Baugeschehen: Zentrum

  • An der neuen Eins-Zentrale ist in Richtung Johannisplatz schon ein kleines Stück der Gerüste gefallen - der erste Eindruck ist nicht schlecht. Auch die große Glas-Front macht sich meiner Meinung nach ganz gut und wird sicher auch abends, wenn das Gebäude den Platz erhellt, recht ansprechend wirken.

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    Beim Vorbeifahren habe ich auch noch ein Bild vom Super8-Hotel gemacht. Ich muss gestehen, dass mir das Gebäude jedes mal, wenn ich daran vorbeifahre, besser gefällt. Heute Morgen war aber das Licht auch sehr schmeichelnd ;)

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  • Ich hoffe doch die senkrechten, weißen Blenden kommen noch zwischen die Fenster, wie es auf den Visualisierungen und an der Musterfassade links zu sehen ist. Sonst sind das nur lange weiße Bänder. Das dort schon so sauber antrazitfarbene Blenden sind und die Gerüste zurückgebaut werden, macht mir sorgen. Man wird uns doch hier nicht wieder veräppeln?!

  • Laut der Antwort auf eine SPD-Ratsanfrage (Link) plant ein Investor die Sanierung der früheren Kattundruckerei (Luftbild). Anders als dort genannt ist das aber die Müllerstraße 31. Der Bauantrag ist bereits eingereicht, die Arbeiten sollen 2021 beginnen. Geplant sind Umbau und Sanierung des denkmalgeschützten ehemaligen Fabrikgebäudes mit Dachgeschossausbau, Errichtung einer Dachgaube, Anbau von Balkonen sowie die Errichtung ebenerdiger Stellplätze daneben.


    Diese Investition war überfällig, da hat es wohl erst den kürzlich erfolgten Eigentümerwechsel gebraucht:

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    Quelle: Wikimedia, MilhouseDaniel, Lizenz CC BY-SA 3.0, keine Änderungen vorgenommen

  • ... ist natürlich eine mutige Ecke für - dann hochpreisige - Wohnungen. Gibt ja quasi kein richtiges "hinten" im Sinne von wemig Straßengeräusch und es ist die Querverbindung sowohl von der Polizeiwache, als auch dem Klinikum. Gern darf das Autohaus daneben noch weichen und bebaut werden.

  • Ich würde mir ja für die Fläche einen neuen Stadtteil wünschen mit einer hochwertigen Wohnbebauung und Grünflächen... Aber das wird sicher noch Jahrzehnte dauern 😁

  • Ein bisschen schade finde ich schon, dass der Platz dermaßen zugebaut wird.


    Mal abgesehen davon, dass es mich schon wundert, dass diese neue Oberschule überhaupt und noch dazu an den Hartmannplatz gebaut werden musste und dass sich da keine ehemaligen Schulbauten angeboten hätten.

  • Der Grund für die Standortentscheidung war neben der optimalen Verkehrsanbindung (wenn die Straßenbahn fertig ist) die vorhandene Sporthalle. Diese wird zukünftig tagsüber für den Schulsport genutzt werden. Damit spart Chemnitz einiges an Geld gegenüber einem Neubau mit Sporthalle.

    Auf dem Festplatz werden auch zukünftig Veranstaltungen stattfinden. Während der gesamten Bauzeit waren nebenan Veranstaltungen geplant. Die sind nur wegen Corona abgesagt worden. Für Mitte Juli ist dort beispielsweise bisher noch das Konzert eines recht bekannten älteren Schlagersängers geplant.

    Ein Großfeuer wird in der Nähe der Schule nicht mehr stattfinden können. Ich will den Chemnitzern da auch nicht zu nahe treten, aber muss so etwas auch sein? Rummel, Konzerte, Laufveranstaltungen, etc. werden jedenfalls auch in Zukunft auf dem Hartmannplatz stattfinden.

  • Ich finde eine derart große Freifläche im Zentrum einer 245.000 Einwohner Stadt, die ausschließlich als Rummelplatz genutzt wird, generell eher überflüssig... Es gibt stadtauswärts mit guter ÖPNV-Anbindung zahlreiche Flächen, auf die man als Rummelplatz zurückgreifen kann. Dazu ist der Hartmannplatz einfach zu gut gelegen.

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    Ein letzter Blick in das Bauloch am Tietz bevor hier demnächst die Arbeiten starten sollen:



    Gleichzeit geht es ab Mai auch der bisher als Parkplatz genutzten Fläche an der Johanniskirche an den Kragen.


    Der entsprechende Bericht der Freien Presse dazu: Klick

  • Da der Schulneubau am Hartmannplatz hier letztens erst Thema war, möchte ich mal ein Update vom aktuellen Baufortschritt geben. Wenn man vor Ort ist, stellt man fest, dass die freie Fläche neben dem Neubau immer noch groß genug für zahlreiche Veranstaltungen ist.


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  • Im direkten Umfeld wird in der Straße An der Markthalle 11 ein Gebäude saniert.


    Man findet dazu online ein Inserat für den Kauf einer Wohnung: Klick


    Hoffentlich passiert noch mehr in der Straße. Das ist eigentlich eine sehr schöne Ecke, die aber trotzdem durch viel Leerstand gekennzeichnet ist.



  • Ich bin sicher, dass der Gegend ein richtiger Entwicklungsschub bevorsteht. Neben dem Neubau der Oberschule samt Außen- und Sportanlagen, dem Bau der Straßenbahn samt Neuordnung der Flächen entlang der Hartmannstraße wurde ja auch endlich mit der Sanierung der alten Hartmannfabrik begonnen (ich denke, dass die richtig interessant wird).
    Noch etwas Zukunftsmusik ist die Anlage einer neuen Fußgängerverbindung hoch zum Kassberg, als Fortsetzung der Wegeführung aus der Innenstadt. Die Strecke über die Schulanlagen hinweg wird jedenfalls schon mit angelegt.

  • Arwed: hast du mehr Infos zu der Fußgänger-Verbindung zum Kaßberg? Davon habe ich noch nie etwas gehört? Soll der über die Treppe zur Hohen Straße erfolgen oder eher über die Ermafa-Passage?
    Ich habe nie verstanden, warum die ganze Gegend um die Markthalle so tot ist. Hier wurde ja schon recht früh in die Gestaltung des öffentlichen Raumes investiert und Gebäude saniert.

  • Es gibt ja schon jetzt eine Treppenanlage vom Festplatz hoch zum Kassberg. Folgerichtig wäre aber, die in vielen Bauabschnitten von der Innenstadt über die Schmidtbank-Passage, Chemnitzbrücke, Vorplatz Hartmannhallen und künftig die Schulanlagen mit einer neuen und sichtbaren Treppen- und vielleicht auch Aufzugsanlage an die Henriettenstrasse anzubinden.

  • Es gab immerhin schon Diskussionen zu einer Seilbahn vom Schlossteich auf den Kaßberg. Die wurde 2018 erstmals von den Grünen ins Gespräch gebracht (Tag24) und dann 2019 sogar von der Stadtverwaltung als Thema für den Verkehrsenetwicklungsplan und dessen (Schein-)Bürgerbeteiligung avisiert (Freie Presse mit Bezahlschranke). Im aktuellen VEP-Entwurf steht dazu aber nichts, was aber wirklich kein Verlust ist.