar vielfältige Stadt, also lasst ihre Hochpunkte doch gerne ebenso variabel sein. 70 Meter am LA-Platz hätten aus der Nähe keinen Unterschied bedeutet, als Silhouette aus der Ferne hingegen schon.
Grundsätzlich gefällt mir aber, dass fast alle Bauteile angenehm großstädtische Höhen erreichen und hier viel zentraler, urbaner Wohnraum entsteht. Die öffentlichen und Retailflächen auf mehreren Ebenen finde ich auch adäquat.Und noch kurz zum Tower: Man könnte aus der rigiden Form der ineinander verschnittenen Quader durch Differenzierungen in der Fassade noch was rausholen. Materialität und Farben können hier als einfache Mittel intelligent eingesetzt werden. 🤞🤞
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Der entscheidende Fortschritt bei der Überarbeitung des Projekts ist doch die Erhöhung des Wohnanteils - die ist für die Zukunft des Quartiers viel bedeutsamer als die Höhe und Gestaltung der Hochpunkte. Die vom Baukollegium vorgeschlagene Beschränkung der Höhe beider Hochhäuser erscheint mir auch unter diesem Aspekt sinnvoll - bei der jetzigen Höhe würde der begrünte Innenhof durch die beiden Hochhäuser quasi in die Zange genommen werden, da ist weniger Verschattung und das Gefühl von Freiraum für die Anwohner ein Gewinn.
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Mich erschreckt vor allem die Ansicht am Kurfürstendamm. Sollen das teilweise fensterlose Wände für eine Beibehaltung der Kaufhausnutzung werden? Wofür der Schlund unter dem Hochhaus? In dieser Straßenansicht habe ich auch den Eindruck, dass der Kurfürstendamm von dem Hochhaus nicht sonderlich profitiert.
Volumen und Fassadengestaltung des Hochhauses erinnern an das Hotel InterContinental - nur deutlich schlichter. Geht's nicht besser? In London (u.a.) gibt es deutlich mutigere Exemplare (Gherkin, Käsereibe, Lloyd's).
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^ Ich empfehle Tinus die Sitzung des Baukollegiums und die Vorstellung des Projekts anzusehen. Dort finden sich die Antworten auf Deine Fragen.
So zum Beispiel, dass der Projektentwickler für die Fassaden einen Wettbewerb in Erwägung zieht und die Frage der Fassadengestaltung zu diesem Planungszeitpunkt noch offen ist.
Und bezüglich der Vorschläge des Kollegiums möchte ich ergänzen, dass die Grundfläche von 124.400 Quadratmetern als zu hoch bewertet wird und 100.000 Quadratmeter maßstäblich anzusetzen seien. Die Einsparung der Grundfläche solle dabei am geplanten Hochhaus am Kurfürstendamm umgesetzt werden. Zur Höhe wird dabei gesagt, dass das Hochhaus nicht höher werden solle als der Bestand (Zoofenster und Motel One Upper West).
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Hallo Dunning-Kruger Tinus
Ich habe die Liveübertragung leider verpasst und würde mir besonders die Vorstellung gerne ansehen.
Hast du einen funktionierenden Link zum Mitschnitt oder weißt du ob und wo die Aufzeichnung verfügbar ist?
Info vom "Baukollegium": der Videoschnitt sei nur eine Woche nach der Sitzung einsehbar, es gibt keine Videoaufzeichnung -