Beiträge von mahlzeit

    Die Website und die Transparenz ist schon mal klasse - interessant finde ich allerdings, dass die Kriterien für die Vor- und Nachteile zu einem großen Teil arg gewürfelt wirken... teilweise sogar mit offensichtlichen Fehlern und Inkonsistenzen.


    Variante 2 wird meiner Meinung nach klar bevorzugt, wirklich überraschend kommt das nicht - und ich denke , ich könnte gut damit leben. Schade allerdings, dass Variante 5 irrational negativ betrachtet wird, denn hier gibt es Potenzial für eine wirklich mutige und spektakuläre Lösung. Ich musste schon schmunzeln, als ich las, dass das Freiwerden eines absoluten Sahne-Grundstücks als Nachteil bezeichnet wird...

    Vor einigen Jahren hatte ich an dieser Stelle geschrieben, dass ich den Deutsche-Börse Cube gerne am Güterplatz sehen würde. Eine gewissen "Klobigkeit" bringt der Bauplatz mit sich - ein höheres Gebäude würde meiner Meinung nach das gesamte entstehende Ensemble versauen.


    Nennen wir's "massiv" - Check! ...für alle Entwürfe.


    Der Gewinner sagt mir sehr zu. Ich denke, die unruhige Krone wird eine tolle Wirkung entfalten, wenn man sich über die Mainzer Landstraße nähert. Vom Skyline Plaza her wird sie eher nicht sonderlich auffallen - da stehlen andere Bauwerke die Schau.


    Die Kritik an der _Aus_krageung teile ich hauptsächlich deswegen nicht, weil das Gebäude eigentlich kaum Auskragt, sondern es sich größtenteils um Rücksprünge handelt - hier entsteht kein Schwesternwohnheim 2.0 sondern ein Hochhaus mit einem aufgelockerten Abschluss.

    Liebe Leute, Ihr wisst schon, wo dieses Gebäude steht und was es ersetzt?


    Da ich höchstwahrscheinlich in die weitere Definition von "Linke Pseudo-Avantgarde" passe (Linksgrünversifft, das hatte ich allerdings schon öfter) verstehe ich auch nicht, was an diesem unscheinbaren Lückenfüller so schrecklich sein soll: Aus Fußgänger- oder Auto-Perspektive fällt das Gebäude schlicht überhaupt nicht auf, höchstens kann man sich am gelungenen (!) Sockel erfreuen. Dass ein Staffengeschoss oder ein wie-auch-immer gearteter Abschluss fehlt... naja, damit ist "Mitte 160" in OF nicht gerade alleine.


    Aber ein bisschen rumpöbeln geht natürlich immer. Mach's besser!

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    Mit Verlaub: Dort stehen in unmittelbarer Nachbarschaft einige der attraktivsten Gebäude der letzen 15 Jahre. DAS war nicht mein Punkt :nono:


    Freunde, das hier ist ein UMBAU - aus einem echten Tiefpunkt wird ein recht attraktives Bauwerk. Auf das Dach soll ein Schwimmbad, ins EG ein Restaurant. Cool, oder?


    Hier war vorher eine ranzige Autowerkstatt, ein gefliester Sockel und mindestens ein Stockwerk zu wenig.


    Was zählt: Es ist VIEL besser als vorher.
    Was nicht zählt: Pauschale Kritik am "modernen Bauen" aus der argumentfreien Zone.

    Ehm, marty_ffm: Du weißt schon, wie die Nachbarschaft dort aussieht? Die paar Gründerzeitler auf dem Rendering sind auch die einzigen in sichtbarer Nachbarschaft.


    Direkt gegenüber und auch links daneben: Glas und Metall, alles in diesem Jahrtausend erbaut.


    Der Entwurf ist solide, meiner bescheidenen Meinung nach. Der Sockel ist sogar sehr gut gelöst, der Rest des Gebäudes: Clean und unaufgeregt, mit ein paar auflockernden Extravaganzen.


    Den fehlenden Abschluss nach Oben kann man bekritteln - muss man aber nicht. Das ist in diesem Falle reine Geschmackssache, denn dem Haus fehlt nichts.

    Wer erinnert sich noch an den Werbeslogan für Beton? "Es kommt drauf an, was man daraus macht" - ein Spruch der leider unfassbar oft nach hinten losgeht.


    Das hier ist ein großartiges Beispiel, dass der Baustoff nichts dafür kann, was ihm angetan wird. Vor allem der Vergleich zum Technischen Rathaus, als Zitat in Beton gegossen... ich bin schwer begeistert!

    Wenn es der Bundesbank um Büroraum geht, dann geht es um Büroraum. Die Behörde arbeitet immer noch nach guter alter (bonner) Tradition.


    Möglicherweise ist nicht nur der Blick aus dem Gebäude sondern umgekehrt auch die Fernwirkung des Ensembles etwas, worum die Bank sich Gedanken macht. Und da wäre ein Neubau zur Miquelanlage hin nicht gerade eine Zier.


    Alles Spekulation. Ich war insgesamt über drei Jahre bei der Bank und kenne immer noch den einen oder anderen dort, daher weiß ich, dass die BBk ihre ganz eigene Denkweise hat...

    Das Bundesbankgelände kenne ich recht genau - ich habe vor 15 Jahren dort ein Jahr als Sachbearbeiter geruht gearbeitet.


    Ich halte keinen der von Adama vorgeschlagenen Standorte für besonders wahrscheinlich: Die Flächen nördlich des BBk-Hochhauses sind für Technik und Tiefgaragen vergeben, und wenn es um Parkplätze geht, hört für einen Bundesbanker der Spaß auf - lediglich die östliche Fläche direkt am Hochhaus wäre eine Option.


    Die beiden südlichen Areale sind möglich, obwohl auch diese mit unterirdischer Technik kollidieren - schlimmer wiegt hier allerdings der Verlust des Skylineblicks. Das wäre das zweite Thema, bei dem kein Spaß verstanden wird. Das oberste Stockwerk des Hochhauses ist für Sitzungssäle und das Büro des Präsidenten reserviert, eine wundervolle 60er-Jahre-Zeitkapsel - und wird intern hochgeschätzt, eben auch wegen der Aussicht!


    Meine Vermutung wäre ein Abriss des Gebäudekomplexes im Nordwesten des Areals. Hier befinden sich heute die Sporträume der Bank (inklusive Kegelbahn, Schwimmbad, Gastronomie...), ein paar Werkstätten und das sehr schicke, allerdings in die Jahre gekommene, Gästehaus.


    Was hiervon noch benötigt wird, ließe sich gut in einen Neubau integrieren, schließlich haben sich auch die Ansprüche verändert - und auch die Bundesbank wird langsam kostenbewusster. Außerdem könnte die recht unbefriedigende Eingangssituation dabei neu durchdacht werden.

    Von der "Welt" hätte ich persönlich kaum anderes erwartet. Wird die Qualität von Kultur lediglich an der Fassade festgemacht?


    "ein großer Schritt zurück zur alten kulturpolitischen Bedeutung"? Ich glaube, es hackt. Frankfurt ist doch nicht Bayreuth, bei uns geht es aus Tradition auch ohne Bling-Bling.


    "Apels triste Theaterdoppelanlage" - hatte die Welt Schwellenangst?


    "Niemand hätte vor zwanzig Jahren für möglich gehalten, dass so etwas [...] gebaut werden könnte." - Ach was, da war der Samstagsberg auch schon 10 Jahre alt.



    Abseits von diesem Beitrag: Meiner Meinung nach der beste Vorschlag ist der von Torben (#63) - und wo die Goldenen Wolken und der Chagall ein neues Zuhause finden, wäre mir persönlich egal. Ich hänge nicht an der Halle an sich, sondern an dem recht einmaligen Raum - und dieser lässt sich auch anderswo (in anderem Maßstab) neu erschaffen.


    Der Wiederaufbau eines weitgehend belanglosen, jugendstilverbrämten Bau des Historismus kann doch nicht wirklich ernst gemeint sein... das hier ist nicht die Alte Oper! Wenn es um das Schumanntheater ginge, wäre ich anderer Meinung, aber das wird leider niemals ein Thema werden.

    Ich möchte das Heulen und Zähneknirschen in fünfzig Jahren hören, wenn man sich jetzt entscheidet, die großartige Glasfassade abzureißen und einen völlig belanglosen Gründerzeitler zu rekonstruieren. Die Goldwolken und "Commedia dell’arte" sind wohl ebenfalls nicht schützenswert..?


    Ich hoffe sehr, dass sich der angebliche "Wille des Volkes" nicht durchsetzt. Mit Verlaub - das ganze erinnert mich an Pegida und AfD: Wer laut schreit, vertritt die Mehrheit, hat Recht? Aber "öffentliches Interesse" bedeutet eben NICHT, einer (vermeintlichen) Mehrheitsmeinung hinterherzulaufen. Der Denkmalschutz versteht schon recht gut, dass die Gründerzeit städtebaulich eine große Zeit war, dass aber die allermeisten Gebäude nicht besonders originell und zu 99% schlicht "von der Stange" waren. Nur weil sie alt sind und dem Auge schmeicheln, muss keine staatliche Stelle für den Erhalt sorgen.


    ...aber ich gebe zu, beim Jügelhaus z.B. fehlt auch mir die Worte.


    Die Halle darf meiner Meinung nach nur für einen wirklich guten Neubau geopfert werden, das eigentlich Problem ist doch nicht der unschöne Zustand der Glasfassade sondern das "Kraut und Rüben" direkt dahinter...


    Sorry, manchmal geht mir wirklich Hut hoch. Das hier ist doch nicht das DRF, sondern das DAF. Architektur bedeutet Neues schaffen und nicht unwiederbringlich Verlorenes nachzuäffen.

    Ach, wie mag ich die 50er, und wie habe ich mich gefreut, dass ein wenig Originalsubstanz erhalten bleibt - obwohl sie an dieser Stelle einer "vernünftigen" Entwicklung im Wege steht.


    Steht? Stand! Dies ist wirklich ein schlechter Scherz: Wenn es lediglich um die Fassade geht, hätte es auch genügt, der Bauherr hätte den Rechnungshof in welcher Weise auch immer zitierten müssen.


    Der Denkmalschutz beim ehemaligen Rechnungshof wird ja nun wirklich nicht der einmaligen, unwiederbringlichen Qualität der Fassade gegolten haben, sondern dem Gebäude und seiner Geschichte. Das hier ist meiner Meinung nach schlimmeres Disney-Land als beim Dom-Römer-Projekt.


    Konsequenterweise darf der Denkmalschutz nun gerne aufgehoben werden.

    Dazu möchte ich sagen: Was stört es die stolze Altstadt, wenn eine Wildsau sich an ihr reibt?


    Riga kenne ich gut, dort gibt es viele (wenn auch sicher keine hunderte) von Pubs - mittlerweile bringen die Stagparties eine Menge Kohle in's Land. Ob man es mag, steht auf einem ganz anderen Blatt, aber die Letten jedoch haben sich damit arrangiert: Die Altstadt wird einfach vermieden, wenn man auf Sauftouristen keine Lust hat. Es gibt andere Viertel in Riga, wo man sich ohne Engländer und Skandinavier gepflegt amüsieren kann.


    Genauso in Frankfurt: Es gibt die Nachfrage nach Provinz-Unterhaltung, warum diese nicht bedienen? Man kann Alt-Sachsenhausen bestens vermeiden, und es wohnt sicher niemand auf purere Not dort...

    Offenbacher Verblendung...


    Ich bin fast sprachlos angesichts dieser Diskussion. Man mag von einem Oberbürgermeister halten, was man will - aber eine schlechtere Stadtentwicklung, als in den vergangenen 70 Jahren in Offenbach gesehen, wird ein Herr Schneider schlicht und einfach nicht hinkriegen.


    Im Gegenteil sehe ich mittlerweile in Offenbach, wohin ich nun seit etwa vier Jahren einpendele, eine Menge positiver Entwicklungen.


    Davon kann man jedoch das "Filetgrundstück" am Kaiserlei klar ausnehmen: Außer zwei absurd großen Autohäusern geht dort... NICHTS! Leerstand, Brachen, Stau (und das trotz keines besonders hohen Verkehrsaufkommens, verglichen mit anderen Einfallstraßen im Rhein-Main-Gebiet).


    Welches Gewerbe sollte sich dort alternativ ansiedeln? Noch ein Autohaus, ist es das, was sich die offenbacher IHK wünscht? Oder vielleicht einen schicken Baumarkt? So weit reicht anscheinend der Horizont der Koalition...


    Die Arena könnte dem Areal endlich (wieder) den erforderlichen Schub geben, und ein Schnäppchen wird das ganze für unseren östlichen Nachbarn noch dazu - was will man mehr? Zum Thema Verkehrsanbindung hat Heiermann alles gesagt.

    Auch das Höchster Kreisblatt hat gestern zum Thema Bahnhof Höchst berichtet und unter anderem die Verzögerungen beim Umbau erläutert. Teurer als geplant wird die Sache "natürlich" auch: Snierung in Höchst - Der Bahnhof bleibt Baustelle (sic!).


    Die Arbeiten südlich des Bahnhofs sollten laut dieses Beitrags Ende 2016 beginnen.


    Wenn ich mir anschaue, was bisher gemacht wurde, kann ich eine gewisse Vorfreude nicht verleugnen! Dazu gehen die von Schmittchen verlinken Pläne ein gutes Stück weiter, als ich gehofft hätte. Schön ist der Höchster Bahnhof ja schon heute (leider sieht man es nur mit Mühe) - insbesondere durch den Busbahnhof wird der gesamte Stadtteil deutlich gewinnen

    zu #321


    Ich hatte vergangene Woche die Gelegenheit das "Atrium Plaza" zu besichtigen - Die Revitalisierung ist in vollem Gange, das Gebäude wird sich in Zukunft stärker zur Mainzer Landstraße hin öffnen, eine Repräsentationswirkung wird sich aber dennoch hauptsächlich im Inneren zeigen.


    Die ersten Mieter haben wohl schon unterschrieben, zumindest ist die Wahl der Etage für potentielle Interessenten nicht mehr völlig frei.


    Wann genau der Umbau abgeschlossen ist, wurde nicht gesagt - wohl aber recht bald. Ich persönlich war von dem wirklich gelungenen Inneren überrascht - das Äußere ist zwar nicht übel, doch das namensgebende Atrium ist tatsächlich beeindruckend.