Kö-Bogen: 2. Bauabschnitt (Bauphase)

  • Das hängt natürlich auch von den Anforderungen an die Fassade ab;
    insoweit mehr als nur Schutz vor Regen und Wind erforderlich ist, wird es schon etwas komplizierter (Kälte- und Wärmeschutz).


    Bei einer reinen Markthallennutzung (ohne Klimatisierung) könnte eine Verglasung aus einfachem Verbundsicherheitsglas noch relativ transparent gehalten werden.
    Entscheidend ist aber die Haltevorrichtung – Rahmen / Profile;
    durch die Anwendung von sog. Glasschwertern oder einer gespannten Seilkonstruktion kann die Transparenz noch etwas optimiert werden.


    So etwas kostet natürlich dann auch entsprechend mehr als eine normale Fassadekonstruktion.

  • Selbst wenn dort nur Regen und Windschutz erforderlich ist und man Glasschwerter o.ä. einsetzt, wird man kaum "durchschauen" können, wie es die Bilder andeuten. Zumindest die Fluchttreppenhäuser für das 1. OG werden massiv sein. Auch die einzelnen Marktstände werden bis zu einer Höhe von 2m reichen und auch nicht transparent sein. Ich bezweifele daher stark, ob das Ziel, Sichtachsen zu erhalten, erreicht werden kann.


    Die grundsätzliche Idee einer Markthalle finde ich sehr gut. Ich war vor einigen Wochen in Stuttgart in der dortigen Markthalle und fand es toll. Die Preise waren natürlich auch entsprechend hoch, was in Düsseldorf nicht anders sein wird. Man sollte sich nur nicht der Illusion hingeben, dass eine "unsichtbare" Markthalle mit Wind- und Wetterschutz möglich ist.


    Allerdings sehe ich bei einer Markthalle die Gefahr, dass der GGP noch dem reinen Anlieferverkehr geopfert werden wird. Die Marktstände werden eventuellen Müll oder Abfälle (leere Kisten etc) eher "nach hinten" zum GGP räumen als nach vorne Richtung Schadowstraße. Dem GGP ist daher nicht geholfen.

  • Die RP schreibt, dass die FDP Fraktion von der Markthalle begeistert sei.


    Dem Artikel kann man auch entnehmen, dass die Idee zur Markthalle aus Madrid stammen soll, genauer gesagt vom "Mercado de San Miguel". Wenn man Bilder zu diesem Markt sucht, sieht man sehr schnell, dass da nichts, aber auch gar nichts transparent ist, sondern das Glas viel mehr die umliegenden Gebäude spiegelt (z.B. hier und hier.


    Weiter schreibt der Artikel, der Markt sei kleiner als das ursprünglich geplante Gebäude. Das kann sich aber nur auf die Höhe beziehen, denn der Grundriss bleibt grundsätzlich der gleiche.

    Einmal editiert, zuletzt von Roman () aus folgendem Grund: Rechtschreibfehler...

  • ^ Mehr Fotos des Marktes gibt es hier unter #5 und #6 - wenn schon, gerne könnte die künftige Bebauung die Gestaltung dieses Marktes und seiner Umgebung übernehmen. Sie stünde im netten Kontrast zu den etwas rohen Dreischeibenhaus und Schauspielhaus. Besser so als rundum zum Kontrast-Schaffen besonders bieder bauen, wie es etwa um den Berliner HBf praktiziert wird.


    Außerdem - wenn ein Markt, dann nicht direkt an der Schadowstraße, sondern zwischen der zuletzt von mamamia postulierten Blockrandbebauung (#557) und dem Dreischeibenhaus. Dann entfiele das mögliche Problem, dass die GGP-Seite als weniger prominent auch für die Markthalle zur Lieferzone wird.

  • Abwegiger Vergleich. Madrid bräuchte dringend mehr Verdichtung. Die zudem viel zu niedrige Bebauung erlaubt ja sogar noch Lichteinfall in die Straßen. Da haben die Spanier nicht aufgepasst.


    :lach:

  • Übernommen wurde nicht die Gestaltung, sondern das Nutzungskonzept (wie man mit bloßem Auge sieht). In meinen Augen ist ein gutes Original auch immer besser als eine schlechte Kopie.


    Königsweg wäre freilich eine Anlieferung von unten - wie beim Breuninger. Ich vermute, das wird aber nur gehen, wenn die alte Tiefgarage neu gebaut wird - was sehr viele Vorteile auch für dem GGP 2.0 brächte.


    Das Baufeld 4 beschreibt nur die maximale bauliche Ausnutzung. Es entsteht insoweit kein Widerspruch durch Mercado. Das ist nmK alles kompatibel. Ich hin gespannt auf Ingenhovens Vorschlag.

  • Dem heutigen RP-Artikel nach liegen die Ideen der beauftragten Architekturbüros im Februar vor. Es soll jeweils drei Varianten geben:


    # Baufeld 4 unbebaut
    # Baufeld 4 niedrig bebaut
    # Blockrandbebauung


    Dem Artikel entnehme ich u.a., dass das Feld nach den ersten Konzepten achtgeschossig bebaut werden sollte, woraus dann 6 Geschosse wurden und jetzt 0/2/6 werden können (je nach dem Ergebnis). Auf anderen Baufeldern zwischen JWP und GGP könnte zum Ausgleich die Reise in die andere Richtung gehen - die Blockrandbebauung von 5-6 auf 6-8 Geschosse wachsen.

  • Dem heutigen RP-Artikel nach fordern die FDP und der Bund Deutscher Architekten, dass die eingereichten Entwürfe dann veröffentlicht werden. Bisher wurden doch alle prämierten Arbeiten städtischer Wettbewerbe veröffentlicht, also die drei mal drei Varianten würden wahrscheinlich ohnehin auf der städtischen Webseite landen?


    Der Stadtrat wird im April entscheiden. Neben der Frage der Baumassen gibt es die spätere der Gestaltung künftiger Bauten - es wäre nett, gäbe es auch da verschiedene Alternativen, über die man Vox Populi anhören würde. Dieses Zuhören gab es jedoch bisher in einer Frage nicht - wenn ich mich nicht ganz täusche, die Mehrheit hätte gerne die Schadowstraße als reine Fußgängerzone.

  • Jan Wellem auf seinem Platz?

    Den heutigen RP-Artikel über die Platzbenennung hätte ich höchstens im Düsseltalk erwähnt, gäbe es im zweitletzten Absatz nicht die Spekulation, man könnte auf dem Platz Jan Wellem "wie auch immer sichtbar machen". Wie genau, erwähnt der Artikel nicht - das (im nächsten Absatz erwähnte) Denkmal vom Marktplatz wird wohl nicht verlegt, welche Möglichkeiten gäbe es noch? Etwa eine gigantische JW-Abbildung auf einer der Wände der Neubauten?

  • ...Etwa eine gigantische JW-Abbildung auf einer der Wände der Neubauten?


    Die Idee finde ich gar nicht so schlecht. Sollte die Markthalle wirklich kommen wäre deren aktuell noch langweilige Fassade ein idealer Platz dafür. Ein bisschen wie bei der Casa Stupenda nur eben mit einem bunten Jan-Wellem (Blickrichtung KÖ-Bogen) und je nach Blickwinkel andere Themen bezogene Designs.
    Sollte man das in Maßen halten und auch weite Teile der Glasfassade gläsern halten stelle ich mir hier einen sehr belebenden Effekt vor.

  • aktuell noch langweilige Fassade


    Eine kleine Berichtigung - u.a. dieser RP-Artikel erwähnt, dass der Autor des oft verlinkten Markthalle-Entwurfs gar nicht zu den drei beauftragten Büros gehört (die eher die Verteilung der Baumassen als endgültige Entwürfe vorschlagen werden). So ist dieser Entwurf genauso eine unverbindliche Privatmeinung wie unsere Aussagen hier im Thread zum Thema - die aus unerklärlichen Gründen weniger medialer Aufmerksamkeit bekommen.

  • Dauser-Markthalle?

    Einmal wurde hier die Frage gestellt, wer die Markthalle (wenn diese kommt und wie auch immer gestaltet) bauen könnte. Die RP veröffentlichte heute einen Artikel, nach dem ein auf dem Carlsplatz präsenter Gastronom die zweistellige Millionensumme aufbringen könnte. Der Artikel erinnert weiter, dass derzeit noch nicht einmal ein ob entschieden ist, obwohl es in allen Ratsfraktionen Zustimmung gebe.


    Etwas weiter fällt die Höhe von 15 Metern - bei zwei Etagen wären es 7,5 Meter pro Etage. Das ist schon etwas teuer und übertrieben - die von mir gesehenen Hallen haben meist um 3-4 Meter.


    Wenn sie denn kommt - einmal habe ich hier hinterfragt, ob Kultur im 1. OG nicht zu teuer wäre. Vielleicht wäre Gastronomie im 1. OG über den Verkaufsständen im EG wirtschaftlicher - und würde mehr Leben generieren?

  • Baufeld IV

    Hallo zusammen,


    die Architekten des Dreischeibenhauses haben heute einen eigenen Entwurf für die Bebauung des 2. BA vorgestellt.


    http://www.hpp.com/de


    Die Einfassung der Schadowstrasse erscheint mir gut umgesetzt, allerdings wird meines Erachtens der Blick von der Tuchtinsel zum Schauspielhaus verbaut.


  • Ich denke das ist Ansichtssache. Ich finde die Lösung sehr gelungen. Die Fortführung der Schadowstraße ist schön gelöst, da die riesige Lücke geschlossen wird und eine Aufwertung statt findet. Gleichzeitig finde ich die Raumgestaltung zwischen Kö-Bogen 1, Schauspielhaus und Tuchinsel gut gelöst. Man darf nicht vergessen, dass ein Platz seinen Charakter verliert, wenn er zu groß gestaltet ist und nicht mehr als Platz wahrgenommen wird. Ich versteh auch nicht warum der Blick von der Tuchinsel so wichtig ist, das Gebäude hat genug Freiraum um zu wirken.

    Einmal editiert, zuletzt von skypirate ()

  • Entwurf HPP

    Ich teile deine Ansicht, Skypirate, dass ein Platz nicht zu groß sein darf.
    Aus der von HPP veröffentlichen Perspektive scheint mir aber auch der P&C Bau ziemlich unterzugehen.


    Ich finde gerade durch den Wegfall des Tausendfüßlers kommt dieser Bau wirklich richtig gut zur Geltung. Diese aktuelle Wirkung könnte ein, wenn auch kleiner Platz, festigen und dauerhaft den P&C-Bau hervorheben.

  • ^ Nicht nur den P&C-Bau, auch das Tuchtinsel-Hochhaus, an welches ich weiterhin glaube und hoffe, dass es in populistischen Schnellschüssen der Kommunalpolitiker nicht untergeht.


    Zum Entwurf des Büros HPP veröffentlichte die WAZ gerade einen Artikel - wahrscheinlich werden sich noch ein paar Architekten zu profilieren versuchen, indem sie Entwürfe wenigstens den Medien schicken, wenn nicht der Stadt. Die Neubauten an der Schadowstraße "bis zu der Linie des ehemaligen Tausendfüßlers" sind ein guter Ansatz, wenn es an dieser Stelle ein etwas breiterer als die sonstige Schadowstraße Platz sein wird. Wohnungen zum GGP hin (letzter Absatz) sind auch nicht verkehrt. Dass zwischen dem Jan-Wellem-Platz und dem GGP nur ein einziger Baublock mit einer Einheitshöhe sein soll, ist schon wieder langweilig. Können die Architekten nicht die Vorstellungskraft des Renzo Piano aufbringen, der sogar ein Gebäude mit varierenden Höhen entwerfen kann?


    Unbebaute Westseite des Gustaf-Gründgens-Platzes? Dann hätte dieser keine klare Konturen, zumindest eine niedrige Markt-/Gastronomiehalle sollte schon sein.

  • M.E. ein durchaus gelungener Entwurf zur Stärkung der Schadowstraße. Dieser würde ein einheitlicher Baukörper sehr gut zu Gesicht stehen - und wäre ein weiterer Weckruf für Erneuerung und Entwicklung großzügiger Ladenkonzepte. Der westliche U-Bahn-Eingang könnte in das neue Geschäftszentrum integriert werden. Das hätte etwas urbanes.


    Die Kante zum GGP sollte für die gewünschte Platz-Wirkung ausreichen. Den Übergang zum KB1 mit der abfallenden Bebauung und freien Sicht auf das Schauspielhaus finde ich gut umgesetzt. Die großzügige "Nord-Süd-Rambla" sollte den P&C-Bau auch weiterhin wirken lassen.


    Edit: Das Hochhaus Tuchtinsel würde ich eher am südlichen Ende der Tuchtinsel sehen. Dort geht's heute schon etwas höher. Zur Schadowstraße würde ich die einheitliche Kante bevorzugen.

    Einmal editiert, zuletzt von deloro ()

  • Die Sichtachse auf den GGP von der Tuchtinsel aus Richtung der Einfahrtsrampe des Süd-Nord-Tunnels zu verstellen, finde ich vertretbar.
    Mir gefällt allerdings nicht, dass die Sichtachse von P&C zum Schauspielhaus ebenfalls verstellt wird.
    Warten wir mal ab, was sonst noch so an Vorschlägen kommt....

  • Ich kann mir kaum vorstellen, dass dieser Entwurf umgesetzt wird..... es fehlt an einem Platz, der in diesem Entwurf als Jan Wellem Platz bezeichnet wurde.


    Für das im U-Bahnhof Schadowstraße geplante künstleriche Element "Interaktive Installation", welches hier thematisiert wird ist ein darüber liegender Platz zwingend notwendig.


    Ich glaube nicht, dass dieses lang geplante Projekt zugunsten einer anderen Architektur noch geändert oder gar ganz darauf verzichtet wird.


    Meiner persönlichen Meinung nach ist der Entwurf auch zu sehr "0 8 15" für solch eine wichtige Lage....


    ... ich hoffe da kommt noch mehr ( besseres :) )