Leipziger Kaffeeklatsch

  • Mit der jüngsten Bevölkerungsvorausberechnung 2026 legt das Amt für Statistik und Wahlen neue Daten für Leipzigs wahrscheinliche Entwicklung bis ins Jahr 2045 vor. In der Hauptvariante steigt die Bevölkerungszahl bis zum Jahr 2045 auf 677.700 Einwohnerinnen und Einwohner (plus sieben Prozent nach 2025), in der unteren Variante auf 651.700 (plus drei Prozent), in der oberen Variante auf 706.500 (plus elf Prozent). Das Wachstum wird jährlich evaluiert, um die der Vorausberechnung zugrunde liegenden Annahmen fortlaufend zu überprüfen.

    https://www.leipzig.de/newsarchiv/new…wohner-bis-2045


    Die mediale Berichterstattung und vor allem die Überschriften zu der Bevölkerungsvorausberechnung 2026 sind gar nicht mal so gut:

    LVZ: https://www.lvz.de/lokales/leipzi…ZVVFOB3BTA.html

    LZ: https://www.l-iz.de/der-tag/2026/0…hnerzahl-671589

    Auf der Grundlage einer dpa-Meldung:

    https://leipzig.t-online.de/region/leipzig…ner-marke-.html

    https://www.n-tv.de/regionales/sac…id31348310.html

    https://www.stern.de/gesellschaft/r…--38308682.html

    https://www.diesachsen.de/politik/knackt…r-marke-3184588

    ...

  • Zu den Annahmen der Bevölkerungsvorausberechnung 2026 der Stadt Leipzig

    https://static.leipzig.de/fileadmin/mediendatenbank/leipzig-de/Stadt/02.1_Dez1_Allgemeine_Verwaltung/12_Statistik_und_Wahlen/Stadtforschung/Bev%c3%b6lkerungsvorausberechnung_2026_Leipzig.pdf

    4.1 Annahmenbildung über die Wanderungen

    ... Aufbauend auf diesem Ansatz haben 11 ausgewiesene Expertinnen und Experten aus regionalen Wissenschaftseinrichtungen und öffentlichen Institutionen – wie bereits bei den vorherigen Leipziger Bevölkerungsvorausschätzungen (z. B. Naber et al., 2023) – Annahmen zu den zukünftigen Wanderungsbewegungen für die Stadt Leipzig abgegeben. Mit einem Online-Fragebogen wurden Erwartungswerte zu Zuzügen und Wegzügen für ausgewählte zukünftige Jahre der vorliegenden Bevölkerungsvorausberechnung inklusive verbaler inhaltlicher Erklärungen sowohl für eine untere als auch für eine obere Variante abgegeben. Außerdem wurde zwischen unterer und oberer Variante ein Verlauf für die Hauptvariante lokalisiert. Die Einzelergebnisse wurden zusammengetragen, im Arbeitskreis diskutiert, überarbeitet und letztlich von den externen Expertinnen und Experten verifiziert. Für jede Variante wurden als Eckwertannahmen die jeweiligen Mittelwerte (arithmetisches Mittel) der 11 Expertenschätzungen definiert. Die Expertinnen und Experten haben ihre Annahmen für ausgewählte Stützjahre definiert, die Zwischenjahre wurden linear interpoliert. Diese sind für die verschiedenen Varianten in Abbildung 4.1 dargestellt.

    In der unteren Variante wird von einer kontinuierlichen Abnahme sowohl der Zu‑ als auch der Wegzüge ausgegangen. Zwischen den Jahren 2027 und 2045 sinkt die Zahl der Zuzüge von rund 30.600 auf etwa 24.500 Personen, während die Wegzüge im gleichen Zeitraum von rund 29.100 auf etwa 23.300 Personen zurückgehen. Der Wanderungssaldo bewegt sich damit in einem moderaten positiven Bereich und schwankt zwischen rund 800 Personen im Jahr 2035 und 1.600 Personen im Jahr 2030.

    Auch in der oberen Variante gehen die Expertinnen und Experten von rückläufigen Zu‑ und Wegzügen aus. Die Zahl der Zuzüge sinkt demnach von rund 34.000 Personen im Jahr 2027 auf etwa 29.000 Personen im Jahr 2045, während die Wegzüge im gleichen Zeitraum von rund 31.000 auf etwa 24.800 Personen zurückgehen. Trotz dieser Rückgänge verbleibt der Wanderungssaldo deutlich über dem Niveau der unteren Variante und fällt mehr als doppelt so hoch aus.

    ...

    4.2 Annahmenbildung über die zusammengefasste Geburtenziffer

    Das dynamische Geburtenverhalten der Leipziger Bevölkerung in der Vergangenheit (vgl. Abbildung 3.7) und die diskutierten Gründe für den Geburtenrückgang (vgl. Abschnitt 3.3) zeigen, dass eine einfache Fortschreibung der jüngsten Trends der zusammengefassten Geburtenziffer (TFR) nicht tragfähig erscheint. Kurzfristige Veränderungen und unerwartete Wendepunkte lassen sich mit einer reinen Trendfortschreibung nicht angemessen abbilden. Um dieser Dynamik Rechnung zu tragen, wurde für die aktuelle Bevölkerungsvorausberechnung erstmals ein weiteres externes Expertengremium einberufen, das – ergänzend zum Expertengremium für die Wanderungsannahmen – auf Grundlage fachlicher Einschätzungen Annahmen zur künftigen Entwicklung der TFR in der Stadt Leipzig erarbeitete. Dieser Expertenkreis setzte sich aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Bereichen der Bevölkerungs‑, Familien‑ und empirischen Sozialforschung zusammen. Die Annahmenbildung erfolgte methodisch analog zum Vorgehen bei den Wanderungsannahmen (vgl. Abschnitt 4.1).

    Die Fertilitätsexpertinnen und -experten erwarten in der Hauptvariante insgesamt einen kontinuierlichen Anstieg der TFR (vgl. Abbildung 4.2). Bei Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit gehen die Schätzungen von einer TFR von 0,90 im Jahr 2027 aus, die langfristig bis zum Jahr 2045 auf 1,32 ansteigt. Für Frauen ohne deutsche Staatsangehörigkeit fällt der Anstieg der zusammengefassten Geburtenziffer wesentlich moderater aus: Die TFR steigt den Annahmen der Fertilitätsexpertinnen und - experten zufolge von 1,40 im Jahr 2027 auf 1,54 im Jahr 2045. Die Fertilität von Frauen rückt demnach über die Staatsangehörigkeiten zukünftig weiter zusammen, da die Expertinnen und Experten von einem sich angleichenden Geburtenverhalten ausgehen. Abbildung 4.3 verbindet die in der vorliegenden Bevölkerungsvorausberechnung genutzten Expertenannahmen zur zukünftigen Entwicklung der TFR für die Stadt Leipzig mit der bisherig dort beobachteten Entwicklung. In der Summe liegt das Niveau der TFR am Prognosehorizont 2045 damit noch unterhalb der TFR, die weite Teile der 2010er-Jahre geprägt hat (vgl. Abbildung 3.7).

    ...

    Im Arbeitskreis wurde sich darauf verständigt, dass für die vorliegende Bevölkerungsvorausberechnung nur die angenommenen Werte in der Hauptvariante der TFR berücksichtigt werden. Die Anzahl der Geburten in den Jahren der Bevölkerungsvorausberechnung geht maßgeblich auf die Schätzungen der externen Expertinnen und Experten zurück.

  • Bezogen auf das Jahr 2026 könnte die Einwohnerzahl auf Basis des Melderegisters für Leipzig erstmals seit Jahren sinken.

    Stand 31.12.2025: 633.592 Personen (https://statistik.leipzig.de/statcity/table…t=2&rub=1&obj=0)
    Stand 30.09.2026: 630.757 Personen (https://statistik.leipzig.de/)

    = -2.835 Personen

    Ja, das starke 4. Quartal mit Anmeldungen durch Studenten usw. kommt noch, aber ob der Anstieg da so stark ausfällt die knapp 3.000 Personen auszugleichen, darf bezweifelt werden. Letztes Jahr wuchs Leipzig im letzten Quartal um 1.856 Personen.

  • Kann sein, kann nicht sein.

    30.09.2025: 631.736 --> 31.12.2025: 633.592

    30.09.2026: 630.757 --> 31.12.2026: vielleicht irgendwas um 632.500?

    Aber irgendwo hieß es, dass die Zahl der neu zuziehenden Studierenden v.a. aus den gebrauchten Bundesländern aufgrund der politischen Verhältnisse und bei den Ossis wegen der sinkenden Kohortenstärke zurückgehen würde.


    In den Wenn-Dann-Aussagen der "Bevölkerungsvorausberechnung 2026 der Stadt Leipzig" steht dies für die Hauptvariante der
    Bevölkerungsvorausberechnung:

    Natürliche Bevölkerungsbewegung

    Geburten: 4.520

    Sterbefälle: 5.860

    Saldo: -1.340


    Räumliche Bevölkerungsbewegung

    Zuzüge: 34.800

    Wegzüge: 31.700

    Saldo: 3.100


    Bevölkerungszahl: 635.600

    Das wird in diesem einen Jahr mit Sicherheit nix mehr.

    Einmal editiert, zuletzt von LE Mon. hist. (7. Oktober 2026 um 03:17)

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Bezogen auf das Jahr 2026 könnte die Einwohnerzahl auf Basis des Melderegisters für Leipzig erstmals seit Jahren sinken.

    Als ich vor einigen Monaten von sinkenden Einwohnerzahlen in Leipzig sprach, gab es einigen Gegenwind hier im Forum.

    Wenn man sich die neuen Annahmen der Bevölkerungsvorausberechnung 2026 der Stadt Leipzig hernimmt, liest man auch dort eher das Prinzip Hoffnung. Warum sich die Nachholeffekte bei den Geburten nun ausgerechnet bereits im aktuellen Prognosejahr zeigen sollen, warum unmittelbar nach dem Stichtag die Zahlen plötzlich steigen sollen - ohne, dass sich an den multiplen Krisen in der Welt, der sinkenen Außenwanderung, der fehlenden Familienförderung, dem steigenden Preisdruck auf dem Immobilienmarkt, den entleerten ländlichen Räumen im weiteren Umland usw. etwas ändert - bleibt mir unverständlich.

    Zumal die Stadt mittelfristig einen immer weiter steigenden negativen natürlichen Saldo ausgleichen muss.

  • Kommunale Prognosen müssen fast zwangsläufig das Prinzip Hoffnung atmen, sonst geraten Investitions- und Schulentwicklungspläne ins Wanken.

    Dass ausgerechnet jetzt eine Trendwende bei den Geburtenzahlen herbeigeschrieben wird, während die Lebenshaltungskosten drücken, der Wohnungsmarkt auch hier anzieht und die gebärfähigen Jahrgänge bundesweit schlicht kleiner werden, wirkt reichlich optimistisch.

    Leipzig ist in den letzten 15 Jahren rasant gewachsen, aber jede Welle bricht sich irgendwann an der Demografie. Wenn sich die Stadt am Ende bei soliden 630.000 bis 640.000 stabilisiert, ist das kein Drama, sondern eine überfällige Verschnaufpause für Infrastruktur, Kitas und Schulen.

  • Wo seht ihr denn die plötzliche Steigerung der Zahlen in der Bevölkerungsvorausberechnung?

    Auf Seite 25 steht: Die Fertilitätsexpertinnen und -experten erwarten in der Hauptvariante insgesamt einen kontinuierlichen Anstieg der TFR (vgl. Abbildung 4.2). Bei Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit gehen die Schätzungen von einer TFR von 0,90 im Jahr 2027 aus, die langfristig bis zum Jahr 2045 auf 1,32
    ansteigt.

    Demnach könnte mit den getroffenen Annahmen die TFR gesamt von 1,00 bzw. bei Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit von 0,9 im Jahr 2027 auf 1,06 bzw. 0,95 im Jahr 2030 und auf 1,16 bzw. 1,05 im Jahr 2035 steigen. 2016 lag die TFR insgesamt bei 1,47.

    In der Hauptvariante der Bevölkerungsvorausberechnung finden sich diese Zahlen für die tatsächlichen und die angenommenen Geburten:

    2021: 6.252
    2022: 5.862
    2023: 4.900
    2024: 4.819
    2025: 4.458

    2026: 4.520
    2027: 4.780
    2028: 4.880
    2029: 4.980
    2030: 5.080
    2031: 5.170
    2032: 5.270
    2033: 5.370
    2034: 5.460
    2035: 5.560

  • Von 2021 bis 2025 sacken die Geburten real um fast 1.800 ab – von 6.252 auf 4.458. Und exakt ab dem laufenden Jahr dreht die Kurve in der Prognose plötzlich wieder nach oben und legt zehn Jahre lang jedes Jahr wie mit dem Lineal gezogen rund 100 Geburten zu.

    Nur: Was sind 100 Geburten mehr im Jahr bei einem aktuellen Melderegisterstand von gut 630.000 Einwohnern? Das sind 0,016 % – statistisches Grundrauschen.

    Selbst wenn dieses Konstrukt eins zu eins eintrifft, bleibt das natürliche Saldo tiefrot: 2026 stehen 4.520 Geburten gegen 5.860 Sterbefälle, also allein in diesem Jahr ein biologisches Minus von über 1.300 Personen. Das frisst die paar zusätzlichen Wiegenkinder sofort auf.

    Auch der Verlass auf das 4. Quartal durch Studierende täuscht: Erstsemester polstern zwar kurzfristig den Herbst auf, ziehen nach dem Abschluss aber im selben Rhythmus wieder ab. Angesichts kleinerer Abiturientenjahrgänge und spürbar gestiegener Mieten ist auch dieser Hebel kein Selbstläufer mehr.

    Um bei dauerhaftem Geburtendefizit und schrumpfenden Wanderungssalden am Ende trotzdem bei 680.000 oder 700.000 Einwohnern zu landen, braucht es schon sehr viel Phantasie beim Zusammenrechnen der Annahmen.

  • Ich gehe mal davon aus, dass die natürliche Entwicklung, also die Zahl der Geburten und Sterbefälle sowie der sich daraus ergebende natürliche Saldo für die nächsten drei bis fünf Jahre relativ gut prognostizier- bzw. mit den besagten Annahmen berechenbar ist.

    Deutlich schwieriger wird es bei den Zu- und Fortzügen. Die sind, wie wir in den letzten Jahren gesehen haben, noch stärker als die Zahl der Geburten von lokalen, regionalen und globalen Veränderungen - Kriege, internationale Fluchtbewegungen, Grenzschließungen, Abschiebungen, Fortzüge oder zunächst in Betracht gezogene, aber dann nicht erfolgte Zuzüge als Reaktion auf drohende oder tatsächliche politische Veränderungen, ... - abhängig. Und das insbesondere bei Menschen mit anderen Staatsbürger*innenschaften als der deutschen. Diese haben in den letzten beiden Jahren fast die Hälfte der Zu- und Fortzüge ausgemacht, 2022 und 2023 sogar deutlich mehr: https://statistik.leipzig.de/statcity/table…t=3&rub=5&obj=0

    Wie soll das vorausgesagt und dann mit klaren Annahmen berechnet werden?

    Da die Stadt Leipzig – wie in Kapitel 3 gezeigt – eine besonders dynamische und wechselhafte demografische Entwicklung aufweist, sind einfache Trendfortschreibungen der Vergangenheit für belastbare Bevölkerungsvorausschätzungen ungeeignet. Leibert (2017) betont, dass die Leipziger Entwicklung durch eine einzigartige Gemengelage ortsspezifischer Besonderheiten, übergeordneter Trends sowie spezifischer Rahmenbedingungen geprägt ist. Gerade deshalb ist es notwendig, die Expertise und Ortskenntnisse eines Kreises aus fachkundigen Expertinnen und Experten bei der Erstellung der Bevölkerungsvorausberechnung einzubeziehen, der diese komplexen, Leipzig-typischen Einflussfaktoren plausibel operationalisieren kann (Leibert, 2017).

    Aufbauend auf diesem Ansatz haben 11 ausgewiesene Expertinnen und Experten aus regionalen Wissenschaftseinrichtungen und öffentlichen Institutionen – wie bereits bei den vorherigen Leipziger Bevölkerungsvorausschätzungen (z. B. Naber et al., 2023) – Annahmen zu den zukünftigen Wanderungsbewegungen für die Stadt Leipzig abgegeben. Mit einem Online-Fragebogen wurden Erwartungswerte zu Zuzügen und Wegzügen für ausgewählte zukünftige Jahre der vorliegenden Bevölkerungsvorausberechnung inklusive verbaler inhaltlicher Erklärungen sowohl für eine untere als auch für eine obere Variante abgegeben. Außerdem wurde zwischen unterer und oberer Variante ein Verlauf für die Hauptvariante lokalisiert. Die Einzelergebnisse wurden zusammengetragen, im Arbeitskreis diskutiert, überarbeitet und letztlich von den externen Expertinnen und Experten verifiziert. Für jede Variante wurden als Eckwertannahmen die jeweiligen Mittelwerte (arithmetisches Mittel) der 11 Expertenschätzungen definiert. Die Expertinnen und Experten haben ihre Annahmen für ausgewählte Stützjahre definiert, die Zwischenjahre wurden linear interpoliert. Diese sind für die verschiedenen Varianten in Abbildung 4.1 dargestellt.

    Letztlich können aber auch 11 ausgewiesene Expertinnen und Experten aus regionalen Wissenschaftseinrichtungen und öffentlichen Institutionen nur aufgrund ihrer Erfahrungen aus den letzten Jahren "tippen". Und mit diesen Annahmen können dann Wenn-Dann-Aussagen getroffen werden. Wenn die Zu- und Fortzüge in etwa so ausfallen wie die Eckwerte angenommen werden, dann hat das diese Auswirkungen auf die Einwohner*innenzahlen.

  • Daten und Fakten zum Studienstart 2026

    Mehr als 6000 neue Studierende nehmen zum Wintersemester 2026/27 ein Studium an der Universität Leipzig auf. Die meisten Studienanfänger:innen sind in der Rechtswissenschaft, der Medizin und in den Lehramtsstudiengängen zu verzeichnen. Die gefragtesten Studiengänge (gemessen an den Bewerbungen pro Platz) sind Global Studies M. A., Psychologie B. Sc. und Kommunikations- und Medienwissenschaft B. A.. Erstmals einschreiben konnten sich Studierende in diesem Wintersemester in die Master-Studiengänge Evolutionary Anthropology, Medizinisches Labor, Quantitative Economics for Sustainability, Economics sowie Japan in the Asia-Pacific. Da das Immatrikulationsverfahren aktuell noch nicht abgeschlossen ist, werden die finalen Daten zum Stichtag 1. November 2026 erhoben.

    Nicht alle Studienanfänger*innen wählen Leipzig als Erstwohnsitz, manche wohnen schon hier. Nicht in der Zahl enthalten sind Studierende, die in höheren Semestern oder Aufbaustudiengänge nach Leipzig wechseln. Es gibt noch weitere Hochschulen in LE.

    https://www.leipziginfo.de/aktuelles/arti…ue-studierende/


    Pressemitteilung 2025/131 vom 13.10.2025

    Mehr als 6700 neue Studierende haben zum Wintersemester 2025/26 ein Studium an der Universität Leipzig aufgenommen. Bis zum Stichtag am 1. November 2025 wird diese Zahl voraussichtlich noch ansteigen.

    https://www.uni-leipzig.de/newsdetail/art…pzig-2025-10-13


    Pressemitteilung 2024/163 vom 15.10.2024

    Über 7.000 neue Studierende haben zum Wintersemester 2024/25 ein Studium an der Universität Leipzig aufgenommen. Bis zum Stichtag am 1. November 2024 wird diese Zahl voraussichtlich noch ansteigen. Bei den Bewerbungszahlen ist in diesem Jahr ein leichter Rückgang zu verzeichnen.

    https://www.uni-leipzig.de/newsdetail/art…pzig-2024-10-15


    Pressemitteilung 2023/177 vom 10.10.2023

    Die Universität Leipzig wird am morgigen Mittwoch (11. Oktober, 15 Uhr) bei der Immatrikulationsfeier im Gewandhaus ihre neuen Studierenden begrüßen. In das Wintersemester starteten am 1. Oktober 2023 knapp 6.600 Erstsemester. Mit Nachrückverfahren wird sich diese Zahl in den nächsten Wochen noch erhöhen, das Immatrikulationsgeschehen läuft aktuell noch. In den vergangenen Monaten waren an der Universität mehr als 39.000 Bewerbungen eingegangen. Diese Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen.

  • Die Melderegisterdaten für das dritte Quartal sind raus und es sieht stark danach aus, als würden - wie oben ausgeführt - die Einwohner*innenzahlen erstmals seit 2001 wieder sogar ganz leicht zurückgehen:


    Geborene

    Quartal: I - II - III - IV

    2025: 1.198 - 1.110 - 1.114 - 1.036

    2026: 1.182 - 1.181 - 1.242


    Gestorbene

    2025: 2.188 - 1.622 - 1.669 - 1.580

    2026: 1.972 - 1.691 - 1.641


    Natürlicher Saldo

    2025: -990 - -512 - -555 - -544

    2026: -790 - -510 - -399


    Zuzüge insges.

    Quartal: I - II - III - IV

    2025: 7.818 - 7.168 - 10.277 - 12.084

    2026: 7.275 - 7.236 - 9.657


    Fortzüge insges.

    2025: 7.498 - 6.794 - 9.374 - 9.624

    2026: 7.898 - 7.450 - 9.599


    Wanderungssaldo

    2025: 320 - 374 - 903 - 2.460

    2026: -623 - -214 - 58


    Saldo ges.

    2025: -670 - -138 - 348 - 1.916

    2026: -1.413 - -724 - -341

  • Das wird sich auch nicht ändern, wenn an ganz anderen Stellen Probleme auftauchen. Z.B. wurden bisher im St. Elisabeth um die 1.800 Kinder/ Jahr geboren. Aktuell sind die gyn. Praxen dort kassenseitig budgetiert auf 200 Gebärende/Quartal. ! Da kommen zwar noch Privatpatienten dazu, doch diese Fesseln sorgen für ein Verteilen und Abwandern bis sonstwohin. So zieht es sich durch alle Gesundheitsleistungen durch.

  • In die Einwohner*innenstatistiken gehen neugeborene Kinder ein, wenn ihre Mutter ihren Hauptwohnsitz bzw. ihren regulären Wohnort in Leipzig hat, unabhängig davon, wo sie geboren wurden. So problematisch die Budgetierungen sind, auf die Einwohner*innenstatistik haben sie keinen Einfluss. Einige (werdende) Eltern ziehen in die Suburbia um, um ihren Kindern mehr Platz im Grünen - eigenes Grundstück mit Garten etc. - bieten zu können. Aber das Leute umziehen, weil die Geburt bevorsteht und an ihrem bisherigen Wohnort die gyn. Praxen kassenseitig budgetiert sind, habe ich noch nicht gehört.

  • Ich meinte dies eher als einen Baustein, warum das Thema Nachwuchs bekommen in Deutschland so ein schwieriges ist. Klar, alles weiß man als potenzielles Elternteil nicht vorab, doch diese Themen sprechen eher gegen Kinder als dafür. Als ein grundsätzliches Problem.

  • Zahl der Einkommensmillionäre steigt in Sachsen

    ... und Leipzig steht mit 125 an der Spitze, gefolgt von Dresden mit 120. Insgesamt sind es 609 in ganz Sachsen.

    Im bundesweiten Vergleich gibt es große Unterschiede:

    • NRW hat 8.123,
    • Bayern 8.034
    • und BaWü 5676

    Einkommensmillionäre (Deutschland insgesamt 36.530).

    Quelle

  • Die Ergebnisse der 9. Regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung (RBV) des Statistischen Landesamtes hatten wir hier noch gar nicht besprochen?

    Das Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen veröffentlichte am 7. Mai 2026 die 9. Regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung (RBV). Sie zeigt die voraussichtliche Bevölkerungsentwicklung für den Freistaat Sachsen, die drei Kreisfreien Städte, die zehn Landkreise sowie die 415 kreisangehörigen Gemeinden für den Zeitraum 2025 bis 2045 auf.

    Das Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen stellt in bewährter Weise regional tief gegliederte Ergebnisse der 9. RBV bereit. Neben der Veröffentlichung für die 415 kreisangehörigen Gemeinden, 3 Kreisfreien Städte sowie 10 Landkreise stehen Ergebnisse für weitere regionale Gliederungen wie Raumkategorien, Planungsregionen, Mittelbereiche und Landtagswahlkreise zur Verfügung.

    https://www.bevoelkerungsmonitor.sachsen.de/regionalisierte-ergebnisse.html


    Bevölkerungsentwicklung

    Interaktive Grafiken: So viele Menschen leben 2045 in jeder Gemeinde Sachsens

    https://www.lvz.de/lokales/leipzi…44U77EP3VQ.html


    9. Regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung für den Freistaat Sachsen 2025 bis 2045
    Datenblatt
    Kreisfreie Stadt Leipzig

    https://www.bevoelkerungsmonitor.sachsen.de/download/RBV%2…adt_leipzig.pdf

    Bevölkerungsfortschreibung 2024: 611.850

    [2025: 615.932]

    Voraussichtliche Bevölkerung

    Variante 1 - optimistische Variante. Geburtenverhalten: 2027 - Anstieg um 10% von Basis. 1,3 Kinder je Frau, 2035 - Anstieg um 15% von Annahme 2027.
    1,5 Kinder je Frau. Wanderungsaustausch gegenüber dem Bundesgebiet 2025-2045: -8.500 Personen. Wanderungsgewinne gegenüber dem Ausland 2025-2045: +292.000 Personen

    2035: 635.200

    2045: 647.170


    Variante 2 - Basisvariante. Geburtenverhalten: 2027 - konstant wie 2025. 1,2 Kinder je Frau, 2035 - Anstieg um 15% von Annahme 2027. 1,3 Kinder je Frau. Wanderungsaustausch gegenüber dem Bundesgebiet 2025-2045: -8.500 Personen. Wanderungsgewinne gegenüber dem Ausland 2025-2045: +231.000 Personen

    2035: 622.960

    2045: 622.270


    Variante 3 - pessimistische Variante. 2027 - Senkung um 10% von Basis. 1,1 Kinder je Frau, 2035 - Anstieg um 15% von Annahme 2027.
    1,2 Kinder je Frau. Wanderungsaustausch gegenüber dem Bundesgebiet 2025-2045: -8.500 Personen. Wanderungsgewinne gegenüber dem Ausland 2025-2045: +130.000 Personen

    2035: 605.740

    2045: 587.730


    Variante 2 - Basisvariante:

    2025: 613.820 - tatsächliche Entwicklung 2025: 615.932

    2025: 615.410 - tatsächliche Entwicklung: vermutlich ca. 615.000

    2027: 616.690

    2028: 617.770

    2029: 618.710

    2030: 619.520

    2031: 620.250

    2032: 620.930

    2033: 621.600

    2034: 622.270

    2035: 622.960 ...

    2 Mal editiert, zuletzt von LE Mon. hist. (11. Oktober 2026 um 06:34)

  • Und vor ein paar Tagen erschien dann auch noch die Studie "Die demografische Lage der Nation" des Berlin-Instituts gemeinsam mit der Wüstenrot Stiftung: https://wuestenrot-stiftung.de/die-demografische-lage-der-nation/


    Und auch oder besonders da sieht es für ganz Ostdeutschland außer dem weiteren Berliner Umland und Leipzig sehr übel aus.

    Prognostizierte Bevölkerungsentwicklung in Prozent, 2024 bis 2045: In weiten Teilen -15 bis -30,4 %.


    MDR, 07.10.2026 10:38 Uhr

    Demografie-Studie

    Deutschland wird schrumpfen, Teile Mitteldeutschlands besonders stark

    https://www.mdr.de/wissen/psychol…studie-100.html


    ZDF, 06.10.2026

    Einwohner, Wirtschaft, Bildung, Soziales

    So ist Ihre Region für die Zukunft aufgestellt

    von Marcel Burkhardt und Marie Ries

    https://www.zdfheute.de/politik/deutsc…ukunft-100.html