Alexanderplatz: Diverses

  • warum das denn? zum einen wird doch lediglich der eingangsbereich zum alex hin umgebaut, zum anderen sollte es doch kein problem sein, den mietvertrag einer boutique, welcher sicher nicht auf 20 jahre ausgelegt ist vorzeitig zu kündigen, sollte ein investor tatsächlich willens sein, den sockel abzureissen und etwas neues zu errichten. danach sieht es aber momentan wohl einfach nicht aus, von daher hab ich lieber nen klamottenladen am alex, als jahrelangen leerstand.

  • Mollstraße Ecke Karl-Liebeknecht-Straße enthüllt sich ein sanierter Plattenbau:

    M.E. bleibt der Charakter dieses Areals wohl langfristig ziemlich öde, zumal sich die Neubauten dort entsprechend anpassen. Es wird ein Areal aus großen Riegeln mit billigen Fassaden, das an allen Ecken einen bedrückenden Hinterhofcharakter verströmt. Ich finde es insbesondere bemerkenswert, wie wenig Fußgänger man in solchen Gebieten auf der Straße sieht. Das Kennzeichnet doch die geringe Aufenthaltsqualität.
    Aber immer noch besser als Leerstand und auch als ein Abriss für einen Neubau, der am Ende nicht besser ist.

    So sah es vorher aus:
    http://binged.it/15T0VUe

  • Ich finde die Sanierung gelungen. Das Gebäude wirkt nun freundlich und modern. Ich mag dieses große Fenster in der oberen rechten Ecke, die das ganze Gebäude etwas auflockert. Auch der Wechsel zwischen Fensterreihen und weißem Putz finde ich ansprechend.
    Ich glaube, dass man schon sagen kann, dass es sich bei dem Gebäude um einen architektonisch besserem DDR-Plattenbau handelt, vor allem wenn man den Bau mit dem Wohnungskomplex daneben vergleicht.
    Ich bin sowieso nicht unbedingt dafür alle DDR-Gebäude in der Alex-Ecke abzureißen, einzig das Haus der Elektroindustrie ist für meinen Geschmack eine Spur zu wuchtig. Hier wäre eine Auflösung in drei separate Blöcke sinnvoll.

  • ^ Ich denke, man sollte hier noch die Enthüllung des "Flachbaus" abwarten, bevor man das Resultat der Sanierung abschließend bewertet. Hinsichtlich der Gestaltung des Eckbaus schließe ich mich Katzengold soweit an. Die ursprünglichen Planungen für das ehemalige ADN-Gebäude sahen ja, wenn ich mich recht erinnere, gerade im oberen Bereich des Eckgebäudes ein ganz ansehnliches Beleuchtungskonzept vor. Sollte man dieses in die nun umgesetzte Variante integriert haben, wäre das für mich ein zusätzlicher Pluspunkt. :starwars:

  • ^ Sicher ist das Sanierungsergebnis (soweit sichtbar) absolut in Ordnung, da will ich nicht meckern. Und es stimmt, das gerade dieses Gebäude etwas besser ist als die angrenzenden Wohnbauten auf dem Foto. Dennoch wenn man auf die Ecke diagonal gegenüber schaut, dann muss man schon etwas wehmütig werden:
    http://binged.it/16aYiiw

    Das hier könnte eine repräsentative Großstadtkreuzung sein. So kann ich nur sagen: Schnell rüber und weiter!

    Unschön ist natürlich auch diese Ecke: http://binged.it/15T5CgK Mit dem aufgeschnittenen Block.

  • Nun gut, ich bin ja kein Freund von Plattenbauten und finde dieses Ergebnis ganz passabel. Es sollten auch nicht alle abgerissen werden, gehören sie auch zur tradierten Geschichte Berlins. Selbst wenn man es wollte, praktikabel wäre sowieso nicht, jedoch sollte nicht um jeden Preis an sensiblen Ecken Platten erhalten werden oder gar neue plattenaffine Bauten hochgezogen und mit diesen "nachverdichtet" werden.

  • Ein Neubau hätte auch nicht viel anders ausgesehen, das ist ja im unmittelbaren Umfeld zu besichtigen. Insofern ist es ökonomischer den Bestand zu sanieren.

  • Ich kam neulich abends von der Linienstraße, und da tauchte irgendwann Höhe Volksbühnenhintereingang die Ecke des sanierten Plattenbaus auf und sah richtig gut aus, sie erinnerte mich sogar (entfernt) an Bauhaus und Tel Aviv. Auch wenn das natürlich für das gesamte Gebäude so nicht gilt, ist das Ergebnis der Renovierung bisher überraschend gut und übertrifft meine (allerdings nicht sehr hohen) Erwartungen deutlich.

    Was den abgeschnittenen Eckbau angeht, diagonal gegenüber, den Rotes Rathaus angesprochen hat (http://www.bing.com/maps/?v=2&cp=s…y=o&form=LMLTCC), so frage ich mich länger schon, ob die hier extrem breite Torstraße nicht verengt und die Busspur an der Karl-Liebknechtstraße an dieser Stelle entfallen könnte, so dass Platz für ein schmal geschnittes, schickes Hochhaus entstünde, (so hoch zumindest wie das gegenüber liegende Soho). Das wäre wohl eine ziemliche architektonische Leistung und erfoderte Umplanungen und Umwidmungen (was wahrscheinlich alles sehr mühsam wäre), zugegeben, aber durch eine solche Nachverdichtung gewänne diese Kreuzung enorm an Attraktivität.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Was den abgeschnittenen Eckbau angeht, diagonal gegenüber, den Rotes Rathaus angesprochen hat (http://www.bing.com/maps/?v=2&cp=srn...=o&form=LMLTCC), so frage ich mich länger schon, ob die hier extrem breite Torstraße nicht verengt und die Busspur an der Karl-Liebknechtstraße an dieser Stelle entfallen könnte, so dass Platz für ein schmal geschnittes, schickes Hochhaus entstünde, (so hoch zumindest wie das gegenüber liegende Soho). Das wäre wohl eine ziemliche architektonische Leistung und erfoderte Umplanungen und Umwidmungen (was wahrscheinlich alles sehr mühsam wäre), zugegeben, aber durch eine solche Nachverdichtung gewänne diese Kreuzung enorm an Attraktivität.

    Attraktiv ist die Kreuzung nun in der Tat nicht und ich frage mich jedesmal wenn ich daran vorbeikomme, was man mit dem "abgeschnittenen Eckbau" nur machen könnte. Ein schmal geschnittenes Hochhaus finde ich nun wieder recht übertrieben, aber wenn man in der Tat die Busspur an dieser Ecke zurückbauen und die überdimensionierte Kreuzung ein bisschen auf Normalmaß schrumpfen würde, könnte man zumindest für besagtes Hause einen zur Kreuzung hin würdigen Abschluß planen und bauen. Damit meine ich einfach, das die Brandmauern mit den neu geschaffenen räumlichen Gegebenheiten (z.B. Wegfall Busspur) durchbrochen und das Gebäude einen Fassadenabschluß zur Kreuzung hin erhält. Hochhäuser werden in dieser Stadt eh kaum gebaut, aber ein Stück Stadtreparatur wäre doch wünschenswert...wenn möglich und sinnvoll.

  • Hätte man in der Tat, aber das hätte den Bau langweilig gemacht. OK, jetzt ist er saniert, im Sonnenlicht wirkt der Putz hier und da etwas....grob...generell muß ich sagen, das Endergebnis ist durchaus ok, ansehnlich...man darf nicht vergessen, das der Alex nebst Umgebung das gesellschaftliche Zentrum der DDR und den wirtschaftlich-kulturellen Mittelpunkt der Hauptstadt der DDR wiederspiegelte (und das sag ausgerechnet ich, der verhasste prenzlberger Schwabe der schräg gegenüber trainieren geht). Ehrlich gesagt interessiert mich das Hochhaus gar nicht sonderlich, eher der Flachbau an der Karl-Liebknecht...bin gespannt wie der aussehen wird...generell ist alles okkupiert von Zalando, mal gucken wie sich das entwickeln wird....die Kreuzung an sich ist zu groß, da ist zuviel Verkehr und jeder will da nur schnell weg, egal ob zu Fuß, mit dem Rad oder dem Auto, die Kreuzung ist....arghhhh....

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/comm…eb%C3%A4ude.jpg....

  • Vielen Dank betonkopf, für die historische Aufnahme.

    Bei aller Euphorie, dass um den Alex herum etwas passiert, aber diese Sanierung ist doch überhaupt nicht akzeptabel. :nono:
    Im Original gibt ein gutes Verhältnis zwischen Horizontalität und Vertikalität, davon ist nun überhaupt nichts mehr übrig. Nur noch banal liegende Fensterreihen, und die Ausformulierung der Ecke hätte man sich auch sparen können...

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Hätte man in der Tat, aber das hätte den Bau langweilig gemacht. [...]

    Naja, verschlimmern in Sachen Langeweile, kann man da eh nicht ;)

    Andere Variante: man hätte die gläserne Ecke bis zum Erdgeschoss erweitern können, also die Vertikale dort noch mehr betont.

  • Was mir grad auffällt, hätte man den Flachbau nicht entfernen können und die Platte symetrisch ergänzen können? Dann hätte sich unter Umständen eine interessante Ecksituation sich ergeben. Oder der Flachbau hätte sogar in diesen Bau integriert werden können.

    Der Bau ist eine Aufwertung, ohne Frage, aber eine unter Möglichkeiten.

  • Die Verwaltung lernt meist nicht aus Fehlern. Nach der Gestaltung des Alex mit modernem, großformatigem und hellem Bodenbelag wird jetzt auch das Areal des Rathausforums vom Büro Monsigny-Levin mit hellen Großplatten neugestaltet. Nach drei Monaten in der Nutzung sieht der Abschnitt vor dem Haupteingang des Fernsehturmes wie hingerichtet aus (Bilder von heute).

    Anfangs dachte ich, die Neugestaltung würde den Veränderungsdruck für zwei, drei Jahre vom Rathausforum wegnehmen. Hier werde ich meine Meinung wohl ändern müssen.

    Und so sieht der Bereich aus, der noch umgestaltet wird:

  • ^ ja, das sieht sehr unschön aus. Lass mal öfter die BSR drübergehen, dann ist zumindest der Müll weg. Gegen die Flecken und den Siff ist leider kein Kraut gewachsen. Aber soll man deswegen jegliche Umgestaltung unterlassen? Das wäre eine Kapitulation. Alternative Bodenbeläge wurden ja schon diskutiert.

  • Ich habe mich auf verschiedenen stark genutzten Plätzen in Berlin umgeschaut, und ich habe eigentlich überall die Probleme mit Kaugummiflecken, Colaflecken etc. gefunden. Ich denke daher nicht, dass jetzt das Büro Levin Monsigny besonders schlechte Arbeit geleistet hätte.
    Meiner Meinung nach gäbe es folgende Lösungsvarianten:
    1. Man könnte überall dunklen Bodenbelag einsetzten, so dass die Flecken nicht so auffallen. Dies wäre aber meiner Meinung nach keine Lösung, weil flächendeckend dunkle Bodenbeläge nicht wirklich attraktiv sind.
    2. Man könnte Materialien entwickeln, auf denen Kaugummis, Colaflecken etc. nicht haftenbleiben. Solche Materialien wird es vielleicht in zwanzig Jahren geben.
    3. Verbesserung der Reinigungstechnologien. Das scheint mir derzeit der realistischste Ansatz zu sein.
    Und was die Colabecher etc. betrifft: Das sehe ich ähnlich wie Backstein, da dürfte es sinnvoll sein, wenn die BSR ihre Reinigungsfrequenz erhöht. Der fotografierte Platz gehört einfach zu den am stärksten genutzten Plätzen Berlins (was meiner Meinung nach auch für das Konzept von Levin-Monsigny spricht), da muss die BSR einfach etwas mehr tun. Ich habe auch schon überfüllte Papierkörbe gesehen, da ist es dann kein Wunder, wenn Abfall in alle Winde verstreut wird.