Leipzig: ÖNV-Diskussionsthread

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Ich bin regelmäßig in Montpellier. Das dortige Straßenbahnnetz wächst schnell und setzt Maßstäbe. Unklimatisierte Bahnen existieren nicht, die Inklusion wird groß geschrieben, jede Haltestelle ist behindertengerecht gebaut. In Montpellier ist es regelmäßig wesentlich wärmer als hier.

    Noch nie habe ich dort solche Erscheinungen gesehen wie jetzt in Leipzig. Da fällt die Straßenbahn auch nicht einfach aus, wenn es 42 oder 43 Grad sind.

    Fairer Weise muss man sagen, dass die ein kompletter Neubau der 00er-Jahre ist. Leipzig hingegen schleppt bis heute viele DDR-Altlasten mit. Das man allerdings derart unvorbereitet auf das Extremwetter ist, ist natürlich trotzdem schwach - und im Gegensatz zum Winter kann man nicht mal sagen, dass sowas künftig selten vorkommt. Ich bin gespannt, welche Schlüsse man daraus nun ziehen wird.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Fairer Weise muss man sagen, dass die ein kompletter Neubau der 00er-Jahre ist. Leipzig hingegen schleppt bis heute viele DDR-Altlasten mit. Das man allerdings derart unvorbereitet auf das Extremwetter ist, ist natürlich trotzdem schwach - und im Gegensatz zum Winter kann man nicht mal sagen, dass sowas künftig selten vorkommt. Ich bin gespannt, welche Schlüsse man daraus nun ziehen wird.

    Nein, das ist komplett falsch!

    Hier der Beweis: Die Bornaische Straße zum Beispiel ist in den letzten Jahren grundhaft neu gebaut worden. Schau dir mal tagesaktuell den Abschnitt in Höhe Meusdorfer Straße an...

    Die DDR hat damit nichts zu tun. Außerdem ist die DDR seit fast 4 Jahrzehnten Geschichte.

  • Bin vorhin unterwegs gewesen und würde sogar sagen, dass eher Stellen betroffen sind, die in den letzten 10 Jahren gemacht wurden. Da hat man dann ganz offensichtlich das falsche Material verwendet.

    Ich bin gespannt, wann die Bahnen wieder fahren können. Montag aktuell schwer vorstellbar, auch wenn ich sogar Bauarbeiter am Sonntag bei den Temperaturen gesehen habe.

  • ich dachte da gäbe es eine "best practice" die je nach Untergrund und Einsatz immer angewendet wird.

    Da hat wohl jemand einen großen Bock bei der Berechnung geschossen

  • Vielleicht zur Relativierung: Auch in Nürnberg wurde der Straßenbahnverkehr hitzebedingt eingestellt. Grund: Das gleiche mit den Gleisen:

    Der oben gezeigte Abschnitt ist erst vor einem halben Jahr erneuert worden, wenn ich das richtig im Kopf habe. da werden einige DIN-Normen wohl neu geschrieben werden müssen, wie kann es sein dass im Jahr 2026 solche eigentlich banalen Dinge passieren und so den Verkehr lahmlegen? Übrigens denke ich das lässt sich innerhalb einer Nacht wieder hinbekommen und sobald die Temperatur fällt fahren auch die Bahnen wieder. Vermutlich muss man die Rezeptur dieser Masse überdenken?

  • In Leipzig sind es aber nicht nur solche harmlosen Erscheinungen wie das Bild aus Nürnberg zeigt, sondern es hat sich stellenweise auch die Straßenoberfläche gehoben bzw. die Gleisführung hat sich sogar verzogen / verworfen. Das ist nochmal eine andere Hausnummer... Da reichen keine Reinigungsarbeiten.

  • Woher weißt Du, dass diese Problematik exklusiv nur in Leipzig aufgetreten ist - kennst Du aktuell alle verkehrsbetrieblichen Situationen in Deutschland?!

  • zu Frankreich:

    Die dortigen Neubaunetze aus den 1990er und 2000er Jahren setzen in vielerlei Hinsicht Maßstäbe. Waren unter anderem Anlass, die anbieterseitigen Systemlösungen zu entwickelt. Gleisbau ist verdammt komplex, muss aus vielen Gründen für jeden Betrieb neu adaptiert werden.

    Lange Zeit waren alle französischen Netze zusammen so lang wie das Leipziger Netz. Das zeigt die Dimension der Umbauaufgaben Leipzigs.

    Von den 90ern bis Anfang 2010 wurde Unterguss-Rahmengleis verbaut, billig, leidlich gut, passte zu den großen Aufgaben und dem schmalen Budget. Deren Fugenverguss wurde im Leistungsverzeichnis als "dauerlastische Fugenvergussmasse" bezeichnet. Hatte schon immer Sommerprobleme mit Aufquellungen, Rissbildungen und danach entsprechenden Undichtigkeiten mit Frostschäden im Folgewinter. Bis vor kurzem am Leihhaus zu bewundern. (also Bereiche OHNE Kfz!, Kfz walze die Würste meistens wieder in die Fuge). Dresden hatte schon seit Anfang 00er Jahre mit einbetonierter Zweiblockschwelle Erfahrungen gesammelt, daraus wurde das System Rheda City. Die Fuge muss die unterschiedlichen Einfederungen Fahrbahn und Gleisbereich aushalten, wird im Querschnitt gesehen ständig vom Rechteck zu einem Parallelogramm verzerrt. Bei Rheda City-Gleisbauten wird die Fuge unter größter Sauberkeit mit einem hochelastischen Polymer verklebt, der Radiergummikonsistenz hat. Die Klebeflächen halten diese Kräfte langjährig aus. Gleise bleiben wasserdicht, weniger Frostschäden senken die Kosten drastisch. Dafür kostet die Bauweise mehr. Das Fugenzeug kostet ein Vielfaches. Bis zu Umwandlung der Regierungspräsidien in Landesdirektionen und generell anderen Zuständigkeiten und Zuschnitten wurde seitens der Fördermittelentscheider dort stark darauf geachtet, dass nur die Anteile der jeweilig billigsten Materialien gefördert werden. z.B. Beton statt Granitborde usw. Das Budget reichte jahrelang nicht aus, um aus eigener Tasche die optisch ansprechenden und langlebigen Lösungen zu finanzieren. Heute teilen sich die Reparaturen in Grundhaften Ausbau, oft mit Gleisachsaufweitungen und ganzem Straßenraum (Dieskaustraße, Rosa-Luxemburg-Str. usw usw) und Reparaturen (aktuell Bereich Wahren). Letztere macht die hauseigene IFTEC und die kann technologisch nur die billigen Bauweisen. Die geringe Haltbarkeit ist ein Systemfehler in dieser Konstallation.

    Vorwürfe kann man hier keinem machen. Hitzebelastungen gab es schon immer, das ist bei den Materialentwicklern bekannt und beachtet. Aber in Zeiten des Klimawandels fallen Hitzephasen stärker und länger aus. NIcht umsonst gibt es jedes Jahr Temperaturrekorde einschließlich fehlender Nachtabkühlung. DAS hatte niemand aus dem Schirm. Politisch gewollt, von Bund via Land herunter kaskadiert, ist das Festhalten am Verschlimmern der Klimaprobleme. Debatten um das Aus vom Verbrenneraus zeigen das, Gas-Kathi ist das Gesicht für diese ignorante Politik.

    Was kann man machen?

    Kühlen.

    Durch Verschatten. Leider wachsen Alleebäume nicht schnell genug, sind nicht großkronig genug.

    Durch Färben. Weiß-Färben könnte einige Grad C weniger Oberflächentemperatur bewirken, dürfte jedoch zu schnell verschmutzen. Ob es erlaubt ist, wegen Irrtumsgefahr zu Markierungen hin, die behördliche Verkehrszeichen sind, ist auch ein Problem

    Durch Flüssigkeitskühlung. Wenn (so ein Gedanke...) jede Bahn nachgerüstet wird, beim Fahren über solche Bereiche einen feinen Wassernebel auf das Gleisprofil zu sprühen, hilft das vielleicht ein bis zwei Minuten, die Temperatur zu senken. Wenn dann schon die nächste Bahn kommt (im Zentrum...), könnte das leidlich helfen, extreme Aufheizungen zu mildern, zu verzögern. Wie viel Wasser dazu nötig ist und wie aufwändig ein Tankeinbau nebst Düsen ist, ist angesichts der Totaleinstellung zwar eine Frage, aber eine lösbare. Die Politik kann gern zeigen, dass Bürokratieabbau auch mal pragmatisch sein kann.

  • „Vorwürfe kann man hier keinem machen“, da komme ich nicht mit. In keiner Stadt in Deutschland gibt es annähernd solche Auswirkungen, aber man kann niemandem Vorwürfe machen? Auch morgen gibt es keinen annähernden Regelbetrieb und wenn man das heute gesehen hat, ist das ja nur logisch. Die Temperaturen sind ja seit Jahren bis Jahrzehnten erwartbar und an der Haltestelle Goerdelerring, die zu Corona-Zeiten gemacht wurde, sieht es aus als wäre da ne Herde Kühe mit Durchfall drüber gelatscht. Hier wird hoffentlich genau geprüft, wer für dieses Debakel verantwortlich ist, das auch heute wieder prominent zu Beginn in der Tagesschau gezeigt wurde. Ja, es braucht auch mehr Bäume, Grünflächen usw., aber eben auch mehr Resilienz gegen Klimaextreme, die genauso erwartbar sind.

    Die Situation ist leider mal wieder ein Beleg, warum man sein Auto eben lieber nicht abschafft, obwohl man selbst gern mit Rad, ÖPNV oder Zug unterwegs ist.

  • Also wir haben eine Hitzewelle die alle Rekorde bricht und hier wird bzgl. des Tramnetzes in einer "Durchdreh-Rhetorik" geschrieben.

    Dekoratives Anführungszeichen

    [...] In keiner Stadt in Deutschland gibt es annähernd solche Auswirkungen, aber man kann niemandem Vorwürfe machen? [...]

    Das ist Behauptung oder Wissen, wird wie bemessen und steht dementsprechend wo?

    Dekoratives Anführungszeichen

    [... ]Die Temperaturen sind ja seit Jahren bis Jahrzehnten erwartbar [...]

    Diese gegenwärtigen Temperaturverschiebungen waren für das Ende dieses Jahrhunderts erwartet. Dass die Region Leipzig jetzt schon bei +2°C im Schnitt erwärmt ist, war zu dieser Zeit nicht erwarten worden.

    Dekoratives Anführungszeichen

    [...] Hier wird hoffentlich genau geprüft, wer für dieses Debakel verantwortlich ist, [...]

    Der globale Norden seit seiner Industrialisierung? Der menschliche Raubbau an natürlichen Ressourcen, spätestens seit dem Mittelalter? Die unwiederbringliche Veränderung globaler Flora und Fauna durch den Menschen? Hm... 🤔

    Dekoratives Anführungszeichen

    [...] Die Situation ist leider mal wieder ein Beleg, warum man sein Auto eben lieber nicht abschafft, obwohl man selbst gern mit Rad, ÖPNV oder Zug unterwegs ist.

    Da Teile von Autobahnen durch Schäden an der Fahrbahndecke gesperrt wurden, ist das vielleicht nicht die beste Lösung.

    Einmal editiert, zuletzt von hedges (28. Juni 2026 um 22:22)

  • Dekoratives Anführungszeichen

    ich dachte da gäbe es eine "best practice" die je nach Untergrund und Einsatz immer angewendet wird.

    [...]

    "Best practice" bei der gravierendsten Hitzewelle seit den Wetteraufzeichnungen vor 175 Jahren?

  • Welche Städte in Deutschland sind so stark wie Leipzig betroffen? Ist in Halle, Chemnitz oder Dresden die Klimaerwärmung eine andere? Bei den Antworten zu diesen beiden Fragen darf dann doch mal hinterfragt werden, was da falsch gelaufen ist, zumal es eben auch sehr viele neuere Abschnitte betrifft. Klimaerwärmung verlangt eben auch Klimaanpassung auf verschiedensten Ebenen. Ja, mit mehr Klimaschutz bräuchte man weniger Anpassung, aber leider sind wir hier weit weg von einer idealen Welt.

    Übrigens, was da heute die Mitarbeitenden bei diesen krassen Temperaturen an einem Sonntag leisten verdient größten Respekt. Danke dafür.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Ich verstehe es einfach nicht. Hat man nicht geglaubt, dass es zu 40°C in Leipzig kommen kann oder hat man nicht gewusst, dass die verwendete Fugenmasse bereits bei dieser Temperatur solche Probleme macht? Wie kann soetwas passieren - und auch noch in der ganzen Stadt?! Es gibt doch auch in Städten in südlicheren Breitengraden wesentlich häufiger solche Temperaturen und dort fahren die Trams auch mit auf den Straßenspur. Kann das jemand erklären? War es mal wieder eine Geldfrage, die zu kurzsichtig gedacht wurde?

    Wie gesagt, ist die rapide eintretende Veränderung nicht erwartet worden. Also kann das auch nicht kurzfristig gedacht sein. Und du beantwortest deine Frage selbst, südlichere Gefilde und dementsprechend andere Erfahrungen und anderer Umgang mit dem dortigen Klima. Egal ob Architektur, Agraranbau, oder Infrastruktur.

    Und es sind auch nicht nur die 40°C Temperatur auf 2m im Schatten. Es sind Asphaltflächen und Schienen welche sich auf > 60°C respektive > 70°C (sic!) aufheizen und dementsprechend solche Schäden verursachen. Übrigens hat Italien auch erst seit den späten 2000er Jahren angefangen, Reflexionsfarbe an Schienen anzubringen. Portugal, Spanien, Frankreich noch später. Obwohl sie schon viel früher mit Extrem betroffen sind. Das sind Prozesse einer Anpassung.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    In Leipzig sind es aber nicht nur solche harmlosen Erscheinungen wie das Bild aus Nürnberg zeigt, sondern es hat sich stellenweise auch die Straßenoberfläche gehoben bzw. die Gleisführung hat sich sogar verzogen / verworfen. Das ist nochmal eine andere Hausnummer... Da reichen keine Reinigungsarbeiten.

    Es sieht aber genau so aus und betrifft primär den Bereich zwischen Waldplatz und nördlicher Ringstraße, bis Hbf. Von Asphalthebungen wurde nirgends geschrieben und ich habe es selbst nicht erkennen können.

  • Neben technischen Lösungen gibt es auch städtebauliche Antworten, die vielleicht in diesem Forum besser aufgehoben wären.

    Und da fällt mir an erster Stelle das systematische Durchgrünen ein, das die Stadt ja mal beschlossen hatte. Dass die selbst gesteckten Ziele seit Jahren verfehlt werden, kann man ganz nüchtern feststellen.

    Die Stadt Leipzig pflanzt zu wenig Straßenbäume - Ökolöwe

    Und siehe da, laut einer Untersuchung ist unsere gute, alte Linde die Baumart mit der höchsten Kühlungswirkung:

    Studie über die kühlende Wirkung von Bäumen

    Richtig interessant wird es auf dieser Website, wo man tief in Zahlen und Fakten einsteigen kann:

    Steckbrief Bäume als Hitzeschutz - Grüne Stadt der Zukunft

    Dort findet sich auch folgendes Zitat: "Angenommen, Leipzig würde die Zahl der Straßenbäume von derzeit durchschnittlich vier pro 100 m Straße auf sechs steigern: Wenn die neuen Bäume eine mittlere Größe erreicht haben, könnte durch ihre ökologischen und sozialen Leistungen für die Stadt ein zusätzlicher gesellschaftlicher Nutzen im Wert von 5,8 Mio. € pro Jahr entstehen."

    Gut möglich, dass fünf Grad Kühleffekt bereits gereicht hätten, um einige Straßenbahnstrecken zu retten. Dann wäre angesichts des nun zu beklagenden gesamtwirtschaftlichen Schadens die obige Rechnung mit Sicherheit bereits aufgegangen.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Ich bin regelmäßig in Montpellier. Das dortige Straßenbahnnetz wächst schnell und setzt Maßstäbe. Unklimatisierte Bahnen existieren nicht, die Inklusion wird groß geschrieben, jede Haltestelle ist behindertengerecht gebaut. In Montpellier ist es regelmäßig wesentlich wärmer als hier.

    Noch nie habe ich dort solche Erscheinungen gesehen wie jetzt in Leipzig. Da fällt die Straßenbahn auch nicht einfach aus, wenn es 42 oder 43 Grad sind.

    Mir ist völlig unklar wie man eine mitteleuropäische Stadt mit einer halb so großen Stadt am Mittelmeer vergleichen kann. Was genau ist das Argument? Voneinander lernen? Gleiche Erfahrungen können es bisher ja nicht gewesen sein. Oder liegt LE plötzlich am Mittelmeer mit mediterranem Klima?

    Dekoratives Anführungszeichen

    [...] Offene Gleiskörper auf Schotter bzw Rasen sind natürlich nicht betroffen. Fraglich, ob dieser Leipziger Irrweg, dass Straßenbahn und Auto immer zwingend auf eine Spur gepresst werden müssen, richtig ist. Es gab in den vergangenen Jahren ja bereits mehrfach Stimmen aus dem technischen bzw Ingenieurbereich die genau davor gewarnt haben. [...]

    Mega gut Idee! Lass einfach auch Straßenquerschnitte bei Wald-, Kollwitz-, und Heinestraße u.a., mit separaten Gleiskörpern ausstatten. Die rechtlichen Gebundenheiten, Mindestmaße für KfZ-Spuren und Fußwege sowie notwendige Sicherstellung von Fahrradwegen lassen wir einfach raus.

    Alleebäume können dann entweder beseitigt werden oder werden aus Platzgründen gar nicht erst gepflanzt. Dann hat der noch gravierendere Temperaturanstieg in der Stadt, durch Rasen- und Schottergleiskörper, auch keinen so großen Impact.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Neben technischen Lösungen gibt es auch städtebauliche Antworten, die vielleicht in diesem Forum besser aufgehoben wären.

    Und da fällt mir an erster Stelle das systematische Durchgrünen ein, das die Stadt ja mal beschlossen hatte. Dass die selbst gesteckten Ziele seit Jahren verfehlt werden, kann man ganz nüchtern feststellen. [...]

    Gut möglich, dass fünf Grad Kühleffekt bereits gereicht hätten, um einige Straßenbahnstrecken zu retten. Dann wäre angesichts des nun zu beklagenden gesamtwirtschaftlichen Schadens die obige Rechnung mit Sicherheit bereits aufgegangen.

    So ist es!

    Die (besonders) betroffenen Bereiche sind jene welche wir vor einigen Wochen an anderer Stelle im Forum besprochen hatten. Dort herrscht, bei diesen enormen Verkehrsflächen, kaum Verschattung. There we go today!

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Welche Städte in Deutschland sind so stark wie Leipzig betroffen? Ist in Halle, Chemnitz oder Dresden die Klimaerwärmung eine andere? Bei den Antworten zu diesen beiden Fragen darf dann doch mal hinterfragt werden, was da falsch gelaufen ist, zumal es eben auch sehr viele neuere Abschnitte betrifft. Klimaerwärmung verlangt eben auch Klimaanpassung auf verschiedensten Ebenen. Ja, mit mehr Klimaschutz bräuchte man weniger Anpassung, aber leider sind wir hier weit weg von einer idealen Welt.

    Übrigens, was da heute die Mitarbeitenden bei diesen krassen Temperaturen an einem Sonntag leisten verdient größten Respekt. Danke dafür.

    Natürlich müssen alle Faktoren hinterfragt werden. Aber Respekt hier, dort aber nicht, finde ich irgendwie nicht angebracht. Niemand hat gerade die 1A Lösung, vor allem nicht bei einem globalen Problem auf regionaler Ebene. Man wird in Leipzig nun eben noch schneller nach Südeuropa schauen müssen und von dort lernen.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Vielleicht gehen wir mal weg von Montpellier, sondern nach Erfurt, Halle, Chemnitz oder Dresden.

    Sind dennoch völlig andere Stadtstrukturen und Tramnetze als jene von Leipzig. Es geht auch nicht um den Vergleich sondern wo man auf Erfahrungen schauen sollte. Siehe oben. Lyon als Partnerstadt ist da sicher keine schlechte Idee bzw. Anfang.

  • Was doch deutlich wird, dass die vor allem neu verbaute Fugenmasse in Leipzig nicht den Hitzeanforderungen gerecht wird, während es unter ähnlichen Temperaturen unweit von Leipzig besser funktioniert. Ja, gern auch nach Südeuropa noch schauen.

    Was die ganzen städtebaulichen Dinge um Begrünung usw. angeht, bin ich doch komplett bei euch. Auch da muss auf eine klimaresiliente Bepflanzung geachtet werden, wie eben beim Schienenbau auch.