Kö-Bogen: 2. Bauabschnitt (Bauphase)

  • Kö-Bogen: 2. Bauabschnitt (Bauphase)

    Nun wurden auch die Pläne für die Bebauung der umliegenden Freiflächen eingereicht.



    Die Übersichtspläne der Entwürfe:

    ©André Poitiers
    Nord-Süd-Spange mit Stadtpark



    ©Haberland
    "office regina poly" mit einer mit Bäumen gesäumten Allee.

    ©Hascher+Jehle
    Steinerne Plätze treffen auf Grünflächen. Ein Hochhaus für die Tuchtinsel.

    ©KSP Engel und Zimmermann



    ©Molestina
    Bei diesem Entwurf soll der Tausendfüßler durch einen breiten Boulevard ersetzt werden.



    ©Eller+Eller
    Ihr Konzept: Begrünte Geometrie pepaart mit Stadtwegen.



    ©Hamburger APB
    Drei miteinander verbundene Gebäude



    ©Ortner & Ortner, Österreich
    Konzept: Shoppingvergnügen, südländischem Baustil


    Alle Enwürfe sehen mindestens ein Neubauten vor oder gar mehrere. Die Variationen unterschieden sich zwischen Grün in Grün bis Mediterran gepflastert. Persönlich favorisiere ich den Entwurf von Hascher+Jehle, dort eine schöne Anbindung der Kö-Bogen an die Schadowstraße ist.


    Hier könnt ihr die Animationen und Renders sehen: RP-Bilderstreke


    *Beschreibungen hinzugefügt.

  • Mir gefällt überhaupt nicht, dass bei allen Entwürfen das Schauspielhaus aus dem Blickfeld verschwinden soll.


    Am besten finde ich aber den Entwurf von Ortner und Ortner. Besonders den Bereich um den Martin Luther Platz finde ich gelungen und was mir auch gefällt, ist dass durch die Bauhöhe ein besonders urbanes Gefühl entsteht.
    Wichtig ist allerdings, dass die Fassaden der einzelnen Gebäude unterschiedlich aussehen, nicht wie beim Kö-Bogen Teil 1.

  • Schön, dass bei allen Entwürfen, das Dreischeibenhaus aufgewertet wird durch das Umfeld, aber schade, dass der Tausendfüßler wegfällt es hat spaß gemacht so über Düsseldorf zu fahren.

  • Dus-Int
    Warum genau findest du den Entwurf gut? Die anderen haben ja schließlich auch eine solche Bauhöhe.


    Kannst du mal eine Top 3 Rangliste machen? Und dann noch mal den schlechtesten nennen?


    Hier mal nebenbei das Bild meines Lieblingsentwurfs:

    @Hascher+Jehle


    Pro:
    +Viel neue Einfaufsfläche
    +Ein neues Hochhaus (Urbanität pur)
    +Es findet ein fließender Durchgang von der Schadowstraße zum Bogen oder Peek & Cloppenburg statt. (Platz als Zentrum)
    +Die neubauten Bilden mit dem Kö-Bogen eine ganze Kante nache Norden hin.

  • Der Vorteil bei Hasche & Jehle ist der neue Jan Wellem Platz am Ende der Schadowstraße, nördlich der Tuchtinsel. Hier gefällt mir der kleine Neubau vor der Börse nicht.


    Bei Ortner und Ortner gäbe es allerdings zwei neue Hochhäuser (Urbanität pur) die eine Art Tor bilden, wenn man die Berliner Allee nordwärts runter fährt. Auch auf der Immermannstraße wird ein Touch Urbanität eingehaucht.


    http://static.rp-online.de/lay…ektive%20von%20Westen.jpg

  • Der Entwurf von Molestina gibt eigentlich eine schöne Sichtachse zum Schauspielhaus frei (siehe Bild)


    Durch den vor dem Schauspielhaus entstehenden Platz sehe ich insgesamt eher eine Chance diesem Bereich durch Cafés Leben einzuhauchen.


    Die weiteren Fotos gibt es auch bei Antenne Düsseldorf in teilweise etwas größerem Format zu sehen.


    Im übrigen können die Entwürfe, für die eine Jury aus Stadtvertretern und Städtebauexperten am 23.01.2009 eine Vorauswahl getroffen haben, vom 03. bis 06. Februar im Schauspielhaus gesehen werden. So auch ein Wortbeitrag von Antenne Düsseldorf.

  • Die Entwürfe haben alle gute und schlechte Seiten.
    Die schlimmste Bausünde für mich ist, dass die Straßenbahn nicht zusammen mit dem Tausendfüßler unter der Erde verschwinden soll. :Nieder:
    Damit wird die einmalige Chance vertan, den Hofgarten zu einer Einheit und die Schadowstraße als Einkaufsmeile durchgängig zu machen. :nono:

  • 1. Ortner + Ortner (neuer Platz südlich der Tuchtinsel, zwei Hochhäuser und miteinhergehend das Potential die Immermannstraße und Berliner Allee aufzuwerten. Neue Platzfläche südlich der Tuchtinsel und Verlängerung der Schadowstraße bis zur Königsallee.


    2. Hasche und Jehle. (Wobei der Vorschlag nur noch Mittelmaß ist und die Verkehrsführung südlich der Tuchtinsel keine Veränderung mitsich bringt.


    Am schlechtesten sind Molestina aufgrund der zwei unnötigen Gebäude auf dem Martin Luther Platz und zwischen Thysen und Hochgarten. Auch die Straßenführung Brunnenstraße-Tuchtinsel gefällt mir hier nicht.


    Und bei Engel un dZimmermann finde die die vielen Würfel auf dem Gründgensplatz unpassend. Allerdings gefällt mir hier die bei Molestina erläuterte Verkehrsführung.

  • Zu #6:
    Bei RP-Online muss man Zoom auswählen, dann sind sie größer. :)


    Dus-Int
    Zwei kleine Hochhäuser fände ich auch interessant aber in dem Gebiet wären zwei Bauidentische Türme nett, aber ich bin sicher die Kirche wird gegen protestieren.


    @Dus Fan
    Das wäre auch toll gewesen, mann hätte ja direkt eine Anbindung an die U-Bahn machen können. Eine Art Kreuzung unter der Erde.

  • Von dem, was bislang auf den Plänen zu sehen ist, hat mich noch nichts wirklich überzeugt; vorallem die räumliche Situation Martin-Luther-Platz / Berliner Allee und den Übergang zur Immermannstraße hat keiner befriedigend gelöst.


    Hier haben allem Anschein nach auch renomierte Namen nicht viel gebracht.


    Ein Hochhaus direkt vor dem IHK-Hochhaus ist auch keine wirklich überzeugende Lösung.


    Wenn der Tausendfüssler fallen soll - so muß dort wirklich besseres passieren.


    Eine zusätzliche Wasserfläche zwischen Gründgens-Platz und Schadowstraße ist vollkommen überflüssig.


    Da müssen die beteiligten Büros aber noch mal richtig ran, um einen wirklich überzeugenden Entwurf für den Bereich hin zu bekommen!


    Die derzeitige räumlich unbefriedigende Situation zwischen Martin-Luther-Platz (Johanneskirche) und dem Anfang Immermannstraße muß gelöst werden - zum Beispiel so: Skizze / Forum-Beitrag zum Martin-Luther-Platz
    Wenn der Tausendfüssler schon weg soll, dann muß man doch auch die sich daraus ergebenden Möglichkeiten aufgreifen!

  • Das Düsseldorfer Büro Eller + Eller freut sich sehr in die engere Wahl gekommen zu sein. Der Entwurf mit dem Namen "Begrünte Stadtwege" sieht eine begrünte Nord-Süd-Achse zwischen Hofgarten und Johanneskirche vor und bildet auch eine begrünte Verbindung von der Schadowstraße zur Königsallee.


    Weitere Punkte sind:

    • eine große Grünfläche vor dem Dreischeibenhaus
    • ein begrüntes Plateau als Verbindung zwischen der Landskrone und dem Bassin mit der Fontäne "Gröner Jong" im Hofgarten
    • ein siebengeschossiges Gebäude soll den begrünten und verkleinerten * Gründgens-Platz fassen
    • vorgesehen ist ein Mix aus Läden, Büros und Wohnungen
    • der bestehende, benachbarte Block an der Bleichstraße kann, falls es die Eigentümer möchten, ebenfalls neu gestaltet werden
    • eine Neuaufbau optional auch für die Häuser auf der Tuchtinsel


    Das Team setzt auf Freiraum. Grünflächen und Bäume werden großzügig, aber mit gebändigter geometrische Anordnung platziert. Diese sollen als Teppich in den städtischen Raum einlaufen. Wasserflächen und begrünte Plätze sollen im Schnittpunkt der Achsen für Aufenthaltsqualität sorgen.


    RP

  • Heute abend war ich bei der Präsentation der Arbeiten im Foyer des Schauspielhauses.
    (allerdings habe ich wegen der ganzen Bauerei ewig gebraucht, um dort hin zu gelangen)


    Neben einigen "Prommis" der Düsseldorfer Verwaltung etc. waren dort mal wieder die "üblichen Verdächtigen": die Jenigen, die man hier immer antrift, wenn es um Stadtplanung geht. Architektur und Stadtentwicklung sind eben nicht für alle interessant - lieber nachher motzen!


    Die acht Teams durften ihre Arbeiten einzeln präsentieren; auf Stellwänden waren die Pläne und Erleuterungen, sowie jeweils davor die Modelle zu sehen. Nach dem ich mir die Arbeiten in Ruhe angeschaut habe, kann ich sagen, das mir die Ideen von Ortner+Ortner und die von Eller+Eller am ehesten zusagen.


    Der von Ortner+Ortner "Ramblas" genannte Boulevard und das Hochhaus am Südende der Tuchtinsel sind hervorragend, auch der Umgang mit dem Hofgarten gefällt mir grundsätzlich. Ich könnte mir die Verlängerung der Landskrone (zur Kö) auch weniger deutlich vorstellen; dann kann der Corneliusplatz vor dem Steigenberger wieder hergerichtet werden - als Anfag der Kö oder als Anfang des Hofgartens. Die Corneliusstatue sollte wieder aus dem Gebüsch geholt werden.


    Bei Eller+Eller gefällt mir der zusätzliche Stadtplatz und dich verbreiterte Achse zum Schauspielhaus sehr gut. Mit der Landskrone sollten sie etwas ehrfürchtiger umgehen - die hinein geschobene Platform am "Grünen Jong" ist nicht schön.


    Problematisch ist bei allen Entwürfen der ungelöste Raum rund um die Johanneskirche; hier ist noch einiges zu tun. Ortner+Ortner gestalten hier wenigstens einen urbanen Platz; wenn auch nicht alles gelöst ist, so hat diese klare Fläche doch wenigstens etwas.


    Wenn der, ohne den derzeit noch ordnenden Tausendfüssler, chaotische Stadtraum zwischen LZB, Johanneskirche und Immermannstraße nochmal überarbeitet wird, bin ich guter Dinge, das hier ein schönes Stück Stadt wachsen kann.


    Die anderen Arbeiten haben mich eigentlich weniger überzeugt; vorallem die Pläne von KSP und von APB find ich sehr schwach! (Da waren manche der Studentenentwürfe des Forums Kö-Bogen auch nicht wesentlich schlechter)

  • Im Prinzip hat wirklich jeder Vorschlag etwas Positives und etwas Negatives.


    Ich sehe größere Grünflächen in Zeiten der wirtschaftlichen Ausreizung aller Bereiche wirklich als den größten Luxus. Wenn Düsseldorf eine reiche Stadt ist und das auch zeigen möchte, dann dadurch, dass man wirtschaftlich so hoch interessante Flächen grün belässt. Allerdings sollten die Flächen nicht mit sehr vielen Bäumen zugepflanzt werden, damit nicht bei Dunkelheit ein weiterer schlecht beleuchteter Angstraum wie der Hofgarten entsteht.


    Der Blick auf die Kirche sollte wieder besser herauskommen. Wenn es aber denn doch ein Neubau in unmittelbarer Nähe sein muss, dann kann ein Gebäude auf der Tuchtinsel nur dann wirken, wenn die Gebäude mit Schuhgeschäft, Woyton und Co abgerissen werden und ein einheitliches Unikat entsteht. Dieser Flickenteppich mit teilsanierter MEXX-Fassade ist ein trauriger Anblick. Alternativ könnte die MEXX-Fassade auf den Rest der Gebäude erweitert werden, um ein schlüssiges Ganzes zu erhalten (wie es ja schon mal war!)


    Das Schauspielhaus sollte nicht als unliebsamer Bruder versteckt werden (zumal es ja von Liebeskinds Entwürfen für BA I sogar zitiert wird!). Ich halte eine große Wasserfläche eingerahmt von grünen Rasenstreifen sogar für eine Chance. Ähnlich wie beim Benrather Schloss kann ich mir gerade nachts bei den Illuminationen des Gebäudes tolle Spiegeleffekte vorstellen.


    Zuletzt: Warum um Himmels Willen nur Ramblas? Ich möchte eigentlich hier am Niederrhein nichts Mediterranes, dazu fahr ich ans Mittelmeer. Hier sollte etwas hin, was entweder typisch für die Region oder völlig neu und somit einzigartig und ein Anziehungspunkt für den Rest der Welt wäre. Die Städte sind im Hinblick auf Shopping bereits standardisiert, jetzt müssen Kultur (auch städtebauliche Kultur!) und Lebensart (Altbier, Köbes und Karneval) den individuellen Reiz herausstreichen.


    Die Entwürfe haben alle gute und schlechte Seiten.
    Die schlimmste Bausünde für mich ist, dass die Straßenbahn nicht zusammen mit dem Tausendfüßler unter der Erde verschwinden soll. :Nieder:
    Damit wird die einmalige Chance vertan, den Hofgarten zu einer Einheit und die Schadowstraße als Einkaufsmeile durchgängig zu machen. :nono:


    100 Prozent Zustimmung. Und die Chance IST einmalig! Nachträglich würde das doch nur mit einem Monsteraufwand, wenn überhaupt, möglich sein!
    Aus der fahrenden Bahn in Grüne schauen ist wohl einmalig schön, aber aus dem Grün heraus auf die fahrende Bahn schauen?!

  • Das mit der Tieferlegung der Trasse der 701 ist ein schöner Gedanke, bleibt aber mittelfristig wohl ein frommer Wunsch. Nicht nur die zusätzlichen Kosten stehen im Raum, vorallem das schon laufende Bauvorhaben der Wehrhahnlinie, welches ja mit erheblichen zuschüssen finanziert ist - jede Änderung kann hier zum problem werden. der Kreuzungspunkt Bf. Schadowstraße müste vollkommen umgeplant werden. zudem verlaufen dort in Zukunft noch zwei Straßentunnel. Das hätte man wirklich früher mit einplanen müssen.


    Aber es gibt schlimmeres als eine oberirdisch geführte Straßenbahntrasse.


  • Aber es gibt schlimmeres als eine oberirdisch geführte Straßenbahntrasse.


    In der Tats
    Ich habe nichts gegen Straßenbahnen im Stadtbild - ganz im Gegenteil - natürlich solange
    die Trassenführung, sowie die optische Anmutung von Haltestellen gut gestaltet sind.

  • Die RP schlüsselt nochmal die Bauabschnitte auf:


    Bauabschnitt 1: Zwei Neubauten auf dem Jan-Wellem-Platz und der Verkehr wird in diesem Bereich durch Tunnel geleitet.


    Bauabschnitt 2: Abriß der Hochstraße Tausendfüßler und der Verkehr, bis auf die Straßenbahn, soll auch hier ab 2015 ebenfalls durch Tunnel fließen.