Wehrhahn S wird am Wehrhahn abgerissen und neu gebaut.Aus einem Vorlage, die in der nächsten Sitzung der BV 2 diskutiert werden wird:
![]()
Die DB InfraGo beabsichtigt, ab Herbst 2024 das Empfangsgebäudes des S-Bahnhofs Wehrhahn neu zu errichten. Das Empfangsgebäude ist eine Betriebsanlage der Eisenbahn.
Mit dem Investitionsbeschleunigungsgesetz vom 03.12.2020 wurde § 18 Abs. 1 Satz 4 des Allgemeinen Eisenbahngesetzes (AEG) dahingehend geändert, dass eine Änderung im Sinne von § 18 Abs. 1 Satz 1 AEG nur dann vorliegt, wenn der Grundriss oder der Aufriss der Betriebsanlage oder beides wesentlich geändert wird. Der Gesetzgeber hat damit den Kreis der zulassungsfreien Vorhaben erweitert. Im Rahmen dieser Rechtslage konnte die DB InfraGo den Neubau des Empfangs-gebäudes ohne Beteiligung der Stadt Düsseldorf planen. Ein Planfeststellungs-verfahren oder eine Plangenehmigung mit der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange war nicht erforderlich.
Im Herbst 2024 beginnt der Abriss des bestehenden Empfangsgebäudes. Das Tragbauwerk wird in einer Sperrpause zwischen Januar und Februar 2025 saniert und wiederaufgebaut. Während der Neuerrichtung der Tragplatte ist ein Zugang zum Bahnsteig über die Grafenberger Allee nicht möglich. In dieser Zeit kann nur der Bahnsteigzugang von der Ackerstraße genutzt werden. Nach Fertigstellung der Bodenplatte wird ein Fußgängerschutzgang (sog. Löwengang) errichtet, so dass der Zugang von der Grafenberger Allee über die Baustelle gewährleistet ist. Der Bau des neuen Empfangsgebäudes wird nach derzeitigem Planungsstand im zweiten Quartal 2025 starten. Fertiggestellt werden soll das Vorhaben im dritten Quartal 2026. Für die Baustelleneinrichtung wird die Fläche der zukünftigen Toulouser Allee genutzt.
Mehr konnte ich dazu bisher nicht finden. Wünschenswert fände ich ja dort ein Gebäude zu errichten, dass die Höhe der Umgebung aufnimmt und gescheit bewirtschaftet wird, damit nicht wieder ein mit Graffitti-zugebombter Angstraum mitten in der Stadt entsteht.
Die Bahn betont in ihrem Antrag aber gerade, dass sie hier keine Genehmigung brauchen, weil sie Grundriss und Aufriss nicht ändern. Damit ist zwar zur Höhe nichts gesagt, aber dasss dort so schmal aber viel höher gebaut wird, kann ich mir nicht vorstellen.
Herrlich auch die Totalsperrung des Bahnhofs auf dieser Seite für mindestens zwei Monate nicht benutzbar sein wird. Das wird ein schöner Aufriss für die Pendler die normalerweise dort in die Wehrhahnlinie umsteigen. Denen dürfte als Hauptalternative der andere Ausgang an der Ackerstraße liegen, der aber viel, viel schlechter angebunden ist. Gerade für Schüler sicher keine Alternative. Ob es bei zwei Monaten im kältesten Teil des Winters bleibt, wird man sehen.
Weiter sind dann 15 Monate Bauzeit geplant. Auch nicht gerade wenig für ein wahrscheinlich glorifiziertes Treppenhaus.