Das ehemalige C&A-Gebäude auf der Kölner Schildergasse aus dem Jahr 1991 wird vom Büro BADTKE Architektur umfassend kernsaniert und zu einem Mixed-Use-Komplex umgebaut.
Optisch fällt dabei vor allem die geplante Neugestaltung der Fassade auf, die durch eine wellenförmige Struktur und kupferfarbene Lamellen das bestehende Straßenbild auflockern soll. Im Inneren erfordert der Eingriff eine deutliche Anpassung der Grundrisse, da teilweise ganze Etagen zusammengelegt werden, um Platz für Veranstaltungssäle mit knapp 1.500 Plätzen zu schaffen. Während diese neue kulturelle Nutzung in den oberen fünf Stockwerken vorgesehen ist, bleiben die unteren drei Ebenen weiterhin für Einzelhandel und Gastronomie reserviert.
Gleichzeitig wird das Gebäude energetisch ertüchtigt und mit moderner Haustechnik ausgestattet, um den Energieverbrauch des massiven Bestandsbaus spürbar zu senken. Durch die Mischung aus Handel und Kultur erhofft man sich, die bisher vor allem vom Shopping geprägte Schildergasse auch abends und an den Wochenenden zu beleben. Das Projekt zeigt damit einen sehr praxisnahen Ansatz, wie man großvolumige Kaufhausarchitektur vor dem Leerstand bewahren und wieder besser in den städtischen Alltag integrieren kann.
Die apiro Entertainment GmbH & Co. KG agiert hier als Betreiber und Initiator, hat das Gebäude erworben und verantwortet das Kulturprogramm.




Bilder: BADTKE Architektur GmbH
Laut meiner Quelle im Stadtrat sind die Pläne bereits weit fortgeschritten und derzeit in Abstimmung mit dem Gestaltungsausschuss.