Beiträge von Jester

    Neubau Carolabrücke

    Die unterlegenen Planungsteams verzichten nun wohl rechtlich gegen die Stadtratsentscheidung vorzugehen, wie in der Presse zu lesen ist (Link).

    Grassl begründet es damit, dass man für die "Beschleunigung von Infrastrukturprojekten" stehe. Deswegen wurde auf einen Nachprüfungsantrag verzichtet. LAP gab keine Gründe an.

    Das Thema der stadteinwärtigen Fahrradwegeführung wäre nun wohl auch nur noch ein politisches und kein vergaberechtliches Thema mehr, ist auch zu lesen (Link).

    zu #1.387 ff.

    Der vorherige Investor hatte es scheinbar irgendwann satt und hat verkauft. Und der neue hat aufgrund der Vorgeschichte wahrscheinlich gar nicht erst angefangen sich mit der Stadt über eine gemeinsame, stadtraumverträgliche Lösung abzustimmen und macht jetzt einfach sein Ding. Die Stadt wird es jetzt genehmigen müssen, da es mutmaßlich keine verbindlichen Vereinbarungen zwischen Grundstückseigentümer und Stadt gibt und es versäumt wurde ein städtebauliches Konzept zu erarbeiten.

    Investor Thomas Bohn möchte das Kühlhaus im Ostragehege kernsanieren und umbauen, wie die SZ berichtet. Auf der Internetseite des sogenannten Ostrahub steht, dass auf ca. 6.000 m² Fläche über 4 Etagen Büros sowie Wohnen auf Zeit realisiert werden sollen. Ein Restaurant soll es wohl auch geben, sagt Google.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Bekannt ist die Ecke Freiberger Straße/Bauhofstraße von rohdecan architekten, neu ist der nördlich anschließende Baukörper. Kennt da jemand die Architekten?

    Ich vermute, dass der angrenzende Baukörper auch von rohdecan ist. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass ein Investor für ein Projekt mit 2 verschiedenen Planern arbeitet. Wäre doppelter Aufwand. Und bei den 2 gezeigten Innenraum-Visualisierungen aus jeweils einem der beiden Baukörper ist die gleiche Konstruktionsart ersichtlich.

    Neubau Radparkhaus am Neustädter Bahnhof

    Jetzt war erster Spatenstich, wie die Presse berichtete (z.B. hier).

    Fertigstellung Rohbau bis Frühjahr und komplett dann bis Ende nächsten Jahres. 800 Fahrrad-Stellplätze entstehen. Diese sollen kostenpflichtig sein, damit sich die Investition für den Bau selbst trägt. 2,4 Mio. Fördermittel gab es. Betreiber gibt es noch nicht. Die Stadt hätte gern den bereits feststehenden Betreiber vom zukünftigen Fahrrad-Parkhaus am Hauptbahnhof.

    Landtagserweiterung

    Heute soll der erste Spatenstich für die Neubauten erfolgen, gemäß MDR (Link). Im Artikel gibt es auch eine Visu vom Neubauriegel von hinten. Im Themenstadtplan ist jedoch noch keine Baugenehmigung verzeichnet.

    Erst sollen die Neubauten (Riegel und Kubus im Innenhof) gebaut werden, anschließend wird der Bestand saniert. Insgesamt soll es 10 Jahre in Anspruch nehmen und ca. 460 Mio. Euro kosten. Kritisiert wird das Volumen (baulich und kostentechnisch) vom Bund der Steuerzahler.

    In einem älteren Artikel (Link) gibt es sogar eine Visu von Richtung Augustusbrücke aus der Luft (werden wohl höchstens die Ballonfahrer jemals so sehen) und eine Visu vom Kubus im Innenhof.

    Die Bauphase 0 vom 1. Bauabschnitt der Königsbrücker Straße hat nun begonnen.

    1, Bauabschnitt ist vom Albertplatz bis Stauffenbergallee. Bauphase 0 umfasst gemäß STA folgende Arbeiten:

    • Gleis- und Weichenarbeiten am Albertplatz und in der Antonstraße einschließlich Arbeiten am Gleisdreieck, am Gleisbogen und an der Weichensteuerung
    • vorbereitende Arbeiten im Bereich des geplanten unterirdischen Gleichrichterunterwerks zwischen Schwepnitzer Straße und Eschenstraße, darunter Baufeldfreimachung, Kampfmittelsondierung, Oberflächenaufbruch, Suchschürfe und Medienarbeiten
    • abschnittsweise Tiefbau- und Leitungsarbeiten in Gehwegbereichen zwischen Albertplatz und Katharinenstraße sowie zwischen Scheunenhofstraße, Eschenplatz und Schauburg.

    Weitere Infos zu den Bauphasen gibt es auf der Projektseite der Stadt (Link).

    Im Bereich Albertplatz stehen schon umfangreiche Absperrungen und teilweise wurde der Gehwegbelag aufgenommen. Vor der Sparkasse an der Ecke Königsbrücker Str. und Katharinenstraße wurde gestern bereits der erste große Baum gefällt und sofort zerlegt. Die nächsten Bäume Richtung Albertplatz folgen wohl zeitnah, hier finden gerade Sicherungs-/Rückbauarbeiten an den Grundstückseinfriedungen statt.

    Danke Ziegel für die Auflistung der Einschätzungen zu den Entwürfen. Bestätigt mal wieder, dass vielleicht doch Grassl besser wäre, als Fhecor oder LAP. Aber auf die wurde sich Stück für Stück immer mehr eingeschossen und es so weit getrieben, dass jetzt auch keiner zurück will.

    Ich hätte mir echt gewünscht, dass es mal eine Bewertungsmatrix gegeben hätte, in der die gesamten Einschätzungen aller Beteiligten (Ämter, Experten, jetzt noch Anwälte, etc.) dazu einfach und leicht nachvollziehbar dargestellt worden wären, so dass jeder transparent die Vor- und Nachteile erkennen kann. Wäre von Anfang an gut gewesen und hätte immer ergänzt um neue Infos fortgeschrieben werden können. Bei so vielen Informationen und Abhängigkeiten wäre das echt sinnvoll, für alle.

    Bei den Neustadt-Piraten habe ich eine Zusammenfassung der Sondersitzung der Stadtbezirksbeiräte gefunden: hier. Darin enthalten sind u.a. auch eine Präsi der Stadt, die Anträge der Stadträte (1. Umweltbrücke ohne KFZ, 2. Brücke mit 2 KFZ-Spuren) sowie einem Ergänzungsantrag des OB (Bestätigung Begründung Weiterbeauftragung LAP, Einbeziehung Begleitgremium bis Bauabschluss). Ansonsten wurden alle bereits öffentlich bekannten Themen nochmals abgearbeitet.

    Abstimmungsergebnisse der Anträge:

    Antrag Umweltverbundbrücke: Neustadt 2x ja, 10x nein; Altstadt 5x ja, 5x Enthaltung, 10x nein

    Antrag 2 Spuren: Neustadt 9x ja, 3x nein; Altstadt 10x ja, 10x nein

    Ergänzungsantrag: Neustadt 9x ja, 1x nein, 2x Enthaltung; Altstadt 1x ja, 5x nein, 14 Enthaltungen

    Rechnet man am Ende die Stimmen aller zusammen (Neustadt und Altstadt)? Nicht ganz klar ist mir, welche Verbindlichkeit diese Anträge nun haben, wenn es immer heißt, entscheiden kann es nur der Stadtrat.

    Und verwundert bin ich mal wieder ob der Tatsache, dass scheinbar (wieder) nur die Entwürfe von LAP und Fhecor behandelt wurden. Die anderen Entwürfe sind ja auch noch vorhanden und könnten gewählt werden. Wenn es nun verstärkt auch wieder um das Thema Kosten geht, müsste man doch unweigerlich auch wieder über Grassl reden müssen.

    Also zusammengefasst: ein Entwurf darf nicht grundlegend überarbeitet werden, der Entwurf von Fhecor wird damit wahrscheinlich nicht als Ersatzneubau durchgehen, Kühn wertet das jedoch nicht als Ausschlusskriterium für den Entwurf (warum auch immer) und würde auch ohne Planfeststellungsverfahren bauen, da dieses erst jemand einklagen müsste... oh Gott. 😵

    Also wird es am Ende LAP.

    Dekoratives Anführungszeichen

    ...beim Grau intervenierte wohl doch das SPA...

    Ist das wirklich so gewesen oder nur deine Vermutung?

    Und zu deiner Frage: ja, es gibt relativ flache Riehmchen (1-2 cm). Bei den abgebildeten Elementgrößen werden diese allerdings stärker sein müssen, schätze ich. Bei mehr als 3 cm Stärke benötigen Fassadenverkleidungen allerdings eine Unterkonstruktion und können nicht einfach aufgeklebt werden. Eine solche UK ist hier nicht vorgerüstet. Von daher kann man gespannt sein, ob die Verkleidung so großformatig ausfallen wird, wie in der Visu. Oder ob es ein anderes Material als Sandstein sein wird.

    Ein weiterer Artikel zu den Diskussionen rund um die Entwürfe der Carolabrücke (Link). Größtenteils nichts neues.

    Interessant finde ich die letzten beiden Abschnitte. Dort wird berichtet, dass die Kooperation der Stadträte von Piraten, Volt und Die PARTEI einen Ersetzungsantrag eingebracht haben. Dieser sieht vor, dass die Brücke komplett ohne KFZ-Spuren gebaut werden soll. Alle anderen Nutzungen bleiben bestehen. Ein Radschnellweg soll noch hinzukommen. Die Gleisanlagen sollen auch für Rettungsfahrzeuge, Busse und Taxis dienen sowie für Umleitungen. Argument: es "(...) sei billiger, schneller fertig und bringe einen höheren Bundeszuschuss, je größer der Anteil für den Nahverkehr sei." <mit einer Ersparnis von rund 70 Millionen Euro wird gerechnet.


    Für eine andere Richtung hat sich ein neues Bündnis von Stadtbezirksbeiräten aus SPD, Linke, Grüne gebildet (Link) : 2 statt 4 Spuren, Einsparung von 25-30 Mio. Euro beim Bau und ca. 10 Mio. aufgrund geringerer Kreditzinsen und Wartungskosten. Ein entsprechender Ergänzungsantrag wird für die "Sondersitzung am Dienstag" (weiß jmd. dazu mehr?) und im Stadtrat "gefordert".