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Die Vermeidung eines jeden Wettbewerbsverfahrens und insbesondere eines für den Bauteil vor dem Erlweinspeicher finde ich allerdings sehr suspekt.
Bei dieser Lage und Bausumme! Nach meinem Dafürhalten ist das Vetternwirtschaft. Ein Wettbewerb wäre wenigstens kaschierte Vetternwirtschaft gewesen, das heißt, es hätte Entwürfe verschiedener Vettern zur Auswahl gegeben und vielleicht sogar der Bessere gewonnen.
Kurios finde ich, dass bei der Begründung der Denkmalwürdigkeit des Landtags, was ja erst vor einigen Monaten erfolgte, ausgerechnet der Hof besonders hervorgehoben wurde, jener Hof, der nun bebaut wird. Zwar durch den gleichen Architekten, aber seltsam ist der Vorgang dennoch. Die ganze Unterschutzstellung ist eine einzige Bauchpinselei unter guten Bekannten. Das Landtagsgebäude würde als Zentrale der städtischen Sparkasse keine Sau jucken, aber da von einem in Dresden weltbekannten Stararchitekten ersonnen, muss es ja ein Juwel sein. Das Bauwerk hat keinerlei Identifikationskraft, außer für eine winzige Bubble von Glasfetischisten, die den Namen Kulka kennen.

