Richtig, die "Stadt" ist fuer die Buerger da. Von denen wurde die "Stadt" erwaehlt und in deren Auftrag handelt sie. Eben jene Buerger hatten auch das Recht durch Partizipation am B-Plan-Prozess teilzunehmen. Offensichtlich haben sie sich das selbst verwirkt.
Die "Stadt", die von den Buergern ins Amt gewaehlt wurde, hat, getragen von einem demokratischen Votum, entschieden, dass dieser Parkplatz bebaut werden soll - es gab keine Widersprache. Daran kann ich nichts falsches erkennen. Wieso jetzt dieser Aufriss?
Nun sprichst Du von einem "umstrittetenen Bauprojekt" und verkennst meiner Auffassung nach die Dimension des Protestes. Die Anrainer, welche es nicht geschafft haben sich im B-Plan-Prozess einzubringen, beschweren sich, dass ihnen Aussicht und Sonnenlicht floeten gehen. lch als Anrainer, der es verschnobbelt hat, sich fruehzeitig zu wehren, waere wahrscheinlich der Raedelsfuehrer und "lch koennt Reyern!" waere wohl noch eines der harmloseren Plakate, welches aus meinem Schlafzimmer haengen wuerde. Es ist absolut natuerlich, dass die Anrainer sich gegen das Projekt wehren.
lnwiefern dies manifestiert, dass es sich um ein "umstrittetenes Bauprojekt" handelt, ist mir jedoch schleierhaft. Dieser Logik folgend waere mindestens jedes zweite Bauprojekt umstritten.
Zu deinen Lobhuldigungen gegenueber den Planungen: Berlin-Mitte ist originaer kein Plattenbaugebiet. Dies ist eine kuenstliche Entwicklung, welche auf dem Ruecken tausender Grundstueckseigentuemer von den Sozialisten eiskalt durchgezogen wurde. Das sollte selbst der letzte 20 Jahre nach dem Zusammenbruch der DDR kapiert haben.



