Stadtschloss Berlin: Der Thread für den Wiederaufbau

  • Dekoratives Anführungszeichen

    ... zur angestrebten Gestaltung des des Schlossumfeldes ( http://www.competitionline.com/upload/images/…c584a_16384.jpg ). Auch die modernen Neuinterpretationen der sich im Bau befindlichen Anliegerbauten widerstreben der Platzgestaltung des 19. Jahrhunderts ( http://abload.de/img/xlarge_0035_aqhcuw.jpg ).

    Der Platz unter dem zweiten Link wirkt vorne nett und rechts leer - nicht er (der Teil vorne) passt nicht zu den Neubauten, sondern die Neubauten passen nicht zum Platz und dessen Umgebung. Immerhin ist die alte Platzgestaltung ein wesentlicher Teil der Altstadt.

    Unter dem ersten Link sehe ich fast nur leere Plätze. So wäre es kahler als in La Défense (#23), wohin meine Frau auf keinen Fall freiwillig hin will - es ist jedoch keine moderne Gestaltung, sondern eher ein Konzept der 1970er Jahre. Wo sind da die vielbesprochenen Liegewiesen? Wie sollte man dort ohne Bäume und Schatten in der Sonne aushalten?

    Zum Vergleich etwa ein Garten am Madrider Königspalast (#18, zum Teil #17) - mit Bäumen, Gebüschen und auch Skulpturen. Ich wüsste nicht, was an den angesprochenen Oranierstatuen kitschig sein sollte - man kann es auch so wie in den Gärten des Louvre machen, wo viele moderne Skulpturen aufgestellt wurden - neben klassischen (s. auch hier). Begrünung und Skulpturen gehören jedoch auf jeden Fall dazu.

    Einmal editiert, zuletzt von Bau-Lcfr (17. Juni 2015 um 20:42)

  • @ Bau-Lcfr

    Der Tuileries Garten wurde nie komplett entfernt. Hat im übrigen auch einen Modernen Teil zwischen den beiden Flügeln, inkl. Liegewiesen und einfachen Heckenstruckturen. Dort findet man im übrigen die meisten jungen Menschen.

    Eine gute Park und Platzanlage bietet allen Generationen angenehme Orte.

    Die geplante Natursteinorgie um das Schloss ist jetzt nicht so toll. Im Angesicht knapper Kassen für Pflegemassnahmen aber angemessen.

    Man muss auch die Touristenmassen dazudenken, die dort hinkommen und dann den Platz schon bevölkern werden.

  • Oberste Priorität bei der Umfeldgestaltung hat zunächst die Wiederaufstellung der Rossebändiger und der Adlersäule auf der Lustgartenterrasse sowie des Neptunbrunnens auf dem Schlossplatz. Diesbezüglich verweise ich auf die Charta von Venedig, in der es zur Erhaltung von Denkmälern unter anderem heißt:

    Dekoratives Anführungszeichen


    Artikel 6
    Zur Erhaltung eines Denkmals gehört die Bewahrung eines seinem Maßstab entsprechenden Rahmens. Wenn die überlieferte Umgebung noch vorhanden ist, muß sie erhalten werden, und es verbietet sich jede neue Baumaßnahme, jede Zerstörung, jede Umgestaltung, die das Zusammenwirken von Bauvolumen und Farbigkeit verändern könnte.

    Artikel 7
    Das Denkmal ist untrennbar mit der Geschichte verbunden, von der es Zeugnis ablegt, sowie mit der Umgebung, zu der es gehört. Demzufolge kann eine Translozierung des ganzen Denkmals oder eines Teiles nur dann geduldet werden, wenn dies zu seinem Schutz unbedingt erforderlich ist oder bedeutende nationale oder internationale Interessen dies rechtfertigen.

    Artikel 8
    Werke der Bildhauerei, der Malerei oder der dekorativen Ausstattung, die integraler Bestandteil eines Denkmals sind, dürfen von ihm nicht getrennt werden; es sei denn, diese Maßnahme ist die einzige Möglichkeit, deren Erhaltung zu sichern.

    Quelle: http://www.blfd.bayern.de/medien/charta_von_venedig_1964.pdf

  • Tja, da wird man dir jetzt entgegnen, dass das Humboldtforum ja kein Denkmal bzw. der unter Denkmalschutz stehende Neptunbrunnen und die Rossbändiger (falls die unter DS stehen, sonst aber sicher der Kleistpark) bestimmt nur in seinem jetzigen Zusammenhang ein Denkmal ist, ähnl. wie die Attikafiguren auf der HU, die nach Potsdam gehören. Oder irgendsowas in der Art...

  • Ich würde allen etwas Geduld empfehlen.
    Derzeit ist die Lage doch so, dass alle Verantwortlichen das Humboldtforum samt seinem Umfeld bis 2019 fertig bekommen wollen. Und angesichts diverser Planungsdesaster gibt es natürlich eine große Abneigung gegen Planänderungen in letzter Minute, die den ganzen Bauablauf durcheinanderbringen würden.

    Nach der Fertigstellung des Humboldtforums wird die Lage ganz anders aussehen. Ich bin mir sicher, dass wir dann relativ schnell eine Diskussion über die Karl-Liebknecht-Straße bekommen werden, die das Humboldtforum vom Lustgarten und der Museumsinsel abtrennt. Dann werden sich ganz andere Möglichkeiten ergeben als jetzt.

  • ^ Wieso ist dir das schleierhaft? Ich sehe du kommst aus Stuttgart. Habt ihr in Stuttgart nicht eine sehr große verkehrsberuhigte Zone um das Schloss herum wenn ich mich recht erinnere reicht die bis zum Königsbau samt der Strassen links und rechts vom Schloss. Also müsstest du doch wissen wie gut sich so eine verkehrsberuhigte Zone anfühlt in der Mitte einer Stadt, vor und neben einem Schloß.

  • Ja das stimmt. Altes wie neues Schloss liegen in Stuttgart in der Fußgängerzone. Hier gibt es gleich mehrere große Plätze. Den Schlossplatz mit Liegewiese, den Schillerplatz, den Karlsplatz, und den kleinen Schlossplatz, der etwas erhöht liegt und mit einer Freitreppe erschlossen ist. Vor allem im Sommer sind diese Plätze natürlich bis spät Abends belebt. Gerade der Schlossplatz, direkt vor dem Schloss wird auch gerne für Veranstaltungen wie Konzerte, Open-Air Kinos oder Stadtfeste genutzt. Links und rechts des Schlossplatzes gibt es lediglich noch etwas Restverkehr in Form von Tiefgaragen-Zufahrten, Taxiständen und Bushaltestellen.

  • ^ Siehe hier unter #19 - der Madrider Palast liegt an einer sehr belebten Fußgängerzone. Der Platz zwischen dem Dom und dem Rohan-Palast in Straßburg ist Teil der Fußgängerzone.

    Ein negatives Beispiel ist die Schnellstraße Trasa W-Z, die in den 1970ern vor dem Breslauer Königsschloss gebaut wurde (darin gibt es Museen, wie sie auch in Berlin geplant sind). Die trennende Wirkung ist verheerend - ich sehe fast nie Passanten dort. Diese Straße soll mW zurückgebaut werden (irgendwann).

  • Ich bin auch der Meinung: Ruhe bewahren.

    Humboldtforum fertig bauen.
    Danach kann man über die Nachrüstung der Freianlagen nachdenken und dessen Finanzierung organisieren. So hat auch der Förderverein noch neue Aufgaben.

    Aktuell ist Potsdam ein gutes Beispiel. Ein paar Jahre nach der Fertigstellung des Landtags in Barockhülle, werden nun die Ringerkollonaden an den Originalstandort versetzt.

    In Berlin kann man den Neptunbrunnen erst versetzten, wenn man eine Idee für Ersatz vor dem Rathaus hat.

  • Die Straße ist zu wichtig, um sie ganz zuzumachen. Außerdem würden die Linden und die Liebknecht dann zu Sackgassen. Bei der Schlossfreiheit kann man vielleicht drüber nachdenken. Wer dann mit dem Auto von Norden nach Süden oder andersrum will, muss eben die Spandauer, Charlotten- oder Friedrichstr. nehmen. So läuft es ja jetzt auch ich behaupte mal ganz gut.

    Die jetzige Situation macht doch nen schlimmeren Eindruck, als sie eigentlich ist. Auf Seiten der der Baustelle gibt es zur Zeit keinen Bürgersteig, die Humboldtbox steht im Weg, die Bauzäune stehen krumm und schief, Container, Sand, Staub usw. Wenn die ganze Bauerei fertig ist, wird es auch wieder einfacher und übersichtlicher. Wie Jockel schon meinte, wieso sollte man eine Straße, die dort schon seit über 100 Jahren verläuft, abschaffen. Bisher haben es auch alle geschafft, sie zu überqueren. Ich würde zw. Schloss und Lustgarten höchstes nen Shared Space vorschlagen oder eben ne 30er-Zone.

    Ein Nachfolgebrunnen für das Rathausforum dürfte wohl das kleinste Problem sein. Man kann doch einfach nen Brunnen, wie man ihn im Lustgarten findet installieren. Oder sone Wasserorgel, die aus dem Boden schießt, wie sie sonst heute auch zur Zeit überall vorfindet, wenn ein Platz neu gestaltet wurde. Wobei man dort nicht die Füße reinhängen könnte. Würde jedoch beides zum unhistorischen Umfeld passen. Oder einfach Marx und Engels in ein sie umgebendes Wasserbecken.

  • Was würde dagegen sprechen ab dem Bebelplatz, bis zur Kreuzung mit der Spandauer Straße eine Verkehrsberuhigte Zone zu schaffen. Tempo 30 oder sogar Tempo 20, Straßenbelag an das Pflaster der Gehwege und Plätze anpassen. Damit hätte man eine weniger zerschneidende Wirkung, ohne den Straßenverkehr gänzlich auszusperren.

  • Ich denke auch, dass eine Beruhigung des Straßenzuges Unter den Linden / Karl-Liebknecht-Straße eine sehr realistische Option ist, und zwar aus drei Gründen:

    Erstens: Das Humboldtforum ist ja als südliche Fortsetzung der Museumsinsel konzipiert, daher ist ein starker Publikumsverkehr zwischen der Museumsinsel und dem Humboldtforum zu erwarten. Die Barrrierewirkung der Straße wird dann noch einschneidender wirken.

    Zweitens: Es entwickelt sich auf der fachlichen und politischen Ebene zunehmend ein Konsens darüber, dass der Autoverkehr in der Innenstadt zurückgedrängt werden sollte. Dieser Trend wird auch im Bereich des Humboltforums wirksam werden.

    Drittens: 2016 wird in Berlin gewählt. Derzeit gibt es nur eine größere Partei, die für einen möglichst ungehinderten Autoverkehr eintritt, das ist die CDU. An ihr scheitern regelmäßig Konzepte für eine Zurückdrängung des Autoverkehrs. Nach den Wahlen könnte es aber neue Mehrheitsverhältnisse geben - für einen Senat ohne CDU. Dann würde die Debatte um eine Verkehrsberuhigung im Umfeld des Humboldtforums viel leichter werden.

  • Berlin ist was Verkehrsberuhigung angeht in der Tat Jahrzehnte im Rückstand. Wenn ich mir da im Vergleich München anschaue, dort ist im Grunde die ganze Altstadt eine Fußgängerzone. Der Bereich zwischen Brandenburger Tor und Museumsinsel ist ja nichts anderes als unsere "berliner Altstadt", d. h. was der Zentrumsfunktion erhaltener Altstädte anderswo noch am nähesten kommt.

    Statt die Autofahrer mit Tempo 30 Zonen zu nerven, die im vielfach geforderten Umfang ohnehin rechtlich nicht haltbar sind und von jedem Autofahrer mit einer Rechtsschutzversicherung spielend unterlaufen werden können, sollte Autoverkehr konsequent aus der City rausgehalten werden. Durch mehr Fußgängerzonen, auch durch Schaffung attraktiver P+R Angebote an hierfür prädestinierten ÖPNV Knotenpunkten. Auch hier hinkt Berlin zB im Vergleich mit München massiv den Möglichkeiten hinterher.

    Es wäre schon eine tolle Vision, den von Museum, Dom und Schloss gefassten Freiraum nicht mehr durch eine Straße zerschnitten zu sehen, sondern hier eine durchgehende, komplett neu gestaltete, Platzfläche zu haben, die auf beiden Seiten durch reine Fußgängerbrücken mit der restlichen Stadt verbunden ist; überführend in den zumindest verkehrsberuhigten Bereich entlang des heutigen MEF/Rathausforum zum Fernsehturm und Alex auf der einen Seite, sowie nach Unter den Linden auf der anderen Seite; wobei eine Fußgängerzone zwischen Museumsinsel und Brandenburger Tor schon eine tolle Sache wäre. Mit den neuen U-Bahn Stationen zieht auch das Argument schwierigerer Erreichbarkeit nicht mehr - im Grunde könnte die U5 Verlängerung hier eine gigantische Stadtentwicklungschance eröffnen, auch wenn diese hierfür eigentlich gar nicht geplant war. Macht ja nichts. Die neue U5 würde uns ermöglichen, diese ganze Achse zwischen Alex und Brandenburger Tor vom motorisierten Individualverkehr zu befreien und trotzdem eine sehr, sehr gute Erreichbarkeit aller Lagen entlang dieser Achse zu gewährleistung.

    Eine stadtplanerische Vision, zwischen den beiden Wahrzeichen des preußischen Berlin (Brandenburger Tor) sowie der berliner Nachkriegsmoderne (Fernsehturm am Alexanderplatz) eine Achse zu haben, die ganz Flaneuren, Lustwandlern, Spaziergängern und Bummlern gehört, mit einer großen Zahl historisch wertvoller Architektur entlang dieser Achse, die sich aus der Fußgängerperspektive auch erst richtig erschließt, würde mich sehr begeistern.

  • Camondo Die Stuttgarter Innenstadt funktioniert unteranderem deshalb so gut, weil hier die Haupteinkaufstraße liegt mit vielen Geschäften, vergleichbar mit der Friedrichsstraße. Unter den Linden gibt es aber leider nicht genug Geschäfte etc man merkt es ja auch schon am MEF das dort allein schon auf der Großzügigkeit des Platzes dieser fast schon ausgestorben wirken würde, gäbe es keinen Verkehr. Es würde den Verkehr unter den Linden warscheinlich fast schon wegbrechhen lassen da ja schon der Pariserplatz nicht mehr befahrbar ist. Durch das umfahren allein entsteht schon eine schwierigere Verkehrssituation.
    In Stuttgart gibt es zwar die Königsstraße, links und rechts davon aber ist die Stadtmitte wohl oder übel für immer "abgetrennt von der restlichen Stadt da der Verkehr ja nicht einfach weggezaubert werden kann. Nicht um sonst ist Stuttgart Deutschlands Stau-Metropole Nummer eins. Das will ich Berlin ersparen.
    Hinzu kommt noch das Stuttgart nicht so extrem polyzentrisch und sich alles in einem Tal zwängt.

  • Das ist mir alles klar desktopstarrer, es ging ja auch nicht um eine Fußgängerzone, sondern nur darum die Straße für den Durchgangsverkehr unattraktiver zu machen und gleichzeitig für Fußgänger attraktiver. Mal davon abgesehen sehe ich Unter den Linden nicht als wichtige Durchgangsstraße. Bei einer Verkehrsberuhigung könnten zudem mehr Geschäfte entstehen, z.B. auch mehr Gastro mit Außenbereich. Ohnehin ist hier Fußgängertechnisch schon mehr los als es Verkehr gibt. In Berlin gibt es zudem mehr Straßen als es z.B. in Stuttgart der Fall ist, um den Verkehr zu verlagern.

  • Außerdem ist dieses Experiment schon am Alexanderplatz gescheitert. Dieser ist zwar belebt aber denoch zu gleich nach Osten hin extrem abgeschnitten. Dem Alex so etwas wie Flair zu verleihen ist ohne kleine Geschäfte schon schwer genug gefallen. Er ist immer noch ein großer zugiger Platz der nur auf Grund des Bahnhofs gut frequentiert ist bzw des Alexas. Ansonsten würde er dem MEF gleichkommen. Eine 30er Zone wäre das Maximum womit ich mich anfreunden könnte.

  • Was am Alex fehlt ist jegliche Aufenthaltsqualität und jeglicher Prunk. Der Alex ist sozusagen der städtebauliche Wühltisch, die Museumsinsel die städtebauliche Luxusboutique Berlins. Absolut nicht vergleichbar.

    Und um das MEF, ein punktuelles Problem für sich, geht es dabei doch gar nicht. Kennst du die angesprochene Achse denn überhaupt ausreichend? Mal ein Blick auf Google Earth o. ä., dann wirst du sehen, dass das MEF da vergleichsweise unwichtig ist.

    Berlin ist es gewohnt, hat sich damit abgefunden, "arm aber sexy" zu sein, kein schönes Straßenbild aber dafür unendlich viele Straßen mit unendlich viel (von allem). Die Achse Pariser Platz-Museumsinsel (mindestens) hat das Zeug, dieses Bild zu wandeln. Langsam sind die großen Baustellen abgearbeitet und die zahllosen kleinen Verbesserungen, sei es die Stabi, die ihre Kuppel zurück bekommt, usw. ergeben in Summe ein ganz neues Straßenbild von Aufenthaltswert, was stellenweise regelrecht mondän ist und sogar mit den imperialen Achsen in Paris oder London mithalten kann.

    Konzeptionell fände ich daran besonders toll, dass hier nicht nur, wie sonst üblich, dem Kommerz die Bühne bereitet wird, sondern, dass das Herz dieser Achse gleichzeitig ein kulturelles Herz ist. München hat auch tolle Musentempel und nach manchem, was in Münchens Pinakotheken steht, schleckt man sich auch in Berlin die Finger - aber das Straßenleben der Fußgängerzone und der Altstadt Münchens ist doch v. a. kommerzgetrieben und auch räumlich von den Kulturbauten getrennt, die da eher ein Schattendasein führen (auf dem Vorplatz des pompösen bayerischen Nationaltheaters befindet sich z. B. die Rampe einer Tiefgaragenabfahrt! Und zur Fußgängerzone gehört es natürlich auch nicht), eher "Hinterhof" als "Zentrum städtischen Lebens". Das wäre auf einer komplett verkehrsberuhigten Museumsinsel gänzlich anders. Das würde Berlin schmücken!

    Eine hochwertig gestaltete Fußgängerzone würde alleine schon deswegen funktionieren und diese Entwicklung sogar noch verstärken, da bin ich mir vollkommen sicher. Wir reden doch immer davon, dass das Stadtschloss das Stadtbild aufwertet usw., na dann nutzen wir es doch auch. Denn das tut es tatsächlich. Berlin hat eine Chance, sein "arm aber sexy" (Selbst)Bild und seine "nicht schön, aber selten"-Resignation zu überwinden. "Schön und selten" geht nämlich auch. ;)

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Ich denke auch, dass eine Beruhigung des Straßenzuges Unter den Linden / Karl-Liebknecht-Straße eine sehr realistische Option ist.

    Schön, dass wir uns endlich mal wieder in etwas so richtig einig sein können. Das gilt auch für Deine nachfolgenden Argumente. Ich möchte nur ergänzen "realistische und reizvolle Option". Wenn es nach mir ginge, würden ohnehin noch deutlich mehr Plätze und Teilzentren verkehrsreduzierte oder -beruhigte Bereiche. Am Rathaus Neukölln/ Karl Marx-Straße sehe ich auch immer stärker, wie mehr Platz- vs. Straßenfläche sofort die Aufenthaltsqualität spürbar hebt. Am Zoo ist mW ähnliches geplant. Um Schloss und Museumsinsel und Umgebung sollte das eigentlich auch selbstverständlich sein.

    @Pumpernickel: Grundsätzlich verstehe ich Deinen Ansatz. Ich vermute jedoch, dass er bei der Größe dieser Achse keine realistische Chance hat. Das würde die Verkehrsadern doch zu stark kappen, zumal dann ja auch wichtige Busse davon betroffen wären.