Beiträge von mamamia

    Bebauungspläne müssen halt öffentlich ausgelegt und mit verschiedenen Behörden und Beteiligten abgestimmt werden. Da gibt es häufig Interessenkonflikte, bei denen abgewogen und vermittelt werden muss. Es werden diverse Gutachten z.B. zu Verkehr, Geologie, Lärm, Umweltbelange ... gemacht. Zudem müssen die Planungen auf kommunaler Ebene in der Politik besprochen und beschlossen werden. Gegebenenfalls muss auch der Flächennutzungsplan angepasst werden.


    Bei einer guten Abstimmung des Planungsprozesses kann man aber auch als Entwickler schon einige Schritte parallel laufen lassen und mit der Rechtskraft eines Bebauungsplanes gleichzeitig oder zeitnah eine Baugenehmigung oder Teilbaugenehmigung erhalten und dann sofort durchstarten.


    Manchmal liegt es auch an den Projektentwicklern und Investoren, dass sowas sehr lange dauert.

    Meines Wissens nach ist der Untergrund unterhalb des Vorplatzes der Arcaden für eine Verlängerung der Wehrhahnlinie reserviert;

    hier wäre ein unterirdisches Fahrradparkhaus wie am Hauptbahnhof Münster nicht möglich.

    (vielleicht im Zuge der Bauarbeiten zu einem möglichen U-Bahnhof)


    Eine direkte Verbindung von den Bahnsteigen zum Shopping Center müsste entweder oberhalb der Gleise verlaufen, also auch oberhalb der oberen Ebene der Arkaden; oder eben unterhalb der Zufahrt zwischen Arcaden und Bahndamm.

    Das Fahrradparkhaus sollte aber auch unabhängig von en Öffnungszeiten der Arkaden zugänglich sein.


    Insoweit überhaupt realisierbar, wären alle varianten deutlich teurer und hätten wohl schon deshalb kaum Aussicht auf Umsetzung.

    Wo sollte Deiner Meinung nach diese "Brücke" platziert werden?

    Es gibt Grundstückgrenzen und Feuerwehrzufahrten, die berücksichtigt werden müssen.


    Die eleganteste, aber teuerste und zeitaufwendigste Lösung wäre ein Fahrradparkhaus unter den Gleisen; daher unrealistisch.

    In dem Umfeld kann ich mir ein solches, die Dimensionen sprengendes Bauwerk nicht vorstellen;

    auch ganz unabhängig vom Denkmalstatus der Brücke.


    Ich würde von den Planern mehr Sensibilität für den dort eher landschaftlich geprägten Raum vorstellen.

    Die Erbauer der Theodor-Heuss-Brücke haben ja in den 50ern sicherlich bewusst die filigrane Brückenkonstruktion auch gewählt, um den optischen Einfluss auf die offene, niederrheinische Flusslandschaft möglichst gering zu halten; auch beim Bau des Golzheimer Rheinparks war meines Erachtens nach die Einbindung in die niederrheinische Landschaft Grundlage der Planungen.


    Selbst, wenn ein solches Bauwerk bei der Stadtplanung und in der Politik durch käme, dürfte man von sehr deutlichen Vorbehalten der Anwohner ausgehen, sollten sie ein derartiges Monster vor die Tür gebaut bekommen.


    Es ist nicht der erste maßstabslose Entwurf aus dem Büro, mit dem man Düsseldorfs Rheinfront verunstalten würde.


    Ganz nebenbei - ein weiteres Hotel dürfte Düsseldorf definitiv nicht benötigen.

    Fahrräder, die langsam durch eine Fußgängerzone fahren, sind ja auch nicht das Problem; es sind eben die Kuriere und die 24/7 Radfahrer, die ohne Rücksicht fahren.

    Würde man die Straße als reguläre Mischverkehrsfläche ausweisen, dürften dort Fahrradfahrer im Schritttempo fahren.

    Für Kfz könnte man eine Zufahrtsbeschränkung mit Ausnahmen für Lieferverkehr machen.


    Als Verbindungsachse ist dieser Radweg für Radfahrer, die schnell voran kommen wollen ja auch überhaupt nicht geeignet;

    da wäre wirklich eine parallele Streckenführung mit einem richtigen geschützten Radweg oder einer Fahrradstraße besser.

    Dann könnte die Fußgängerzone auch Fußgängern vorbehalten sein, wie es ja eigentlich bei einer Fußgängerzone sein soll.


    Düsseldorf braucht halt ein richtiges Konzept für Radwege und Fahrradstellplätze.

    Das gezeigte Verkehrszeichen (StVO, 240) erlaubt eine Nutzung der gemeinsamen Fläche auf ganzer Breite, also ohne Zonierung. Es verlangt jedoch von den Radfahrern besondere Rücksichtnahme und angemessene Fahrweise; den Fußgängern ist Vorrang einzuräumen.

    Das funktioniert ja schon auf der Kö nicht; wo es an der Kanalseite einen Fußweg (StVO, Zeichen 239) mit Zusatzschild "Radfahrer frei" gibt. Das versteht die Mehrzahl der dort fahrenden Radfahrer als Freibrief für schnelles fahren. Als Fußgänger wird man zudem nicht selten noch beschimpft, weil man den Fußweg benutzt.


    Es muss halt klar sein, dass es sich hier um eine Geschäftsstraße mit sehr vielen Geschäften zu beiden Seiten handelt; die Fußgänger gehen von einem laden zum anderen auch quer über die Straße. Einen Radweg als Verbindungsachse über diese Fläche zu führen, ist problematisch, da die Radfahrer ja verständlicherweise schnell voran kommen wollen.


    Da wäre wirklich eine parallele Führung eines regulären Radweges besser.

    Eine Fußgängerzone sollte von allen anderen Verkehrsarten freigehalten werden.

    Die Markierung sollte auf jeden Fall sehr gut sichtbar sein, damit Unfälle vermieden werden, wenn Fußgänger, wie in einer Fußgängerzone üblich, die Seite wechseln, ohne auf den Verkehr zu achten (eigentlich ja der Sinn einer Fußgängerzone).


    Streng genommen ist es ja aktuell keine "Fußgängerzone", sondern eine "Mischverkehrsfläche" mit einem Fahrverbot für motorisierte Fahrzeuge.

    Ich bin mal gespannt, ob sich die Mehrzahl der Radfahrer dort an die Straßenverkehrsordnung hält.


    Ich selber halte wenig davon, einen regulären Radweg mitten durch eine Fußgängerzone zu führen; sinnvoller wäre z. B. eine richtige Protected bike-Lane auf der Immermannstraße und dafür in der Fußgängerzone lediglich eine Duldung rücksichtsvoll fahrender Radfahrer. Rund um den KB1 sind ja auch überall Radfahrer unterwegs, ohne dass es dort ausgewiesene Radwege gäbe.


    An Anfang und Ende der Fußgängerzone sollte es natürlich ausreichende gesicherte Abstellmöglichkeiten für Räder geben; vielleicht sogar ein Fahrradparkhaus.

    Das vorhandene Parkhaus ist zwar nicht das Schönste, nimmt aber wenigstens den Stil und die Grundform des Kaufhof auf.

    Wenn Abriss und Neubau, würde ich erwarten, dass optisch noch mehr an den Bestand angepasst wird.

    Über eine angemessene Dachform kann man streiten. ich finde allerdings gut, das sich der Entwurf nicht an den alten Kaufhof anbierdert, wie die aktuelle Fassade aus den 80ern.


    Interessant wäre für mich die Frage, wie die Parketagen erschlossen werden sollen, wenn dort ein Bürohaus entsteht.

    Ich frage mich wegen der ganzen Hotels schon länger, wer alle Hotelzimmer belegen soll; etwas mehr Kreativität der Projektentwickler bei der Auswahl der Nutzungen wäre wünschenswert.

    Es ist der bislang schlechteste Entwurf zum Thema Oper!

    Hier hat sich das Büro Snohetta offensichtlich nicht ausreichend mit dem Ort, dem Umfeld beschäftigt; ohne jede Rücksicht auf die Strukturen der Stadt und auf umliegende Baudenkmale wird einfach ein maßstabsloses Volumen geplant, das Altstadt, Hofgarten und Kö zerstören würde.


    Studenten würde ich einen solchen städtebaulichen Ansatz nicht durchgehen lassen; für ein angeblich so renommiertes Büro ist sowas komplett daneben.


    Auch wenn dieser Entwurf nicht von der Stadt beauftragt wurde; die Verantwortlichen in Düsseldorf und im Opernhaus sollten sich generell Gedanken machen, ob Düsseldorf überhaupt eine Oper von "Weltformat" haben muss, oder ein zur Größe der Stadt passendes Haus.

    Auch in der Kommunalpolitik haben ja einige ein Maßstabsproblem.

    Aus städtebaulicher Sicht, wie auch auf Grund des Baudenkmals und seiner Außenwirkung, ist für mich alleine schon der massive Baukörper vor der Schaufassade unvorstellbar; ganz unabhängig von der Architektur oder der Freitreppe.

    Auch der neben das Atelierhaus gequetschte Erweiterungsbau ist nur gruselig.

    Von der Architekturklasse hätte ich mehr Feingefühl für den Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz erwartet!


    Dem Denkmal angemessen wäre ein Flachbau, der nicht höher als das Sockelgeschoß ist und dafür in die Tiefe geht.

    Der Standort ist sicherlich interessant; unweit stand bis zum Krieg das Schauspielhaus. Schwierig ist sicherlich das deutliche Ausgreifen des Baukörpers über die Fluchtlinie der Bahnstraße in den GAP. Sicherlich ist der Vorschlag neben der Schadowstraße/Wehrhahn der beste Alternativstandort.


    Das ehemalige Telekom Gebäude, das meines Wissens nach früher vor allem die die Ortsvermittlung beinhaltete, dürfte durch den technischen Fortschritt obsolet sein; viele derartige, früher mit Technik vollgestopfte Gebäude der Telekom stehen heute überwiegend leer.


    Wobei ich den aktuellen Standort noch immer den für den besten Ort für die Oper halte; mit einem für Düsseldorf angemessenen Raumprogramm dürfte die Oper dort auf jeden Fall realisierbar sein.


    Das endgültige Erscheinungsbild der Oper wird sowieso in einem Architektur Wettbewerb festgelegt; aktuell geht es um den Standort.


    Die Elbphilharmonie- oder Sidney-Träume halte ich für übertrieben und nur für hübsche Stadtmarketing Bilder geeignet. Ein solcher Standort würde der Oper selbst nichts bringen. Der Standort der Elbphilharmonie ist ja auch für den Betrieb alles andere als unproblematisch.


    Hauptsache, die Oper bleibt in der City!

    Das technische Rathaus wird ja nicht als Provisorium mit Containern errichtet.

    Hier wird zudem ein Wettbewerb durchgeführt und der Bebauungsplan muss sicherlich dann noch angepasst, bzw. geändert werden.


    Das geht in einen totalitärem Regime sicherlich alles schneller - ich möchte da aber trotzdem nicht tauschen!


    Mod: Der letzte Satz nimmt Bezug auf einen von zwei Beiträgen, die mangels Substanz hierher verschoben wurden.

    Die Mitarbeiter der entsprechenden Ministerien könnten ja angesichts der Klimakrise mit guten Beispiel vorangehen und auf den ÖPNV umsteigen; dann könnte dieses unsägliche Parkhaus ersatzlos gestrichen werden.

    Das wäre dann wirklich mal ein positives Signal an die Bürger.