Der entscheidende Fortschritt bei der Überarbeitung des Projekts ist doch die Erhöhung des Wohnanteils - die ist für die Zukunft des Quartiers viel bedeutsamer als die Höhe und Gestaltung der Hochpunkte. Die vom Baukollegium vorgeschlagene Beschränkung der Höhe beider Hochhäuser erscheint mir auch unter diesem Aspekt sinnvoll - bei der jetzigen Höhe würde der begrünte Innenhof durch die beiden Hochhäuser quasi in die Zange genommen werden, da ist weniger Verschattung und das Gefühl von Freiraum für die Anwohner ein Gewinn.
Beiträge von legoland
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Mir scheint, dass manche Äußerungen hier (komplettes Versagen der Verantwortlichen) schlicht auf Unkenntnis beruhen und die Betreffenden noch nie eine Ortsbeiratssitzung oder eine öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung besucht haben. Die Sachkompetenz der zuständigen Dezernenten - Namen muss ich hier nicht nennen - und ihr Engagement für pragmatische Lösungen steht für mich außer Frage, aber es braucht hier einen langen Atem, auch für die Umsetzung des Sofortprogramms, sonst erleben wir lediglich die Verlagerung der Probleme ins Westend bzw. Gallusviertel.
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Die Ungetüme aus den 70ern könnte man, wenn man wollte, bis auf wenige Ausnahmen alle nachhaltig transformieren, siehe die Beispiele von Lacaton & Vasall in Frankreich oder jüngst das Hochhaus in Konstanz von sauerbruch hutton - alles nur eine Frage der Bau- und Bodenpolitik.
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Moderne ist keine Frage des Stils („In welchem Style sollen wir bauen“), sondern die logische Konsequenz aus der Konstruktion, wie man bei Giedion nachlesen kann. (Ich empfehle die Lektüre von „Mecanisation takes Command“ - war noch in den 70ern Pflichtlektüre für Architekturstudenten.) Im Zuge der Debatten um Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Re-use etc. ist die Frage der Konstruktion wieder die am Ende alles Entscheidende. Im Übrigen wird sich die Glasfassade mit der Klimakrise sowieso erledigen. Die Zeit für die spätmodernen Spielchen um Fassadengestaltung, ob biomorph wie bei Zaha Hadid oder pseudoklassizistisch wie bei Kollhoff und Nöfer läuft ab, die sollte man besser für Wichtigeres nützen.
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Was ist blos aus Mäckler geworden, macht der jetzt einen auf Schmitthenner? Fehlen nur noch die hölzernen Klappläden. Die Stuttgarter Schule-Kopie wirkt im Frankfurter Westend irgendwie plump.
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Wie m.ro80 in seinem Beitrag schon angemerkt hat, eine Anmutung an das unvergessene Design der Twin Towers von Yamasaky - mir gefällt dieses elegante Zitat außerordentlich.
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Schon die Promotion dieser Retro-Klamotte ist peinlich („antike Prinzipien“). Und mit der „exklusiven Nachbarschaft“ kann ja nur das Novum Budget-Hotel nebenan gemeint sein (wegen des wirklich exklusiven Vordachs, den exklusiven Natur-Matratzenladen gibt’s ja leider nicht mehr). Aber wir sind ja in Berlin ☺️
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Ich sehe es nicht als Bashing, wenn man sich gegen die Rekonstruktion einer Gebäudehülle (darauf liefe es letztlich hinaus) ausspricht, die ihrem Inhalt/Zweck nicht angemessen ist. Oder mit dem bekannten Worten eines inzwischen auch schon historischen Modernen: Form follows funktion.
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… das Moderne-Bashing hatten wir jetzt wirklich zur Genüge. Es wird durch ständige Wiederholung nicht überzeugender.
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Da grenzt es ja an ein Wunder, wie die erhaltenen historischen Opernhäuser überhaupt einen Spielbetrieb sicherstellen können.
Das Argument, das historische Opern heute noch funktionieren, übersieht, dass die die Gattungen Oper und Theater/Schauspiel sich sehr unterschiedlich entwickelt haben. Das Opernrepertoire hat sich weit weniger verändert als das Schauspiel, das heute viel mehr benötigt als eine Guckkastenbühne, schon gar keine Logen mehr wie noch um 1900. Welche Bühnenformen und Bühnentechnik es für die Kunst in zehn Jahren geben muss, weiß man heute noch gar nicht. Da braucht es offene Räume und flexible Häuser, die sich auch neuen Nutzungsformen anpassen lassen - und nicht zu vergessen, sich dem Stadtraum und der Stadtgesellschaft öffnen, wie man das in Skandinavien schon sehen kann.
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Mein Gott, von Geschichte keine Ahnung! Von wegen identitätsstiftend für Frankfurt - das Plagiat der Reichstagskuppel des preußischen Stadtbaurats Seeling wusste man im Architekten- und Ingenieursverein sehr wohl als Machtdemonstration des hegemonialen preußischen Kulturanspruchs zu deuten.
der Seeling Bau gehört meiner Meinung nach genau hierher. Er ist ein Stück Frankfurter Geschichte, identitätsstiftend und bringt zudem ein besonderes Maß an Prestige mit sich
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Entwarnung für die Schumannstraße: das Styropor wird für das Dach gebraucht, vorne wird schon der Stein am Sockel aufgearbeitet.
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Die Botschaft soll wohl sein: Mir könnet alles außer Architektur. Ich würde da zur Komplettierung noch einen Mobilfunkmasten draufsetzten, als Huthnadel sozusagen.
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Pardon, aber das Sockelgeschoss mit den vergrößerten vergitterten Fensterhöhlen ist gelinde gesagt unschön. Und warum ist das Portal jetzt auf die Seite gewandert? Merkwürdiger Umgang mit dem Bestand.
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Projekt "ARC22" - Revitalisierung Ulmenstraße 22
Nach einer Meldung der Immobilenzeitung von gestern ist Rockstone Real Estate, die Projektgesellschaft für die Modernisierung der Ulmenstraße 22, insolvent. Die Zukunft des Projekts sei ungewiss.
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Die Glaskästen für die Gastronomie sind hoffentlich nur Platzhalter zur Visualisierung der vorgesehenen Nutzung. Abgesehen davon, dass die sich ohne zusätzlichen Sonnenschutz oder dunkles Spezialglas enorm aufheizen würden, wäre eine Lösung in Form von Markisen - ein Anklang an den historischen Zustand - an der Stelle vorzuziehen.
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Man kann das Problem, denke ich, letztlich auf die Attraktivität des Berliner Markts zurückführen: Berlin ist nach wie vor die Stadt für Immo-investments, hier sind mehr Immobilieninvestoren, Private Equity Akteure und Projektentwickler engagiert als in jeder anderen deutschen Stadt, deren Ausrichtung zudem ganz unterschiedlich ist; das geht von Sales-and-Leaseback bis zu Debt-Investments. Dass bei Groß-/ Hochhausprojekten hier manchem Akteur in diesen Zeiten die Luft ausgeht, ist völlig normal, trifft Berlin aber wegen seiner speziellen Marktlage häufiger als andere Großstädte.
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Ich erinnere auch an das Projekt „Berlin City-West. From Ernst Reuter Platz to Urania“, das der Deutsche Werkbund mit der Iuav University of Venice 2020 als Seminar durchgeführt hat. Damals stand ebenso die Weiterqualifizierung des ursprünglichen die Blockstruktur aufbrechenden Stadtraums im Focus - mit Hochpunkten als Solitären (ein Beispiel aus den studentischen Projekten, in der Mitte sieht man unterhalb der Kammstruktur das Dorlandhaus) und dem Straßenraum als grünes Band. (Damals war übrigens Harald Bodenschatz noch mit von der Partie …)
https://model2.de/img/7903/c3c7e0a1-fc00-4a6e-97udue.jpeg
[mod]Eingebundenes Bild wegen fehlender Quellenangabe geurlt. Bitte die Richtlinien zum Einbinden von Bildern beachten! Danke.[/mod]
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Schade, dass man die Kunststofffenster nicht auch ausgetauscht hat - besonders im Dachgeschoß stören die das Gesamtbild erheblich. Insofern nur halbfertig …
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Geniales Foto - die Disco Reklame (müsste auch unter Schutz gestellt werden! ) in Kombination mit den geschwungenen Balkonen - ikonographisch lässt sich das alte Westberlin kaum treffender einfangen!