Zeil Talk

  • Eben. Es gibt genug Möglichkeiten sich die vollendete Weihnachtsdröhnung zu geben, allem voran ein überbordender Weihnachtsmarkt. Ein Fleckchen Ruhe und etwas Restnormalität empfinde ich da als ganz wohltuend.

    Mal so aus Interesse: Hast Du Dich eigens für diese Anklageschrift in diesem Architekturforum angemeldet?

  • Ich frage mich eh, wer sich das noch antut. Mittlerweile ist die Zeil fast ganzjährig und ganztägig derart verstopft, dass ich mich wirklich auf die Eröffnung des Skyline Plaza freue, damit diese als Haupteinkaufsstraße wieder etwas Entlastung erfährt. Abgesehen davon ist sie jetzt schon gefühlt mehr als 50 % der Zeit mit irgendwelchen Fressbuden in Disneylandoptik zugestellt (grandios vor allem die offenbar zur Dauereinrichtung erklärte geschmacklose Kiste vor der Katharinenkirche, ohne die man kein Foto dieses Sakralbaus mehr machen kann), so dass man den ohnehin spärlich vorhandenen Raum nicht noch weiter mit irgendwelchen Gedöns zustellen müsste. Schließlich finden die Einkäufe *in* den Geschäften und Zentren statt, die ihrerseits weihnachtlich dekoriert sind und somit diese Aufgabe dankbar übernehmen.

  • Weihnachtsbeleuchtung: Ich finde den Artikel nicht mehr, aber letztens stand in der FAZ, dass es (im naechsten Jahr?) eine auf der Zeil geben wird. Darauf haben sich sich die Anrainer geeignet wenn ich mich recht erinnere.

  • Beim Durchklicken der Bilder mit weihnachtlich beleuchteten Städten waren Berlin und Bremen dabei. Interessant wäre, ob da auch die Anlieger zahlen oder ob das der Länderfinanzausgleich möglich macht..

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Jetzt schreibt bereits die Bild schon über die fehlende Weihnachtsbeleuchtung auf der Zeil.


    Das ist alles eine Frage der Definition. Eine "fehlende" Weihnachtsbeleuchtung kann es doch nur geben, wenn diese sonst auf die Zeil gehört und nicht da ist.

    Die Diskussion "Gehört eine Weihnachtsbeleuchtung auf die Zeil?" ist aber doch noch nicht beendet, oder?

    Wie wär's mit "Frankfurt verzichtet wegen Energieverschwendung und grünem Bewusstein auf Weihnachtsbeleuchtung"? Oder was ist mit der christlich-religiösen Hegemonie, die man, politisch korrekt, nicht durch Weihnachtsbeleuchtung unterstützen will? Frankfurt als Multikulti-Stadt mit "Fröhliche Feiertage" statt "Fröhliche Weihnachten", wie in Teilen der USA? Muss schon sein, allein wegen "Mainhattan".

    Das vernunftbetonte BWLer-Denken "ist dieses Jahr zu teuer" ist viel zu simpel und obendrein auch noch (ausnahmsweise, bitte nicht zur Gewohnheit werden lassen) die Wahrheit. Ich find's gut so.

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    Falls das Ernst gemeint ist, was ich befürchte: Mein Beileid.

    Vielleicht sollten wir ob "christlicher Hegemonie" schon mal anfangen den Dom abzureißen..

  • Ich sehe schon, dass sichtbare Ironie-Tags helfen würden.
    All diese, teils unsinnigen, Argumente gab es zu Diskussionen um Weihnachtsbeleuchtung schon zu lesen. Wesentlich finde ich dabei:
    1. Wenn es nirgends in der Stadt weihnachtlich wäre, wär's schlimm, umgekehrt ebenso. auch hier gilt Paracelsus' "Dosis sola venenum facit"
    2. Argumente in Richtung Energieverschwendung und Lichtmüll halte ich für in der Faktenlage richtig.
    3. Überzogene "political correctness" treibt manchmal komische Blüten.
    4. Mir ist dieses Jahr nicht weihnachtlich zumute.

  • Breuninger auf der Suche

    Die Stuttgarter Warenhauskette Breuninger möchte expandieren, höchste Priorität haben dabei Frankfurt und München. Gesucht werden 15.000 m² Verkaufsfläche (Q). Bisher ist Breuninger an zehn Standorten in Deutschland vertreten, unter anderem im Main-Taunus-Zentrum, ein paar Meter hinter der Stadtgrenze.

    15.000 Quadratmeter sind eine ganze Menge (zum Vergleich: der Kaufhof an der Hauptwache hat ca. 24.000 Quadratmeter). Doch wäre da nicht das frühere Rundschau-Areal bestens geeignet?

  • Rundschau wäre eine Möglichkeit, aber was ist denn mit Zeil 123 (ex Hako)? Ist da schon bekannt, wieviel Verkaufsfläche der Neubau haben wird?

  • So gerne ich eine baldige Nutzung des FR-Areals durch einen Mieter wie Breuninger sehen möchte, ist die Lage ein wenig zu abgelegen um als "1A" zu gelten. Auch wenn das Brachland möglicherweise zu einem guten Preis zu haben ist, handelt es sich immer noch um einen Zubringer zur Zeil mit weit weniger Passantenfrequenz als nur 100 Meter weiter. Um Präsenz gegenüber den anderen Platzhirschen P&C, Anson's, Pohland, Wormland, Eckerle, usw zu zeigen, ist wohl eine Location mit einer exponierteren Lage wahrscheinlicher.

    Gibt es andere Lösungen? Ich meine ja. Das mittlerweile von außen gammelig wirkende "Sportarena" ist für mich an der Hauptwache Abrisskandidat Nummer eins und eher eine Option für die Stuttgarter. Kaufhof scheint weder die Lust noch das Geld zu haben das abschreckende Gebäude von innen oder außen auf einen angemessenen Standard zu bringen, da wäre ein Verkauf eigentlich naheliegend. Immerhin kündigte Metro schon 2008 an, dass sie Filialen abgeben möchte und hat diesen Plan auch schon teilweise umgesetzt.

  • Also an Sportarena habe ich auch gleich als erstes gedacht, wäre wirklich wünschenswert. Aber es gäbe da auch noch weitere Kandidaten, die geeignet sein könnten, wie z.B. auf beiden Seiten der Biebergasse. Einmal der Block in dem Hugendubel ist und gleich gegenüber das Gebäude in dem Görtz und Betten Ried sind, das ja bis zum Börsenplatz durchreicht.
    Aber würden diese Flächen überhaupt ausreichen?

    In der Meldung heißt es doch auch nur Frankfurt. Wäre da nicht auch denkbar, dass man sich wie beim MTZ an ein bestehendes Shoppingcenter wie dem Hessen-Center anschließt. Wenn ich mich recht entsinne soll es doch ausgebaut werden. Obwohl dort wahrscheinlich deutlich Potenzial fehlt, dafür wäre es um einiges billiger umzusetzen als im Dunstkreis der Hauptwache.

  • Mod: Beiträge 124-129 aus Thread "Projekt "Ehemalige Frankfurter Rundschau" (auf Eis)" hierher verschoben.
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    Breuninger sucht doch einen Standort in Frankfurt in 1-A Lage. Da es die letzte große Brache in Frankfurt City ist, könnte ich mir hier einen Breuninger gut vorstellen.
    Wäre allerdings schade um die tolle geplante Architektur.

  • Och, das wäre ne Sensation, wenn der Breuninger da hinginge und ein genialer Schachzug für die Ecke!

    Da vergesse ich gerne die alten Entwürfe und freue mich schon mal auf die neue Schatzkiste, die dieses Areal fantastisch aufwerten und abrunden würde. Das würde bis auf die Schillerstraße ausstrahlen und neues Leben einhauchen. Endlich würden sich die Shopping-Victims auch mal in Frankfurt verlaufen können und nicht nur von der Alten Oper zur Konstabler hin- und zurücklaufen müssen, um grob alles gesehen zu haben.

  • Ja, ein weiter Shopping-Tempel eines Genres, mit dem wir im nahen wie fernen Radius total unterversorgt sind – wer braucht da noch gute Architektur oder denkt an das abgerissene Rundschauhaus?

  • ^^ (nicht zu RMAs Beitrag, sondern zu den vorherigen)
    Übrigens ist zB der Breuninger in der Stuttgarter Innenstadt in mehreren verbundenen Gebäuden untergebracht. Man könnte ja an dieser Stelle bei einem Bau für Breuninger nach außen hin auch vorkaukeln, dass es sich um mehrere Gebäude handelt.
    Die sicherlich von vielen befürchtete monotone bzw. überdimensionierte Häuserfassade könnte so vermieden werden.
    Ein vergleichbares und relativ gelungenes Beispiel kann man sogar hier in FFM finden: das One Goetheplaza.

  • Man fragt sich langsam wirklich, warum das alte Rundschau-Haus, eines der gelungensten Nachkriegsbauten in Frankfurt, überhaupt abgerissen worden ist, wenn nun stattdessen jahrelang eine Riesenbrache das Stadtbild stört und möglicherweise die (eigentlich ganz ansprechenden und das Rundschau-Haus zumindest zitierenden) Neubaupläne wieder über den Haufen geworfen würden. Das ist doch alles eine traurige Farce.

  • Nur mal so in die Runde gefragt:
    Ist das denn überhaupt eine 1a Lage, die für Breuninger etwas wäre? Für mich ist 1a Lage nur Zeil, Fressgass, Goetheplatz und Goethestraße. Fragt sich also, ob die Spekulation auf Breuninger hier überhaupt was bringt?

  • Auch an den genannten Lagen ist etwas vorstellbar. Wie mir kürzlich mal wieder bewusst wurde, sieht das Hugendubel-Haus mittlerweile ziemlich zwergig aus neben der in der letzten Zeit in die Höhe gewachsenen Nachbarschaft. Einige Geschosse mehr könnte die Ecke leicht vertragen. Sollte sich Hugeldubel, wie in anderen Städten schon geschehen, künftig mit einer geringeren Fläche als am Steinweg und Rathenauplatz zufrieden geben und umziehen, wäre das ein ziemlich perfekter Standort für Breuninger. Bei wohl größerer Grundstücksfläche von der Lage mindestens gleichwertig zum Areal An der Hauptwache 1, der früheren Kaufhalle und jetzigen Sportarena (wobei ich dieses Gebäude ganz anders als das Hugeldubel-Haus schon immer verabscheue, von den größeren Geschäftshäusern in Bestlage ist es m. E. das unansehnlichste).