Beiträge von zuzux

    Auf dem Baufeld Hafenallee I, zuletzt erwähnt in Beitrag #197, wurde ein Bauschild aufgebaut. Da es bei meinem Besuch schon dunkel war, zunächst noch kein Foto. Allerdings ein Hinweis aus die Projektseite AQA Zollhafen Mainz


    Dort zu entnehmen:

    - Vertriebsstart Q3 2021

    - Fertigstelleung Q3 2021

    - ca. 105 Wohnungen: 1-5 Zimmer mit je ca. 33-150qm


    Edit: Nachtrag Foto vom Bauschild:

    Die AZ bietet in einem Artikel (hinter Paywall) 360° Innenansichten und einzelne Fotos von drinnen und draußen: 360-Grad-Tour durch den RGZM-Neubau in Mainz


    Das Titelbild mit einem Blick auf den aktuellen Zustand sollte auch ohne Konto einsehbar sein: klick

    (so war es in der Vergangenheit, bitte rückmelden, wenn nicht mehr)


    Im Artikel wird Schlüsselübergabe im Herbst genannt, offizielle Eröffnung wird für das Frühjahr 2022 angepeilt. Der Wettbewerb für Kunst am Bau ist noch nicht abgeschlossen und es wird aktuell ein Pächter für das Bistro gesucht.

    Die Allgemeine Zeitung berichtet in ihrem Artikel "Leserimpuls: Ein Naturschwimmbad im Mainzer Zollhafen?" (hinter paywall), dass der Wasserbau-Ingenieur Alexander Kiefer für das nördliche Hafenbecken unter dem Arbeitstitel "Heilige Makrele" ein Naturschwimmbad entworfen hat und hiermit an die Stadtverwaltung herangetreten ist, bei der seine Ideen bereits auf positive Resonanz stießen. Kiefers Pläne sehen geschwungene, statische Pontons am Ufer, sowie schwimmende im Becken, eine naturnahe Bepflanzung und eine 50-Meter-Bahn vor. Ein Filterdamm diene als natürliche Kläranlage.


    Weitere Infos und Visuelles gibt es unter anderem im Instagram Kanal der Heiligen Makrele: @heilige.makrele.mainz

    Update: jetzt vermeldet auch ELWIS die Vollsperrung. Für das Fahrwasser Rhein Biebricher Stromarm allerdings nur für den 27.01., für den Mombacher Arm vom 25.-28.

    Die AZ vermeldet hierzu passend nun im Artikel "Die letzte Lücke der Schiersteiner Brücke wird geschlossen" (hinter paywall):


    - 25.01.&26.01.: Verladung auf Ponton

    - 27.01.: 90° Drehung und Fahrt in den Mombacher Rheinarm

    - 28.01.: Einheben des Brückenteils

    Zum Freiraumwettbewerb der Nordmolenufers nun auch eine offizielle Pressemitteilung auf der Homepage der Zollhafen GmbH: Freiraumwettbewerb Grünufer Nordmole entschieden. Der Zeitplan wird wie folgt beschrieben:


    - Rückbau inklusive Bodensanierung: bis Dezember 2021

    - Herstellung Grünfläche: ab 2022, ggf. in Abschnitten

    - Fertigstellung: ab 2023, ggf. in Abschnitten


    Da es heute sonnig war, hier ein Fotospaziergang zur Quartiersgarage. Zunächst einmal einmal mit Blick aus Richtung Rheinallee und einmal aus Richtung An der Hafenbahn:


    Für einen besseren Eindruck des Fassadenmaterials:


    Und zu guter Letzt die Quartiergaragen im Zusammenspiel mit ZigZag & Waterkant, Rheinkontor & Waterkant, sowie Waterkant:


    Auf den übrigen Baufeldern tut sich sichtbar nicht viel. Bei Rheinallee IV steht die Hälfte des Untergeschosses. Beim DOXX wird die Dämmung angebracht, allerdings keine neuen Fassadenelemente. Alle bisher angebrachten Elemente wurden nicht gekürzt und ragen daher weiterhin in Fenster- und Türbereiche. Bei Hafeninsel V ist man im Rohbau beim dritten Obergeschoss angelangt (Bild 1, Blickrichtung von Norden), bei Rheinallee I sind Rohbau von Unter- und Erdgeschoss, sowie das erste Stockwerk der äußeren Gebäudeteile fertig (Bild 2, Blickrichtung von Osten):

    Fotos: zuzux

    Über die Eröffnung des Parkhauses am Zollhafen berichtete nun auch die Allgemeine Zeitung: Parkhaus am Mainzer Zollhafen eröffnet (hinter Paywall). Aus der Kommentarspalte geht weiterhin hervor, dass ein ursprünglich angedachter Bahnübergang zum Gewerbe- und Industriegebiet "Die Werft" aufgrund der Komplexität aus wirtschaftlichen Gründen nicht realisiert werden wird.


    Der Gewinner des Wettbewerbs zur Freiraumgestaltung der Nordmole wurde außerdem bekannt gegeben. Erneut setze sich das Berliner Büro SINAI Landschaftsarchitekten gegen fünf andere Bewerber durch. Die Zollhafen GmbH vermeldet auf ihrem Facebook-Auftritt, der hohe Anteil Grünflächen sowie der spielerische Umgang der Topographie haben überzeugt. Vorgesehen für die 10.000qm große Naherholungsfläche seien laut Gründezernentin Katrin Eder verschiedene Nutzungsbereiche, darunter unter anderem Liegeflächen, eine "Sportsbay" und Flächen für eine mögliche temporäre Gastronomie. Zum kompletten Beitrag inklusive Übersichtsplan sowie zweier Visualisierungen, geht es hier entlang: Link zum Beitrag

    Das Projekt um einen Neubau an der prominenten Stelle Bahnhofstraße Ecke Große Bleiche zum Ersatz der Nachkriegs-Pavillon-Bebauung ist gescheitert, wie die AZ berichtet: Kein schicker Neubau am Mainzer Münsterplatz (hinter Paywall). Die Investorenfamilie nehme aufgrund der Corona-Krise Abstand vom Projekt und werde nun lediglich die Gebäude Ecke Bahnhofstraße und Mittlere Bleiche sanieren und neu vermieten. Für die übrigen Gebäude gedenkt die Stadt, einen neuen Investor zu suchen, um dann wenigstens an der platzzugewandten Seite einen Neubau realisieren zu können. Es werde daher auf lange Sicht keine große Lösung geben und auch ein möglicher Neubau zukünftig von Baulücken umgeben sein.

    Und was macht die Stadt? Sie plant die CityBahn über die Biebricher Allee nach Biebrich. Die Biebricher wollen diese Bahn nicht, weil die eh ihren Kiez lieben und nur wenige nach WI wollen. Höchstens die Schüler, die zur Schule wollen, aber da fährt die Bahn nicht hin ... toll!

    Hier sei aber erwähnt, dass bei den allerersten Entwürfen der Planung die Bahn eben nicht durch Biebrich sondern entlang der Konradinerallee geführt werden sollte, so wie das bei früheren Planungen der Stadtbahn (wie von dir beschrieben) angedacht war. Erst der Protest der Biebricher und des dortigen Ortsbeirats, nicht einfach links liegen gelassen werden zu wollen, führten auf die Trasse entlang Biebricher Straße und Biebricher Allee mitten durch Biebrich. Nur um dann später die Trasse nicht mehr zu wollen.

    Wie geht’s im Allgemeinen weiter?

    Merkurist hat das grob skizziert: Das sind die nächsten Schritte, wenn Wiesbaden gegen die Citybahn stimmt

    Einen echten Plan B gibt es derweil nicht. Es wurde aber aus dem Wiesbadener Verkehrsdezernat angekündigt, dass man sich nun ohne Citybahn auf Maßnahmen einstellen müsse, die auf Kosten von Fahrspuren und Parkplätzen stattfinden werden. Die nächst-bessere Alternative zur Citybahn wäre ein BRT, den man aber eigentlich niemand will. Aus guten Gründen.

    Die alternative Route über Kastel zur Anbindung des Ostfelds werde aus Sicht der Mainzer Verkehrsdezernentin aufgrund der Ablehnung in Amöneburg (69,1%), Kastel (57,1%) und Kostheim (58,7%) nun unwahrscheinlicher. Mainzer enttäuscht über Ablehnung der City-Bahn in Wiesbaden (Paywall). In Mainz halte man an den eigenen Prüfungen und Plänen zum Ausbau des Straßenbahnnetzes fest (Binger Straße, City-Ring, Heilig-Kreuz-Viertel).


    Für den Rheingau-Taunus-Kreis bleibt zu wünschen, dass sich eine alternative Finanzierung zur Reaktivierung der Aartalbahn findet. Dass dies bisher an der fehlenden Förderfähigkeit scheiterte, hielt die Gegner der Citybahn dennoch nicht ab, die Reaktivierung mantraartig einzufordnen, ohne sich dabei mit der Thematik eingehender zu befassen. Das wurde nicht zuletzt bei einer Podiumsdiskussion deutlich: City-Bahn: Ja oder Nein? - Die Aufzeichnung der Diskussion

    Ich bin kein Wiesbadener, kann mir jemand erklären warum man eine Straßenbahnverbindung nach Mainz ablehnen sollte?

    Die Gründe sind zahlreich:

    - Wiesbaden hat eine starke Autolobby

    - der Modal Split zeigt, dass in Wiesbaden 47% der Wege mit dem Auto zurückgelegt werden, das ist sogar mehr als 2014; auffällig häufig werden hier auch Strecken im Bereich unter 2km mit dem Auto zurückgelegt

    - eine populistisch arbeitende Bürgerinitiative mit Verankerung in der Wiesbadener FDP: man wurde nicht müde über Monate und Jahre falsche Behauptungen zu wiederholen und ein Horrorszenario zu zeichnen; man war sich sogar nicht zu schade, die noch in öffentlichen Podien zu wiederholen, wo sie einem dann um die Ohren flogen, in den Köpfen waren die Behauptungen aber schon fest verankert (siehe Link oben, Stichwort Aufzeichnung)

    - ein Verkehrsdezernat, das die im Luftreinhalteplan zur Abwendung des Dieselfahrverbots umsetzt, was üblicherweise Umstrukturierungen für den MIV bedeutet, die gerade in jüngster Vergangenheit sauer aufstießen, aber dadurch nicht minder nötig waren

    - eine miserable PR-Agentur zur Betreuung des Projekts

    - einige Affären innerhalb der Lokalpolitik, durch den sich vermutlich einige befähigt sagt, sich durch den Entscheid an "denen da oben" abzuarbeiten und mal eine mitzugeben

    -

    Bei der Fassade des DOXX geht es sichtlich voran. Es wirkt so, als ragten die Spitzen der Elemente teilweise über die Fensterflächen.


    Bei der Haveninsel V deutet sich der Zugang zur Tiefgarage so langsam an (Blick von der Straße "An den Grachten" Richtung Rhein):


    (Fotos von mir heute geschossen)

    Sieht das da so aus, dass die Autos über die Brücke geführt werden sollen? Die Symbolik in den Plänen kann man so interpretieren. Das wäre aber doch irgendwie skurril.

    Skurril vielleicht, aber anders sehe ich keine Möglichkeit. Schaut man sich die Pläne des zweitplatzierten Büros an, ist die Rampe auch neben der Toreinfahrt eingezeichnet:


    https://www.blauraum.eu/typo3temp/pics/403fd8c702.jpg

    Grafik: blauraum



    Mod: Einbindung in Link geändert, bitte kein Hotlinking.

    Das Ziel der heutigen Zollhafentour war eigentlich, die neu ausgegrabenen Festungsmauern der Befestigung aus den den Jahren um 1870 herum anzuschauen und zu fotografieren. Durch die Absperrungen auf der Nordmole kam ich aber nicht einmal in die Nähe. Aus diesem Grund verlinke ich hier einen schönen Bericht des SWR, in dem die Festungsanlage wunderbar zu sehen ist. Der stadtseitige Teil wird leider wieder vergraben werden, die Mauer Richtung Rhein soll in die Ufergestaltung einbezogen werden.

    Man kommt auf der nördlichen Seite bis auf 2m heran. Dort ergibt sich dieser Blick (eigene Fotos vom 01.08.):

    zoll1zuk8k.jpg zoll2tkk0o.jpg


    Weiteres, aktuelles Foto- und Videomaterial gibt es hier:
    Youtube Kanal der Allgemeinen Zeitung

    Facebook Post der Zollhafen GmbH

    Merkurist Artikel


    Bei einem Presserundgang mit Oberbürgermeister Ebling bringt dieser indes die Idee eines Rheinschwimmbads auf Höhe der Nordmole ins Spiel. Mehr dazu in einem AZ-Artikel (hinter Paywall). Dies sei aber nur eine erste Idee und bedürfe genauer Prüfung. Wer sich allerdings die Wettbewerbsergebnisse von 2014 zur Freiraumplanung des Zollhafenareal anschaut, wird merken, dass diese Idee an besagter Stelle ursprünglich aus dem Architekturbüro Bierbaum.Aichele stammt. Der insgesamt grünere Entwurf für das gesamte Areal belegte damals nur den dritten Platz:

    https://www.competitionline.com/de/ergebnisse/154148

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    Zwischen Baucontainern und Baustelle steht ein exemplarisches Betonteil mit Fassadenelement. Man erkennt es ganz klein auf deinem zweiten Foto zwischen Vermarktungscontainer und Lok. Ich selbst kann nur ein semi-gutes Foto aus dem letzten Jahr beisteuern:

    img-20191124-wa0005ffka5.jpg

    Foto: zuzux

    Als ich gerade so am Schwärmen war, kamen wir an einer Visualisierung der Bebauung für die Nordmole vorbei. Kurzzeitig entstand bei mir ein Mini-Schock. Was für ein Unterschied, wie simpel, wie kreativlos! Und dann auch noch ...

    Die Visualisierung stellt lediglich eine mögliche Ufergestaltung und für die Gebäude die erlaubte Baumasse dar, keinesweg die finale Gestaltung. Lässt aber erahnen, wie eng es dort werden wird. Was am Ufer nun zunächst passiert, lässt sich hier nachlesen: Mainzer Nordmole: Grün auf 500 Metern Länge

    Die Busse aus Richtung Großer Bleiche fahren seit der Fahrplanumstellung alle direkt weiter Richtung Hbf West. Das Abbiegen kommt nicht mehr vor. Auch bei einer eventuellen Straßenbahnverbindung wird so geplant, dass die Haltestelle Hbf ausgelassen wird. Ein Gleisdreieck auf dem Alicenplatz war in den bisherigen Ideen zu diesem Neubau aber zumindest angedacht.