^ fehlen "nur" noch 1,3 Mrd. Euro Fördermittel...
Leipziger Kaffeeklatsch
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^ wären immerhin nur rund 1/4 der letzten beiden geförderten Chip-Fabriken in Dresden…
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Der DFB hat Leipzig als einen von 8 Spielorten für die Bewerbung der Frauen-EM 2029 ausgewählt: https://www.mdr.de/sport/fussb…werbung-dfb-uefa-100.html
Für mich erstaunlich, dass insbesondere Berlin und Hamburg rausgefallen sind.
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^^ wahrscheinlich, weil das fast niemanden wirklich interessiert und man sich nicht mit riesigen leeren Stadien blamieren möchte...
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Das bezweifle ich, dazu sind Dortmund, Frankfurt und München auch dabei.
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Die Uni Leipzig hat erstmals die Förderung eines Exzellenz-Clusters errungen. Mindestens zwei solcher Cluster braucht man, um sich auf eine Förderung als Exzellenzuniversität bewerben zu können. Ich halte es für gut möglich, dass es in einigen Jahren so weit sein könnte, die Uni entwickelt sich trotz massiver Finanzprobleme m. E. nach vorne.
Einen guten mitteldeutschen Überblick gibt der MDR:
Auch Halle hat einen Cluster zuerkannt bekommen. Mit dabei u. a. das Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik, dessen Neubau im Weinberg-Strang vorgestellt wird.
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DHL hat den Sitz seiner DHL Express Holding von Bonn nach Schkeuditz verlegt.
Damit verfünffachen sich die Gewerbesteuereinnahmen von Schkeuditz von 25 Mio. Euro auf 120 Mio. Euro im Jahr. Auf Jobs scheint es keine Auswirkungen zu haben.
Der Gewerbesteuerhebesatz wird zeitgleich in Schkeuditz von 390 Prozent auf 300 Prozent gesenkt und liegt in Bonn zum Vergleich bei 537 Prozent.
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Leipzig geht auch im Rennen um die Ansiedlung der neuen Chipfabrik von FMC leer aus. Die Chipfabrik soll stattdessen in Magdeburg gebaut werden.
https://www.mdr.de/nachrichten…illiardenprojekt-104.html
Damit setzt sich leider ein Trend fort, der in den letzten Jahren auffällig ist. An allen größeren Standortwettbewerben für Industrieansiedlungen u.ä. an denen Leipzig in letzter Zeit teilnimmt, kann man nicht mehr überzeugen. Selbst eine sächsische Firma wie FMC entscheidet sich offenbar lieber für Sachsen-Anhalt.
Auch wenn einige der Projekte vielleicht nicht realisiert werden, ist es trotzdem schade, dass Leipzig anscheinend nicht mal mehr bei der initialen Standortentscheidung mithalten kann.
Sei es die Intel Chipfabrik (Magdeburg), das Zukunftszentrum (Halle), TSMC Chipfabrik (Dresden), Rheinmetall F35 Kampfjet Produktion (Weeze) und jetzt FMC Chipfabrik (Magdeburg). Dafür das man extra Flächen für die Ansiedlung von genau solchen Fabriken vorhält und auch die Wirtschaftsclusterstrategie für genau solche Ansiedlungen angepasst wurde ( https://www.invest-region-leipzig.de/branchen/halbleiter ), ist man im Wettbewerb mit anderen Standorten erschreckend chancenlos.
Die letzten größeren Entscheidungen für neue Industrieansiedlungen oder Ansiedlungen von Öffentlichen Einrichtungen in Leipzig (Beiersdorf Produktion, Deutsche Aircraft, SPRIND, Fernstraßenbundesamt) liegen alle bereits 6 Jahre oder länger zurück.
Seitdem kann man maximal noch Logistikneuansiedlungen (Beiersdorf, Mytheresa) vermelden, obwohl man das eigentlich gar nicht mehr möchte.
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2035 findet die Bundesgartenschau in Dessau-Roßlau statt. Zwar nicht in Leipzig, aber immerhin im Aktionsradius der Leipziger S-Bahn. Glückwunsch nach Dessau!
(Leipzig und Markkleeberg bekommen eine Buga ja leider nicht gebacken...)
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Passt in den thread Metropolregion Mitteldeutschland. Mein Glückwunsch auch an Dessau, vor allem die Innenstadt kann nur massiv davon profitieren.
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Ein neuer Film über Leipzig in der ARD-Mediathek: https://www.ardmediathek.de/vi…5kLWdyb2Vzc2Vud2Fobi0xMDA
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Dass so viele Sportarten für Leipzig vorgesehen sind, hätte ich nie für möglich gehalten. Dadurch handelt es sich nicht mehr um eine Bewerbung von Berlin, sondern um eine von Berlin-Leipzig. Ich halte genau das aber auch für eine von zwei wesentlichen Schwächen dieser Bewerbung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das IOC eine derartige Zersplitterung der Spiele akzeptieren wird, was ja mit der Auslagerung des Reitens nach Aachen und dem Abschieben des Schießens nach Frankfurt/Oder noch auf die Spitze getrieben wird. Laut verschiedenen Meldungen fordert das IOC, dass der Großteil der Sportstätten in einem Radius von 50 Kilometer ums Olympische Dort liegt, was mit diesem Sportstättenkonzept nicht ansatzweise der Fall wäre. Mehrere Olympische Dörfer dürften erst recht auf wenig Gegenliebe stoßen. Zweite wesentliche Schwäche dürfte die fragliche öffentliche Unterstützung werden. Speziell in Berlin würde ich wetten, dass die Bewerbung in der Dagegen-Republik an einem Volksbegehren scheitern wird.
Meines Erachtens liegt NRW mit seinem Konzept deutlich vor Berlin-Leipzig. In den Schatten gestellt werden beide ganz klar von dem perfekten Münchner Konzept, wo man nur hoffen kann, dass der dortige Bürgerentscheid positiv ausgeht. Wie wünschenswert Olympia in Deutschland wäre, hat man im Großen in Paris gesehen, im Kleinen aber auch aktuell am Turnfest bzw. der Turn-EM in Leipzig.
Ich kann deine Kritik nicht so ganz nachvollziehen.
Berlin und Leipzig wären mit ICE Express-Linien durch einen alle 30min verkehrenden Zug in 60min oder weniger erreichbar. Zwei Olympische Dörfer mit der jeweiligen Konzentration von Sportarten an den jeweiligen Standorten würde eine Zentrierung dieser inne haben. Also den 50km Radius locker bewerkstelligen. Das meiste auf der Neuen Messe wäre vom Dorf aus fußläufig. Dass Aachen und FF/Oder beim Feinschliff rausfliegen ist klar. Das passiert ja meistens und es wären zwei Sportarten die ohne Probleme auch in temporären Anlagen in Berlin und Leipzig umsetzbar sind.
Aber für beide Städte wären neue Wohnviertel und eine primär zwischen beiden Städten ausgebaute Schieneninfrastruktur, ein Meilenstein. Beide Städte besser zu verzahnen wäre ein großer wirtschaftlicher Schritt für Ostdeutschland. Darüberhinaus die Sportstätten-Infrastruktur in beiden Städten für zukünftige Veranstaltungen aufzurüsten - obwohl ja in Leipzig primär Ballsportarten stattfinden würden (es fehlt weiterhin ein Infrastruktur für Leichtathletik - schon alleine für die SpoWi-Fakultät und die DHfK). "Trendsportarten" in einem Mix aus Frei- und Innengelände auf der Alten Messe stattfinden zu lassen, sind ein guter Ansatz der Bewerbung.
Keine Ahnung was an dieser Bewerbung jetzt grundlegend schlecht sein sollte.
NRW: also zwischen Aachen und Halle/Westfalen liegen schon ordentlich Kilometer. Das gleich gilt für Köln und Dortmund. Obwohl zumindest zwischen Ruhrgebiet und Rheinland auch die Schiene einen Großteil der Besucherströme abfangen könnte. Und auch NRW listet z.B. Markkleeberg mit seiner Kanu-Strecke auf. Deswegen erscheint mir nicht so richtig logisch, warum NRW hier so viel besser sein sollte. Eher es ist ein urbaner Großraum der in allen Ecken bespielt werden muss und keine Zentrierung hat.
München: die "perfekte Bewerbung" sehe ich hier auch nicht. Ich kann mir gegenwärtig nicht so richtig vorstellen, wie man knapp 50% der Sportarten in den existierenden Olympiapark aus den frühen 1970er unterbringen will. Nicht nur durch die völlig anderen Bedingungen und den notwendigen Umbauten die in Summe mindestens Neubauten gleich käme, sondern auch weil der Denkmalschutz hier gewaltig dazwischen grätschen wird. Darüberhinaus fehlt dort schlichtweg eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur mit nur zwei peripheren U-Bahnstationen und ohne Regional- und Fernbahnanschluss. Man wird also unweigerlich den Anteil an zentralen Funktionen im Nordosten erhöhen müssen. Olympische Spiele am Stadtrand von München? So perfekt ist es auch nur nicht.Grundsätzlich muss man sicher konsternieren, dass Deutschland wohl die schwächste europäische Bewerbung seit der Zeit vor London 2012 abgeben würde. Das liegt vor allem an der maroden Infrastruktur und den fehlenden Veränderungen in städteplanerischer Hinsicht. Da waren London 2012 schon weiter und Paris 2024 erst recht.
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Ich bin heute über den Winterflugplan unseres Flughafens gestolpert und hab festgestellt, dass das Angebot so dünn ist wie nie seit der Wiedervereinigung. Linie nur noch nach FRA. Istanbul wird wieder etwas eingedampft auf wenige Flüge pro Woche. Und, sofern es uns erhalten bleibt, Wien. Für jemanden wie mich, der viel international unterwegs ist, wirkt das so wie eine Vorbereitung auf die Übernahme des Freistaates durch die Alternative. Da ist Internationalität nicht mehr gewünscht. Nicht mehr nachvollziehbar...
Eine erschreckende Entwicklung. Leipzig dürfte damit die am schlechtesten zu erreichende Stadt der Größe in der EU sein.
Und falls jetzt jemand mit der Bahn kommt: ab Dezember wird der Fernverkehr ab Leipzig auch gekürzt. Zwei Beispiele: Der Früh-ICE nach Frankfurt wird gestrichen, von den Saaletal-IC bleibt fast nichts übrig... Dass S-Bahnnetz wird ebenfalls eingedampft. Kein 5-Minuten-Takt mehr im CTL. Nach Stötteritz wird das Angebot teilweise um 50 % runtergefahren. Weitere Einschränkungen in den Süden. Einen 15-Minuten-Takt nach Grünau wird es bis Ende der 2030er ebenfalls nicht mehr geben.
Wo soll das hinführen?
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Dafür gibt es bald (wieder) eine Direktverbindung von Halle nach Paris, bald auch nach Mailand.
ICE-Direktverbindung Halle – Paris: In 6,5 Stunden in die französische Hauptstadt | MDR.DE
Flugverkehr als Statussymbol kann ich nix abgewinnen.
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^^ Was hilft mir eine langsame Bahnverbindung von Halle nach Paris mit einem unkomfortablen Zug wenn ich zum Beispiel einen Tagestermin in Dijon oder Lyon habe? Ja, das passiert bei mir. Der letzte ist gut drei Wochen her. Und da ich im weltgewandten Leipzig, meiner Geburtsstadt, lebe, darf ich da immer einen 3-Tages-Trip draus machen. Wirtschaftlich äußerst sinnvoll. haha
Spielen Zeit, Geld und Flexibilität für Dich keine Rolle? Und was soll das mit dem "Statussymbol"? Ich möchte in meiner Heimatstadt die Möglichkeiten haben, die ich auch in Hannover, Nürnberg oder Stuttgart hätte. Ist das dort auch alles Statussymbol? Oder warum zahle ich dann hier die selben Steuersätze?
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Dijon ist auch ein spezielles Ziel. Ganz spontan die Auskunftei befragt, ob es ab FRA weiter geht, doch selbst bei zwei Übernachtungen zeigt fluege.de nichts an. Scheint also kein Leipzig-Problem zu sein.
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LeipzigSO - also ich finde den Flugplan ab LEJ ja bereits seit Jahren recht bescheiden, aber ich kann abgesehen von den wegfallenden wenigen LCC und natürlich MUC-Flügen da jetzt keine Verschlechterung gegenüber den letzten sagen wir mal 8 Jahren feststellen. TK nach IST war schon immer im Winter auf 5/7 reduziert (was jetzt auch eher keine "wenigen Tage der Woche" sind), OS nach VIE ist schon seit Ewigkeiten 11/7 und mehr als 5 tägliche Flüge nach FRA gab es zuletzt vermutlich auch Mitte der 10er Jahre.
Insgesamt leidet LEJ hauptsächlich am Wegfall der kleineren Gefäßgrößen bei vielen Airlines (womit OS mittelfristig sicher auch in Gefahr sein dürfte) und darunter, dass man sich nie im LCC-Bereich fest etablieren konnte.
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Spielen Zeit, Geld und Flexibilität für Dich keine Rolle?
Nö. Meiner Meinung nach würden vier große Flughäfen in Deutschland reichen, in jeder Himmelsrichtung einen. Gute, schnelle Zugverbindungen als Zubringer. Fliegen sollte den Preis haben, den es hat und die erheblichen Umweltfolgen nicht weiter auf alle umgelegt werden. Dann würde man sich auch dreimal überlegen, ob es sich lohnt, für einen Tagestermin nach Dijon zu reisen oder ob sich das nicht digital klären lässt.
Es gibt genauso wenig ein Menschenrecht auf einen Flughafen mit zig Verbindungen wie auf einen Pkw-Parkplatz für jeden in jeder Straße. Den Grad an Weltoffenheit und Internationalität würde ich daran erst recht nicht festmachen. Es gab Zeiten, in denen Leipzig, Amsterdam oder Venedig außerordentlich international orientiert waren, obwohl es noch nicht einmal Flugzeuge gab.
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Gute, schnelle Zugverbindungen als Zubringer.
Wenn es die geben würde, könnte man über den Rest ja nachdenken. Stand jetzt ist das nur eine Utopie, die mit Blick auf aktuelle pol. und finanzielle Verhältnisse nicht absehbar umsetzbar sein wird.
Und nein, es gibt natürlich kein "Menschenrecht auf einen Flughafen" - aber das ist auch nicht die Frage. Die Frage ist, wie sehr Leipzig von einem gut angebundenen Flughafen profitiert bzw. unter einem schlecht angebunden Flughafen oder gar einer Schließung des (Personen-)Flughafens leiden würde.
Musste selbst erst vor wenigen Tagen beruflich nach Paris (die Sinnfrage spielt dabei keine Rolle - gehört zum Job, privat bin ich seit etwa 15 Jahren nicht geflogen) und war etwas erschrocken, dass es von Leipzig aus zwar etliche Direktverbindungen in Massentouri-Ziele, aber keine Direktverbindung in die französische Hauptstadt gibt (und auch nicht nach London, Rom, Madrid). Trotzdem war die Flugzeit auch bei Umstieg in Frankfurt mit 3 h 35 m nur etwa halb so lang wie die schnellste Bahnverbindung. Und ja, natürlich ist die neue Direktverbindung ab Dezember 2025 ein Fortschritt - aber 6,5 h sind eben immer noch nur sehr bedingt konkurrenzfähig.
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Trotzdem war die Flugzeit auch bei Umstieg in Frankfurt mit 3 h 35 m nur etwa halb so lang wie die schnellste Bahnverbindung.
Na also, ich finde 3:35 von Leipzig nach Paris kurz genug und keinen Grund, unzufrieden zu sein. Mit der Bahn statt nach Frankfurt nach Berlin und von dort nach Paris wäre sinnvoller, das hieße eine Stärkung des BER. Das genügt, von Leipzig aus muss nicht nach Paris geflogen werden, lohnt sich ja offensichtlich auch nicht. Leipzig kann meinetwegen ein reiner Frachtflughafen und Dresden für die Elbe Flugzeugwerke da sein, wenn überhaupt. Darüber innerdeutschen Personen-Flugverkehr oder gar internationale Linienflüge abzuwickeln, hat sich aus meiner Sicht nicht als Erfolgsgeschichte herausgestellt.
Sachsen-Anhalt hat z. B. inzwischen auch gar keine Lust mehr, Dresden über die Mitteldeutsche Flughafen AG zu subventionieren. Die EU schaut demnächst genauer auf die Subventionierung von Betriebskosten und die Daumenschrauben bei den Umweltkosten werden ja auch bereits angezogen. Von knapp 40 Flughäfen in Deutschland sind bereits jetzt nur zwei nicht defizitär. Vor diesem Hintergrund finde ich es überhaupt nicht "Utopie" zu hinterfragen, ob staatliche Gelder nicht besser in die Schiene als in die viel zu vielen Flughäfen gesteckt werden sollten.