Neubau Salzbachtalbrücke

  • Der Bereich der gesprengten Brücke sieht nun schon recht aufgeräumt aus. Das Team hat gute Arbeit geleistet und liegt anscheinend im Zeitplan. Heute Nachmittag waren jedenfalls keine Tätigkeiten mehr beobachtbar.


    Eine Strecke von ca. 250 Metern ist bereits von Betonbrocken befreit, lediglich die riesigen Mengen an Sand müssen noch abtransportiert werden. Am westlichen Brückenende sind die Abbruchmaschinen noch nicht fertig, dort warten noch Betonpfeiler und Fahrbahnflächen auf die Zerkleinerung und den Abtransport. Beide Widerlager stehen auch noch weitgehend.


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    Beim westlichen Widerlager findet parallel zu den Abbrucharbeiten schon die Erstellung von Bohrpfählen statt. Hoffentlich kann der Hochbau bald beginnen.


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    So viel Sand, wie am Strand:


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    Die wichtige Ausfallsstraße B263 ist möglicherweise bald freigeräumt. Dann könnte an dieser Stelle der Autoverkehr Richtung Mainz wieder fließen.


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    Fotos: Beggi

  • Wöchentlicher Zustandsbericht:


    In dieser Woche wurden riesige Mengen an Material, also Sand, Bauschutt und Bewehrungsstahl abgefahren. Das Salzbachtal wirkt sehr leergeräumt und an der Stelle der Bahngleise ist kein Höhenunterschied zum ursprünglichen Niveau mehr festzustellen. Allerdings wurde eine Sandhalde beibehalten, über die die Baufahrzeuge Richtung Osten fahren können, ohne das Gleisbett zu beschädigen.


    Die gesprengten und querliegenden Fahrbahnteile sind nun alle zerkleinert worden, von den Brückenpfeilern und Widerlagern sind aber noch Reste vorhanden.


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    Die Abrissbaustelle sieht auf der gesamten Länge aus, wie eine riesige Metallgewinnungsanlage.


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    Am östlichen Widerlager wachsen langsam ein Fuhrpark und ein Materialcontainerlager von Bickhardt Bau, einem Straßenbau-Spezialisten, heran. Der aufgeschüttete große Sandhaufen dient vermutlich zur Verfüllung, nachdem das Widerlager abgerissen wurde.


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    Fotos: Beggi

  • ^ Eine Woche später sind sämtliche Brückenteile verschwunden, nur noch ein ganzes und ein halbes Widerlager sind stehengeblieben. Große Mengen Sand müssen auch noch abtransportiert werden.


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    Das halbe östliche Widerlager:


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    Ich glaube, mit der derzeitigen Beschilderung stimmt etwas nicht.


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    Die im Vordergrund zu sehende B263 könnte vermutlich innerhalb eines Tages freigeräumt werden, dann wäre den Baufahrzeugen jedoch die wichtige Überquerung der Bundesstraße nicht mehr möglich.

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    Bald können die Wiesbadener wieder ohne Umwege Richtung Mainz fahren, die Straße ist nicht stark beschädigt und schon weitgehend freigeräumt.


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    Fotos: Beggi

  • Die Mainzer Straße / A671 ist nun freigeräumt. Jetzt müssen bloß noch die dicke Matschschicht entfernt und eventuell vorhandene Bohrlöcher des Sprengmittelräumdienstes beseitigt werden. Mal sehen, wann die Straße wieder geöffnet wird.


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    Ein "bisschen" Sand verbleibt vor Ort, vermutlich für spätere Aufschüttarbeiten.


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    Schlechtwetterfotos: Beggi

  • In etwa zwei Wochen soll die Bundesstraße und der dazugehörige Radweg wieder eröffnet werden. Vorher erhalten die Fahrwege noch einen neuen Asphaltbelag. Die Bahnstrecke Wiesbaden - Mainz soll am 22.12.2021 wieder in Betrieb gehen, also noch vor Weihnachten.


    Diese und weitere Informationen sind nachzulesen bei WELT.de.

  • Gegenwärtig stellt ein großes Aufgebot von Straßenbaumaschinen die inzwischen abgetragene Asphaltdecke auf der Straße unter der ehemaligen Salzbachtalbrücke wieder her. Alles wird neu gemacht, auch der Gehweg und die Bordsteine.


    In Wiesbaden und auf der A66 ist auf Leuchtschildern zu lesen, dass der Bahnverkehr vom und zum Hbf Wiesbaden ab dem 22.12.2021 wieder läuft.

  • Die hessenschau widmet einen längeren Artikel der Wiederherstellung der diversen Verkehrswege und eine Bewertung der „Unannehmlichkeiten“ für die Wiesbadener und Pendler. Zusätzlich ist Bildmaterial dabei.

  • Im Webauftritt der Autobahn GmbH ist das Gutachten "Ermittlung und Bewertung von Schadenursachen" bei der Salzbachtal-Brücke online einsehbar.


    Die hessenschau hat die Ergebnisse ganz gut zusammengefasst, Die Brücke war schon immer, d.h. seit Inbetriebnahme ein Sorgenkind, am Ende haben mehrere Ursache zusammengewirkt:


    - wenig tragfähriger Baugrund, Setzungen schon kurz nach Inbetriebnahme;
    - für Risse anfälliger Spannstahl;
    - mangelhaftes Rollenlager (für die zu erwartenden Dehnungen ungeeignet)

    - hohe Sonneneinstrahlung führte am Schadentag zu extremer Dehnung, u.a. weil die Sonne direkt auf den Beton einstrahlte, nachdem die Fahrbahndecke entfernt worden war.

  • Die Bundesstraße ist nun wieder in beiden Richtungen befahrbar. Bei den Autobahnauffahrten laufen allerdings noch Asphaltierungsarbeiten. Einige verbliebene Fundamente unter der Erde werden auch noch abgebrochen. Die Eisenbahnschienen scheinen weitgehend verlegt zu sein, von Oberleitungen ist aber noch nichts zu erkennen. Gegenwärtig wird Schotter eingearbeitet und verdichtet. Eisenbahnwaggons fahren schon über die neuen Schienen und bringen immer wieder Nachschub herbei.


    Es müssen immer noch große Mengen Sand und Erdreich ausgebaggert und abtransportiert werden. Auf dem zerklüfteten Gebiet werden Muldenkipper mit dem Aushub beladen. Diese kippen es auf ein stillgelegtes Teilstück der A66, wo es auf LKW Kipper verladen wird.


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    Muldenkipper in Aktion:


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    Die A66 als Zwischenlager:


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    Fotos: Beggi