Beiträge von PhilippLE

    Dekoratives Anführungszeichen

    Ich kenne persönlich auch niemanden, der aus Überzeugung gerne in Hochhäusern wohnt, egal wo. Das wird überwiegend als zweitklassig oder als Kompromisslösung angesehen, auch wenn es sicher einzelne Gegenstimmen geben wird. Um den Begriff "urban" anwenden zu können?

    Wir konnten mal Freunde in einem der PH16 im Musikviertel besuchen - in einer Maisonettewohnung ganz oben. Toller Blick über den Park und die Stadt, tolle Lage und als Maisonette auch von der Raumwirkung her angenehm.

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    Na also, ich finde 3:35 von Leipzig nach Paris kurz genug und keinen Grund, unzufrieden zu sein. Mit der Bahn statt nach Frankfurt nach Berlin und von dort nach Paris wäre sinnvoller, das hieße eine Stärkung des BER. Das genügt, von Leipzig aus muss nicht nach Paris geflogen werden, lohnt sich ja offensichtlich auch nicht.

    Per Zug von Leipzig Hbf nach Frankfurt Flughafen zu fahren dauert etwa so lange, wie mit dem Flugzeug inkl. Umsteigen von LEJ bis nach Paris zu fliegen(also um die 3:30 h).

    Wenn ich dann auf der Bahnseite sehe, was da aktuell auf dieser Strecke schon wieder an "Es liegen Meldungen vor" aufploppt und mit welchen Verspätungen gerade gefahren wurde/wird (allein bei den letzten Verbindungen mehrfach um und über 2 h) und dass eine einzelne Verbindung heute Abend auch mal spontan ausfällt, ist der Zug keine ernstzunehmende Alternative.

    Es ist ja schon spannend genug, ob die S-Bahn-Verbindung hier in Leipzig bis zum/ bzw. vom Flughafen funktioniert (ich stand in diesem Jahr auch schon vor einer S5(X), die schlicht zu voll war, um sich noch hineinquetschen zu können) - aber das noch mit Bahn-Fernverkehr zu koppeln, wäre Russisch Roulette für Fortgeschrittene.

    Mit Blick auf die aktuelle Lage der DB dürften die Chancen für CO2-freie Flugzeuge langsam besser stehen als die für einen zuverlässigen Fernverkehr auf der Schiene. :S

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    Gute, schnelle Zugverbindungen als Zubringer.

    Wenn es die geben würde, könnte man über den Rest ja nachdenken. Stand jetzt ist das nur eine Utopie, die mit Blick auf aktuelle pol. und finanzielle Verhältnisse nicht absehbar umsetzbar sein wird.

    Und nein, es gibt natürlich kein "Menschenrecht auf einen Flughafen" - aber das ist auch nicht die Frage. Die Frage ist, wie sehr Leipzig von einem gut angebundenen Flughafen profitiert bzw. unter einem schlecht angebunden Flughafen oder gar einer Schließung des (Personen-)Flughafens leiden würde.

    Musste selbst erst vor wenigen Tagen beruflich nach Paris (die Sinnfrage spielt dabei keine Rolle - gehört zum Job, privat bin ich seit etwa 15 Jahren nicht geflogen) und war etwas erschrocken, dass es von Leipzig aus zwar etliche Direktverbindungen in Massentouri-Ziele, aber keine Direktverbindung in die französische Hauptstadt gibt (und auch nicht nach London, Rom, Madrid). Trotzdem war die Flugzeit auch bei Umstieg in Frankfurt mit 3 h 35 m nur etwa halb so lang wie die schnellste Bahnverbindung. Und ja, natürlich ist die neue Direktverbindung ab Dezember 2025 ein Fortschritt - aber 6,5 h sind eben immer noch nur sehr bedingt konkurrenzfähig.

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    Vor Jahren bin ich mal durch den Floßgraben gepaddelt, schön langsam um möglichst viele Viecher zu sehen. Wenn das hin und wieder jemand machen würden, glaube ich nicht, dass die Tiere unwiederbringlich verschwinden würden. Der Nutzungsdruck des immer größer werdenden Leipzigs bleibt aber nicht bei lautlosem Dahingleiten, sondern ballermanngleichen Getöse und Spaßkulturen. Das wierum passt nicht in vulnerable Fließgewässer. Dann lieber nur gucken.

    Diesen Sommer beim Paddeln im Floßgraben erlebt: Eine Gruppe junger Männer kam uns mit laut aufgedrehter Bluetoothbox entgegen und wunderte sich, was das mit diesem Naturschutzzeug da soll. Bei steigender Nutzungsintensität wäre es sicher sinnvoll, da stärker zu kontrollieren.

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    Schön zu sehen, wie grün Leipzig doch ist.

    Schon, je nach Stadtviertel ist das Grün allerdings sehr unterschiedlich verteilt. Wer in Schleußig aus der Haustür fällt und im Auwald landet, hat ein völlig anderes Lebensgefühl als z.B. ein Bewohner von Reudnitz, dem v.a. der meist rappelvolle Lene-Voigt-Park bleibt - an dessen Rändern die Stadt selbst gerade noch Grünflächen für einen Bildungscampus versiegelt (RE: Kitas und Schulen).

    Mit steigender Einwohnerzahl und zunehmender Verdichtung ist die Grünflächenversorgung pro Kopf insgesamt rückläufig - mit Blick auf öffentliche Grünflächen gab es laut Aussage der Stadt allein von 2004 bis 2016 einen Rückgang von 19 auf 15,3 m² pro Kopf (Quelle hier, neuere Zahlen fand ich auf die Schnelle nicht: https://www.gruene-fraktion-leipzig.de/beitrag/anfrag…/in%20angegeben.)

    Nicht berücksichtigt wird dabei Verteilung und Entfernung zum öffentlichen Grün. Weiter unten gibt es Zahlen zum Versorgungsgrad an öffentlichem Grün (ab 2.000 m², bis 250 m Entfernung) - da reicht die Bandbreite von 2,12 m² öffentlicher Grünfläche pro Kopf in der Südvorstadt bis hin zu 122 m² je Einwohner in Schönau.

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    Ein Armutszeugnis ist eher, sich nicht über Verkehrswege und -mittel im Vorfeld zu informieren.

    Sorry, als naiver Gelegenheitsnutzer habe ich nur die ÖPNV-Fahrten nach planmäßiger Ankunft des ICEs gecheckt gehabt. Natürlich wäre es intelligenter gewesen, gleich prophylaktisch von einer 1,5-stündigen Verspätung auszugehen und auch die S-Bahnfahrten damit zu prüfen. ;)

    Wir wollten gestern kurz nach 21:00 vom Hbf nach Stötteritz fahren - von den drei Linien S1, S2 und S3 sollte an diesem Tag nur noch die S3 fahren - und das erst 22:00. Zum Glück konnten wir auf die StraBa ausweichen, für die S-Bahn ist so was aber ein Armutszeugnis.

    Zumindest waren wir durch den DB-Fernverkehr abgehärtet - die Strecke Richtung München wurde auf Hin- und Rückfahrt mit je ca. 90 Minuten Verspätung zurückgelegt (Vandalismusschäden, der die ICEs aktuell auf der Strecke zu einem größeren Umweg zwingt).

    Die LVZ berichtet (hinter der Bezahlschranke) über die aktuelle Überlastung in S5 und S5X.
    https://www.lvz.de/lokales/leipzi…RMFX7KH2NI.html

    Ich hatte erst am Dienstag selbst das zweifelhafte Vergnügen, mir davon einen eigenen Eindruck machen zu dürfen. Wollte 16:26 Uhr die S5X vom Flughafen Richtung Hbf nehmen. Zwischen Ausstieg aus dem Flieger und Abfahrt der S-Bahn lagen 10 Minuten - aber egal, nach der Sitzerei im Flieger kann man ja mal Sport machen. War rechtzeitig vor der S-Bahneinfahrt am Bahnsteig. Die S5X fuhr ein - und mir fielen die Augen aus dem Kopf. Jeder Viehtransport würde bei so einem Füllstand wegen Tierwohlgefährdung aus dem Verkehr gezogen werden. Die Passagiere der S-Bahn waren so gedrängt, dass es keine Chance mehr ab, sich selbst als halbwegs schmal gebaute Person noch in die Eingangsbereiche reinzudrücken.

    Habe dann kurz einen Lokführer angesprochen - man kann wohl nur mit reduzierter Wagenzahl fahren, weil es nicht genug Reserven und Reparaturmaterial gibt... . Was eine kurzsichtige und peinliche Mangelwirtschaft.

    Ende vom Lied - habe 70 € in eine Taxifahrt investiert und die Erkenntnis gewonnen, dass ÖPNV in Leipzig aktuell kein Verkehrsmittel, sondern ein Glücksspiel ist.

    Mal sehen, ob diese neuen KiTa- und Schulkapazitäten dann wirklich noch benötigt werden. Wird ja schon wieder über KiTa-Schließungen diskutiert und an einigen Grundschulen sind die Anmeldezahlen wohl auch schon rückläufig.

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    Hinter dem Gebäude gab es vor einigen Wochen noch einen XXL-Pool. Und zu sehen sind auch stattliche Balkone, die sich aber ganz passabel einfügen. Sehr schön, dass das alte Fabrikgebäude nun nach langer Hängepartie doch noch saniert wurde. Was in der Ecke etwas zu kurz zu kommen scheint, ist Nahversorgung - aber mit steigender, kaufkräftiger Bevölkerung könnte sich das da auch noch ändern.

    Die Sparkasse Leipzig hat Anfang des Monats ihren Wohnmarktbericht 2023 für Leipzig und das Umland vorgestellt. Im letzten Jahr sind die mittleren Angebotspreise für Häuse in Leipzig demnach um 7,3 %, die für Eigentumswohnungen um 5 % gefallen (jeweils Bestandsimmobilien). Die Mietpreise sind hingegen um 5 % gestiegen. Man gliedert das im Bericht auch noch für einzelne Teile der Stadt und unterschiedliche Wohnlagen auf, dabei werden jeweils auch Preisspannen angegeben. Bei Wohnungen wird zudem nach Wohnfläche untergliedert. Also durchaus auch als grobe Orientierung für Kauf- und Mietinteressenten nützlich.

    Den Bericht gibt es hier als PDF:
    https://www.sparkasse-leipzig.de/content/dam/my…ef=imagetextbox

    Bodenrichtwert laut BORIS ist dort aktuell 1.800 €/m². Das Grundstück ist in zahlreiche Flurstücke unterteilt, wie groß es genau ist, konnte ich deshalb auf die Schnelle im Geoviewer.Sachsen nicht klären. Aber laut LVZ sollen es etwa 1,5 ha sein, also 15.000 m². Bei 27 Millionen Kaufpreis käme man dann tatsächlich exakt auf 1.800 €/m², die Artikelaussage ist also nachvollziehbar.

    Laut LVZ wurden jetzt vier Schulgebäude aus der DDR-Zeit unter Denkmalschutz gestellt: Die Kurt-Biedermann-Schule in Schönau, die 100. Schule in Lausen-Grünau, die 120. Schule in Großzschocher und die Medizinische Berufsfachschule am Klinikum St. Georg in Eutritzsch. Drei davon entsprechend dem Leipziger Gangbautyp, die in Großzschocher dem Dresdner Atriumtyp. Dabei sieht man den Denkmalschutzwert besonders in der "baugebundenen Kunst". Die med. Berufsfachschule zeigt so beispielsweise ein Glasmosaik von Arno Rink, die Kurt-Biedermann-Schule hingegen ein abstraktes Betonplattenmosaik. Zumindest die im LVZ-Artikel abgebildeten Plattenbauschulen sind unsaniert - bei der Modernisierung wird dann also der Denkmal-Status zu berücksichtigen sein.

    https://www.lvz.de/lokales/leipzi…SD37A2S44I.html

    Der oben verlinkte LVZ-Artikel war mir gestern wegen der Bezahlschranke nicht vollständig zugänglich, wir hatten nur die Infos der Schulleitung mit Stand vom Wochenende. Mittlerweile lässt sich ergänzen, dass die Brandschutzabnahme am Neubau des Gymnasiums gescheitert ist, weil Kabel in den Decken falsch verlegt wurden - damit könnte es einen Verzug bis zum Beginn des neuen Schuljahres geben. Ursprünglich war die Betriebsaufnahme für letzten Herbst geplant (https://www.leipzig.de/news/news/grun…r-spitze-gelegt).

    Da weht schon ein Hauch von BER durch Leipzig.

    Das Gymnasium an der Prager Spitze ist zwar äußerlich fertig, die Schüler müssen aber aber erst jetzt erstmal eine Woche ins Homeschooling - und unter Umständen danach erstmal wieder zurück in das Oberschulgebäude, dass sie bisher genutzt haben.

    Die Brandschutzabnahme in den Winterferien hat wohl Mängel zu Tage gefördert. In erster Linie ist es ja erfreulich, dass solche Mängel auffallen und behoben werden - aber in meinen Augen schon etwas merwürdig, dass der Brandschutz bei einem Gebäude dieser Art nicht schon während der Bauphase adäquat kontrolliert wird. Das Gymnasium musste jetzt praktisch mitten im Umzug den Betrieb pausieren, wird bei einer denkbaren Rückkehr in das Oberschulgebäude aber nicht mehr oder nur sehr begrenzt auf Unterrichtsmaterialien zurückgreifen können, die bereits umgezogen sind.
    https://www.lvz.de/lokales/leipzi…RZE6B57GBQ.html

    Die L-IZ berichtet darüber, dass die Rietschke-Aue auch aktuell noch geflutet ist. Man stellt die Frage, ob die geschlämmten Sandwege in einem solchen Auengebiet die optimale Wahl sind. Ursprünglich waren wohl Asphaltwege geplant. Die Sandwege finde ich eigentlich angenehmer, aber muss man sicher schauen, welche Lösung auf Dauer sinnvoll ist.

    https://www.l-iz.de/politik/brennp…sandwege-577806

    Die LVZ hat hier noch einmal einen Artikeln zu Vorteilen des LIS-Neubaus:

    https://www.lvz.de/lokales/leipzi…YRH2EVNMZM.html

    Demnach sieht die Stadt mittlerweile in dieser Lage keinen eigenen Bedarf mehr. Neben dem engl. internationalen Abitur wird auch das europ. Abitur in anderen Sprachen möglich sein. Der Campus in Schleußig soll in Zukunft anderweitig für Bildungszwecke genutzt werden, ein Rückkauf durch die Stadt sei im Gespräch.

    Größtes Problem für den neuen Standort soll die Verkehrsanbindung sein. Es gibt zwar die StraBa 14, aber man rechnet auch mit vielen Elterntaxis.

    Seit 2017 ist die Stadtverwaltung laut L-IZ mit der Frage beschäftigt, wie man mehr Grün in die Innenstadt bringen könnte - konkret ins das Umfeld des LWB-Carrés. Nun scheint die Planung (auch angestoßen durch eine Petition) konkreter zu werden: Es soll insgesamt zehn neue Baumstandorte geben - zwei in der Reichsstraße, drei im Salzgäßchen und fünf im Böttchergäßchen. Gepflanzt wird in zwei Abschnitten - und zwar so, dass dann bis 2025 alle zehn Bäume vor Ort sein sollen. Das wären dann "nur" acht Jahre Planung + Umsetzung für zehn Bäume. :thumbup:
    https://www.l-iz.de/politik/brennp…ue-baume-575972

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    Ich hoffe, es sind entsprechenden Ausgleichsmaßnahmen geplant.

    Laut L-IZ in Mockau, also in einiger Entfernung. Da haben Vögel und Co., die in den Altbäumen leben, nicht wirklich was von. Ganz zu schweigen von den Jahrzehnten, die Neupflanzungen brauchen, bis sie die Funktion abgeräumter Altpflanzungen übernehmen können.

    Zur Artenvielfalt: Die ist mittlerweile ja gerade in den Städten höher als in weiten Teilen der Umlandes:"Städte zeigen heute einen höheren Artenreichtum als viele Flächen außerhalb der Stadt, gerade im Vergleich zur modernen Agrarlandschaft, weil in der Stadt viele unterschiedliche „Nischen“ verfügbar sind, die unterschiedliche Arten nutzen können."

    https://www.bpb.de/themen/stadt-l…n%20k%C3%B6nnen.
    Das alte Bild - wir verdichten die Stadt maximal, weil wir außerhalb unberührte Natur haben, passt nicht mehr. Sicher ist es herausfordernd, Artenvielfalt als zusätzlichen Aspekt in der städtischen Planung/Entwicklung zu berücksichtigen - aber eigentlich gibt es dafür ja etablierte Verfahren.