Hauptbahnhof und näheres Umfeld

  • ^Wenn du dann woanders bist, schreibe hier bitte auch noch mal wie viel toller es dort ist. Das wird die Nutzer hier brennend interessieren :)

    Zum Topic: Ich träume ja noch von einer großen Lösung mit Abbruch der Immermann Höfe und Öffnung zur Immermannstraße. Die Wegebeziehung zu den Einkaufsstraßen ist damals auch nicht gerade ideal gelöst worden.

  • Wie man im Ruhrgebiet sagt: woanders is auch sch.... ;)

    Beim Punkt Hauptbahnhof gebe ich allen Skeptikern und Nörglern aber recht. Eigentlich kann man sich das Lesen sämtlicher Artikel zu dem Thema sparen: Da passiert in den nächsten 10 Jahren nichts Sichtbares.

  • Meiner Meinung nach ist das Hauptproblem, dass der Großteil des KAP der Bahn AG gehört und die Stadt damit auf die Bahn AG angewiesen ist.

    Eine öffentliche Umwidmung des gesamten Platzes würde sicherlich einige Probleme beseitigen.

  • Hallo,

    im Juli sollen die Vorplanungen eines neuen Konzepts im Stadtrat beraten werden. Dementsprechend könnten Bauarbeiten ab 2031 starten.

    Wenn wir Glück haben, sehen wir die Umgestaltung noch in unserer Lebenszeit 😬

    Artikel der Stadt hier: https://www.duesseldorf.de/medienportal/p…t-abgeschlossen


    Landeshauptstadt Düsseldorf/Amt für Verkehrsmanagement

    https://duesseldorf.canto.de/v/HA196VDT6G/a…&origin=classic

  • Ehrlich gesagt frage ich mich, wie man nach 25 Jahren auf so einen "Plan" kommt. Es bleibt praktisch beim alten Konzept, nur die großen Bäume werden abgesägt, die Schienen nehmen weiterhin den halben Platz ein samt "toter" Fläche etc. Hier es braucht m.M.n. mehr Diskussionsbedarf.


    Den Plan habe ich deshalb die Tage mal etwas überarbeitet:


    -> Tram, Bus, Fahrradstellflächen, Taxi, Parken sind jeweils voneinander getrennt, der Platz erhält somit mehr Struktur und Ordnung.

    • Der Radweg verläuft nicht mehr über den Platz, sondern über den Rand entlang und erhält durch eine Baumreihe eine weitere Abgrenzung vom restlichen Platz - bessere Optik, mehr Sicherheit. Die Fahrradstellplätze sind zentralisiert und nicht über den ganzen Platz verteilt - bessere Optik, bessere Wegführung.
    • Straßenbahn und Bus werden klar voneinander getrennt, die Haltestellen sind von allen Richtungen erreichbar - klar strukturiert, bessere Übersichtlichkeit und Funktionalität.
    • Der Parkplatz wird ein wenig vom Bahnhofsplatz Richtung Kino verschoben, Taxi in der Kurve, Parken im Innenbereich, bessere Wegführung vom Nordeingang zur zentralen Bushaltestelle, Immermannstraße.
    • Die Fläche vor dem Empfangsgebäude erhält mehr Platzcharakter.
    • Die einzelnen Bereiche (Radweg, StraBa-Haltestelle und Schienenverlauf, Bushaltestelle, Parkplatz, Bahnhofsvorplatz) werden durch Baumreihen voneinander getrennt - bessere Aufenthaltsqualität und Optik



  • Sieht ja nicht schlecht aus, würde mich für den Ort echt freuen. Ist mir aber komplett unverständlich warum man da jetzt wieder weitere 5 Jahre Vorlauf braucht, während da ja schon ewig Zeit vergangen ist bereits. Sind die alle komplett besoffen?

  • Katastrophen-Meldung:


    Das Hansa-Haus wird abgerissen und neu gebaut:


    https://ipm.nrw/portfolio/gesundheitsamt-hansahaus/





    So sah der Bau einst aus, Baukosten: 2.110.000 Mark.


    Bilder: gemeinfrei


    Ist-Zustand nach vereinfachtem Wiederaufbau und jahrzehntelanger Vernachlässigung:


    https://maps.app.goo.gl/CQ3peQuWEVyjeQHSA


    https://maps.app.goo.gl/48HYoLsyCUhjX7vm9


    Und so soll es werden:



    Bild: HPP Architekten GmbH


    Da wird mir ehrlich gesagt mehr als schlecht. Banaler Allerweltsschrott ersetzt einzigartige Neorenaissance.

    Einmal editiert, zuletzt von Stadtbildfreude (12. September 2026 um 22:57)

  • Dass ausgerechnet die Kommune dafür verantwortlich ist, ist skandalös. Aus dem Gebäude hätte man wieder ein Schmuckstück machen können, ja müssen - fehlender Denkmalschutz aufgrund eklektischer Instandsetzung der Kriegsschäden ist schon häufig kein Grund gewesen, solche Gebäude nicht wieder auf Vordermann zu bringen. Gerade in dieser Gegend am HBF sticht das Gebäude trotz Vernachlässigung m.E. immer noch positiv heraus. Meinetwegen die Südostseite hätte abgebrochen und mit einem Neubau (ggf. inkl. Fahrradgarage) ersetzt werden können.

    Abrissreife und leerstehende Bürogebäude aus der Nachkriegszeit hätte es in Düsseldorf sicherlich genügend für den Neubau des Gesundheitsreferats gegeben.

  • Aus optischen Gründen bin ich bei euch, dass es schade ist, dass das Hansa-Haus abgerissen wird, aber aus praktischen und kostentechnischen Gründen handelt die Stadt hier absolut richtig!

    Das der Abriss kommt und der Neubau kommt, ist übrigens bereits seit letztem Jahr bekannt, siehe hier, hier oder hier.

    Der Stadt kann man auch keinen Vorwurf zum nicht rettbaren Zustand des Hauses machen, da der Eigentümer bisher der BLB war und das Gebäude vom Landesrechnungshof und vom Finanzamt Düsseldorf-Mettmann genutzt wurde und jetzt durch die Umzüge an die Werdener Straße und Moskauer Straße frei wurden.

    @Moderation: bitte diesen und die beiden Beiträge davor in "Hauptbahnhof und näheres Umfeld" verschieben


    erledigt- Dankeschön für den Hinweis

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Abrissreife und leerstehende Bürogebäude aus der Nachkriegszeit hätte es in Düsseldorf sicherlich genügend für den Neubau des Gesundheitsreferats gegeben.


    Wobei die Nachkriegszeit jetzt auch schon mehr als 80 Jahre andauert. Je länger sie dauert, desto seltsamer ist es halt zu sagen, Gebäude die 80 Jahre alt sind dürfen weg, aber Gebäude die 120 Jahre alt sind, dürfen nicht angetastet.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Wobei die Nachkriegszeit jetzt auch schon mehr als 80 Jahre andauert. Je länger sie dauert, desto seltsamer ist es halt zu sagen, Gebäude die 80 Jahre alt sind dürfen weg, aber Gebäude die 120 Jahre alt sind, dürfen nicht angetastet.

    In dieser Konsequenz steht das hier nirgends. Es gibt durchaus beträchtliche Unterschiede in der Qualität der Nachkriegsbauten und einige von ihnen stehen zu Recht unter Denkmalschutz. Bspw. habe ich sehr viel übrig für die filigrane Eleganz vieler 50er Jahre Gebäude und selbst manche Gebäude aus den 70er und 80er Jahren stehen z.T schon unter Schutz.
    Es sollte jedoch nicht überraschend sein, dass architektonische Klasse und Bauqualität bei zahlreichen Vertretern der Nachkriegsmoderne zu wünschen übrig lassen (genauso wie das bei vielen heutigen Neubauten der Fall ist) - insb. da damals innovative Bautechniken (Spannbeton) und -stoffe (Asbest) heute als problematisch gelten.
    Aus ästhetischen Gründen sehe ich jedenfalls lieber zehn schlecht gealterte Nachkriegsvertreter abgerissen, als ein Gebäude im Stile der Neorenaissance, selbst wenn es nicht originalgetreu instandgesetzt wurde.

    Dekoratives Anführungszeichen

    Der Stadt kann man auch keinen Vorwurf zum nicht rettbaren Zustand des Hauses machen,

    Mein Vorwurf bezieht sich weniger auf den Zustand - für den sie in der Tat nichts kann (den Schuh muss sich das Land anziehen, was natürlich ebenfalls skandalös ist). Vielmehr bezieht sich meine Kritik auf die Entscheidung, dieses Gebäude abzureißen und an dessen Stelle einen eher unambitionierten Kasten zu errichten. Es war ja auch mal anders geplant, Zitat Stadt Düsseldorf:

    "Sollte der Rat den entsprechenden Beschluss fassen, würden die bisherigen Planungen für das Gesundheitsamt, für das bisher ein Neubau in der Kölner Straße 180 vorgesehen war, und die unterirdische Fahrradgarage, welche bislang als Anlage in einem ehemaligen Bunker unter dem Bahnhofsvorplatz mit einem aufwändigen Verbindungsbauwerk zur Bismarckstraße geplant war, eingestellt und die beiden Vorhaben gemeinsam am Standort Hansahaus realisiert werden." (Q)

  • Haben sich "Architects for future" schon geäußert oder protestieren die nur dann, wenn Bauwerke mit Rasterfassade und Sichtbeton abgerissen werden?

    "Eine bauliche Prüfung hat ergeben, dass die geplanten Nutzungen nur im Rahmen eines vollständigen Neubaus realisiert werden können", heißt es hier. Der Erhalt von Altbauten ist fast immer ein Kompromiss zwischen der historischen Substanz und der gewünschten Nutzung. Ein solches Haus zu erwerben, bedeutet eine gewisse Verantwortung, auch wenn es kein eingetragenes Denkmal ist. Übrigens etwas, das in meiner Stadt Leipzig ganz anders lief, wo man gründerzeitliche Quartiere und Einzelbauten nach 1990 großflächig unter Denkmalschutz gestellt hat. Die Bausubstanz war nach 40-jähriger Vernachlässigung geradezu ruinös, dennoch konnte fast alles gerettet werden, einige Gebäude sogar erst in der Gegenwart. Bei Investoren sind Gründerzeitler extrem beliebt. Selbst Gebäude, von denen nur noch die Außenmauern stehen, werden erworben und rekonstruiert. Immer wieder ist zu hören, dass die Robustheit und Qualität, mit der einst gebaut wurde, die heutigen Baufachleute erstaunt. Sollte das in Düsseldorf alles anders sein?

    Das glaube ich nicht und sehe vielmehr Gedankenlosigkeit, Unwissen und Stumpfsinn am Werk. Dass Abriss und Neubau günstiger sein sollen als die Sanierung eines bis vor kurzem noch genutzten Gebäudes, lässt sich doch nur damit erklären, dass die bauliche und gestalterische Qualität des Neubaus weit hinter jener des Altbaus zurückliegen wird.