Stadtschloss Berlin: Der Thread für den Wiederaufbau

  • Ich denke auch nicht, daß bei der Ostfassade das letzte Wort gesprochen ist, ebenso wie beim restlichen Entwurf. Ich hoffe, daß er, auch wenn er nicht befriedigt, weitgehend umgesetzt wird oder daß zumindest die Option für eine möglichst vollständige Umsetzung offenbleibt.

    Andi_777 & LeFay: Natürlich kann ich nicht in die Zukunft sehen. Weitere Teilrekonstruktionen halte ich aber wirklich für möglich, wenn auch nicht in naher Zukunft. Ich will's erklären, auch wenn es Spekulation ist (soll keiner lesen, der nicht will).

    Bisher ist der Bau ja an sich umstritten. Wenn er aber erstmal steht, werden die Gegenargumente verblassen und sich die Leute an ihn gewöhnen. Bei der Frauenkirche hat man gesehen, wie schnell das passiert. Dabei werden sich die Leute aber v.a. an die Schlüter-Fassaden gewöhnen, hinter denen Stella - jedenfalls von außen - ganz zurücktritt. Außerdem ist die die umgebende, noch vorhandene Vorkriegsbebauung ja auf diese Fassaden ausgerichtet.
    Irgendwann wird es, wie bei dem alten Schloß, Bedarf für Umbauten geben. Dann wird es eine Diskussion geben, wie diese aussehen sollen, wobei Denkmalschutz - auf den sicher ebenfalls nur spekuliert werden kann - natürlich eine Rolle spielt.
    Jetzt die m.E. einzige echte Spekulation: bei zukünftigen Änderungen mit Auswirkungen auf die Fasasaden kann es m.E. nur noch "mehr Schloß" geben, nicht weniger. Eine solche Entwicklung würde allenfalls an der Finanzierung scheitern.
    Die Stiftung des im Krieg zerstörten und erst 2005/6 wiederhergestellten Mansarddaches des Mannheimer Schlosses durch H. Plattner ist allerdings ein Beispiel für einen solchen Fall der fortgesetzten (Fassaden-)Rekonstruktion.
    Dazu: http://www.b-i-t-online.de/archiv/2008-02/nach1.htm

    Zuletzt (vollständigkeitshalber): Der Förderverein von W. v. Boddien hat zugesagt, auch die Kuppel durch Spenden zu finanzieren, falls die öffentlichen Geldgeber nicht über ausreichend Mittel verfügen.
    (Nun ja, das ist im Moment wohl nicht sehr realistisch, ebenso wenig wie die Alleinfinanzierung der Fassaden durch den Verein.)
    Quelle: http://www.welt.de/welt_print/art…ung-helfen.html

    Einmal editiert, zuletzt von T. W. (20. Dezember 2008 um 10:56)

  • Lt. Abendschau (ca. 00:55) fordert der ADAC einen Autotunnel am Schloss, um den Verkehr zu entlasten und besser an den Alex anbinden zu können.

    Guderian
    Dein Entwurf gefällt mir auch besser, als das Original! Soz. ein Gegenstück zum Portal III.

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    man guderian
    Dein ethnonationalistisches Gequatsche lass ich mal unkommentiert, es hat ohne keinen Sinn mehr. [/I]"

    Derart unqualifizierte und beleidigende Äußerungen sollten in einem Forum wie diesem keinen Platz haben.

    Die Diskussion von Legitimität und Illegitimität von Rekonstruktionen sollte endlich auch in Deutschland von ihrer kopflastigen Ideologieüberfrachtung befreit werden.

    Wenn die Mehrzahl der gebildeten Bürger einer Stadt ein untergegangenes oder teiluntergegangenes Gebäude für identitätsstiftend halten, dann ist eine Rekonstruktion grundsätzlich gerechtfertigt. Das gebietet bereits der Grundgedanke der Demokratie. Mit Leuten die aus ideologischen Gründen meinen höheres Recht zu vertreten, haben wir in Deutschland hinreichend Erfahrungen; wir brauchen undemokratisches Überlegenheitsgehabe und besserwissserisches Gedankendiktat von selbsternannten intellektuellen Bessermenschen nicht.

    Außerdem besteht der künstlerische Wert eines Gebäudes in der Komposition, also im Entwurf und in der Fügung, nicht im Materiellen. Solange ein materiell untergegangenes Gebäude - ganz oder teilweise - rekonstruiert wird (d.h. für mich im Sinne seines ursprünglichen Entwurfs, mit den seinerzeit verwendeten Materialien und auf der Basis vorhandener Bauafnahmen oder Originalpläne) halte ich das für völlig legitim, solange die Mehrheit dahinter steht.

    Fragwürdig sind allerdings Schein-Rekonstruktionen, die dem materiell zerstölrten nur nachempfunden werden. Wenn losgelöst von der ursprünglichen geistigen Substanz nur eine Anmutung erstellt werden soll, wäre das dann aber verlogen und abzulehen. Das ist aber beim Berliner Schloss nicht der Fall.

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    Die Diskussion von Legitimität und Illegitimität von Rekonstruktionen sollte endlich auch in Deutschland von ihrer kopflastigen Ideologieüberfrachtung befreit werden.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Wenn losgelöst von der ursprünglichen geistigen Substanz nur eine Anmutung erstellt werden soll, wäre das dann aber verlogen und abzulehen.

    ...???
    Ich meine, wenn ein Herr Schlüter Beton zur Verfügung gehabt hätte, dann wäre er der erste gewesen, der seine barocken Freiformen damit gegossen hätte.

    Die richtige Formensprache, also den richtigen Stil eines zu erbauenden Gebäudes zu wählen, entscheidet wesentlich über die städtebauliche/stadträumliche Qualität dieses Gebäudes. Diese Wahl sollte allein ABHÄNGIG VOM ORT, also vom STÄDTEBAULICHEN KONTEXT sein.

    Die Wahl der Konstruktion und des Materials sind Fragen der technologischen Möglichkeiten, also des ZEITLICHEN KONTEXTES.

    3 Mal editiert, zuletzt von Jaguar-XKSS (21. Dezember 2008 um 10:49)

  • Ich denke eigentlich nicht, dass das Schloss noch immer umstritten ist. Jedenfalls nicht mehr so sehr, wie zu dem Zeitpunkt als der Architekturwettbewerb gestartet wurde. Man muss sich vielleicht mal anschauen, welche Gruppen aus welchen Motiven heraus gegen den Bau sind.

    Als nationale Besonderheit gibt es in Deutschland (West) eine breite Schicht an Anti-Nationalisten, die sich als Europäer begreifen wollen und das Schloss als Symbol von Nation und Monarchie immer ablehnen werden, ganz egal wie es aussehen und wofür es genutzt werden wird. Diese Gruppe steckt wesentlich hinter Aktionen wie Kein Schloss in meinem Namen. Solche Leute sind sehr von ihrer eigenen Meinung überzeugt, kommen sich dabei furchtbar intellektuell vor und neigen oft auch dazu, latent militant zu werden. Sie bleiben aber letztlich harmlos, weil sie wegen ihrer fundamentalistischen Sicht nicht bündnisfähig mit anderen Schloßgegnern sind.

    Eine zweite Oppositionsgruppe speist sich aus dem deutschen Föderalismus (und seiner gesamten Historie). Die Föderalisten haben eigentlich nichts gegen Schlösser. Es sei denn, es sind preußische, noch dazu welche, die ausgerechnet in der Hauptstadt (Vorsicht Zentralismus!) stehen müssen. Das ist die gefährlichste Gruppe für das Projekt, denn sie hat viel politischen Einfluss und wird nicht davor zurück schrecken, die Schlossfinanzierung mit der Finanzkrise, dem Länderfinanzausgleich, dem Schuldenberg Berlins und der Wirtschaftspolitik von Rot-Rot in Zusammenhang zu bringen. Mit dem grundsätzlichen Beschluss des Bundestags ist hier aber schon eine Vorentscheidung gefallen, was das Meckern natürlich nicht beenden wird.

    Schließlich die Architekten und Architekturkritiker. Die haben dieses Bauvorhaben an prominentem Ort dazu genutzt, eine grundsätzliche Debatte über Anti-Rekonstruktion versus Anti-Moderne zu führen (mit reger Beteiligung meinerseits :Colgate:). Und immer wieder angeheizt durch Interviews einiger Jurymitglieder, die die Wettbewerbsvorgaben gänzlich in Frage gestellt haben. Dieser Streit ist mit der Entscheidung für den Entwurf von Franco Stella nun aber beendet. Einen klaren Sieger gibt es nicht. Es wird weder ein komplett rekonstruiertes noch ein komplett neues Schloss geben. Beide Seiten bleiben ein bisschen unzufrieden und werden ihre Argumente noch ein paar mal wiederholen.

    Die einzige echte Hürde für das Projekt bleiben nicht einkalkulierte Kostensteigerungen. Etwa wenn der Bauherr ganz überraschend feststellt, dass märkischer Sand ein zu weicher Baugrund ist und zusätzliche Stützen für das Fundament benötigt werden. Wenn das Humboldt-Forum (wie die Elbphilharmonie) in den Ruf gerät ein Milliardengrab zu werden, dann kann nochmal ein handfester Streit ausbrechen, sonst nicht.

  • Schloss jetzt!

    Eine sehr gute Analyse, Guderian!

    Was mich allerdings am Kostenargument immer wieder verblüfft ist, daß weitaus kostspieligere und gleichzeitig gesichtslosere Vorhaben wie z.B. die BND-Zentrale an der Chausseestraße trotz höherer Kostenvoranschläge völlig unumkämpft durchgezogen werden können.

    Für mich persönlich dürfte das Humboldtforum ruhig die Hälfte der Airbus-M400-Flotte kosten, die als Ferntransporter für Auslandseinsätze gekauft werden soll.
    Das wären dann € 4,8 Mrd. : 2 = € 2,4 Mrd.

    Dafür ließe sich schon etwas Ordentliches hinstellen, gell? :daumen:

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    Wenn die Mehrzahl der gebildeten Bürger einer Stadt ein untergegangenes oder teiluntergegangenes Gebäude für identitätsstiftend halten, dann ist eine Rekonstruktion grundsätzlich gerechtfertigt. Das gebietet bereits der Grundgedanke der Demokratie.

    Ab wann ist denn ein Bürger gebildet? Und wie soll ein Meinungsbild ermittelt werden - durch Abstimmung oder Umfrage? Zeigt nicht gerade das Schloss, wie wankelmütig die öffentliche Meinung sein kann? Nach der Wende galt man als Befürworter einer Rekonstruktion noch als reaktionärer Spinner... Sollen nur die Bürger der jeweiligen Stadt entscheiden? Ich vermute mal dass die Berliner mehrheitlich eine Schlossrekonstruktion deutlich stärker ablehnen als der Bundesdurchschnitt. Und seit wann werden Kulturentscheidungen demokratisch gefällt? Wenn jede Kulturausgabe erst durch den Mehrheitswillen der Bevölkerung abgesegnet werden müsste, dann sähe es für die Kultur finster aus....

  • ^^ Ich wäre da nicht so pessimistisch. Es gab zwei Umfragen in Berlin, die jeweils eine knappe Mehrheit für das Schloss ergaben (auch wenn sie von der Springerpresse durchgeführt wurden). In Deutschland gehen mehr Leute in Museen als in Fußballstadien. Die notwendigen Staatsausgaben für Kultur sind eigentlich nicht umstritten, ich kenne jedenfalls niemand, der beispielsweise die äußerst teure Sanierung der Museumsinsel anzweifelt. Es gibt natürlich immer einige laute Meinungsmacher, aber davon sollte man sich nicht blenden lassen. Wenn das Schloss erst steht, kräht kein Hahn mehr nach den Kosten.

  • Die Welt hat ein lesenswertes Interview mit dem Architekten Kuehn von Kuehn Malvezzi veröffentlicht. Der Kuehn-Entwurf war ja mit einem Sonderpreis bedacht worden. Große Begeisterung hat der Entwurf bei mir nicht geweckt, obwohl er auch nicht ohne jeden Reiz ist.

    In dem Interview argumentiert Kuehn vorsichtig und äußert allenfalls mittelbar Kritik an den Vorgaben des Bauherrn und an der Wahl des Stella-Entwurfs. Eigentlich kann man wohl allem, was er sagt, zustimmen. Angesichts der herausfordernden Mißachtung der Wettbewerbsvorgaben durch sein Büro (die er allerdings relativiert) hätte ich mit einem derart unideologischen Ansatz bzgl. Rekos bei Kuehn Malvezzi nicht gerechnet.

    Quelle: http://www.welt.de/kultur/article…edarf-Nein.html

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    Wenn das Schloss erst steht, kräht kein Hahn mehr nach den Kosten.

    Das denke ich auch. Ich glaube auch nicht, daß das Kostenargument überhaupt zieht: Wo ein Wille ist, ist ein Weg. Das Schloß ist das einzige Projekt auf dem Schloßplatz, für (und gegen) das es überhaupt eine Lobby gibt. Wenn man es über die Kosten zu Fall bringt, ist nichts gewonnen: Man könnte die Dahlemer Sammlungen dann nur auf der grünen Wiese ausbreiten, die die Reko-Gegner immer fordern. Auf ein anderes Humboldtforum würde sich nach dem langen Streit keiner mehr einigen.

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    Das Schloß ist das einzige Projekt auf dem Schloßplatz, für (und gegen) das es überhaupt eine Lobby gibt.

    Es gibt eine Lobby gegen den modernen Entwurf der Schloßbrücke. Die GHB ist stattdessen für eine historische Rekonstruktion und hat zu diesem Zweck sogar eine Unterschriftensammlung für ein Volksbegehren gestartet. Es gibt Befürworter und Gegner einer Rekonstruktion der Bauakademie. Wieder nach dem Motto, sind Rekonstruktionen unmoralisch oder nicht. Und es gibt Gegner (aber keine Befürworter) der Thyssen-Krupp-Repräsentanz noch bevor wir überhaupt wissen, wie die mal aussehen soll. Ich bin vorsichtshalber auch schon mal dagegen, da kann eigentlich gar nichts Vernünftiges bei rauskommen.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Was mich allerdings am Kostenargument immer wieder verblüfft ist, daß weitaus kostspieligere und gleichzeitig gesichtslosere Vorhaben wie z.B. die BND-Zentrale an der Chausseestraße trotz höherer Kostenvoranschläge völlig unumkämpft durchgezogen werden können.

    In dem Bau haben doch auch einige ein Hakenkreuz drin entdeckt und die CSU hat sogar durchgesetzt, dass (entgegen der ursprünglichen Pläne) ein Teil des BNDs weiterhin in Pullach bleiben muss. Ganz verhindern konnten die Bayern den Abzug des BND zwar nicht, aber es ist ein weiterer Sieg für die Warner vor der Zentralisierung in der unseligen Hauptstadt. Nach der Zweiteilung aller Bundesministerien zwischen Bonn und Berlin haben wir nun auch die Zweiteilung der Bundesbehörden. Großartige Entscheidung einer Großen Koalition! :mad:

  • Ja, woanders reißen sich die Leute um alte Villen, in Chemnitz reißt man sie ab. Ist schon verrückt, aber angesichts der eindeutigen Aussage, die die Gewinnkalkulation von Bau(raub)trägern macht, nicht verwunderlich.

    In anderen Städten gibt es ja sowas wie einen Denkmalschutz, der auch durchgesetzt wird. Wenn das in Chemnitz nicht funktioniert, dann wird es wohl Zeit, die Stadtverwaltung zu ersetzen, also dann, bis zur nächsten Wahl, hoffentlich.

    Noch vielen Dank für die Webside, sind wirklich schöne Sachen dabei !

    P.S. Vielleicht hilft ein Kontakt zu folgender Adresse, ist eine Bundesbehörde.

    http://www.staedtebaulicher-denkmalschutz.de/forschung/begl…e-forschung.php

    4 Mal editiert, zuletzt von Jaguar-XKSS (26. Dezember 2008 um 15:06)

  • Ja, es ist ärgerlich. Wenn das "Pfund" einer Stadt verspielt wird. Man ist ja auch Lokalpadriod. Die Optik einer Stadt ist nunmal erster Imageträger.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Das Problem mit Gebäuderekonstruktionen ist, dass anderswo wertvolle hist. Bausubstanz verfällt.

    Das Problem mit einer solchen Argumentation ist, dass das Eine mit dem Anderen in keinem kausalen Zusammenhang steht. Selbst wenn man das Stadtschloss nicht rekonstruieren würde, gäbe es deswegen auch nicht mehr Kindergartenplätze. :cool:

  • Ist natürlich richtig, ich denke, cherubino hat sich in diesen hochfrequentierten Thread eingeklinkt, um auf einen akuten Mißstand in Chemnitz aufmerksam zu machen. So einen Thread mal als "Plakatsäule" zu gebrauchen bzw. ein "Flugblatt" zu verteilen, ist, finde ich, schon OK.

  • Richtig. Man soll auch überregional erfahren was in Chemnitz los ist. Gerade weil man mit Chemnitz vielleicht nicht so sehr historische Bausubstanz verbindet. Aber im späten 19. Jh. ist da viel gebaut worden und es ist davon noch vieles da.

    Ich weiß natürlich das sich weder Schloßaufbaubefürworter noch -gegner von ihren jeweiligen Positionen abringen lassen werden. Mein persönlicher Standpunkt dazu ist, falls er euch interessiert, das man den Palast der Republik hätte stehen lassen sollen. Er hatte alles um in Zukunft ein bedeudentes Baudenkmal des späten 20. Jh.s zu werden. Auch in seiner Funktion, mit Restaurants, Bühnen und Schwimmbad etc. (Ich war als Kind mal drinnen, mein Onkel hatte [warum auch immer :-)] einen Generalschlüssel zum Objekt) war er nicht schlecht. Aber im Vergleich zum glatten Palast scheint das alte Schloß natürlich um ein vielfaches attraktiver. Auch das kann ich verstehen.

  • ^Die Frage, die du dazu leider in keinem der Threads, in dem du gepostet hast, beantworten konntest, ist, was das Eine mit dem Anderen zu tun hat. Was also ein Verzicht auf die Schlossreko für Altbauten in Chemnitz oder eminetwegen auch am Rosenthaler Platz gebracht hätte. Wie Guderian schon richtig sagt, da gibt es keinen kausalen Zusammenhang. Genausogut könnte man wie die Pastafarians den Rückgang der Piratenpopulation in der Karibik seit dem 18. Jahrhundert mit dem zunehmenden Verzicht auf Ornamentik in Verbindung bringen 8-)

  • ^^ Nein, es gibt eben kein eigenes Regionalforum für Chemnitz, allerdings einen Thread im Unterforum "Osten". Schlage auch vor, man diskutiert dort weiter !

    Im übrigen gibt es einen kausal-parallelen, sehr einfachen Zusammenhang, vorallem mit diesem Schlossthread. Hätte man damals wertvolle, wenn auch ruinierte Bausubstanz nicht abgerissen, wäre heute eine Rekonstruktionsdebatte in diesem Ausmaß nicht notwendig, sondern nur eine Restaurierungsdebatte.

    In Chemnitz wird man vielleicht in ein paar Jahren anfangen, eine Notwendigkeit der Rekonstruktion der abgerissenen, städtebaulich wertvollen Gebäude zu erkennen. Diesen kostspieligen "Erkenntnisprozess" könnte man sich wohl ersparen...

    2 Mal editiert, zuletzt von Jaguar-XKSS (27. Dezember 2008 um 15:08)