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Ich bin regelmäßig in Montpellier. Das dortige Straßenbahnnetz wächst schnell und setzt Maßstäbe. Unklimatisierte Bahnen existieren nicht, die Inklusion wird groß geschrieben, jede Haltestelle ist behindertengerecht gebaut. In Montpellier ist es regelmäßig wesentlich wärmer als hier.
Noch nie habe ich dort solche Erscheinungen gesehen wie jetzt in Leipzig. Da fällt die Straßenbahn auch nicht einfach aus, wenn es 42 oder 43 Grad sind.
Fairer Weise muss man sagen, dass die ein kompletter Neubau der 00er-Jahre ist. Leipzig hingegen schleppt bis heute viele DDR-Altlasten mit. Das man allerdings derart unvorbereitet auf das Extremwetter ist, ist natürlich trotzdem schwach - und im Gegensatz zum Winter kann man nicht mal sagen, dass sowas künftig selten vorkommt. Ich bin gespannt, welche Schlüsse man daraus nun ziehen wird.
