Eschborn: Sonstige Bauprojekte

  • Eschborn: Abriss und Neubau von Rathaus und Stadthalle

    Eschborn beabsichtigt den vollständigen Abriss von Stadthalle und Rathaus. Die Gebäude sind überwiegend keine 20 Jahre alt, einige Teile stehen seit 40 Jahren (Bestandsfoto). Für die Neubauten wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Dieser ist inzwischen entschieden, drei Entwürfe wurden prämiert. Eine Entscheidung über eine Realisierung werden die Stadtverordneten voraussichtlich Mitte dieses Jahres treffen, Baubeginn würde frühestens Mitte 2011 sein. Mit einem geschätzten Volumen von 50 Millionen Euro handelt es sich um Eschborns größtes öffentliches Projekt aller Zeiten.


    Die Entwürfe werden noch bis zum 4. Februar 2010 im Eschborner Rathaus ausgestellt. Weitere Informationen an dieser Stelle.


    1. Preis: Schweger Associated Architects GmbH, Hamburg


    2. Preis: AP Plan Mory Osterwalder Vielmo Architekten- und Ingenieurgesellschaft mbH, Stuttgart


    3. Preis: Jo. Franzke Architekten, Frankfurt am Main

    Bilder: Stadt Eschborn

  • Den Siegerentwurf von Schweger Associated halte ich für extrem gelungen und perfekt passend für Eschborn... Aaaaber: Wenn dort derart mit aus Frankfurt abgezogenem Steuergeld geklotzt wird, wird es wirklich Zeit für eine Eingemeindung.

  • Sowas könnte mich aufregen ohne Ende!! 50 Mio, einfach so. Mann oh Mann, haben die Leute denn nichts gelernt von Sindelfingen oder anderen Kleinstädten, die hohe Steuereinnahmen hatten und sie zum Fenster hinauswarfen anstatt etwas für die Zukunft zu tun oder die Finanzen abzusichern. Wenn man zuviel Geld hat und kein vernünftiges Projekt, dann sollte man halt sparen, oder sich in der Region engagieren. Und sonst gibt es doch sicherlich noch bessere Projekte. Wie wäre es denn zum Beispiel, ein der Uni angeschlossenes Forschungsinstitut für Börsensysteme zu finanzieren oder zumindest einen Lehrstuhl dafür?

  • ^ Volle Zustimmung*. Wie wäre es, liebe Stadt Eschborn, anstatt eines überflüssigen, dafür aber großkotzigen neuen Rathauses - finanziert von abgesogenem Frankfurter Steuergeld - mit der Finanzierung der Regionaltangente West?


    *So ein Institut gibt es schon im House of Finance, nur wird die Forschung dort nicht von der Stadt Eschborn, sondern von der Deutschen Börse AG unterstützt, und sowas kostet auch bei weitem keine 50 Mio, sondern eher ein Hundertstel davon...

  • Etwas merkwürdig finde ich, dass sich das Rathaus (!) in Kubatur und Gestaltung eher an die zweifelhaften Leistungen des sozialen Wohnungsbaus der 60er und 70er im Umfeld anlehnt denn an das, was ich als "Rathausarchitektur", als repräsentativ bezeichnen würde. Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sagen würde, aber dem sind Jo. Franzke Architekten mit ihrem Entwurf meines Erachtens noch am nähesten gekommen.


    Ansonsten sind natürlich wie immer erstmal Visualisierungen vor allem der Materialität und Farbgebung abzuwarten.

  • Sindelfingen ante portas?

    vondraussen : Über Sindelfingen habe ich einmal gelesen, dass es dort sogar Zebrastreifen aus weißem Naturstein geben (oder gegeben haben?) soll in der Innenstadt. Ist schon länger her, stammt aus ungetrübten Zeiten, deshalb kann ich auch leider keine Quelle mehr nennen. Wer weiß, welche Details zum Rathaus-Neubau in E... gehören?


    Normalerweise halte ich es bzgl. E... mit dem Wort eines ehemaligen Bundeskanzlers im Sinne von "Das ignorieren wir noch nicht mal!", aber nun möchte ich doch einmal einen Kommentar posten, denn "Sindelfingen ante portas", also vor unserer Haustür, haben wir hier im wahrsten Sinne des Wortes, und dies einhergehend mit einer Entwicklung, die ich nunmehr nachgerade als ärgerlich bezeichnen würde. Und somit hoffe ich, es kommen auch wieder schlechtere Zeiten - für E...

  • Wenn dort derart mit aus Frankfurt abgezogenem Steuergeld geklotzt wird, wird es wirklich Zeit für eine Eingemeindung.


    Würdest Du als Stadt Eschborn vom Nachbarn Frankfurt eingemeindet werden wollen, wenn Du wüsstest, dass die Frankfurt derart feindlich gegenüber Eschborn eingestellt sind? Gleiches gilt für Offenbach…


    Sicherlich kein Zufall, dass sich Eschborn gerade jetzt ein neues Rathaus gönnt, wo doch künftig die Kasse durch Steuereinnahmen der Deutschen Börse sprudelt. Wie viel waren es nochmal? 100 Millionen Euro jährlich? Dennoch: Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und des Wettbewerbs sollte für jeden der Umzug der Deutschen Börse zumindest ansatzweise nachvollziehbar sein.


    Für mich hört Frankfurt nicht an der Stadtgrenze auf. Die Übergänge zu Eschborn und Offenbach sind fließend. Wer in Frankfurt lebt, lebt auch im Rhein-Main-Gebiet (mit 14.800 km² Fläche und etwa 5,5 Millionen Einwohnern das zweitgrößte Ballungsgebiet in D) und obgleich ich in Frankfurt lebe, freue ich mich auch über interessante Bauvorhaben in Wiesbaden, Hanau oder eben auch in Offenbach oder Eschborn.

  • Kleinstädte in Speckgürteln die von der Kernstadt stark profitieren und sich außergewöhnliche Dinge leisten gibt es überall, da ist Sindelfingen kein einmaliges Beispiel. Mir fallen auf Anhieb ein Dutzend in Bayern ein die ich kenne, in einer davon bin ich aufgewachsen ;) Solch eine kleine Skyline wie in Eschborn ist aber sicherlich einmalig für eine Kleinstadt in der Bundesrepublik.


    Ich frage mich da halt immer zu wessen Vorteil es sein kann dass sich Kommunen auf diese Weise gegenseitig Konkurrenz machen. Doch nicht im Interesse der Bürger, die immer die gleiche Lohnsteuer zahlen müssen egal wo sie ihren Wohnsitz in der Bundesrepublik haben...(nur die Kirchensteuer ist in Bayern und Baden-Württemberg niedriger als in den restlichen Ländern)

  • Neue Mitte Eschborn

    Ein Projekt, das im Forum noch gar keine Erwähnung fand, ist bereits fertig gestellt: Die Neue Mitte Eschborn an der Unterortstraße, nordwestlich des Rathauses. Laut Website "eine kleine Oase im mediteranen Flair". Dort ist auch eine Aufstellung der Geschäfte zu finden.


    Der Entwurf stammt von Fritz Ludwig Architekten, Frankfurt am Main (Website). Grundsteinlegung war am 30. Mai 2008.


    Es kommt eher selten vor, dass die gebaute Wirklichkeit deutlich besser aussieht als die Visualisierung. Während das Rendering doch Bewegung in meine Nackenhaare brachte, fand ich die Neue Mitte, die ich heute erstmals gesehen habe, in der Realität gar nicht übel. Nicht zuletzt als Lösung für eine städtebauliche schwierige Ecke. Der Baukomplex scheint auch zu funktionieren, am heutigen Feiertag war die Neue Mitte trotz geschlossener Geschäfte ziemlich belebt. Aber seht selbst:








    Bilder: Schmittchen


    Für den Überblick:



    Bild: Fritz Ludwig Architekten

  • Zu Schmittchens Beitrag zur neuen Mitte Eschborn:


    Mein erster Gedanke war: huch, das sieht ja aus wie ne Hotelanlage in Südspanien... soviel zum mediteranen Flair. Ich hoffe es wirkt in der Tat in natura wertiger, als auf den Bildern. Aber nach dem ersten negativen Eindruck muss ich sagen, dass das Projekt durch seine Kleinteiligkeit und den Abwechslungsreichtum besticht. So eine Bebauung kann und sollte keine Altstadt ersetzen, aber es kann wohl durchaus Aufenthaltsqualität bieten, die zu einer kleineren Stadt wie Eschborn passt. Ob es jetzt aber unbedingt mediteran hätte sein müssen...? Das Thema Ortsbezug hatten wir ja an anderen Stellen schon zur genüge. ;)

  • Eschborn: Abriss und Neubau von Rathaus und Stadthalle

    Es wird doch kein Rathaus-Hochhaus in Eschborn geben, der erstplatzierte Entwurf aus dem Wettbewerb (Beitrag #4) wird nicht umgesetzt. Vielmehr steht nach der Überarbeitung der zunächst zweitplatzierte Entwurf des Stuttgarter Architekturbüros AP Plan Mory Osterwalder Vielmo als Gewinner des Wettbewerbs fest (Quelle).


    Für den Neubau stehen als "Projektbudget" 75 Millionen Euro zur Verfügung. Allerdings ist noch nicht sicher, ob überhaupt neu gebaut wird. Neben einer Sanierung des Bestands käme auch ein Teilabriss in Frage. Die Sanierung wäre aber beinahe so teuer der Neubau, außerdem mit beträchtlichen technischen Schwierigkeiten verbunden (Quelle: Print-FAZ vom 17.06.2010).


    Die Stadtverordnetenversammlung wird voraussichtlich Anfang September darüber entscheiden, ob Stadthalle und Rathaus abgerissen und neu gebaut werden (Quelle).


    Der Entwurf der Wettbewerbsgewinner:



    Ein weiteres Modellfoto (links unten auf dem Foto die "Neue Mitte" aus Beitrag #17):



    Bilder: AP Plan Mory Osterwalder Vielmo / Stadt Eschborn


    Bestand am 3. Juni 2010:




    Bilder: Schmittchen

  • "Helfmann-Park" Eschborn

    Nochwas aus der Zeitung: Hochtief Projektentwicklung will die seit rd. zehn Jahren laufende Entwicklung des "Helfmann-Parks" in Eschborn abschließen. Zwei Bürogebäude sollen in diesem Jahr als letzte Projekte in dem Büropark entstehen, berichtet die "Frankfurter Neue Presse" (FNP):




    Projekt "Quadron", 14.600 m² Mietfläche, Tiefgarage für 450 Autos


    Projekt "Loftwerk", 12.600 m² Mietfläche, verteilt auf zwei Baukörper (5.800 und 6.800 m²),*




    Wer in die Neubauten einziehen wird, steht noch nicht fest, ebenso der genaue Baustart. 2013 sollen die Baurbeiten abgeschlossen sein. Dann wird Hochtief rd. 300 Mio. Euro in den Helfmark-Park investiert haben.

  • Büroprojekt "Loftwerk" im Helfmann-Park

    Heute ist erster Spatenstich für den ersten Bauabschnitt des Loftwerks. Dazu die folgende Pressemitteilung der Hochtief-Projektentwicklung:


    [INDENT]Mit einem Spatenstich feiert Hochtief Projektentwicklung heute den offiziellen Baubeginn für das Bürohaus Loftwerk im Helfmann-Park, Eschborn. Das insgesamt 14.300 Quadratmeter Bruttogrundfläche umfassende Büroprojekt Loftwerk soll in zwei Bauabschnitten entstehen: Zunächst wird nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) bis Oktober 2012 das größere, U-förmige Gebäude errichtet. In dem ersten Bauabschnitt mit mehr als 7.700 Quadratmeter Bruttogrundfläche wird St. Jude Medical etwa 3.100 Quadratmeter – das entspricht zirka 46 Prozent der Bürofläche – belegen.


    Beide Bauabschnitte auf dem 7.150 Quadratmeter großen Grundstück werden innen wie außen im Industriedesign gestaltet: Zum Beispiel entsprechen die Fassaden mit raumhohen Sprossenfenstern und die offene Bauweise den charakteristischen Stilelementen von Loftarchitektur. St. Jude Medical, ein Unternehmen für Medizingerätetechnik, wird mit fast 100 Mitarbeitern in das Loftwerk ziehen.[/INDENT]


    Visualisierung:



    Bild: Hochtief Projektentwicklung

  • Loftwerk

    Hochtief meldet die Grundsteinlegung für das Loftwerk. Von den 14.600 qm BGF seien bereits 72 Prozent vermietet: An St. Jude Medical, Randstad und einen Dienstleister im bargeldlosen Zahlungsverkehr. Geplante Fertigstellung für Loftwerk U sei Oktober 2012, für Loftwerk I Ende 2012. Glückwunsch!

  • Loftwerk

    Die letzten Fotos zu diesem Projekt von main1a sind in Beitrag #33 zu finden.
    Mittlerweile ist der größere der beiden Gebäudeteile (L-Form) fast auf fünf überirdische Etagen herangewachsen.


    Die Lücke rechts von der Baustelle wird ebenfalls noch bebaut:



    Aus der Gegenrichtung mit Fassadenmuster:


  • Eschborn: Abriss und Neubau von Rathaus und Stadthalle - Bürgeren

    Gestern wurde in Eschborn per Bürgerentscheid über den kompletten Abriss und Neubau des Gebäudekomplexes: Rathaus, Stadthalle und Bücherei entschieden. Die Bürger in Eschborn und Niederhöchstadt votierten Mehrheitlich (66,1% = 4.860 abgegebener Stimmen) für den Erhalt des jetzigen Gebäudekomplexes. Die Wahlbeteiligung lag bei 48,5% (= 7.368 abgegebene Stimmen aller Wahlberechtigten).
    Obwohl CDU, die Grünen (derzeitiger Regierungspartner der CDU) und FDP (ehemaliger Regierungspartner) mit 61% klar die Mehrheit im Eschborner Stadtparlament dominieren konnten die Projektgegner die Linke, FWB und SPD in diesem Entscheid die Mehrheit der abgegebenen Stimmen für sich mobilisieren. Die beiden Abstimmungslager erreichten in den Stimmbezirken Rathaus, kleiner Sitzungssaal ihre jeweiligen Best- und Schlechtwerte: 75,7 % = Erhalt und 24,3% = Neubau bzw. Kindergarten Süd-West: 56,1% = Erhalt und 43,9% = Neubau. Trotz mehrer Gutachten die dem Projekt von Bürgermeister Wilhelm Speckhart (CDU) einen positiven Wert attestierten, ist dies das zweite Großprojekt bei dem er mit der Umsetzung scheitert. Beim Projekt Sportpark Arboretum (für 15.000 (!) Zuschauer für Fußball und Leichtatletik), welches im November 2009 beim Schwalbacher Bürgerentscheid abgelehnt wurde, ist man mittlerweile bei der Planvariante Sportpark Phönix „-Extra light (für 500 Zuschauer für Leichtatletik) angelangt.
    Den Wahlausgang will die Eschborner Politik bei der Erarbeitung der Neuplanung beachten, da es z.Z. noch keine Pläne für eine „Rathaus Light“ Variante gibt.
    Von anfänglich geschätzten 89 Mio. € (siehe hier) und der deswegen voraussichtlich fehlenden Vermittelbarkeit des Projekts wurden dann die Pläne mit den Kosten auf geschätzte 75 Mio. € abgespeckt (siehe dort). Nach den aktuellen zur Abstimmung stehenden Plänen hätte im Sommer 2014 mit dem Abriss begonnen und nach 28 Monaten Bauzeit der neue Gebäudekomplex bezogen werden sollen.


    Quelle: HK vom 23.4.2012