Beiträge von mamamia

    Fahrräder, die langsam durch eine Fußgängerzone fahren, sind ja auch nicht das Problem; es sind eben die Kuriere und die 24/7 Radfahrer, die ohne Rücksicht fahren.

    Würde man die Straße als reguläre Mischverkehrsfläche ausweisen, dürften dort Fahrradfahrer im Schritttempo fahren.

    Für Kfz könnte man eine Zufahrtsbeschränkung mit Ausnahmen für Lieferverkehr machen.


    Als Verbindungsachse ist dieser Radweg für Radfahrer, die schnell voran kommen wollen ja auch überhaupt nicht geeignet;

    da wäre wirklich eine parallele Streckenführung mit einem richtigen geschützten Radweg oder einer Fahrradstraße besser.

    Dann könnte die Fußgängerzone auch Fußgängern vorbehalten sein, wie es ja eigentlich bei einer Fußgängerzone sein soll.


    Düsseldorf braucht halt ein richtiges Konzept für Radwege und Fahrradstellplätze.

    Das gezeigte Verkehrszeichen (StVO, 240) erlaubt eine Nutzung der gemeinsamen Fläche auf ganzer Breite, also ohne Zonierung. Es verlangt jedoch von den Radfahrern besondere Rücksichtnahme und angemessene Fahrweise; den Fußgängern ist Vorrang einzuräumen.

    Das funktioniert ja schon auf der Kö nicht; wo es an der Kanalseite einen Fußweg (StVO, Zeichen 239) mit Zusatzschild "Radfahrer frei" gibt. Das versteht die Mehrzahl der dort fahrenden Radfahrer als Freibrief für schnelles fahren. Als Fußgänger wird man zudem nicht selten noch beschimpft, weil man den Fußweg benutzt.


    Es muss halt klar sein, dass es sich hier um eine Geschäftsstraße mit sehr vielen Geschäften zu beiden Seiten handelt; die Fußgänger gehen von einem laden zum anderen auch quer über die Straße. Einen Radweg als Verbindungsachse über diese Fläche zu führen, ist problematisch, da die Radfahrer ja verständlicherweise schnell voran kommen wollen.


    Da wäre wirklich eine parallele Führung eines regulären Radweges besser.

    Eine Fußgängerzone sollte von allen anderen Verkehrsarten freigehalten werden.

    Die Markierung sollte auf jeden Fall sehr gut sichtbar sein, damit Unfälle vermieden werden, wenn Fußgänger, wie in einer Fußgängerzone üblich, die Seite wechseln, ohne auf den Verkehr zu achten (eigentlich ja der Sinn einer Fußgängerzone).


    Streng genommen ist es ja aktuell keine "Fußgängerzone", sondern eine "Mischverkehrsfläche" mit einem Fahrverbot für motorisierte Fahrzeuge.

    Ich bin mal gespannt, ob sich die Mehrzahl der Radfahrer dort an die Straßenverkehrsordnung hält.


    Ich selber halte wenig davon, einen regulären Radweg mitten durch eine Fußgängerzone zu führen; sinnvoller wäre z. B. eine richtige Protected bike-Lane auf der Immermannstraße und dafür in der Fußgängerzone lediglich eine Duldung rücksichtsvoll fahrender Radfahrer. Rund um den KB1 sind ja auch überall Radfahrer unterwegs, ohne dass es dort ausgewiesene Radwege gäbe.


    An Anfang und Ende der Fußgängerzone sollte es natürlich ausreichende gesicherte Abstellmöglichkeiten für Räder geben; vielleicht sogar ein Fahrradparkhaus.

    Das vorhandene Parkhaus ist zwar nicht das Schönste, nimmt aber wenigstens den Stil und die Grundform des Kaufhof auf.

    Wenn Abriss und Neubau, würde ich erwarten, dass optisch noch mehr an den Bestand angepasst wird.

    Über eine angemessene Dachform kann man streiten. ich finde allerdings gut, das sich der Entwurf nicht an den alten Kaufhof anbierdert, wie die aktuelle Fassade aus den 80ern.


    Interessant wäre für mich die Frage, wie die Parketagen erschlossen werden sollen, wenn dort ein Bürohaus entsteht.

    Ich frage mich wegen der ganzen Hotels schon länger, wer alle Hotelzimmer belegen soll; etwas mehr Kreativität der Projektentwickler bei der Auswahl der Nutzungen wäre wünschenswert.

    Es ist der bislang schlechteste Entwurf zum Thema Oper!

    Hier hat sich das Büro Snohetta offensichtlich nicht ausreichend mit dem Ort, dem Umfeld beschäftigt; ohne jede Rücksicht auf die Strukturen der Stadt und auf umliegende Baudenkmale wird einfach ein maßstabsloses Volumen geplant, das Altstadt, Hofgarten und Kö zerstören würde.


    Studenten würde ich einen solchen städtebaulichen Ansatz nicht durchgehen lassen; für ein angeblich so renommiertes Büro ist sowas komplett daneben.


    Auch wenn dieser Entwurf nicht von der Stadt beauftragt wurde; die Verantwortlichen in Düsseldorf und im Opernhaus sollten sich generell Gedanken machen, ob Düsseldorf überhaupt eine Oper von "Weltformat" haben muss, oder ein zur Größe der Stadt passendes Haus.

    Auch in der Kommunalpolitik haben ja einige ein Maßstabsproblem.

    Aus städtebaulicher Sicht, wie auch auf Grund des Baudenkmals und seiner Außenwirkung, ist für mich alleine schon der massive Baukörper vor der Schaufassade unvorstellbar; ganz unabhängig von der Architektur oder der Freitreppe.

    Auch der neben das Atelierhaus gequetschte Erweiterungsbau ist nur gruselig.

    Von der Architekturklasse hätte ich mehr Feingefühl für den Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz erwartet!


    Dem Denkmal angemessen wäre ein Flachbau, der nicht höher als das Sockelgeschoß ist und dafür in die Tiefe geht.

    Der Standort ist sicherlich interessant; unweit stand bis zum Krieg das Schauspielhaus. Schwierig ist sicherlich das deutliche Ausgreifen des Baukörpers über die Fluchtlinie der Bahnstraße in den GAP. Sicherlich ist der Vorschlag neben der Schadowstraße/Wehrhahn der beste Alternativstandort.


    Das ehemalige Telekom Gebäude, das meines Wissens nach früher vor allem die die Ortsvermittlung beinhaltete, dürfte durch den technischen Fortschritt obsolet sein; viele derartige, früher mit Technik vollgestopfte Gebäude der Telekom stehen heute überwiegend leer.


    Wobei ich den aktuellen Standort noch immer den für den besten Ort für die Oper halte; mit einem für Düsseldorf angemessenen Raumprogramm dürfte die Oper dort auf jeden Fall realisierbar sein.


    Das endgültige Erscheinungsbild der Oper wird sowieso in einem Architektur Wettbewerb festgelegt; aktuell geht es um den Standort.


    Die Elbphilharmonie- oder Sidney-Träume halte ich für übertrieben und nur für hübsche Stadtmarketing Bilder geeignet. Ein solcher Standort würde der Oper selbst nichts bringen. Der Standort der Elbphilharmonie ist ja auch für den Betrieb alles andere als unproblematisch.


    Hauptsache, die Oper bleibt in der City!

    Das technische Rathaus wird ja nicht als Provisorium mit Containern errichtet.

    Hier wird zudem ein Wettbewerb durchgeführt und der Bebauungsplan muss sicherlich dann noch angepasst, bzw. geändert werden.


    Das geht in einen totalitärem Regime sicherlich alles schneller - ich möchte da aber trotzdem nicht tauschen!


    Mod: Der letzte Satz nimmt Bezug auf einen von zwei Beiträgen, die mangels Substanz hierher verschoben wurden.

    Die Mitarbeiter der entsprechenden Ministerien könnten ja angesichts der Klimakrise mit guten Beispiel vorangehen und auf den ÖPNV umsteigen; dann könnte dieses unsägliche Parkhaus ersatzlos gestrichen werden.

    Das wäre dann wirklich mal ein positives Signal an die Bürger.

    Ein nicht geringer Teil des KAP ist meines Wissens nach im Besitz der Bahn AG; da kann die Stadt nur in Abstimmung mit der Bahn agieren.

    Bei der Bahn AG hat der KAP nicht unbedingt die gleiche Bedeutung und Priorität, wie hier in Düsseldorf.


    Zudem müssen natürlich die Wettbewerbsentwürfe in eine Ausführungsplanung überführt werden und mit Anliegern und diversen Beteiligten abgestimmt werden.

    In wie weit der geplante Umbau des Empfangsgebäudes hier zudem schon Einfluss hat, kann ich nicht beurteilen;

    für das Empfangsgebäude dürfte es aber aktuell noch keine qualifizierte Planung geben, die man mit Planungen für den KAP abstimmen könnte.


    Eine einigermaßen zeitnahe Umsetzung erwarte ich hier nicht.

    Am besten finde ich ja das Problem mit den Frischluftschneisen (dieses Problem gibts anscheind nur in Deutschland) in DÜSSELDORF! :D:D Wenn hier ein Hochhaus steht, Gott bewahre!! Wir würden alle ersticken und tot umfallen bei dieser extremen Bebauung in Düsseldorf. Da ist NYC etc. ein Witz im Vergleich.

    Das Problem mit dem Frischluftaustausch ist nicht zu unterschätzen.


    Ich hatte das schon mal selber, dass ein von uns geplanter, größerer Gebäudekomplex umgeplant werden musste, weil bei einer Windkanaluntersuchung festgestellt wurde, dass ein großflächiges Glasdach zwischen zwei Riegeln den Frischluftaustausch im dem dahinter befindlichen Stadtquartier deutlich verschlechtert hätte. Mit einer entsprechenden Anpassung des Entwurfes war alles OK; ein ebenfalls geplantes Hochhaus stellte in der Studie kein Problem dar.


    Ein Hochhaus kann aber durch selbst erzeugte Aufwinde für Passanten unangenehme Windstärken an der Basis erzeugen, was die Aufenthaltsqualität dort deutlich mindert; das kommt gar nicht so selten vor.


    Das ist natürlich an jedem Standort individuell und im Kontext mit dem Umfeld zu betrachten.

    Hierfür ist vor allem das Design des Gebäudes entscheidend; es ist nicht das Hochhaus an sich ein Problem.

    Bei großen und vor allem hohen Gebäuden ist eine Windkanaluntersuchung in einer frühen Entwurfsphase notwendig und wird auch weltweit angewendet.

    Als ab 1907 das Warenhaus Tietz, heute "Kaufhof an der Kö" nach Plänen des renommierten Jugendstilarchitekten Joseph M. Olbrich errichtet wurde; empfanden es die meisten Düsseldorfer als zu hoch, zu klotzig und zu modern.

    Damals war der Bau tatsächlich in allen Dimensionen deutlich größer, als die zu der Zeit noch überwiegend drei- bis viergeschossige Bebauung im Umfeld.

    Die Präsentation von BIG gestern war interessant.


    Von den beiden Entwürfen mit integriertem Opernhaus gefällt mir persönlich Variante 5 an Besten; wobei ich das Hochhaus noch etwas höher planen würde, was der Proportion gut täte.

    Ein Hochhaus in der Blickachse der Schadowstraße finde ich prinzipiell gut.


    Ohne Oper gefällt mir auch die zweite und dritte Variante; die erste Variante finde ich als den schwächsten Ansatz.


    Variante 4 ist natürlich auf den ersten Blick sehr spektakulär und wirkt wie ein typischer BIG Entwurf; wirkt aber in dem Umfeld zu massiv.

    Der Sockel, bzw. die Mantelbebauung sollte sich an der Umgebung orientieren.


    Wenn ich das richtig verstanden habe, tagt morgen die Fachjury; mal sehen, was dabei rauskommt.


    Ob die Oper dort integriert wird, steht ja auch noch nicht fest; persönlich würde mir der Innenstadt-Standort eher zusagen, als der Hafen.

    Bei dem Wunsch-Raumprogramm der Oper dürfte ja der jetzige Standort passé sein;.